All the Single Ladies (and Men) - allein sein ist irgendwie doof :/

Benutzer159736  (31)

Ist noch neu hier
Hallo da draußen :smile:

ihr könnt es dem Titel schon entnehmen - ich habe enorme Schwierigkeiten damit Single zu sein und ich bitte hier um Rat und Trost. Allgemein habe ich noch keine besonders lange Single-Phasen gehabt (meist unter einem Jahr) und tue mich auch verdammt schwer ohne Partner, da man sich ja doch recht schnell an jemanden an seiner Seite gewöhnt, nicht zu schweigen davon dass man die Person natürlich auch liebt und nicht verlieren will. Aber nicht jede Beziehung hält und so ist man über kurz oder lang doch irgendwann wieder alleine.

Zu meiner aktuellen Situation:

Ich bin nun seit anderthalb Jahren alleine in eine neue Stadt gezogen für mein Masterstudium, ca. 7-8 Autostunden weiter weg von meiner Heimatstadt. Für meinen Bachelor bin ich zwar auch weggezogen, allerdings nur anderthalb Stunden weiter und ich bin zu der Zeit oft nach Hause gependelt, da ich eine Fernbeziehung geführt habe. An sich habe ich mit dem „neu anfangen“ gar kein Problem, ich war auch schon mehrmals im Ausland und bin immer ganz gut zurechtgekommen. Dieses Mal wollte ich auch mit Absicht etwas weiter weg, da mir eigentlich im Nachhinein die Pendelei nicht so sehr gefallen hat und ich mal in einer Stadt leben wollte in der ich 24/7 vor Ort bin, auch am Wochenende (außer ich besuche Freunde oder ähnliches).
Hier angekommen, ging es mir eigentlich auch sehr gut. Ich hatte eine tolle WG gefunden, bald einige Freunde und die Stadt ist auch wunderschön. Tatsächlich habe ich auch immer wieder Männer kennengelernt, bis es dann nach einem halben Jahr richtig doll gefunkt hat und ich eine Weile einen neuen Freund hatte. Das hat nicht funktioniert und ist viel zu schnell wieder auseinander gegangen und ich musste auch tatsächlich länger daran knabbern, da ich seit langem wieder sehr sehr verliebt war und das Gefühl hatte es würde sehr gut passen. Bis zum heutigen Zeitpunkt gab es auch weitere Dates, sogar zwei Männer mit denen ich kurz davor war eine Beziehung zu beginnen. Sie waren beide ziemlich toll, aber letzten Endes ist bei mir dann doch der alles entscheidende Funke und die Verliebtheit nicht übergesprungen und so habe ich es beendet.

Leider ist zudem in den letzten Monaten einiges schief gelaufen in meinem neuen Leben:
  • erst mussten meine beiden besten Freundinnen von hier wegziehen. Eine davon ist zwar wegen der Beziehung am Wochenende oft da, hat aber dann eher nur Zeit für ihren Freund
  • dann habe ich mich irgendwie total von meinem besten Kumpel hier entfernt und das scheint auch trotz Versuchen das wieder hinzubekommen nicht besser zu werden
  • die gesamte Clique die sich damit verbindet ist irgendwie teilweise am zerbrechen – jeder hat zusätzlich so seine Problemchen und es driftet aus verschiedenen Gründen auseinander
  • ich musste vor einem halben Jahr umziehen, da ich nur auf Zwischenmiete untergekommen war und bin zwar zufrieden mit der neuen WG und wir verstehen uns auch alle gut, allerdings auch hier entweder Fernbeziehung oder Fußball sorgen dafür, dass die Wohnung am Wochenende leer steht
  • vom Studium her ist nun nicht mehr viel los, die vorlesungsfreie Zeit ist angebrochen und während der Thesis wäre dann auch gar keine Uni mehr
  • meine Kommilitonen sind zwar alles liebe Menschen, aber haben meist keine Zeit und wohnen mit ihrem Partner zusammen oder haben Fernbeziehungen. Dasselbe mit den Mädels die frisch hierhergezogen sind, bis auf vielleicht zwei Ausnahmen aber auch die sind am Wochenende meist weg oder es hat sich keine tiefere Freundschaft mehr ergeben

Jetzt denkt ihr euch vielleicht na dann geh raus Mädel, tu was gegen diese Dinge und lass dich nicht unterkriegen! Habe ich natürlich auch getan – ich bin viel unterwegs, habe einen Nebenjob an der Uni unter der Woche (will mir jetzt auch einen zweiten Anlegen, bin aber wegen den Abzügen etwas skeptisch was ich genau machen will), habe Tinder ausprobiert, gehe zum Sport (wobei mir das zur Zeit schwerfällt, da ich eine längere Pause durch Krankheit hatte), bin ab und zu in der Bibliothek um was für die Uni zu tun, habe mich bei einer studentischen Organisation angemeldet und nehme so ziemlich alles an Programm mit was geht. Doch die Einsamkeit bleibt.
Ich höre mir brav die Geschichten meiner frisch verliebten Freunde an und freue mich für sie, lasse mir gut gemeinte Ratschläge geben und nicke, weiß auch oft dass sie Recht haben. Aber so im Inneren frage ich mich schon länger einfach nur noch „Wo ist er?“.
Ich weiß, es kommt oft dann wenn man es am wenigsten erwartet und man soll aufhören zu suchen. Das ist leider alles leichter gesagt als getan. Und ja, ich weiß ich sollte auch alleine glücklich sein, denn erst so kann ich auch mit einem Partner glücklich sein. Ich arbeite auch stark daran, leider fällt es mir trotzdem schwer diese Gedanken abzuschalten, besonders wenn es mal wieder einen einsamen Sonntag gibt an dem keiner Zeit hat und ich in der leeren Wohnung sitze.
Ich überlege auch immer wieder was ich besser machen kann, welche Fehler ich schon gemacht habe und wie ich an mir selbst arbeiten kann – ich möchte ja schon auch mein bestes Selbst sein. Ich denke ich weiß mittlerweile auch recht genau was ich in einem Partner suche, mit was ich leben kann und mit was nicht. Trotzdem versuche ich immer eine Chance zu geben, manchmal sogar zu lange (war z.B. bei einer von den Fast-Beziehungen so).

Warum ich all das nun in dieses Forum poste und euch die Ohren volljammere?
Ich glaube zusammen ist man weniger allein :zwinker:
Vielleicht sind einige von euch in einer ähnlichen Situation, können mir Ratschläge und Tipps geben oder trösten. Oder einige haben so etwas auch erlebt, haben es hinter sich gelassen und können mit ihren Geschichten helfen. Oder jemand hat den idealen Geheimtipp gefunden, wie der neue Traumpartner plötzlich vor der Tür steht :zwinker:
Ich bin froh über alles, was ihr so zu bieten habt. Gerne können wir auch darüber diskutieren, warum das Single-Leben so viel besser wäre :grin: (habe ich auch schon ein paar Mal gehört, aber leider nie überzeugt)
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Also Geheimtipps kann ich dir nicht geben, aber vielleicht etwas Zuversicht aussprechen, denn du scheinst eine sehr sympathische und aktive Person zu sein. :smile:

Denke, anstatt irgendwelche Probleme bei dir zu diagnostizieren oder Vermutungen anzustellen wird die Zeit das schon richten. Glaube kaum, dass du nicht in absehbarer Zeit einen passenden Partner finden wirst.

Verbuche es unter Lehrgeld, dass du mal eine längere Zeit Single bist. Die Vorteile liegen ja auf der Hand: du bist so unabhängig wie ein Mensch nur sein kann. Ein Partnerin erweitert stark die Möglichkeiten, die man im Leben für Aktivitäten und Unternehmungen hat, aber er kann einen (nicht immer, aber oft) auch ausbremsen. Als Single kannst du - ohne Störeinflüsse - dich selbst genau kennenlernen und deine eigenen Grenzen ausloten. Wieviel Arbeit kannst du stemmen, bevor du zusammenbrichst? Finde es heraus. Sobald du wieder einen Partner hast, vergleiche: bist du effizienter? Was ändert sich für dich?

Was kann man sonst noch als Single tun? Ein bisschen gegen selektive Wahrnehmung vorgehen. Es ist interessant zu beobachten, wie sehr man Beziehungen plötzlich als ultimative Lebensform sieht, da ja alle Paare um einen herum nur glücklich zu sein scheinen. Aber der Schein trügt auch hier. Vieles bricht auseinander und manchmal kann man froh sein, nicht durch den Liebeskummer durchgehen zu müssen, der sich ereignet. Paare zu beobachten aus der Single-perspektive ist jedenfalls interessant.

Vielleicht ist das alles ein wenig theoretisch, aber ich denke du weißt, was man praktisch als Single tun kann und wirst auf lange Sicht auch kein Problem damit haben, einen Partner zu finden. Für den Moment hilft es dir aber vielleicht, dich mit deiner Situation gedanklich mehr auseinanderzusetzen und den Kummer, den du vielleicht durchlebst, zu relativieren. Das hilft mir zumindest, falls mich der Blues mal trifft... :zwinker:
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Ich bin mein ganzes Leben lang schon Single und hab langsam auch keine Lust mehr drauf. :grin:
Meine Situation ist daher ähnlich, wenn wahrscheinlich auch nicht ganz vergleichbar. Mein soziales Umfeld hat sich vor zwei Monaten auch wieder schwer dezimiert und ich tue mich sowieso schon sehr schwer damit, irgendwo neu Anschluss zu finden.
Vielleicht ist das Alleinsein auch noch etwas leichter, wenn man es gar nicht anders kennt, ich finde es aber trotzdem auch wichtig, dass man zumindest auch ein Stück weit lernt alleine auszukommen. Wenn ich mal wieder zu viel Zeit zum Nachdenken und Einsam-Fühlen hab, sag ich mir einfach, dass ich auch gerade etwas dagegen tun könnte.
Ich finde auch, dass du deine Beschreibung nach eigentlich schon alles richtig machst, viel unterwegs bist und unternimmst und zusiehst, dass du unter Leute kommst. Das letzte Quentchen Glück oder Zufall braucht man am Ende dann einfach. Mach dich also nicht verrückt und versuch da einfach weiter und vor allen Dingen positiv am Ball zu bleiben und möglichst viele Gelegenheiten für neue Kontakte und Erfahrungen zu schaffen, ganz besonders auch außerhalb der eigenen Komfortzone. Da gibts immer besonders viel zu holen. :zwinker:
 

Benutzer159734  (28)

Benutzer gesperrt
Das Klischee, das es von Alleine kommt, stimmt bei vielen ja auch. Der Durchschnittsmensch ist fast immer in einer Beziehung.

Halte einfach durch :zwinker:
Sieh es so: Ich bin seit über einem Jahr single und es gibt KEIN Zeichen auf Besserung.

Und vor 2 Jahren hatte ich das erste Mal seit 2 Jahren wieder Sex, also hatte einmal eine 2 Jahre lange "Durststrecke". Klar hat es an mir genagt, aber durchgehalten hab ich ja :smile:

Viel Glück mit dem Studium!
 

Benutzer151450 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich bin, glaube ich, das komplette Gegenteil von dir. Vielleicht hilft es dir ja, mal so einen Standpunkt zu sehen.
Ich bin single und auch schon immer gewesen, wobei ich erst 20 bin. Ich möchte aber auch überhaupt keine Beziehung haben, wie du sie willst, also ich möchte keine Beziehung um der Gesellschaft Willen. Wenn ich jemanden kennenlernen würde, den ich wirklich total umwerfend finde, würde ich es in Erwägung ziehen, aber ich würde niemals mit jemandem zusammen sein, wenn ich mir auch nur ein klitzekleines bisschen unsicher bin, ob dieser Mensch mir gut tut oder komplett richtig für mich ist. Ich bin sehr gern allein und gehe meinen Interessen nach oder bin mit meiner Familie/Freunden zusammen, aber auch nur, weil ich die alle sehr sehr gern mag.
Du hast ja gesagt, dass du weißt, dass du alleine glücklich sein musst, aber ich glaube, du startest deine Versuche aus einer falschen Motivation heraus. Du möchtest alleine glücklich sein, um nicht mehr allein sein zu müssen. Vielleicht siehst du ja den Haken daran - wenn du allein sein so schrecklich findest, wirst du so nie glücklich sein. Ich möchte allein glücklich sein, weil ich allein glücklich sein möchte. Nicht um für irgendeinen potentiellen Partner toll zu sein. Das ist eine ganz andere Denkweise, glaube ich. Dazu müsstest du dich aber mit dem Gedanken anfreunden, dass du zum Beispiel die nächsten fünf (oder zwanzig, oder fünfzig) Jahre, niemanden kennenlernst, mit dem du bis an dein Lebensende zusammen sein willst. Ich meine, so geht es den meisten Leuten, aber viele nehmen dann halt einfach den, der dem Ideal am nächsten kommt und gerade zur Verfügung steht - meist nicht gerade eine gute Wahl. Single sein heißt nicht allein sein, und es ist sehr viel einfacher, gute Freunde zu finden, als einen Partner zu finden, mit dem du zusammen wohnen, Kinder haben (wenn du denn willst) und fast alles teilen kannst. Da muss man schon sehr viel Glück haben, um diese Person zufällig kennen zu lernen, und davon solltest du vielleicht auch nicht ausgehen.
Ja, das ist mein Standpunkt dazu... Vielleicht bringt es dir ja was.
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Sehr schöne Denkweise. :smile:

aber ich würde niemals mit jemandem zusammen sein, wenn ich mir auch nur ein klitzekleines bisschen unsicher bin, ob dieser Mensch mir gut tut oder komplett richtig für mich ist.

Ich frage mich aber ob das hier nicht auch zu Perfektionsansprüchen führen kann, die dann (fast) keiner mehr erfüllt. Ich meine, bis man jemanden mit allen Facetten wirklich kennt, dauert es ja auch seine Zeit. Können sich anfängliche kleine Unsicherheiten da nicht immer noch auflösen und trotzdem die Liebe des Lebens daraus werden?
 

Benutzer151450 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich frage mich aber ob das hier nicht auch zu Perfektionsansprüchen führen kann, die dann (fast) keiner mehr erfüllt. Ich meine, bis man jemanden mit allen Facetten wirklich kennt, dauert es ja auch seine Zeit. Können sich anfängliche kleine Unsicherheiten da nicht immer noch auflösen und trotzdem die Liebe des Lebens daraus werden?

Ich verstehe auf jeden Fall, was du meinst, aber ich verschließe mich ja deshalb niemandem. Wie gesagt, ich habe viele ganz tolle Freunde, und lerne auch gerne neue Leute kennen. Ich würde bloß von dieser Ebene jetzt nicht darauf schließen, dass ich mit irgendwem davon zusammen sein muss, und ich suche auch nicht aktiv nach einem Partner, auf tinder oder sonstwo.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich frage mich aber ob das hier nicht auch zu Perfektionsansprüchen führen kann, die dann (fast) keiner mehr erfüllt. Ich meine, bis man jemanden mit allen Facetten wirklich kennt, dauert es ja auch seine Zeit. Können sich anfängliche kleine Unsicherheiten da nicht immer noch auflösen und trotzdem die Liebe des Lebens daraus werden?

Ich denke, wenn man verliebt ist, dann gibt es trotz objektiven Unstimmigkeiten keine Frage, dass man eine Beziehung will. Verliebtheit "besiegt" üblicherweise Unsicherheiten ("Liebe macht blind"/rosarote Brille, etc.). Daher denke ich eigentlich nicht, dass man zu hohe Ansprüche hat. Entweder es passt oder es passt nicht. Wenn es allerdings nie passt, dann sollte man sich tatsächlich Gedanken machen, warum nicht. Unsicherheiten sind für mich beim Beziehungsbeginn nie ein gutes Zeichen. Da stimmt dann irgendwas nicht. Entweder mit einem selber nicht (das berühmte Beziehungsboykottierungsmanöver von einem selbst, weil man Angst vor Nähe, Verletzung, Enttäuschung hat) oder mit dem Timing oder mit der anderen Person. Auf jeden Fall ist das für mich etwas, das man ernst nehmen sollte. Kann aber nicht für andere sprechen. Ich würde aber nicht gerne mit jemandem eine Beziehung anfangen, der unsicher ist. Das "verdirbt" mir die mMn von Leichtigkeit getrieben sein sollende Verliebtheitsphase.
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Lotusknospe Lotusknospe Genau darauf wollte ich im Prinzip hinaus. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass anfängliche Zweifel sehr verlässlich sind, aber wenn das Problem am Ende doch eher bei mir selbst liegt, finde ich das womöglich erst sehr spät heraus, wenn ich mich in der Hinsicht nicht gut kenne?!
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Lotusknospe Lotusknospe Genau darauf wollte ich im Prinzip hinaus. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass anfängliche Zweifel sehr verlässlich sind, aber wenn das Problem am Ende doch eher bei mir selbst liegt, finde ich das womöglich erst sehr spät heraus, wenn ich mich in der Hinsicht nicht gut kenne?!

Ich kann nur sagen, dass ich mal eine Beziehung angefangen habe, obwohl ich auch Zweifel hatte, weil ich mir dachte "Ach, wahrscheinlich ist das das höchste meiner Gefühle/Ich kann einfach nicht anders/Ich hab immer Zweifel/So schaut Liebe eben bei mir aus/Wird sich schon legen/Ist wohl normal, etc." und es ist total in die Hose gegangen und ich hab jemand anderen durch mein aktives Ignorieren dieses Symptoms am Ende ziemlich verletzt. Aus Rücksicht auf die andere Person würde ich daher in Zukunft davon Abstand nehmen, eine Beziehung einzugehen, wenn das Feeling nicht stimmt.

Ob meine Erfahrung generalisierbar ist, weiß ich nicht. Ich würde aber vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass es kein gutes Zeichen ist, wenn man Zweifel hat, und dass man es besser von vornherein lassen sollte. Ob es notwendig ist, den Weg wie ich zu gehen – also erst jemanden ziemlich zu verletzen um zu erkennen, dass es doch nicht richtig ist – weiß ich leider nicht. Wäre schade, wenn das so wäre.
 

Benutzer159736  (31)

Ist noch neu hier
Erstmal vielen Dank für die lieben Antworten, Aufmunterungen und eigenen Geschichten! :smile: Das hat mich wirklich etwas positiver gestimmt und es ist natürlich schön zu sehen, dass man mit solchen Gedanken nicht alleine ist.

Ich weiß jetzt gar nicht ob die Diskussion unter euch entstanden ist oder wegen etwas dass ich geschrieben hatte, aber um meine Einstellung nochmal kurz darzustellen:
Auch wenn ich mich momentan einsam fühle ohne Partner, heißt das nicht dass ich mich auf jemand einlassen würde, bei dem das Gefühl nicht 100pro stimmt - sonst hätte ich ja die zwei anderen Geschichten nicht beendet :zwinker:
Und ich "suche" auch keinen Partner (nur) für Gesellschaft, falls das so rübergekommen ist revidiere ich das hiermit :grin: Klar, wie hier ja schon erwähnt wurde ermöglicht mir ein Freund wahrscheinlich einen weitaus volleren Terminkalender, aber das ist für mich nicht der Hintergrund. Es kann ja auch passieren, dass es doch nochmal eine Fernbeziehung wird :zwinker: Auch wenn das bestimmt nicht so mein Wunsch wäre wieder anfangen zu pendeln etc., weiß man ja nie was passiert.

Und ich weiß natürlich, dass es mir nichts bringt glücklich sein zu wollen um einen Partner zu finden. Mir geht es auf jeden Fall darum, dass ich das lernen kann für mich :smile:
Ich finde es unglaublich wichtig zu lernen mit sich selbst allein sein zu können, sich mit sich selbst auch mal zu beschäftigen und einfach nur etwas für sich zu tun oder zu unternehmen. Aber es fällt mir wohl einfach nicht ganz so leicht. Deswegen sage ich ja, ich bin immer daran das beste Selbst zu werden/aus mir zu machen.

Ich bin sehr offen für weitere Geschichten oder Zusprüche :smile: Danke auch nochmal für die rege Beteiligung!
 

Benutzer142299 

Verbringt hier viel Zeit
Dann will ich auch mal:

Also ich hätte schon gerne jemanden um mich, mit dem ich meine Interessen teilen kann, der einfach bei mir ist, aber dem auch entsprechend meine Zuneigung geben kann. Ich habe manchmal Phasen, in denen ich mich Bereit für eine Beziehung fühle und in meinem Alter möchte ich auch endlich mal loslegen. Aber manchmal habe ich Phasen, wo ich eher keine Beziehung haben möchte. Vielleicht, weil ich anfange zu resignieren, vielleicht aber auch, weil ich mich nicht so ausgeglichen fühle, als dass ich mich einer Frau zumuten könnte. Dann weiß ich auch nicht, mit wem und wie usw. Dass ist ein Moment, wo ich mich sehr über meine Unerfahrenheit ggü. Frauen ärgere. Hätte ich zB schon 2-3 Beziehungen gehabt, wäre ich sicherlich relaxter und könnte gelassener agieren. Aber so habe ich halt immer den Druck, endlich mal was zu schaffen und quasi mein "Problem" aus der Welt zu schaffen. Es ist halt so verzwackt :/.

Aber vielleicht sehe ich diese Phase als Lehrjahre für mich. Vielleicht will ja jemand, dass ich mich erstmal selber richtig kennenlernen und verbessern muss, ehe ich für jemand anders bereit bin. Es macht auch Sinn, ich bin zwar 24 Jahre alt, aber ich fühle mich immer noch als unreifer Teenager in einem Erwachsenenkörper. Es halt alles so schwammig, so unklar, so verwirrend :/.

Aber sorry, dass ich den Thread hier grad hijacke. Aber es gab ja hier die Diskussion, ob und wann man für eine Beziehung bereit sein sollte.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
hmm...also ich nehme an,du meinst im titel "einsam" statt "allein",denn allein sein ist ja nicht negativ konnotiert.also nicht per se was negatives.einsamkeit sehr wohl.
ich bin sehr viel allein,fühle mich aber nicht einsam.wie auch?!ich habe eine tolle familie und freunden auch.und mein leben ist als single auch nicht anders als in beziehungen-auch als single kann ich sex und auch zärtlichkeiten mit männern haben.
mein glück hängt nicht vom führen oder nicht-führen von beziehungen ab (plural darum,weil ich eh nicht monogam bin),denn ich bin mit mir selbst im reinen und mir selbst genug.ich bin gern viel alleine (und muss es aus gesundheitlichen gründen auch viel sein)-da bin ich schließlich auch immer in guter gesellschaft.:cool:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Obwohl ich dir durchaus glaube, dass du gerade in einer blöden Phase bist und dich einsam fühlst, hört sich das aus meiner Perspektive heraus alles eher nach einem kleinen Luxusproblemchen an.
Immerhin hast du schon Beziehungserfahrung und hast in den letzten 1,5 Jahren neben einer Beziehung noch diverse durchaus vielversprechende Männer kennengelernt. Damit dürfte ja eigentlich klar sein, dass du bei den Männern recht gut ankommst und prinzipiell keine großen Probleme damit hast, Männer kennenzulernen. Das sind doch eigentlich ideale Voraussetzungen, um auch beim Thema Partnersuche optimistisch in die Zukunft blicken zu können.
Auch die kleine Durststrecke, die du gerade durchmachst, ändert ja nichts daran, dass du offensichtlich eine durchaus attraktive Frau bist und viele Dinge unternimmst, bei denen du Leute kennenlernen kannst.

Die Vorzüge des Single-Lebens konnte ich auch noch nie erkennen. Aber im Gegensatz zu dir bin ich schon mein ganzes Leben lang Single und lerne alle paar Jahre mal eine attraktive Frau kennen, mit der die Sache dann aus verschiedenen Gründen spätestens nach ein paar Treffen im Sande verläuft.
Mein schon immer eher überschaubarer Freundeskreis wird auch immer kleiner und die wenigen verbliebenen Freunde haben immer weniger Zeit für mich, weil sie längst vergeben sind, oder gar schon Kinder haben.
Dementsprechend fühle ich mich immer einsamer und statt Hoffnung macht sich bei mir immer mehr die Torschlusspanik breit, weil ich es mir absolut nicht vorstellen kann, als Single und ohne eigene Kinder auf Dauer glücklich zu sein. Wenn sich da in den nächsten ca. 10-12 Jahren nichts tut (ein Zeitraum, in dem ich gerade noch 3-4 interessante Frauen kennenlernen werde, wenn es so weiter geht, wie bisher), muss ich mich wohl ernsthaft fragen, ob und wofür es sich noch lohnt, weiter zu leben.

Von daher kann ich dir auch nur einen Rat geben: Nimm die kleine Durstsrecke, die du gerade duchlebst, nicht zu ernst. Immerhin hast du ja mehr als genügend Gründe, um auch in Sachen Partnersuche äußerst optimistisch in die Zukunft blicken zu können!
 
1 Woche(n) später

Benutzer85671 

Verbringt hier viel Zeit
Ein bisschen angeschnitten wurde es bereits, ich möchte dir aber trotzdem noch meinen Gedanken dazu mitgeben:

Du hast sehr ausführlich ausgeführt, was du alles machst und in Angriff nimmst, um dich nicht mehr einsam zu fühlen. Ich denke, dass das möglicherweise das Dilemma an der Sache ist. Du tust viele Dinge um der Einsamkeit zu enkommen. Aber du stellst dich der Problematik dadurch nicht. Du suchst vermehrt nach Gesellschaft, aber lernst dadurch nicht mit dir alleine zurecht zu kommen. Solange du dich mit etwas beschäftigst, wirst du dieses Gefühl bestenfalls überdecken und dich davon ablenken können. Vielleicht wäre das genaue Gegenteil hilfreicher: dich für einen gewissen Zeitraum nur mit dir alleine beschäftigen.
Wenn du etwas tust und merkst, dass es dadurch nicht besser wird, war es vermutlich nicht die richtige Maßnahme. Vor allem in Sachen Beziehung, wo du früher nie lange alleine sein musstest. Würdest du jetzt einen Partner finden und das würde irgendwann zu Ende gehen, wärst du wahrscheinlich wieder an einem ähnlichen Punkt. Vor sich selbst kann man nunmal nicht weglaufen.
Ich kann dich dabei sehr gut verstehen, dass das Ganze eine besch***eidene Situation ist. Ich habe solche Lebensabschnitte auch schon erlebt. Und es ist vieles leichter gesagt als es ist, wenn man sich damit selbst auseinander setzen muss. Aber meiner Erfahrung nach brechen unbewältigte Aufgaben solange durch, bis sie bewältigt werden.

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