Job Zukunftsängste

Benutzer102356 

Sorgt für Gesprächsstoff
Auch ich muss mich wieder zu Wort melden, ich brauch eure Hilfe! Ich weiß, dass ihr mir nicht die Entscheidung abnehmen könnt. Aber andere Meinungen zu folgenden, würden mir schon enorm weiterhelfen! Es geht um meine berufliche Zukunft.

Kurz zur Vorgeschichte: Ich habe 2008 mein Abi gemacht. Danach gleich ein duales Studium begonnen. Damals war ich ziemlich blauäugig, dachte irgendwie wird das schon. Der enorme Aufwand, was so ein duales Studium beinhaltet, war mir nicht bewusst... Die Realität holte mich schnell ein. Ich wurde wahnsinnig oft krank, Nervenzusammenbrüche standen auf der Tagesordnung. Ich hatte auch ständig Ärger mit meinen Freund, was mich ebenfalls runtergezogen hat. Irgendwann bin ich vor meinen Hausarzt zusammengebrochen, der fragte ob ich Suizidgedanken hege etc... Naja alles nahm sein Lauf. Ich war 12 Wochen in stationärer Therapie und brach mein Studium ab. Wollte komplett neu anfangen.

Seit August 2010 schreib ich wieder wie verrückt Bewerbungen. Nun u.a. die hammer Zusage (worauf ich total stolz bin - wahnsinnig viele Bewerber und ein Auswahlverfahren mit 4 Stufen, was es in sich hatte). Ich darf meinen Verwaltungsfachwirten machen. Dieser würde 2 Jahre dauern. Man könnte es mit der gehobenen Beamtenlaufbahn vergleichen (vom Aufgabenfeld her). Ich werde auf jeden Fall nach erfolgreichen Abschluss übernommen. Ich würde gut verdienen und hätte gewisse Sicherheit, die ich besonders benötige.

Aber: Ich habe nun Panik, dass ich es wieder nicht packe. Ich habe totale Selbstzweifel. Dazu müsste ich in eine fremde Stadt, weg von Familie und Freunde (was laut Therapeuten allerdings positiv zu bewerten wäre, weil ich Angst vorm Alleinsein habe). Ich lerne aber auch schnell neue Leute kennen, hatte da noch nie Schwierigkeiten (an guten Tagen natürlich :zwinker: ) Aber wie gesagt, wenn diese Selbstzweifel nicht wären. Was ist, wenn ich wieder einen depressiven Schub bekomme? Wenn ich der ganzen Situation einfach noch nicht gewachsen bin? Die Therapie is jetzt ca. ein dreiviertel Jahr her. Bin ich wirklich stabil genug?!

Andererseits möchte ich voran kommen, was erreichen, mir vielleicht auch selbst was beweisen...

Danke für eure Meinungen! :smile:
 

Benutzer101427 

Verbringt hier viel Zeit
Also ich denke, dass es für dein Selbstbewusstsein nur positiv sein kann. Vielleicht auch das es dann durch die Entfernung zum Alten für dich einfacher macht.
Wie weit bist du denn, dann von deiner Heimat weg, wenn ich fragen darf?
 

Benutzer102356 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das wären um die 400 km. Also fix mal nach Hause fahren ist also nicht drin. Aber natürlich möchte ich auch endlich mal auf "eigenen Beinen" stehen.

Ich bin von Zuhause ausgezogen und gleich mit meinen Freund zusammen in eine Wohnung. Er hat sich auch um das meiste gekümmert (Versicherungen etc) Also habe noch nie wirklich alleine gewohnt. Abgesehen davon, dass er viel weg war (Ausland etc)
 

Benutzer101427 

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke du wirst dann bestimmt, auch neue Freunde finden und wenn du erstmal auf eigene Beinen stehen kannst, dann kannst dich auch besser auf deinen Job konzentrieren.
 
G

Benutzer

Gast
Ich denke, dass du dir deinen Neuanfang von deinen Ängsten nicht verderben lassen solltest. Immerhin: Du weißt diesmal worauf es ankommt, welche Probleme auf dich zukommen können. Du kannst dich darauf vorbereiten.

Jeder Anfang ist schwierig, aber danach ist es meist umso schöner. Wenn du merkst, dass du ernste Probleme bekommst weißt du ja, wo du Hilfe bekommst.

Du machst das schon :smile:
 

Benutzer102356 

Sorgt für Gesprächsstoff
Schon mal Dankeschön für die schnellen Antworten :smile:

Ich muss dazu sagen, dass ich beim ersten Studium schon Probleme hatte und immer nur knapp durch die Prüfungen gekommen bin (wir wurden alle vier Monate geprüft :s ) Die Ärzte glauben allerdings, dass es allgemein an meinen schlechten gesundheitlichen Zustand gelegen haben könnte.

Die Inhalte sind beim Verwaltungsfachwirt ähnlich wie bei meinen abgebrochenen Studium. Die Zweifel sind natürlich, ob ich es diesmal schaffe :frown:
 

Benutzer90320 

Benutzer gesperrt
klar du schafst das.

Naja sorry, ihr kennt sie doch überhaupt nicht und könnt es gar nicht einschätzen, wozu sie wirklich in der Lage ist, besonders wegen depressiven Schüben.
Man weiß überhaupt nicht, was man den Leuten wirklich zutrauen kann, weil man hier gar keinen kennt, außer einen Nick und das Alter.

Das ist alles eh hier schon sehr gewagt. Genauso kann ich in der fremden Menschenmenge irgendeinen herauszerren und urteilen, was er kann - also gar nicht.

Ich würde es mir nicht mal anmaßen, es einem Bekannten zu raten, geschweige anonym an einen anonymen User.

Klar will man einem gut zureden - aber wenn man es selber nicht einschätzen kann, weil man diejenige Person überhaupt nicht kennt, finde ich das sinnlos.
"Du schaffst das" ist an den Haaren herbeigezogen.
Mann kann raten, was man selber in der Situation machen würde - klar, das geht.
Aber ich würde mir nicht anmaßen, über Unbekannte zu urteilen, was zu was sie in der Lage sind, wenn für die Person wichtiges auf dem Spiel steht.

Ich würde die Sache viel besser mit einem Therapeuten besprechen, der dich kennt und besser einschätzt, als wir alle.
Das ist die beste Meinung, die du dir holen kannst.

Sorry, aber meine Meinung dazu.
 
G

Benutzer

Gast
Sicherlich ist es schwierig, deine Situation zu beurteilen, ohne dass man dich kennt.
Allerdings finde ich schon, dass du genügend Sicherheiten hast, um es einfach zu versuchen.
Es ist die Richtung, die dich interessiert, schließlich war dein Studium schon ähnlich aufgebaut. Deine Therapeutin traut es dir zu, diesen Schritt zu bewältigen und sieht es sogar als wichtigen und richtigen Weg, dass du deine Ängste überwindest.
Das alleine finde ich schon eine ziemliche Bestätigung, denn schließlich kennt sie dich und kann daher gut einschätzen, wie du dich in der letzten Zeit verändert hast. Würde sie keine guten Gedanken bei der ganzen Sache haben, würde sie es dir doch sagen.
Hinzu kommt, dass du dich durch dieses Bewerbungsverfahren geboxt hast und sogar genommen wurdest. Das heißt, du hast einen großen Willen, das Ding auch durchzuziehen.

Dass du nun ein bisschen Angst hast, ist doch klar. Das este Mal alleine zu wohnen und plötzlich alles alleine geregelt zu bekommen ist ja auch total aufregend. Denjenigen, der davor keine Angst hat, möchte ich doch gerne mal sehen. :zwinker:
Du verlierst ja nicht den Kontakt zu deiner Familie und deinen Freunden und wenn du mal Hilfe benötigst, sind sie für dich da. Aller Anfang ist schwer, aber wenn man es dann doch gut schafft, ist man umso stolzer auf sich selbst.

Und vielleicht hilft dir dein Vorwissen aus dem Studium sogar ein bisschen. Auch wenn die Prüfungen damals nicht immer so super liefen, hast du eine Menge von dem Stoff auf jeden Fall schonmal gehört und das könnte durchaus dein Vorteil sein. :smile:
 
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