Alltag in Zeiten von Corona VIII

Benutzer160853 

Sehr bekannt hier
Hier beginnt dann die achte Auflage.
 
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Benutzer97853 

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Was soll denn die Schreierei? :tongue:
 
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Benutzer146476  (43)

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~Sweety~ ~Sweety~ Du hast im alten Thread geschrieben "Tatsächlich kannte ich 2 Menschen die an Corona gestorben sind." Das tut mir leid zu lesen. Die persönlichen Wahrnehmungen sind halt sehr unterschiedlich, gerade deswegen sind groß angelegte Studien so wertvoll. In meinem Fall ist es z.B. so, dass ich bis vor einem Monat noch nicht mal im entfernten Bekanntenkreis jemanden kannte, der erkrankt war. In den letzten Wochen hat's dann zwar fast alle erwischt, war aber bei allen ausnahmslos harmlos und nach 2-3 Tage vorbei (zzgl. Quarantäne natürlich).
 
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Benutzer58558 

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Was ist den bittschön an seiner Schilderung falsch ?🤷🏻‍♂️
Weil er dann ja noch infektiös sein wird. Aber am Faktum des milden Verlaufs kommen wir ebenso wenig vorbei wie am Faktum des schweren Verlaufs. Beides ist halt Realität. So weit, so banal.
 
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Betroffene sind sicher nicht der Meinung es sei harmlos
Corona ist eben nicht nach 3 Tagen vorbei.. wenn man Pech hat
aber es sind ja alles Einzelschicksale 🙊
 
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Benutzer58558 

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Um das jetzt mal etwas einzuordnen: Es gibt bei vielen Krankheiten milde bis schwere Verläufe. Der Patient mit mildem Verlauf kann nichts für die schweren Verläufe anderer Patienten. Deswegen muss er sich auch nicht angreifen lassen, wenn er erwähnt, dass er einen milden Verlauf hatte, weil es auch andere Schicksale gibt. Da unterstellt man eine Ignoranz, die damit nicht ausgesagt ist.

Meine Mutter wäre einmal beinahe an einer Influenza gestorben, aber das bedeutet nicht, dass jemand ihre Erfahrung negiert, weil er sagt, dass er die Influenza problemlos weggesteckt hat.

Das wird alles nach wie vor viel zu überdreht moralisiert.
 
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Deswegen muss er sich auch nicht angreifen lassen,
aha.. :confused::ratlos:
jetzt muss man sich noch entschuldigen, wenn man auf Long-Covid hinweist?:ninja:
und wo habe ich (falls du das auf mich beziehst) jemanden angegriffen, weil er einen guten Verlauf hatte?

es gibt eben auch andere nicht so gute bis sehr schlechte Verläufe-Corona ist eben nicht grundsätzlich harmlos, wie hier gern mal geschrieben wird und damit auch für die Betroffenen nicht nach 3 Tagen vorbei.
(wäre übrigens toll.. meine vorab gesunde 16jährige ist heute bei Tag 3 und wir erwarten dann morgen die spontane Genesung :anbeten: , damit sie sich die Ferien nicht völlig vermasselt hat mit dem Mist *ironiewiederaus*)
 
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Benutzer58558 

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Es kommt einfach darauf an, für wen welches Thema wie akut ist. So banal ist das.

Ein Beispiel: Ich bin depressionskrank. Jemand, der von Depressionen weder direkt noch indirekt betroffen ist, der wird dieses Phänomen in seinem Leben nicht so sehr in den Fokus seiner Betrachtung rücken, wie das z. B. ich oder andere Depressionskranke oder Angehörige und Freunde von Depressionkranken tun. Das macht diesen Menschen nicht unempathisch. Das ist völlig normal. Seine Ressourcen für das Thema werden einfach geringer sein als meine, weil er sie dafür im Gegensatz zu mir nicht aufwenden muss. Das bedeutet nicht, dass er meine Krankheit verharmlost, er ist schlicht und einfach weniger von ihr betroffen als ich. Dafür hat er vielleicht kaputte Knie, die ich nicht habe. Da wird er sich um Orhopädie und Chirurgie eben mehr Gedanken machen als ich. Während ich mir um Psychotherapie und ggf. Psychiatrie/Neurologie mehr Gedanken mache als er. Was aber - wie gesagt - nicht heißt, dass er oder ich gedankenlos mit den Leiden des jeweils anderen umgeht.

Analoges gilt für die Erfahrung von Long Covid.

Jemand, der unter einer Krankheit nicht leidet und deswegen nicht das gleiche Aufhebens um sie macht wie jemand, der unter ihr leidet, verhält sich ... völlig normal. Er bagatellisiert damit nicht das Leiden der Kranken. Er spricht nur für sich. Er lebt einfach sein Leben.

Covid ist eben keine privilegierte Krankheit, die ein besonderes Maß an Pietät erfordert. Es ist eine Krankheit unter Millionen. Sie hat unterschiedliche Verläufe, manchmal leider auch schwere. Auch das ist nicht ungewöhnlich.

Noch ein Beispiel: Meine Mutter ist an Krebs gestorben. Abartig, widerlich, ganz, ganz schlimm. Aber das bedeutet nicht, dass in meiner Gegenwart niemand davon sprechen darf, dass er den Krebs besiegt hat, weil er z. B. ganz früh entdeckt wurde und daher auch die Behandlung insgesamt unproblematisch war.

Das ist einfach das Leben.
 
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Benutzer39498 

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Corona ist eben nicht grundsätzlich harmlos, wie hier gern mal geschrieben wird und damit auch für die Betroffenen nicht nach 3 Tagen vorbei.
Das schreibt doch wirklich niemand. Aber es gibt eben viele Menschen für die die Infektion sehr mild verläuft und die kein Long COVID haben. Es ist sogar - Luft anhalten - die absolute Mehrheit.
Auch in unserem Freundes- und Familienkreis gab es zwar inzwischen viele Infektionen, aber nur vereinzelt Fälle mit länger anhaltenden Symtomen, inzwischen aber alle restlos genesen (Long COVID wird ja oft fälschlicherweise gleichgesetzt mit „für immer“). Mein Vater, 67, hatte einen Tag eine laufende Nase. Ich habe mich gefreut, das es ihn so leicht erwischt hat.
Wenn jemand erzählt das es für ihn keine große Sache war oder derjenige nur Menschen ohne starke Symptome kennt dann darf einen das ärgern, wenn es einen selbst heftiger erwischt hatte, aber es muss auch kein Anlass sein jedes Mal wieder darauf hinzuweisen das es auch schlimmer sein kann.

Das wissen wir jetzt wirklich Alle.
 
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Das wissen wir jetzt wirklich Alle.
scheinbar nicht - aber gut das wir darüber schreiben

fraglich ist aber immer noch, wann die Folgen spürbar werden. Ich zumindest kann nicht hellsehen, welche Folgeerkrankungen man mal mit Long-Covid in Verbindung bringen wird. Dazu ist es noch zu früh.

Das Wort "grundsätzlich" hast du hervorgehoben.. nur der guten Ordnung halber.

Allen die aktuell krank sind wünsche ich gute Besserung und vollständige Genesung! :smile::knuddel:
 
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Funksoulbrother Funksoulbrother kannst du bitte mein Zitat in deinem Post rausnehmen. Besten Dank:smile:
 
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Benutzer39498 

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Benutzer113006 

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Meinem Empfinden nach wird der Begriff Long Covid im Forum sehr verschieden interpretiert. Ich glaube, hieraus resultieren schon die ein oder anderen Missverständnisse.
 
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Benutzer44981 

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scheinbar nicht - aber gut das wir darüber schreiben
Ich habe nun wirklich nicht den Eindruck, dass das hier irgendjemand bezweifelt. Viel eher wird hier mal wieder einfach nur aneinander vorbei geredet und sich über Dinge aufgeregt, die nie geschrieben wurden.

Es gibt hier einfach nur Menschen, die berichten, dass es in ihrem persönlichem Umfeld bisher nur sehr wenige oder überhaupt keine Horrorgeschichten im Zusammenhang mit Corona gab. - Was noch lange nicht heißt, dass sie damit bezweifeln, dass es auch schwere Verläufe, Todesfälle, langfristige Folgen, usw. geben kann.
Es ist einfach nur menschlich, dass man sich nicht nur von Zahlen und Statistiken leiten lässt, sondern auch von eigenen Erlebnissen und Erlebnissen aus dem persönlichen Umfeld. Wer mit ansehen musste, wie sein Vater elendig an Krebs verreckt, hat vielleicht mehr Angst vor Krebs, als jemand, in dessen Umfeld es keine schlimmen Krebs-Erkrankungen gab, aber dafür andere schlimme Dinge. Aber das heißt noch lange nicht, dass dieser Mensch verleugnet oder ignoriert, dass Krebs existiert und eine schlimme Sache ist.

In meinem Umfeld gab es schon einige schlimme Leidensgeschichten und qualvolle Tode im Zusammenhang mit Krebs, es gab plötzliche, frühe Todesfälle wegen Herzinfarkt, es gibt jemanden, der von einer spät erkannten Borreliose dauerhafte Schäden davongetragen hat, eine Person, die nach einem Sportunfall dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen ist, usw., während die schlimmsten Corona-Geschichten (aus der Zeit vor der Impfung) so was waren, wie ein paar Monate Geschmacksverlust oder langsame Erholung über ein paar Monate, bis wieder die volle körperliche Belasbarkeit da war.
Und in letzter Zeit, in der sich fast Jeder mit Omikron ansteckt, berichten die Leute aus meinem Umfeld überwiegend von "ein paar Tage Schnupfen und dann war ich wieder fit und musste warten, bis ich mich endlich freitesten konnte". Nur ein Kollege war nach zwei Wochen mit deutlichen Grippesymptomen zwar wieder arbeitsfähig (in seinem Bürojob), aber hat noch ca. 6 Wochen gebraucht, bis er auch körperlich wieder richtig belastbar war.
Und so ist mir zwar durchaus klar, dass es auch bei einer Corona-Infektion noch schlimmer laufen kann mit schwerem Verlauf, long Covid, usw. Aber das ist einfach viel weniger präsent, als die ganzen anderen, von Coroan unabhängigen Lebensrisiken. Und deshalb fällt es mir auch nicht so schwer, Corona einfach als zusätzlichen Teil dieses allgemeinen Lebensrisikos zu betrachten, das ich bisher immer gut akzeptieren konnte, ohne mich deshalb irgendwie einzuschränken.
 
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ich habe nie geschrieben, dass alle an Corona sterben oder andere Krankheiten nicht so schlimm sind -
aber es ist eben auch nicht ganz korrekt, wenn man schreibt, dass nach 2-3 Tagen "alles wieder gut ist".
Kann sein.. ist toll dann., kann aber auch anders sein.

Da wir uns scheinbar im Kreis drehen..
bin ich mal weg nun hier :smile:
 
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Benutzer71015 

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