Zu viel Liebe in der Fernbeziehung... Wie viel Distanz ist nötig?

Benutzer80610  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube, das Problem ist eher, dass sie recht impulsiv zu sein scheint und schlechte Laune / Laus über die Leber gelaufen auch gerne mal an dir auslässt, während du sofort Verlustangst bekommst, ihr alles recht machen willst, ihr Verhalten überanalysierst und alles ausdiskutieren willst. Da spielt sicher auch der kulturelle Unterschied eine Rolle. Hast du ja selbst schon so reflektiert.

Ja, genau so ist es!
Und meine Neigung zur Verlustangst bzw. verstärkte Sorge wurde halt provoziert durch ihre Aussage von vor einem Monat, dass sie ein bisschen erkalten würde wegen der Distanz.
Aber auch das war teilweise ihrer Laune in dem Moment geschuldet. Sie hatte einfach keine Lust gehabt zu reden in diesem Moment.
Und ja, ich bin generell ein Mensch, der sich schnell Sorgen macht (nicht nur in Beziehungsthemen). Nicht unbedingt, weil ich erwarte, dass das Schlimmste eintritt, sondern um "darauf vorbereitet" zu sein - quasi ein Kontrollverlangen. Nur damit stresse ich mich irgendwann echt zu krass.

Ich habe mit der Zeit kein Vertrauen mehr in die emotionale Stabilität unserer Beziehung gehabt, aber vieles dramatisiert. 2 Monate ohne physischen Kontakt mit 7 h Zeitdifferenz wirken sich numal aus.

Aber wir sind beide okay. Erst gestern noch hat sie mich nochmals auf ihre Pläne bzgl. Deutschland angesprochen.

Die Distanz macht es sicher noch schwieriger, aber o. g. würde sich tendenziell ja auch nicht ändern, wenn ihr zusammen wohnen würdet.

Richtig, sie bleibt der impulsive Mensch, dem man seine schlechte Laune anmerken kann.
Allerdings habe ich 1 Monat mit ihr zusammengewohnt (den letzten Monat in Kolumbien). Es war wesentlich, um einiges, angenehmer. Streits nehme ich wesentlich gelassener, ohne Sorge um die Substanz der Beziehung.
Schlechte Laune am Telefon wirkt für mich einfach viel krasser - so als wäre zu dem Menschen in diesem Moment wirklich gar keine Verbindung / kein Zugang mehr vorhanden. Quasi emotional unerreichbar.


Ich denke du musst lernen, ihre Stimmungsschwankungen gelassen auszuhalten. Sie zu trösten, wenn sie das braucht, der Fels in der Brandung sein, der nicht von ihr mitgerissen wird. Aber im besten Fall eben nicht nur gelassen tun, sondern auch sein. Selbst wenn die Beziehung jetzt Richtung Ende geht von ihrer Seite, kannst du dagegen ja ohnehin nicht viel unternehmen. Wenn du sie gleich anrufst, würde ich das von gestern nicht thematisieren. Du hast dir da nichts vorzuwerfen.

Ja, so ist es. Sie wird launisch, wenn sie viel Stress hat. So ist sie und so werde ich sie akzeptieren müssen, wenn ich eine Beziehung mit ihr möchte. Punkt.

Ich habe es entgegen deiner Empfehlung jedoch angesprochen am Telefon. Allerdings mehr im Stil von "Vielleicht kannst du mir helfen: Ich habe den Eindruck, dass dir gestern Abend etwas nicht gefallen hat. Habe ich Recht?"

Daraufhin kam es zu einem ruhigen Gespräch, über was uns in den letzten 1,5 Wochen gestört hat. Ein Gespräch in dem Stil wie ich es mir gewünscht habe.

Also es ist wieder besser. Ich bin froh, bald bei ihr zu sein. Distanz nervt, Distanz ist nicht immer romantisch, oftmals anstrengend. Es gehört Wille dazu.
 
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