Diskussion Alkohol! - Ein Problem der Öffentlichkeit?

Benutzer99805 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey, ich hab gerade einen Blogeintrag gelesen und wurde dabei Aufmerksam. Ich würde jetzt mal gern eure Meinung hören wie ihr zu Alkohol steht und wieso ihr diese Einstellung habt.

Der Blogeintrag zum nachlesen gibts hier!l

Meine Meinung zu dem Thema ist:

Alkohol ist schädlich für den Menschen das steht fest. Doch trotz, das alle Menschen dies wissen trinken viele ihn und zwar oft in großen Mengen. Ich trinke auch Alkohol, aber nur im höchst selten und auch nur wenig. Ich versteh nicht wieso sich häufig Jugendliche die Kante geben. Ich find es schwachsinnig und teilweise schwach von den Verkäufern die den Alkohol auch oft ohne Kontrolle verkaufen.

Aber nun möchte ich eure Meinungen dazu hören.
 
D

Benutzer

Gast
Tjoa, Alkohol ist bekanntermaßen deutlich schädlicher als Marihuana. Ähnlich sieht es mit Tabak aus. Beides legal, Gras nicht. Alkohol ist populär, es ist das Soma unserer Zeit für viele und ein wichtiges Element der Gruppenzugehörigkeit. Wer nicht trinkt, ist uncool, jedenfalls bei vielen jüngeren Gruppen.
Wie sagte Pispers so schön: "Paulaner hat mehr Menschen auf dem Gewissen als die Taliban." :grin: Da ist halt irgendwo was dran, dennoch ist es legal. Es wird den kleinen so vorgelebt, sie wachsen rein, man hat ja kaum eine Möglichkeit sich eine ehrliche Meinung darüber zu bilden.
Hin und wieder kein Problem, in größeren Mengen versteh ich es auch absolut nicht. Mir schmeckt es aber auch einfach nicht.
 

Benutzer86413  (28)

Meistens hier zu finden
Alkohol ist eine Volksdroge. Ohne Alkohol würde ein Volk wohl sehr viel mehr aufbegehren.

Nunja, meine Meinung: Mehr Steuern auf Alkohol und THC aus dem BetMG nehmen, um einen Ersatz zum jetzigen Konsum zu schaffen. Der Grund dafür: THC ist nicht lethal in den Mengen, in denen es aufnehmbar ist und die indirekte Todesrate (Unf. mit Todesfolge, bsp wg "drink and drive" fahrten) ist ebenso sehr viel niedriger - Problem gelöst.

THC bietet wie Alkohol einen "Kick" und manipuliert die Realitätswahrnehmung. Ausserdem existiert keine physische Abhängigkeit und der Konsument bleibt auf jeden Fall bei Bewusstsein. Weiterhin wird bei THC Aufnahme Endorphine ausgeschüttet, die die Stimmung aufhellen, im Gegensatz zur betäubenden Wirkung von Alkohol, welche Agressionen auslösen kann.

Vllt nicht das, was du hören möchtest, aber meine Meinung.
 

Benutzer99805 

Sorgt für Gesprächsstoff
Du sagst es. Man ist uncool wenn man nicht trinkt, wobei ich das absolut nicht verstehe. Ich trink ja auch Alkohol ab und zu, aber nicht aus dem Grund um dazu zu gehören oder um cool zu sein, sondern einfach weil ich Lust darauf habe.

Natürlich wird es den Kindern/Jugendlichen so vorgelebt, aber es ist doch nicht richtig, oder?

Und der Spruch mit Paulaner ist mir neu, aber er ist gut und hat recht.

---------- Beitrag hinzugefügt um 10:57 -----------

Nussi, du hast recht, dass war nicht das was ich hören wollte. Aber ich finde deine Meinung recht interesannt. Es ist mal eine andere Überlegung, ein "Ersatz" für Alkohol zu benutzen, so war das doch von dir gemeint oder?

Ich kenn das THC nicht, aber würde mich freuen, wenn du mich aufklären würdest :zwinker:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Meine persönliche Meinung - alles in Extremen ist gefährlich.
So gut wie alles, was man in Maßen tut, isst, trinkt, genießt etc, ist nicht gefährlich.

Ich mag Alkohol, ich mag das Duselei Gefühl - aber ich trink eben entweder mein Glas Wein zum Essen oder in lustiger Runde ein paar Gin Tonic.

Es ist nicht der Alkohol, der böse ist und die Menschen verdirbt, es sind die, die dieses "Werkzeug" verantwortungslos benutzen, und dann - oh Wunder - die Kontrolle darüber verlieren.
Das ist doch mit fast allem so, wenn man den Blickwinkel weiter fasst.
Die Dinge eröffnen lediglich die Möglichkeiten, welchen man sich wie bedient, liegt ganz bei einem selbst und ist persönliche Entscheidung, die eigentlich anfangs jedem frei steht.

Soziale Netzwerke im Internet können genauso für den einzelnen bereichernd oder dramatisch sein - entweder man kann Kontakt halten zu weit entfernten Freunden, oder man wird gemobbt/findet Seitensprünge heraus etc.

Alkohol pflanzt in Köpfe keine neuen Ideen, er lockert nur die Grenzen. Und wenn ich das befürchte und mich trotzdem nicht unter Kontrolle halte, ist nicht der Alk schuld, sondern ich selbst.
Stichwort Eigenverantwortung.

Zum Blog:
Kinder sollte man grundsätzlich so erziehen, dass sie möglichst früh Eigenverantwortung für ihr Handeln übernehmen, und von erwachsenen Menschen sollte man erwarten, dass sie wissen was sie tun.
Zu dem Beispiel, man trinkt zu viel und macht mit jemandem rum - muss ich spöttisch belächeln. So ein Schwachsinn. Nicht der Cocktail geht fremd, sondern man selbst.
Man hat dauernd Gelegenheiten sich falsch zu verhalten, ob amn sie ergreift liegt immer bei einem selbst.

Von daher finde ich, man sollte viel eher zum verantwortungsbewussten und folgenbedachten Umgang mit Drogen (und Gefahren generell) aller Art erziehen, damit man mündige, entscheidungsfähige und verantwortungsbewusste Erwachsene nicht vor sich selbst mit einer endlosen Reihe von Verboten schützen muss.
 

Benutzer86413  (28)

Meistens hier zu finden
Genau, das war mein Ansatz. THC ist TetraHydroCannabinol und man findet es meist in Cannabispflanzen (Um mal einige der bezeichnenden Namen zu nennen: Piece, Hasch, Gras, schwarzer Agfahne). Kennst du sicher auch, hast auch sicher schonmal einen Joint geraucht. Wenn nicht - Keine Angst vor haben und ausprobieren (Meine Meinung - Musst du entscheiden).

Wie fühlt man sich, wenn man nen Joint geraucht hat? Unterschiedlich. Bei mir hat es die gleiche Wirkung wie Alkohol. Alles "dreht" sich und man kann keinen klaren Gedanken fassen. Manchmal muss ich auch ohne Grund lachen oder verstehe die Welt plötzlich. Einmal ist es sogar vorgekommen, dass ich mit einer Pflanze geredet habe. Geantwortet hat sie mir natürlich nix aber ich hatte das starke Bedürfnis der Pflanze zu sagen, wie schön sie ist. Wo sich THC bei mir vom Alkohol unterscheidet ist die Übelkeit, die Schläfrigkeit, der heftige Schwindel, das lallen, die langsamen Reaktionen. Einfach alles, was durch die Betäubung des Nervensystems ausgelöst wird. Gut, es kann auchmal sein, dass man verpeilt ist und nix auf die Reihe ist, wenn man bekifft ist, doch das lässt sich meist durch ein wenig mehr Konzentration beheben :grin:

EIn Volk lässt sich ohne Drogen nur schlecht unter Kontrolle halten. Den Alkohol wird man nicht verbieten können, weil zu viel dran hängt. Eine Alternative zu schaffen, die leichter wiegt als Alkohol ist imho eine gute Alternative. Allerdings auch nur für 18+ und gut besteuert.

Mit Alkohol lassen sich Probleme lösen. Wenn man dann betrunken ist, merkt man, dass das nicht stimmt. Und immer wieder von neuem. Raucht man einen Joint, so kann man sich nachher noch dran erinnern, was man den abend vorher getan hat.

Die Jugendlichen, die jeden Freitag vor unserem Haus Komasaufen tun das auch nur aus Langeweile. Da werden wohl auch nur höhere Steuern helfen, das zu unterbinden. Langeweile ist der größte Feind des Menschen.
 

Benutzer99805 

Sorgt für Gesprächsstoff
caotica: Ich find deine Ansichtsweise richtig! Natürlich ist nicht der Alkohol schuld sondern, der Mensch selber, aber schließlich ist der Alkohol in dem Fall das Mittel zum Zweck und natürlich hast du auch recht das es mit allem so ist was man in großen Mengen genießt. Ich trink auch ab und an Alk und weiß wie ich mich damit aufführe, doch es gibt halt immer mehr Menschen, vorallem Jugendliche die früh Alkohol trinken und ich meine es ist falsch, oder siehst du das anderst?

Du meinst höhere Steuer bringt was? Ich bezweifle das, dann werden halt nicht 2 Flaschen Schnaps in der Woche gekauft sondern 3 Flaschen in zwei Wochen. Und wenn es ganz blöd läuft werden sie sogar Straftätig und klauen sich ihren Alkohol.

Nussi: Danke für die Aufklärung, aber ich denke das kiffen auch nicht die Lösung ist. Es ist womöglich besser als Alkohol, aber im Endeffekt das selbe Probleme. Und ich hab noch kein Joint geraucht und hab auch keine Angst davor, aber ich werde es nicht tun. Da ich strickt gegen das Rauchen bin und somit auch gegen das von Joints :zwinker:

---------- Beitrag hinzugefügt um 11:24 -----------

Das mit den Steuern hab ich grad verwechselt, sorry ihr zwei :zwinker:
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
In gewisser Weise bin ich ja froh, nie Alkohol zu trinken. Sonst wäre ich die letzten drei, vier Wochen durchgehend blau gewesen. Nicht, dass es mir dadurch besser gegangen wäre - nur wär's mir wohl deutlich später so dreckig gegangen. Und gestern wär auch wieder so ein Abend für ein Bier gewesen - einen Kasten Bier...
 
A

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Gast
Ich trinke aufgrund meiner, sagen wir mal, katastrophalen Gesundheit keinen Alkohol, also unfreiwillig. Und ich muss sagen, dass es als Jugendlicher nie ein Problem war, in unterschiedlichsten Kreisen. Sobald ich gemeint hab, nee ich hab die und die Krankheit, waren alle sofort nett und ich hab die Abende nüchtern gefeiert.

Dagegen muss ich sagen dass es später - was wenige Leute glauben - wesentlich schwerer fällt. Ich hab im Studium dann wieder unterschiedlichste Kreise und Leute kennengelernt und da war es im Endeffekt dann so problematisch, dass ich seit ein paar Jahren gar nicht mehr fortgehe. Natürlich hab ich genug Freunde, die etwas trinken und absolut damit einverstanden sind, dass ich immer nüchtern bin. Aber die allgemeine Akzeptanz ist nicht mehr da, finde ich.

Ganz zu schweigen von Leuten, die sogar aggressiv werden, wenn man nichtmal ein kleines Schluckerl aus Höflichkeit nehmen kann.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Dagegen muss ich sagen dass es später - was wenige Leute glauben - wesentlich schwerer fällt. Ich hab im Studium dann wieder unterschiedlichste Kreise und Leute kennengelernt und da war es im Endeffekt dann so problematisch, dass ich seit ein paar Jahren gar nicht mehr fortgehe. Natürlich hab ich genug Freunde, die etwas trinken und absolut damit einverstanden sind, dass ich immer nüchtern bin. Aber die allgemeine Akzeptanz ist nicht mehr da, finde ich.

Ganz zu schweigen von Leuten, die sogar aggressiv werden, wenn man nichtmal ein kleines Schluckerl aus Höflichkeit nehmen kann.

Das kann ich so übrigens auch bestätigen. Ab einem bestimmten Alter wird es regelrecht als gesellschaftlicher Affront betrachtet, wenn man eine freundliche Einladung zu einem gemeinsamen Bierchen ausschlägt. Sehr bedauerlich.

Ansonsten hat caotica sehr schön beschrieben, wie ich das auch sehe mit dem Alkohol.

Und noch zum Thema Steuern: Ob höhere Steuern wirklich etwas bringen, wage ich zu bezweifeln. Man kann sich ja mal die skandinavischen Länder anschauen, die sehr viel restriktiver mit Alkohol umgehen. In Norwegen kostet 0.5l Bier in den günstigen Läden (wenn du sie kennst) umgerechnet bspw. 6 Euro, du kommst ohne Altersscheck am Eingang überhaupt nicht rein und ab 03:00 nachts ist Ausschankverbot. Höherprozentigen Alkohol kannst du nur zu absoluten Horrorpreisen und auch nur zu bestimmten Zeiten in ganz wenigen Läden kaufen. Alles strenger dort. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen: die saufen dort auch, als ob es kein Morgen gäbe... :bier:

Ob die Nicht-volljährigen dadurch jetzt wirklich vom Trinken abgehalten werden, ist fraglich. Die werden nun einmal irgendwann 18 und knallen sich ab halt so richtig weg, weil sie ja plötzlich dürfen, ohne das sie mal vorher erste Erfahrungen im Umgang mit Alkohol hätten sammeln können oder wissen, was sie da tun.

Ich glaube nicht, das solche Restriktionen da wirklich viel Effekt bringen und vertrete die Meinung, dass man lieber einen verantwortungsbewussten Umgang lehren bzw. besser aufklären sollte.

Off-Topic:
Schon ironisch, dass ich diesen Post leicht verkatert schreibe... :grin:
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
@aiks: Das klingt ja krass, das habe ich so noch nie erlebt. :hmm: Wie muss man sich das denn vorstellen?
Off-Topic:
Und aus purer Neugierde: Mit welcher Krankheit darf man nie Alkohol trinken? Musst du aber nicht sagen, wenn du nicht willst :zwinker:


Ich bin allgemein kein Freund von radikalen Ansichten. Ich bin weder absoluter Alkoholgegner, noch betrinke ich mich permanent hemmungslos. Wenn ich viel Stress habe, freue ich mich auch mal auf ein Glas Rotwein und wenn ich weggehe, möchte ich mich auch mal betrinken. Ich finds nicht dramatisch: Ich hatte noch nie einen Filmriss und habe noch nie was getan, was ich bereut hätte. Aber ich hatte einige lustige Abende :zwinker: Klar, ich kann auch ohne Alkohol lustig sein - aber ab und zu möchte ich eben auch mit Alkohol lustig sein.

Im Umfeld erlebe ich es so, dass sich die Leute gut und gerne mal die Kante geben, aber niemand dabei ist, wo ich mich ernsthafte Sorgen machen würde. Wenn es so wäre, würde ich es ansprechen - und ich kenne es auch so, dass man eine gewisse soziale Kontrolle betreibt, wenn es jemand übertreibt oder regelmäßig über die Stränge schlägt.

Letztendlich würde ich aber auch genauso handeln, wenn jemand zuviel kifft, zuviel raucht oder permanent zuviel Geld ausgibt oder dergleichen. Letztendlich sind Dinge in Massen nie gut und man muss einfach die Grenze im Blick behalten.

Höhere Steuern oder staatliche Reglementierungen halte ich bei sowas eher für kontraproduktiv. Ich finde nicht, dass Dinge teurer sein sollten, man sollte nur gucken, dass Kinder nicht daran kommen. Da wären in meinen Augen mehr Kontrollen sinnvoll, auch wenn es immer und überall Schlupflöcher gibt.

Bei erwachsenen, mündigen Menschen finde ich es nicht so schlimm, wenn sie ab und zu mal Alkohol trinken. Dass manche Leute ein Alkoholproblem entwickeln, ist in meinen Augen nicht unbedingt der Alkohol "an sich" Schuld. Vielmehr entwickeln Menschen eben unter bestimmten Umständen ein ungesundes Suchtverhalten, die Ursachen sind aber sicherlich vielfältig und nicht nur in der Tatsache begründet, dass es den Suchtstoff überhaupt gibt.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen: die saufen dort auch, als ob es kein Morgen gäbe..
Ich weiß noch, wie ich völlig fasziniert im schwedischen Supermarkt stand, wo es regalweise Zubehör zum Selberbrennen gab :grin: Und dann die Autos an den Fähren, die komplett voller Bierdosen beladen sind. Ich kann die Erfahrung bestätigen :zwinker:
 
A

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Gast
@aiks: Das klingt ja krass, das habe ich so noch nie erlebt. :hmm: Wie muss man sich das denn vorstellen?
Off-Topic:
Und aus purer Neugierde: Mit welcher Krankheit darf man nie Alkohol trinken? Musst du aber nicht sagen, wenn du nicht willst :zwinker:

Die 08/15-Situation ist in so einem Fall: Man ist in einer etwas größeren Runde weg, ein Bekannter - schon betrunken - geht auf mich zu und will mit mir anprosten. Ich sag, ich mach das gerne mit Apfelsaft, aber nicht mit Alkohol, ich kann leider aus gesundheitlichen Gründen keinen trinken. "Ach komm schon, es ist ja nur zum anstoßen."" Nein, ich kann das wirklich nicht, mit Apfelsaft geht das auch." "Ach mit Apfelsaft ist das doch scheisse".. blabla endlose Diskussion, bei der ich (ist schon vorgekommen!) der Buhmann der ganzen Runde bin.

Das klingt jetzt so, als würde ich nur mit Deppen fortgehen, aber negative Reaktionen kommen wirklich in meiner Altersgruppe so oft und auch von eigentlich netten Leuten, dass ich partout nicht mehr fortgehe.

Ich bin übrigens bauchspeicheldrüsenkrank, da ist Alkohol - wie vieles andere auch - pures Gift. Vorallem weil ich auch einen dämlichen Schlauch grad in der Drüse hab.
 
D

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Gast
Mir geht das auch vor allem um die negative Stigmatiation. Nervt mich auch. Dazu esse ich kein Fleisch. Damit bin in Studentenkreise ja fast von vornherein aus jeder "coolen" Gruppe ausgeschlossen. Ich besaufe mich nicht und ernähre mich nach moralischen Gesichtspunkten. Wenn das nicht langweilig ist. Klingt ironisch, aber immer, wenn das irgendwie ins Gespräch kommt, kommt ein blöder Kommentar, obwohl ich beide Themen am liebsten gar nicht mehr anspreche. Und das nervt schon sehr. Ich hab auch genug Freunde, die damit klar kommen und mit denen man so schöne Abende verbringen kann, aber das dieser Alkohol so im Mittelpunkt fast aller gesellschaftlichen Anlässe steht, geht mir total auf den Keks.
 
D

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Gast
Wie fühlt man sich, wenn man nen Joint geraucht hat? Unterschiedlich. Bei mir hat es die gleiche Wirkung wie Alkohol.

Einfach alles, was durch die Betäubung des Nervensystems ausgelöst wird. Gut, es kann auchmal sein, dass man verpeilt ist und nix auf die Reihe ist, wenn man bekifft ist, doch das lässt sich meist durch ein wenig mehr Konzentration beheben :grin:

Höre bitte auf, hier irgendwelche Drogen oder berauschende Mittel zu verherrlichen, OK?

Es gibt keinen VErgleich, es gibt keinen Ersatz und es gibt keine allgemeingültige Formel!

Es gibt Menschen, die werden vom Alc abhängig und andere von Cola, wieder Andere vom Rauchen eines Joints. Jeder Mensch ist anders gestrickt - sobald du etwas zu dir nimmst, dass in irgendeiner Form dein Bewusstsein, dein Handeln und deine Wahrnehmung beeinflusst, handelt es sich um eine Droge und wird leider auch oft zu einer Sucht führen und Menschen in den Abgrund treiben.

EIn Volk lässt sich ohne Drogen nur schlecht unter Kontrolle halten. Den Alkohol wird man nicht verbieten können, weil zu viel dran hängt. Eine Alternative zu schaffen, die leichter wiegt als Alkohol ist imho eine gute Alternative. Allerdings auch nur für 18+ und gut besteuert.

So ein Quatsch. Sicher bestimmt die Regierung den Rohalkoholpreis und weiss auch ein Volk mit "Brot und Spielen" zu beruhigen.
Heute sind weitaus wichtigere Menschen an der Schaltzentrale: Medienmanager und Psychologen, Marketingpsychologen usw....

Vielleicht bekommen wir bald Drogen in Form von Brot oder in LEbensmitteln. Weil rauchen darf man niemand zu zwingen, essen und trinken müssen wir aber.

Mit Alkohol lassen sich Probleme lösen. Wenn man dann betrunken ist, merkt man, dass das nicht stimmt. Und immer wieder von neuem. Raucht man einen Joint, so kann man sich nachher noch dran erinnern, was man den abend vorher getan hat.

:mad: Schön. Was macht den Unterschied? Ob man morgens noch weiss, dass man 3 Menschen tot gefahren hat oder auch nicht? Solche Äusserungen sind Naiv und DUMM, lassen den Schluss zu, dass du schon einen Teil deines gesunden Verstandes verkifft hast.

Die Jugendlichen, die jeden Freitag vor unserem Haus Komasaufen tun das auch nur aus Langeweile. Da werden wohl auch nur höhere Steuern helfen, das zu unterbinden. Langeweile ist der größte Feind des Menschen.

Höhere Steuern gegen Langeweile? :grin:

JEder MEnsch ist und bleibt Selbstbestimmt und kann entscheiden, was er macht und was nicht!
Es gibt keine Ausreden und es gibt keinen Grund, Alkohol zu konsumieren! Es gibt aber 10000 es NICHT zu tun.

Ich bin seit fast 10 Jahren abstinent - heisst: Ich verzichte auf Alkohol in jeder Form. Nicht, weil ich nicht darf, sondern weil ich es nicht will.

Sicher sind mir in den ganzen JAhren der Aufklärungsarbeit (und da liegt das Problem: Es wird einfach nicht und nicht frühzeitig Aufgeklärt über Risiken und Gefahren) sind mir einige merkwürdige Menschen unter die Augen gekommen.

Wenn man so wie ich 10 Jahre die Welt und die Gesellschaft "nüchtern" erlebt, muss man sich schon ein dickes Fell zulegen.

Das Einzige, was ich vermisse, ist wirklich mal ein kühles Bier im Sommer. Das ist schon was tolles. Aber, da ich es nicht mehr kann, weil ich süchtig geworden bin, verzichte ich auf Eierlikörtorten, Tiramisu, auf Hustensaft und KlosterfrauMellissengeist, auf den Braten in Rotweinsoße oder den Rum im Kakao und Kuchen oder dem Schnaps zur Verdauung.

Der Alkohol schädigt so viele Organe, die Nerven und vor allem die Psyche. Es tut weh, sich mit Menschen auseinanderzusetzen, die den Absprung so wie ich nicht rechtzeitig geschafft haben und man mitbekommt WIE sehr sie sich verändern.

Die Würde, die bleibt bis zuletzt und der Kampf, der tobt bis zuletzt in einem Süchtigen. Die Scham und der Kampf gegen das Gift.

Es ist schon so manche Runde aufgeheitert worden und wir Menschen neigen dazu, Rollen zu spielen und auch Masken aufzusetzen. Der Alkohol in Maßen ist etwas schönes, zum Kochen nicht wegzudenken und in der Medizin und zum Reinhalten ebenso unentbehrlich.

Niemand aber sollte dafür Rechenschaft ablegen müssen, oder begründen müssen, warum er keinen Alkohol trinkt!
Leider sind Meine Eltern und die einer ganzen Generation der "Spassgesellschaft" keine guten Vorbilder.
Fast jeder hat Erfahrungen mit Alkoholsucht, in fast jeder 3. Familie gibt es Angehöhrige oder selbst Betroffene.
Aber es wird verschwiegen, es wird weggeschaut und es sind zu den 10 Millionen Süchtigen nochmal mindestens 10 Millionen "Co-Abhängig".

Alkoholismus ist eine Krankheit. Jeder darf Alkohol trinken, es kann niemanden verboten werden - ausser natürlich Kindern und Jugendlichen - die wir - wie wir meinen so Selbstbestimmt und Selbstständig erziehen meinen, dabei fallen grade die jungen Menschen sehr schnell auf den Reiz und die Versprechen herein.

Die Abrechnung kommt. In 10, 20 oder manchmal gar 30 Jahren später. Denn das, was man zu sich nimmt, gleicht einer Schuld. Die wird im Alter fällig - wenn man nicht füher schon ein Opfer sein wird.

Genausowenig, wie jemand einem (mir) das Trinken von Alkohol verbieten kann, kann man jemanden zwingen zu Trinken oder kann man jemanden ablehnen und ausschließen wenn er nicht (mit)trinkt.

Wenn man lange (und ich feiere gerne und bin auch ein gern gesehener Gast) keinen Alkohol trinkt, bekommt man schnell ein Gespür dafür, wofür es sich lohnt, nüchtern zu bleiben.

UNd das ist in erster Linie jeder selber für sich.
Denn verachtet, ausgestoßen und draufgetreten wird erst richtig, wenn man am Boden liegt! Und das in aller Regel von denen, die andere überreden Alkohol zu trinken (auch andere Drogen!) und zu verherrlichen!

:zwinker:
 
L

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Gast
Alkohol trinke ich selten, mag den Rausch nicht, man redet viel Stuss und der Tag danach ist einfach schrecklich, Bauchweh und dieser ekelerregende Geschmack im Mund.

Ich rauch mir lieber nen Joint, aber das Setting muss stimmen. Wenn man mit 7 Leuten in einem Raum sitzt, es laut ist, alle reden und jeder vom Joint zieht, ist die Wirkung für mich einfach nur negativ bis gar nicht vorhanden.
Muss alleine oder mit höchstens einer Person rauchen, viel ungesundes zu Essen haben und dabei liegen können.

Naja, aber Alkohol ist für mich einfach nur eklig und angetrunkene Leute sind mir unsymphatisch. Fangen Stress an, kassieren und machen noch ne Anzeige. ^^
 
A

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@donmartin
Kiffen bedeutet nicht automatisch, dass man sich danach oder dabei ans Steuer setzt. Es gibt bei Alkohol wie auch bei Marihuana zum Glück sehr, sehr viele Leute, die sich ihres Rausches bewusst sind und nicht Autofahren. Außerdem find ichs nicht ok, jemanden so runterzumachen.
 

Benutzer99805 

Sorgt für Gesprächsstoff
... aber das dieser Alkohol so im Mittelpunkt fast aller gesellschaftlichen Anlässe steht, geht mir total auf den Keks.

Da vertrette ich die selbe Meinung wie du Dr.evil. Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben und das sollte mehr Leuten klar werden, also wie auch schon gesagt wurde mehr Kontrollen bei der Alkoholabgabe wäre eine sinnvolle und wahrscheinlich sogar die Beste Lösung.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Es gibt keine Ausreden und es gibt keinen Grund, Alkohol zu konsumieren! Es gibt aber 10000 es NICHT zu tun.
Ich finde deine Einstellung gegen Alkohol schon etwas extrem. Es gibt bei allen möglichen Dingen genügend Gründe dagegen, gleich, ob ich mir morgens einen Kaffee koche, nachmittags Schokolade esse oder abends Rotwein trinke. Ich bin aber zu sehr irgendwo Genussmensch, als dass ich auf alles verzichten möchte, was mir schmeckt und Spaß macht. Dass das Ganze nicht in Extreme abgleiten sollte, ist natürlich klar. Aber das sollte es wohl nie im Leben, egal, um welches Konsumgut es nun geht.

Erschreckend nur, was manche für Erfahrungen machen. Es gibt überall Idioten und anscheinend haben es Leute, die nie trinken, nicht immer leicht. Finde ich krass, ich würde da keinem was erzählen.
Wir waren neulich noch eingeladen, da gab es beim Buffet Fleisch, vegetarisches und veganes Essen. Alles so, dass jeder kombinieren konnte. Ich habe nicht getrunken, weil ich fahren musste, war auch okay. Aber gut, da ich fahren musste, hatte ich einen guten Grund, ich weiß nicht, wie es Leuten geht, die nie trinken.

Ich muss wohl auch sagen, dass ich die Party irgendwann etwas stressig fand, da wurde mir dann klar, wie manche Leute auf komplett Nüchterne wirken müssen :zwinker: Sind aber Leute, die ich sowieso nicht so gerne mag, die ich nett finde, sind auch angeheitert noch angenehm zu ertragen. Sonst würde ich wohl auch meinen Freundeskreis überdenken. :grin:
 

Benutzer99805 

Sorgt für Gesprächsstoff
Natürlich ist überall das mittelmass gut beim konsumieren, doch find ich es überraschend das ich bereits mehrere 12 jährige kenne die Schnaps trinken und nicht nur einmal im Jahr, sondern jedes Wochenende. Und jetzt mal ehrlich...ist das nicht erschreckend?
 
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