Ab wann verjährt Fremdgehen?

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn euch euer Freund / eure Freundin gestehen würde, dass er oder sie vor einiger Zeit fremdgegangen ist:

Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?

Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?

Und schlussendlich:
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde es ziemlich schwierig in "Wenn..., dann würde ich..." zu reden, um ehrlich zu sein. Ich wurde auch schon mal betrogen und habe dann doch ganz anders reagiert, als ich dachte. Letztlich kann man sich wohl nur bis zu einem gewissen Punkt in sein "hypothetisches Ich" hinein versetzen.
Ich glaube, ein spätes Geständnis würde mich NOCH MEHR verletzen als ein Geständnis, das sofort nach Betrug erfolgt. Weil dann die ganze Zeit, die zwischen Fremdgehen und Geständnis lag, einen bitteren Nachgeschmack hätte und eben von dem Betrug überschattet wäre. Ich würde darüber nachdenken, wie ER es die ganze Zeit wusste und es mir nicht gesagt hat. Ich glaube, ich hätte immenses, unschönes Kopfkino. Würde mich fragen "Wie konnte er nur?" - nicht nur bezogen auf den Betrug sondern auch darauf, dass er es eben so lange verheimlichen KONNTE.
Du sprichst auch "Zehn Jahre" an: Ich kann das kaum beantworten, weil ich gar nicht weiß, wie es sich anfühlt, so lange mit einem Menschen zusammen zu sein. Beziehungen verändern sich ja.

Ich könnte einfach nicht mehr vertrauen, denke ich. Und dann wäre es wohl egal, wie lange der Betrug her wäre.
Ich bin aber ja auch noch relativ jung - wer weiß, wie locker ich da in zwanzig Jahren denke. Momentan würde mich ein Betrug sehr verletzen.
 

Benutzer154173  (24)

Sorgt für Gesprächsstoff
Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?
Kann ich so nicht sagen. Käme drauf an, mit wem er fremdgegangen wär (ob ich sie kenne) und vor allem, ob's was Einmaliges war oder über längere Zeit ging.

Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?
Glaub eher im Gegenteil. Allerdings würd ich mich fragen, was dahintersteckt, also wieso er gerade jetzt damit rausrückt und bekäme dabei wohl wiederum kein gutes Gefühl.^^

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?
Nee, normal nicht. Aber siehe oben. Je nach dem wer sie war.

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?
Eben deshalb normal nicht.

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?
Naja einerseits wirkt'n schnelles Geständnis so als wenn einem ein Fehler besonders (und schmerzlich) bewusst ist. Also überzeugend. Andererseits kann man auch ein spätes Geständnis hoch anrechnen, allein dass es überhaupt noch kommt und dann soll es ja Leute geben, die vergessen sowas auch.^^ Nicht zuletzt lässt es zumindest den Gedanken zu, dass er oder sie nicht wesentlich öfter betrügt, denn warum ansonsten irgend einen beliebigen Vorfall aus der Vergangenheit gestehen? Schwierig. Aber im ersten Moment wär was, das grad erst passierte, wahrscheinlich härter. Also für mich jedenfalls. Alles andere hinge von den Details und genaueren Umständen ab.

Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Denke schon.

Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?
Könnt ich nich sagen.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Das sind so viele Wenns dass ich dies nicht aus dem Bauch herraus jetzt sagen kann !
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Interessante Frage, leider weiß nicht mal für mich eine Antwort, oder doch mir wäre es ja eh egal :grin:.
Wobei ich es schade fände mich nicht einbezogen zu haben.

Ich nehme mal an, das es tatsächlich schlimmer für die meisten ist, wenn es länger her ist und die länger angedauert hat.
Wobei es Interpretationsache ist. Was wann gesagt, für die Beziehung wirklich bedeutet. :zwinker:

Aber ich weiß von Paartherapeuten, dass man nichts gestehen soll, was älter als 3 Monate ist und über 5x hinaus läuft.
Das soll man komplett verschweigen oder entsprechend hinkorrigieren.:zwinker:


Dann gibt es ja auch die vielen Fälle, wo man es erst nach dem Tod des Partners erfährt (Gerade Männer hinterlassen da gerne Dokumentationen ihrer Seitensprünge) und gar nicht mehr persönlich klären kann.
Da muss man ja abschließen und für sich alkein Resümee ziehen, ob und in wie weit es überhaupt die Beziehung tangiert hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?

Das Problem an der Fremdgehverjährung ist ja, dass zwar auf der einen Seite der böse Akt immer weiter in die Ferne rückt, andererseits aber die Lüge durch Schweigen immer weiter anwächst. Das hält sich dann wohl ein wenig die Waage.
 

Benutzer160278  (25)

Öfters im Forum
Mich würde es brandaktuell mehr verletzten, als von vor 1-10 Jahren. Er ist ja bei mir geblieben :zwinker: Und im Rückblick ist vieles einfacher zu verstehen als wenn es gerade jetzt ist.

Aber glauben heißt nicht wissen...so oder so wäre gekränkt.

Ich bin von einem "Ausrutscher" ausgegangen, keine länger andauerndene Affäre.
 

Benutzer143952  (27)

Sehr bekannt hier
Wenn euch euer Freund / eure Freundin gestehen würde, dass er oder sie vor einiger Zeit fremdgegangen ist:

Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?

Ja, wir haben da eine Abmachung und damit hätte er diese gebrochen.
Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?

Ja, weil absolut unnötig.
Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?
Nein, ich würde sie in Frage stellen weil ich ihm vertraut habe, dass er es mir sofort mitteillt und nicht erst nach längerer Zeit.
Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?

Ich denke nicht
Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?

Ja
Und schlussendlich:
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?
Nein^^
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?
Was soll das denn heißen? Das sie mir fremdgegangen ist, aber es mir jahrelang nicht beichten konnte oder wie? Den Fakt, dass sie mir fremdgegangen ist, finde ich uncool und problematisch, egal wann sie damit herausrückt.

Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?
Nein, ich denke, das trifft einen so oder so und ich wäre da keine Ausnahme.

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?
Jeder Vertrauensbruch solch einer Größenordnung stellt die Beziehung in Frage.

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?
Das würde ja suggerieren, dass Fremdgehen schon okay geht, sofern man dafür irgendwie mit einem schönen Beziehungsleben kompensiert? Sehe ich nicht so. Treue funktioniert so nicht.

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?
Ja, letztlich ist es schon interessant, was jemanden dazu bewegt, noch nach 10 Jahren soetwas zu gestehen. Aber es kommt ohnehin sehr auf die Umstände an, was für eine Reaktion das bei mir hervorrufen würde.


Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?

Nein, das verjährt nicht. Man kann es aber unter Umständen noch immer verzeihen.
 
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A

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Betrifft dich das aktuell, oder fragst du einfach so? Um die ganzen Fragen in einem zu beantworten: Ja, ich wäre verletzt, besonders, wenn ich zu der Zeit nicht das Gefühl hatte, dass alles in Ordnung war. Aber noch mehr würde mich fertig machen, dass es mir vorenthalten wurde. Wahrscheinlich sollte man dem Partner wieder ein paar Pluspunkte dafür geben, dass er sich getraut hat, es zu beichten. Es kommt ganz auf die Situation an, ob ich das als Trennungsgrund sehe...
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?
Mit Sicherheit. Ich hasse Lügen und komme damit nicht zurecht. Ich glaube, ich könnte schlechter damit umgehen, wenn das Fremdgehen länger zurückliegt. Und ich würde mich fragen, warum er mir das antut, also nach langer Zeit der Unehrlichkeit plötzlich doch noch damit rauszurücken. Anscheinend dachte er dann ja, er könne mich belügen, konnte aber dann plötzlich doch nicht mit dem schlechten Gewissen leben. Und ich darf ihm nach seinem gescheiterten Versuch, mich zu belügen, die Absolution erteilen oder wie?
Ich wäre stinksauer, weniger wegen des Fremdgehens als wegen seiner Art, damit umzugehen.

Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?
Definitiv.

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?
Eher, weil ich mich fragen würde, welche Lügen er mir noch so aufgetischt hat und damit ohne allzu schlechtes Gewissen durchgekommen ist.

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?
Eher verlogene Beziehungszeit. Ich würde davon ausgehen, dass es noch mehr gibt, das er mir verheimlicht. Mein Vertrauen wäre jedenfalls weg.

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?
Ja. Am ehesten könnte ich den letzten Abend verzeihen. Am wenigsten Verständnis hätte ich für das Geständnis über das Fremdgehen vor 10 Jahren.

Und schlussendlich:
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?

Ich kann viel verzeihen, aber wenig vergessen. So wäre es mit Fremdgehen auch, "verjähren" würde es also vermutlich nie. Wann es mich nicht mehr verletzen würde (falls überhaupt), kann ich nicht sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?
Schwer zu sagen, aber ich denke es wäre für mich gleich schlimm.

Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?
Das und völliges Unverständnis. Wenn die Bereitschaft da ist, eine Beziehung zu öffnen und man nimmt diese nicht wahr (bzw. heimlich) ist das ein derber Schlag in die Fresse.

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?
Ich würde mich schon fragen, ob der Typ noch alle Latten am Zaun hat. Ich mein, ich fordere keine sexuelle Treue - er würde aber auf Monogamie bestehen und dann besäße er die Frechheit mich heimlich zu hintergehen? Da wäre mehr als die Hölle offen.

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?
Nee, macht das Geschehene nicht mehr verständlich. Ich fänd's einfach irre dämlich. Ich könnte ihn wohl nicht mehr ernst nehmen.:grin:

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?
10 Jahre? Noch schlimmer. Heißt, es wäre Lust auf fremde Haut da und das schon seit einem Jahrzehnt. Und ich steh im Regen? No way. :grin:

Und schlussendlich:
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?

Es verjährt bei mir nicht. Es kommt auch immer drauf an, ob der Betrug ein einmaliges Ding war - aber ey, selbst dann. Er hätte die Erlaubnis und nutzt sie hintenrum ohne mich in Kenntnis zu setzen? Der würde sich nicht mehr nach Hause traun'. Ich wäre wohl mehr als fassungslos. :zwinker:
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was soll das denn heißen? Das sie mir fremdgegangen ist, aber es mir jahrelang nicht beichten konnte oder wie?
Genau, nicht "konnte" oder eben nicht wollte.
Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?
Das würde ja suggerieren, dass Fremdgehen schon okay geht, sofern man dafür irgendwie mit einem schönen Beziehungsleben kompensiert?
Nein, ich meinte das eher im Sinne von "Jetzt ist schon so viel Zeit seitdem vergangen und die Beziehung ist so toll, dann ist die olle Kamelle jetzt auch nicht mehr so wichtig".
Und ich würde mich fragen, warum er mir das antut, also nach langer Zeit der Unehrlichkeit plötzlich doch noch damit rauszurücken.
Würdest du das dann lieber gar nicht mehr wissen wollen, so wie laut Lollypoppy Lollypoppy Paartherapeuten zu keinem Geständnis bei etwas raten, das über 3 Monate her ist?
 

Benutzer113955 

Beiträge füllen Bücher
Ich denke, dass es für mich schlimmer wäre, je länger es her ist. Mir ist Treue, Loyalität und Ehrlichkeit in diesem Punkt extrem wichtig. Ich würde mich wahrscheinlich angeekelt fragen, was für einen Charakter man haben muss, um mir trotz dem Wissen um meine Prinzipien jeden Tag fröhlich ins Gesicht zu schauen und so zu tun als wäre nichts gewesen. Wenn man Mist gebaut hat, dann muss man dazu stehen. Wer das nicht kann hat an meiner Seite nichts zu suchen. Und ja, wahrscheinlich wäre die Beziehung dann zuende. Nicht wegen dem Betrug an sich, sondern wegen dem folgenden Verhalten. Ein aktueller Betrug hätte aber wahrscheinlich die gleiche Konsequenz. Wer mich erst mit anderen vergleichen muss um zu merken, dass er mich will, der soll mir bitte fern bleiben. Alles oder nichts, ohne wenn vielleicht mal sehen.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Betrifft dich das aktuell, oder fragst du einfach so?
Wenn ich fremdgegangen wäre und mich fragen würde, ob, wie und wann ich das am besten gestehen soll, würde ich das nicht in diesem Forum fragen. :grin:

Also nein, das betrifft mich nicht persönlich. Ich habe letztens beim Warten am Bahnhof in irgendeiner Frauenzeitschrift geblättet und einen dieser typischen "Beziehungsreports" gelesen, in dem darüber berichtet wurde, fand die Fragestellung ganz interessant und habe mich seitdem gefragt, ob es dazu eigentlich schon mal eine Umfrage hier gab. :zwinker:
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Würdest du das dann lieber gar nicht mehr wissen wollen, so wie laut Lollypoppy Lollypoppy Paartherapeuten zu keinem Geständnis bei etwas raten, das über 3 Monate her ist?
Schwer zu sagen. Wenn ich es nicht erfahre, wird die Beziehung nicht gestört und meine Liebe zu ihm bleibt unverändert. Wir beide wären dann glücklicher. Ich möchte aber eigentlich lieber wissen, woran ich bin und die Möglichkeit haben, zu handeln. Ich möchte wissen, mit wem ich mein Leben teile. Wahrscheinlich wären wir dann ein Fall für den Paartherapeuten :grin:.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?
Schwer zu sagen, aber ich denke es wäre für mich gleich schlimm.

Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?
Das und völliges Unverständnis. Wenn die Bereitschaft da ist, eine Beziehung zu öffnen und man nimmt diese nicht wahr (bzw. heimlich) ist das ein derber Schlag in die Fresse.

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?
Ich würde mich schon fragen, ob der Typ noch alle Latten am Zaun hat. Ich mein, ich fordere keine sexuelle Treue - er würde aber auf Monogamie bestehen und dann besäße er die Frechheit mich heimlich zu hintergehen? Da wäre mehr als die Hölle offen.

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?
Nee, macht das Geschehene nicht mehr verständlich. Ich fänd's einfach irre dämlich. Ich könnte ihn wohl nicht mehr ernst nehmen.:grin:

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?
10 Jahre? Noch schlimmer. Heißt, es wäre Lust auf fremde Haut da und das schon seit einem Jahrzehnt. Und ich steh im Regen? No way. :grin:

Und schlussendlich:
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?

Es verjährt bei mir nicht. Es kommt auch immer drauf an, ob der Betrug ein einmaliges Ding war - aber ey, selbst dann. Er hätte die Erlaubnis und nutzt sie hintenrum ohne mich in Kenntnis zu setzen? Der würde sich nicht mehr nach Hause traun'. Ich wäre wohl mehr als fassungslos. :zwinker:

Das ist übrigens nicht grade selten, dass Leute die eigentlich eine Option auf eine offene Beziehung haben, heimlich Sex haben und genau so unverständlich reagieren.:zwinker:
Es ist nämlich aller Theorie hin oder her nicht jedermanns Sache, dass wirklich offen zu leben, wenn es plötzlich soweit kommt.:zwinker:
Mal von emotionalen Geschichten ganz abgesehen.
Fair ist natürlich nicht.
 
B

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Ich möchte das mal so übernehmen, aber merke mal an, dass jede Art an unloyalem Verhalten prinzpiell schlimm ist. Entsprechend habe ich die Fragen beantwortet; ausgehend von einer monogamen Beziehung, in der Fremdgehen als grober Betrug anzunehmen ist.


Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis? Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?

Tendenziell fände ich das shlimmer. Man kann aus Versehen Mist bauen, mich aber über einen längeren Zeitraum auch noch für blöd zu verkaufen, geht zu weit. Die "gute Absicht" ändert nichts daran; ich möchte so weit respektiert werden, dass man mich meine eigene Meinung bilden lässt!

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?

Keine Ahnung, eher nicht. Wenn die Beziehunga aber noch andere Macken hat, kann das dann ausschlaggebend sein. In einem Alternativuniversum, wo zu den vielen Macken nicht auch noch der Betrug hinzu kam, hätten wir vielleicht noch die Kurve gekriegt - wer weiss.

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist?

Klar, was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss. Aber jetzt, wo klar ist, dass man mich verarscht hat, könnte ich nicht so weiter machen wie bisher. Ob ich die Zeit bereuen würde? Eher nicht, schöne Gefühle lassen sich rückwirkend nicht umschreiben. Aber ich würde die Beziehung mit anderen Augen sehen.

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?

Ja. Siehe erste Antwort. 10 Jahre kann ich mir nicht mal vorstellen; da hat man effektiv ein gemeinsames Leben. Das hatte ich noch nie, entsprechend habe ich dazu keine Meinung.

Und schlussendlich:
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt? Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?

Das kommt darauf an, wie wichtig einem die Treue ist. Ich finde es nicht richtig, das pauschal zu beantworten, da unterschiedliche Situationen als Vertrauensbruch betrachtet werden. In meiner offenen Beziehung stellt sich das Problem nie. Aber das heisst nicht, dass ich unverwundbar bin und sich mein Vertrauen nicht missbrauchen lässt. Natürlich wäre ich enttäuschter, wenn der Partner darum wüsste, wie wichtig mir Treue ist und dann trotzdem fremd geht. Seitensprünge passieren ständig und werden oft verziehen, da kann man nicht davon ausgehen, dass es unverzeihlich ist, jemanden so etwas anzutun...

Prinzipiell können Enttäuschungen verjähren, klar. Ich würde jetzt aber nicht Zeit als ersten Faktor heranziehen, sondern die Umstände. Bei einem groben Vertrauensbruch und Reue des Partners wäre das bei mir wohl ein Zeitraum von ein paar Wochen bis Monaten. Da müsste ich dann die Zuversicht haben, dass es sich nicht wiederholt.
 

Benutzer161456 

Sehr bekannt hier
Wenn euch eure Freundin gestehen würde, dass er oder sie vor einiger Zeit fremdgegangen ist:

Vorab:
Ich gehe hier jetzt mal von einer ehemaligen und kurzzeitigen Affaire aus, also kein Lügengeflecht und Doppelleben, sondern eine Verirrung, ein Ausrutscher.
Denn sonst wäre es ja nicht vergangen und beendet.
Ausserdem könnte ich eine Beziehung, die auf Lügen basiert nicht akzeptieren oder hin nehmen.

Würdet ihr anders reagieren als bei einem "brandaktuellen" Geständnis?
Als erstes wäre ich mal geschockt.
Mein Vertrauensverhältnis extrem gestört.
Es wäre an ihr, mir sicher und ehrlich aufzuzeigen, wie wir wieder zueinander finden sollen, wies weiter gehen soll.
Das wichtigste wäre für mich, dass sie mir ehrlich alles Wesentliche gesteht und mir glaubhaft versichern kann dass die Affaire inzwischen tot ist...mausetot.

Das ist die Voraussetzung zum Verzeihen und die Basis für einen Neuanfang unter neuen Rahmenbegingungen.
...um überhaupt Vertrauen wieder neu wachsen zu lassen .

Dabei wäre es für mich persönlich schon hilfreich, die Affaire liege schon lange zurück.
Denn eine frische Affaire würde mir sehr drastisch aufzeigen, dass was bei uns grundlegend was schief läuft.

Das würde mich am meisten schocken und mir die Energie ziehen. Also einfacher für einen Neuanfang wäre wohl eine lange Zeit dazwischen.
Ich würde es ihr, glaube ich, auch erstmal nicht krumm nehmen, dass sie so lange geschwiegen hat.
Denn eine tote Affaire zu beichten ist ja auch nicht ganz einfach und eine schwere Entscheidung.

Wenn das geklärt wäre, würde ich mich auch fragen, warum es damals so kommen konnte und warum ich es nicht bemerkt habe.
War ich so naiv oder sie so verschlagen???
Dann würde ich mich fragen, warum sie es mir gerade jetzt beichtet.
Bei mir würde es sehr arbeiten.

Wärt ihr getroffener, weil es euch so lange verheimlicht worden ist?
Nein, nach den ersten Schock wohl erst mal erleichert, dass es schon so lange her ist.
Trotz meiner Enttäuschung würde ich es ihr
ein bisschen anrechnen können, dass sie Schluss endlich doch eine eindeutige Entscheidung getroffen hat und sich für mich entschieden hat.

Würdet ihr die gesamte Beziehung in Frage stellen, weil ihr das Gefühl hättet, dass sie auf einer Lüge basiert?
Wenn es eine Affaire gewesen ist, war die Beziehung nach dem Tod der Affaire keine Lüge. ...Eher eine Verdrängung.
Falls es eine parallele Liebesbeziehung gewesen wäre, mit Doppelleben und Lügengeflecht, dann kann ich mir eine weitere Beziehung nur noch schwer vorstellen. Eine Dauerlüge könnte ich nicht verzeihen.

Oder wäre es für euch weniger relevant, wenn seitdem viel (schöne Beziehungs-)zeit vergangen ist? Siehe oben.

Würde ein Geständnis bei euch unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es sich auf ein Fremdgehen vom letzten Abend, vom letzten Jahr oder von vor 10 Jahren bezieht?
Ja, siehe oben

Und schlussendlich:
Findet ihr, dass Fremdgehen irgendwann verjährt, wenn man seitdem und ansonsten eine glückliche Beziehung führt?
Ja, wenn die Affaire tot ist und sie es ehrlich als Fehler erkennt.
...Und mich wirklich liebt.

Und wenn ja, ab welchem Zeitraum?
Wäre für mich nicht zeitabhängig

PS:
Aber ob ich im Ernstfall tatsächlich so reagieren würde, kann ich nicht wirklich sagen...und wie gesagt, nur bei einer kurzen, mausetoten Affaire!!
Sonst wäre der Ofen absolut aus.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer10855 

Team-Alumni
Nein, ich meinte das eher im Sinne von "Jetzt ist schon so viel Zeit seitdem vergangen und die Beziehung ist so toll, dann ist die olle Kamelle jetzt auch nicht mehr so wichtig".
Für mich suggeriert das noch immer, dass man sich besser Zeit lassen sollte, mit dem Geständnis, bis genug "Vertrauen" auf dem Beziehungskonto über die Jahre angespart wurde. So, als ob man dann einen Scheck einlöst. Und so funktioniert das zumindest bei mir nicht.

Ansonsten ist das bei mir ähnlich wie bei Mrs. Brightside Mrs. Brightside : meine Gefährtin hätte dann eine echt schlechte Zeit vor sich, denn wenn sie schon monogam will und sich selbst nicht dran halten kann, wie soll ich das noch ernst nehmen?
 
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