Zehn Thesen gegen die Homo-Ehe

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Die Augsburger Allgemeine erregt derzeit die Gemüter. Am Samstag, den 18. Juli 2015, lag der Wochenendausgabe der Zeitung ein Beiheft mit dem Titel "Familienbunt".

Familienbunt Sonderausgabe 2015

Das Beiheft beinhaltet u.a. auch eine Auflistung von Zehn Thesen gegen die Homo-Ehe, die den Leser daran erinnern wollen, "was Kinder brauchen". Die Einführung der Homo-Ehe führe bspw. dazu, dass die bisherige Norm für Familie, Abstammung und Weitergabe von Leben abgelöst wird. Weiterhin sei der Zweck der Ehe, dass Mann und Frau Kinder zeugen und das Leben weitergeben. Durch die Etablierung der Homo-Ehe werde dieser Zweck obsolet, weil die Homo-Ehe auf dem Gefühl der Ehe gründet und nicht auf der Weitergabe von Leben. Somit, laut dem Beiheft, wollen bald auch Familienmitglieder innerhalb der Familienbanden eine eheähnliche Gemeinschaft führen, was letztlich zum Inzest führe.

Weitere Thesen:
"Ein Paar aus Mann und Frau ist nicht das Gleiche wie ein Paar aus zwei Männern oder zwei Frauen. Hier Gleichheit herstellen zu wollen, bedeutet schlicht, die Wirklichkeit zu negieren und eine große Verwirrung zwischen dem Wesen des Menschen und seiner (jeweiligen) Lebenspraxis zu schaffen. Heterosexualität ist dem Wesen des Menschen gemäß. Homosexualität wird zwar praktiziert, aber deshalb entspricht sie noch lange nicht dem Wesen des Menschen. Um homosexuell zu sein, muss man zunächst Mann oder Frau, also Teil der heterosexuell ausgeprägten Natur des Menschen sein. Wenn dieser Unterschied nun im Namen der Gleichheit eingeebnet wird, läuft dies auf ein Diktat der Lebenspraxis über das Wesen des Menschen hinaus. Die Homo-Ehe würde also zwangsläufig diktatorische Effekte zeitigen. Wer in der Heterosexualität einen Wesenszug und nicht eine bloße Lebenspraxis des Menschen sieht, könnte wegen Diskriminierung verurteilt werden" (das ganze Beiheft als PDF Download: http://www.bistum-augsburg.de/index...8662/file/Familienbunt_Sonderausgabe_2015.pdf).

Für die Veröffentlichung des Beihefts ist das Bistum Augsburg verantwortlich. Ein kleiner Hinweis mit großer Wirkung ist auf Seite zwei des Beihefts im Impressum zu finden:


Impressum Sonderausgabe Familienbunt 2015

"Diese Ausgabe wurde gefördert von: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration".

In mehreren deutschen Städten werden im Juli wieder Christopher Street Days veranstaltet und gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung und für eine Gleichstellung demonstriert.

Was haltet ihr von oben genanntem Beiheft und den darin vermittelten Inhalten? Wie seht ihr, dass ein derartiges Beiheft vom Staat gefördert wird? Braucht die Kirche ein dringende Revolution hinsichtlich ihrer Ansicht zu Homosexualität?
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Familienbund der Katholiken und gefördert vom CSU-Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familien und Integration. Überrascht daher nicht wirklich.
Widerlich ist es trotzdem.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Bistum Augsburg... Natur des Menschen... alles klar aus welcher Richtung der Wind weht. :grin:

Übliche erzchristliche Antihomo-propaganda. Warum fühlen die sich eigentlich so verwirrt von dem Fakt, dass zwei Männer oder zwei Frauen sich gegenseitig lieben können? So schwer ist das doch nicht, sich vorzustellen? Da finde ich einige Bibelstories seltsamer und weitaus "verwirrender" für die armen Kinder, die das ertragen müssen...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Durch die Etablierung der Homo-Ehe werde dieser Zweck obsolet, weil die Homo-Ehe auf dem Gefühl der Ehe gründet und nicht auf der Weitergabe von Leben. Somit, laut dem Beiheft, wollen bald auch Familienmitglieder innerhalb der Familienbanden eine eheähnliche Gemeinschaft führen, was letztlich zum Inzest führe.

:what:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein grundsaetzlich gesunder Menschenverstand versteht auch die Logik dahinter nicht :confused: Darf ja jeder eine Meinung haben, aber die begruenden zu koennen OHNE "das gehoert sich nicht" als Hauptargument zu verwenden waere aber schon hilfreich dabei, ernst genommen zu werden...
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hab letzt auch was schönes gelesen...

A2bi2Ty.jpg
 

Benutzer85637 

Meistens hier zu finden
Wenn ich sowas lese, kriege ich wie immer einen Würgereiz. Diese Art zu argumentieren zeugt nicht von großer Intelligenz. Ich finde es aber erschreckend, dass solche Polemik vom Staat gefördert wird.
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Off-Topic:
Hab letzt auch was schönes gelesen...

A2bi2Ty.jpg
Schöner Beweis für die fehlende Intelligenz :grin:
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Das waren ursprünglich zehn Thesen gegen die CSU, aber irgendwie ist das dann ins falsche Ablagefach gewandert. :ninja:
 

Benutzer154652  (20)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ist jedem seine Entscheidung. Aber ich bin für die Homo- Ehe. Es sind schließlich ganz normale Menschen wie alle anderen auch. Also sollten auch sie es ganz normal und öffentlich zeigen dürfen mit der Heirat. Es sollte aber mehr gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben gemacht werden. Vielleicht einfache eher schon die Kinder daran gewöhnen und zeigen das es auch gleichgeschlechtliche Partner gibt und das es nix schlimmes, böses..... ist. Wir hatten das erst in der 6. Klasse das Thema. Ich fande es eindeutig viel zu spät.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn dieser Unterschied nun im Namen der Gleichheit eingeebnet wird, läuft dies auf ein Diktat der Lebenspraxis über das Wesen des Menschen hinaus. Die Homo-Ehe würde also zwangsläufig diktatorische Effekte zeitigen
Wovor haben die eigentlich so Angst? Heimlich sind alle Menschen schwul/lesbisch und sobald die Homo-Ehe legitimiert wird, wird es keine Hetero-Ehen mehr geben und keine Kinder gezeugt werden? :what: Ich weiß gar nicht, was ich zu dieser Ausgeburt an geistigem Bullshit sagen soll, das dann auch noch von der Politik gefördert wird. Muss mir erstmal das ganze PDF durchlesen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wovor haben die eigentlich so Angst? Heimlich sind alle Menschen schwul/lesbisch und sobald die Homo-Ehe legitimiert wird, wird es keine Hetero-Ehen mehr geben und keine Kinder gezeugt werden? :what: Ich weiß gar nicht, was ich zu dieser Ausgeburt an geistigem Bullshit sagen soll, das dann auch noch von der Politik gefördert wird. Muss mir erstmal das ganze PDF durchlesen.

Ich glaub, es sind vor allem religiöse Argumente.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich glaub das hat alles mit ganz ganz viel Angst zu tun. Angst vor Veränderung, Angst vor allem was man nicht kennt (das schließt auch alles ein, dass nicht "Weißbier" oder "Schnitzel" ist und bei der CSU gehts auch um Machterhalt.

Heh...tja..sowas stößt eben nur in der kirchlich geprägten Monokultur auf fruchtbaren Boden...eine Art homogener Boden... :grin: :grin: :grin:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Subway Subway :grin: schön!! :grin: ich zitiere immer wieder gerne
"Viele unnötige Dinge sind mit menschlicher Dummheit hinreichend erklärt"

Unpackbar... schon so bissl.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Ob nun paar bayrische Dorfpfaffen Husten haben und eine bayrische Provinzpostille das tatsächlich noch veröffentlicht oder in China ein Sack Reis umfällt - wen interessiert's heute noch?
Glücklicherweise immer weniger Menschen, solche Dumpfbackenansichten aus klerikalen Kreisen verursachen doch eigentlich nur noch ein müdes Lächeln.
Die Folge ist doch mehr als offensichtlich: http://www.faz.net/aktuell/politik/zahl-der-kirchenaustritte-steigt-dramatisch-13086521.html, auch wenn die Kirchen versuchen, die Ursache auf Peer Steinbrück abzuwälzen.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nach einer kurzen Lektüre der "10 Thesen" wird zumindest klar: Die Argumente passen vorne und hinten nicht zusammen und ergeben so mMn auch keinen Sinn. Interessant daher der Hinweis in der PDF, dass es sich dabei um eine "stark gekürzte Fassung" handele. Die Langfassung würde mich doch mal interessieren.

Mein Fazit: Von 10 Thesen sind vielleicht 5 überhaupt Argumente gegen die Homo-Ehe, wobei nur 2 der Argumente für mich ansatzweise Sinn ergeben. Ich finde das einfach nur peinlich.

Wer sich die PDF nicht runterladen will:
These 1
Es kommt darauf an, zwischen der Frage der Homosexualität und der Frage der sogenannten Homo-Ehe zu unterscheiden. Homosexualität gehört in die Sphäre des Privaten und Individuellen. Die Gesellschaft muss den Homosexuellen die gleichen Rechte auf Schutz ihrer Privatsphäre zugestehen wie jedem anderen Bürger.
Ich sehe keine These gegen die Homo-Ehe.

These 2
Im Gegensatz dazu betrifft die Einführung der Homo-Ehe alle. Denn hiermit soll eine bislang gültige Norm ein für alle Mal abgelöst und eine neue Norm für Familie, Abstammung und Weitergabe des Lebens etabliert werden.
Ich sehe keine These gegen die Homo-Ehe.

These 3
Die Ehe ist eine natürliche Gegebenheit. In ihr vereinen sich ein Mann und eine Frau und zeugen gemeinsame Kinder. Indem Gesellschaft und Staat diese Ehe als Institution anerkennen, schaffen sie nur einen rechtlichen Rahmen, um jene naturgemäße Grundlage für das Überleben der Menschheit zu schützen.
Ich sehe auch hier keine These gegen die Homo-Ehe. Aber interessant, dass die Ehe eine natürliche Gegebenheit ist. Natürlich heißt in dem Falle was genau? Dem Sinne der Kirche entsprechend? Andere Gesellschaftsmodelle bei den Menschen sowie in der Natur werden natürlich ignoriert. Klar, überall zeugen ein Mann und eine Frau gemeinsam mehrere Kinder.

These 4
Es deutet derzeit viel darauf hin, dass die Ehe in ihrer Bedeutung geändert werden soll. Nicht mehr Weitergabe des Lebens, sondern das Gefühl soll Grundlage der Ehe werden. Wenn aber das Gefühl unabhängig und jenseits von allen natürlichen Gegebenheiten normbildend zum Recht wird, dann wird in seinem Namen ein Vater fordern können, seine Tochter oder gar seinen Sohn; eine Mutter, ihren Sohn oder ihre Tochter; eine Schwester, ihren Bruder oder ihre Schwester; und ein Bruder, seine Schwester oder seinen Bruder heiraten zu dürfen. Das Inzestverbot wird ausgehöhlt und aufgehoben. In einem solchen Fall wird bald niemand mehr wissen, wer er im Hinblick auf den anderen ist. Schwerwiegende Identitätskrisen werden die leicht vorhersehbare Folge sein. Der gängige Begriff der Familie wird absurd und die erzieherische Autorität der Eltern eliminiert. Die Familie explodiert sozusagen.
Zum Einen ist bereits das Gefühl Grundlage der Ehe, was der Herr wohl verpasst hat. Von einer Kinderkriegen-Pflicht in der Ehe habe zumindest ich noch nichts gehört.
Zum Anderen ist es daher natürlich absolut schwachsinnig, dass die Homo-Ehe unweigerlich zu Inzest führen soll. Abgesehen davon, dass die Mehrheit der Menschen einfach nicht an Inzest interessiert ist.

These 5
Jenseits dieser Fragen, die alle betreffen, wirft die Homo-Ehe eine Reihe spezifischer Fragen auf. Die wichtigste ist die nach der Bedeutung des Wortes „gleich“. Es ist nicht möglich, im Namen der Gleichheit und der Antidiskriminierung eine Gleichheit aller Paare zu schaffen. Dem stehen gewichtige Gründe entgegen:
Ist irgendwie auch keine These.

These 6
Ein Paar aus Mann und Frau ist nicht das Gleiche wie ein Paar aus zwei Männern oder zwei Frauen. Hier Gleichheit herstellen zu wollen, bedeutet schlicht, die Wirklichkeit zu negieren und eine große Verwirrung zwischen dem Wesen des Menschen und seiner (jeweiligen) Lebenspraxis zu schaffen. Heterosexualität ist dem Wesen des Menschen gemäß. Homosexualität wird zwar praktiziert, aber deshalb entspricht sie noch lange nicht dem Wesen des Menschen. Um homosexuell zu sein, muss man zunächst Mann oder Frau, also Teil der heterosexuell ausgeprägten Natur des Menschen sein. Wenn dieser Unterschied nun im Namen der Gleichheit eingeebnet wird, läuft dies auf ein Diktat der Lebenspraxis über das Wesen des Menschen hinaus. Die Homo-Ehe würde also zwangsläufig diktatorische Effekte zeitigen. Wer in der Heterosexualität einen Wesenszug und nicht eine bloße Lebenspraxis des Menschen sieht, könnte wegen Diskriminierung verurteilt werden. Im Ergebnis würde dies eine neue Menschheit bedeuten. Bisher lebten wir in einer durch Unterscheidungen geprägten und sich in Unterscheidungen mitteilenden Welt. Was wir dann erleben würden, wäre eine auf „Ununterscheidbarkeit“ gegründete Welt. Differenzierung ist der Wesenszug allen Lebens, Entdifferenzierung aber das Wesen des Todes.
Verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Die Homo-Ehe führt zum Tod, ist das die Kernaussage? Oder sollte man Rassentrennung einführen, um die Differenzierung zu fördern? Wieso sollten sich die Menschen nicht mehr voneinander unterscheiden können, wenn Frauen Frauen heiraten dürfen?

These 7
Man mag es bedauern, aber es ist so – zwei Männer oder zwei Frauen können miteinander kein Kind zeugen. Gleichwohl fordern die Homosexuellen, „ein Kind haben zu dürfen“. Sie beziehen sich hierbei auf das Recht heterosexueller Paare, ein Kind zu adoptieren oder die Möglichkeiten künstlicher Befruchtung in Anspruch zu nehmen. Dabei scheinen sie zu vergessen oder vergessen machen zu wollen, dass es nicht das Recht, sondern die Natur ist, wodurch ihnen eigene Kinder versagt bleiben. Wenn ein heterosexuelles Paar adoptiert, so gleicht es hiermit ein individuelles Unfruchtbarkeitsproblem aus. Wenn hingegen ein homosexuelles Paar adoptiert, so versucht es, eine grundsätzliche Unmöglichkeit zu umgehen. Das führt uns in einen Bereich prometheischer Fiktionen jenseits der menschlichen Realität.
Ja, das kann ich noch nachvollziehen. Was aber kein Argument gegen die Homo-Ehe ist, sondern gegen das Adoptieren.

These 8
Es gibt Grenzen menschlichen Tuns. Diese Grenzen sind auch schützende Grenzen. Die Einsicht, dass nicht alles gesetzlich beschlossen werden kann, bewahrt uns vor einer Diktatur des Rechts, und der Gedanke, dass nicht alles hergestellt werden kann, vor einer Diktatur der Wissenschaft. Mit der Homo-Ehe und dem Recht homosexueller Paare auf Adoption und künstliche Befruchtung würde sich das ändern. Der Schutz vor einer Diktatur des Rechts würde fallen. Zugleich würden die Dämme brechen, die uns vor einer Diktatur der Wissenschaft bewahren. Alles würde „machbar“ werden. Bislang sind wir der Natur gefolgt, die, wie Montaigne sagte, eine „sanfte Führerin“ ist. Von nun an würden wir dem Recht und der Wissenschaft folgen. Die Natur hat es vermieden, den Menschen der Willkür des Menschen zu unterwerfen. In eben jenem „anything goes“ sah Dostojewski im 19. Jahrhundert ebenso wie Leo Strauss im 20. Jahrhundert die Essenz des Nihilismus. Wie Nietzsche erkannten sie im Nihilismus die verhängnisvolle Heimsuchung Europas. Mit der Homo-Ehe und dem Recht Homosexueller auf Adoption und künstliche Befruchtung würde das „anything goes“ Wirklichkeit werden. Damit würde der Nihilismus siegen – ein Triumph des entgrenzten Menschen.
Sobald die Homo-Ehe legal ist, ist wissenschaftlich alles machbar. Cool! Ich freue mich schon darauf, mich endlich zur Uni zu beamen und bei blöden Klausuren einfach in der Zeit zurückzureisen.

These 9
Ein durch ein Paar gezeugtes Kind ist Person. Die Zeugung durch Mann und Frau, die sich in Liebe vereinen, führt dazu, dass dieses Kind keine Ware und kein Handelserzeugnis ist. Ein Kind, das man durch Dritte „machen“ lässt, ist ein Objekt, eine verhandelbare Ware: Man „leiht“ eine Mutter, oder man „spendet“ den Samen (gegen Bezahlung). Der frühere sozialistische Premierminister Frankreichs, Lionel Jospin, hat angemerkt, es gebe kein Recht „auf ein Kind“, sondern vielmehr ein Recht „des Kindes“. Mit der Homo-Ehe, die das Recht auf künstliche Befruchtung einschließt, wird genau dies verdreht und das Recht des Kindes dem Recht auf Kinder geopfert. So wird das Kind von der Person zum Objekt degradiert. Während Menschenrechtsvertreter in aller Welt gegen die Verobjektivierung des Menschen kämpfen, wird das Kind im Namen des Rechts der Homosexuellen zum bloßen Objekt. Daneben gibt es praktische Einwände, vor allem gegen die Kosten. Eine Leihmutter etwa ist nicht billig – der Preis liegt zwischen 80.000 und 100.000 Euro. Sobald Homosexuelle mit dem Recht „auf ein Kind“ ausgestattet sind, werden sie die Kostenübernahme durch die Sozialversicherungen fordern, was deren Defizite steigern wird. Falls diese Kinder zu einer staatlichen „Leistung“ werden, wird der Staat ausreichend Leihmütter beziehungsweise ihre spezifische Fähigkeit als geregelte Dienstleistung zur Verfügung stellen müssen. Was aber passiert, wenn ein Paar mit dem Baby einer Leihmutter unzufrieden ist und es zurückgeben will? Soll man die Leihmutter dazu zwingen, dass sie es behält und aufzieht? Und wer zahlt den Psychiater, den dieses Kind später unweigerlich brauchen wird?
Ist kein Argument gegen die Homo-Ehe, sondern ein Plädoyer gegen künstliche Befruchtung. Gut zu wissen, dass der Autor alle Kinder aus künstlicher Befruchtung, Samenspende und Leihmutterhschaft für Objekte hält. Abgesehen davon, dass man in Deutschland von einer Legalisierung der Leihmutterschaft doch recht weit entfernt ist UND dass das auch Hetero-Paare bei Unfruchtbarkeit zu diesen Mitteln greifen.

These 10
Auf das Problem des „Machen-Lassens“ von Kindern folgt das Problem ihrer Erziehung. Einem Kind, das in einer Homo-Ehe aufwächst, wird das Wissen und Recht darüber verweigert, wie es ist, Vater und Mutter zu haben. Indem Homosexuelle ihren Kindern dieses Recht verweigern dürfen, schaffen sie eine massive Ungleichbehandlung mit den Kindern heterosexueller Eltern. Den Kindern von Homo-Paaren wird das Recht auf ihre biologische Abstammung genommen. Ihre Herkunft bleibt abwesend. Für die Entwicklung eines Kindes aber ist sie alles andere als verzichtbar. Hinter der Homo-Ehe stehen gefährliche Grundannahmen. Sie widersprechen den grundlegenden Interessen des Menschen. Die Homo-Ehe mit ihrer ausschließlichen Basis im „Gefühl“ ist wider die Vernunft. Die Preisgabe der Unterscheidung von Mann und Frau oder ihre Reduktion auf bloße Lebenspraxis ist wider die Vernunft. Es ist wider die Vernunft, ein Kind um jeden Preis zu wollen – sei es durch Adoption, Leihmutterschaft oder Samenspende. Und schließ lich ist es wider die Vernunft, die Familie aufzulösen. All dies führt zu einer großen Verwirrung, die der Menschheit nicht gut tun kann.
Ja, kann ich noch ansatzweise nachvollziehen. Allerdings vergisst der Autor auch hier, dass es unzählige Kinder gibt, die nicht Mutter und Vater haben, die ihre Herkunft nicht kennen und die aus Adoption, Leihmutterschaft oder Samenspende entstanden sind, was für den Autor alles wider der Vernunft ist. Also eigentlich auch kein Argument.
 

Benutzer154044 

Öfters im Forum
Die Kirche braucht eh Nachhilfe in Sachen Realität. Geht auch niemanden was an wer wie wann wo wen liebt oder nicht liebt. Die "Argumente" gegen die "Homo-Ehe" (blöder Begriff) sind keine Argumente, sondern wirklich nur Bullshit. Polemisches Gefasel generell gegen Schwule und Lesben ist menschenfeindlich und Hetze.

Dass man sich zu dem eigenen Geschlecht hingezogen fühlt ist auch im Tierreich mehr als genug belegt und kommt öfter vor, als man denkt. Und nicht zuletzt war im Römischen Reich vor 2000 (!) Jahren Homosexualität kein Aufreger.

Es wird so getan, als wäre es eine Seuche, die sich verbreitet und "normale" Menschen infiziert und sie zu unmoralischen, perversen Menschen macht, die man heilen oder verstoßen sollte.

Unmenschen sind die, die anderen das Menschsein absprechen, fällt mir gerade ein. Und viel mehr braucht man zu der Thematik nicht sagen. Die Menschen haben immer in Schubladen gedacht und das tun sie auch heute. Es gibt immer ein "Die-da" und "Wir-hier". Warum sollte meine Art zu Leben und zu Lieben die Bessere sein? Und warum sollte es allen Menschen passen? Warum sollte ich sie dazu zwingen? Weil ich mich nur an den Menschen erfreuen kann, wenn sie mir gleichen? Wer gibt mir das Recht, mich als das Ideal, der Maßstab zu sehen.

Die Evolution, die Vielfalt der Natur, zeigt, dass eine unfassbar große Anzahl verschiedener Lebewesen auf einem (!) Planeten, nebeneinander (!) leben können, sollen und müssen (!) und alle haben eine Aufgabe (was das auch immer ist) und einen Wert (einfach weil sie da sind und wertvoll sind) und keiner hat einen glänzenderen Heiligenschein, als der andere.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was mich da immer ein wenig traurig macht ist, dass es ja anscheinend wirklich Menschen gibt die sich das durchlesen und dann sagen: "Joa, doa hodda awwa reschd!"
 
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