Aktive Hilfe in Foren als soziales Engagement/Ehrenamt?

Benutzer95651  (35)

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Hey!

Angeregt durch @wingding und N Nobody2013 zu einem aktuellen Problem von mir, würde ich gerne eure Meinungen dazu hören, ob man die Hilfe, die man hier auf Planet-Liebe anderen Usern gibt, als soziales Engagement/Ehrenamt ansehen kann.
Es fielen Vorschläge wie "Ehrenamtliches Engagement in einem Online-Aufklärungsforum" oder "ehrenamtliches Engagement in einem Online-Forum für Aufklärung & Partnerschaft".
Und wenn ja, wie man dieses dann nachweisen könnte. In welchem Ausmaß müsste man "helfen"? Kann und muss das gemessen werden?

Ich persönlich finde das schwierig zu sehen, es ist ja eher ein Hobby.
Für Carsten (der Sexualtherapeut) ist es ja auf jeden Fall ein Ehrenamt hier.
Aber für normale User kann man das meiner Meinung nach schlecht annehmen.
Da könnte dann ja jeder kommen, ein paar Antworten im Forum schreiben und sagen, er hat sich sozial engagiert.
Wobei mir hier z.B. noch @krava mit ihren drölfmillionen tollen Beitragen einfällt :grin: (mal als herausragendes Beispiel)

Bin gespannt auf eure Ansichten! :winkwink:
 

Benutzer151301 

Öfter im Forum
Wie immer ist der Übergang fließend. Admins/Moderatoren sind ja definitiv ehrenamtlich dabei (oder bekommt ihr was dafür ?), und je mehr Zeit man hier hilfreich verbringt, desto "ehrenamtlicher" wird es ... im Sinne von, dass sich die Person eben dediziert einem Thema widmet. Ehrenamt fällt ja fast immer mit den eigenen Interessen (Hobbys, was auch immer) zusammen; diejenigen, die viele sinnvolle Antworten geben, haben oft eine intrinsische Befriedigung dadurch. Sonst würde man es nicht so lang/oft/viel/durchdacht machen.

Die Grenze zu setzen, ab wann es "genug" ist, um irgendwelche Ansprüche geltend zu machen oder so, was weiss ich, ... ne, die könnte ich setzen. Erstens bin ich nicht lang genug dabei, dass ich einen genügenden Einblick hier im Forum hab (auch wenn ich vorher Jahre stiller Leser war), und zweitens ist es wie bei allen fließenden prozessen sehr, sehr schwierig. Wochtig dabei wäre aber auf jeden Fall, dass die "ehrenamtliche" Person regelmäßig (also nicht nur einfach nacgh Lust und Laune) hier postet, und auch Verantwortung übernimmt. Das heisst, sich bewusst ist, was sie sagt/schreibt, Themen erstellt, Themen beantwortet, und auch nach auen hin eine Rolle erfüllt, die sie als ehrenamtlichen Mitarbeiter von PL kennzeichnet - sprich, in irgendeiner Weise zu einem PL-Team dazugehört.
 

Benutzer95651  (35)

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Stimmt, die Mods zählen da natürlich auch besonders zu.
 

Benutzer129692 

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Ich persönlich finde das schwierig zu sehen, es ist ja eher ein Hobby.
Menschen, die sich bei der Feuerwehr, dem technischen Hilfswerk oder im Sportverein engagieren, empfinden diese Engagement normalerweise auch als Hobby, das ihnen Spaß macht. Das Besondere daran ist eben, dass auch andere von diesem Hobby profitieren.

In welchem Ausmaß müsste man "helfen"? Kann und muss das gemessen werden?
Bei der Feuerwehr, dem technischen Hilfswerk oder im Sportverein misst man das Engagement oft in geleisteten Stunden. Hier im Forum wäre beispielsweise die Zahl der hilfreichen Antworten (z.B. bezogen auf die letzten drei Jahre) ein mögliches Kriterium.

Und wenn ja, wie man dieses dann nachweisen könnte.
Bei der Feuerwehr, dem technischen Hilfswerk oder im Sportverein genügt im Normalfall die bloße Mitgliedschaft. (Ob die Mitgliedschaft konkret nachgewiesen werden muss, hängt vom zukünftigen Arbeitgeber bzw. Stipendiengeber ab.)

Hier im Forum könnte @Florian_PL vielleicht eine Art Zertifikat über die ehrenamtliche Mitwirkung hier im Forum ausstellen - natürlich ohne den entsprechenden Usernamen preiszugeben. (Ob ein Arbeitgeber bzw. Stipendiengeber dies dann anerkennt, ist natürlich noch einmal eine andere Frage.)

Es fielen Vorschläge wie "Ehrenamtliches Engagement in einem Online-Aufklärungsforum" oder "ehrenamtliches Engagement in einem Online-Forum für Aufklärung & Partnerschaft".
Am zutreffendesten wäre meiner Meinung nach eine Formulierung wie "Ehrenamtliches Engagement in einem Onlineforum für Aufklärung, Liebe, Sexualität und Partnerschaft".
 

Benutzer95651  (35)

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Bei der Feuerwehr, dem technischen Hilfswerk oder im Sportverein misst man das Engagement oft in geleisteten Stunden. Hier im Forum wäre beispielsweise die Zahl der hilfreichen Antworten ein mögliches Kriterium.
Wie gesagt empfinde es hier als schwierig, wie man die hilfreichen Antworten messen soll.
An den Zustimmungen? Allein an der Anzahl der Beitrage in wichtigen Unterforen?

Und wie du schon selber sagst, gibt es in "richtigen" Vereinen dann eben eine Mitgliedschaft.
Interessant ist die Argumentation aber dennoch.
 

Benutzer146682 

Meistens hier zu finden
Eine Mitgliedschaft hast du hier in dem Sinne doch auch, du hast dich schließlich im Forum angemeldet. :smile:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Off-Topic:
(oder bekommt ihr was dafür ?)

Nur Hassmails von rausgeschmissenen Usern :ups: :zwinker:


Ich finde den Vergleich mit der Vereinsmitgliedschaft gut. Da hat schließlich auch nicht jeder einen offiziellen Posten. Trotzdem gibt es natürlich aber einen Unterschied zwischen Leuten, die entweder nur die Vorteile des Vereins nutzen, und denen, die auch mal andere Sachen übernehmen. Vergleicht man es z.B. mit einem Orchesterverein: Die einen kommen nur zum Spielen, und auch nur dann, wenn sie Lust haben. Die anderen sind jedes Mal länger da, räumen her, räumen weg, sortieren alte Noten aus, organisieren das Jahresfest, planen das Orchesterwochenende, und sorgen letztendlich dafür, dass der Verein so, wie er ist, überhaupt möglich ist. Natürlich machen sie das irgendwo bestimmt auch gerne, aber bei unliebsamen Aufgaben ist eben doch auch ein großer Faktor von Solidarität dabei, der einen antreibt. Und das ist mMn das, was relevant für ehrenamtliche Tätigkeiten ist. Man macht eben nicht nur das, worauf man Bock hat.

Fraglich ist halt, inwiefern bei einem Online-Forum überhaupt so ein Ehrenamt ausgefüllt werden kann (abseits der offiziellen Posten). Ich könnte mir da vorstellen, dass Arbeit beim Satelliten z.B. klar gezählt werden kann, sowie auch die Initiative bei vergleichbaren Dingen im Forum (z.B. Organisation von Wettbewerben, Planung von größeren Usertreffen, etc.). Es ist aber sicherlich nicht so viel Spielraum da wie bei einem normalen Verein.

Wenn es um eine Bewerbung geht, würde ich mir aber eher überlegen, wie das aus den Augen eines Personalers gewertet wird, wenn du "Engagement in einem Online-Forum" hinschreibst. Ich könnte mir vorstellen, dass das eher negativ interpretiert wird, weil heutzutage ja schließlich fast jeder in irgendeinem Online-Forum aktiv ist, und das daher nicht besonders aussagekräftig ist. Ich glaube daher, dass ein Engagement über die Beiträge hinaus relevant wäre (also irgendeine (inoffizielle) Funktion, die du übernommen hast).
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Würde ich eine Bewerbung mit so einem Eintrag auf den Tisch bekommen, würde ich mich veralbert fühlen. Wenn man ähnlich wie bei der Telefonseelsorge in irgendeinem Rahmen ehrenamtliche Hilfe leistet, dann kann man das natürlich angeben. Aber nur weil man den Speicherplatz eines Onlineforums mit Beiträgen füllt, die man selbst (und vielleicht noch andere) supergut findet, ist das kein nenneswertes ehrenamtliches Engagement.
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Ist in meinen Augen stark abhängig von der Stelle, auf die man sich bewirbt. Bei ProFamilia o.ä. Organisationen könnte man damit vermutlich durchaus punkten, bei der Deutschen Bank eher weniger.
 

Benutzer95651  (35)

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Also es ging hier um ein Stipendium, nicht um einen Job.
 
R

Benutzer

Gast
Würde ich eine Bewerbung mit so einem Eintrag auf den Tisch bekommen, würde ich mich veralbert fühlen. Wenn man ähnlich wie bei der Telefonseelsorge in irgendeinem Rahmen ehrenamtliche Hilfe leistet, dann kann man das natürlich angeben. Aber nur weil man den Speicherplatz eines Onlineforums mit Beiträgen füllt, die man selbst (und vielleicht noch andere) supergut findet, ist das kein nenneswertes ehrenamtliches Engagement.
Sehe ich auch so.

Mir wäre es ehrlich gesagt sogar peinlich. Stell dir vor, der Arbeitgeber liest hier nach und stößt dann auf Threads wie der mit dem Plüschpferdfetisch oder Gummibärchen im Po...:ratlos:

Auf die Idee, sowas irgendwo anzugeben, wäre ich niemals gekommen.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ernsthafte ehrenamtliche Hilfe durch Onlineberatung, die diesen Namen verdient, setzt m.E. voraus, dass man ein vorher durchdachtes Konzept verfolgt, dass man auch überprüft, inwiefern man dem genügt und was an der eigenen Tätigkeit schiefläuft (etwa durch Supervision). Dass man zwischen ein paar launigen Sexbeiträgen auch mal Usern in einer Lebenskrise gut(gemeint)en Rat gibt, reicht da nicht.
 

Benutzer91008  (34)

Sehr bekannt hier
Ich würde nie nie niemals PL als Referenz im Lebenslauf angeben oder als Ehrenamt,
ausgenommen wirklich wenn man bei ProFamilia oder einen anderen Hilfsstelle oder ähnlichem abeiten will.
Mein Arbeitgeber müsste nicht wissen, das ich auf dieser Seite tätig bin und er sollte dann nicht überlegen ob ich eventuell "GeileSusi1234" bin oder ob und wie ich mich in meiner Freizeit sexuell befriedige.
Außerdem finde ich das es schwer zu messen ist, ab wann ein User denn nun ein "Zertifikat" bekommen sollte.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
Ich finde nicht nur die Messbarkeit schwer sondern auch die Ausstellung einer "Bescheinigung" an sich. Wenn Flo jetzt alle paar Wochen solche Schriftstücke machen soll, würden viele andere Dinge länger liegen bleiben. Ich sehe das definitiv nicht als unseren Aufgabenbereich und die Beteiligung am Forum (so hilfreich/wertvoll/...) sie bei vielen auch sein mag auch "nur" als Hobbie an.
Das soll die Beteiligung nicht abwerten. Ich fände es nur skuril sowas in eine Bewerbung zu schreiben. Natürlich ist heute fast jeder in irgendeinen Forum unterwegs. Und selbst Arbeitgeber wie ProFa fragen nach der Sicht in die Bewerbungsmappe interessiert nach und schauen sich das mal an. Das wäre mir dann persönlich auch nicht recht. :grin:

Ich würde das vielleicht einfach umgehen und damit begründen, dass du dich eben voll und ganz auf dein Studium konzentrierst um es mit entsprechend (sehr) guten Leistungen abzuschließen. Soziales Engagement ist nämlich auch immer irgendwo ein Zeitfresser, wenn auch ein sehr sinnvoller und bereichender. Ich spreche aus eigener Erfahrung und ohne PL-Bezug. :zwinker:
 

Benutzer96776 

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Nö sehe ich als "Normalo- Durchschnittsuser" rein gar nicht als Ehrenamt.
Es ist schön, wenn man seine Zeit darauf aufwendet, um anderen zu helfen, aber das sehe ich auch mehr als Freizeitbeschäftigung an als sonst etwas.

Klar ist es auch fallabhängig, die Mods, Carsten und sehr aktive User hier könnten ihre Tätigkeiten hier ggf. unter Umständen als Ehrenamt bezeichnen, das liegt meiner Meinung nach im eigenen Ermessen...
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Oh je ich würde nie auf die Idee kommen hier das als Ehrenamt anzugeben.


Wenn dann ehr meine Tätikkeit im THW , was natürlich gerrade wegen dem Zeitfresserargument viele Arbeitgeber abschreckt.
 

Benutzer95651  (35)

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Danke euch, für eure Meinungen, da sind ja fast alle auch der gleichen Ansicht wie ich.

Wobei es doch bestimmt auch witzig wäre die Gesichter der (in meinem Kopf bestimmt konservativen) Jurymitglieder zu sehen, wenn sie manches hier lesen würden :whistle::tongue:

Ich würde das vielleicht einfach umgehen und damit begründen, dass du dich eben voll und ganz auf dein Studium konzentrierst um es mit entsprechend (sehr) guten Leistungen abzuschließen.
Genau so hatte ich es dann auch formuliert.
Naja, ein Versuch ist es wert :hmm:
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Genau so hatte ich es dann auch formuliert.
Naja, ein Versuch ist es wert :hmm:

Wurde explizit gefragt, dass du dich in der Weise gerechtfertigt hast? Bei vielen Stipendien, die ich kenne, wird zwar das Kriterium des sozialen Engagements immer mitgeführt, ausschlaggebend sind aber andere Sachen.
 

Benutzer95651  (35)

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Wurde explizit gefragt, dass du dich in der Weise gerechtfertigt hast? Bei vielen Stipendien, die ich kenne, wird zwar das Kriterium des sozialen Engagements immer mitgeführt, ausschlaggebend sind aber andere Sachen.
"Grundvoraussetzung sind sehr gute Studienleistungen. Zudem wird besonderes gesellschaftliches und soziales Engagement bei der Auswahl berücksichtigt"

Im Online-Bewerbungsbogen ist der Punkt "Gesellschaftliches/Ehrenamtliches Engagement" eben auch ein Pflichtfeld, muss also ausgefüllt werden, da sonst die Bewerbung nicht vollständig ist und nicht beachtet wird.
Also irgendwas musste ich schreiben.

Da aber immer die neueste Bewerbung zählt, kann ich die nochmal abschicken, wenn mir was besseres einfällt :whistle:
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe mir mal die Seite des Stipendiums angeschaut und aus dem geht ja klar hervor, dass es vor allem um Leistung geht. Ich würde mir daher nicht zu viele Sorgen machen, dass es deshalb scheitert.
 
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