Ansteckungsrisiko mit sexuell übertragbaren Krankheiten beim Küssen, Fingern und OV

Benutzer129692 

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In den letzten Wochen ging es hier im Forum wieder verstärkt um Dreier, Swinger-Club-Besuche, Freundschaft-Plus, Affären oder ONS. Dass man hierbei im Zeitalter von HIV bei neuen oder wechselnden Sexualpartnern die Safer-Sex-Regeln (siehe z.B. http://www.aidshilfe-essen.de/index.php?id=36) beachtet und beim GV und AV Kondome verwendet und OV nur ausübt, wenn man keine offenen Wunden im Mund hat und dabei nicht in Kontakt mit Sperma oder Blut kommt, sollte natürlich klar sein.

Mich würde jedoch interessieren, ob jemand von euch weiß,
  • wie groß das Risiko jeweils ist, sich beim Küssen, Fingern/Hand-Job und/oder Oralverkehr mit einer sexuell übertragbaren Krankheit – insbesondere Syphilis, Tripper, Chlamydien – anzustecken? (Eine Ansteckung mit Tripper oder Chlamydien kann zur Unfruchtbarkeit führen!)

  • ob es bezüglich des Ansteckungsrisikos – die Beachtung der oben genannten Safer-Sex-Regeln einmal vorausgesetzt – einen Unterschied macht, ob man passiven oder aktiven Oralverkehr hat?

Einen Überblick über sexuell übertragbare Krankheiten und ihre Übertragungswege findet man beispielsweise unter
http://www.aidshilfe-essen.de/index.php?id=37
oder
https://www.gib-aids-keine-chance.de/wissen/sti/wichtige_sti_und_ihre_symptome.php

Außerdem frage ich mich, ob man sich (z.B. über den Toilettendeckel) auch anstecken kann, wenn eine infizierte Person kurz zuvor, dieselbe öffentliche Toilette benutzt hat? Denn laut http://www.aidshilfe-essen.de/index.php?id=38 reicht beispielsweise für die Ansteckung mit Syphilis ein kurzer Kontakt zwischen „Pickel“ und Finger aus.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Mich würde jedoch interessieren, ob jemand von euch weiß,
  • wie groß das Risiko jeweils ist, sich beim Küssen, Fingern/Hand-Job und/oder Oralverkehr mit einer sexuell übertragbaren Krankheit – insbesondere Syphilis, Tripper, Chlamydien – anzustecken?
Und was ist jetzt Deine Frage? Du schreibst doch schon selbst, daß ein Risiko besteht.

Das ist bei Heteros wie Homos besonders groß, wenn es sich um Leute handelt, die gern rudelbumsen, sprich: sich in Swingerclubs oder Darkrooms rumtreiben. Denn selbst, wenn Leute sich zurückhalten, sobald sie wissen, daß sie eine Geschlechtskrankheit haben: Bis sie es merken, kann es Wochen oder gar Monate dauern - und solange verteilen sie die Krankheiten fröhlich weiter.

Nebenbei sind schon Filzläuse überaus lästig...

Ums Dir mal zu illustrieren: Ein schwuler Ex-Bekannter von mir, der vorzugsweise in Darkrooms anonymen Sex sucht, hat es geschafft, sich, obwohl er sich nur von anderen die Nudel lutschen läßt, zweimal 'nen Tripper und einmal die Syphilis zu holen.

Meiner Meinung nach ein ziemlich hoher Preis für 'nen schnellen Abgang...

Langer Rede kurzer Sinn: Völlig ausschließen kann man Geschlechtskrankheiten nur, wenn man sich zuhause einschließt und ausschließlich an sich selbst spielt - wird auf Dauer aber wohl nicht so erfüllend. Ansonsten hilft es, fremde Klos vor dem Benutzen abzuwischen und nicht willenlos durch die Gegend zu ficken. Ich würde aus dem Grund um Swingerclubs eher 'nen Bogen machen.

Aber das muß jede/r selbst wissen...
 
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Benutzer129692 

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Und was ist jetzt Deine Frage? Du schreibst doch schon selbst, daß ein Risiko besteht.
Mir ist vollkommen bewusst, dass ein potentielles Risiko besteht, sich bei neuen Sexual- oder Kusspartnern mit einer sexuell übertragbaren Krankheit zu infizieren und dass dieses Risiko umso größer ist, je mehr sexuelle Kontakte oder Kusspartner der andere und dessen Partner bereits hatten.

Meine Frage zielt daher konkret darauf ab, wie groß das Risiko ist, sich über Küssen, aktiven/passiven OV oder gemeinsame Toilettenbenutzung anzustecken und ob jemand beispielsweise entsprechende Studien kennt. Mir geht es also darum, das Ansteckungsrisiko einschätzen zu können und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie wahrscheinlich es ist, sich über Küssen, aktiven/passiven OV oder gemeinsame Toilettenbenutzung anzustecken.

Um die Intention meiner Frage noch einmal zu verdeutlichen, möchte ich das Ganze noch anhand eines anderen Beispiels veranschaulichen:

Es besteht ein prinzipielles Risiko, in einer Pfütze zu ertrinken und in Afrika von einem wilden Tier angegriffen zu werden. Wenn ich nun eine Pfütze sehe, mache ich mir keine Gedanken, weil ich die Wahrscheinlichkeit, darin zu ertrinken, äußerst gering einschätze. Wenn ich allerdings in Afrika allein einem Löwen gegenüberstehe, ist das Risiko, dass mir etwas passiert, sehr viel höher, so dass ich mir sehr wohl Sorgen um mein Leben mache.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Es gibt nicht DIE Geschlechtskrankheit, folglich gibt es nicht DEN Ansteckungsweg. Jeder Erreger hat auch eigene Widerstandskräfte gegen seine Umgebung - wo HIV binnen Sekunden tot ist, hält Hepatitis vielleicht noch ne Weile durch.

Um deine Fragen also beantworten zu können, müsstest du sie präziser stellen.
 

Benutzer129692 

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Serenity Serenity
Mir geht es, wie bereits im Ausgangspost erläutert, speziell um das Ansteckungsrisiko mit Syphilis, Tripper und Chlamydien.

Wie hoch ist das Risiko sich beim Küssen, Fingern, Hand-Job, passivem/aktivem Oralverkehr sowie bei der Benutzung von öffentlichen Toiletten (oder auch beim Hände schütteln) mit diesen Krankheiten anzustecken?

Wie häufig sollte man sich testen lassen, um eine Ansteckung rechtzeitig zu erkennen, bevor es im Fall von Tripper oder Chlamydien zur Unfruchtbarkeit kommen kann?

Sollte man sich auch in einer monogamen Beziehung, in der es ausschließlich zu sexuellen Kontakten mit dem Partner kommt und keine Dritten involviert sind, regelmäßig auf sexuell übertragbare Erkrankungen testen lassen, wenn man (z.B. im Zug oder auf der Arbeit) häufig öffentliche Toiletten benützt?
 
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