Zusammenbleiben wegen der Kinder

G
Benutzer Gast
  • #1
Hallo an alle 🙂

Mich würde mal interessieren wie hier einige dazu stehen in einer Beziehung/Ehe zu bleiben , der Kinder zu liebe ? Praktiziert das jemand so und wenn ja wie läuft der Alltag bei euch ?

Oder ich habe auch schon gehört das manche bei ihren Partnern bleiben bis die Kinder volljährig sind und sich dann von ihren Mann getrennt haben.

Würde mich über einen regen Austausch freuen.

😉
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Wir haben uns vor über 5 Jahren getrennt.

Warum zusammen bleiben, wenn es nicht mehr passt?

Wohnen nebeneinander, zahlen gemeinsam das Haus weiter ab.
Verhältnis zu den Kindern ist gut.
 
fox79
Benutzer204515  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Halte ich grundsätzlich für eine schwierige Entscheidung!

Kann falsch sein, kann richtig sein, hängst stark davon ab wie gut ihr euch noch versteht, wie gut ihr als Eltern funktioniert und welche konstruktiven Lösungen ihr euch vorstellen könnt.

Ich bin sehr lange mit meiner Frau zusammengeblieben, weil ich Angst hatte, wenn ich gehe, dann sehe ich meine Kinder noch so jedes 2. WE. Die Ehe war schwierig, die Kommunikation mangelhaft, was die Kinder betraf haben wir es ganz gut hinbekommen, denke ich aber die haben sicher auch gemerkt, dass Mama und Papa nicht mehr glücklich sind.

Jetzt, fast 4 Jahre nach der Trennung, haben wir ein stabiles Wechselmodell und meine ExFrau und ich haben angefangen wieder freundschaftlich miteinander umzugehen. Für die Kinder war es ein Umstellung und am Anfang sicher nicht einfach aber jetzt ist es total normal und ich denke, es geht ihnen gut damit, dass sie immer wieder im Wechsel zu einem "ausgeruhten" Elternteil kommen, der sie ein bisschen vermisst hat und sich auf sie freut.

Meiner Meinung nach ist Zusammenbleiben wegen der Kinder in den meisten Fällen keine gute Idee. Lieber ordentlich trennen und eine gute, gemeinsame Lösung für die Kinder finden.
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #4
fox79 fox79 seit ihr dann trotzdem noch gemeinsam z. B. In den Urlab gefahren oder wurde dann schon viel getrennt unternommen obwohl man noch zusammen war ?
 
P
Benutzer230910  (47) Klickt sich gerne rein
  • #5
Halte ich für eine schlechte Entscheidung.
Man hat sich im "besten" Fall nichts mehr zu sagen und trägt im schlechtesten Fall permanente Konflikte aufgrund stetiger Auseinandersetzungen und Spannungen vor den Kindern aus.

Wie ich es in einem anderen Thread schon einmal formuliert habe.
Selbst wenn man es schaffen würde, Kindern heile Welt vorzuspielen (halte ich aber zu 100% für ausgeschlossen, dass einem das gelingt), was heißt das denn?
Dass man seine Kinder dauerhaft absichtlich anlügt...und das halte ich für nicht erstrebenswert und fatal bzgl. der Vorbildwirkung.
 
Zuletzt bearbeitet:
T
Benutzer228096  (39) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #6
Jeder Fall ist doch anders. Das hängt völlig davon ab wie die Beziehung zwischen Mann-Frau im Detail aussieht, wie groß der Leidensdruck bei einem der Partner ist, wie die Kinder sich verhalten.

Grundsätzlich sehe ich aber die Begründung "der Kinder zu liebe" als eher kritisch an. Kinder können auch durchaus durch eine schlechte Beziehung der Eltern leiden, sie bekommen Streit mit, aber auch wenn ein oder gar beide Elternteile unglücklich sind. Meistens lernen sie dann auch dauerhaft schlechte Kommunikations- und Verhaltensstrategien in Beziehungen, weil sie eben die schlechten Strategien der Eltern kopieren.

Sicherlich ist es für Kinder am schönsten, wenn sie in einer harmonischen Umgebung mit beiden Elternteilen aufwachsen können, aber wenn es diese eben nicht gibt, dann ist "der Kinder zu liebe" zusammenzubleiben nicht unbedingt das, was die Kinder brauchen...
 
fox79
Benutzer204515  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #7
fox79 fox79 seit ihr dann trotzdem noch gemeinsam z. B. In den Urlab gefahren oder wurde dann schon viel getrennt unternommen obwohl man noch zusammen war ?
Als wir noch zusammen waren haben wir natürlich zusammen Urlaub gemacht.

Für die Kinder waren wir ganz normal zusammen. Offiziell für alle anderen waren wir ganz normal zusammen.

Und so für unser Verständnis waren wir ganz normal zusammen, oder dachten es zumindest.

Wie ich mittlerweile weiß hat jeder von uns für sich gelitten. Nach fast 20 Jahren hatten wir uns einfach unterschiedlich entwickelt und es hat nicht mehr gepasst. Da wir früher ein tolles Paar waren, wollten wir das natürlich nicht wahrhaben... wir haben doch so viel zusammen aufgebaut... Eigenheim... Kinder...

Das alles zählt nicht, wenn es zu Ende ist, dann ist es zu Ende!
 
kitty love doggy
Benutzer206015  (35) Öfter im Forum
  • #8
Einer der trennungsgründe war das mein mann "es für die kinder hinbekommen will mit mir"....

ICh will wegen mir ....wegen uns... es probieren....
aber nach dem satz kam ich mir noch weniger gesehen vor🙁...
 
CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #9
Macht aus meiner Sicht höchstens dann Sinn, wenn sich beide bewusst sind warum sie (vorläufig) zusammen bleiben und sie es schaffen, ein freundschaftliches, einander wertschätzendes Miteinander zu leben.
 
Allegiance147
Benutzer203000  Öfter im Forum
  • #10
Wir haben uns für die Kinder getrennt, das Zusammenleben war nicht möglich ohne die Kinder mit zu belasten. Meine Eltern waren auch lange der Meinung sie müssen zusammen bleiben für uns Kinder und es war der Horror. Genau das wollte ich nicht und meine Kids haben ein super Verhältnis zum Papa, zum Bonuspapa und ich komme mit meinem Ex auch besser zurecht seit ich ihn nicht täglich sehen muss.
 
E
Benutzer209281  (52) Öfter im Forum
  • #11
Kinder brauchen Sicherheit.
Schlimm ist es, wenn offener oder unterschwelliger Streit, Unzufriedenheit oder womöglich Gewalt herrscht und Kinder spüren oder glauben, dass das ihre Sicherheit vom Aufgehoben sein in der Familie gefährdet.
Ich vermute, dass so eine Situation bei mir zu schwierigem Bindungsverhalten geführt hat. Ich hab als Kind versucht Sicherheit für die Eltern herzustellen, ziemlich problematisch.
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (40) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #12
Mich würde mal interessieren wie hier einige dazu stehen in einer Beziehung/Ehe zu bleiben , der Kinder zu liebe ?
Käme für mich nicht infrage. Das würde mich unglücklich machen. Und unglücklich bin ich, wie ich bereits weiß, keine gute Mutter. 😒 Also nein, definitiv nicht.
 
Paulebaer1979
Benutzer152594  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #13
Als ehemaliges Scheidungskind rate ich davon ab. Kinder spüren/merken, daß etwas mit den Eltern nicht stimmt und suchen den Fehler im schlimmsten Fall bei sich selbst.
Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
 
TypischUntypisch
Benutzer125146  (41) Meistens hier zu finden
  • #14
Ich finde auch den Aspekt wichtig zu betrachten, was es bei den Kindern für ein Gefühl auslöst, wenn die Eltern sich trennen, sobald die Kinder ausgezogen sind/ erwachsen sind, was auch immer.

Das kann zu großen Schuldgefühlen führen oder ähnlichem führen.
 
CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #15
V
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #16
Ich kenne ein Paar, bei dem es insgesamt ganz gut geklappt hat.
Er hatte dann Affären, sie wusste davon und hat es hingenommen. Leicht war es vermutlich nicht.
Es war nicht NUR wegen der Kinder, er fand darüber hinaus, er wäre es ihr schuldig, für sie zu sorgen, da sie wegen der Familiengründung beruflich viel aufgegeben hat.
Ein Liebespaar sind sie nicht mehr. Aber ein Paar. Die Kinder spielen in diese Entscheidung schon lange nicht mehr rein (da erwachsen).

Ich persönlich brauche Liebe. Ich kann mir eine WG mit meinem Ex-Partner, der mich mal geliebt hat und den ich mal geliebt habe, überhaupt nicht vorstellen.
Dann lieber eine Freundschaft – sauber getrennt.
 
D
Benutzer191261  Öfter im Forum
  • #17
Mit meiner Ex war ich ein "super Team" aber leidenschaft war Mangelware. Außerdem war ich dann am Ende nur noch das Kindermädchen, was ihre Ideen umsetzt. Meine eigene Meinung zu Erziehungsfragen war wertlos. Ich hab auch lange mit mir gehadert, die Trennung war aber die richtige Entscheidung.
Kinder bekommen mit, wenns bei den Eltern nicht mehr funzt. Und man gibt den Kindern ein falsches Realitätsbild. Nämlich, dass Eltern ausschließlich Eltern sind.
Ne kleine Anekdote von einem ehemaligen Vorgesetzten. Er hats so gemacht, blieb mit seiner Frau zusammen bis die kleinste 18 war und anfing zu studieren. Dann hat er sich von ihr getrennt. Als die kleinste dann fragte warum sie sich jetzt trennen hat er ihr gesagt, dass er schon 10 Jahre unglücklich in der Beziehung war und nur der Tochter zuliebe mit seiner Frau in einer unglücklichen Ehe war. Die Tochter ist in Tränen ausgebrochen und war ihrem Vater sehr böse. Ihre Aussage: "Ich habe dich nie darum gebeten 10 Jahre deines Lebens wegzuwerfen nur damit ich glücklich sein kann. Ich will genauso dass du glücklich bist und es macht mich unglaublich traurig, dass du mir ungefragt diese Last aufbürdest."
Klar verstehen Kinder das mit 6 Jahren noch nicht und wünschen sich ein ideales gesundes Elternhaus. Aber wenn sie reifer werden werden sie das verstehen.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #18
Man muss auch für die Kinder in die Zukunft denken.
Die Eltern einer Freundin sind zusammengeblieben und immer noch zusammen, obwohl die Ehe sicher schon 20 Jahre nicht mehr glücklich ist. Sie hat sich oft gewünscht, sie würden sich einfach scheiden lassen, weil es so belastend für sie war.

Sie selbst hat dann jahrelang in ihrer Beziehung ausgehalten und noch weitere Kinder mit dem Mann bekommen, obwohl sie nicht glücklich war. Weil ihre Standards durch das, was ihre Eltern ihr vorgelebt haben, sehr niedrig waren. Sie dachte einfach, sie hätte nichts Besseres verdient, ihr Glück wäre nicht wichtig.
 
Katerstrophe
Benutzer217004  (30) Öfter im Forum
  • #19
Also ich erinnere mich noch gut daran, wie oft ich hinter geschlossener Türe gehört hab: "und wenn die Kinder nicht wären wäre ich schon lange weg!"

Das war nicht schön und ich glaube, sie hätten es ncihtmal so formulieren müssen, wir wussten, dass unsere Eltern unseretwegen zusammen sind. Nicht nur, damit wir ein besseres Leben haben.

Sie haben sich getrennt da war ich 17 oder 18, die große Schwester führte da schon ein paar Jahre ihr eigenes Leben, die kleinen Schwestern waren 10 oder so.

Ich weiß noch, dass einer meiner ersten Gedanken, als sie uns sagten dass Papa auszieht war: endlich. Aber, Ich war die ersten Monate so wütend auf meinen Vater, fühlte mich allein und zurück gelassen, er hat den einfachen Weg gewählt und sich verpisst in meinem Augen (heute weiß ich, es war die einfachere Lösung eine Person zieht aus anstatt 4 😂) es war schwierig mit Mama und ich gab ihm die Schuld.

Ich zog dann auch schnell aus und ab dann wurde es besser. Heute führen meine Eltern so ein tolles Leben, haben Hobbies, Freunde, ich sehe sie gerne so und bin vor allem auf Mama sehr stolz, was sie sich in kurzer Zeit aufgebaut hat. Sie haben so viele Jahre verschwendet...

Was ich daraus mitgenommen hab sind einige Ängste mich zu binden, weil ich weiß dass meine Mama von Papa sehr abhängig war. Aber auch finanzielle sorgen. Sie hatte nur ihren Teilzeitjob, nichts für ihre Bildung getan und hatte nie viele Möglichkeiten. 4 Kinder wovon drei Zuhause gelebt haben und ein Teilzeitjob.. da kann man sich eh ausrechnen dass es eng wird.

Ein halbwegs positiv Beispiel hab ich im Freundeskreis, ich weiß noch immer nicht so genau, was für eine Konstellation das ist. Sie hat einen neuen Partner, lebt mit dem Vater der Kinder in einem Haus, phasenweise ist ihr neuer Partner auch zugegen, sie Unternehmen viel zu dritt, auch Urlaube usw und nach langem hin und her sind einfach alle fein damit. Sie ist mit dem Kindesvater noch sehr innig, den neuen liebt sie.

Beziehung ist für beide offen und er kann auch Daten, möchte er aber nicht.

Wäre nix für mich 🫠
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (44) Sehr bekannt hier
  • #20
Ich hatte mir vor einer Weile mal die Studienlage dazu angesehen, weil ich wissen wollte, was denn da die messbaren Fakten sind. Soweit ich mich erinnere war es genau so, wie es hier beschrieben wird: für Kinder ist es viel gesünder und weniger belastend, wenn die Eltern sich sauber trennen, anstatt immer wieder über dieselben Themen in Streit zu geraten.

Ich hab hier auch wieder ein paar Mal rausgelesen, dass lange überlegt und abgewägt wurde, bevor sich getrennt wurde. Voll verständlich, hab ich bei meiner Trennung (ohne Kinder) vor nem Jahr auch so gemacht.
Ich würde mich so weit aus dem Fenster lehnen zu behaupten, dass ganz viele nach dem Trennungsprozess sagen: war genau das richtige, war überfällig, jetzt geht es allen besser, hätte man eigentlich auch schon ein paar Jahre früher machen können.
Deswegen rate ich hier mittlerweile auch schneller zur Trennung. Denn: Menschen ändern sich nicht, und was einen am Andern stört, weiß man meist schon nach den ersten paar Wochen. Danach steigt bloß noch der Leidensdruck und die Hoffnungslosigkeit.
 
AK3
Benutzer191142  (43) Öfter im Forum
  • #21
Ich finde es nicht gut, wenn man nur noch wegen der Kids zusammen bleibt. Kinder sind ja nicht blöd. Und eine unterschwellige Spannung herrscht mit Sicherheit oft, Kinder haben sehr feine Antennen.

Ich finde, es ist eine berechtigte Frage und nicht außer acht zu lassen, welches Familienmodell und vor allem den Umgang untereinander den Kids vorgelebt wird. Das prägt einige vermutlich mehr, alles man denkt.

Zu Trennungen rate ich nie. Denn es ist nicht mein Leben, nicht meine Entscheidung, nicht meine Baustelle. Das dürfen die Betroffenen schon ganz alleine entscheiden.
Falls es enge Freunde betrifft, stehe ich zu ihnen, egal wie sie sich entscheiden.
 
S
Benutzer152906  (48) Beiträge füllen Bücher
  • #22
Wie ich es in einem anderen Thread schon einmal formuliert habe.
Selbst wenn man es schaffen würde, Kindern heile Welt vorzuspielen (halte ich aber zu 100% für ausgeschlossen, dass einem das gelingt), was heißt das denn?
Dass man seine Kinder dauerhaft absichtlich anlügt...und das halte ich für nicht erstrebenswert und fatal bzgl. der Vorbildwirkung.

Da stellt sich für mich die Frage ... wer von Lügen und "heile Welt" vorspielen gesprochen? Klar ... das wird in der Mehrzahl der Fälle so sein ... aber zumindest grundsätzlich wäre es ja auch möglich, den Kindern gegenüber mit offenen Karten zu spielen.
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #23
Off-Topic:
Bei uns wird gerade etwas nachgedacht, wie viel eigentlich noch Partnerschaft ist und ob das Berufs-/Familienleben das ganze nicht konsumiert hat 😔
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #24
Ich hab noch nie verstanden, warum man wegen Kindern zusammenbleibt.
Dass mein Sohn eine Zeitlang nicht glücklich war, dass er, meist nach unseren Vorgaben, zwischen uns pendeln muss, und sich manchmal auch uns beide in der Nähe wünscht, das verstehe ich schon.
Aber danach richten würde ich mich nicht. Mir fällt auch kein Argument ein, warum das für irgendwen von den Beteiligten letztlich etwas Gutes bringen sollte. Hast Du (TS) welche? oder andere?
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • #25
Es gibt aber auch die Paare, die sich nicht mehr lieben, sich aber noch mögen und verstehen und dann können diese Paare durchaus zusammenbleiben und ein harmonisches Familienleben führen, zum Wohle der Kinder.
So ist es bei meiner Partnerin und ihrem Mann. Sie verstehen sich gut, sind noch zusammen, aber es besteht keine Anziehung mehr. Die Kinder leben in einem harmonischen Umfeld auf und wissen, dass es mich gibt und die Mama ein sehr inniges Verhältnis zu mir hat.
Es muss nicht immer Streit geben, nur weil die Liebe erloschen ist.
 
CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #26
Es gibt aber auch die Paare, die sich nicht mehr lieben, sich aber noch mögen und verstehen und dann können diese Paare durchaus zusammenbleiben und ein harmonisches Familienleben führen, zum Wohle der Kinder.
...
Es muss nicht immer Streit geben, nur weil die Liebe erloschen ist.
Ich bin da in weiten Teilen Deiner Meinung und vertrete diese Sichtweise auch oft.
Ein Teil in mir hat jedoch Bedenken, dass die Eltern ihren Kindern dabei eines jedoch nicht vorleben und mit auf den Weg geben können: die Eltern als Liebespaar zu erleben. Der Umgang miteinander ist eben anders und ich finde es wichtig für Kinder, diese Liebe nicht nur ihnen gegenüber sondern auch zwischen den Eltern täglich fühlen zu können.
Ich bin der Meinung, dass sich das oft in den späteren Beziehungen der Kinder widerspiegeln wird.
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • #27
Das ist alles möglich, Kinder lernen aber auch, dass es verschiedene Beziehungsmodelle gibt und es in erster Linie wichtig ist, dass es allen gut geht. Sie sehen zum Beispiel, dass wir uns lieben und der Papa damit kein Problem hat. Und sie sehen, dass ich damit kein Problem habe, dass es die Familie gibt.
In getrennten Familien gibt es oft Streit, wenn neue Partner*innen dazukommen, da könnte man auch darüber diskutieren, welche Ängste das bei Kindern auslösen könnte.
Ich denke, es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern man sollte immer jede Einzelsituation betrachten und Kinder können in verschiedenen Konstellationen glücklich aufwachsen. Am meisten dann, wenn alle Erwachsenen glücklich sind.
 
F
Benutzer230673  (50) Ist noch neu hier
  • #28
Ich habe mich erst im Oktober von meinem Mann getrennt. Unsere Kinder sind 24, 21 und 9 Jahre.
Es ist nicht immer leicht.. wir haben uns so auseinander gelebt und es war nur noch wie Bruder und Schwester.
So wollte ich auch nicht weiterleben.
Ich habe aktuell eine Freund, genau das Gegenteil von meinem Mann. Statt Stabilität ein absoluter Freigeist und braucht seine Freiheit. Ich liebe den Kerl, aber iwie vermisse ich auch den Gedanken an eine gemeinsame Zukunft.
Vielleicht ist es gerade auch die Adventszeit die alles schwerer macht.
Und ja,der Kinder wegen zusammen bleiben ist nicht das gelbe vom Ei.
Da lügt man sich selbst was vor
 
A
Benutzer167118  (31) Sehr bekannt hier
  • #29
Ich habe keine Kinder, aber ich würde nicht nur den Kindern zu Liebe mit meinem Partner zusammen bleiben, wenn es nicht mehr passt.
Schön ist es natürlich für Kinder nicht, wenn die Eltern sich trennen, aber ich kenne genug Beispiele und die Kinder sind immer irgedwie damit klar gekommen.

Unter bestimmten Umständen ist eine Trennung sogar deutlich besser für die Kinder zu verarbeiten als wenn man nur ohne zuliebe zusammen bleibt, glaube ich.
Nämlich dann wenn der Haussegen schon schief hängt und das auch nicht besser wird. Selbst wenn man sich zusammenreißt und nicht ständig vor den Kindern streitet. Die sind ja nicht blöd und merken es natürlich. In dem Fall sollte man sich gür dich selbst und den Kinder zuliebe eher trennen denke ich.
 
S
Benutzer232024  (53) Klickt sich gerne rein
  • #30
Mich würde mal interessieren wie hier einige dazu stehen in einer Beziehung/Ehe zu bleiben , der Kinder zu liebe ?
Knurz und knapp:
Ich war schon mal in der Situation, als meine erste Tochter damals drei Jahre alt wahr.
Die Beziehung zu ihrer Mutter hat mich innerlich so kaputt gemacht und ich habe lange gebraucht mir dessen klar zu werden.
Ich stand also vor der Entscheidung:
bleiben, dann hat das Kind einen Vater der "da" ist, aber innerlich verkümmert
oder gehen und gesund bleiben und die Tochter wenigstens ab und zu sehen zu dürfen

Sobald ich wußte, darum geht es, hatte ich mich entschlossen zu gehen.
(das ist fast 20 Jahre her)
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren