Als Ehepaar Gemeinschaftskonto? Pro Contra?

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Benutzer108526  (41)

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Hallo an alle!
Ich habe mal eine finanzielle Frage.Ich Schilder mal erst
unsere Situation. Also:
Ich bin verheiratet und mein Mann und ich gehen beide in Vollzeit
arbeiten. Er verdient wesentlich mehr als ich.
Er ca.2500 netto und ich 1000 Netto.

Wir haben 3 Konten. Jeder sein eigenes um die eigenen
Kosten zu zahlen und dann noch 1 Gemeinschaftskonto, wo jeder
einen Betrag einzahlt ( fuer Haus/ Miete, Tel, Lebensmittel, Vers. etc).

Ich habe meinem Mann schon mal vorgeschlagen, nur 1 Konto zu machen. Er weigert sich da gegen. Er hält da absolut nichts von.

Wie seht oder macht Ihr das? Würde mich mal interessieren?
Pro / Contra?

Vielen Dank für Euren Rat.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich finde es eigentlich richtig wie ihr es handhabt. Aus welchem Grund willst du denn nur ein gemeinsames Konto?
Ich kann deinen Freund da schon verstehen, er will halt auch noch sein eigenes Geld haben und ein Konto, auf das nur er zugreifen kann, zumal er ja auch mehr verdient als du :zwinker:

Ich verstehe nicht so recht, was du von einem gemeinsamen Konto hast? Natürlich teilt man als Ehepaar vieles aber so wie ihr es jetzt handhabt, werden die Kosten geteilt und jeder hat trotzdem noch ein eigenes Konto, ist doch praktisch?
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Euer aktuelles System finde ich besser. Ich sehe eigentlich keine Vorteil, wenn man nur ein gemeinsames Konto hat. Nachteile sehe ich in Form von viel Organisation vorher (alle Daueraufträge ändern, Abos ändern, etc.) und ich sehe auch mehr Konfliktpotential im gemeinsamen Konto. Natürlich wird es dann auch problematisch, wenn es mal irgendwann in die Brüche gehen sollte, dann muss man das alles wieder aufdröseln oder 50/50 machen, was natürlich nachteilig für deinen Mann wäre.
 

Benutzer81091 

Verbringt hier viel Zeit
Die 3 Konten finde ich eigentlich ganz in Ordnung.

Bezahlt ihr aufs Gemeinschaftskonto beide gleich viel ein?

Da er deutlich mehr verdient sollte er schon ein wenig mehr beisteuern,kommt natürlich auch darauf an wie das mit dem Haushalt bei euch geregelt ist,bist du für alles verantwortlich wie z.B. kochen,putzen,waschen ?
 

Benutzer29904 

Beiträge füllen Bücher
Ich finde euer aktuelles System total in Ordnung und praktisch.

Es gibt sicher Paare, für die es passend und schön ist, ausschließlich ein Konto zu haben, was gemeinsam genutzt wird.
Deinem Mann scheint das nicht so zu liegen, das allein beendet doch die Diskussion.
Ein ausschließliches gemeinsames Konto ist nur dann denkbar, wenn beide das für eine gute Idee halten. Ich persönlich habe auch lieber meinen eigenen Kram getrennt vom Gemeinsamkeitskram. Ich versteh ihn da ganz gut.
 

Benutzer107966 

Sorgt für Gesprächsstoff
Meine Eltern nutzen auch 3 Konten, aber umgekehrtes System. Die Gehälter/Einnahmen landen grundsätzlich alle auf dem gemeinsamen Haushaltskonto, von dem eigentlich alles finanziert wird, was im Haus so anfällt.
Darüber hinaus hat jeder nen eigenes Konto, auf das jeden Monat ne bestimmte Summe an "Taschengeld" vom Haushaltskonto überwiesen wird und das ihnen für privates Verknügen zur Verfügung steht. Dabei bekomme beide gleich viel, obwohl mein Vater (auch weil er länger arbeitet) mehr verdient. Dafür macht meine Mutter eben mehr im Haushalt, sodass jeder in etwa die gleiche Arbeit hat und daher auch gleiches Taschengeld verdient hat.

Find ich eine gute Lösung und ist eigentlich nen Mittelding zwischen den beiden bereits angesprochenen Wegen. Dass jeder sein eigenes Geld hat, mit dem er sich persönliche Wünsche erfüllen kann, find ich wichtig. Gleichzeitig finde ich den "ich verdiene mehr, das ist mein Geld und ich will das behalten" Gedanken für eine Ehe nicht sonderlich schön, weil jeder seinen Teil zum funktionierenden Haushalt beiträgt und man das meiner Meinung nach nicht aufs reine Geldverdienen reduzieren darf.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich plädiere auch für die 3-Konten-Lösung, weil ich in jedem Fall meine Unabhängigkeit behalten wollen würde. Noch furchtbarer als das Gemeinschaftskonto fänd ich nur die beschriebene Taschengeldlösung: Hallo? Taschengeld? Äh, nein? Auch wenn ich zugeben muss, dass auf diese Weise sicherlich einigen Konflikten vorgebeugt wird.
 

Benutzer70986  (51)

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde das System auch praktikabel. Ihr könntet natürlich noch überlegen, ob man sich für die "privaten" Konten eine gegenseitige Verfügungsvollmacht ausstellt. Dann könnten beide in bestimmten Situationen einfacher über das Geld verfügen.
 

Benutzer108526  (41)

Verbringt hier viel Zeit
WOW....hätte ich nicht gedacht, dass so viele unser bisheriges System gut finden.
Wir zahlen beide gleich viel auf das Gemeinschaftskonto. Für mich ist das kaum noch zu stemmen.

Wieviel habt Ihr denn im Monat nach allen Abzügen für Euch?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
WOW....hätte ich nicht gedacht, dass so viele unser bisheriges System gut finden.
Wir zahlen beide gleich viel auf das Gemeinschaftskonto. Für mich ist das kaum noch zu stemmen.

Das fände ich widerrum in einer Ehe nicht so pralle. Ich würde es da eher so handhaben, das jeder prozentual von seinem Gehalt zur Gemeinschaft beiträgt.
Er profitiert ja sicher auch noch vom Ehegattensplitting, oder?
 

Benutzer108526  (41)

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Wir haben beide 4/4 mit Faktor. Wir haben zu vorher nicht viel Verlust. Nur ein kleines bisschen .

Wir zahlen aber beide gleich viel auf unser Gemeinschaftskonto (880) ein. Demnächst sogar jeder 910 jeder.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
WOW....hätte ich nicht gedacht, dass so viele unser bisheriges System gut finden.
Wir zahlen beide gleich viel auf das Gemeinschaftskonto. Für mich ist das kaum noch zu stemmen.

Wieviel habt Ihr denn im Monat nach allen Abzügen für Euch?

Das finde ich dann nicht ok, dein Mann verdient 2,5x mehr als du, da finde ich, dass er auch das 2,5x der laufenden Kosten übernimmt.

So ähnlich handhaben wir das zumindest und es funktioniert ganz gut. Jeder von uns hat so die Möglichkeit etwas anzusparen oder sich ohne Nachfragen zu müssen etwas schönes zu kaufen. Wenn meine Frau mal etwas möchte, dass ihr aber eigentlich zu teuer ist, dann übernehme ich das auch mal.
 

Benutzer11345 

Meistens hier zu finden
3 Konten haben den Vorteil, dass ihr einen Überblick habt.
Du weißt doch was du ca. auf deinem Konto hast. Nun gehst du in die Stadt "oh, Schuhe" und weißt, dass du dir diese Leisten kannst, da du die Deckung deines eigenen Kontos kennst.

Solltet ihr beide nur EIN konto haben und ihr geht getrennt in die Stadt "oh, Schuhe / oh, Heckenscheere" und schwups habt ihr ein Minus weil ihr von einem anderen Stand ausgegangen seid und nicht damit gerechnet habt, dass der andere genauso einen Einfall hat.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wir zahlen aber beide gleich viel auf unser Gemeinschaftskonto (880) ein. Demnächst sogar jeder 910 jeder.

Demnach hat dein Mann 1590€ pro Monat für sich über und du 90€... ich sehe ein Ungleichgewicht. :grin:

Dein Mann verdient ~70% des gemeinsamen Einkommens, dann würde ich es fair empfinden, wenn er auch 70% der gemeinsamen Kosten übernimmt.

Also er etwa 1275€ und du 545€.
 

Benutzer13408 

Meistens hier zu finden
Du verdienst 1000 netto und sollst jeden Monat 910,- auf Euer Haushaltskonto zahlen? Na diese Aufteilung fände ich nicht besonders gut. Ihr seid verheiratet, ich finde da sollte es nach dem Grundsatz gehen: wer mehr hat, zahlt auch etwas mehr.

Ansonsten finde ich die 3-Konten Regelung gut.
 

Benutzer108526  (41)

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Wir zahlen beide im Moment 880 auf das Gemeinschaftskonto. Da sind dann aber auch alle laufenden Kosten drin für`s Haus etc ( Miete, Strom, Versicherung,Telefon,Lebensmittel,GEZ und und und). Was davon aber seit Ende der Sommerferien bezahlt wird, ist das Schulessen meines Sohnes und sein Schoko Ticket. Beides zusammen sind 60 Euro. Also 30 Euro für jeden mehr die er zahlen müsste. ABER ich kann mir so schon kaum was leisten.

Eigentlich müsste ich mir mal Herbst/Winterkleidung kaufen oder einfach mal zum Friseur gehen. Es fehlt einfach an den Basics.
 

Benutzer18265  (33)

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Darüber solltet ihr dringend sprechen.
So wie sich das darstellt nagst du schon fast am Hungertuch, kannst dir nichts leisten, während er noch richtig viel über hat. Find ich in einer Ehe so nicht ok.
 

Benutzer108526  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bekomme ja noch Kindergeld und Unterhalt für meinen Sohn, aber dennoch. Auch ich habe ja noch Kosten ganz unabhängig von ihm zu zahlen. Mein Mann ebenfalls. Wie Auto, Benzin etc.zahlt er von seinem Geld. Also 1590 wird er auch nicht nach allen Abzügen über haben. Aber ich weiss nicht, wie ich das machen soll.

Ich kann ihn ja mal fragen ,was er hier von hält:
Also er etwa 1275€ und du 545

Aber darauf wird er sich sicherlich nicht einlassen.
 

Benutzer107966 

Sorgt für Gesprächsstoff
Noch furchtbarer als das Gemeinschaftskonto fänd ich nur die beschriebene Taschengeldlösung: Hallo? Taschengeld? Äh, nein? Auch wenn ich zugeben muss, dass auf diese Weise sicherlich einigen Konflikten vorgebeugt wird.

Kannst du das irgendwie begründen?
Wie du das Geld nun nennst, ob Taschengeld oder sonst wie, ist ja total egal. Der Punkt, dass jeder die gleiche Menge Geld pro Monat zur Verfügung stehen hat (z.b. 400€ oder so), um sich individuelle Wünsche zu erfüllen und nicht wie im genannten Fall der Herr 1500, die Dame nur knapp 100 zur Verfügung hat.


Selbst die vorgeschlagene Lösung, dass jeder 75% einzahlt, ist nicht wirklich fair, denn der Mann hat immernoch mehr Geld. Sicherlich, er verdient mehr, aber jeder der beiden Partner tut was in seiner Macht steht, um die Beziehung am Laufen zu halten und steuert seinen Teil bei, auf unterschiedliche Weise. Und wenn die Frau beispielsweise nur halbtags schaffen sollte, wäre klar dass der Mann mehr verdient, wofür die Frau dann aber andere Aufgaben im Haus übernimmt, also die Wäsche macht, kocht, putzt oder sich um Kinder kümmert.
Man sollte, nicht nur über die finanziell entlohnte Arbeit, sondern ganz allgemein schauen, dass beide Partner ähnlich viele Aufgaben/Arbeit zu erfüllen haben und dann ist imo auch ein gleiches monatlich zur Verfügung stehendes Geld für beide angemessen, egal wer wieviel verdient.

Wenn natürlich der Mann 8 Stunden arbeiten geht und die Frau faul daheim rumliegt und den ganzen Morgen Trash TV schaut, dann würde ich das als Mann auch nicht wollen. Sind die Aufgaben fair verteilt, ist das aber imo die fairste Lösung. Oder bin ich zu emanzipiert? :-o
 

Benutzer108526  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Wir machen beide recht viel auch im Haushalt. Da mein Mann eher Feierabend hat als ich, holt er meinstens meinen Sohn vom Training ab (2x in der Woche) und er kocht ( er ist gelernter Koch). Ich mache dann die anderen Sachen im Haus wie Wäsche waschen, putzen etc. Er wiederrum macht dann alles mit Elektronik etc. Das gleicht sich schon gut aus.

Nur das finanzielle. Mein Sohn hat jetzt auch die Schule gewechselt und ich konnte nicht so viel dazu tun`,weil ich eben nichts mehr hatte. Mir kullerten die Tränen ins Gesicht, dass es mir icht möglich war. Jetzt kommt noch mal eine Klassenfahrt und im nächsten Monat eine Zahnspange ( Gesamtpreis der Zahnspange 2800; davon muss ich 20% zahlen).
 
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