WUT! Ein kleines Kind wurde angefahren

Benutzer79932 

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Ähm nein, ich fahre an Einbahnstrassen auf der Seite, auf der man NICHT raus, sondern nur rein, darf, nicht langsamer vorbei. Nach der Theorie müsste man an jeder erdenklichen Seitenstrasse mal kurz auf die Bremse treten - na Freude denn. Sorry, nein, das macht KEINEN Sinn. Es würde noch eher Sinn machen an einer Seitenstrasse, die in beide Richtungen verläuft (aber selbst da, sag mir einen, der das ÜBERALL durchzieht), aber doch nicht auf der falschen Seite einer Einbahnstrasse :confused_alt: Vorsicht in allen Ehren, aber das halte ich für überzogen. Du weisst jetzt halt zufälligerweise, dass das aus irgendwelchen Gründen ne heikle Kreuzung ist (wobei, wären die Kinder richtig gefahren, wäre wahrscheinlich nichts heikel) und kannst dich gegebenenfalls darauf vorbereiten - das gilt aber für zahlreiche andere potentiell gefährliche Stellen oder Kreuzungen nicht und genauso wenig wissen nunmal die meisten Menschen über bestimmte angeblich erhöht gefährliche Kreuzungen nicht Bescheid.
 

Benutzer70315  (32)

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nun ich kann hier nur von meinem wissensstand in der fahrschule erzählen und sowohl in der theorie als auch in der praxis (siehe beispiel, als ich anhalten musste) wurde mir immer eingetrichtert, eben besonders auf kinder rücksicht zu nehmen.

http://www.abc-recht.de/ratgeber/auto/faq/aufsichtspflichtverletzungen.php


"Mit dem Schadensersatzrechtsänderungsgesetz von 2002 wurden Kinder unter 10 Jahren von jeder Haftung bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen im motorisierten Verkehr freigestellt. Untersuchungen hatten ergeben, dass Kinder frühestens ab dem 10. Lebensjahr in der Lage sind, die besonderen Gefahren des Straßenverkehrs zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten. Eine Verschärfung der Aufsichtspflicht über Kinder bis zu 10 Jahren ist nach überwiegender Meinung mit dieser Regelung nicht verbunden."

gut, wir haben hier den grenzfall dass das mädchen 10jahre alt war. aber ich glaube nicht, dass es hier schuld hat sondern die autofahrer.

das ist natürlcih ncihts anderes als MEINE persönliche meinung. weil Novalis vorhin schrieb:
Und jeder ist solange unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen wurde.
damit hat er ja zweifelsohne recht.
 

Benutzer26398 

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g_hoernchen schrieb:
und dass sie eben nicht langsam vorbei gefahren sind, weiß man schon allein , da sie sonst hätten rechtzeitig bremsen können. die kreuzung ist zwar relativ unübersichtlich aber der bremsweg hätte gereicht.
lies mal ich oben geschrieben hab! mir ist ein Kind aufs stehende Auto gefahren! Ist zwar nichts passiert, will aber damit sagen selbst bei größter Vorsicht ist nicht jeder Unfall zu vermeiden v.a. nicht mit Tieren und Kindern da diese sehr oft unberechenbar reagieren bzw. irgendwo auftauchen können - nicht nur in Tempo 30 Zonen.
 

Benutzer70315  (32)

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@brainforce: ja richtig. ich kann mir auch vorstellen, dass es dich verärgert hat. sicherlich hätte ich mich acuh ziemlich geärgert, wenn da n kind in mein stehendes auto läuft und vermutlich noch n blechschaden verursacht.
aber das auto in dem fall stand ja nicht, es fuhr. es hatte ja dann auch dellen auf der motorhaube. sprich, es hat das kind also erwischt und ist nicht vorher angehalten, wie man es ja eigetnlich mit knapp unter tempo 30 noch könnte. bzw. wie du es ja getan hast.
 

Benutzer48909 

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sprich, es hat das kind also erwischt und ist nicht vorher angehalten, wie man es ja eigetnlich mit knapp unter tempo 30 noch könnte. bzw. wie du es ja getan hast.

Fährst du eigentlich selber Auto?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich meine Hand dafür nicht ins Feuer legen würde, dass ich, wenn ein Kind mit dem Fahrrad aus einer Seitenstraße geschossen kommt anhalten könnte. Auch bei 30 km/h hat man noch ne gewisse Reaktionszeit und einen gewissen Bremsweg. Man weiß ja auch nicht, wie nah die beiden schon an der Kreuzung waren.
 

Benutzer26398 

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aber das auto in dem fall stand ja nicht, es fuhr. es hatte ja dann auch dellen auf der motorhaube. sprich, es hat das kind also erwischt und ist nicht vorher angehalten, wie man es ja eigetnlich mit knapp unter tempo 30 noch könnte. bzw. wie du es ja getan hast.
was ich damit sagen will ist eigentlich das man nicht alles im Vorfeld verurteilen soll. Wenn es auch annähernd so ist wie du schreibst sind die Jungen sicher "schuld" - aber Schuld inwiefern ist eine andere Frage.
Ob sich der Unfall bei langsamerer Geschwindigkeit hätte vermeiden lassen ist auch nur anzunehmen - ein Laie kann es nicht beweisen.

Das soll aber wirklich nicht heißen das ich die beiden verteidigen möchte - allerdings sollte man das eben auch hinterfragen z.B. ob nicht auch Eltern zu einem riesen Teil daran Schuld sind wenn sie ihren noch "unfähigen" Nachwuchs am Verkehr teilnehmen lassen!
 

Benutzer79932 

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und dass sie eben nicht langsam vorbei gefahren sind, weiß man schon allein , da sie sonst hätten rechtzeitig bremsen können. die kreuzung ist zwar relativ unübersichtlich aber der bremsweg hätte gereicht.

Allein das zeigt schon, dass du - zu deinem Glück - noch nie urplötzlich ein Kind vor dem Auto hattest. Wenn das irgendwo nen Meter vor dir unerwartet rauszischt, dann kannste von mir aus auch nur 20 km/h fahren und es reicht trotzdem nicht zum rechtzeitig bremsen. Theoretisch vielleicht, aber praktisch nicht.

Daher meinte ich auch weiter vorne: übersetzte Geschwindigkeit ist relativ. Würde mich nicht überraschen, wenn sie sehr wohl nur die erlaubten 30 km/h gefahren sind.

Ich bin mal in zähfliessendem Verkehr auf der Autobahn einem mit 5km/h hinten aufgefahren - man würde nicht glauben, wie mein Auto danach ausgesehen hat. Manche unterschätzen Geschwindigkeiten und die Schäden, die damit angerichtet werden können, ganz gewaltig.
 

Benutzer70315  (32)

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ja ich fahr selber auto und kenne diese kreuzung gut, da ich ja ziemlich oft bei meiner freundin bin. ja natürlcih braucht man n gewissen bremsweg. aber du darfst dir die straße jetzt nich eng vorstellen. also sie is schon ziemlcih breit (hab jetzt nich ausgemessen:schuechte )

natürlich kann man hier nicht von "Fakt ist" sprechen.
und womöglich hätte man nicht mehr rechtzeitig reagieren können.
aber es wird vermutet, bzw. meine freundin hat es zwecks fenster gehört, dass beide jugendliche betrunken waren.
(die kamen auch aus richtung sportplatz, bei dem heut n fest gefeiert wird)
und dann ist ,denke ich ,die schuldfrage klar.


@samaire: richtig, ich hatte zum glück noch nicht diesen fall, ein kind vor meinem auto zu haben. und ich weiß, wie diese kräfte wirken weil ich selber vor einigen wochen angefahren wurde (was größtenteils mein vershculden war).

ich kann heir auch nur den worten meiner freundin glauben, und dem , was sie gehört hat. ( das gespräch von polizist und fahrer) und laut dem, war Er (der fahrer) angetrunken.
 

Benutzer35070 

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Hmmm irgendwie muss man für Kinder im Straßenverkehr schon oft mitdenken. Hatte mal ein Kind das am Übergang über die Straße stand und konsequent nach rechts geschaut hat und auf die Straße marschierte! Da hab ich dann auch ne Vollbremsung hingelegt.

Viel schlimmer finde ich Erwachsene Radfahrer die verkehrt herum aus Einbahnstraßen kommen!
 

Benutzer26398 

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Hmmm irgendwie muss man für Kinder im Straßenverkehr schon oft mitdenken. Hatte mal ein Kind das am Übergang über die Straße stand und konsequent nach rechts geschaut hat und auf die Straße marschierte! Da hab ich dann auch ne Vollbremsung hingelegt.
mehr als über die Kinder ärgere ich mich in solchen Situationen über die Eltern!:kopfschue :angryfire Manche handeln wirklich fahrlässig und setzen ihr Kind bewusst dem Verkehr aus weil sie ihr Kind für "reif" genug halten (aus welcher Motivation heraus auch immer...)!:kopfschue
 

Benutzer53832 

Benutzer gesperrt
Ich habe als Beifahrer erlebt, wie einer Kollegin die 25 gefahren ist (obwohl 50 km/h erlaubt) ein Kind vors Auto gelaufen ist.
Die Vollbremsung hat gerade so gereicht.
Die Kollegin hat danach feierabend gemacht, so fertig war sie mit den Nerven.

Es gibt eben absolut dumme Situationen, so aufmerksam kann man gar nicht fahren, daß diese verhindert werden.
Und wenn kein Kind weit und breit zu sehen ist, kann man auch nicht "besonders" auf Kinder achten.
Wir alle - und das schließt auch alle Autofahrer mit ein - können, so sehr wir uns auch bemühen, nie zu jeder Zeit zu 100% hellwach und aufmerksam sein. Das ist nur menschlich.

Wenn sich beinahe ein Lynchmob zusammenrottet, wenn ein Kind angefahren wird, mag auch in gewisser Weise menschlich sein.
Nichtdestotrotz kann man auch seinen Verstand einschalten und sich bemühen, die Werte unserer Zivillisation nicht gleich im ersten Moment über Bord zu werfen.

(Ich spreche jetzt von einem Lynchmob, weil ich soetwas schonmal erlebt habe. Und solche "Phänomene" erhalten ihre Nahrung eben durch Unwissen, Halbwahrheiten und Lügen.

"WUT! Ein kleines Kind wurde angefahren" ist ein Schritt auf dem Weg...)
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
In manchen Straßen ist Radfahrern die Benutzung entgegen der Fahrtrichtung gestattet (da stehen dann entsprechende Schilder), natürlich lasse ich als Radfahrerin entsprechende Vorsicht walten am Ende der Straße.

Mit "in der Nähe war ein Fest, Freundin hat dies und jenes durchs Fenster gehört, da ist die Schuldfrage klar" sollte man vorsichtig sein.
Klar ist ein Unfall nie schön, vor allem nicht, wenn jemand (schwer) verletzt wird. Die Schuldfrage ist aber nicht von Zeugen zu entscheiden. Wenn der Fahrer wirklich betrunken war, kann ich Deine Wut verstehen, weil für mich jeglicher Alkoholkonsum und Verkehrsmittelbewegen nicht zueinander passen. Trotzdem finde ich diese Vorverurteilung hier nicht so gut.
 

Benutzer82824  (30)

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Gut, falls der Fahrer wirklich betrunken war, ist es ein Arschloch. Aber so wie du die Verletzungen von der kleinen schilderst, bezweifle ich damit das überhöhte Geschwindigkeit war. Blutiges Gesicht und humpelt?! Das passiert wenn man kopfüber vom Fahrrad fällt. Vom Auto angefahren werden is ein anderes Kaliber, da rechne ich (grade bei nem Kind) mit Knochenbrüchen, inneren Verletzungen und Kopfverletzungen...erscheint mir sehr suspekt deine Schilderung.

Selbst wenn sie rechtzeitig gebremst hätten, mit 30kmh...dann wäre der Anhalteweg immer noch 9 Meter gewesen. 9 Meter sind viel wenns drauf ankommt. Ich glaube das hätte einen Zusammenstoß nicht verhindern können.
 

Benutzer56700 

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Dass man immer Schuld ist wenn man ein Kind anfährt hat mir mein Fahrlehrer damals auch "eingehämmert".
Ich denke das ist einfach Taktik, um bei Kindern besonders vorsichtig zu sein.
Und ehrlich gesagt kann ich jetzt 9 Jahre nach meiner Führerscheinprüfung sagen- es hat funktioniert. Dieses Satz hab ich immer im Ohr wenn ich Kinder am Straßenrand sehe.

Natürlich kann es nicht stimmen dass man volle Schuld bekommt wenn man mit angepasster Geschwindigkeit fährt, und ein Kind aus dem nichts einem plötzlich ins Auto rennt. Da hat man ja gar keine Chance das zu vermeiden.
 

Benutzer46933  (40)

live und direkt
So wie du es beschreibst war es ein Unfall, und die beiden haben sofort erste Hilfe geleistet und den Krankenwagen gerufen, was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist.

jop, ich hätte erwartet, dass die sofort abhauen, auch wegen der trunkenheit, wo man ja nicht mehr richtig reagieren kann und evtl panik bekommt oder so. aber wer weiß, wieviel die getrunken haben, gibt ja unterschiede.
 

Benutzer48572 

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Aber fährst du selbst Auto? Sorry, ich für meinen Teil rechne als Fahrer nicht damit, dass jemand von der falschen Seite her aus ner Einbahn rausfährt und das Argument "es sind ja Kinder" zählt da auch nur bedingt.

Dann solltest du dich von Kommunen fernhalten, die vereinzelte Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung für Radfahrer freigeben.
 

Benutzer82824  (30)

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Dann solltest du dich von Kommunen fernhalten, die vereinzelte Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung für Radfahrer freigeben.

gibts bei uns im Ort eine Straße, da ham die Radfahrer aber nen markieretn Fahrstreifen, die dürfen da auch nich kreuz un quer über die Fahrbahn und genügend Schilder die vor Radfahrer warnen stehen da auch.
 

Benutzer16821 

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Bei uns sind solche Einbahnstraßen nicht gesondert gekennzeichnet, glaub ich. Da hängt unter den roten Schild mit dem weißen Strich noch ein kleines, das da sagt "Radfahrer frei". Aber mal davon abgesehen muss man's einfach wissen oder generell davon ausgehen, dass Radfahrer eh überall sind und keine StVO kennen.
Nicht bös gemeint, aber hier (Fahrradstadt) könnte man's echt meinen.
 
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