AMA Abnehmen mit OP - AMA

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Hallo ihr Lieben

Wie ich es auch schon im Abnehm-Thema erwähnt hatte, habe ich ja mit der Unterstützung einer Magen-OP abgenommen, genauer gesagt mit einem Magenbypass.
Für viele, die sich nicht näher damit befassen, sind diese ganzen OPs immer noch ein "Abnehmen für faule, die einfach keine Disziplin haben und den einfachen Weg wählen". Wer sich dann aber tiefer damit befasst, Angehörige mit diesen OPs haben die wissen, dass es ein ewiger Kampf ist.
Fakt ist, dass das Ziel dieser OPs nicht ein schlanker, sondern vor allem ein gesunder Mensch ist. Mit den beiden "grossen" Operationen (Magenbypass und Gastric Sleeve) können auf lange Sicht etwa 60-80% des Übergewichts abgebaut werden, also spätere Zunahmen mit inbegriffen. So sind viele auf Dauer nicht Normalgewichtig, sondern im leichten Übergewicht, werden aber meistens ihren Diabetes II, Bluthochdruck, hormonelle Störungen etc. bereits nach wenigen Tagen bis Wochen wieder los.
Für die meisten sind diese Operationen der letzte Schritt vor einer invalidität, oder aber eine Bremse, überhaupt so weit zu kommen, dass sie dauerhafte Schäden davon tragen.
Die OPs bieten die Möglichkeiten des Neustarts. Bei den beiden oben genannten Operationen findet unter Anderem eine Hormonumstellung statt, die gerade in den ersten Wochen bis Monaten das Hungergefühl ausschalten können. So ist es möglich, trotz kleiner Essensmengen gut zurecht zu kommen, ohne gleich zu hungern und in Essattacken zu landen. Zudem gibt der kleinere Magen vor, wieviel Platz für das Essen ist und man muss sich sehr bewusst daran halten, genügend Nährstoffe (v.a. Eiweiss) zu sich zu nehmen.
In den ersten 1-2 Jahren läuft die Abnahme in der Regel fast von selbst, dies setzt aber eine Essensumstellung und das Einhalten gewisser Regeln voraus. Nutzt man diese Zeit nicht, kann man nach dieser Honeymoon-Phase gut wieder zunehmen, es gibt auch Berichte von Menschen, die nach Jahren wieder ihr Ursprungsgewicht haben. Die Operation ist also kein Selbstläufer, sie ist nur eine Stütze. Vom OP-Risiko abgesehen (das aber im Vergleich zu den Folgen der Adipositas ein Reiskorn ist) kann es aber auch zu Unverträglichkeiten, Folge-OPs etc. kommen, so dass man oft ein Leben lang an die OP erinnert wird.
Dies zur "Vorgeschichte".
Nun zu mir:

Ich hatte ein vergleichsweise niedriges Gewicht, habe aber die Bremse gezogen, bevor ich meinem Körper dauerhafte Schäden zufüge, die sich mit einer Abnahme nicht mehr hätten beseitigen lassen. Sämtliche vorangegangene Abnehmversuche seit dem Grundschulalter, hatten immer nur kurzfristigen Erfolg, auch mit Ernährungsberatung, Sport etc. Am Ende wog ich immer mehr, als vorher. Der Entscheid fiel letzten Sommer nach einer erneuten Ernährungsumstellung, wobei ich mich vorher schon 3 Jahre lang über die Operationsmethoden informiert hatte.
Ich wurde mitte Januar 2016 operiert, hatte vorher zu meinen Höchstzeiten knapp 50 kg Übergewicht (von einem 23er BMI aus gerechnet. Bei der Operation hatte ich einen BMI von 40.5, aktuell nun bei 23.7 (46 kg abgenommen).

Nun dürft ihr fragen :smile:
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ein Magenbypass ist eine Magenverkleinerung, oder? Warum nimmt man kein Magenband? Hört sich für mich harmloser an :grin:
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Der Magenbypass ist eine Magenverkleinerung, bei der gleichzeitig noch ein Teil des Dünndarms übergangen wird. So wird nicht nur die Essensmenge begrenzt, sondern auch noch weniger Nährstoffe (vor allem Fett) aufgenommen. Der Restmagen bleibt drin und unterstützt die Verdauung. Beim Gastric Sleeve hingegen werden etwa 90% des Magens komplett entfernt.

Magenbänder wurden früher sehr häufig gemacht, heute nur noch in Ausnahmefällen. Entweder nützten sie gar nichts, oder machten nur Probleme. Da es ein Fremdkörper ist, kann das Band abkippen und den Magen abklemmen, einwachsen, kann zu eng sein und muss dann entfernt werden. Nicht wenige mussten das Band nach Monaten oder Jahren wieder entfernen lassen, nicht selten in Not-Operationen. Mittlerweile wird auch oft das Band entfernt und anschliessend eine der oben genannten Operationen gemacht.
 

Benutzer26398 

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Ich hatte ein vergleichsweise niedriges Gewicht, habe aber die Bremse gezogen, bevor ich meinem Körper dauerhafte Schäden zufüge, die sich mit einer Abnahme nicht mehr hätten beseitigen lassen. Sämtliche vorangegangene Abnehmversuche seit dem Grundschulalter, hatten immer nur kurzfristigen Erfolg, auch mit Ernährungsberatung, Sport etc. Am Ende wog ich immer mehr, als vorher. Der Entscheid fiel letzten Sommer nach einer erneuten Ernährungsumstellung, wobei ich mich vorher schon 3 Jahre lang über die Operationsmethoden informiert hatte.
Ich wurde mitte Januar 2016 operiert, hatte vorher zu meinen Höchstzeiten knapp 50 kg Übergewicht (von einem 23er BMI aus gerechnet. Bei der Operation hatte ich einen BMI von 40.5, aktuell nun bei 23.7 (46 kg abgenommen).

Nun dürft ihr fragen :smile:
naja so vergleichsweise niedrig finde ich war dein Gewicht nicht... so eine Operation muss doch vom Arzt bzw. der Krankenkasse auch befürwortet werden?

Du schreibst du hast im Vorfeld mit Hilfe von Ärzten versucht die Ursache deines Übergewichts zu ergründen - haben deine Ärzte denn überhaupt keinen Anhaltspunkt für dein Übergewicht gefunden? Es verwundert mich das Menschen bei normaler Ernährung und normaler Bewegung 50kg Übergewicht haben können! Das muss dann ja auch eine medizinische Ursache haben wenn es nicht an einem selbst liegt. Wenn dann die letzte Möglichkeit eine Magen-OP ist dann ist das verständlich - aber wichtiger wäre es doch erstmal hieb und stichfest die Ursache zu finden bevor man sich leichtfertig unters Messer legt?

Als Betroffener wäre ich sehr daran interessiert die Ursachen für mein Übergewicht zu finden - durch einen Eingriff sind zwar die Symptome weg (zu viel Gewicht) aber die Ursache ist ja evtl. noch vorhanden...
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Natürlich wurde die OP ärztlich abgesegnet, sonst würde auch die Krankenkasse nicht bezahlen. Ich hatte im Vorfeld auch Abklärungen wie Blutkontrollen, Ernährungsberatung, psychologisches Gutachten etc.
Mein Grund war relativ einfach: Ich habe zuviel gegessen. Ich habe keine Hormonstörungen oder schwere Knochen. Ich hatte schlicht noch nie ein Sättigungsgefühl, so dass ich pausenlos hätte essen können. So hatte ich auch nach einen grossen Kantinenportion immer noch Hunger, hätte danach also einfach weiter essen können. Dies habe ich nicht gemacht, sondern dann eben aufgehört, aber pausenlos ein Hungergefühl gehabt.
Zudem spielt ja auch die Genetik noch eine Rolle, meine Mutter, Grossvater etc. sind auch stark übergewichtig. Meine Mutter versucht seit 20 Jahren abzunehmen, ohne dauerhaften Erfolg.

Abnehmen konnte ich immer, nur war immer spätestens nach 10-15 kg Schluss, danach folgte der Jojo. Trotz engmaschiger Betreuung.
Vor dem Entscheid zur OP hatte ich noch einen letzten Versuch gestartet, man will ja auch nichts unversucht lassen. Nochmals Ernährung umgestellt (keine "Diät") mit der EB, regelmässig Schwimmen, dazu meine sowieso schon immer vorhandenen 15'000 Schritte täglich (Hund und Arbeit) und es ging wieder schleppend herunter. Nach einem halben Jahr waren es 7 kg. Eine Rückenverletzung und einen Monat später waren es 3 kg mehr, als vorher. Da der Rücken dann zunehmend schlimmer wurde, habe ich die Reissleine gezogen.

Das fehlende Sättigungsgefühl wurde nun mit der OP behoben.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Warum hast du dich für den Bypass entschieden, obwohl damit ja im Vergleich zum Schlauchmagen größere "Nebenwirkungen" wie Vitaminmangel etc. einhergehen?
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Weil das mit dem Vitaminmangel ein Mythos ist. Vielerorts wird immer noch gesagt, dass der Sleeve keine zusätzlichen Vitamine etc. braucht. Viele von denen, die vor 3-5 Jahre operiert wurden, haben aber häufig genau dieselben Mängel, wie die mit Bypass. B12 wird bei beiden Operationen so gut wie gar nicht mehr aufgenommen, da der Magen für dessen Verarbeitung zuständig ist. Und der "fehlt" dann eben. Meist können die mit Sleeve weniger essen, als jene mit Bypass. Ergo, zu wenig Nährstoffe über die Nahrung, die dafür beim Bypass eher aufgenommen werden.
Ich wollte den Bypass, weil man den im schlimmsten Falle rückgängig machen könnte. Weil dort deutlich mehr Langzeiterfahrungen vorhanden sind. Zudem werden heute 20% aller Sleeves in einer zweiten OP wieder zum Bypass umgebaut, weil es häufig zu Reflux/Sodbrennen kommt, oder die Abnahme vorzeitig stagniert.
Der Bypass hat zwei Wirkungsweisen, die Gefahr einer Zunahme ist dadurch wahrscheinlich etwas geringer. Da beim Sleeve die Langzeiterfahrungen fehlen, kann man es aber noch nicht klar sagen.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Du schreibst, dass du deine Ernährung umstellen musstest und dich an Regeln halten musst. Welche sind das denn?
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Wichtig ist, genügend Eiweiss zu essen. Also eigentlich den Normalen Tagesbedarf eines Erwachsenen. Nur wird das etwas schwierig, wenn man nicht dieselben Mengen essen kann. Also schaue ich darauf, bei jeder Mahlzeit Eiweissreich zu essen und verzichte dadurch oft auf Stärkebeilagen, da diese den Magen nur "unnötig" füllen. Dann sollte man nach dem Essen etwa 30 Minuten warten, bevor man etwas trinkt. Erstens füllt man sonst unnötig den Magen und es passt nicht mehr viel Nahrung hinein, zudem kann es sein dass die Nahrung zu schnell in den Darm rutscht und es dadurch zu Unverträglichkeiten kommen kann. Und gerade in der Anfangsphase ist es wichtig, langsam zu essen und sofort zu stoppen, wenn die erste Sättigung kommt, um den Magen nicht wieder zu dehnen. Ich kenne viele, denen es sofort schlecht wird, wenn sie zu schnell oder zuviel essen, das kann auch 1-2 Stunden anhalten.
Es sind eigentlich Regeln, die ja zum Teil auch für nicht-operierte gelten. Bei der Operationen dienen sie aber dazu, nicht wieder in alte Muster zu verfallen und den Magen nicht wieder zu vergrössern.
 

Benutzer26398 

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Mein Grund war relativ einfach: Ich habe zuviel gegessen
...
Ich hatte schlicht noch nie ein Sättigungsgefühl, so dass ich pausenlos hätte essen können.
...
Das fehlende Sättigungsgefühl wurde nun mit der OP behoben.

vielen Dank für die Information:smile: das macht das ganze für mich erheblich verständlicher...

Leichtfertig könnte man ja nun sagen - du hättest dann ja einfach weniger essen können... aber dauerhaft mit einem fehlenden Sättigungsefühl - sprich Hungergefühl herumzulaufen wäre ja letztlich auch eine Qual die nicht zu unterschätzen ist. :frown::geknickt:

Es verwundert mich allerdings das es offensichtlich keine anderen medizinischen Möglichkeiten gibt ein fehlendes Sättigungsgefühl zu verhindern als eine risikobehaftete Operation (jede OP ist mit Risiken verbunden). :ratlos::geknickt:
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Bei meinen zahlreichen Abnehmversuchen war natürlich auch FdH dabei. Schliesslich soll ja bei vielen Adipösen der Magen bereits ausgeleiert sein, kein Wunder gibt es kaum Sättigung. Ich hatte dann permanent das Gefühl, dass mir jetzt Schwindelig wird, weil ich zu wenig gegessen habe.. oder dass ich kraftlos sei. ich gehe davon aus, dass dies einfach subjektiv war und ich problemlos damit hätte umgehen können. Kaum gab es mal einen Tag, an dem man sich sagte "So, jetzt kannst du dir etwas gönnen" habe ich dann gleich geschaufelt und so mein Gehirn befriedigt. Um mich dann wieder durch den Hunger zu quälen. Und da ich ja gar kein Sättigungsgefühl hatte, hätte auch eine gesunde Zwischenmahlzeit nicht geholfen.
Ich hatte es auch mit diesen Kapseln probiert, die den Magen füllen sollten. Es passte zwar weniger hinein, der Hunger blieb aber.

Seit 1.5 Jahren weiss ich, dass mein Magen eine ganz normale Grösse hatte... also nichts ausgeleiert.
 

Benutzer26398 

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hast du mal versucht mit Hilfe eines Psychologen das Problem anzugehen?
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Hatte ich als Teenager Nur gibt es keinen psychischen Hintergrund, bestätigte sich auch wieder bei den Abklärungen. Ich esse weder aus Langeweile, Frust, Kompensation noch Belohnung. Ich habe einfach keine Sättigung. Ich habe auch nie besonders ungesund gegessen. Klar, Nudeln mochte ich gerne, oder mal Chips. Aber ich hätte nie übermässig davon gegessen, nicht mehr als alle in meinem Umfeld. Nur eben besonders bei den Hauptmahlzeiten zuviel, dazu unregelmässig.
 

Benutzer102673 

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Gibt es einen Moment/Zustand, ab dem Du als "geheilt" gelten wirst?

Wird auch eine mgl. Entfernung überschüssiger Hautlappen angestrebt u. von der Kasse problemlos gezahlt?

Hat sich Dein Lebensgefühl stark verändert?
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Ich höre ganz oft von Langzeit-Operierten, dass man immer "Adipös" bleiben wird. Denn es sind nicht alle Faktoren ausgeschaltet, die zur Zunahme geführt haben. Der genetische Faktor zum Beispiel, bleibt weiterhin bestehen. Im Moment nehme ich noch ohne jegliches zutun ab, nun stagniert es aber langsam - was auch gut ist, denn mein Ziel habe ich mehr als erreicht. Wie es sich weiter verhält, kann man schwer voraus sagen. Fakt ist, dass die meisten weiterhin sehr gut darauf schauen müssen, was sie essen.

Ich bin aus der Schweiz, da werden fast alle Hautstraffungen abgelehnt, ausser die Haut macht wirklich massive Probleme. Und es ist sehr Krankenkassen-abhängig. Ich bin deshalb sehr froh, dass es meiner Haut überraschend gut geht. Sie ist zwar nicht besonders straff, so dass man ahnen kann, dass ich abgenommen habe. Aber es ist nichts überhängend, jedenfalls nicht solange ich stehe :zwinker: Nur meine Brust hat massiv gelitten. Da hoffe ich noch auf einen Lottogewinn, bzw. werde ich nächsten Sommer mal langsam damit anfangen, es zumindest mit einem Antrag zu versuchen, da sie mir grosse Probleme bereitet.

Mein Lebensgefühl hat sich massiv verändert Meine Rückenbeschwerden sind fast gänzlich verschwunden. Ich laufe Treppen hoch und bemerke plötzlich, dass ich ja gar nicht mehr ausser Atem bin, sondern problemlos mit anderen mithalten kann. Ich kann einfach in den Laden gehen, ein Shirt nehmen und weiss, dass es passen wird. Mein Selbstbewusstsein ist deutlich gestiegen, das sagt mir vor allem mein Umfeld. Mein Kopf kommt mit der schnellen Veränderung nicht ganz mit.
Es dreht sich nicht mehr alles ums Essen. Ich vergesse es oft auch einfach, weil ich nach einem guten (wenn auch nicht so grossen) Essen einfach satt bin und es auch lange bleibe.
 

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Vielen Dank für diesen interessanten AMA!
Du hast mehrfach den genetischen Aspekt erwähnt. Ich persönlich glaube dass der einen großen Einfluss hat und in unserer Gesellschaft noch viel zu unbekannt und unbeachtet ist.
Hast du dich mit dem Thema beschäftigt? Gibt es da schon Studien oder wissenschaftliche Erkenntnisse zu?

Und wie viel Unverständnis schlägt dir entgegen so nach dem Motto iss doch einfach ein bisschen weniger?

Letzte Frage
Der Restmagen bleibt drin und unterstützt die Verdauung.
Wie funktioniert das, ist der Magen nicht komplett abgetrennt von der Verdauung?
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Gerne :smile:
Ich habe mich nicht sehr ausgiebig damit befasst. Ich weiss, dass die Genetik eine nicht unbeträchtliche Rolle spielt und habe auch einiges dazu gelesen, aber es nie bewusst gemerkt oder gar Studien dazu gelesen. Ich schreibe mir die Schuld eigentlich selbst zu. Klar, ist jeder Mensch anders, auch was den Stoffwechsel betrifft. Aber ich habe halt effektiv zuviel gegessen.

Bisher gab es nie Unverständnis. Ich hatte alle in meinem Umfeld über die OP informiert und alle standen von Anfang an hinter mir. Jetzt wo sie sehen, wie gut es mir dabei geht, sind sie noch viel weniger skeptisch. Ich kann auch gut 1/2 bis 3/4 einer Restaurantportion essen, je nach Tagesform. So fällt es teilweise nicht sooo extrem auf.

Beim Bypass wird ja ein Stück Dünndarm übergangen. Der Restmagen mit Magen-Ausgang befindet sich an diesem Dünndarm-Stück und dieses wird weiter unten wieder mit dem "originalen" Darmstück verbunden, wie ein Y. Deshalb heisst der normale Bypass auch Roux-en-Y-Bypass. Der Dünndarm wird also bei der OP zweimal durchtrennt und neue Verbindungen hergestellt.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Mein Kopf kommt mit der schnellen Veränderung nicht ganz mit.
Und das wird auch noch eine ganze Weile so andauern. Ich hab zwar nicht so viel abgenommen wie du, aber bei mir sinds immerhin auch über 20kg. Mein Kopf versteht immer noch nicht, dass ich zur Größe S greifen sollte als zur L und jedes Mal im Laden gehe ich davon aus, dass mir eine 36 nicht passt - und dann habe ich sie an und meine, die fällt eben größer aus.

Ich denke diese Umgewöhnung dauert ihre Zeit bis sie im Kopf ankommt.

Ich habe keine Frage, wollte dir aber meinen Respekt aussprechen, was du schon abgenommen hast. Du kannst wirklich stolz drauf sein, auch wenn eine OP nötig war. Es kostet Mut diesen Weg zu gehen. Ich finds toll, dass du selber die Reißleine gezogen hast.

Weiter so. Bewahre dir diese Lebenseinstellung. :smile:
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Herzlichen Dank :smile:

20 Kilo sind genial :smile: Ich wünschte, dass es bei mir auch so geklappt hätte, vor allem auf Dauer. Aber so wie es im Moment ist, bin ich auch 100% zufrieden.
Jaja, der Kopf... ich habe auch immer noch das Gefühl, quer durch enge Regale zu gehen, weil ich meine, nicht durch zu passen. Den Griff zur passenden Kleidung habe ich mittlerweile "gelernt", da ich ja sämtliche Kleidung neu kaufen musste. Von 50/52 auf 38/40 ist doch eine grosse Veränderung.
Aber ich merke immer wieder vor dem Spiegel, dass ich noch mein altes Ich sehe. Oder wenn ich an mir herunter schaue. Deshalb hatte ich vor der OP auch viele unterschiedliche Vorher-Bilder gemacht, so dass ich es mir immer wieder vor Augen führen kann, wenn der Kopf spinnt.

vglFIVK5011h.jpg
 

Benutzer15049  (35)

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Meine Arbeitskollegin hat auch einen Magenbypass bekommen und wirklich massiv abgenommen. Allerdings wenn ich sie essen sehe, greift sie eher zu Kuchen und Schokolade, gerne auch zu Alkohol. Also ihre Einstellung hat sich scheinbar eigentlich nicht geändert. Kann man also damit rechnen, dass sie früher oder später irgendwelche Mangelerscheinungen bekommen wird? Denn ich finde wirklich, dass sie vorher irgendwie "gesünder" aussah.
 
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