Zwangsumzug Hartz 4 bezahlt?

Benutzer108982 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob das hierhin gehört, wenn nicht bitte verschieben, aber ich denke es passt unter Soziales.
Ich würde gerne wissen ob Hartz4 Empfängern ein "Zwangsumzug" finanziert wird. Mit Zwangsumzug meine ich, dass ein Familienmitglied aufgrund einer neuen Arbeitsstelle einen neuen Hauptwohnsitz hat und die Wohnung somit zu groß für den Rest der Familie ist und sie ausziehen müssen in eine kleinere Wohnung. Wird der Umzug in die neue Wohnung unterstützt oder nicht?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich habe es mal verschoben. Aber vorsicht, Rechtsberatung ist nicht erlaubt, sonst ist dieses Thema schnell zu. Ich denke nicht, dass du was sowas spezielles angeht hier viel Hilfe finden wirst. Gibt doch andere spezielle Beratungsforen zu der Thematik oder allgemein zum Thema Recht. Einfach mal bei Google suchen.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Was genau meinst Du?
Z.B.: Du als minderjährige und/oder noch in der Ausbildung befindliche Tochter wohnst mit Deinen beiden Eltern in einer Wohnung. Dein Papa hat einen neuen Job und zieht aus. Damit ist die Wohnung für Deine Mutter und Dich alleine zu groß.
Ungefähr so?
Dann wird i.a.R. eh die Arge Euch zwingen, umzuziehen in eine kleinere Wohnung (hängt aber z.B. auch von Eurer Situation und dem Wohnungsmarkt an Eurem Wohnort ab), damit auch den Umzug im normalen Rahmen (Eigenleistung wird i.a.R. vorausgesetzt) bezahlen.

Aber:
- wenn einer von Euch einen Job hat, bekommt Ihr dann überhaupt noch weiter Hartz IV?
- wieso meldet der Ausziehende denn seinen Hauptwohnsitz an dem neuen Ort an? Der Lebensmittelpunkt bleibt doch bei Euch und er wäre dann Wochenend-Pendler. Da spielt es m.W. keine Rolle, wo man sich öfter aufhält
- oder haben sich Deine Eltern getrennt? Dann ändert sich ja auch der Status der Bedarfsgemeinschaft und es ist eh Alles anders.

Geht doch einfach zu Eurem Sachbearbeiter bei der Arge und klärt das mit dem. Oder informiert Euch vorher bei Beratungsstellen, z.B. der AWO oder der Kirchen oder ...

Vorsicht: ich bin kein "Profi": das, was ich schreibe, muss nicht stimmen.

Mark11
 

Benutzer108982 

Sorgt für Gesprächsstoff
Es geht nicht um mich. Es geht um einen bekannten, bis nächsten Monat (noch) minderjährigen, der sich von seinen Eltern gerne abkapseln würde, weil sonst zuviel von seinem Lehrlingsgehalt abgezogen wird. Seine einzige Sorge ist, dass seine Eltern dann umziehen müssen und er nicht weiß, ob das unterstützt wird vom Amt.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Ok, dann so herum...

Eine Sache bleibt aber gleich: wenn die Arge seine Eltern zwingt, in eine kleinere Wohnung zu ziehen, dann bezahlt sie auch den Umzug.
Aber die Sachbearbeiter haben das einen relativ großen Spielraum, da spielt u.A. eine Rolle, wie der Wohnungsmarkt überhaupt aussieht, wie lange dessen Eltern schon da wohnen, was die Wohnung kostet (auch wenn die ALG2-Vorgabe nur nach qm2 geht) usw.

Es gibt diverse Beratungsstellen für soziale Fragen, informiert Euch einfach mal, was es bei Euch so gibt. Auf's Internet würde ich mich als Quelle nicht unbedingt verlassen, da schreiben zu viele Leute mit Halbwissen (so wie ich :ashamed:).

Im Übrigen sollte das für Deinen Kumpel kein Hindernis sein, auszuziehen. Irgendwann MUSS er sich ja mal abkapseln, ob das nun jetzt ist oder später, für seine Eltern wird sich da ja wohl kaum 'was ändern. Wenn es auch schön ist, daß er sich Gedanken darum macht, ein ganz klein wenig Egoismus darf bei solch einer Sache schon sein. Es ist ja ein ganz normaler Vorgang, wenn ein Kind auszieht und selbständig wird, er wird damit ja nicht zum Schwein seinen Eltern gegenüber.

Mark11
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Die ARGE überlegt sich sehr genau, wen sie zum Umzug zwingt. Um die Wohnungsgröße allein geht es nicht. Es geht primär um die Kosten.

Im Fall des Falles bezuschusst die ARGE Umzüge. Aber bitte beachten, dass alles Kosten vorher beantragt werden müssen!!!! Man muss also vor dem Umzug wissen, was anfällt und was es kostet.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Um die Wohnungsgröße allein geht es nicht. Es geht primär um die Kosten.

Stimmt und stimmt auch wieder nicht (Gesetze...:wuerg:smile:

Laut Gesetz ist eine Regelvorgabe von 45 m2 für eine Person, 60m2 für 2 Personen vorgesehen. Die Höhe der Miete, die gezahlt wird, ist nicht bundeseinheitlich geregelt sondern richtet sich nach den örtlichen Begebenheiten. Dabei werden Mieten des "unteren" Preis-Segmentes zugrunde gelegt.
Das ist schon schwammig ohne Ende. Dazu kommt dann noch der Ermessens-Spielraum, der dem zuständigen Sachbearbeiter eingeräumt wird.
Aber auch das wird mehr und mehr aufgeweicht durch Gerichtsurteile, und damit hast Du dann wieder Recht.
Ein Beispiel dafür:
Wohnungsgröße bei Hartz IV-Anspruch nicht entscheidend - Der Sozialticker

Deswegen weiter mein Rat an die TS: die Eltern Deines Kumpels sollten sich vorher genau erkundigen, da in dieser Frage das Gesetz kaum noch greift.

Mark11
 

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