30 und immer nur das Thema Kinder! Das nervt mich so, dass ich keine mehr will

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Mir ist das Thema sehr fremd. Wir waren 4 Jahre verheiratet und 11 Jahre zusammen, als das erste Kind kam. Genervt hat uns mit dem Thema nie jemand, wir haben auch immer offen kommuniziert, dass Kinder aktuell kein Thema für uns seien, hat man immer diskussionslos hingenommen.

Dass man keine Lust mehr auf Kinder hat, weil man genervt vom Thema ist, ist für mich eine recht... abstrakte Erklärung, ehrlich gesagt. Da war wohl auch vorher schon der Kinderwunsch nicht so wirklich vorhanden.

Die Umwelt als Grund, keine Kinder zu bekommen... joa. Kann man so sehen, man sollte aber dankbar sein, dass es noch genügend Menschen nicht so sehen.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Meine Eltern hatten sich längst damit abgefunden, keine Enkelkinder zu bekommen, als ich meine Meinung änderte. :smile:

Ehrlich: Mit dem Partner einig werden, klar kommunizieren, nerviges Nachfragen deutlich unterbinden. Das ist allein eure Entscheidung.
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Tatsächlich ist das Thema bei mir auch aufgekommen, als ich mit dem Studium fertig war und genügend Geld verdient habe, um eine Familie zu gründen.

Zunächst: Willst du nicht mal eine Frau für dich finden? Generell: Jain, aber... ich war schon immer komisch... habe aber eine gefunden, die ebenso einen Sprung in der Schüssel hat wie ich.

Dann: Willst du keine Kinder?

Nein! Und zum Glück denkt meine Partnerin genauso. Die Linie bleibt sowieso bewahrt. Mein Bruder hat bereits zwei Erben.

Ich möchte aber meine Eltern nicht vor den Kopf stoßen... daher: Kohl-Taktik. Aussitzen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde es schon ziemlich befremdlich, dass dein Umschwung beim Thema Kinderwusch eine Trotzreaktion auf das Verhalten mancher Mitmenschen in diesem Zusammenhang ist.
Letztendlich ist es doch eine der wichtigsten und weitreichendsten Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann: Bekomme ich Kinder, oder nicht?
Und so eine Entscheidung wirft man mal einfach so über Bord, wenn man sich über das nervige Verhalten einiger Mitmenschen ärgert?

Aber es ist immer noch besser, wenn sich Menschen aus derartigen Gründen gegen Kinder entscheiden, als wenn sie sich aus ähnlich unbedeutenden Gründen für Kinder entscheiden, ohne sich ernsthaft zu überlegen, auf welche Verantwortung sie sich damit einlassen. Darunter würden ja dann im Zweifelsfall die Kinder leiden.
 

Benutzer178193  (42)

Benutzer gesperrt
Penetrant genervt hat niemand.
Ich hab schon hab eh schon immer gesagt das ich keine Kinder will, daher kam von meiner Sippschaft und Freunden fast nie 'ne Frage danach.
Und als ich mit meiner Frau zusammen kam, haben wir dem Rest auch schnell den Zahn gezogen, wenn vereinzelt mal Fragen kamen
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe Fragen in die Richtung nie als nervig empfunden, bzw. doch, wenn ich darüber nachdenke gab es ein paar Situationen, in denen ich es furchtbar fand. Das lag aber nicht an der Frage, sondern weil man meine Begründung für die Absage in Frage stellte und mich drängen wollte.
(Meine beste Freundin wollte, dass ich unbedingt so früh wie möglich ein Kind bekomme, also hat sie mich schon im Referendariat dahingehend bedrängt und auf meine Aussage hin, dass mir das zu stressig ist und ich das nacheinander angehen will, ständig andere Personen angeführt, die das auch hinbekommen haben. Da hat dann nur eine klare und deutliche Ansage irgendwann gefruchtet.)

Meine Eltern und auch Schwiegereltern haben nie in die Richtung gefragt, sie wussten, dass wir vernünftig genug sind, hier nichts zu überstürzen, was dazu hätte führen können, dass mein Studium obsolet würde. Ich musste meine Kräfte gut einteilen und auch, wenn andere das geschafft haben, war uns klar, dass das nicht auf mich zutreffen musste.

Ich erinnere mich sonst an niemanden, der irgendwie gedrängt hätte und um so näher mir die Personen stehen, um so weniger hat mich eine freundliche Nachfrage bezüglich unserer Zukunftspläne gestört. Aber wir hatten eben auch konkrete Zukunftspläne und waren uns beide sicher, genau das zu wollen.
 

Benutzer149155 

Sehr bekannt hier
Ich finde es total anmaßend, wenn sich irgendwelche Familienangehörigen in solche Thematiken einmischen möchten.
Off-Topic:

Ich habe das bisher vor allem in Hinblick auf Heirat erlebt. Mein Ex und ich waren ~ 3-4 Jahre zusammen, als diese Frage erfolgte. Genau dieses Thema (und ein anderes) war aber bei uns (intern als Paar) ein Pulverfass. Trotzdem musste meine Tante deswegen nerven.

Als ich vor knapp zwei Jahren meinen Verlobten vorstellte, dauerte es nur ein Jahr, bis dieselbe Tante wieder nervte wegen Kinder und heiraten.

Nun ist es soweit, dass wir dieses Jahr tatsächlich heiraten (zumindest standesamtlich) und wahrscheinlich geht danach das Generve wegen der Kinder weiter. Wir wollen zwar Kinder, allerdings gibt's bei mir relativ wahrscheinlich Probleme. Da möchte man auch nicht ständig drauf angesprochen werden.

Dieser Tante kann ichs halt auch nicht ins Gesicht sagen, dass sie die Klappe halten soll, weil wir eh wollen, aber Probleme haben - weil sie eine richtige Tratschtante ist.


Wichtig ist, dass man sich mit dem Partner einig ist. Alle anderen kann man in ihre Schranken weisen oder es zumindest versuchen.

Ich kann aber auch verstehen, dass du erstmal keinen Bock mehr auf Kinder hast, wenn alle dich in diese Richtung drängen. Wenn du dich allerdings auf Dauer dermaßen von außen beeinflussen lässt, fände ich es persönlich nicht so gut.
 

Benutzer65998 

Meistens hier zu finden
Ehrlich gesagt dachte ich immer, dass ich Kinder möchte, aber gibt es denn keine anderen Themen mehr? Besteht das Leben wirklich nur aus Nachwuchs und dem Drumherum?
Vielleicht kommt es dir gerade auch nur so vor, als würde dein Umfeld Druck auf dich ausüben, weil mit den beiden zitierten Menschen zwei nahe Angehörige in vermutlich engem zeitlichen Abstand das Thema aufgebracht haben. In einer Partnerschaft finde ich persönlich es mehr als legitim, dass man den anderen wissen lässt, dass man sich Kinder wünscht und sich bereit dazu fühlt. Vielleicht trägt bei euch auch die Situation dazu bei, dass es bei deinem Partner nun ‚ernster‘ wird, dass ihr demnächst in euer Haus zieht, das Nest also quasi schon vorbereitet ist.

Bei Eltern oder der Verwandtschaft kann man das Thema zur Not ja auch einmal proaktiv ansprechen und abwiegeln, sollten da wirklich mehrfach drängende Nachfragen kommen. Alles in allem würde ich persönlich aber nie meine Lebensplanung vom Kommunikationsverhalten anderer abhängig machen, da hast du ja letztlich am allerwenigsten von.

Ich denke wie andere hier auch, dass man sich als Frau mit Mitte dreißig durchaus ernsthaft einmal mit der Frage beschäftigen sollte. Denn erstens kann es auch bei vermeintlich guten Bedingungen mit Anfang dreißig mal locker ein paar Jahr dauern, bis es überhaupt mit einer Schwangerschaft klappt, weil irgendwas ist (wie bei mir und meinem Partner z.B., und ich bin heilfroh, noch nicht Mitte dreißig zu sein). Und zweitens nimmt mit Mitte/Ende dreißig dann auch die völlig gesunde, natürliche Fruchtbarkeit ziemlich rapide ab. Da ist langes auf die Bank schieben nicht immer sinnvoll und geht auch nicht immer gut aus.

Das musst du aber wiederum natürlich nicht im Familienkreis diskutieren oder was. In erster Linie musst du da für dich zu passenden Schlüssen kommen, in zweiter Linie mit deinem Partner. Und dann können dir sicherlich auch Nachfragen oder Anspielungen aus der Familie weniger anhaben.
 

Benutzer159850  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Meine Familie hat eigentlich schnell begriffen, dass Kinder bei uns wirklich kein Thema sind. Genau genommen war das bei mir noch nie ein Thema. Für mich stand sehr früh fest, dass ich meinem Leben andere Prioriäten haben werden.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Naja, vor allem wenn der Partner gerne zeitnah starten möchte, sollte man wirklich ernsthaft darüber reden und etwas planen. Alles andere ist für die Beziehung sicherlich nicht förderlich.
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das mit dem Trotz kenne ich aber auch so. Wenn man mich lange genug mit einer Sache nervt, denke ich mir oft: jetzt erst recht nicht.
Nachdem ich nochmal ein bisschen drüber nachgedacht habe, möchte ich hierzu noch etwas (vielleicht positives) anmerken. Seitdem wir nicht mehr von gefühlt jedem zweiten auf das Thema angesprochen werden und auch die eine Freundin sich komplett mal zurückgehalten hat, kann ich mittlerweile wieder einen sehr viel entspannteren Blick auf das Thema haben. Von totaler Ablehnung bin ich zu einer sehr viel entspannteren Haltung gekommen :zwinker:

Also vielleicht noch mal im Umfeld vehement um Ruhe bitte, dem Thema einfach Zeit geben und später nochmal in dich reinhören.
 

Benutzer146476 

Verbringt hier viel Zeit
Is echt übel, da bekomm ich würgereiz
Wir waren doch alle mal Kinder. Zudem sind Kinder einfach unsere Zukunft!
Ich habe in diesem Fall nicht meine Meinung niedergeschrieben, sondern nur den aktuellen Stand der Wissenschaft zitiert, siehe u.a. hier:

Originalstudie
The climate mitigation gap: education and government recommendations miss the most effective individual actions - IOPscience

Aufbereitung der Presse
Klima: Weniger Kinder bekommen - hilft das? - DER SPIEGEL - Wissenschaft
Heimliche Klimasünder
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Aus Moderatorensicht fänd ich es übrigens besser für die TS, wenn ihr die allgemeine Debatte über Gründe für/gegen Kinder sowie Kinder und Klimaschutz woanders führt. Ich bin mir sehr sicher, dass es da schon mal einen Thread zu gab. Bei Gelegenheit suche ich auch danach :winkwink:
 
2 Woche(n) später

Benutzer23225  (47)

Verbringt hier viel Zeit
Kenne ich gut von mir und dem Freundeskreis. Was wir festgestellt haben:

1) Nicht jeder ist bereit früh Kinder zu bekommen. Mit 30 hätte ich garkeine Lust gehabt
2) Offen sagen das es nervt und man noch keine Lust hat, und Fragen fördert die Lust nicht

aber:

3) Wir merken auch: Je älter man wird, umso schwerer bis fast nicht möglich ist es ein Kind zu bekommen. Bei uns inzwischen mit richtig Aufstand (KIWU Klinik)
 

Benutzer174233  (33)

Öfters im Forum
Ich habe so das Gefühl, dass ab einem gewissen Alter es einfach normal ist, dass ständig von allen Seiten nachgefragt wird. Besonders wenn du eine Frau bist. Und da spielt es auch keine Rolle ob du vergeben, verheiratet oder Single bist oder ob es Verwandte, Nachbarn oder gar Fremde sind. Die Leute haben einfach das Bedürfnis, den Kinderwunsch zu erfragen und das immer und immer wieder :grin: verrückt, aber so ist das Leben!
Selbst wenn du bereits ein Kind hast, kommt immer wieder die Frage wann denn ein zweites nachkommt. Nervt genauso :rolleyes: Da helfen nur klare Ansagen oder wenn ganz penetrant eben auch mal eine Notlüge, wie "ich kann keine Kinder bekommen". Da traut sich dann auch kaum einer weiter nachzufragen warum.
Ich konnte meiner Familie zum Glück schnell klar machen, dass die Frage überflüssig ist, weil kein zweites mehr kommen wird.
Dass ich meine Meinung dazu inzwischen geändert habe, behalte ich aber für mich bis es soweit ist. Sonst geht das generve nach dem "wann" weiter :zwinker:
 
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