Zusammenziehen?

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Wenn die Idee im Raum steht zusammen zu ziehen solltet ihr vorher offen und ohne Vorwürfe über eure beziehung sprechen. Was passt nicht,was kann wer wie verbessern und anscheinend müsst ihr insgesamt an der Kommunikation arbeiten
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Was willst Du denn, mal ganz unabhängig von seinem Verhalten im Moment?
Weil: für mich klingst Du jetzt auch nicht so, als ob Du mit 110%iger Energie versuchst, die Beziehung wieder lebendig werden zu lassen. Viel mehr noch: Du scheinst nach Gründen zu suchen, nicht mit ihm zusammen zu ziehen. Zumindest klingt das für mich so.
Was prinzipiell ja gar nichts Schlimmes ist. Ihr seid noch jung, Ihr seid noch nicht wirklich lange zusammen und da halte ich es für relativ normal, dass man sich auch mal genauer Gedanken macht, ob man sich wirklich schon so eng an einen Partner binden möchte.

Ich weiß nicht, ob das momentan einfach nur eine Phase/Wintertief ist und es wieder bergaufwärts gehen wird.
Es bleibt so lange eine Phase, so lange Ihr (er und Du!) Nichts dafür tut, diese Phase zu beenden. Tut Ihr Nichts, wird diese Phase wohl gemeinsam mit Eurer Beziehung enden. Daher rate ich Dir, Dich erst um die Beziehung zu kümmern und dann über's Zusammenziehen nachzudenken.
Der erste Schritt wäre, Deinen Freund mal in Deine Sorgen und Gedanken einzuweihen.
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn ich bei ihm bin, liegen die Songtexte
manchmal verstreut herum, sodass ich auch mal aus Neugierde drüber geschaut habe - nur um
feststellen zu müssen, dass er teilweise so traurige englische Songs schreibt, die blöderweise oft an
Situationen in unserer Beziehung erinnern oder seine Denkweisen verraten.

Ist das denn das einzige "Symptom" das die Beziehung flau ist? Ich lese das so raus. Ist dir der andere Kram (weniger /falsche Zärtlichkeit) auch schon aufgefallen, bevor du die Texte gelesen hast?

Vielleicht inspirieren ihn die Beziehungssituationen ja auch einfach dazu, sich melancholische Texte auszudenken, die aber nur Ideengeber sind. Wie als würdest du "Pferd" sagen, und er einen Text über ein krebskrankes Pferd und die Besitzerin schreiben.
 

Benutzer154455 

Sorgt für Gesprächsstoff
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Benutzer123446 

Beiträge füllen Bücher
Na ja, einerseits stimme ich dir nicht unbedingt zu, was die Inhalte von Texten angeht. Man kann sehr gut auch über Dinge schreiben, die man erfunden hat und beispielsweise nur ein Wort oder eine Stimmung als Aufhänger nehmen.

Wir sind beide eher introvertierte Menschen und tun uns schwer für längerfristige
Zeit Gesprächsthemen zu finden, die nicht in ein paar Sätzen beendet wären.
Als introvertierter Mensch irritiert mich diese Aussage ein wenig :zwinker:
Über was sprecht ihr denn miteinander?
Unternehmt ihr ggf. gemeinsam Dinge, über die ihr reden könnt?
Könnt ihr miteinander schweigen?
Für was interessiert ihr euch, worüber ihr ggf. sprechen könnt (z.B. Politik im In- und Ausland, medizinische Forschung, ethische Fragen...)?
Was macht ihr denn miteinander?

Da frage ich mich natürlich, wenn unsere Beziehung jetzt schon an so einem Punkt angelangt ist,
wo jedes Wort und jedes Verhalten auf die Goldwaage gelegt wird und man Angst haben muss,
dass es zerbricht, ob es da Sinn macht zusammenzuziehen. :/
Weshalb denkst du denn, dass jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird?
Wie sieht ER das ganze eigentlich - habt ihr schon mal über das Thema "Beziehung(skrise)" gesprochen?
 
B

Benutzer

Gast
Hat du den schon versucht mit ihm oben über deine Gefühle zu reden?
 

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Ihr habt jede Menge Gesprächsthemen über die ihr sogar dringend reden solltet. Aber so wie du euch beschreibst redet ihr darüber leider nicht sondern betreibt Smalltalk ('wie war es auf der Arbeit').
Smalltalk berührt nicht. Das schafft keine tiefe Verbindung zum Partner, sondern langweilt im schlimmsten Fall.

Traut euch an die Themen ran die euch im Innersten bewegen. Aber ganz wichtig: nicht mit Vorwürfen. Sondern mit offenen Fragen. Und Ich-Aussagen.
Ich habe ihm mal im sarkastischen Ton geschrieben, dass es mir Leid täte, dass ich ihn
zu solchen traurigen Songs inspiriere, woraufhin er meinte, es hätte doch nichts mit mir
zu tun (mit einem lachenden Smily). Naja, es fiel mir schwer das zu glauben und es klang
für mich eher danach, dass er mich trösten wollte.
Anstatt zu schreiben solltest du mit ihm darüber reden, aber nicht sarkastisch.
Sag ihm dass du nicht weißt ob Zusammenziehen eine gute Idee ist weil du das Gefühl hast, dass ihr keine Gesprächsthemen habt. Frag ihn, ob er auch den Eindruck hat.
Sag ihm dass du Angst hast dass er in der Beziehung traurig ist eben wegen diesen Songtexten. Aber mach es nicht angreifend. Frag ihn wie er es empfindet und ob er sich eine Veränderung wünschen würde.

Sag ihm auch gerne, dass du dir mehr Zärtlichkeiten wünschen würdest. Das funktioniert aus meiner Erfahrung am besten mit einem kleinen Lob: ich fühl mich so wohl wenn du mich in den Arm nimmst, ich könnte das ständig haben.

Frag ihn ob es etwas gibt das er sich wünscht oder das er gerne an eurer Beziehung ändern würde.

Ihr habt da echt viele Themen die euch im Innersten bewegen. Wenn ihr es schafft offen und ohne Vorwürfe darüber zu reden werdet ihr euch danach sicher viel verbundener fühlen.
Mir geht es zumindest immer so, die Gespräche über uns sind so intensiv und gut und wichtig und befreiend dass mich ihm danach immer ganz nah fühle.
 

Benutzer154455 

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Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn es ab und zu diese Zeiten gegeben hat, indem ich oder er über etwas lang und viel erzählen konnte, dann hat man die Veränderung deutlich gespürt und sich vertrauter, sogar verbundener gefühlt als zuvor. Leider kommt das viel zu selten vor ...
Eventuell verwechselst du da zwei Sachen. Es kommt nicht darauf an möglichst viel zu erzählen und möglichst lange zu reden.
Es kommt darauf an dass das was du sagst etwas Wichtiges, Persönliches ist. Das kann man aber auch in zwei Sätzen sagen.
Deswegen hab ich oben die ganzen Beispiele gebracht, das sind alles ganz persönliche Dinge bei denen ihr euch näher kennen lernt.
Und da geht es darum, den anderen nah an sich ran zu lassen, zu vertrauen. Mir fällt das ziemlich schwer obwohl ich gerne und viel rede. Weil ich Angst habe, dass ich abgelehnt werde. Dass mein Freund mich nicht so mag, wie ich eigentlich bin.
Das ist Unsinn, und das weiß ich auch, aber trotzdem tue ich mir sehr schwer, Menschen wirklich nah an mich ran zu lassen.

Kann es sein, dass das bei euch beiden ähnlich ist? Dass es eigentlich gar nicht darum geht dass ihr introvertiert seid, sondern dass ihr euch schwer tut euch fallen zu lassen und euch emotional so richtig nahe zu kommen? Mal zu sagen was einen wirklich bewegt, auch wenn man denkt dass das bescheuert klingt?

Falls dem so ist könntest du mit etwas einfachem anfangen: erzähl etwas was dich fröhlich macht, was dich begeistert, wo du Spaß dran hast. (Z.B. 'yeah, ich hab beim Zocken *setze etwas beliebiges ein* endlich geschafft', oder 'ich hab voll das tolle Oberteil gesehen' oder 'die Szene bei der Serie hat mich geflasht, überrascht, mir Angst gemacht').
Ist im Prinzip egal was, aber gewähre deinem Freund mal einen kleinen Blick in dich rein. Wie es dir geht, was du fühlst, was du denkst, was dich umtreibt. Vielleicht ergibt sich dadurch schon ein gutes Gespräch. Viel Erfolg!
 

Benutzer154455 

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