Alkoholische Getränke zu billig?

Preis von alkoholischen Getränken erhöhen?

  • Ja, drastisch erhöhen

    Stimmen: 23 32,4%
  • Ja, minimal erhöhen

    Stimmen: 11 15,5%
  • Preis ist ok

    Stimmen: 32 45,1%
  • Nein, sollte billiger sein

    Stimmen: 5 7,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    71

Fiona-Maria   (19)

Ist noch neu hier
Wenn man bedenkt, in wie vielen Fällen Alkohol im Spiel ist, z.B Unfälle auf Straßen, Schlägereien, Gewalt in der Familie usw. stellt sich doch die Frage, ob alkoholische Getränke nicht zu billig sind. Mit wenigen Euros kann man sich schon volllaufen lassen. Ich wäre dafür das man den Preis drastisch erhöhen sollte. Was meint ihr?
Zahlen und Fakten
 
Zuletzt bearbeitet:

nightdreamer  

Verbringt hier viel Zeit
Wenn man die Frage konsequent durchdenkt, kommst Du als Schlußkonsequenz zur Prohibition, und die hat da, wo man es versucht hat, zur Kriminalitätssteigerung geführt.
Außerdem ist es ja eine marktwirtschaftliche Frage, man kann ja keinem Unternehmen vorschreiben, zu welchen Preisen es seine Waren verkauft, man müßte also durch Erhöhung der Steuern arbeiten.
Und schließlich ist die Frage, ob man Menschen so erziehen kann oder auch nur soll.

Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, daß viel zu viel Alkohol getrunken wird. Nur müßte man den Hebel wohl an anderen Stellen ansetzen.
 

Woodstock~81  

Meistens hier zu finden
In (einigen? allen?) skandinavischen Ländern ist doch Alkohol sehr viel teurer als hier. Führt das denn dort zu dem von dir gewünschten Effekt? In jedem Fall führt es wohl dazu, dass so mancher Skandinavier doch sehr seltsames Trinkverhalten an den Tag legt, wenn er mal irgendwo urlaubt wo der Sprit billig ist...

Ich glaub ja nicht, dass man über den Preis da soviel regeln kann. Illegale Drogen sind ja noch teurer, das hält aber irgendwie auch keinen Süchtigen von seiner Sucht ab.
 

Yurriko   (28)

Verbringt hier viel Zeit
Wer seine Sorgen vergessen will, findet immer ein Weg. Egal ob man nu den Preis erhöht oder nicht.

Zigaretten sind ein gutes Beispiel. All die ganzen Maßnahmen haben viele trotzdem nicht abgebracht weiter zu machen mit dem Rauchen. Es wurde teurer, es wurden Bilder drauf geklebt, dass alles ist scheiß egal. Wer will macht einfach weiter.

Und wer Gewalt anwenden will, wird es irgendwann auch im nüchternen Zustand tun.
 

Yurriko   (28)

Verbringt hier viel Zeit
Yurriko Yurriko Ich finde schon, daß sich beim Rauchen einiges verändert hat - Problembewußtsein und öffentliche Akzeptanz sind doch erheblich verschoben worden.
Lag das wirklich an der Preiserhöhung und den lustigen Bildern oder an der frühen Aufklärung sowie den neuen Erkenntnissen, die wir mit den Jahren gewonnen haben? + Der Verbot von Werbung für Zigaretten.

Und wieviele Raucher haben wirklich wegen der Preiserhöhung aufgehört?

Ich denke einfach, Preiserhöhung bringt nichts, sondern wenn müsste man aufklären. Bei Gewalttaten glaube ich auch nicht, das Alkohol die Schuld trägt sondern der Mensch einfach schon gewaltbereit ist. Da müsste man anders ansetzen - denke ich.
 

Fiona-Maria   (19)

Ist noch neu hier
Es gibt sicher alkoholsüchtige, die man schwer vom Alkohol wird trennen können, ich denke aber z.B an die, die feiern und sich so volllaufen lassen, das sie nicht mehr wissen was sie tun oder im Spital landen. Das könnte man schon eindämmen, wenn man sich nur ein oder zwei Drinks leisten kann oder will.
 

nightdreamer  

Verbringt hier viel Zeit
Nein, an der Preiserhöhung nicht. Aber es zeigt, daß es Wege geben kann, um Verhalten auch großräumiger zu beeinflussen.

Es ist klar, daß es immer der Mensch ist, der gewalttätig wird, aber der Alkohol enthemmt oder grenzt die Fähigkeit, nach anderen Auswegen zu suchen, erheblich ein.
Es ist ja auch nicht die Waffe, sondern der Mensch, der schießt, und trotzdem würde ich jedes Waffenverbot sofort begrüßen.
 

caotica   (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Bei Gewalttaten glaube ich auch nicht, das Alkohol die Schuld trägt sondern der Mensch einfach schon gewaltbereit ist. Da müsste man anders ansetzen - denke ich.

Alkohol bringt keine neuen Eigenschaften auf, er enthemmt nur ab und an solche, die sonst unterdrückt sind.
Und es gibt sehr viele Menschen, die ganz ohne negative Benehmensfolgen Alkohol trinken.
Da dem, was auch problemlos ein simples Genussmittel ist, die Schuld zu geben, um (mal wieder:rolleyes: ) irgendwen vor sich selbst zu retten halte ich für den falschen Weg.
Wo hört es dann auf? Schokolade braucht doch auch kein Mensch und sie macht Leute krank, idealerweise machen wir auch sie zum Luxusgut... als gäbe es nicht schon eine weit genug aufklaffende Schere dessen, was sich wer leisten kann.
 

Sophie2001   (19)

Sorgt für Gesprächsstoff
Klar gibt es auch viele schlechte Fälle aber was soll das dann bringen? Diejenigen die trinken wollen werden es auch weiterhin tun nur bekommen sie dann zusätzlich finanziell Probleme. Der schlechte Umgang mit Alkohol hängt ja von der Person ab und nicht vom Einkaufspreis. Ein Ansatz mit Geld wäre es z.B so ein Fehlverhalten deutlicher zu bestrafen. So würden die Leute die verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen können auch nicht bestraft.
 

Armorika   (40)

Sehr bekannt hier
z.B an die, die feiern und sich so volllaufen lassen, das sie nicht mehr wissen was sie tun

Und die werden dann plötzlich vernünftig und geben nicht mehr aus, als sie sich leisten können oder sollen?
Und kämen nie auf die Idee, sich illegal hergestellten Alkohol zu besorgen oder selbst dran zu tüfteln?
Im Leben nicht.

Und wegen solcher Idioten muss ich dann deutlich mehr für meinen Genuss zahlen, nein danke.
Wobei ich es mir leisten könnte, aber was ist mit den Menschen, die einen vernünftigen Umgang mit Alkohol haben und sich die Flasche Wein ab und zu oder den Sekt zum Anstoßen nicht mehr leisten können?

und das, um ein paar Deppen vor sich selbst zu schützen.
 

VersatileGuy  

Verbringt hier viel Zeit
In (einigen? allen?) skandinavischen Ländern ist doch Alkohol sehr viel teurer als hier. Führt das denn dort zu dem von dir gewünschten Effekt?
Im Gegenteil, dort gibt es teils sog. Butterfahrten. Bei denen kauft man sich ein Ticket für die Fähre, die fährt in Internationale Gewässer, dort wird Alkohol Steuerfrei verkauft, und man schippert wieder zurück in die Heimat.

Ich war bei einer dabei, und wie viel Alkohol da verkauft wird kann man wirklich keinem erzählen. Da sind Leute in VW Bussen auf die Fähre und haben die als Jahresvorrat bis unters Dach mit Bier, Wein, Spirituosen etc. gefüllt...
 

Yurriko   (28)

Verbringt hier viel Zeit
Das könnte man schon eindämmen, wenn man sich nur ein oder zwei Drinks leisten kann oder will.
Dann werden sie eben etwas anderes machen, um ihre Sorgen zu vergessen.

Der Grund, warum viele das machen, ist einfach, weil ihr Leben bescheiden ist. Weil sie unzufrieden sind. Weil sie es sonst nicht ertragen. Ansonsten gibt es kein rationalen Grund, wieso man sich so abschießt.

Dann fressen sie eben. So wie es einige Menschen schon tun. Möchtest du dann die Preise von Essen in die höhe treiben?
 

axis mundi  

Beiträge füllen Bücher
Aus meiner Sicht ist die Verfügbarkeit von Alkohol und Zigaretten ein Problem. Dadurch ist Alkohol komplett normal und in den Alltag integriert. Das Weizen zur Weißwurst freitags ist vor elf Uhr zwar ganz nett, sinnvoll wäre aber wohl eher eine alkoholfreie Alternative :zwinker: Zumal der nächste Schluck oder der nächste Zigarettenautomat/ die nächste Tankstelle oftmals nicht weit ist.
Was ich als sinnvoll erachten würde, wäre die Einrichtung spezieller Geschäfte für alle Getränke, die über einen Alkoholgehalt höher als 15 % vol verfügen. Ob Wein und Bier ebenfalls dorthin verlagert werden sollten, ist eine sehr gute Frage, da gerade diese oft zum „Alltagstrinken“ verwendet werden, allerdings eben auch zum Beispiel zum Kochen.
Eine Steuer allein würde wahrscheinlich nicht helfen, eine De-Normalisierung hingegen schon — außerdem sehe ich hier auch zunehmend mehr Kreativität. In Großstädten gibt es mittlerweile erste Bars, in denen auch ansprechende und interessante alkoholfreie Cocktails gereicht werden (damit meine ich nicht irgendwelche zusammengewürfelte Saftplörren), außerdem gibt es zunehmend mehr Produzenten, die Fortschritte dabei machen, brauchbaren alkoholfreie Weine und „Spirituosen“ zu entwickeln. Im Moment ist das noch eine Nische für Menschen, die gerne im Rahmen der Lebensqualität entsprechendes haben möchten, aber nicht können/wollen/Auto fahren müssen oder die geschmacklich anspruchsvolle und komplexe Getränke genießen wollen, die über klassische Softdrinks hinausgehen, diese Nische wächst aber seit einigen Jahren und erfreut sich mehr und mehr zunehmender Beliebtheit.
 

OneLoneGunman  

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Moin,

guter Ansatz zum richtigen Tag heute!
Allerdings merkt man direkt, dass der Alkohol (und das Tempolimit) in Deutschland ähnlich diskutiert werden und ähnliche Reaktionen hervorrufen wie das Waffenrecht in den USA.

Aktuell ist es sicher so, dass die entstehende Kosten durch den Alkohol in Deutschland nicht in den Steuern, die darauf erhoben werden, abgedeckt sind (übrigens ein Effekt, der auch beim Autofahren als anderes deutsches Kulturgut sehr ähnlich ist).

Dabei ist die Gewaltbereitschaft sicher ein großer Aspekt (der sich dann schwer beziffern lässt, weil was ist denn der Preis, dass Frau / Kind / Mann sich zuhause nicht mehr sicher fühlt?), die gesundheitlichen Folgekosten der große andere. Und natürlich ist es so, dass Alkohol die Hemmschwelle vor Gewalt (sowohl körperlicher als auch sexueller) deutlich senkt!

Yurriko Yurriko Ich finde schon, daß sich beim Rauchen einiges verändert hat - Problembewußtsein und öffentliche Akzeptanz sind doch erheblich verschoben worden.

Dem würde ich zu 100 % zustimmen, in der Folge hat sich auch der Konsum als Summe und die Orte des Konsums drastisch verändert. Sicherlich ist der Preis nur ein Aspekt davon, wichtig ist einfach eine gesamte Debatte.

Das ist beim Alkohol deutlich schwieriger, da er in allen Gesellschaftsschichten fest etabliert ist und ritualisiert ist. Im Gegenteil, wenn du keinen Alkohol trinkst, bist du der*diejenige, der*die das Besondere ist.

Illegale Drogen sind ja noch teurer, das hält aber irgendwie auch keinen Süchtigen von seiner Sucht ab.

Naja... das kommt sehr drauf an, was du konsumieren willst und wo. Der Punkt ist vielmehr, dass man hier Sucht von Alltagskonsum trennen muss. Sucht als Krankheit wird man durch den Preis nicht beheben, da sind andere Ansätze wichtig. Allerdings kann der Preis sicherlich dazu beitragen, den Einstieg in die Sucht deutlich zu erschweren.

Also zusammengefasst: jupp, viel zu günstig einfach in Deutschland, viel zu verbreitet, Zugang viel zu einfach und Akzeptanz viel zu groß!

Natürlich ist das Thema komplex. Deswegen aber lange kein Grund, nicht an einem Punkt mal anzufangen!
 

WomanInTheMirror   (25)

Beiträge füllen Bücher
Wenn man bedenkt, in wie vielen Fällen Alkohol im Spiel ist, z.B Unfälle auf Straßen, Schlägereien, Gewalt in der Familie usw. stellt sich doch die Frage, ob alkoholische Getränke nicht zu billig sind.
Damit implizierst du, dass das Problem die ärmeren Menschen sind, denen man mit einer Preiserhöhung ordentlich das Leben schwer machen kann. Wenn ich mir aber anschaue, dass bei Autounfällen oft der Unfallverursacher kaum Schaden nimmt, weil der in einem gut gepanzerten und teuren Auto sitzt, glaub ich nicht, dass der Preis von Alkohol irgendeinen Effekt hätte.
 

caotica   (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Aus meiner Sicht ist die Verfügbarkeit von Alkohol und Zigaretten ein Problem. Dadurch ist Alkohol komplett normal und in den Alltg integriert. Was ich als sinnvoll erachten würde, wäre die Einrichtung spezieller Geschäfte für alle Getränke, die über einen Alkoholgehalt höher als 15 % vol verfügen.

Gibt es in anderen Ländern längst, ändert nun auch nichts spürbares :zwinker: Warum auch? Die wenigstens trinken doch "irgendwie zufällig weils da neben dem Mehl im Regal stand"

Ich finde es auch schlicht und einfach unnötig. Wer sich wegballern will, findet immer Mittel und Wege, irgendwelche Restriktionen treffen daher immer die falschen. Siehe harte Drogen etc.
Und jemanden zu "erziehen und bestrafen" weil irgendwer ANDERS sich nicht ausreichend im Griff hat ... wie kann denn das als richtig angesehen werden?
 

Giulio   (31)

Öfters im Forum
Wer seine Sorgen vergessen will, findet immer ein Weg. Egal ob man nu den Preis erhöht oder nicht.

Zigaretten sind ein gutes Beispiel. All die ganzen Maßnahmen haben viele trotzdem nicht abgebracht weiter zu machen mit dem Rauchen. Es wurde teurer, es wurden Bilder drauf geklebt, dass alles ist scheiß egal. Wer will macht einfach weiter.

Und wer Gewalt anwenden will, wird es irgendwann auch im nüchternen Zustand tun.
Bei Zigaretten müsste man es halt konsequent machen wie in Neuseeland oder Australien, wo eine Packung 30$ kostet. Und nicht so wie bei uns wo man im Cent Bereich erhöht
 
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