Zwiespalt? Ausbildung in der Nähe von Familie oder in großer Stadt?

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ich hab' 20 Jahre lang im Umkreis 25 km um meinen Geburtsort gelebt. Im Oktober bin ich dann ein Stück weiter weggezogen und nun wohn' ich knapp 100 km von meiner Familie und den alten Freunden weg. Ich weiß: 100 km sind keine 400, aber wirklich oft nach Haus fahren tu' ich auch nicht mehr. Ist voll cool, dass ich jetzt statt einmal pro Woche nur noch alle 3 oder 4 Wochen tanken muss, weil ich nur noch ein paar km durch die Stadt fahre. Da erscheinen mir die Fahrten in die Heimat plötzlich so "überflüssig". Die Leute können mich schließlich auch besuchen und wenn ich fahre, dann verbinde ich die Besuche bei Eltern und Freunden und bleibe mehrere Tage.

Ich würde das mit dem Umzug wieder so machen. Mein Heimatort, wo meine Eltern ihr Haus haben, hat nicht mal 3000 Einwohner. Es gibt zwar Supermärkte, Bäcker, Banken usw. aber wirklich was los ist da natürlich nicht. Ich finde das auf Dauer langweilig bzw. wollte mal 'ne zeitlang was anderes haben. Mit Kind später wäre so ein Dorf wieder toll, aber nicht mein ganzes Leben lang.

Die Stadt hier ist für meine Verhältnisse schon echt groß. Ich bin's nicht gewohnt, dass man sooo viele Einkaufsmöglichkeiten hat, Leute rumrennen, man immer was unternehmen könnte, ein Kino in Fußweite und all den Kram. Es macht aber Laune.

Ob ich mich demnächst mal einsam fühlen werde, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich vermute aber eher nein. Man lernt ja doch schnell neue Leute kennen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe mich entschieden, in der Nähe meiner Heimatstadt zu studieren und weiterhin zu Hause im "Hotel Mama" zu wohnen...
Meine Gründe: Ich wollte nicht völlig ohne Freunde und Bekannte da stehen (vor allem weil ich nicht leicht neue Kontakte knüpfe) und wollte weiterhin in meinen Vereinen bleiben, die mir sehr viel bedeuten.
Auch finanzielle Gründe spielten bei der Entscheidung eine Rolle.
Damals kam für mich aber eigentlich überhaupt nichts Anderes in Frage, als weiterhin zu Hause zu wohnen...

Inzwischen weiß ich aber nicht mehr, ob das wirklich die beste Entscheidung war:
- Weil ich zu weit von meiner Unistadt entfernt wohne, konnte ich keine wirklichen Freunde an der Uni finden.
- Einige meiner ehemals guten Freunde sind fürs Studium weggezogen, so dass ich mit ihnen relativ wenig Kontakt habe.
---> insgesamt habe ich also weniger Sozialkontakte als früher.
- Obwohl meine Eltern wirklich super sind und wir eigentlich sehr gut miteinander zurecht kommen, gehen wir uns immer öfter gegenseitig auf die Nerven. - Ich bräuchte einfach mal mehr Freiheit und Eigenständigkeit (auch wenn ich durch meine Eltern eigentlich nicht wirklich eingeschränkt werde... ich hoffe, du verstehst, was ich meine).

Mit dem Wissen von Heute würde ich wohl eher den Sprung ins Kalte Wasser wagen und irgendwo anders studieren...
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich bin 18 Jahre lang in einer 5000-Seelen-Gemeinde aufgewachsen, haette von dort aus auch auf eine Uni gekonnt. Aber mit 18 Jahren wollte ich nix wie raus. Bin in eine Grossstadt gezogen und es war eine unglaublich gute Entscheidung. Ich habe soviele neue Leute kenngelernt, generell viel neues (u.a. ueber mich) gelernt, ich habe viele wichtige Kontakte fuer mein Berufsleben geknuepft. Ich bin noch selbststaendiger und weltoffener geworden. Um nichts in der Welt moechte ich diese Erfahrungen missen. Es eroeffnen sich so viele neue Moeglichkeiten.
 

Benutzer12050 

Verbringt hier viel Zeit
also ich hab meine ausbildung weg von zuhause gemacht- zwar nicht in einer größeren stadt aber das tut ncihts zur sache.wegkommen, besonders wenn einem die stadt gefällt ist shcön, würde ich auch immer wieder machen. Trotzdem hab ich immer diue beneidet, die in der nähe zu hause ihre ausbildung machen konnten, zum teil noch bei mami und papi gewohnt habe, weil es einfach günstiger ist und komfort bietet. gerade die umstellung auf jeden tag arbeiten und dann abends noch kochen und haushalt, wo andere shcon ihren hobbies nach gehen, geldknappheit... war doch häufig frustrierend..
Dennoch kann ich den sprung in die eigene wohnung und in die selbstständigkeit auch empfehlen :zwinker: Allerdings werden die freundschaften in deiner heimat stadt wenn du pech hast den bach runter gehen...
 

Benutzer58933 

Verbringt hier viel Zeit
Ich wohn seit nem Jahr 300 km von meinen Eltern weg und 600 km vom Rest der Familie (Oma, Opa, Tanten etc.). Diesen Herbst gehts nochmal 100 km zusätzlich von meinen Eltern weg. Klar war ich vorher unsicher, aber ich habe es keine Sekunde bereut. Die Ausbildungszeit ist der ideale Zeitpunkt um von zu Hause wegzukommen und selbstständig zu werden. Ich glaube, wer sich hier nicht überwindet und sich abnabelt, dem wird es später noch schwerer fallen. Ich würd dir unbedingt raten in die Stadt zu gehen.
 

Benutzer32702 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin auch in etwa derselben Entferung weg von zu Hause und habe es nicht bereut. Mit meiner Familie telefoniere ich und besuche sie alle paar Wochen mal für ein verlängertes Wochenende oder über die Ferien. Und obwohl ich auch nie so leicht Kontakte geknüpft habe, fiel es hier an der Uni plötzlich sehr leicht, weil jeder versucht hat, Leute kennenzulernen.
Ich hätte auch zu viel Angst davor, mir später mein ganzes Leben zu überlegen, wie mein Leben hätte verlaufen können, wenn ich mal etwas gewagt hätte.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren