Zukunft des Journalismus

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Es wird ja von vielen vorausgesagt, dass Fernsehen und Printmedien (Zeitungen) nach und nach verschwinden, weil die Jugend heute nur noch im Internet ist. Dort kann jeder Amateur Seiten, Blogs und Foren erstellen und braucht dazu keine Ausbildung. Dazu gehört auch Wikipedia.

Werden ausgebildete Journalisten (mit Studium) in 10 Jahren überhaupt noch gebraucht?
 
3 Woche(n) später

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Werden ausgebildete Journalisten (mit Studium) in 10 Jahren überhaupt noch gebraucht?
Gebraucht werden sie sicher

Falls Du aus beruflichem Interesse fragst: Die Frage ist, ob sich Verlage und Gesellschaft sie leisten wollen. Da habe ich erhebliche Zweifel...

M.a.W.: Falls Du Dich in die Richtung orientieren willst, studier nicht Journalismus, sondern irgendwas, was Dich interessiert und was Dich im Zweifelsfalle auch ermährt.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Mhm , also ich denke, dass Journalismus nicht in der Form verschwindet . Es muss ja noch welche geben , die ordnungsgemäß die Eilmeldungen nachbearbeiten .
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Mhm , also ich denke, dass Journalismus nicht in der Form verschwindet . Es muss ja noch welche geben , die ordnungsgemäß die Eilmeldungen nachbearbeiten .
Die Frage ist halt, ob jemand was dafür bezahlen will. Falls nicht, wird der Journalismus als Beruf auf jeden Fall verschwinden.

Und "Eilmeldungen nachbearbeiten" findet schon jetzt kaum noch statt - für Korrekturlesen und/oder Nachrecherchieren fehlen oftmals Zeit und Geld.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Bräuchten wir guten Journalismus? Ja. Den braucht man immer.

Werden viele gewillt sein, dafür zu bezahlen? Das ist leider fraglich.

Wird der Printmarkt weiter schrumpfen? Ja, auf jeden Fall. Gerade kleinere Zeitungen werden's sehr, sehr schwer haben.

Wird das Fernsehen komplett verschwinden? Nein, zumindest nicht so schnell. Aber Mediatheken und On-Demand-Angebote werden immer wichtiger werden.

Wird die Bedeutung von Blogs an der Grenze zum Journalismus weiter wachsen? Auf jeden Fall.

Was heißt das nun? Journalismus ist momentan sicher nicht das zukunftsträchtigste Studium. Ich denke aber schon, dass es auch zukünftig Wege geben wird, damit Geld zu verdienen. Es werden nur zum guten Teil neue Wege sein - und vermutlich nicht so viele Menschen ernähren, wie es in der Vergangenheit der Fall war.

Die ganz großen - Spiegel, NYTimes, Guardian und Co - werden sich halten, daneben wird aber denke ich der Nischen-Markt online besondere Bedeutung erhalten. Spezialisierte Angebote, sei's nun lokal oder thematisch, die sich entweder über Werbung, oder, wenn sie in den Augen ihrer Kundschaft großen Mehrwert bieten, über Spenden, Abos oder Abruf-Gebühren finanzieren.

Mit reinem News-Copy-Paste aus dem Ticker wird man zukünftig aber wohl nicht mehr Blätter oder News-Seiten unterhalten können. Und alle relevanten Newsbereiche wirklich journalistisch zu beackern werden sich nur noch die Großen leisten können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Die Frage ist halt, ob jemand was dafür bezahlen will. Falls nicht, wird der Journalismus als Beruf auf jeden Fall verschwinden.

Und "Eilmeldungen nachbearbeiten" findet schon jetzt kaum noch statt - für Korrekturlesen und/oder Nachrecherchieren fehlen oftmals Zeit und Geld.
Ich meinte ehr : Das was die Eil.Meldungen beinhalten nochmals dementieren oder eben weiter fuer richtige ausführliche Artikel aufarbeiten.

Ich denke aber etablierter Fachjournalissmuss wurde eh bleiben.

Siehe Anime und Gamerszene

Animania und GameStar sind die Medien da und haben im Verhaltnis bessere Absätze als die Bild.

Auch das in Hamburg etablierte Feuerwehr magazin wird eben nur erweitert weiter bestehen.

Kombiangebote wie das Abo Netznews Angebot von vielen dieser Magazine sorgt weiter für guten Absatz.

Fachmagazine im Sport wandern allerdings bei gleichbleibender Qualität immer mehr ins Netz ab , mit eigenen Apps usw.
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Gebraucht werden sie sicher

Falls Du aus beruflichem Interesse fragst: Die Frage ist, ob sich Verlage und Gesellschaft sie leisten wollen. Da habe ich erhebliche Zweifel...

M.a.W.: Falls Du Dich in die Richtung orientieren willst, studier nicht Journalismus, sondern irgendwas, was Dich interessiert und was Dich im Zweifelsfalle auch ermährt.

Nein, ich habe nur aus Interesse gefragt weil ich oft mit Journalisten zu tun habe. Selber möchte ich es nicht machen, die Zukunftsaussichten sind mir nicht sicher genug und die Bezahlung ist auch nicht die beste.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Nein, ich habe nur aus Interesse gefragt weil ich oft mit Journalisten zu tun habe. Selber möchte ich es nicht machen, die Zukunftsaussichten sind mir nicht sicher genug und die Bezahlung ist auch nicht die beste.
OK...

Wie gesagt: Gebraucht würden sie - da aber von den Verlagen immer mehr gespart wird (und auch unsere ach so grundversorgenden öffentlich-rechtlichen Sender unser Geld lieber für Fußball, Eurovisionsschrott oder Journalistendarsteller wie Jauch ausgeben statt für diejenigen, die die Arbeit machen), Selbständigkeit zwar möglich, aber für viele auch ein hartes Brot ist, kann ich ebenfalls nur abraten.

Umgekehrt gibt es immer noch viel zu viele Journalisten, die keiner braucht, weil sie selbstgefällig und kritikunfähig sind, aber irgendwann mal in dem Metier landen konnten und natürlich ihrerseits dem Ruf der Zunft schaden.
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Ich arbeite selbst gerade in der Branche.
Die Medienlandschaft verändert sich gerade. Verlage sowie Fernsehen haben langezeit das Internet verschlafen. Jetzt rücken sie aber nach. Nicht zwingend zu ihrem Nachteil. Das Fernsehen sit erstmal vorne. Sie haben die Chancen der Kombination von neuen Medien und Fernsehen recht schnell erkannt. Es gibt ja inzwischen viele Sendungen, welche man interaktiv beeinflussen kann (Augmentet Reality, Abstimmungen bei Shows, Interaktive Rateshows, Hintergrundsinfo bei großen Filmen, Bonusmaterial, etc).
Zeitungen und Zeitschriften, stoßen grad in den Onlinemarkt vor. Es gibt eine große Anzahl an neuen Ideen, die umgesetzt werden. Nicht wenige Zeitungen setzen heute stark auf ihre Onlinepräsenz. Diese wird teils sogar ganz anders als die Printmedien aufgebaut, zb andere Titelthemen, Videos oder interaktive Infografiken. Dinge eben, die im Print (noch) nicht gehen. Auch werden zb iPad-Ausgaben ganz speziell für dieses Medium aufbereitet. Was den Bezug angeht, ändert sich auch einiges. Vermehrt setzen die Verlage auf ihren Onlineangeboten auf Bezahlungen. Man kann Abos abschließen und erhält die Printausgabe sowie vollen Zugriff auf die Onlineangebote. Oder man kauft einzelne Artikel für wenige Cent. Klar ist, dass Stück für Stück der freie Content verschwindet. Kaum eine große Zeitunng lässt mehr alle Artikel komplett frei im Netz. Ich gehe davon aus, das sich das ausweiten wird. Ja es gibt eine Menge Seiten, woe man trotzdem umsosnt lesen kann. Aber frag mal, was liest du: das was ohnehin alle bringen. Die wirklcih spannenden Reportagen, zb ausführliche Krisenberichte, Analysen, Ratgeber und Reportagen verschwinden mehr und mehr.
Gut es gibt einige Blogger, die das frei machen (noch). Aber auch die machen das nicht umsonst. Meistens haben sie sehr präsente Werbepartner. Nicht wenige Hauptberufliche Blogger machen ihre Aufträge sehr gezielt aufgrund eines bestimmten Sponsors (sieh zb Reiseblogs oder Kochblogs). Sie werden gesponsort von Maggie (Unilever), Tui, BMW, etc. Der Umkehrschluss ist, dass diese Berichte nicht völlig objektiv sind.
Und dann kommt es sehr darauf an, was du willst. Allenthalben wird sich beschwert, dass die Qualität der Berichte so mies ist und man immer nur das gleiche liest. Das sit genau die Folge der Umsonstkultur. Niemand will mehr für professionelle Journalisten bezahlen (wobei das "niemand" extrem pauschalisierend ist). Aber alle schreien nach objektivem, professionellem Inhalt. Auf dauer funktioniert das nicht. Hier entsteht auch grad ein Umbruch. Ich kann noch nicht ganz sehen, wohin das führt. Meiner Erfahrung nach wird sich die Medienwelt in zwei Lager spalten: billigen, aber auch eintönigen und schlecht gemachten Billig-Content und professionelle Berichte, spannend und einzigartig, aber für einen gewissen Preis. Warum? Weil es nicht tiefer geht. Wenn die Anbieter (Verlage wie auch Journalisten) nicht umdenken, schaffen sie ihre eigenen Berufe ab. Und eines wird es nie geben: eine Welt ohne Berichtstatter. Es liegt somit auch an uns ob wir alle von Laien informiert werden wollen (wobei ich gerne die Laien sehen will, die in Kriegsgebiete fahren, in Gegenden extrem ansteckender Krankheiten oder zu Terrorstaaten) oder ob wir bereit sind ein paar Cent auszugeben für gute Berichte und Nachrichten. Die Zeit der Umsonstkultur, neigt sich dem Ende zu. Das ist meine Prognose.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Wenn die Anbieter (Verlage wie auch Journalisten) nicht umdenken, schaffen sie ihre eigenen Berufe ab.
Genau das ist aber das Problem: Wenn überhaupt noch Leute angestellt werden, werden die unter Tarif bezahlt - auch wenn die Verlage, wie etwa Springer, im Geld schwimmen. Es werden Stellen gestrichen, daß es quietscht - und zwar nicht nur in den Redaktionen, die tatsächlich in besseren Zeiten zu viele Leute einstellten. Ganz übel ist es bei fast allen Lokalblättern: Gerade hier ist eigentlich die Chance am größten, mit den Inhalten Geld zu verdienen, denn lokale Informationen bekommt man nicht von Spiegel Online oder Tagesschau.de. Aber wenn Lokaljournalisten gar keine Zeit mehr zum Recherchieren haben; wenn die Verleger der Meinung sind, man müsse der Stadtverwaltung und lokalen Unternehmen ehrerbietigst in den Allerwertesten kriechen - dann darf man sich nicht wundern, wenn die Leute das nicht kaufen wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Wie gesagt, arbeite ich derzeit in einer Lokalzeitung. Und sie lebt gut. Sie hat sich von ihrem Großkonzern losgekauft und ist inzwischen eigenständig. In ihrem Metier einzigartig. Räumt beständig Preise ab und füllt die Seiten wirklich regelmäßig und in großen Maße mit selbstrecherchierten Artikeln. Anders geht es im Lokaljournalismus gar nicht. Die großen Weltnachrichten kommen zu 90% von der dpa. Da gibts fast nur c&p, eventuell ein wenig Editing. Die lokalen Nachrichten (Bürgermeisterwahlen, Gemeidneratssitzungen, Geschäftsberichte großer Firmen, Unfälle, Verkehrsänderungen, Feste, Uninachrichten, Innovationen, Flüchtlinge, etc) müssen lokal recherchiert werden. Die Kollegen sind jeder mindestens viermal draußen um vor Ort zu interviewen, fotografieren und recherchieren. Die Zeitung hat diverse Serien, die ganz gezielt lokal ausgerichtet sind (Oldtimer vor Ort, der heimische Wald, Restaurantführer, Fahrradsicherheit, lokale Promis, etc). Und das läuft gut.
Aber mir ist bewusst, das das keine Üblichkeit ist. Auch diese Zeitung hat es schwer, aber es trägt sich. Sie haben den Mut sich zu öffnen zu neuen, spannenden Themen und erstmal mehr Geld reinzustecken als offensichtlich rein kommt. Eben da sehe ich das große Problem. Alle die nur mit dem Geldbeutel denken, denken zu kurz. Andere Verlage, die den Großkonzernen untergeordnet sind, verlieren immer weiter an Leserschaft. Einfach weil denen ein krasses Sparprogramm aufdiktiert wird. Das führt dazu, dass die Redakteure viel weniger bis gar keine Zeit mehr für spannende, individuelle Themen haben, was wiederum zu weiterem Schwund der Leserschaft führt. Und damit sterben immer weitere Verlage. Wie gesagt, hier muss umgedacht werden. Du hast völlig recht, dass immer weniger gezahlt wird. Aber die Arbeit muss gemacht werden. Und der Mindestlohn ist Pflicht. Weiter runter geht es nicht. Auch große Verlage, wie G+J merken grad wie ihnen alles wegstirbt. Sie haben nahezu alle Lektoren rausgeworfen und engagieren freie Lektoren. Die Zeitschriften werden effektiv von einem medienfernen Vorstand gestaltet. Aber freie Mitarbeiter sind immer teurer als feste Angestellte. Momentan sehe ich nur, dass der verlorene Gewinn durch Kündigungen und Kürzugungen kompensiert wird. Nach meiner Beobachtung ist das aber ein begrenzter Weg. Weil irgendwann die Kürzung nicht mehr geht. Dann geht nur noch die Schließung des Unternehmens. Und mal ehrlich, das täte der Medienlandschaft durchaus gut.
Wie gesagt, nur meine Beobachtung. Ich habe keine Studien dazu zur Verfügung. Allgemein glaube ich, dass die Verlage das Problem größtenteils verdrängen. Das geht aber nicht mehr ewig so. Journalismus wird es immer geben. Die Frage sit nur, wie der aussehen wird. Wir sind in einer Zeit des Umbruchs. Daher ist es schwer zu sagen, wie das ausgehen wird. Klar ist, dass Menschen ihren Job verlieren werden. klar ist, dass es weniger Produkte geben wird. Und klar ist, dass es Verlage geben wird, die das nicht überleben. Am Ende wird es aber weiterhin Nachrichten, Schreiber und Vertreiber geben.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Wie gesagt, arbeite ich derzeit in einer Lokalzeitung. Und sie lebt gut. Sie hat sich von ihrem Großkonzern losgekauft und ist inzwischen eigenständig. In ihrem Metier einzigartig. Räumt beständig Preise ab und füllt die Seiten wirklich regelmäßig und in großen Maße mit selbstrecherchierten Artikeln.
Herzlichen Glückwunsch.
Aber mir ist bewusst, das das keine Üblichkeit ist.
Das ist leider der springende Punkt...
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Wennich nur mal unsere Saarbrücker Zeitung nehme, die war ein mal eine der Führensten Regionalzeitungen. Man hatte eigen Auslandsreporter . Dannn ging es los mit dem Einspaaren in der Druckerrei. nun haben die nur noch Freiberufliche Schreiber und keine Korekturleser. . Dementsprechend schlecht sieht die Zeitung aus. Der internetauftritt lässt zu wünschen übrig usw.
 
3 Jahr(e) später

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Ich kenne viele gute Journalisten mit Hochschulausbildung. Da es aber mit Zeitungen, Zeitschriften und TV immer mehr bergab geht und die Leute nur noch im Internet nach Meldungen suchen, die meist von journalistischen Laien ohne jede Ahnung verfasst wurden und dafür Millionen Klicks erhalten - hat es überhaupt noch Sinn, Journalistik zu studieren? Stirbt dieser Beruf aus?
 
G

Benutzer

Gast
Angebot und Nachfrage, man wird sich damit abfinden müssen das es mehr zum Online Angebot geht.
Ob das nun besser ist bezweifel ich allerdings in vielen Fällen. Jeder kann doch im Grunde ein auf Journalist machen.
 

Benutzer160853 

Meistens hier zu finden
Ich kenne viele gute Journalisten mit Hochschulausbildung. Da es aber mit Zeitungen, Zeitschriften und TV immer mehr bergab geht und die Leute nur noch im Internet nach Meldungen suchen, die meist von journalistischen Laien ohne jede Ahnung verfasst wurden und dafür Millionen Klicks erhalten - hat es überhaupt noch Sinn, Journalistik zu studieren? Stirbt dieser Beruf aus?

Ich sag danke für das Thema. Vom Journalismusstudium halte ich nichts.Das ist ein Handwerksberuf, den man in der Werkstatt/Redaktion lernt. 50 Zeilen auf den Punkt zu bringen, lernt man nicht in der Vorlesung, sondern in der Praxis.
Ich bekomme das natürlich mit, muss aber schon Schmunzeln, wenn die Damen und Herren "Medienkritiker der Gegenöffentlichkeit schon beim Konjunktiv oder dem ACI scheitern.
Journalismus ist ein Neigungsberuf, die Arbeitszeiten sind oft lang und das Umfeld war noch nie leicht. Er wird nicht aussterben, aber die Verleger und Intendanten/Geschäftsführungen müssen aufpassen. Viele Anfänger verlieren wir nach dem Volontariat oder sogar davor an die PR oder die Pressestellen, weil Tariflohn, geregelte Arbeitszeiten und Lebensplanungen sehr attraktiv sind.
 

Benutzer151729 

Sehr bekannt hier
Angebot und Nachfrage, man wird sich damit abfinden müssen das es mehr zum Online Angebot geht.
Ob das nun besser ist bezweifel ich allerdings in vielen Fällen. Jeder kann doch im Grunde ein auf Journalist machen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Online-Artikel bald gelabeld werden, wenn das von einem ausgebildeten Journalisten stammt - vielleicht wird das so ein bisschen wie ein Vegan-Aufkleber.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich glaub, ein Journalismusstudium hat noch nie Sinn gemacht :grin: Darüber lachen doch selbst Journalisten. Das macht nur Sinn, weil man dann Student ist und ein billigeres Öffiticket bekommt.

Ansonsten, der Journalismus verändert sich natürlich. Aber mir hängen langsam die doofen Thinkpieces zum Hals raus und ich würde mich freuen, wenn der Journalismus wieder etwas bodenständiger werden würde.
 

Benutzer159029  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Ich persönlich würde Journalismus nicht studieren, dies liegt aber eher daran, dass der Studiengang sowieso überlaufen ist und es mehr Absolventen gibt als Positionen für diese. Oft erhalten Journalismusabsolventen nur mehr unbezahlte Referendariate oder Praktika, die eben alles andere als gut bezahlt sind und sozusagen das Hochschulstudium nicht mehr wert sind. Hinzu kommt natürlich auch das langsame Aussterben der Printmedien, wenngleich das noch lange dauern wird, wobei es genügend Online Portale gibt, die auch Journalisten einstellen. Wer wirklich Talent hat und es zu etwas bringen möchte, der muss nicht unbedingt studieren und kann es auch so nebenbei schaffen. Eine Ausbildung auf der man ein Leben aufbauen kann ist weitaus wichtiger, der Journalismus kann noch immer das 2. Standbein sein. Ob es nun klappt oder nicht kann sich nur zeigen. Ich würde den Journalismus heute also in dieselbe Schiene wie Buchautor, Model oder Musiker stecken.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren