Mein erstes Mal

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Obwohl es schon ein paar Jahre her ist, kann ich mich noch gut daran erinnern. Es war im Sommer 1992. Ein Kumpel von mir hatte Geburtstag und den wollte er zünftig feiern in Stuttgart. Zünftig hieß' damals mit viel Alkohol und das war absolut nicht mein Ding. Andererseits kannten wir uns schon von der Grundschule und so konnte ich schlecht absagen. Also fuhr' ich mit nach Stuttgart aber nur zum Essen. Denn über einen Radiosender erfuhr' ich, dass an diesem Sommer-Freitag im Badezentrum in Sindelfingen (Nähe Stuttgart) eine große Pool-Party stattfand'. Ich dachte mir: Lieber Pool-Party, im Wasser baden, schwimmen oder vom Turmspringen als bei der Hitze durch die Stadt zu ziehen. Gesagt, getan. Irgendwann seilte ich mich von der Gruppe in Stuttgart ab und fuhr' nach Sindelfingen, wo ich das Badezentrum schnell fand'. Es war nachmittag, heiß und sehr viele Besucher im Freibad. Die Musik spielte, im Freibad war einfach eine tolle Atmosphäre. So genoß' ich das kühle Wasser.Da entdeckte ich einen Turm und da ich immer gern gesprungen bin, nutzte ich die Gelegenheit von 3-Meter und 5-Meter ins Wasser zu springen. Ich wollte auch vom 7,5-Meter und 10-Meter springen, nur leider waren die gesperrt. So nahm' ich am späteren Nachmittag, als nicht mehr so viele Badegäste im Sprungbecken waren, meinen Mut zusammen und fragte den Bademeister, ob er die beideren oberen Türme öffnen kann. Er war sehr freundlich und sagte: "Kein Problem, springen Sie nur, ist sowieso fast keiner mehr da". Das tat ich auch und es war super. Fast alle Leute waren schon aus dem Wasser und in Richtung DJ-Pult gelaufen, so konnte ich den Sprungturm alleine nutzen.Auf einmal, ich war gerade wieder auf dem 7,5 Meter, fragte von der 5-Meter Plattform ein Mädchen, ob sie auch springen darf. Ich schätze sie auf ca. 18/19 Jahre ein, lange braune Haare, schlanke Figur und tolle braungebrannte Beine/Füße. "Klar doch" antwortete ich, dachte mir nichts dabei und bat' sie nach oben zu kommen. Sie sprang' gleich vom 10-Meter, für Mädchen in dem Alter doch unge-wöhnlich, aber ihr machte es Spaß, das konnte ich sehen. Als wir so ein paar Mal, jeder für sich, vonden verschiedenen Plattformen immer wieder hinab gesprungen sind, kreuzten sich auf einmalunsere Wege an der Ausstiegsleiter. Freundlich und zuvorkommend ließ' ich sie vor. So gingen wirwieder die Treppe zum Sprungturm hoch. Ich nahm' mir allen Mut zusammen und fragte sie, ob ihrdas Springen auch so viel Spaß macht wie mir. Über diese Frage kamen wir ins Gespräch. Sie sagte, dass ihr das Springen Freude im Leben schenkt und sie dabei alle anderen Sachen vergessen kann.Jetzt wurde ich neugierig und fragte nach, was denn die anderen Sachen sind, denn dabei wurde ihrGesicht traurig. Sie erzählte mir, dass sie auf der Schule gehänselt würde wegen ihren Aussehens und weil sie keine Schminke mochte. Außerdem hielten sie alle für feige. Freunde hatte sie keine, nur eineFreundin noch aus der Schulzeit, mit der sie sich ab und zu treffe. So saßen wir auf dem 5-Meter-Turm und redeten, das Springen war längst Nebensache geworden, bis ja bis der Bademeister kam' und sagte, dass jetzt Badeschluss ist und der Turm gesperrt werden muss. So sprangen wir ein letztes Mal vom 10-Meter hinab, diesmal gemeinsam ich von der rechten und sie von der linken Ecke und irgendwie kamen wir auch fast gemeinsam im Wasser an.:smile:Ich fragte sie nach ihrem Namen, sie hieß' Jessica und ich nannte ihr meinen. Zur damaligen Zeit war ich 22 Jahre alt, es gab' kein Internet und kein Mobiltelefon. Sie selbst wohne in Böblingen, einerNachbargemeinde von Sindelfingen. Jetzt kam' das Problem, denn ich wohnte in der Nähe von Ulm, etwa 130 Kilometer weg und eigentlich musste ich wieder nach Hause fahren. Dennoch hatte ich dasGefühl wegen Jessica zu bleiben, denn sie war sehr einsam und ich bot' ich das auch an. Sie lachteüber das ganze Gesicht, fragte aber dann gleich, wo ich denn übernachten würde. Ich antwortete, dass ich eine kleine Pension in Sindelfingen kenne. So verließen wir das Freibad, ich brachte sie nach Böblingen und wir verabredeten für den nächsten Tag, dass ich sie um 9.00 Uhr abhole. Die kleinePension in Sindelfingen fand' ich schnell wieder. Nach dem Abendessen ging' ich noch spazieren und dachte dabei die ganze Zeit an Jessica.Am nächsten Tag, Samstag, stand' ich Punkt 9 Uhr vor Ihrer Haustüre und holte sie ab. Dabei fiel' mir zuerst auf, dass sie barfuss lief'. OK dachte ich super Sache, mach' mit. Daher die tollen langenbraungebrannten Beine und Füße. So liefen wir beide barfüssig durch Sindelfingen, machten dieEinkaufszentren unsicher und hatten viel Spaß zusammen. Unsere Fußsohlen wurden dreckiger und schwärzer, aber das machte uns nichts aus. Irgendwann landeten wir in einem Eiscafe nach einemlangen Fußmarsch und ließen uns das Eis schmecken. Auf einmal bemerkte ich wie Jessica ihreFüße auf meine Oberschenkel legte, ohne etwas zu sagen. Es passierte ganz einfach und sie machtees sich einfach bequem. Nachdem wir mit dem Eis fertig waren, entdeckten wir einen Brunnen undbeschlossen darin, unsere angeschwärzten Fußssohlen zu säubern. Mit den sauberen Füßen setztenwir uns auf die umliegenden Parkbänke und wieder legte Jessica ihre Füße auf meine Oberschenkel. Diesmal nahm' ich allen meinen Mut zusamen und begann' mit meinen Händen ihre Füße zu massieren. Sie hatte wirklich total schöne Füße, braungebrannt und super anzufassen. Sie genoß' es richtig, massiert zu werden. Später fragte sie mich, ob sie auch meine Füße massieren kann, was ichnatürlich gerne mochte und ich ließ' sie gewähren. Ein war ein herrliches Gefühl und tat richtig gut.Da wir schon lange unterwegs waren und Hunger hatten, machten wir in einer kleinen Pizzeria Rast,natürlich waren wir beide immer noch barfuss, aber das störte keinen. Längst hatten sich unsereFüße unter dem Tisch gefunden und streichelten sich gegenseitig. Auch unsere Hände auf dem Tischhatten wir ineinander gelegt, weil wir uns einfach miteinander wohl fühlten. Nach dem Pizza-Essen verließen wir wieder das Lokal und kehrten zum Auto zurück. Sie fragte mich, ob ich ihr erlauben würde, das Auto zu fahren. Selbstverständlich habe sie einen Führerschein, aber mangels Auto noch keine große Fahrpraxis. So überließ' ich ihr mein Auto. Sicher, zügig und barfuss fuhren wir an ihreHaustüre. Sie fragte mich, ob ich mit ihren Lieblingsfilm anschauen möchte "Dirty Dancing" mitPatrick Swayze (nochmal zur Erinnerung: wir schreiben das Jahr 1992, der Film hatte 1989 im KinoPremiere und war zu der Zeit ein Hit). So begleitete ich sie in ihre kleine Wohnung, holte Chips und Getränke hervor und wir machten es uns auf dem Sofa gemütlich. Fernseher an, Video-Kassette reinund los ging' es. Während des Films kamen wir uns immer näher und so geschah' es, dass Jessica aufeinmal meinen Allerwersten in der Hand hatte und nicht mehr aufhören konnte, daran herum zuspielen. Irgendwann hielt' ich es nicht mehr länger aus und bekam' einen vollen Orgasmus. Als derFilm zu Ende war, schliefen wir Arm in Arm ein und gegen später massierte sie mich nochmals an der gleichen Stelle, nur diesmal mit den Füßen, was aber bei mir nach einger Zeit ebenfalls einensehr gigantischen Orgasmus auslöste.Am nächsten Tag, es war Sonntag, machte Jessica für uns beide Frühstück und bedankte sich bei mirnochmals für das tolle Wochenende und die tolle Nacht. Ich war der erste junge Mann in ihremLeben, der sie wirklich so mochte, wie sie war und nicht danach ging', wie sie aussah'. Ich war sogerührt, dass mir fast die Tränen kamen. Da an dem Sonntag auch noch schön Wetter war, schlug' ich vor, dass wir wieder gemeinsam in "unser" Schwimmbad gehen, dort wo wir uns das erste Malbegegnet sind. Das taten wir auch und so wie beim ersten Mal hatten wir wieder viel Spaß beimSpringen ins Wasser. Es war einfach genial.Dann kam' die Zeit des Abschiedes, weil ich ja am Montag wieder arbeiten musste. Aber wir ver-sprachen uns, regelmäßig zu telefonieren (von zu Hause aus:smile: von wo denn sonst) und uns auch zutreffen. Manchmal kam' auch ein Brief von Jessi nur mit ihren Fußabdrücken und den Worten:"Meine Füße und ich, wir vermissen Dich". So sahen wir uns an vielen Wochenenden und auchwenn ich Urlaub hatte, war ich fast immer dort. Jessi war immer fröhlich, wir hatten sehr vielSpaß zusammen. Nur einmal wurde unsere Freude getrübt. Wir waren mal wieder in "unserem"Bad in Sindelfingen, auf einmal kam' eine Gruppe von ca. 15 jungen Leuten auf uns zu und Jessimurmelte nur etwas von "oh weih das sind meine Klassenkamaraden". Zuerst gab' es nur blödeSprüche, aber schließlich faste ich mir ein Herz und sprach' die jungen Leute an, warum sieeigentlich die ganze Zeit auf Jessi rumhacken. Sie antworteten, dass Jessi irgendwie komisch ist,sich nicht schön mache, barfuss in der Schule aufkreuzt und das sei peinlich und außerdem wegenihrer braunen Hautfarbe passe sie sowieso nicht rein. Ich erklärte denen, dass niemand dazugezwungen werden kann, sich zu schminken. Barfusslaufen ist gesund und keineswegs peinlich.Was die Hautfarbe anbelangt, verlangte ich sofort eine Entschuldigung, denn das geht überhauptnicht, dass Jessi wegen ihrer Hautfarbe diskreminiert werde. Außerdem erklärte ich denSchulfreunden, dass Jessi überhaupt nicht feige ist. Zum Beweis sind wir beide vom 10-Meter,der gerade geöffnet wurde, gesprungen. Die Jungs waren sprachlos, die Mädels verkrochen sichbeschämt und ich sagte zur Jessi: "Jetzt wird niemand mehr dumm über Dich herziehen".So war es dann auch. Jessi fand' Anschluß in ihrer Klasse. OK, nicht jeder mochte sie, aber siehatte jetzt ein paar Freunde, mit denen sie ab und zu mal was unternehmen konnte. Selbstverständlich besuchte Jessi mich auch hier zu Hause und die erste Frage war immer: "HatEuer tolles Donaubad in Ulm mit dem 10-Meter geöffnet?" Auch hier hatten wir eine schöneZeit, viel Spaß und auch sehr viele gemeinsame Stunden.Das ging' dann so weiter bis in den Sommer 1994. Da kam' auf einmal ein Brief von Jessi, in demsie schrieb', dass ihr Vater aus den USA kommt und sie dorthin mitnehmen möchte. Mit ihrerMutter hatte Jessi keinen Kontakt, die Frau muß sehr dominat gewesen sein. Ihr Vater häbe dorteinen Studienplatz für sie ausgesucht und sie könne dort in seiner Nähe wohnen. Jessi wußte nicht,ob sie sich darüber freuen oder darüber weinen sollte. Ich ermutigte sie, diesen Schritt in ein neuesLeben zu gehen und war bereit, sie auch zu unterstützen. So kam' ich an dem Wochenende, wo ihrVater und der Möbelwagen kam', zu ihr und gemeinsam packten wir alles ein. Auch mit ihremVater habe ich mich bestens unterhalten, Jessi sah' aus wie ihm aus dem Gesicht geschnitten, einsehr lockerer Typ. Als wir mit dem Umzug fertig und die Möbel im LKW verstaut waren, lud' er unszum Essen ein in ein amerikanisches Steak-Haus in Stuttgart. Die Preise dort (in DM) haben michvom Hocker gehauen, aber es war ein sehr gutes Essen, für Jessi's Vater war es selbstverständlich,hier uns einzuladen. Zum Schluß zauberte er sogar noch eine Überraschung aus der Tasche: Er hatfür uns beide ein Romantik Zimmer in einem kleinen Hotel reserviert, mit Whirlpool und einemgigantisch großen Bett. Wir waren beide so überrascht, er übergab' uns den Schlüssel, alles warbezahlt und zog' sich in ein anderes Hotel zurück. So konnten wir noch unsere letzten gemeinsamenStunden gemeinsam genießen, was wir auch sehr lange und intenstiv taten.Nach dieser Nacht und einem letzten Frühstück hieß es dann Abschied nehmen am Flughafen inStuttgart. Wir versprachen uns gegenseitig zu schreiben und Fotos zu schicken. Jedes Mal, wennein Luftpostbrief aus USA von Jessi kam' freute ich mich wie ein kleines Kind. Aus ihrem Spaß,dem Turmspringen, hatte Jessi sogar Ernst gemacht. Sie ist einem Diving-Club beigetreten, dieSportart Kunst- und Turmspringen in Deutschland nur am Rande notiert, ist in den USA ein Hit.Hier erhalten die Vereinsmitglieder professionellen Unterricht von ehemaligen Leistungs-Sportlern und Jessi konnte schon nach kurzer Zeit tolle Salti und Figuren springen. Mit jedemBrief kamen tolle Fotos von ihr und dass so begeistert von der Sportart ist.Wie das Leben aber so geht, so ging' auch Jessi's Leben in den USA weiter. Irgendwann fand' sieeinen Job, ihre Briefe kamen seltener und eines Tages Anfang 1995 überhaupt nicht mehr. Dafürkam' einige Zeit später ein Brief von ihrem Vater, der meine Adresse beim Aufräumen fand'. Erschrieb' dass Jessica einen tollen Mann geheiratet hat und bald Kinder bekommen wird. Deshalbkönne sie mir nicht mehr schreiben. Dafür hatte ich auch vollstes Verständnis. Ich wünschte ihmin meinem letzten Brief alles Gute und Jessica in ihrem Leben viel Erfolg, Glück und Zufrieden-heit.So bleibt mir nur noch die Erinnerung an eine tolle Zeit damals und die Fotos von Jessica und mir,die ich auf unserer Dachbühne versteckt habe. Manchmal wenn ich dort heute etwas suche, fallensie mir in die Hände und dann denke ich gerne an Jessica und die super Zeit mit ihr zurück.

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Turmspringer1991
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