Zweifel über eventuelle Registrierung auf Tinder

Benutzer173193 (20)

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Mal für mich zum Verständnis: du quetscht dir dann an ein paar Dates Kommunikation und Empathie raus bis du die Dame "hast". Und dann? Geht der Beziehungsalltag los. Und was passiert dann? Du bist für diese Person ja nicht mal eben dauerhaft ein anderer Mensch.
In dieser Ausnahmesituation war ein möglichst schlichter sexueller Kontakt auch nicht das Ziel, sondern über einen längeren Zeitraum wurde per Chat eine Freundschaft bzw gegenseitiges Interesse aufgebaut, die ich auch bemühte zu pflegen. Nachdem dies aber gescheitert ist, habe ich den Versuch bzw die Möglichkeit nach einer Beziehung gänzlich zurückgestellt.

Somit bezog sich die Ausnahme eher darauf, dass ich mich eben privat mit einem Mädchen traf und eine Konversation schlichtweg existierte.
[doublepost=1552736446,1552735908][/doublepost]
Übrigens hast Du gerade wieder etwas mit Hinweis auf früher abgeblockt. Auch wenn das nicht leicht ist: Du wirst nicht weiter kommen in Deinem Leben, wenn Du immer nur zurück guckst und die Vergangenheit als EntschuldigungBegründung dafür benutzt, etwas nicht zu tun.
Mal für mich zum Verständnis: du quetscht dir dann an ein paar Dates Kommunikation und Empathie raus bis du die Dame "hast". Und dann? Geht der Beziehungsalltag los. Und was passiert dann? Du bist für diese Person ja nicht mal eben dauerhaft ein anderer Mensch.
Es hemmt einen aber in Rückblick die Vergangenheit, um nicht in denselben Situationen dieselben Fehler zu machen und daraufhin verletzt zu werden. Und wenn mich das generell zu einem antipathischen, hasserfüllten Wrack macht, dann ist das so.

Solange ich noch genügend soziale Kompetenz aufweisen kann, um meinen obigen Plan in die Tat umzusetzen, habe ich eigentlich nichts falsch gemacht.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Es hemmt einen aber in Rückblick die Vergangenheit,
Ja, das ist ja das Problem. Aber das ist ein lösbares Problem. Bedeutet (harte!) Arbeit, aber das liegt ja an dir, ob du das auf dich nimmst oder lieber weiter scheiterst und das Ganze sich noch weiter verfestigt.
[doublepost=1552737588,1552737512][/doublepost]Aber wenn es sich so verhält:
Und wenn mich das generell zu einem antipathischen, hasserfüllten Wrack macht, dann ist das so.

dann hast du das nicht:
genügend soziale Kompetenz
 

Benutzer173193 (20)

Benutzer gesperrt
Ich war bzw. bin praktisch noch immer in der gleichen Situation wie Du. Daher würde ich Dir auch dringend zu einer Therapie bei einem Psychotherapeuten raten.
... Daher mache nicht den gleichen Fehler und versuche es selbst irgendwie hinzubekommen. Das wird nach der Beschreibung von Dir nicht funktionieren.
Was soll ich meiner Familie bzw meinen Freunden sagen? Der schwache, sozial inkompetente Versager, der Hilfe sucht, weil er von selbst nichts auf die Reihe bringt? Alleine die Vorstellung so deformiert zu werden, lässt mich diese Methode als eine denkbar schlechte Idee ansehen.

Außerdem, welchen sonderlich großen Vorteil soll es haben, mit dieser scheinbar qualifizierten Fachkraft zu plaudern, wenn man sich hier plurale Meinungen einholen kann - ohne dass einem dafür die Taschen leergeräumt werden?
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Angesichts deines jungen Alters würde ich da auch noch nicht die Pferde scheu machen. Vieles (gerade der "Menschenhass") gibt sich auch einfach im Laufe des Erwachsenwerdens, durch Uni/Ausbildung/Job usw.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Du hast halt all die Vorurteile gegenüber Therapeuten, Beratern und Coaches, die viele Menschen haben. So schlimm kann es ja noch nicht sein.

Ich würde auch sagen: mach kein Drama draus, geh erstmal Ausbildung machen oder studieren und dann schau weiter. Das macht viel mit einem und gerade Anfang bis Mitte 20 tut sich auch in der sozialen Entwicklung und vor allem Selbstfindung nochmal viel.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Und wenn mich das generell zu einem antipathischen, hasserfüllten Wrack macht, dann ist das so.
Jo. Klar kannst Du Dich d'rauf ausruhen, dass es in Deiner Vergangenheit Dinge gab, weswegen Du heute und in Zukunft Deinen A*** nicht hochkriegen musst, um Dinge in Deinem Leben zum Positiven zu verändern.
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Was soll ich meiner Familie bzw meinen Freunden sagen? Der schwache, sozial inkompetente Versager, der Hilfe sucht, weil er von selbst nichts auf die Reihe bringt? Alleine die Vorstellung so deformiert zu werden, lässt mich diese Methode als eine denkbar schlechte Idee ansehen.
Wenn Freunde Dich deswegen schief ansehen oder blöd anmachen, dann sind es auch keine Freunde. Und an die Familie bist Du nicht zwangsgebunden. Wenn die Dich nicht unterstützen, sind sie auch keine Familie, der Du Rechenschaft schuldig bist.


welchen sonderlich großen Vorteil soll es haben, mit dieser scheinbar qualifizierten Fachkraft zu plaudern, wenn man sich hier plurale Meinungen einholen kann
Weil wir keine Fachleute sind. Und weil wir nicht an die Ursachen Deiner Blockade und Deiner Probleme heran kommen. Hier kannst Du leichter Alles abblocken, als wenn Du einem ausgebildeten Fachmann/-frau face-to-face gegenüber sitzt.
 

Benutzer173193 (20)

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Ja, das ist ja das Problem. Aber das ist ein lösbares Problem. Bedeutet (harte!) Arbeit, aber das liegt ja an dir, ob du das auf dich nimmst oder lieber weiter scheiterst und das Ganze sich noch weiter verfestigt.
[doublepost=1552737588,1552737512][/doublepost]Aber wenn es sich so verhält:


dann hast du das nicht:

Antipathie und Hass sind aber nicht das direkte Gegenteil von sozialer Kompetenz, wenn auch hinderliche Faktoren. Es erschwert aber die Kommunikation natürlich.

Inwiefern sollte sich meine Situation verschlimmern bzw meine Verhaltensmuster festigen, dass sehe ich nicht wirklich klar vor mir.
[doublepost=1552738802][/doublepost]
Du hast halt all die Vorurteile gegenüber Therapeuten, Beratern und Coaches, die viele Menschen haben. So schlimm kann es ja noch nicht sein.

Ich würde auch sagen: mach kein Drama draus, geh erstmal Ausbildung machen oder studieren und dann schau weiter. Das macht viel mit einem und gerade Anfang bis Mitte 20 tut sich auch in der sozialen Entwicklung und vor allem Selbstfindung nochmal viel.
Wenn du das sagst, würde ich liebend gerne in 5 Jahren nochmal einen Forumbeitrag erstellen, wäre sicherlich interessant den (evtl. nicht vorhanden) Fortschritt festzuhalten.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Was genau siehst du an meinem Beitrag anders?
 

Benutzer173193 (20)

Benutzer gesperrt
Weil wir keine Fachleute sind. Und weil wir nicht an die Ursachen Deiner Blockade und Deiner Probleme heran kommen. Hier kannst Du leichter Alles abblocken, als wenn Du einem ausgebildeten Fachmann/-frau face-to-face gegenüber sitzt.
Das sehe ich anders. Ich öffne mich eher gegenüber Personen, wenn dies online geschieht, sie meine Identität nicht kennen und ich ihnen nicht in die Augen blicken muss.
[doublepost=1552739521,1552739230][/doublepost]
Wenn Freunde Dich deswegen schief ansehen oder blöd anmachen, dann sind es auch keine Freunde. Und an die Familie bist Du nicht zwangsgebunden. Wenn die Dich nicht unterstützen, sind sie auch keine Familie, der Du Rechenschaft schuldig bist.
Ich weiß, dass das kein Problem darstellen sollte, aber ich rede nunmal mit meiner Familie nie und mit meinen Freunden äußerst selten über Emotionen, denn sie bieten einen wunden Angriffspunkt, wenn man zu viele von Ihnen offenbart. Ich kann einfach nicht meine verletzliche Seite zeigen, dass würde mir nicht ähnlich sehen.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich öffne mich eher gegenüber Personen, wenn dies online geschieht, sie meine Identität nicht kennen und ich ihnen nicht in die Augen blicken muss.
Ich kann einfach nicht meine verletzliche Seite zeigen,

Was ja so ziemlich das Gegenteil von sozialer Kompetenz ist :zwinker:

Das sind Defizite. Kannst du nicht wegdiskutieren. Entweder das regelt die normale Entwicklung. Oder du lebst damit. Oder du musst etwas dagegen tun.

Wenn du das sagst, würde ich liebend gerne in 5 Jahren nochmal einen Forumbeitrag erstellen, wäre sicherlich interessant den (evtl. nicht vorhanden) Fortschritt festzuhalten.
Absolut, ja. Ich würde allerdings eher 8 Jahre veranschlagen. 5 Jahre als Zwischenstation. Je nachdem, was du vorhast.
 

Benutzer173193 (20)

Benutzer gesperrt
Angesichts deines jungen Alters würde ich da auch noch nicht die Pferde scheu machen. Vieles (gerade der "Menschenhass") gibt sich auch einfach im Laufe des Erwachsenwerdens, durch Uni/Ausbildung/Job usw.
Ich bin mir nicht sicher, ob sich das legen wird.Im Laufe der letzten Jahre hat mein Hass und die Enttäuschung über Menschen nur zugenommen. Ich bin inzwischen an dem Punkt angelangt, an welchem ich einen verheerenden Atomkrieg als einzig wahre und vollkommenste Lösung ansehe.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Im Laufe der letzten Jahre hat mein Hass und die Enttäuschung über Menschen nur zugenommen
Dann lass das mit der Beziehung lieber erstmal bleiben. Da hat doch niemand was von. Dir bringt es nichts und die Frau ist hinterher wohlmöglich ein gefühlsmäßig ausgelutschtes Wrack.
 

Benutzer173193 (20)

Benutzer gesperrt
Was ja so ziemlich das Gegenteil von sozialer Kompetenz ist :zwinker:
Nun, ich bin mir nicht sicher wie soziale Kompetenz definiert ist, aber ich würde sie als die Fähigkeit Konversationen mit beliebigen Personen zu führen umschreiben - ganz gleich ob nur oberflächlich Gesprächd oder tiefgründige Offenbarungen innerer Emotionen.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Konversation ist nur ein kleiner Punkt der sozialen Kompetenz.
Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit (also geben und annehmen), Empathie (geht nur, wenn man mit seinen eigenen Gefühlen auch umgehen kann), Durchsetzungsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Toleranz zählen auch dazu.
 

Benutzer173193 (20)

Benutzer gesperrt
Dann lass das mit der Beziehung lieber erstmal bleiben. Da hat doch niemand was von. Dir bringt es nichts und die Frau ist hinterher wohlmöglich ein gefühlsmäßig ausgelutschtes Wrack.
Im Kern dieses Beitrags ging es nie um eine Beziehung.
 

Benutzer172636 

Beiträge füllen Bücher
Hallo Nachname271,

schau dir nochmal den Thread an. Wir sind mittlerweile auf der zweiten Seite angekommen, du hast viele Tipps (persönliche Weiterentwicklung, Abschließen mit der Vergangenheit, Angstbewältigung, Auslandsaufenthalt, Therapie, soziale Begegnungsmöglichkeiten) bekommen. Die meisten dieser Tipps hast du damit abgewiegelt, dass dich dabei jemand sehen könnte, der sich dann über dich lustig macht, dass du Angriffsfläche gibst, dass du dich verletzlich machst, dass du ja doch irgendwie klarkommst und gemachte Fehler nicht wiederholen willst.
Kurz: du hast Angst. Mehr Angst, als angebracht ist. Das basiert bei dir auf Erfahrungswerten, aber ist dennoch nicht situationsangemessen. Du stehst dir hier gerade massiv selbst im Weg.
Ich verstehe deine Angst, dich verletzlich zu machen, vor Verurteilung und erneutem Mobbing.
Sie schützt dich aber weder davor, noch macht sie dich glücklich. Du hast jetzt die These aufgestellt, dass du genug soziale Kompetenz aufweist, um dein Ziel zu verwirklichen. Du sagst selbst, dass es in Ordnung für dich ist, wenn du selbst ein „antipathisches, hasserfülltes Wrack“ bleibst. Das klingt nicht so, als seist du mit der aktuellen Situation sonderlich glücklich. Deine Angst schützt dich also nicht mehr, sondern sie macht das, was die, die dich gemobbt haben, auch gemacht haben. Sie macht dich klein. Sie macht dich unglücklich und isoliert dich. Und das schlimmste ist, sie ist ein Teil von dir, den du größer werden lässt und dem du mehr Raum schenkst, als er haben sollte. Angst soll schützen, nicht schadet. Sie schadet dir.
Gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter. Du hast bereits jetzt so große Angst, dass du nicht mehr in der Lage bist, deine vorhandenen Möglichkeiten von denen, die deine Angst dir lässt, zu trennen. Das ist eines der ersten Zeichen, die du auch, wenn du darüber nachdenkst, bemerken könntest. Hier könnte zum Beispiel eine Therapie ansetzen. Die Sache, die ich hier sehe, ist, dass du gerade dabei bist, eine Angststörung zu entwickeln. Und daraus wirst du noch viel weniger allein rauskommen und glücklich macht sie auch nicht.
Deswegen und da es sowohl sozial als auch vom Selbstbewusstsein und der Angst her Probleme gibt, möchte ich dir nochmal eine Therapie nahelegen. Eine Therapie bedeutet in erster Linie, zu bemerken, dass man ein Problem hat und ist ein erstes Bekenntnis, dass man daran interessiert ist, dieses zu lösen und bereit ist, etwas dafür zu tun. Ist das etwas, dass du als schwach oder etwas für versagende definieren würdest? Für mich klingt das nämlich nach jemanden, der den Mut hat, sich seinen Problemen zu stellen und nicht nur nörgelt und darunter leidet, sondern der etwas dagegen tun möchte. Überlege dir selbst, ob du aktuell glücklich und zufrieden bist und dann überlege, ob die Angst, die du empfindest, dich schützt oder dich davon abhält, glücklich und zufrieden zu werden.
(Ich könnte mir auch vorstellen, dass dein Menschenhass verschwindet, wenn du mit mehr Menschen in Kontakt kommst und auch positive Erfahrungen machst. Aus meiner Sicht wird das mit deinem aktuellen Mindset aber eher schwierig)

Die traurige Wahrheit ist, dass so persönlich das Mobbing für dich ist, desto unpersönlicher ist es für die Mobbenden. Es geht nicht um dich dabei, sondern man hat etwas an dir gefunden oder entdeckt und das dann hochstilisiert und mit verletzenden Verhalten, übler Nachrede und Beleidigungen garniert, dich zum Ziel davon erklärt und du hast es dann ertragen müssen.
Es tut mir Leid, dass du Mobbing abbekommen hast, aber mittlerweile wirst du nicht mehr gemobbt und die Person, die dich wirklich klein macht und schlecht mit dir umgeht (und sich selbst sozial zu isolieren und sich die Möglichkeit, ein gutes Leben zu führen, zu nehmen zählt dazu) bist du. Es ist nicht mehr der Klassen-Bully, es sind nicht deine Eltern oder deine Freunde. Du selbst bist es. Du hast unter Mobbing gelitten und jetzt mobbst du dich besser als jemand von außen es je tun könnte. Hör‘ auf damit. Hole dir jemanden, der eine Exoperspektive hat und der dich damit von Angesicht zu Angesicht konfrontiert.
Hol‘ dir eine bessere Zukunft und lasse sie dir nicht von deiner Vergangenheit rauben. Für deine Vergangenheit kannst du mir partiell etwas, wie du dich aber weiterentwickelst, hast du selbst in der Hand.

Off-Topic:
Noch etwas zu Therapeuten: du bist erwachsen, deine Eltern müssten davon also nichts erfahren. Du musst davon niemandem erzählen und der Therapeut selbst unterliegt der Schweigepflicht. Zusätzlich wirst du davon nicht arm, denn Therapie ist im gewissen Rahmen eine Kassenleistung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer152906 

Meistens hier zu finden
Was soll ich meiner Familie bzw meinen Freunden sagen?

Was immer Du magst. Vielleicht auch einfach gar nichts. Wenn Du wirklich 18 Jahre alt bist, brauchst Du auch niemandem etwas davon zu erzählen. Und die Therapeuten dürfen es nicht.

Der schwache, sozial inkompetente Versager, der Hilfe sucht, weil er von selbst nichts auf die Reihe bringt?

Jemand der sich Hilfe sucht, weil er weiß, daß er ohne Hilfe seine Probleme wohl nicht wird beseitigen können ... ist nicht schwach und auch nicht unbedingt sozial inkompetent.

Alleine die Vorstellung so deformiert zu werden, lässt mich diese Methode als eine denkbar schlechte Idee ansehen.

Wer oder was sollte Dich deformieren ?

Außerdem, welchen sonderlich großen Vorteil soll es haben, mit dieser scheinbar qualifizierten Fachkraft zu plaudern, wenn man sich hier plurale Meinungen einholen kann - ohne dass einem dafür die Taschen leergeräumt werden?

Ein Psychotherapeut ist ein Fachmann / eine Fachfrau. Er / Sie kann ergründen, woher Deine Probleme kommen und Dir dabei helfen, sich Ihnen zu stellen und Sie aus dem Weg zu räumen. Ein paar plurale Meinungen in einem Forum können das nicht.
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo Nachname271,

schau dir nochmal den Thread an. Wir sind mittlerweile auf der zweiten Seite angekommen, du hast viele Tipps (persönliche Weiterentwicklung, Abschließen mit der Vergangenheit, Angstbewältigung, Auslandsaufenthalt, Therapie, soziale Begegnungsmöglichkeiten) bekommen. Die meisten dieser Tipps hast du damit abgewiegelt, dass dich dabei jemand sehen könnte, der sich dann über dich lustig macht, dass du Angriffsfläche gibst, dass du dich verletzlich machst, dass du ja doch irgendwie klarkommst und gemachte Fehler nicht wiederholen willst.
Kurz: du hast Angst. Mehr Angst, als angebracht ist. Das basiert bei dir auf Erfahrungswerten, aber ist dennoch nicht situationsangemessen. Du stehst dir hier gerade massiv selbst im Weg.
Ich verstehe deine Angst, dich verletzlich zu machen, vor Verurteilung und erneutem Mobbing.
Sie schützt dich aber weder davor, noch macht sie dich glücklich. Du hast jetzt die These aufgestellt, dass du genug soziale Kompetenz aufweist, um dein Ziel zu verwirklichen. Du sagst selbst, dass es in Ordnung für dich ist, wenn du selbst ein „antipathisches, hasserfülltes Wrack“ bleibst. Das klingt nicht so, als seist du mit der aktuellen Situation sonderlich glücklich. Deine Angst schützt dich also nicht mehr, sondern sie macht das, was die, die dich gemobbt haben, auch gemacht haben. Sie macht dich klein. Sie macht dich unglücklich und isoliert dich. Und das schlimmste ist, sie ist ein Teil von dir, den du größer werden lässt und dem du mehr Raum schenkst, als er haben sollte. Angst soll schützen, nicht schadet. Sie schadet dir.
Gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter. Du hast bereits jetzt so große Angst, dass du nicht mehr in der Lage bist, deine vorhandenen Möglichkeiten von denen, die deine Angst dir lässt, zu trennen. Das ist eines der ersten Zeichen, die du auch, wenn du darüber nachdenkst, bemerken könntest. Hier könnte zum Beispiel eine Therapie ansetzen. Die Sache, die ich hier sehe, ist, dass du gerade dabei bist, eine Angststörung zu entwickeln. Und daraus wirst du noch viel weniger allein rauskommen und glücklich macht sie auch nicht.
Deswegen und da es sowohl sozial als auch vom Selbstbewusstsein und der Angst her Probleme gibt, möchte ich dir nochmal eine Therapie nahelegen. Eine Therapie bedeutet in erster Linie, zu bemerken, dass man ein Problem hat und ist ein erstes Bekenntnis, dass man daran interessiert ist, dieses zu lösen und bereit ist, etwas dafür zu tun. Ist das etwas, dass du als schwach oder etwas für versagende definieren würdest? Für mich klingt das nämlich nach jemanden, der den Mut hat, sich seinen Problemen zu stellen und nicht nur nörgelt und darunter leidet, sondern der etwas dagegen tun möchte. Überlege dir selbst, ob du aktuell glücklich und zufrieden bist und dann überlege, ob die Angst, die du empfindest, dich schützt oder dich davon abhält, glücklich und zufrieden zu werden.
(Ich könnte mir auch vorstellen, dass dein Menschenhass verschwindet, wenn du mit mehr Menschen in Kontakt kommst und auch positive Erfahrungen machst. Aus meiner Sicht wird das mit deinem aktuellen Mindset aber eher schwierig)

Die traurige Wahrheit ist, dass so persönlich das Mobbing für dich ist, desto unpersönlicher ist es für die Mobbenden. Es geht nicht um dich dabei, sondern man hat etwas an dir gefunden oder entdeckt und das dann hochstilisiert und mit verletzenden Verhalten, übler Nachrede und Beleidigungen garniert, dich zum Ziel davon erklärt und du hast es dann ertragen müssen.
Es tut mir Leid, dass du Mobbing abbekommen hast, aber mittlerweile wirst du nicht mehr gemobbt und die Person, die dich wirklich klein macht und schlecht mit dir umgeht (und sich selbst sozial zu isolieren und sich die Möglichkeit, ein gutes Leben zu führen, zu nehmen zählt dazu) bist du. Es ist nicht mehr der Klassen-Bully, es sind nicht deine Eltern oder deine Freunde. Du selbst bist es. Du hast unter Mobbing gelitten und jetzt mobbst du dich besser als jemand von außen es je tun könnte. Hör‘ auf damit. Hole dir jemanden, der eine Exoperspektive hat und der dich damit von Angesicht zu Angesicht konfrontiert.
Hol‘ dir eine bessere Zukunft und lasse sie dir nicht von deiner Vergangenheit rauben. Für deine Vergangenheit kannst du mir partiell etwas, wie du dich aber weiterentwickelst, hast du selbst in der Hand.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
 
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