Arbeiten - Bin ich verwöhnt?

Benutzer167804  (21)

Ist noch neu hier
Hallo Leute!

Das hier ist mein erster Beitrag in diesem Forum. :smile:

Vor etwas mehr als einer Woche, habe ich meine neue Arbeit in einem eher kleinen Betrieb begonnen, und weiß nicht wirklich was ich tun soll.

Obwohl meine Kollegen alle einen netten Eindruck machen, und ich das Gefühl habe bereits zum Teil dort integriert worden zu sein, fühle ich mich nicht besonders wohl. :ratlos:

Das liegt zum einen daran, dass ich mit unserem Chef nicht zu 100% klarkomme.
Er ist zwar grundsätzlich nicht unfreundlich, aber er hat mehrere kleine Eigenheiten die ich nicht besonders toll finde.

Zum Beispiel hat er Tage wo er anscheinend keinen großen Bock hat wirklich zu arbeiten, oder er schiebt Sachen auf, und bekommt dann plötzlich einen Riesen Stress und ich muss dann so schnell wie möglich zB. die Post machen, obwohl nicht wirklich etwas dabei wäre wenn die Post mal nicht um 4 Uhr Nachmittags sondern eben am Tag danach am Morgen versendet wird.

Aber das sind eher Kleinigkeiten, das Hauptproblem ist, dass meine Kollegen im Büro eine andere Tätigkeit verrichten und von meiner Arbeit nicht groß Ahnung haben.

Der einzige der in diesem Bereich Ahnung hat ist eben mein Chef, und mit ihm ist es nicht gerade einfach, weil er einem Dinge nur einmal in der Kurzfassung erklärt und man dann fast genauso schlau da steht wie vorher.

Natürlich frage ich regelmäßig nach, aber oft ist die zweite Erklärung nicht viel besser als die Erste.
Dazu kommt auch noch, dass vor einem Monat nochmal ein anderer Kerl meine Arbeit gemacht hat, der (mittlerweile gekündigt) aber mehrere Fehler gemacht, hat die ich jetzt korrigieren darf.
Manche der Fehler bemerke ich nicht mal, weil ich ja keine große Ahnung davon habe. :schuettel:
Natürlich bin ich auch noch nicht perfekt und mache öfter mal meine eigenen Fehler, und stell mich manchmal auch etwas blöder an.

Aus diesem Grund überlege ich grade ob ich nicht einfach meine Arbeit wechseln sollte.
Eine Bekannte sucht in Ihrer Firma einen neuen Angestellten für den Empfang, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die Dinge dort besser erklärt bekommen würde.


Also was soll ich tun?

Soll ich dort weiterarbeiten und weiterlernen bis ich nicht mehr so stark auf den Chef angewiesen bin, oder soll ich wechseln?

Oder bin ich illoyal und feige, wenn ich jetzt schon ans wechseln denke?
Oder schlimmer bin ich vielleicht von meiner damaligen Lehrstelle gar verwöhnt und das ist ganz normal?

Danke schonmal für die Antworten! :smile:
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Hast du ne Probezeit?
Es ist gerade mal ne Woche, also 5 Tage, von denen du einen Eindruck hast.

Soll ich dir von meiner ersten Woche erzählen?
Off-Topic:
Ich kam nach 7 Jahren Studium raus und dachte dank meiner Forschungsarbeit doch n bisschen was von der Medizin verstanden zu haben. Und dann stand ich da - und hatte von NICHTS eine Ahnung. Nicht mal die einfachsten Dinge bekam ich auf die Reihe - und die Erklärungen waren teils abartig kurz und zu 90% "lies es nach!". Ich hab wochenlang geheult und wurde von oben zusammengefaltet. Meinen Kollegen war es teilweise egal, auch weil sie eben genau so unten durch mussten.
Und als ich dann einigermassen eine Ahnung hatte, wurde ich in eine andere Aufgabe versetzt (verschiedene Sprechstunden, Notfallstation). Kaum hatte ich da einen Fuss in der Tür und einigermassen mehr verstanden als die Basics -> ab zurück auf die Station, auf die Nachtschicht und Ausbildung der neuen Anfänger.


Lass die resten Eindrücke doch zuerst mal sacken. Und dann kannst du in 2 oder 3 Wochen nochmals überlegen, ob bes wirklich so schlimm ist. Die Welt sieht dann vielleicht schon etwas anders aus.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Du hast einen großen Vorteil: du bekommst überhaupt Dinge erklärt und es gibt Menschen um Dich, die das schon mal gemacht haben und die du fragen kannst :grin:
Im kalten Wasser lernt man am schnellsten schwimmen. Nimm es als Vorteil.
 

Benutzer167804  (21)

Ist noch neu hier
Okay Danke schonmal, das ging ja echt schnell mit den Antworten. :smile:
Ja ich hab eine Probezeit von einem Monat.

Hmm.... als Vorteil hab ich das bisher noch nicht betrachtet. :grin:
Ist aufjedenfall mal ein anderer Blickwinkel auf die Sache.

Danke für die Antworten.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
So oder so, wenn man seinen Weg finden muss, kann einen danach nur noch wenig schocken :zwinker:
Ich lerne ja fast am liebsten so.
 

Benutzer160853  (34)

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Fünf Tage sind eine Winzigkeit. In kleineren Betrieben kommt meist noch dazu, dass jeder einen festen Arbeitsbereich hat und ein Neuer erstmal grundsätzlich argwöhnisch beäugt wird.
Lass dir und deinen neuen Kollegen Zeit.
 

Benutzer121323 

Meistens hier zu finden
Willkommen im Berufsleben

In manchen Bereichen gibt es nur eine Person, die den Prozess versteht und sich dementsprechend wohlfühlt. Einen Stellvertreter wird nur soweit eingearbeitet, dass man den Arbeitsablauf machen kann. Weshalb? Zu komplexe Prozesse, zu kostspielig und man hat sonst schon genügend Arbeit.

Sieh es als Herausforderung oder möchtest du einen Job, den du nach 2 Stunden verstehst? Das stell ich mir überhaupt nicht interessant vor und man wäre wohl schnell unterfordert.

Wichtig: Fehler sind erlaubt, aber lern aus ihnen. Falls du Kontrollen einbauen kannst, dann setz diese um.

Wünsch dir einen guten Start
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn du da keine Perspektive siehst und bessere Angebote hast, spricht für mich nichts dagegen zu wechseln. Wo willst du denn langfristig hin? Was willst du dafür lernen? Kannst du das in deinem Betrieb?

Ist das denn dein Vollzeitjob, hast du in dem Bereich eine Ausbildung gemacht? Ist Empfangsarbeit etwas ganz Anderes?
 
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