Allergische Hautausschläge: Ursache im Darm?

Benutzer181425  (34)

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Hallo,

ich habe von Beginn an Neurodermitis. Dies war über alle Jahre keine große Last für mich. Seit 2-3 Jahren veränderten sich diese Ausschläge und sie wurde immer unberechnbarer, die typische medikamentöse Behandlung wirkt nicht mehr ausreichend und das Wohlbefinden sinkt immer weiter in den Keller.

Vor allem weil sich diese Ausschläge mehr in die Richtung allergische Ausschläge entwickeln suche ich aktuell bei allen möglichen Hautärzten Hilfe aber keiner kann mir so wirklich helfen. Eine Allergietestung beim HNO hat mir ein Gesamt IgE von über 1000 bescheinigt und deshalb eine Überweisung zum Hautarzt bekommen, weil die Symptomatik klar auf die Haut zu begrenzen ist. Der Hautarzt schickte mich vor einigen wenigen Tagen dann wieder weg mit dem Satz, dass ein so erhöhtes IgE keine Relevanz hätte, und man sowas eher positiv nehmen sollte, weil ich ein sehr starkes Immunsystem hätte und ich definitiv eine kleinere Wahrscheinlichkeit hätte irgendwann mal sehr stark an irgendwas zu erkranken...

Ich finde das aber Blödsinn und fühlte mich veräppelt.

Nun ist es so, dass ich schon öfter gelesen habe, dass allergische Hautprobleme wohl auch (oder nur?) am/im Darm liegen. Leider ist es so, dass ich auch schon mehrere Male über mehrere Wochen schon Karenzdiäten gemacht habe, die keinerlei Auswirkung auf die Haut hatte!

Nun meine Frage an euch: Gibt's hier Leute die sich da sehr gut durch meine Erklärung beschrieben fühlen? Was habt ihr dagegen getan? Gibt es Medikamente die an der Darm-Flora (Mikrobion und so?) ansetzen und so vielleicht wirklich meine Hautproblematik wenigstens "verringern"?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
wolltest du nicht in eine Klinik für irgendwelche Tests?
 

Benutzer181425  (34)

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Richtig. Das war der Vorschlag vom HNO. Der kann das aber nicht initiieren, deswegen ja auch die Überweisung zum Hautarzt. Der gewählte Hautarzt war auch die Empfehlung von diesem HNO...; wie dieser reagierte liest man ja oben.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also du vermutest Allergien, es konnten aber nie welche festgestellt werden?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich weiß nicht, wo du her kommst, aber z.B. die Uniklinik Düsseldorf hat eine Neurodermitis Ambulanz. Sowas gibt es doch bestimmt auch woanders. Da würde ich ggf. mal anrufen.
 

Benutzer181425  (34)

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Ja, mittlerweile muss ich irgendwie davon aus gehen. Vor Jahren wurde eine Birken und Gräserpollen Allergie festgestellt, gegen die ich hyposensibilisiert wurde. Früher, vor dieser Hypo. hatte ich als Kind starke Auswirkungen (laufende Nase, tränende Augen usw. usf.) die Symptome nach dieser Hypo verschwanden fast komplett. Was ich aber nach wie vor nicht vertrage, ist, wenn eine Naturwiese abgemäht wird; da geht es dann mit Niesen und laufender Nase so richtig los.

Was aber halt nach wie vor der Fall ist, sind die Hautausschläge. Die sind ganzjährig. Irgendwie ist mir fast so als ob die Hypo über die Jahre eine Art "Wechsel" der Symptomatik verursacht hätte, weg von den typischen Allergisymptomen (Nase, Auge, Husten) hin zur Hautthematik, auch wenn die Haut schon immer Probleme gemacht hat, nur bisher noch nie so viel.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Was aber halt nach wie vor der Fall ist, sind die Hautausschläge. Die sind ganzjährig. Irgendwie ist mir fast so als ob die Hypo über die Jahre eine Art "Wechsel" der Symptomatik verursacht hätte, weg von den typischen Allergisymptomen (Nase, Auge, Husten) hin zur Hautthematik, auch wenn die Haut schon immer Probleme gemacht hat, nur bisher noch nie so viel.
Also pauschal würde ich bei Hautausschlägen auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten tippen, denn Kontaktallergien bemerkt man ja in der Regel. Also da erfolgt der Kontakt äußerlich und die Hautreaktion dann auch exakt an der Stelle.
Ich vermute aber mal, dass essenstechnisch bei dir schon alles abgeklärt wurde.

So was kann auch psychosomatisch sein. Hast du mal was beobachtet, ob sich zum Beispiel in Stresszeiten was verschlechtert?
Ich glaube nicht, dass ich da jetzt pauschal auf den Darm als Ursache schließen würde, aber ich bin auch kein Arzt :hmm:

Evtl. würde ich an deiner Stelle mal eine ganzheitliche Behandlung probieren. ich weiß nicht, was du von Homöopathie hältst.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Leider ist es so, dass ich auch schon mehrere Male über mehrere Wochen schon Karenzdiäten gemacht habe, die keinerlei Auswirkung auf die Haut hatte!
Wie penibel hast du auf Spuren potenzieller Allergene geachtet?
Meine Tochter reagiert sehr, sehr empfindlich bereits auf Spuren von Milch (sie reagiert allerdings nicht über die Haut, sondern ausschließlich durch Darmprobleme, aber das ist individuell). Die sind allerdings häufig nicht angegeben, im Zweifel muss man also Lebensmitten ohne Spurenangaben meiden. Andere Allergiker haben damit hingegen oft keine Probleme. Muss man ausprobieren.
 

Benutzer184468 

Ist noch neu hier
Ich bin auch in regelmäßigen Abständen von derartigen Allergien betroffen. Die Ursache scheint eine Mischung aus diversen Faktoren zu sein. Eine Ursache ist sehr wahrscheinlich ein übersäuerter Magen durch zuviel Chips-Konsum. Die Reaktion darauf folgt allerdings nicht sofort, sondern mit einigen Wochen Verspätung.
Es äußert sich zunächst meistens an einer kleinen trockenen Stelle auf der Haut, darunter ist meistens etwas Flüssigkeit. Diese Stelle beginnt zu jucken. Wenn ich mich zusammennehme, geht diese Stelle irgendwann weg. Habe ich aber Stress, fange ich -oft auch unterbewusst- an, an dieser Stelle zu kratzen ... Folge: Die betroffene Fläche wird größer.
Verstärkt wird dies Problem insbesondere auch durch nass-kalte Luft, also in den Herbst- und Wintermonaten.
Weiter verstärkt wird die Situation durch Weizenbrot und Geschmacksverstärkern in Fertiggerichten.
Leider ist die betroffene Stelle dann oft nur schwer in den Griff zu bekommen und es bedarf viel Geduld.

Ich habe allerdings inzwischen weitestgehend aufgegeben, dagegen anzukämpfen. Die Allergie kommt und geht und wenn ich sie komplett vermeiden wollte, müsste ich auf vieles verzichten, was gut schmeckt ...
 

Benutzer20277 

Meistens hier zu finden
Ich bin mir sicher, dass Du einen Heilpraktiker findest, der Dir alles bestätigt, was Du vermutest. :smile:
 

Benutzer181425  (34)

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Ich habe allerdings inzwischen weitestgehend aufgegeben, dagegen anzukämpfen.
Ok. Krass. Aber Respekt von mir. Wie kommst du mit der psychischen Belastung zurecht? Ich komme immer weniger gut damit zurecht, weil ich mich mal mehr mal weniger "entstellt" fühle. Rote fleckige Haut auf denen auch ab und zu rote Pickelchen entstehen; halt die typischen Rosazea-Symptomatik.

Ich habe auch am Körper Probleme mit der Haut, die im Gesicht sind aber eigentlich am quälendsten, weil die halt sofort jeder sieht...
 

Benutzer184468 

Ist noch neu hier
... Wie kommst du mit der psychischen Belastung zurecht? ...
Bei mir ist es nie der ganze Körper, sondern (fast) immer nur eine Stelle. Früher waren es mal die Mundwinkel, dann habe ich mir nen Bart wachsen lassen und dort war das Thema dann erledigt. Dann war es mal die Armbeuge. Dort bedurfte es am Ende dann leider einer Cortison-Behandlung. In den letzten Jahren waren meist die Hände betroffen. Wenn es zu schlimm wurde, kam zum Schutz ein Pflaster drauf und nachts ein Handschuh (speziell für Neurodermitis). Ich betrachte das Ganze inzwischen eher als nervig als als psychologische Belastung ... weil ich mich irgendwie auch damit abgefunden habe.

Letztendlich habe ich schon mein ganzes Leben eine sehr trockene Haut, die in kurzzeitigen Stresssituationen dann gerne mal "eskaliert".

Vielleicht müsste ich meine Ernährung wirklich komplett umstellen, aber ich habe Zweifel, dass dies der einzige Grund ist. Ich vermute eher ein Zusammenspiel aus Allergien, Magenübersäuerung und Stress. Und alles lässt sich eben nicht immer verhindern und somit auf Dauer auch nicht die Problematik.

Es ist wie es ist ... und dauernd jammern will ich auch nicht, dafür ist mir die Zeit zu schade :zwinker:
 
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