Anal: Trauma - oder Lust an Erniedrigung?

Benutzer162817  (41)

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Ich habe eine Freundin und Sie steht total darauf, von mir dominiert und erniedrigt zu werden. Wir sind noch am Anfang unserer Beziehung und ich "übe" noch, sie richtig zu beherrschen, was für einen Dom eine Herausforderung sein kann. Wir verstehen uns prima und diese neue Form der Sexualität, das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung, eröffnet mir neue Horizonte und ist unglaublich geil. Wir vertrauen uns und lieben uns.

Nun, eines Tages kam die Sprache auf Analsex......

Sie: "Ich habe das mit meinem Exfreund fast drei Monate lang gemacht, das hat immer weh getan."
Ich: "Hast Du ihm nicht gesagt, dass es Dir weh tut und das Du es nicht willst? Hast Du Nein gesagt?"
Sie: "Ja schon, aber er hat es trotzdem getan."
Ich: "Das ist hart. Das hätte er nicht tun sollen. In meinen Augen ist das eine Vergewaltigung. Hast Du Dich gewehrt?"
Sie: "Gewehrt nicht wirklich, nur ein bisschen. Und wenn ich nicht wollte, hat er mich leicht gezwungen und dann habe ich es zugelassen. Und wir haben es jedes Mal gemacht."
Ich: "Das finde ich schrecklich, er ist wirklich ein Arschloch und in meinen Augen war das eine Vergewaltigung. Oder hattest Du Freude am Schmerz?"
Sie: "Nein, das war keine Vergewaltigung für mich war das ok. Er konnte halt nur kommen wenn er Analverkehr hatte. Und dann habe ich das eben gemacht. Aber es war schmerzhaft, mein Arsch hat geblutet und wenn ich im Büro war lief Sperma aus meinem Arsch und ich musste ständig aufs Klo"
Ich: Dann hat er es falsch angestellt, Analsex geht auch ohne Schmerzen. Oder hattest Du Freude an dem Schmerz und der Erniedrigung, die er Dir zugefügt hat?"
Sie: Ich möchte Dir nicht erzählen, was wir alles gemacht haben.

Ich habe viel Erfahrung mit Analverkehr und weiß wie man es richtig anstellt und ich hatte schon sehr erfüllenden Analsex. Auf mein Bitten hin hat sie gesagt, dass wir es auf jeden Fall mal tun würden, nur aber nicht jetzt.

Mich verunsichert jedoch ihr Verhältnis zu Ihrem Exfreund extrem. Ich frage mich hier: fand sie diese Art von Behandlung gut? Haben ihr die Schmerzen Lust bereitet? Fand sie diese Grenzüberschreitung seinerseits erregend, dass sie es immer wieder getan hat?

Oder hat der Typ sie emotional missbraucht, letztlich vergewaltigt und sie hat es zugelassen, weil sie nur Liebe wollte?

Und was bedeutet das für mich? Ich würde ehrlich gesagt gerne dasselbe tun! Aber nur, wenn es ihr auch "Lust" bereitet und für sie etwas erregendes hat. Besteht die Erregung bei ihr vielleicht gerade darin, gegen ihren aktuellen Willen anal gevögelt zu werden?

Soll ich es einfach einfordern?

Oder soll ich auf Abstand gehen, weil sie vielleicht ein psychisches Trauma von dem Kerl hat?
 

Benutzer150198 

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"Nein, das war keine Vergewaltigung für mich war das ok."

Klingt für mich nach Gefallen daran oder eben zumindest Akzeptanz.

An deiner Stelle würde ich es trotzdem lass, bevor sie nicht vorher in einem rationalen Gespräch bestätigt hat, dass sie das von dir möchte.

Sie hat ja aber auch abgeblockt, also sieht das für mich schonmal nicht für eine gute Basis aus, weiter nachzufragen bzw. Sogar weiterzugehen.
 

Benutzer140332  (33)

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Mich verunsichert jedoch ihr Verhältnis zu Ihrem Exfreund extrem.
Und mich verunsichert dein Umgang mit dem Thema. Da erklärt dir deine Freundin, dass sie extrem schlechte Erfahrungen mit einer Sex-Praktik hat und du fragst 2x!!!! nach, ob sie nicht doch Lust dabei hatte?
Bloß weil sie sich nicht ausreichend gewehrt hat? Meine Fresse, wie unempathisch bist du denn???

Und dem nicht genug, du hast echt noch die Frechheit sie nach dem Geständnis nach Analsex zu bitten.
Auf mein Bitten hin
Wärst du mir gegenüber so grenzberschreitend, ich wüsste nicht, was ich da als Reaktion gegeben hätte. Aber sicherlich hätte ich dir mal eine Ansage gemacht, die sich gewaschen hat.

Soll ich es einfach einfordern?
Sag mal, hast du denn Knall nicht gehört? Zu viel Shades of Bullshit gelesen? Alter, wie kann man so empathiebefreit sein..

Du willst ein Dom sein? Wie wäre es, wenn du die Grundsätze von BDSM "Safe, Sane, Consensual" mal verinnerlichst?!

Ernsthaft, ich bin gerade wirklich geschockt.
Lies dich mal mehr in das Thema ein, anstatt am deiner Freundin (die du liebst?:confused:) rumzudoktern.
 

Benutzer162817  (41)

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Mrs. Brightside, um Dich zu beruhigen, ich fordere es nicht ein, ich lasse das Thema auf sich beruhen, es gibt 1000 Sachen, die ich mit ihr tun kann, anal ist mir nicht so wichtig und ich respektiere auch ihre Grenzen.

Trotzdem frage ich mich: Was hat sie so lange bei ihm gesucht? Er war es, der sich von ihr getrennt hat, sie hat ihm sehr heftig hinterhergetrauert. Und er hat sich ihr gegenüber sehr gleichgültig verhalten, sie letztlich nur "benutzt". Warum ist das so?
 

Benutzer135586 

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Trotzdem frage ich mich: Was hat sie so lange bei ihm gesucht? Er war es, der sich von ihr getrennt hat, sie hat ihm sehr heftig hinterhergetrauert. Und er hat sich ihr gegenüber sehr gleichgültig verhalten, sie letztlich nur "benutzt". Warum ist das so?
Das kann zahlreiche Gründe haben. Heißt ja nicht, dass sie ihm hinterher trauerte, weil sie angeblich die Schmerzen und Erniedrigung genoss.
 

Benutzer140332  (33)

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Warum ist das so?
Warum reagierst du so, wie du reagierst? Ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei. :zwinker:

Weißt du wieviele Beziehungen existieren, in denen es nur noch um "Ich bleib bei meinem Partner, weil ich Angst habe, alleine zu sein." geht? Und dafür müssen noch nicht mal Traumata existieren. Einige beruhen auf einem schlechten Selbstwertgefühl.
 

Benutzer162817  (41)

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Hey, erstmal Danke für all die Rückmeldungen, das tut gut, sich darüber auszutauschen.

Naja, Mrs. Brightside, ich glaube schon, dass ich ganz einfühlsam, angemessen und gut reagiere. Ich spreche das Thema nicht von mir aus an, ich respektiere ihre Grenzen, behandle sie liebevoll und gebe ihr das Gefühl, ein sexuell gesunder, schöner Mensch zu sein.

Trotzdem bin ich nunmal tief verunsichert durch das, was sie mir erzählt hat. Ehrlich gesagt, ich hätte gerne darauf verzichtet, es zu wissen. Aber es fickt mein Hirn. Und das ist nicht schön, ich muss damit irgendwie umgehen.
 

Benutzer135586 

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Naja, Mrs. Brightside, ich glaube schon, dass ich ganz einfühlsam, angemessen und gut reagiere. Ich spreche das Thema nicht von mir aus an, ich respektiere ihre Grenzen, behandle sie liebevoll und gebe ihr das Gefühl, ein sexuell gesunder, schöner Mensch zu sein.
Warum bittest du sie dann noch darum, Analsex zu haben? Warum spielst du mit den Gedanken, ihn auch noch EINZUFORDERN?
 

Benutzer162817  (41)

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Warum bittest du sie dann noch darum, Analsex zu haben? Warum spielst du mit den Gedanken, ihn auch noch EINZUFORDERN?

Weil sie auf "Erniedrigungen" steht. Natürlich bestimmen wir dabei Grenzen. In ihren Augen kündige ich aber zu oft an, was ich machen will. Sie hat mir öfter gesagt, dass ich sie einfach benutzen soll, dass es ihr gefällt, mir zu Diensten zu sein. Und es ist wirklich eine Herausforderung das so zu tun, dass man eine gewisse Grenze nicht überschreitet, also im Bett sehr fordernd und dominant zu sein, aber sonst ein liebevoller Partner zu bleiben.

Und sollte sie tatsächlich traumarisiert sein, weil ihr Exfreund nicht verstanden hat, was erwünschte Dominanz und Erniedrigung wirklich bedeuten, dann muss ich sehr sensibel sein. Aber ob das so ist oder ob sie Gefallen daran hatte, da ist für mich nicht leicht zu verstehen.
 

Benutzer140332  (33)

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[QUOTE="Caravaggio, post: 12775970, member: 162817"]Und das ist nicht schön, ich muss damit irgendwie umgehen.[/QUOTE]
Ich gebe dir einen Tipp: Zuhören, ggf. trösten und mitfühlen. "Wie geht es dir damit?", "Schlimm, was du erlebst hast.", "Ich werde dir so etwas nicht antun."
Alles deutlich bessere Reaktionen als das, was du da veranstaltet hast.


Im schlimmsten Fall hast du ihr Vertrauen zu dir verloren oder zumindest gedämmt.

Weil sie auf "Erniedrigungen" steht.
Und auch da gibt es Tabus. Habt ihr jemals darüber gesprochen? Jeder Mensch hat diese Tabus, sicherlich auch deine Freundin.

Wenn du der Dominante sein willst, dann liegst du mit in der Verantwortung, dass ihr nichts widerfährt, was sie nicht will. Und da sie sich mit Liebe überreden lässt, stehst du noch 3 mal mehr in der Verantwortung für ihre (seelische) Sicherheit zu sorgen!
 

Benutzer162817  (41)

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[QUOTE="Caravaggio, post: 12775970, member: 162817"]Und das ist nicht schön, ich muss damit irgendwie umgehen.
Ich gebe dir einen Tipp: Zuhören, ggf. trösten und mitfühlen. "Wie geht es dir damit?", "Schlimm, was du erlebst hast.", "Ich werde dir so etwas nicht antun."
Alles deutlich bessere Reaktionen als das, was du da veranstaltet hast.


Im schlimmsten Fall hast du ihr Vertrauen zu dir verloren oder zumindest gedämmt.


Und auch da gibt es Tabus. Habt ihr jemals darüber gesprochen? Jeder Mensch hat diese Tabus, sicherlich auch deine Freundin.

Wenn du der Dominante sein willst, dann liegst du mit in der Verantwortung, dass ihr nichts widerfährt, was sie nicht will. Und da sie sich mit Liebe überreden lässt, stehst du noch 3 mal mehr in der Verantwortung für ihre (seelische) Sicherheit zu sorgen![/QUOTE]

Genau das habe ich getan. Ich höre zu, ich sage ihr, das ich so etwas nicht tun werde, ich sage ihr, dass ich es schlimm finde, ich sage, dass ich sie beschütze. Aber sie sagt mir dann, dass es damals irgendwie schon in Ordnung war, sie hätte es ja zugelassen, aber sie wolle eben nicht weiter mit mir darüber reden.
 

Benutzer135586 

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Weil sie auf "Erniedrigungen" steht. Natürlich bestimmen wir dabei Grenzen. In ihren Augen kündige ich aber zu oft an, was ich machen will. Sie hat mir öfter gesagt, dass ich sie einfach benutzen soll, dass es ihr gefällt, mir zu Diensten zu sein. Und es ist wirklich eine Herausforderung das so zu tun, dass man eine gewisse Grenze nicht überschreitet, also im Bett sehr fordernd und dominant zu sein, aber sonst ein liebevoller Partner zu bleiben.
Richtig, du sprichst von Grenzen. Sie will erniedrigt werden, okay. Aber sobald es um anal geht, kommt sie an ihre Grenzen. Heißt also für dich: Stopp, und nicht weiter. Erniedrigen und Dominieren heißt niemals "Du darfst alles mit mir machen, was du willst"

Es kann wirklich sehr gefährlich sein, wenn du Schwierigkeiten hast, Grenzen NICHT zu überschreiten. Damit könntest du ihr wahnsinnig schaden, sollte da jemals was schief gehen.
Und wenn du solche Praktiken durchführen willst, musst du auch für dich selbst trennen können, was zum Sex gehört, und was zum Alltag. Wenn sie im Bett erniedrigt werden möchte, bedeutet das nicht, dass du mit ihr auch genauso im Alltag umgehen kannst. Um Gottes Willen, nein!
 
G

Benutzer

Gast
Naja, du willst einerseits die Grenzen deiner Freundin respektieren, aber sprichst sie - so verstehe ich es - auf Analsex an. Allein die Tatsache, dass du sie mehrmals drauf ansprichst, dürfte sie vielleicht schon unter Druck setzen. Du hast sie auf die Vorliebe angesprochen und das ist völlig ok, aber solange sie sich dir nicht im wahrsten Sinne des Wortes öffnet, würde ich das Thema nicht mehr ansprechen und schon gar nicht einfordern. Gib ihr Zeit zu überlegen und warte bis sie auf das Thema zurückkommt :zwinker:
 

Benutzer140332  (33)

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Aber sie sagt mir dann, dass es damals irgendwie schon in Ordnung war, sie hätte es ja zugelassen, aber sie wolle eben nicht weiter mit mir darüber reden.
Weil sie sich schämt? Weißt du wie viele vergewaltigte Frauen sich einreden, sie sind Mitschuld daran, weil sie sich nicht ausreichend gewehrt hätten?

Ehefrauen die von ihren Männern vergewaltigt werden und es zulassen, weil es ja zur Ehe dazu gehört? Sie lassen es über sich ergehen.

Der Ex deiner Freundin kam angeblich nur durch Analsex und sie wollte es ihm recht machen. Und du findest das arg schlimm und sie kommt sich blöd vor, dass sie das mitgemacht hat.
 

Benutzer162817  (41)

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Hey, Danke für die klare Einschätzung, Mrs. Brightside, das hilft mir wirklich weiter! Und der Hirnfick lässt nach....
 
1 Monat(e) später

Benutzer95335  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Ich hätte ihr eher gesagt, das es auch ohne Schmerzen möglich ist, und das du ihr das zeigen würdest,
wenn sie interesse daran hätte, das es auch spaß machen kann.

und ich denke, selbst wenn sie spaß daran hat erniedrigt zu werden,
sollte es ohne schmerzen beim anal-sex sein
und sie sollte es trotzdem wollen!
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich glaube du hast das Thema D/s noch nicht ganz verstanden und das halte ich für sehr problematisch.
Vielleicht liegt es auch an dem Bild, was du bisher vermittelt bekommen hast, vielleicht auch zum Teil von ihr.

Bei diesem Thema geht es um Sex und es geht darum, dass beide sich wohl führen und NUR positive Gefühle daraus mitnehmen. Ist der Sex vorbei (und ich zähle auch das Vorspiel mit dazu, welches nicht zwangsläufig in einem Bett statt finden muss), ist auch das D/s Verhältnis vorbei. Ein Dom der das nicht kapiert, ist jemand der andere Missbraucht. Geistig und körperlich. Wenn du dich selbst nicht irgendwann als Vergewaltiger sehen möchtest (und es ist sooo schnell etwas passiert, dass man bereut), dann solltest du dir darüber dringend Gedanken machen.

Fakt ist, dass ihr Ex sie missbraucht hat. Sie hat das leider mitgemacht und schämt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dafür. Er hat sie sogar körperlich verletzt (Risse im / am Darm sind nicht nur unangenehm, sondern können gefährlich werden).

Man kann schmerzen geil finden. Man kann auch Erniedrigung geil finden. Man kann aber nicht geil finden, wenn TATSÄCHLICH etwas gegen den eigenen Willen gemacht wird. Wenn man das Spiel nicht beenden kann oder keinen Weg zu finden scheint, wie das geht. In ihrem Fall hat sie sich nicht getraut etwas zu sagen. So funktioniert es aber nicht. Als dominanter Part ist es deine Aufgabe auf kleinste Signale zu achten. Deine Sub zu behüten und zu beschützen und ihr eine tolle Zeit zu geben. Wenn du nicht weißt, ob ihr etwas Freude bereitet, machst du es NICHT. Ohne Ausnahme. Das kann man bereden.
Wenn dann noch etwas schief geht, kann man am Gesichtsausdruck auch sehen, ob es gut ist oder nicht. Erregung ist sichtbar, auch wenn sie dabei einen leicht gequälten Gesichtsausdruck trägt.

Bitte beschäftige dich mehr mit dem Thema...auch in deinem eigenen Interesse. Ich möchte nicht eines Tages in den Spiegel schauen und mir denken "du hast eine Frau kaputt gemacht".
 
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