Woran merkt man, dass man erwachsen wird?

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
1420566811-never-grow-up.png


Ich habe letztens einen Podcast mit Hubertus Meyer-Burckhardt gehört und dabei ging es u.a. auch um diese Frage.
Seine Antwort: "Ich glaube es hat etwas damit zu tun, dass man gelernt hat, Abschied zu nehmen."

Woran habt ihr gemerkt, dass ihr erwachsen geworden seid?
 

Benutzer106267 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hm.... früher hab ich einen Rausch locker weggesteckt, heute brauch ich ein ganzes Wochenende dafür :seenoevil::what:

Mein Selbstbewusstsein ist enorm gestiegen, ich denke, das war so das Ausschlaggebende daran, bemerkt zu haben, "erwachsen" zu sein :smile:
 

Benutzer161456 

Sehr bekannt hier
Wenn die Kinder deine Schuhgröße erreichen :whoot:.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Ich glaub, erwachsen fühle ich mich erst, wenn/falls ich selbst Kinder habe. Habe gerade heute wieder gemerkt, wie klein ich mich noch fühle. Ich beschäftige mich beruflich auch die ganze Zeit mit "unerwachsenem" Kram, kuschle dabei mit meinem Plüsch-Dumbo :ashamed: und werde auch von der Optik her für viel jünger gehalten...
 

Benutzer158678 

Meistens hier zu finden
Ich schmunzel gerade, weil mir da gerade der Lebenslauf so durch den Kopf gezischt ist.
Ist es nicht ein Prozess, der über Monate und Jahre geht, vielleicht sogar über Jahrzehnte.
Mag sein, dass es das ist, was wir das wegrennen aus dem Elternhaus nennen. Ist es unser Bildungsweg, den wir mitunter hinschmeißen um dann im 3. Semester festzustellen, das war nicht das,w as mir Schule und Eltern eingeredet haben?.
Ist sicher auch das, was wir dann allein zu verantworten haben, nämlich erst mal nen ordentlichen Bildungsweg hinzulegen.
Und ich gehe auch mal soweit, dass für einige für uns auch das Führen einer Beziehung dazu gehört. Für die Mädels und Frauen, der Wunsch nach Nachwuchs ( nicht alleine) , für die Herren, das Vater werden und sein.
Und dann ja auch das Abschied nehmen, in allen Belangen, die Kinder werden groß und gehen ihre Wege, die Eltern werden alt und Großeltern und schließlich müssen wir altersbedingt( oder auch anders) auch von ihnen Abschied nehmen.
Und dann werden wir selbst irgendwann zu Opa oder Oma, sofern wir denn nicht kinderlos waren.

Aber auch daran, dass wir alles selbst entscheiden müssen, was wir tun, mit wem wir gehen, mit wem wir arbeiten, womit wir uns bewegen, ob wir offen oder geschlossen Beziehungen durchleben.
Und das ist mit Sicherheit nicht vollständig
 

Benutzer161827 

Sorgt für Gesprächsstoff
Es war der Moment, in dem ich mich fragte, wie sich Pokemon-Center eigentlich finanzieren und welche Unternehmensform die wohl haben.
 

Benutzer161456 

Sehr bekannt hier
Der Umstand eigenen Nachwuchs zu haben, bedingt schon einen extremen Reifeschub auf der Karriereleiter des Lebens.

Das schöne Gefühl,
- die eigenen Erfahrungen aus der Kindheit noch einmal mit erleben zu können,
...nur diesmal aus der neuen Sicht der Eltern
- Oder, ...auf einmal zu erahnen, welche Gedanken und Nöte die eigenen Eltern
wohl mit einem selber gehabt haben müssen.

Das ist dann wohl Erwachsen sein.
 

Benutzer136760 

Beiträge füllen Bücher
Weiss nicht. Muss man denn erwachsen werden? Mit ein wenig Spaß und Witz fühle ich mich besser im Leben :zwinker:
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Jedes Mal, wenn ich von meinen Eltern zurück in mein Zuhause fahre, denke ich, dass ich erwachsen geworden bin. Früher flossen da viele Tränen und ich habe immer gedacht, dass ich doch da hingehöre und es sich irgendwie falsch anfühlt wegzugehen. Inzwischen habe ich aber das Gefühl, mit meinem Mann eine "Einheit" zu bilden. Meine Eltern sind ein Team, mein Mann und ich sind ein Team. Jedes Team hat so seine Gewohnheiten, seinen Rhythmus, seine Charakteristika. Und ich sehe da immer häufiger Diskrepanzen. Es war für mich bis vor ungefähr 2 Jahren unvorstellbar, mal meine Eltern in so ganz alltäglichen Dingen zu kritisieren, eigentlich habe ich das fast immer als "DEN Weg" angesehen, sie um Ratschläge in jeglichen Situationen gebeten. Es war auch unvorstellbar für mich, dass sie mir mal richtig auf den Zeiger gehen und ich bei ihnen bin und mir denke "Es ist schön hier zu sein und Zeit mit euch zu verbringen, aber ich bin auch froh, wenn ich wieder in meinem eigenen Zuhause bin. Und ich hab euch trotzdem lieb."

Erwachsen gemacht hat mich meine Arbeit, davon bin ich überzeugt. Viel Kontakt zu einflussreichen, sehr selbstbewussten Männern, vor denen ich die starke Frau mimen und mir viele Sprüche anhören muss. Das härtet ab, was aber auch ganz gut so ist, das hab ich auch mal gebraucht. Das hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben und eben auch das Wissen darüber, was ich kann, und wie ich mit gewissen Situationen umgehen kann oder muss.

Dennoch rede ich mit meinen Eltern über sehr viele Dinge und hole mir Einschätzungen und Ratschläge von ihnen. Sie kennen mich eben doch mit am Besten und auf sie kann ich mich einfach immer verlassen. Dass ich erwachsen geworden bin, zeigt mir aber auch, dass dieses Ratsuchen nicht mehr nur einseitig stattfindet, sondern auch meine Eltern immer häufiger auf mich zukommen, mir etwas erzählen und meine Meinung dazu kennen möchten und meine Unterstützung suchen. Zum einen finde ich das sehr schön, weil ich mich auf gewisse Art und Weise Ernst genommen fühle, auf der anderen Seite freue ich mich auch, weil ich ein Stück weit das zurückgeben kann, was sie für mich 25 Jahre lang gemacht haben.
 
R

Benutzer

Gast
So richtig erwachsen fühle ich mich noch nicht, weiß auch nicht, ob das je passieren wird. :grin:

Erstmals "alt" und erwachsen fühlte ich mich wohl erst mit meinem ersten richtigen Vollzeitjob - das erste Mal als gleichberechtigte Kollegin zur Arbeit zu gehen und sich von keinem bevormunden lassen zu müssen war schon ein komisches Gefühl und es hat auch fast ein halbes Jahr gedauert, bis ich das entsprechende Selbstbewusstsein hatte, um wirklich in dieser Rolle anzukommen und nicht mehr ständig wegen irgendwas nachzufragen. Außerdem habe ich bei der Arbeit unter anderem eine Art Mutterrolle inne, die mich auch manchmal einfach alt und reif fühlen lässt.:upsidedown:

Als ich dann erstmals sah, wie viele Steuern ich entrichten muss, fühlte ich mich auch richtig erwachsen.:oooh:

Dann natürlich sowas wie endlich eine richtige, tolle, dauerhaft bewohnte (ich zog vorher 7 Mal um und wusste also immer, dass ich nicht besonders lange bleiben würde) und vollständig nach meinen Wünschen und von meinem Geld eingerichtete Wohnung - da fühlt man sich dann auch nicht mehr studtentenmäßig, wo doch vieles improvisiert war, sondern richtig sesshaft. :grin:

Die wundervollen Dinge wie Hausratversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Gewerkschaftsbeiträge und Co. tragen auch dazu bei, dass ich mich so langsam nicht mehr jung und unbekümmert fühle. :tongue:

Nachdem ich mir alleine einen Welpen angeschafft hatte, war ich die ersten 2 Wochen auch erstmal recht panisch, als mir die Verantwortung bewusst wurde.

Ein gewisses, selbst angespartes finanzielles Polster gibt mir jetzt auch mehr Sicherheit als die knapp 1000 Euro, die ich im Studium als Reserve hatte, sodass ich manches gelassener nehmen kann (Nachzahlungen, Autoreparatur etc.), was mich "früher" noch in Panik versetzt hätte.

Feiern gehe ich irgendwie gar nicht mehr, dafür machen wir Urlaube, die ich als Jugendliche todlangweilig gefunden hätte (Ostsee, Gebirge, Uckermark :ROFLMAO:smile:.

Man macht sich mittlerweile Gedanken darum, ob man eine Wohnung bzw. ein Haus kaufen möchte und wie teuer das sein dürfte und natürlich muss man auch langsam an die Familienplanung denken. Das sind auch Themen, die in der Partnerschaft nun präsent sind, was bei mir im Studium völlig absurd gewesen wäre, da waren solche Themen meilenweit entfernt.

Das alles zusammen trägt dazu bei, dass ich mich jedenfalls anders fühle als im Studium, außerdem sehe ich viele Dinge jetzt irgendwie schon gelassener und realistischer. Ob das jetzt das "Erwachsensein" ist, weiß ich nicht.

Albern und kindisch finde ich mich nämlich trotzdem noch oft genug. :sneaky:

Begonnen hat das so mit 27. :tongue:
 
A

Benutzer

Gast
Hmm... ich glaube das war, als ich das erste mal Chefin für jemanden war. Inklusive Verantwortung für andere Menschen, Vorbild sein, schimpfen, etc.
 

Benutzer91827 

Beiträge füllen Bücher
Manchmal glaube ich, dass ich das noch gar nicht bin, aber dann denke ich an die Momente...

  • Wo ich auf den Esstisch schaue, auf dem meine Tageszeitung liegt in der ich nicht bloß den Teil mit den hässlichen Kinderbildern angeschaut habe, meine Rechnungen, die ich bezahlen kann und daneben die Einkaufsliste für die bevorstehende Woche.
  • Wenn ich das Teil, das ich kaufen wollte, wieder hinlege, weil ich lieber was gutes zu Essen kaufen will, als Schnickschnack.
  • Wenn ich Dinge sage, die meine Mutter früher gesagt hat, die mich damals wütend gemacht haben (aber stimmten).
  • Wenn ich nicht bis zum Schluss in der Kneipe bleiben muss, weil ich keine Angst habe, etwas zu verpassen oder uncool zu sein.
  • Wenn ich das dritte Bier stehen lasse, weil ich lieber heim gehen will.
  • Wenn ich nicht dauernd online sein muss, sondern lieber ein Buch lese.
  • Wenn ich nicht wegen jedem Problem zu jemandem hinrenne, der es für mich lösen soll.
  • Wenn ich Dinge beschließe, weil sie gut für mich sind und nicht, weil sie lustig/in/toll sind.
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Ich finde es immer wieder spannend, was hier für Parameter angewandt werden :smile:.
Für mich haben Verantwortung, Rechnungen zahlen, etc. irgendwie gaaar nix mit Erwachsensein zu tun, weil ich das auch schon mit 11/12 machen musste. Also entweder musste ich früh erwachsen werden oder ich assoziiere derlei einfach nicht mit Reife und fühle mich darum nicht älter...
 

Benutzer91827 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Für mich haben Verantwortung, Rechnungen zahlen, etc. irgendwie gaaar nix mit Erwachsensein zu tun, weil ich das auch schon mit 11/12 machen musste.
Ich war nie selbstständig, musste es auch nie sein, weil ich in dieser herrlich angenehmen Blase aufgezogen wurde, wo dir alles gemacht wird. Verantwortung, Selbstständigkeit etc. hat, zumindest bei mir, zum Erwachsenwerden dazugehört- ich glaube, jeder definiert das auch anders, dieses "groß werden", weil ja auch jeder an 'nem Unterschiedlichen Punkt startet.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren