Ab wann verjährt Fremdgehen?

Benutzer163957 

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dazu kommt ja auch noch: Ist es nur ein Gerücht? Eine Bosheit einer anderen Person? Stimmt es zwar aber das Ausmaß ist ganz anders?
Ich könnte mir schon vorstellen, dass jemand der Meinung ist, dass ich fremdgegangen bin...dabei hat mich vielleicht nur eine Dame ins Koma gekrault...was bei uns absolut erlaubt ist... :zwinker:
Ha, sehr gut, dass habe ich gerade auch überlegt. Ich würde erstmal der Fremdperson misstrauen (besonders wenn die Info sich auf länger zurückliegendes Ereignis bezieht, da könnte sie sich ja auch einfach vertan haben oder wie von dir genannt: Bösheit, Gerüchte,...), die Aussagen in Zweifel ziehen und Gespräch mit dem Partner suchen. Aber wenn es eine sehr nahestehende + vertrauenswürdige Person wäre (und sich die Informationen als wahr herausstellen), würde die auch noch ein Problem mit mir kriegen, wenn die mich womöglich monate/jahrelang ins Messer hat laufen lassen...
...und jetzt krieg ich von dem Gedankenspiel Kopfweh.
 
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Benutzer71335  (53)

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Da das hier ein paar Mal fiel: Was wäre denn, wenn euch das länger zurückliegende Fremdgehen gar nicht gebeichtet wird, sondern ihr das zufällig herausfindet?
Ich würde das geheime Wissen für mich behalten und die ihn permanent wissend angrinsen.:grin:
Ich fände das tatsächlich weniger schlimm, weil er ja versucht hat mich (unnötig, aber gut) zu schützen vor unnötigen Informationen und denken "es IST Vergangenheit und kein Teil seiner Gegenwart" und das ich wohl ziemlich böse wirke, wenn er solche Angst vor mir hat.:grin: Und dann natürlich lieb sein und seine Angst nehmen.:zwinker::smile:
 

Benutzer135586 

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Redakteur
Das Beispiel mit dem Sterbebett ist ja extrem schlimm.
Der Kerl nimmt seiner Gattin dadurch die Chance tief und "unbeschwert" zu trauern.

Das finde ich total egoistisch und würde mein positives Weltbild/Andenken ins Wanken bringen können.
Das klingt wirklich traurig. :sorry: In diesem Fall hat man als betrogener Partner ja auch kaum mehr die Chance, das irgendwie aufzuarbeiten...
Off-Topic:
Welche Gründe nun wirklich dahinter gesteckt haben, werden wir nie erfahren. Ja, es war egoistisch. Man muss aber auch sagen: Er war ein religiöser Mann. Also ist es nicht unwahrscheinlich, dass er Angst um seine Seele hatte.

Schlimmer fand ich aber noch die Tatsache, dass die Familie so gar keine Reaktion darauf gezeigt hat. Das Verhalten meines Opas wurde nicht einmal in Frage gestellt und meine Oma wurde mit ihrem Kummer völlig allein gelassen hat.

Im Iran kann man sich leider nun mal als Mann eher einen Seitensprung leisten, als eine Frau.
Aber das ist nun wieder ein GANZ anderes Thema...
 

Benutzer161456 

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Das Argument verstehe ich nicht. Er hat es doch trotzdem verschwiegen? Auch dann, wenn er es vedrängt oder "für sich abgehakt hat"?! Mir ist klar, dass das gemacht wird. Trotzdem hat man meiner Meinung nach nicht das Recht dazu, dem anderen diese Information vorzuenthalten - es sei denn, das wurde vorher so besprochen ("was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß").

Absolut. Das sehe ich auch so.
Aber unter Verschweigen verstehe ich eher einen aktiven Akt des Hintergehens, also juristisch die klassische Arglist.
...Unter Verdrängen bzw. Abhaken verstehe ich eher eine Fahrlässigkeit, also eine persönliche Schwäche...

Das sind doch zwei unterschiedliche Qualitäten, oder nicht?
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber unter Verschweigen verstehe ich eher einen aktiven Akt des Hintergehens, also juristisch die klassische Arglist.
...Unter Verdrängen bzw. Abhaken verstehe ich eher eine Fahrlässigkeit, also eine persönliche Schwäche...

Das sind doch zwei unterschiedliche Qualitäten, oder nicht?
Also diese Grenze finde ich persönlich jetzt mehr als fließend, wenn ich auch verstehe, was du meinst. Und ich kann mir schon gut vorstellen, dass man manche Sachen einfach verdrängt. Nur wirst du als quasi Außenstehender ja nie wissen können, ob sie es wirklich verdrängt hat oder sich jeden Tag dachte "hehe, aber was ich dir verschweige, ist ...".
 

Benutzer135968 

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Wenn euch eure Freundin gestehen würde, dass sie vor einiger Zeit fremdgegangen ist: Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis? Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist? Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert? Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist? Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?

ja, ich würde anders reagieren, wenn man vor 10 jahren betrogen wurde, als wenn es am letzten abend war. ein jahr später reiht sich eher zu, am letzten abend, ein, wenn in der zwischenzeit nichts besonderes in der beziehung passiert ist. besonders frauen (so hab ich das gefühl) wollen ja nicht belogen werden, wo ich mir schon oft gesagt hab, wie lächerlich das doch ist, wegen einer lüge die gesamte beziehung in frage zu stellen. wenn sie fremd gegangen ist, denke ich mir zur heutigen zeit erstmal -- da ist was schief gelaufen, die beziehung läuft nicht rund, wie kann man das ändern? letzten endes kann man doch eh nix gegen tun, gegen die freiwillige natur des fremdgehens..

Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt? wie mord, nie. :tongue: jedenfalls wird es aber jedes jahr, immer harmloser. wenn in der zwischenzeit nichts weiteres vorgefallen ist.
 

Benutzer161456 

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Also diese Grenze finde ich persönlich jetzt mehr als fließend, wenn ich auch verstehe, was du meinst. Und ich kann mir schon gut vorstellen, dass man manche Sachen einfach verdrängt. Nur wirst du als quasi Außenstehender ja nie wissen können, ob sie es wirklich verdrängt hat oder sich jeden Tag dachte "hehe, aber was ich dir verschweige, ist ...".

Ja, und das meine ich mit "die Sache wirklich aufarbeiten".

Denn wenn es Arglist ist, dann hat sie mich aktiv all die Jahre hintergangen.
In diesem Falle muss ich zu dem Schluss kommen, sie denkt bis heute noch (an und ab) an die alte Affaire. Ist emotional also nicht wirklich beendet.
Das wäre Betrug für mich. Das wäre die rote Linie.

Im andern Falle kann ich persönlich milder sein.
Die Affaire war eine kurzzeitige Irritation von damals, sie hat es mir zwar damals nicht gebeichtet, schlimm genug.
aber sie ist auch nicht mehr wichtig, da schon ewig mausetot und nur noch ein Teil einer bisher unbekannten Vergangenheit.
Schmerzhaft, aber nicht wirklich Relevant für die Gegenwart und die Zukunft,

Vorraussetzung:...die aktuelle Beziehung und die gemeinsame Bindung ist im Moment stark genug, die Krise zu überleben.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Absolut. Das sehe ich auch so.
Aber unter Verschweigen verstehe ich eher einen aktiven Akt des Hintergehens, also juristisch die klassische Arglist.
...Unter Verdrängen bzw. Abhaken verstehe ich eher eine Fahrlässigkeit, also eine persönliche Schwäche...

Das sind doch zwei unterschiedliche Qualitäten, oder nicht?

Es mag Ausnahmen geben, aber die allermeisten Menschen vergessen nicht einfach so, dass sie in der Beziehung fremdgevögelt haben. Kommt natürlich immer auf den Partner an, aber meinem würde ich jedenfalls nicht abnehmen, dass er das "einfach vergessen" hat mir zu sagen.
 

Benutzer163957 

Öfters im Forum
Was mich ja auch stutzig machen würde, wäre der Grund, warum es jemand ohne Not, nach 10 Jahren erzählt.:zwinker:
Schlechtes Gewissen schließe ich übrigens komplett aus.
... mir sind gerade tatsächlich ein paar "plausible" Gründe für ein verspätetes Geständnis eingefallen. Wenn ein neuer "Beziehungsschritt" bevorstünde/im Gespräch wäre: Zusammenziehen, Auswandern, Hochzeit, Kinderplanung...
... das würde den Betrug, das Lügen,Verheimlichen oder Verdrängen zwar nicht im geringsten besser machen, wäre aber in dem Sinne "fair", das die Lüge nicht mit in einen vertiefenden Beziehungsabschnitt (in dem eine Trennung neben den emotionalen, als auch eventuell rechtlichen und finanziellen Gründen noch erschwert wäre) mitgeschleift wird (oder der Partner dann doch noch "rechtzeitig" die Chance bekommt, die Beziehung aufgrund dess Betruges zu beenden).
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
... mir sind gerade tatsächlich ein paar "plausible" Gründe für ein verspätetes Geständnis eingefallen. Wenn ein neuer "Beziehungsschritt" bevorstünde/im Gespräch wäre: Zusammenziehen, Auswandern, Hochzeit, Kinderplanung...

Die Treue hat man aber vorher schon vereinbart und das Verhalten würde für mich implizieren, dass mein Partner die Beziehung(sregeln) zuvor nicht ernst genommen hat oder gar nicht davon ausgegangen ist, dass es je zu diesem weiteren Schritt kommen könnte. Die Begründung wäre in der Situation also nicht unbedingt hilfreich, um mit mir zusammen zu bleiben. :hmm:
 

Benutzer163957 

Öfters im Forum
Die Treue hat man aber vorher schon vereinbart und das Verhalten würde für mich implizieren, dass mein Partner die Beziehung zuvor nicht ernst genommen hat oder gar nicht davon ausgegangen ist, dass es je zu diesem weiteren Schritt kommen könnte.
Und genau diese Implikation kann ich dann in meine Bewertung der bisherigen Beziehung einschließen, weil mein Partner endlich mit offenen Karten spielt, auch wenn ihm bestimmt bewusst ist, dass er sich dadurch - im Gegensatz zum Lügen - keine Vorteile verschafft.. Wenn dem Partner die Beziehung vorher wirklich nicht wichtig war und sich das nun geändert hat, kann ich das ebenso in die Entscheidungsfindung einbeziehen, wie wenn er mir ganz andere Gründe nennt. Wie ich das dann bewerte und entscheide steht mir ja frei - immerhin habe ich (jetzt erst!) die Möglichkeit dazu bekommen - und kann ihn auch zum Teufel jagen.
 
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Benutzer111070 

Team-Alumni
Und genau diese Implikation kann ich dann in meine Bewertung der bisherigen Beziehung einschließen, weil mein Partner endlich mit offenen Karten spielt

Ja, natürlich, das wird man wohl mit jeder Antwort tun, die auf die Frage "Warum sagst du es mir jetzt?" folgt. Ein potenziell plausibler Grund fürs Verschweigen ist das also schon, aber das sind auch Feigheit und Egoismus, die wohl meistens die Motive dahinter sein dürften.
Mir ging es bei meinen Beiträgen eher um die Überlegung, ob es eine Begründung geben kann, auf die der Betrogene womöglich positiver reagiert, als wenn der Seitensprung direkt anschließend gebeichtet worden wäre, der Thread handelt ja von der "Verjährung". In meinen Augen gibt es eine solche Begründung aber eben nicht, also bewerte ich die Geheimhaltung grundsätzlich negativ.
 
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