Zahlt Ihr Kirchensteuer?

Benutzer6874  (35)

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Als katholischer Christ kann man schwer für sich existieren, weil der Glaube dort auf die gelebte Gemeinschaft der einen Kirche gerichtet ist.
Die gelebte Gemeinschaft ist für mich die Gemeinde., also die Basis. Es gibt Techniken eine widerspenstige Hierarchie (z.B. einen reaktionären Bischof) ins Leere laufen zu lassen. Weiter oben wird verwaltet, nicht gelebt. Eine Institution kann nicht glauben (so wenig wie die FIFA Fussball spielen kann).

Vielleicht bin ich ein "Anarcho-Katholik", und sollte exkommuniziert werden :grin:
Aber es ist eine Tatsache dass ich noch nie mit einem Geistlichen persönlich zu tun hatte der meine Haltung zur Kirche nicht versteht.

DannyMirow DannyMirow Ein (inhaltlich) gottgefälliges Leben kann man führen ohne einer Kirche anzugehören. Genau wie auch das Umgekehrte möglich ist. Christus ist auch nicht der einzige auf den man sich berufen kann, ich könnte seine Forderungen an mich auch rational begründen. Aber es gibt nun mal Menschen (ich gehöre auch dazu) die diesen Weg gern gemeinsam mit anderen gehen. Aber ich gebe zu dass Christus in der katholischen Kirche ganz schön anecken würde. Aber doch heute weniger als in früeren Zeiten, als die Kirche der kläffende Hund der Fürsten war.
 
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Benutzer160853  (34)

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Ich beginne mit dem Prinzip des Tendenzbetriebs. Das ist keine kirchliche Eigenart. Parteien und Organisationen bestehen ebenso darauf, dass sich ihre Angestellten zu den "Werten der Organisation"bekennen, ergo Mitglied sind. Die Wehklagen über dieses Prinzip halten sich bei allen anderen Instanzen sehr leise zurück. Wer die Kirche kritisieren will sollte an anderer Stelle ansetzen.
Ich finde es dabei interessant, dass es gerade Atheisten Kirchen den Weg erklären wollen. Dies gipfelt an in den feineren Teilen von Debatten oftmals in einer sehr herablassenden Debattenkultur, die eben Christen im Grunde als Menschen mit gewissen Defekt angesieht.
Dann kommen wir zu meinem Lieblingsthema: Kirche und Staat sollen nichts mehr mit einander gemein haben. Im ländlichen Raum bräche beispielsweise die Kinderbetreuung binnen kurzer Zeit zusammen, gleiches gilt für andere Bereiche der Betreuung- und Pflege.
Krankenhauskonzerne müssten ebenfalls sofort verstaatlicht werden, die Liste ließe sich beliebig weiterführen.
Wer a sagt, sollte sich vor b nicht fürchten und auch auf kirchliche Feiertage verzichten.
Die besonders dumm-dreiste Fehlleistung in Limburg kostete gut 30 Millionen Euro, einen Monat BER. Das eine ist der große Skandal, das andere gilt inzwischen als Teil des satirischen Kulturerbes.

Das große Pre der christlichen Kirchen ist die innerkirchliche Demokratie. Dies geht in der Regel unter und ist doch sehr entscheidend. Im Gegensatz zum Islam wird die Macht der kirchlichen Vertreter in der Institution Kirche sehr stark eingeschränkt.

Ich wurde in eine vermutlich recht durchschnittliche protestantische Provinzgemeinde geboren. Die Kirche kam quasi zu mir und ich nicht zu ihr. Ich brauche keine großen theologischen Debatten, aber Kirche und Religion geben meinen Leben moralische und ethische Grenzen. Hier wird die Kirche eben zu mehr als einem Verein. Vereine haben einen weit geringenren Wirkungsbereich. Sie wirken in der Regel nur begrenzt auf das Denken und Handeln von Menschen ein.
Ich bin in einigen Vereinen Mitglied, die aber insgesamt meinen Denken weit weniger Schranken geben als der Protestantismus.
 
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Benutzer81418 

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Off-Topic:
Die katholische Kirche ist wohl fast die einzige religiöse Gemeinschaft, die man als Nichtmitglied kritisieren darf, ohne dabei die Grenzen der Political Correctness zu verlassen. Kritik an ihr ist auch mit keinen persönlichen Risiken verbunden. Insofern - aber nur insofern - kann ich mir die Kritik an der Kirchentreue einzelner katholischer PL-Bewohner erklären.
 

Benutzer160853  (34)

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Die katholische Kirche ist wohl fast die einzige religiöse Gemeinschaft, die man als Nichtmitglied kritisieren darf, ohne dabei die Grenzen der Political Correctness zu verlassen. Kritik an ihr ist auch mit keinen persönlichen Risiken verbunden. Insofern - aber nur insofern - kann ich mir die Kritik an der Kirchentreue einzelner katholischer PL-Bewohner erklären.


Ich erinnere mich dort immer wieder gerne an eine absurde Geschichte aus meiner Studienzeit, Jusos und Grüne Jugend kämpften gegen den Studiengang für katholische Theologie für Lehrämter, wegen Frauenrechte und soweiter.
Im gleichen Atemzug wurde aber einem islamischen Gebetsraum das Wort geredet, der schließlich auch kam.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wer a sagt, sollte sich vor b nicht fürchten und auch auf kirchliche Feiertage verzichten.

Das ist meinen Augen eines der dümmsten Argumente, das ich je gehört habe. Es beginnt damit, dass es kaum noch kirchliche Feiertage in dem Sinne gibt, dass wirklich die Mehrheit der Bevölkerung den spezifisch religiösen Aspekt des Feiertages wertschätzt. Für die Mehrheit der Bevölkerung sind religiöse Feiertage eine willkommene Unterbrechung des Alltags und mehr aber auch nicht, der religiöse Sinn der Feiertage ist in den Hintergrund gerückt, die Kirchen haben die Deutungshoheit über diese Tage vollends verloren. Frag doch mal durchschnittliche Angehörige der großen Kirchen (!), was an Christi Himmelfahrt oder Pfingsten eigentlich gefeiert wird.

So zu tun, als ob man Christi Himmelfahrt nicht als Feiertag behalten könnte, wenn man Staat und Kirche konsequent trennt, ist mehr als albern. Und selbst wenn: Dann gäbe es eben andere Feiertage.
[doublepost=1495053506,1495053347][/doublepost]
Ich beginne mit dem Prinzip des Tendenzbetriebs. Das ist keine kirchliche Eigenart. Parteien und Organisationen bestehen ebenso darauf, dass sich ihre Angestellten zu den "Werten der Organisation"bekennen, ergo Mitglied sind. Die Wehklagen über dieses Prinzip halten sich bei allen anderen Instanzen sehr leise zurück.

Das mag daran liegen, dass Parteien und andere Organisationen keine radikale Ausgrenzung von Frauen und Homosexuellen betreiben.

Dann kommen wir zu meinem Lieblingsthema: Kirche und Staat sollen nichts mehr mit einander gemein haben. Im ländlichen Raum bräche beispielsweise die Kinderbetreuung binnen kurzer Zeit zusammen, gleiches gilt für andere Bereiche der Betreuung- und Pflege.

Nö, die Trägerschaft dieser Einrichtungen würde wechseln. Mehr nicht.

Krankenhauskonzerne müssten ebenfalls sofort verstaatlicht werden, die Liste ließe sich beliebig weiterführen.

Ja, und?


Das große Pre der christlichen Kirchen ist die innerkirchliche Demokratie.

Innerkirchliche Demokratie ist nun wirklich kein prägendes Strukturmerkmal der katholischen Kirche. Im Gegenteil, diese ist dezidiert undemokratisch. Muss sie ja auch nicht sein, aber man sollte nichts anderes behaupten.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht bin ich ein "Anarcho-Katholik", und sollte exkommuniziert werden :grin:

Ich frage mich ja echt immer, warum man denn in einer Religionsgemeinschaft ist, obwohl man nicht an deren Grundsätze (zumindest mal die wichtigsten) glaubt. Gerade bei den Katholiken ist das ja relativ einfach, es gibt den Katechismus und den Papst als offizieller Vertreter Gottes. Wenn ich schon daran nicht glaube, dann wechsel ich doch zu den Protestanten und hab mehr Interpretationsfreiraum.

Aber allgemein verstehe ich viele Gläubige nicht. Wenn ich da wirklich daran glaube, dann müsste das doch das wichtigste im Leben sein, schließlich steht die Ewigkeit auf dem Spiel.
[doublepost=1495053949,1495053853][/doublepost]
Wer a sagt, sollte sich vor b nicht fürchten und auch auf kirchliche Feiertage verzichten.
Ich verzichte auf kirchliche Feiertage... nur nicht auf gesetzliche.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Ich zahle keine und werde das auch weiterhin nicht tun. Da ich Konfessionslos bin und bleiben werde sehe ich da auch keinen Grund.

Zu dem Argument, auf kirchliche Feiertage zu verzichten: Bitte, wenn es im Sinne ist das alle Ungläubigen keinen Anspruch darauf haben sollen. Dann sollte für Diese aber auch eine Ausgleichszahlung drin sein. Denn warum sollte ich die Freizeit anderer mittragen? Am Ende eine Milchmädchenrechnung.
 

Benutzer160853  (34)

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Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich glaube, dass es grundsätzlich keine Institution gibt, die exakt den eigenen Weltbild entspricht. Außer man ist das einzige Mitglied und verhängt einen dauerhaften Aufnahmestop.
Warum sollen sich dort Religionsgemeinschaften anders verhalten als Parteien,Verbände und andre Instanzen.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich glaube, dass es grundsätzlich keine Institution gibt, die exakt den eigenen Weltbild entspricht. Außer man ist das einzige Mitglied und verhängt einen dauerhaften Aufnahmestop.
Warum sollen sich dort Religionsgemeinschaften anders verhalten als Parteien,Verbände und andre Instanzen.
Deswegen sagte ich ja "die wichtigsten". Simpelstes Beispiel wäre ja der Papst, wenn ich als Katholik nicht damit einverstanden bin, dass der Papst der irdische Stellvertreter von Jesus ist, dann würde ich meine Religionszugehörigkeit schon einmal überdenken.
 

Benutzer160853  (34)

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Kann man gerne mit anfangen, hat allerdings selbst der Kommunismus nicht geschafft. Alleine Agaplesion hat einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und einen weit höheren Firmenwert. Kommunen und das Land Hessen würde sich eher ins Knie schießen als freiwillig einen solchen Konzern zu übernehmen. Bei Kindergärten und Heimen ist es genauso. Schon die Masse an Institutionen und Plätzen wäre kaum zu leisten.
Ich frage mich grundsätzlich,warum dieses funktionierende System so sehr auf Ablehnung stößt.

Das ist glatt gelogen. Von der Kirchengemeinde bis hin zum Bistum/Landeskirche gibt es gewählte Vertreter der Gemeindemitglieder. Wer nur randständig innerkirchliche Debatten verfolgt, wird deren Wirkmacht feststellen.
Im Gegensatz zu Instanzen des Islams vertreten diese dann auch nicht nur einzelne Gruppen. Es waren in Limburg im übrigen die Organe innerkirchlicher Demokratie, die den Skandal aufdeckten.


Wenn man doch die Instanz, die diesen Feiertag erst ermöglicht hat, so sehr verachtet, dass man sie offenbar am liebsten enteignen und entrechten will, würde ich auch einen Feiertag nicht annehmen. Das ist bigott.
 

Benutzer62841  (33)

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Kann man gerne mit anfangen, hat allerdings selbst der Kommunismus nicht geschafft. Alleine Agaplesion hat einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und einen weit höheren Firmenwert. Kommunen und das Land Hessen würde sich eher ins Knie schießen als freiwillig einen solchen Konzern zu übernehmen. Bei Kindergärten und Heimen ist es genauso. Schon die Masse an Institutionen und Plätzen wäre kaum zu leisten.

Krankenhäuser, Kindergärten und Heime in kirchlicher "Trägerschaft" werden zu 90 bis 100 Prozent aus ganz normalen Steuermitteln (nicht etwa Kirchensteuermitteln) bezahlt. Die Institutionen und Plätze sind also schon da, nur dass komischerweise derjenige das Kommando hat, der wenig bis nichts dafür bezahlt (und sich darin sonnt, wieviel er doch für das Gemeinwohl beiträgt).
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn man doch die Instanz, die diesen Feiertag erst ermöglicht hat, so sehr verachtet, dass man sie offenbar am liebsten enteignen und entrechten will, würde ich auch einen Feiertag nicht annehmen. Das ist bigott.
Nochmal: Es sind gesetzliche Feiertage, der Grund ist mir schnuppe. Von mir aus können wir sehr gerne einfach nur den gesetzlichen Urlaubsanspruch entsprechend hochschrauben und alle gesetzlichen Feiertage abschaffen.

edit: Alternativ können wir aber auch jeder Religion ihre Feiertage gönnen, dann finde ich sicherlich auch eine passende Religion für mich.

Ganz davon abgesehen ist es nicht möglich diese Feiertage nicht anzunehmen. Außer man arbeitet vielleicht beim Bäcker und hat fast jeden Tag im Jahr offen.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Kann man gerne mit anfangen, hat allerdings selbst der Kommunismus nicht geschafft. Alleine Agaplesion hat einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und einen weit höheren Firmenwert. Kommunen und das Land Hessen würde sich eher ins Knie schießen als freiwillig einen solchen Konzern zu übernehmen. Bei Kindergärten und Heimen ist es genauso. Schon die Masse an Institutionen und Plätzen wäre kaum zu leisten.
Ich frage mich grundsätzlich,warum dieses funktionierende System so sehr auf Ablehnung stößt.

Weil es systematisch Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion und ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Im Übrigen muss man niemanden enteignen. Es genügt, die Privilegierung der Kirche bei kirchenfernen Betrieben entfallen zu lassen und sie an das normale Arbeitsrecht zu binden. Wenn die Kirchen unter diesen Bedingungen wirtschaftlich tätig sein wollen, können sie das tun. Ansonsten sehen sie sich vielleicht nach neuen Eigentümern ihrer Betriebe um.


Das ist glatt gelogen. Von der Kirchengemeinde bis hin zum Bistum/Landeskirche gibt es gewählte Vertreter der Gemeindemitglieder.

Die in der katholischen Kirche jedenfalls nur marginalen Einfluss auf die wichtigen Themen haben.

Im Gegensatz zu Instanzen des Islams vertreten diese dann auch nicht nur einzelne Gruppen. Es waren in Limburg im übrigen die Organe innerkirchlicher Demokratie, die den Skandal aufdeckten.

Ja, und diese Organe hatten aber exakt null Befugnisse, ihren Bischof von seinen Ämtern zu entbinden. Das ging nur, weil Rom Lust darauf hatte. Wenn Rom keine Lust darauf hat, dann schauen die innerkirchlichen Gremien in die Röhre.

Wenn man doch die Instanz, die diesen Feiertag erst ermöglicht hat, so sehr verachtet, dass man sie offenbar am liebsten enteignen und entrechten will, würde ich auch einen Feiertag nicht annehmen. Das ist bigott.

Die Instanz, die diese Feiertage ermöglicht, ist das jeweilige Bundesland. Die Kirchen haben damit nichts zu tun. Dass dies Feiertage mit kirchlichen Festen zusammenfallen, ist historisch bedingt, gibt aber den Kirchen keine Verfügungsmacht über die Feiertage. Es ist doch der Gipfel der Albernheit zu behaupten, Feiertage seien ein Gnadenerweis der großen Kirche. Ich bitte dich.

Ansonsten gibt es m.E. keine kirchlichen Feiertage mehr. Weihnachten trifft man sich mit seiner Familie und isst und trinkt viel, Ostern sucht man Eier und Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind lange Wochenenden im Mai/Juni.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich beginne mit dem Prinzip des Tendenzbetriebs. Das ist keine kirchliche Eigenart. Parteien und Organisationen bestehen ebenso darauf, dass sich ihre Angestellten zu den "Werten der Organisation"bekennen, ergo Mitglied sind. Die Wehklagen über dieses Prinzip halten sich bei allen anderen Instanzen sehr leise zurück. Wer die Kirche kritisieren will sollte an anderer Stelle ansetzen.
Ich finde es dabei interessant, dass es gerade Atheisten Kirchen den Weg erklären wollen. Dies gipfelt an in den feineren Teilen von Debatten oftmals in einer sehr herablassenden Debattenkultur, die eben Christen im Grunde als Menschen mit gewissen Defekt angesieht.
Ginge es nur um Pfarrer und ähnliche Leute, fände ich das ja auch vollkommen in Ordnung. Aber es geht hier um wahnsinnig viele Pflegekräfte, Erzieher, usw., die aufgrund ihres Glaubens, ihrer Kirchenmitgliedschaft und ihres Privatlebens auf dem Arbeitsmarkt massiv bevorzugt, oder benachteiligt werden.
Eine solche Dimension haben andere Tendenzbetriebe einfach nicht.

Dann kommen wir zu meinem Lieblingsthema: Kirche und Staat sollen nichts mehr mit einander gemein haben. Im ländlichen Raum bräche beispielsweise die Kinderbetreuung binnen kurzer Zeit zusammen, gleiches gilt für andere Bereiche der Betreuung- und Pflege.
Selbstverständlich wäre ein abrupter Übergang schwierig bis unmöglich, weil die Kirchen bisher Träger vieler sozialer Einrichtungen sind. Aber so schwer wäre es nun auch wieder nicht, all diese Einrichtungen zu anderen, "weltlichen" Trägern zu überführen.

Meiner Meinung nach spricht wirklich nichts dagegen, eine solche geordnete, Schritt für Schritt vollzogene Trennung von Staat und Kirche anzugehen.

Das große Pre der christlichen Kirchen ist die innerkirchliche Demokratie. Dies geht in der Regel unter und ist doch sehr entscheidend. Im Gegensatz zum Islam wird die Macht der kirchlichen Vertreter in der Institution Kirche sehr stark eingeschränkt.
Der unfehlbare Papsst ist natürlich auch ein Paradebeispiel für Demokratie und Machtbeschränkung. :rolleyes:

Ich bin in einigen Vereinen Mitglied, die aber insgesamt meinen Denken weit weniger Schranken geben als der Protestantismus.
Du findest es also schön, Mitglied einer Organisation zu sein, die die Freiheit deiner Gedanken beschränkt? :eek:
Für mich wäre alleine der Versuch einer Organisation, die Freiheit meiner Gedanken zu beschränken, ein Grund, diese Organisation augenblicklich zu verlassen.

Kann man gerne mit anfangen, hat allerdings selbst der Kommunismus nicht geschafft. Alleine Agaplesion hat einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro und einen weit höheren Firmenwert. Kommunen und das Land Hessen würde sich eher ins Knie schießen als freiwillig einen solchen Konzern zu übernehmen. Bei Kindergärten und Heimen ist es genauso. Schon die Masse an Institutionen und Plätzen wäre kaum zu leisten.
Ich frage mich grundsätzlich,warum dieses funktionierende System so sehr auf Ablehnung stößt.
Weil es zwar irgendwie funktioniert, aber auch unglaublich viele Menschen diskriminiert und benachteiligt.

Das ist glatt gelogen. Von der Kirchengemeinde bis hin zum Bistum/Landeskirche gibt es gewählte Vertreter der Gemeindemitglieder. Wer nur randständig innerkirchliche Debatten verfolgt, wird deren Wirkmacht feststellen.
Und wie sieht es weiter oben in den höchsten Führungsetagen der Kirche aus? Hat ein unfehlbarer Papst tatsächlich noch etwas mit demokratischen Werten zu tun?
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ginge es nur um Pfarrer und ähnliche Leute, fände ich das ja auch vollkommen in Ordnung. Aber es geht hier um wahnsinnig viele Pflegekräfte, Erzieher, usw., die aufgrund ihres Glaubens, ihrer Kirchenmitgliedschaft und ihres Privatlebens auf dem Arbeitsmarkt massiv bevorzugt, oder benachteiligt werden.
Eine solche Dimension haben andere Tendenzbetriebe einfach nicht.
Hinzu kommt ja noch, dass kirchliche Träger oftmals ein lokales Nachfragemonopol innehaben. In vielen Orten kann man in diesen Berufen halt fast nur bei einem kirchlichen Arbeitgeber arbeiten, und sich dadurch die berufliche Laufbahn ruinieren. Arbeitet man bei einer parteinahen Stiftung als Hausmeister, Eventmanager oder Webdesigner mag es zwar auch beruflich bitter sein den Job zu verlieren weil man nicht zur Parteilinie passt, aber es gibt doch i.d.R. deutlich mehr Möglichkeiten woanders unterzukommen.
 

Benutzer123832  (26)

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Wenn ich da wirklich daran glaube, dann müsste das doch das wichtigste im Leben sein, schließlich steht die Ewigkeit auf dem Spiel.
Danke, endlich hat es jemand kapiert. Aber da es die meisten von euch ja nicht wissen, zitiere ich gerne aus dem katholischen Glaubensbekenntnis:

"Ich glaube an die heilige katholische Kirche, [...]"

Das Pendant bei den Protestanten heißt "heilige christliche Kirche".
 

Benutzer36171 

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Wenn man doch die Instanz, die diesen Feiertag erst ermöglicht hat, so sehr verachtet, dass man sie offenbar am liebsten enteignen und entrechten will, würde ich auch einen Feiertag nicht annehmen. Das ist bigott.
Aber was kann ich denn dafür, dass der Staat die gesetzlichen Feiertage nicht auf anderen Fest-Gelegenheiten basiert? Es tut mir ja leid, dass der Feiertag Christi Himmelfahrt und nicht Freier-Donnerstag-im-Mai heißt, aber als Protest an diesem Tag zu arbeiten scheint mir keine sinnvolle Strategie. :grin:

Wir können gerne alle Feiertage umbenennen: von Weihnachten zu Winterfest, von Ostern zu Eier-Such-Fest. Das ist mir völlig gleichgültig. Was jedoch gar nicht geht, ist, dass man als Angehöriger irgendeiner Religion vom Staat (!) mit freien Tagen belohnt wird. :ninja:

Ich behaupte nicht, dass ich die Auferstehung von Jesus feiere. Ich behaupte nicht, dass ich die Bedeutung von Fronleichnam kenne. Ich habe einfach nur frei wie jeder andere Arbeitnehmer in Deutschland auch. Was ist daran bigott? Bigott wäre es, Feiertage gegen Geld und Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft zu verkaufen und zu behaupten, das wäre ein säkulärer Staat.
 
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Benutzer62841  (33)

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Danke, endlich hat es jemand kapiert. Aber da es die meisten von euch ja nicht wissen, zitiere ich gerne aus dem katholischen Glaubensbekenntnis:

"Ich glaube an die heilige katholische Kirche, [...]"

Das Pendant bei den Protestanten heißt "heilige christliche Kirche".

Hach ja, und ich Dummerchen dachte doch wirklich, dass Gläubige an Gott glauben - und dass Jesus u.a. dagegen predigte, Götzen anzubeten. So ein Revoluzzer aber auch! Der wäre in der heutigen Katholischen Kirche aber sowas von exkommuniziert worden. .
 

Benutzer36171 

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Off-Topic:
Ich find's übrigens nicht so toll, einzelne Mitglieder wegen ihrer Mitgliedschaft in der Kirche anzugehen... Man kann ja Kritik äußern, aber die Diskussion liest sich zum Teil genau so wie manche Veganer/Vegetarier mit Fleischessern diskutieren.

:ninja:
 
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Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Hach ja, und ich Dummerchen dachte doch wirklich, dass Gläubige an Gott glauben - und dass Jesus u.a. dagegen predigte, Götzen anzubeten. So ein Revoluzzer aber auch! Der wäre in der heutigen Katholischen Kirche aber sowas von exkommuniziert worden. .
Hab ich ja auch schon gesagt! Aber Jesus wäre garantiert nicht bloss in der Kirche quer drin. Wir haben heute ganz andere Götzen als damals, und wer im Ernst den Papst und die Kirche für die grössten Götzen hält ist ein bisschen naiv.

Off-Topic:
Ich will ja nicht behaupten ich lebe vor allem in der Kirche, denn über das Ganze gerechnet ist das für mich eher Nebensache. Aber solang ich in meiner Kirchgemeinde Menschen finde die wie ich und mit mir zusammen von Jesus überzeugt sind und glauben, und so lang ich in der Kirche derart viel Freiraum habe, trete ich nicht aus. Denn ausserhalb finde ich das nicht. Und zahle Kirchensteuer. Damit sind wir wieder beim Thema :tongue:
 

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