Zerstört die Pille weibliche Libido auf Dauer?

Benutzer17107 

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Ich hab diesen interessanten Artikel bei Spiegel.de gefunden. Klingt alles sehr besorgniserregend, oder glaubt ihr, daß das alles nur heiße Luft ist?

<--- Artikel --->
 

Benutzer32983  (34)

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Hab davon auch schon gehört, nur weiss ich nicht,
ob das stimmt....
 

Benutzer35741 

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Naja, ich glaub da ned so dran, allein wenn der Satz mit "Amerikanische Wissenschaftler..." ist es für mich schon fast unglaubwürdig...

Außerdem glaub ich kaum, dass man es auf die gesamte weibliche Bevölkerung übertragen kann....
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Kann schon sein, dass da was wahres dran ist, weiß ich nicht. Das mit den Stimmungsschwankungen kann ich wenigstens für mich bestätigen - seit ich die Pille nehme, sind sie viel schlimmer geworden. Aber dass ich weniger Lust auf Sex hätte, hab ich noch nicht festgestellt...
 

Benutzer10932 

Sehr bekannt hier
davon hab ich gestern auch erst gelesen... das die pille das lustempfinden zeitweise stören kann, ist ja bekannt... oft war dann nach nem pillenwechsel wieder alles in ordnung...

ich denke mal, diese vermutungen sind keineswegs aus der luft gegriffen...aber was da, wie genau abläuft... keine ahnung...
 

Benutzer17107 

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Naja, wird man ja in vielen Jahren sehen, wenn die Teenies und Mid-Twenties von heute irgendwann die Pille absetzen...

Es KANN so sein, MUSS aber nicht...
 

Benutzer24402  (34)

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das was wahres dran ist glaub ich shcon, aber ich denke dass das auf keinen fall so drastisch ist wies da geschildert wird!
 

Benutzer30037 

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Ich könnte es mir ehrlich gesagt schon vorstellen, das das bei einigen Frauen der Fall ist.

Meine Lust ist fast wieder genau so wie vor der Pille, aber leider nur fast :cry:
 

Benutzer11650 

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ich kann das auch nichtwirklich glauben, denn ich nehm die pille schon seid ich 16 bin und hab noch nie bemerkt das ich keine lust auf sex hatte. zum glück hab ich meinen schatz mit dem ich ganz viel sex machen kann *g*
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
~Schnarz~ schrieb:
Naja, wird man ja in vielen Jahren sehen, wenn die Teenies und Mid-Twenties von heute irgendwann die Pille absetzen...

Es KANN so sein, MUSS aber nicht...

Ja, aber die müssten ja alle heut schon weniger Lust auf Sex haben... Das heißt, wer bei aktueller Pilleneinnahme nichts merkt, hat auch in vielen Jahren dann nichts zu befürchten... :tongue:
 

Benutzer30037 

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Vielleicht fällt es manchen Frauen garnicht auf, da sie die Pille schon vor den ersten sexuellen Erfahrungen genommen haben und denken, ihre Lust auf Sex sei so normal...ist jetzt neur mal so eine Idee.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
http://www.tagesspiegel.de/weltspie...sspiegel.de/archiv/01.06.2005/1851022.asp#art

hier eine entgegnung auf besagte studie...

Tagesspiegel schrieb:
Die Lustfrage

Die Studie über negative Folgen der Pille für die Libido sollte nicht überbewertet werden, raten Experten

- Von Adelheid Müller-Lissner -

Sex ohne Angst – das verspricht die Pille seit mehr als 40 Jahren. Möglicherweise trägt aber ausgerechnet die Anti-BabyPille dazu bei, dass manche Frauen die Lust auf die Lust verlieren, die sie doch eigentlich unbeschwert genießen könnten. Zu diesem Schluss kommen, wie bereits kurz berichtet, der Urologe und Sexualwissenschaftler Irwin Goldstein und seine Mitarbeiter vom Medical Center der Boston University in einer Untersuchung, deren Ergebnisse jetzt im „New Scientist“ veröffentlicht wurden. Die Forscher haben dafür das Blut von 125 Frauen untersucht, die wegen Sexualstörungen in ihre Ambulanz kamen. 62 von ihnen nahmen zum Zeitpunkt des Tests die Pille, 40 hatten sie seit einigen Monaten abgesetzt und 23 hatten sie nie genommen.

Die US-Mediziner fanden bei den Pillen-Einnehmerinnen bis zu siebenfach erhöhte Werte des Stoffes SHBG (sexual hormone binding globulin). Dieses Protein bindet Testosteron und sorgt damit dafür, dass die männlichen Geschlechtshormone weniger Wirkung entfalten. Deren Wirken aber ist auch im Körper der Frau wichtig – nicht zuletzt für Antrieb und Libido. Deshalb sorgte es fast noch für mehr Aufsehen, dass auch bei den Frauen, die die Pille abgesetzt hatten, die Werte noch Monate später deutlich höher waren als bei den Pillen-Abstinenten. „Es besteht die Möglichkeit, dass Frauen davon für ihr Leben geprägt bleiben“, sagte Goldstein beim Kongress der amerikanischen Endokrinologen kürzlich in Washington.

Es geht dabei nicht um eine kleine Gruppe: 60 Prozent der deutschen Frauen unter 30 nehmen die Pille, zwischen 30 und 35 sind es noch 37 Prozent. Es sind eher die „leistungsorientierten Powerfrauen“, die mit der Pille verhüten. Das ergab die Deutsche Kohortenstudie zur Frauengesundheit, für die Daten von über 10000 deutschen Frauen erhoben wurden. Müssen sich also Millionen Frauen in aller Welt jetzt Sorgen machen, für immer die Lust zu verlieren?

So scheint es – glücklicherweise – nicht zu sein. Dass der SHBG-Spiegel sich mit der Pillen-Einnahme erhöht, ist keine Neuigkeit. „Auch dass es danach für mehrere Monate noch einen Überhang gibt, ist schon länger bekannt“, sagte der Hormon-Spezialist Horst Lübbert von der Charité, Campus Benjamin Franklin dem Tagesspiegel. Dass heiße jedoch nicht, dass er dauerhaft oben bleibt.

Der SHBG-Spiegel ist vom Level des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen abhängig und steigt auch, wenn Frauen stark abnehmen. Bei Magersüchtigen ist er besonders hoch. Übergewicht, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Unempfindlichkeit gegen Insulin, eine Vorform der Zuckerkrankheit, treiben ihn dagegen in den Keller – ohne dass die Lust dadurch automatisch steigen würde. In manchen Fällen ist die Dämpfung der Wirkung männlicher Hormone, die einige Pillensorten wie „Diane“ besonders ausgeprägt bieten, auch erwünscht, etwa zur Behandlung der Akne. Sich in seiner Haut wohl zu fühlen, ist sicher keine schlechte Voraussetzung für Lust auf Liebe. Auch Frauen, die stark unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden und sich vor ihren Tagen richtig mies fühlen, kann die Pille zu einer ausgeglicheneren Stimmungslage verhelfen – weil die Hormone nicht mehr schwanken. „In manchen Fällen wirkt die Pille dann Wunder.“

Wenn aber Frauen das Gefühl haben, dass die Pille ihre Lust und überhaupt ihren Antrieb eher dämpft, könnten sie auf die „Minipille“ umsteigen, die kein Östrogen, sondern Gestagene enthält. Sie hat allerdings den Nachteil, dass Pünktlichkeit bei der Einnahme Pflicht ist. „Auch Verhütungs-Pflaster oder Ringe, die nicht eingenommen und deshalb auch nicht in der Leber verstoffwechselt werden, führen nur in schwächerem Ausmaß zur Bindung von Testosteron“, sagt Lübbert. Zur Auswirkung auf die Libido gibt es aber noch keine wissenschaftlichen Studien.

Die Aussagekraft der neuen amerikanischen Studie wird dadurch eingeschränkt, dass Goldstein nur eine kleine Gruppe von Frauen untersuchte, die gezielt wegen Libido-Störungen zu ihm gekommen waren. Für die Mehrheit der gesunden Pillen-Einnehmerinnen sind sie also gar nicht repräsentativ. Beate Schultz-Zehden von Institut für Medizinische Psychologie der Charité wartet mit gegenteiligen Ergebnissen auf. In der großen 10000-Frauen-Befragung, die jetzt gerade unter dem Titel „Lust, Leid und Lebensqualität von Frauen heute“ erschienen ist, bewerteten Pillen-Nutzerinnen ihr sexuelles Wohlbefinden sogar besser als die übrigen Frauen. „Das hängt sicher damit zusammen, dass das zugleich auch die sexuell aktiveren Frauen waren“, erläutert Schultz-Zehden. Und deren Lebensqualität werde sicher auch durch die erwünschte Hauptwirkung der Pille verbessert: „Sie haben einfach weniger Angst vor ungewollten Schwangerschaften.“

Über die Freude an der körperlichen Liebe entscheidet eben nicht nur ein Faktor. Hans Peter Rosemeier, Leiter des Instituts für Medizinische Psychologie der Charité, wendet sich gegen eine allzu mechanische Denkweise. „Libido ist ein seelischer Antrieb.“ Auch der Gynäkologe Lübbert findet es wenig einleuchtend, dass die Freude am Sex vorwiegend von der Biochemie bestimmt werde. „Zu den drei H's, die für die Libido wichtig sind, gehören neben den Hormonen doch auch noch Hirn und Herz!“

„Die beiden zentralen Größen, die die Libido bestimmen, sind Qualität und Dauer der Partnerschaft“, weiß Beate Schulz-Zehden aus ihrer groß angelegten Studie. „Die Dauer ist dabei leider der Faktor, der die Lust mindert.“


nun, ich selbst nehme seit sechs jahren die pille, und meine libido ist definitiv ziemlich ausgeprägt...meinem freund ist das manchmal schon unheimlich, wie lüstern ich bin ;-). insgesamt über die jahre betracht gabs phasen mit mal mehr, mal weniger lust - und das hängt vor allem mit meiner lebenssituation zusammen und mit meinen jeweiligen bettgesellen...

finds jedenfalls ziemlich blöde, wie ausgehend von der basis libidogestörter frauen darauf geschlossen wird, dass die pille zum libidoverlust führen soll...das fiel mir schon negativ auf, als ich den spiegelartikel vor ein paar tagen las. schön, dass der hier zitierte artikel mich in meiner skepsis bestätigt ;-).

ich war im übrigen schon vor einnahme der pille sexuell aktiv und habe keinen einfluss auf meine libido bemerken können...
 

Benutzer17107 

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Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß die Libido dauerhaft geschädigt wird. Das regelt sich mit der Zeit - falls überhaupt von Libidoverlust die Rede ist. Es scheint ja doch recht wenige Frauen zu betreffen, die Einbußen Ihrer Libido bei der Einnahme der Pille zu verzeichnen haben.
 
C

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Gast
Es ist faszinierend wie sehr man hier nur über die Lustabnahme diskutiert, wo die Pille auch massive gesundheitliche Nebenwirkungen haben kann. Ganz zu schweigen all die nderen Veränderungen der Psyche.
 
E

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Gast
Was für einen (anderen) Kommentar will man dazu auch von einem "NFP-Fetischist" erwarten? :schuechte
Ist ja klar, dass da mal wieder - wie sonst auch - nur negative Seiten angebrochen werden. :rolleyes:


Ich denke, dass da aus 'ner Mücke 'nen Elefant gemacht wird. :schuechte
 

Benutzer31272  (37)

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Also ich hab das ja schon öfter in letzter Zeit gelesen und gestern waren wir in unserem Stammlokal um unser Hochzeitsessen zu planen und da sass auch ein Gast und hatte ne Zeitung wo drauf stand "Anti - Baby Pille - Lustkiller " und meiner sagte drauf " bei dir ist des keiner bewirkt eher das gegenteil :zwinker: " und wir haben gescherzt wenn ich se absetz werd ich wahrscheinlich keine lust haben :smile:

Also ich nehm seit 4 1/4 Jahren die Pille (Belara) und meine Lust hängt immer vom Mann ab.
 

Benutzer17107 

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Engelchen1985 schrieb:
Was für einen (anderen) Kommentar will man dazu auch von einem "NFP-Fetischist" erwarten? :schuechte

Das hat nichts damit zu tun - finde ich. Ich finde NFP auch faszinierend. Es kommt nur für uns zur Zeit aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. NFPler sind ja nicht gegen die Pille, sondern gegen die Risiken, die eine über Jahre/Jahrzehnte hinweg eingenommene Pille beherrbergt.

Engelchen1985 schrieb:
Ist ja klar, dass da mal wieder - wie sonst auch - nur negative Seiten angebrochen werden. :rolleyes:

Ich denke, dass da aus 'ner Mücke 'nen Elefant gemacht wird. :schuechte

Ich finde die negativen Seiten der Pillen nicht so belanglos, als daß man einfach drüber hinwegsehen kann. Ein Arzt hat mal einer Patientin geantwortet: "Anfangs ist sie relativ gut verträglich, weil der Körper noch keine Symptomatik aufgrund dieser unnatürlichen Veränderung seines Hormonstoffwechsels aufgebaut hat. Der Körper kann noch "kompensieren" - wie die Ärzte sagen. Wenn sich die Schädigung des Organismus aber aufgrund des Zeitfaktors summiert hat, dann kommen die Symptome, also die Beschwerden."
Die Nebenwirkungen treten meist viele Jahre später auf. Durch die Pille wird dem Körper durch künstliche/synthetische Hormone eine Schwangerschaft vorgegaukelt. Der Körper braucht aber am besten eigene Hormone, damit bestimmte Abläufe rund und gesund ablaufen. Auf Dauer wehrt sich der Körper gegen die synthetischen Hormone - was auch verständlich ist.

Folgende Nebenwirkungen sind bisher in Kombination mit der Pille verzeichnet worden:

- Kopfschmerzen o. Migräne
- schlechte Haut
- Haarausfall
- Platzangst

--> dies deutet auf eine Östrogendominanz hin. Wenn zuwenig Progesteron da ist, um die körpereigenen oder pharmazeutische Östrogene auszugleichen, dann kommt es zur Östrogendominanz.

Zudem sind eh die typischen Risiken da:

- erhöhtes Thromboserisiko
- erhöhtes Herzinfakt- und Brustkrebsrisiko

Das sind alles Faktoren, die man gerne unter den Tisch fallen läßt, weil die Pille ja ach so gut ist und man von dieser Euphorie ungern aufwachen möchte...
 
E

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Gast
Halt, stop!
Ich sage nix gegen NFP gerade - nur gab's shconmal 'nen Thread wo er NUR alles negative betrechtet hat, deswegen der Kommentar...
Klar sind die negativen Aspekte zu bedenken und nicht von der Hand zu weisen, aber es gibt nunmal auch positive und die sollten in gleicher Weise berücksichtigt werden - er zähle (wie immer) nur die negativen auf.

Positive (bei mir):
- bessere Haut
- regelmäßiger Zyklus (Tage blieben sonst schonmal 'nen Monat aus -> Panik)
- keine Regelbeschwerden mehr, die z.T. recht stark waren
- blute nichtmehr über 'ne Woche
- seltener Kopfschmerzen
 

Benutzer17107 

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Ok, dann hab ich nichts gesagt... *pfeif* :zwinker:
 

Benutzer32813  (45)

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~Schnarz~ schrieb:
- erhöhtes Brustkrebsrisiko
Das stimmt so nicht mehr ganz.
Es gibt jetzt neueste Studien, die gerade bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko durch familiäre Belastung eine Verminderung des Risikos festgestellt haben.
Genauso vermindert die Einnahme das Risiko an Ovarialcarcinom (Eierstockkrebs) zu erkranken. :zwinker:
 
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