Anfassen ein Tanz auf dem Vulkan...für Männer?

Benutzer91095 

Team-Alumni
Habe ich einfach nur unfassbares Glück, dass mir das nicht jeden Tag passiert? Der Artikel klingt so, als wäre das natürlicherweise der Alltag vieler Frauen. Davon bin ich – trotz regelmäßiger Clubbesuche, abends spät nach Hause kommen, alleine am Bahnhof warten, U-Bahn fahren usw. – aber ziemlich weit entfernt. Wohne ich einfach nur in einer guten Gegend, ist das reiner Zufall? Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich mich das letzte Mal belästigt gefühlt habe in Kombination mit Berührungen.

Ich glaube nicht, dass die Autorin meint, dass das jeder Frau täglich passiert. Aber es ist etwas, was viele Frauen in ihrem Alltag erlebt haben und daher wird es fast zur Normalität. Es reicht ja, wenn es mehrmals im Leben passiert. Ich kenne in meinem persönlichen Umfeld jedenfalls kaum eine Frau, die noch keine Erfahrungen mit Grapschereien oder sogar mehr gemacht hat. Wenn du das noch nie erlebt hast, hast du vermutlich tatsächlich Glück gehabt.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es ist zwar schon eine Ewigkeit her, aber selbst ich als Mann (und wahrlich kein Adonis) wurde schon begrabscht. Es war bei einer ziemlich wilden, großen Party und eine leicht angetrunkene, durchgeknallte Tussi (die ich absolut nicht kannte) hat mir beim Tanzen, als es besonders ekstatisch wurde, in den Schritt gegriffen. Das fand ich eine belästigende Grenzverletzung (auch wenn sie mir nicht weh getan hat) und es war m.E. ganz offensichtlich sexuell motiviert.

Hm, nach heutiger Gesetzeslage hätte ich sie anzeigen können. Und wenn der Paragraph irgendeinen Sinn haben soll, müsste ich wohl damit durchgekommen sein.

Aber ehrlich gesagt, wäre mir da nie in den Sinn gekommen und würde mir auch heute nicht in den Sinn kommen, bei sowas jemanden vor den Richter zu schleppen. Das finde ich - auch retrospektiv - schon eine etwas bizarre Vorstellung.
 

Benutzer161012 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kenne in meinem persönlichen Umfeld jedenfalls kaum eine Frau, die noch keine Erfahrungen mit Grapschereien oder sogar mehr gemacht hat. Wenn du das noch nie erlebt hast, hast du vermutlich tatsächlich Glück gehabt.
Das glaube ich auch. Ohne das verharmlosen zu wollen oder es gutzuheißen: wenn all diese Männer vor Gericht gelandet wären (oftmals sind es ja Jugendliche), wie hoch wäre der Prozentsatz vorbestrafter Männer? Hätte dann nicht jeder Fünfte Knasterfahrung? Wollen wir das, dass junge Männer regelmäßig vor dem Strafrichter stehen, wenn sie ihre Sexualität "ausprobieren".
Wenn es hilft, durch eine solche Gesetzgebung eine größere Zurückhaltung oder ein Bewusstsein zu schaffen, was noch geht und was nicht, dann ok.
Ich glaube halt nicht, dass man durch ein solches Gesetz Sexualstraftäter oder Leute abschreckt, die darauf aus sind, aber man verunsichert die "Normalos" auf jeden Fall damit.
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Aber ehrlich gesagt, wäre mir da nie in den Sinn gekommen und würde mir auch heute nicht in den Sinn kommen, bei sowas jemanden vor den Richter zu schleppen. Das finde ich - auch retrospektiv - schon eine etwas bizarre Vorstellung.
Geht mir auch so. Taylor Swift hat's gemacht...
:zwinker:
 
M

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Gast
Wollen wir das, dass junge Männer regelmäßig vor dem Strafrichter stehen, wenn sie ihre Sexualität "ausprobieren".
Die Männer, die mich mit Grabschereien o.ä. belästigt haben, waren ausnahmslos nicht jung, egal wie alt ICH dabei war und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass diese Männer ihre Sexualität ausprobieren.
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Ich glaube halt nicht, dass man durch ein solches Gesetz Sexualstraftäter oder Leute abschreckt, die darauf aus sind, aber man verunsichert die "Normalos" auf jeden Fall damit

Ich glaube für die älteren Normalos wird diese rechtliche Änderung auch sehr schnell ankommen und Teil des normalen Umgangs werden.
Und die jungen Normalos werden es nicht mehr anders kennen.

...So wie es auch bei anderen gesellschaftlichen Entwicklungen war,
zB. beim Arbeiten gehen der Ehefrau, dem selbstverständlichen Kinderschlagen oder bei der Vergewaltigung in der Ehe es auch war.

Ich glaube wir sollten hier gelassener sein.

Eins wird sich natürlich auch ändern. Der Mann muss ich bewuster auf event. Verleumdungen und Mobbingaktionen vorbereiten, sie zumindest als mögliches Szenario mit andenken.
 

Benutzer161012 

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Die Männer, die mich mit Grabschereien o.ä. belästigt haben, waren ausnahmslos nicht jung, egal wie alt ICH dabei war und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass diese Männer ihre Sexualität ausprobieren.
Hat das was mit der Altenpflege zu tun? Ich meine, Gelegenheit macht Diebe, und wenn du dich vorwiegend damit beschäftigt hast, liegt das vielleicht an deinem Tätigkeitsfeld.
Aber allgemein geht es doch eher um die jungen Problemstifter.
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Eins muss sich natürlich auch ändern. Der Mann muss ich bewuster auf event. Verleumdungen und Mobbingaktionen vorbereiten, sie zumindest als mögliches Szenario mit andenken.
Und ich hoffe wirklich - aus eigener leidvoller Erfahrung - dass es auch einen Lerneffekt bei den Behörden gibt. Mir reicht es nämlich wirklich so langsam, dass Männer als Täter bereits vorverurteilt sind, wenn solche Anschuldigungen im Raum stehen. Klar: Männer sind halt solche Schweine, eine Frau kann sich ja nicht wehren, die Arme. Dass da unter denen ganz perfide Individuen unterwegs sein können, muss noch in das kollektive Bewusstsein der Exekutive und Judiskative.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Es ist zwar schon eine Ewigkeit her, aber selbst ich als Mann (und wahrlich kein Adonis) wurde schon begrabscht. Es war bei einer ziemlich wilden, großen Party und eine leicht angetrunkene, durchgeknallte Tussi (die ich absolut nicht kannte) hat mir beim Tanzen, als es besonders ekstatisch wurde, in den Schritt gegriffen. Das fand ich eine belästigende Grenzverletzung (auch wenn sie mir nicht weh getan hat) und es war m.E. ganz offensichtlich sexuell motiviert.

Hm, nach heutiger Gesetzeslage hätte ich sie anzeigen können. Und wenn der Paragraph irgendeinen Sinn haben soll, müsste ich wohl damit durchgekommen sein.

Aber ehrlich gesagt, wäre mir da nie in den Sinn gekommen und würde mir auch heute nicht in den Sinn kommen, bei sowas jemanden vor den Richter zu schleppen. Das finde ich - auch retrospektiv - schon eine etwas bizarre Vorstellung.

Vermutlich hast du dich nicht bedroht gefühlt. Ich wurde in der Disco auch schon mal begrapscht, am Hintern, von einem Betrunkenen. Ich hab mich umgedreht und ihn zurechtgewiesen, dann hat er es gelassen. Das hätte ich dann auch nicht zur Anzeige gebracht. Ich wurde aber auch schon mal tagsüber begrapscht, im Schritt, von einem Jugendlichen, der mit einer Gruppe jugendlicher Männer unterwegs war. Sie haben hinterher über mich gelacht. Ich war 11 Jahr alt. Das hätte ich damals tatsächlich gern zur Anzeige gebracht. Ich wusste nämlich damals schon, dass das falsch ist, hab's damals auch gemeldet, weil ich wusste, auf welche Schule der junge Mann geht. Er hat dann wohl einen Anschiss bekommen. Mehr aber vermutlich nicht.

Und ja, wie gesagt, die "am Arsch der Vorderfrau im vollen Bus"-Reiber finde ich auch unmöglich. Gerade wenn es Wiederholungstäter sind, die das regelmäßig machen. Wie man das beweisen will, weiß ich nicht. Aber wenn man da zumindest mal das (Sexualstraf)Recht auf seiner Seite hat und es zur Anzeige bringen kann, sehe ich das eigentlich positiv.
 
M

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Gast
Hat das was mit der Altenpflege zu tun? Ich meine, Gelegenheit macht Diebe, und wenn du dich vorwiegend damit beschäftigt hast, liegt das vielleicht an deinem Tätigkeitsfeld.
Aber allgemein geht es doch eher um die jungen Problemstifter.

:rolleyes:
Nein.

Nein, ich sprach von dem, von dem hier alle sprechen, man geht nach Hause, wird von einem Mann angesprochen und nach zwei Minuten fasst dieser zusammenhanglos an meinen Hintern, u.ä.
Wie kommst Du darauf, dass das jüngere Männer gewesen sein sollten? Egal wie alt ich war, DAS waren immer Männer, die älter, teils sehr viel älter waren als ich und sie haben auch nicht ihre Sexualität ausgetestet, eher meine Angst.
 
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Benutzer161012 

Verbringt hier viel Zeit
Wie kommst Du darauf, dass das jüngere Männer gewesen sein sollten? Egal wie alt ich war, DAS waren immer Männer, die älter, teils sehr viel älter waren als ich und sie haben auch nicht ihre Sexualität ausgetestet, eher meine Angst.
Hätte ich tatsächlich niemals so vermutet. In den Medien geht's ja meist um die Jungen mit Migrationshintergrund etc....
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Für mich ein unfassbarer Vorgang:
"Das heißt noch lange nicht, dass der Angeklagte wegen des Grundsatzes 'Im Zweifel für den Angeklagten' freizusprechen ist", sagt Richter Hertle. "Wenn das Gericht die Schilderungen des Tatopfers überzeugender und nachvollziehbarer findet, dann werden die Richter den Angeklagten verurteilen – wenn für sie eben kein Zweifel besteht.
Das war schon immer so. "In dubio pro reo" hieß schon immer "wenn der oder die Richter Zweifel haben".

Die Gesetzgebung hat das inzwischen verstanden und Anfassen gegen den Willen einer Person zur Sexualstraftat erklärt."
Da muss das Gericht bei der Bewertung des Sachverhaltes eben auch die Verhältnismäßigkeit wahren. Es ist schon grotesk, wenn jemand einen Griff an den Po vier Jahre in den Knast geschickt wird, während bei Körperverletzungsdelikten mit gravierenden Folgen regelmäßig nur Bewährungsstrafen verhängt werden. Und sollte irgendwann ein Gericht tatsächlich Haftstrafen verhängen, weil jemand einem anderen ohne explizite Zustimmung die Hand auf die Schulter gelegt hat, dann wird es richtiggehend lächerlich.
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Und ja, wie gesagt, die "am Arsch der Vorderfrau im vollen Bus"-Reiber finde ich auch unmöglich. Gerade wenn es Wiederholungstäter sind, die das regelmäßig machen. Wie man das beweisen will, weiß ich nicht. Aber wenn man da zumindest mal das (Sexualstraf)Recht auf seiner Seite hat und es zur Anzeige bringen kann, sehe ich das eigentlich positiv.
Problem ist halt, dass die ganzen Feministinnen sofort einen Shitstorm veranstalten, wenn ein Gericht derartigen Vorwürfen keinen Glauben schenkt, weshalb die Gerichte mehr und mehr dazu übergehen, bei Sexualdelikten im Zweifel gegen den Angeklagten zu urteilen. Und dann halt noch Straftatbestände zu schaffen, bei denen von vorneherein feststeht, dass sie selbst im Idealfall kaum zu beweisen oder zu widerlegen sind, empfinde ich schon als extrem bedenklich.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Da muss das Gericht bei der Bewertung des Sachverhaltes eben auch die Verhältnismäßigkeit wahren. Es ist schon grotesk, wenn jemand einen Griff an den Po vier Jahre in den Knast geschickt wird, während bei Körperverletzungsdelikten mit gravierenden Folgen regelmäßig nur Bewährungsstrafen verhängt werden.

4 Monate, nicht 4 Jahre.

Problem ist halt, dass die ganzen Feministinnen sofort einen Shitstorm veranstalten, wenn ein Gericht derartigen Vorwürfen keinen Glauben schenkt, weshalb die Gerichte mehr und mehr dazu übergehen, bei Sexualdelikten im Zweifel gegen den Angeklagten zu urteilen.

Hast du für die Behauptung irgendwelche Belege? Wenn das der Fall sein sollte, dann müssen Gerichte da eben zur Verantwortung gezogen werden.

Und dann halt noch Straftatbestände zu schaffen, bei denen von vorneherein feststeht, dass sie selbst im Idealfall kaum zu beweisen oder zu widerlegen sind, empfinde ich schon als extrem bedenklich.

Ich denke, dass es in nicht wenigen Fällen doch beweisbar ist. Bei Taylor Swift gab es ein Foto, das recht eindeutig war. Bei gröberen Dingen wie Bus-Grinder könnte man bei wiederholten (voneinander unabhängigen) Anzeigen gegen die gleiche Person ja dann mal Verdacht schöpfen. Oder es gibt Zeugen. Wenn es wirklich keine Zeugen gibt und es Aussage gegen Aussage ist, ist es natürlich schwierig.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
vor einer sexuellen Begegnung eine Einwilligungserklärung zu unterschreiben, wie das in einigen Unis der USA tatsächlich Usus geworden ist? Nämlich um erzwungenen/erschlichenen/durch Drogen oder Alkohol induzierten Sex zu verhindern, und natürlich einseitig gegen den Mann verwendbar.
Na ja...wurde ja aber auch leider teilweise nötig, weil amerikanische Unis solche Vorfälle bewusst unter den Teppich kehren und lieber den Opfern ein Schuldgefühl eintrichtern, damit ja keine schlechte Presse entsteht. Das ging schon bis zu körperlichen Bedrohungen und Verletzungen durch die Campus-Polizei (die nichts anderes als schlecht bezahlte schwarze möchtegern-Sheriffs sind) bei den Opfern.

Davon mal ab.....haben dir deine Eltern es etwa beigebracht, das es einfach so ok ist fremde zu berühren?
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vermutlich hast du dich nicht bedroht gefühlt. Ich wurde in der Disco auch schon mal begrapscht, am Hintern, von einem Betrunkenen. Ich hab mich umgedreht und ihn zurechtgewiesen, dann hat er es gelassen. Das hätte ich dann auch nicht zur Anzeige gebracht. Ich wurde aber auch schon mal tagsüber begrapscht, im Schritt, von einem Jugendlichen, der mit einer Gruppe jugendlicher Männer unterwegs war. Sie haben hinterher über mich gelacht. Ich war 11 Jahr alt. Das hätte ich damals tatsächlich gern zur Anzeige gebracht. Ich wusste nämlich damals schon, dass das falsch ist, hab's damals auch gemeldet, weil ich wusste, auf welche Schule der junge Mann geht. Er hat dann wohl einen Anschiss bekommen. Mehr aber vermutlich nicht.

Und ja, wie gesagt, die "am Arsch der Vorderfrau im vollen Bus"-Reiber finde ich auch unmöglich. Gerade wenn es Wiederholungstäter sind, die das regelmäßig machen. Wie man das beweisen will, weiß ich nicht. Aber wenn man da zumindest mal das (Sexualstraf)Recht auf seiner Seite hat und es zur Anzeige bringen kann, sehe ich das eigentlich positiv.

Bedroht habe ich mich damals definitiv nicht gefühlt, belästigt aber schon. Von "bedroht" steht aber auch nichts im Gesetz, sondern von "belästigt".
Es stellt sich für mich schon die Frage, ob es nicht mehr Probleme schafft als löst, wenn man bei Belästigung mit dem Strafrecht winkt bzw. winken kann. Da wird man aber die Rechtspraxis abwarten müssen.
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Davon mal ab.....haben dir deine Eltern es etwa beigebracht, das es einfach so ok ist fremde zu berühren?

Im Gesetz steht auch nichts von "Fremde". Sehe den Zusammenhang nicht.
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Wann ich einen Mann heute anzeigen würde?
1) Date und beim Spaziergang legt er den Arm um mich. Ich will das nicht, fühle mich unwohl. Ich sage es ihm, er entschuldigt sich und lässt es: nein.
2) volle Disko. Ich lächele einen Fremden zu. Er kommt zu mir, wir tanzen. Er fasst mich dabei an. Ich merke, dass ich ihn doch nicht attraktiv finde und schiebe die Hand weg. Er guckt genervt, geht aber weg: Nein.
3) Auf der Arbeit: Ein Kollege tätschelt mir ständig den Arm, kommt mir immer sehr nahe. Auf nonverbale Reaktionen reagiert er nicht, er engt mich ein: auf Dauer ein Grenzfall.
4) Ein Mann fasst mir in der vollen U-Bahn an den Po: Ja.
5) Ein Betrunkener quetscht sich auf einer Feier immer so an mir vorbei, dass sein Genital gegen mich gedrückt wird: Ja.
6) Ein Mann zieht mich auf einer Feier auf seinen Schoß. Ich meine eine Erektion zu spüren. Erst mit starker Gegenwehr lässt er mich wieder los: ja.
7) Ein Fremder setzt sich in der Mensa neben mich. Er macht mir Komplimente für meine Hautfarbe (Lilienhaut), meine roten Haare, dann für meine Brüste. Er versucht mich zu berühren. Ich wehre mich laut, andere Studierende reagieren und stehen auf: Ja.
8) in der vollen U-Bahn setzt sich ein Mann neben mich. Aufgrund seiner Leibesfülle berühren sich unsere Schultern. Er hält eine Hand in der Hosentasche und “spielt“: Ja.

Das sind alles Dinge, die mir passiert sind. Anzeigen konnte ich aufgrund der damaligen Gesetzeslage oder meiner eigenen Angst (als Zicke abgestemplelt zu werden, Reaktionen anderer, Angst vor dem Täter,familiäre Beziehung) nichts davon.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich finde das Ganze immer zu einseitig. Es bedarf ja auch mehr Opferschutz von Männern. Männliche Opfer (ich hasse den Begriff) sind außen vor. Ich bekomme da jetzt schon wieder, wegen meiner Vergangenheit Tränen in die Augen.
Politisch eines meiner Wirkungsgebiete wo ich jedoch bei den ganzen Feministinnen in der Partei immer auf Granit beiße.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Hast du für die Behauptung irgendwelche Belege?
Aussagen von auf Sexualdelikte spezialisierten Strafverteidigern wie Johann Schwenn.

Außerdem ist es auch in anderen Bereichen oft so, dass die Gerichte ihr Fähnchen in den Wind drehen bzw. sich vom gesellschaftlichen Klima und Medienecho beeinflussen lassen.

Wenn das der Fall sein sollte, dann müssen Gerichte da eben zur Verantwortung gezogen werden.
Abgesehen von der nächsthöheren Instanz gibt es kein Kontrollorgan für Gerichte. Und das ist grundsätzlich auch richtig, denn die Jutiz soll unabhängig sein. Man darf halt einfach nicht solche extrem beschissenen Gesetze erlassen wo die Gerichte in 95% der Fälle überhaupt keine Chance auf eine saubere Sachverhaltsklärung haben.

Ich denke, dass es in nicht wenigen Fällen doch beweisbar ist. Bei Taylor Swift gab es ein Foto, das recht eindeutig war.
In 95% der Fälle wird es sowas nicht geben, sondern es wird meist schlichtweg Aussage gegen Aussage stehen. Und dann kommen wieder die ganzen Opferschützer aus ihren Löchern gekrochen und verlangen, dass man die Aussagen des mutmaßlichen Opfers nicht einmal kritisch hinterfragen darf.

Also ich persönlich fasse ja (abgesehen von konventionalisierten Berührungen wie Handschlag) überhaupt niemanden außerhalb des Familienkreises an. Und dennoch machen mir diese immer weiter gehenden Verschärfungen des Sexualstrafrechts langsam Angst, und wenn es nach mir ginge, müsste da schon heute einiges wieder zurückgedreht werden.

Ich sage es auch ganz klar: Im Zweifelsfall ist mir Schutz vor Fehlurteilen wichtiger als Opferschutz! Ich nehme es lieber hin, dass drei Täter ungestraft bleiben als dass eine Person zu unrecht verurteilt wird! Und das sollten eigentlich auch alle anderen so sehen, denn es ist eigentlich einer der Grundpfeiler des Rechtsstaates. Trotzdem schwadronieren Femistinnnen und Opferschützer immer wieder ganz offen davon, dass sie es umgekehrt sehen. Und das macht mir wirklich Angst.
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Klar, es ist absolut ärgerlich und asozial und den ätzenden Grapschern gehört ein passender Denkzettel verpasst.

Aber trotzdem halte ich die allermeisten Grabschereignisse (ohne Gewalt/ Ausnutzung eines Machtgefälles) welche zB. LULU1234 LULU1234 beschrieben hat für das Strafrecht ungeeignet.
Das Strafrecht sollte für Dinge vorbehalten bleiben, die bei nachweisbarer Gewalt oder Sachbeschädigung beginnen.

So weiche Anklagenpunkte passen besser ins Zivilrecht, wie zB. bei Taylor Swift.
Deftiger Schadensersatz ja von mir aus, aber keine juristische Bestrafung.

Denn schon aus praktischen Gründen mrine ich: solange keine Gewalt ausgeübt wird sollte sich der Staat raushalten.
Das ist dann was Zwischenmenschliches, also das Zivilrecht.
Es können ja auch immer Missverständnisse Kommunikationsdefizite gewesen sein.

Hier sollten mMn. auch andere Sanktionen greifen.
Wie wäre es, wenn man den Typen im Bus oder in der Disco mit einer lauten Ansprache bloss stellt...das wird ihm dann eher erschrecken.
Klar, dazu bedarf es drn nötigen Mumm, und einer passenden Reaktion der Anwesenden.

Aber wenn er Gefahr laufen würde von selbstbewussten Menschen giftig angegangen zu werden, dann würde es sich der Grabscher beim nächsten mal besser überlegen, ob er Fremde belästigt.
 
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