"wollt ihr den...." wer kennt dieses zitat?

Benutzer20202 

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unbekannte schrieb:
ich persöhnlich schäme mich mehr dafür das für die juden die größten denkmäler gebaut werden (was nicht falsch ist aber manche sachen sind echt übertrieben) und die soldaten die gekämpft haben für ihr land für ihre familien und zum schluß zum schutz unserer heimat höchstens mal nen massengrab mit kleinem grabstein bekommen
Du schämst Dich dafür, dass 6 Millionen Opfer ein größeres Denkmal bekommen, als die Verbrecher und ihre Gehilfen?
Und wie haben diese Soldaten zum Schutz unsere Heimat gekämpft? Durch diese Kämpfen wurde unsere Heimat in keiner Weise geschützt. Für Deutschland (und den Rest derr Welt) wäre es besser gewesen, wenn 1944 keiner mehr gekämpft sondern Deutschland kapituliert hätte.

kerl schrieb:
ich habe speziell diesen satz und weitere 2:30 der rede auf meinem telefon als mp3.
Ich muss zugeben, ein exotischer Klingelton ist das schon.
 

Benutzer26195  (52)

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Trogdor schrieb:
... Für Deutschland (und den Rest derr Welt) wäre es besser gewesen, wenn 1944 keiner mehr gekämpft sondern Deutschland kapituliert hätte.
Wirklich? Noch vor der Landung der alliierten Truppen in der Normandie? Vielleicht hätte Stalin dann ja das gesamte Deutschland annektiert und alle Deutschen nach Sibirien zwangsumgesiedelt.(Wäre ja nicht das erste Mal gewesen... :frown: )
Und was wäre mit den westlichen, besetzten Gebieten passiert? (Frankreich, Niederlande ...) :ratlos:
Die Nachkriegsgeschichte ist so abgelaufen wie sie ist, weil die Deutschen bis zuletzt gekämpft hatten. Nicht zuletzt, mit dieser Kampfmoral, hatten sich die Deutschen einen gewissen Respekt bei den Alliierten (hierbei insbesondere Frankreich) erworben, der nicht in der Form vorhanden gewesen wäre, wenn die Deutschen nach den ersten Rückschlägen kapituliert hätten.
Dann hätte es vielleicht eine Art „Wiederauflage der Versailler Verträge“ gegeben, mit ähnlich katastrophalen Folgen. Oder Deutschland wäre eine Kolonie geworden...
 

Benutzer5059  (37)

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Ja, ich kenne den Satz. Und ich hätte dir auch den Redner sagen können, den Ort allerdings nicht, weil ich den immer vergesse.
Was mir dazu einfällt...
Unglaublicher Inhalt, brillianter Rhetoriker und Propagandist. Aber wenn ich jetzt sage, dass ich Goebbels' rhetorische Fähigkeiten fast bewundere, werde ich vermutlich geschlagen. :zwinker:
Monster waren das btw alles nicht, sondern Menschen... und gerade das sollte uns zu denken geben.

Ich habe 'mal das Buch "The Wave" ("Die Welle") gelesen und es auch als Aufführung gesehen - manche mögen es nicht, mich hat es nachdenklich gemacht.

In der Schule kam das Thema NS-Zeit in der 10.(?) Klasse dran, dann parallel in Deutsch, Geschichte und Religion. Das war schon fast ein "Overkill" - wenn man die gleichen Dinge zum dritten Mal bespricht, sind sie nicht mehr so erschreckend... zumindest ging es mir so...
Dann kam der Tag der Klassenfahrt nach Bergen-Belsen. Ich glaube, manchen Jugendlichen von heute würde es ganz gut tun, einmal (wie ich damals) auf einer Wiese zu stehen und auf einem Stein zu lesen, dass unter einem 100.000 oder 200.000 Menschen liegen... und vielleicht daran zu denken, dass sie so leben (zumindest eine Zeit lang) und sterben mussten wie heutzutage Nutztiere, gegen deren Haltung heftig protestiert wird...

Liebe Grüße vom Fabeltier (das seinen Opa im Krieg verloren hat bzw. ihn nie kennenlernen durfte und trotzdem jede Verherrlichung der deutschen Soldaten ablehnt)
 

Benutzer25654 

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hmmm n kommilitone und ich koennte uns irgendwie nie zurueckhalten wenn in ner vorlesung ein totales irgendwas behandelt wurde ...
irgendwer dass dann immer da und hat relativ laut die frage gestellt "wollt ihr das totale differential" ... ziemlich kindisch irgendwie ... naja was solls ...
anders gesagt ... der satz ist bekannt ...
 

Benutzer6874  (35)

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Ja, ich kenne den Satz, ich hab ihn eben gerade im o-Ton gehört um geschichtsunterricht. Aber ich hätte jetzt eher gesagt, dass es Hitler war. Aber so im Detail ist das nicht wichtig (die beiden waren ja auch nicht meine Volksgenossen)

Für die Welt wäre es besser gewesen, wenn Deutschland schon im September 1939 nicht (mehr) gekämpft hätte.
Dann wäre Coventry ganz geblieben und Rotterdam, und Dresden.
Und die Ausrottung der Juden hätte im Frieden stattfinden müssen --- also vermutlich gar nicht.

Und Deutschland wäre heute grösser, nähmlich so gross wie es der Versaillerfriede gelassen hat.

Ich bin gegen den Krieg, aber ich finde es ganz besonders tragisch wenn Menschen auf dem Schlachtfeld für einen schlechten Grund sterben müssen!
 

Benutzer18636  (37)

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Trogdor schrieb:
Du schämst Dich dafür, dass 6 Millionen Opfer ein größeres Denkmal bekommen, als die Verbrecher und ihre Gehilfen?
Und wie haben diese Soldaten zum Schutz unsere Heimat gekämpft? Durch diese Kämpfen wurde unsere Heimat in keiner Weise geschützt. Für Deutschland (und den Rest derr Welt) wäre es besser gewesen, wenn 1944 keiner mehr gekämpft sondern Deutschland kapituliert hätte.

nein das tu ich nicht du hast meinen beitrag nicht richtig gelesen
ich schäme mich dafür das die menschen denken das sie sich die schuld durch überteuerte und meines erachtens makaveren denkmäler indern können

das was die machen ist nur um ihr gewissen zu erleichtern

das du behauptest jeder soldat ist ein verbrecher ist auch relativ
kennst du das buch der vorleser von schlink? die leute waren damals in der situation und haben aus ihr herraus gehandelt
du selber kannst nich sagen das sie alle anders handeln hätten müssen weil das nicht auf heute übertragbar ist
ich schätze du wärst damals auch bereit gewesen für dein land zu kämpfen wenn nicht beim angriff dann bei der verteidigung
zu sagen das die deutschen soldaten die bösen sind und die anderen die guten ist genauso falsch da es ja nachdem der krieg alle betraf auch alle wollten

die allierten akzeptieren keine friedensverhandlungen was den krieg wohl verlängert hat und auch die alliierten als böse darstellen lässt

und ich will auch keine denkmäler für die deutschen soldaten um zu sagen das sind die nazihelfer die für die nazis gestorben sind sondern um zu sagen das waren menschen die gekämpft haben weil sie kämpfen mussten und das sie dabei gestorben sind und wir ihnen den frieden geben und ihnen verzeihen das sie für nazis gekämpft haben obwohl die wenigsten von ihnen eine wahl hatten

ProxySurfer schrieb:
Anfang der 30er Jahre begann auch alles mit 6 Millionen Arbeitslosen und ein paar "braunen" Gestalten in irgendeinem Landtag, die keiner für ernst nahm. Wie das alles endete weiß man.

das ist wie ich schon gesagt habe eine falsche annahme das das auf heute übertragbar ist

wir leben in einer anderen zeit und ich kann mir nicht vorstellen das wir bald groß gegen ausländer vorgehen und ihre länder eindeutschen da wir zu lange in der EU sind und mit anderen länden in einklang leben

damals waren viel öfter hintereinander kriege und es lag noch der verlust des ersten weltkrieges im schatten

außerdem glaub ich nicht das arbeitslosigkeit ein grund ist nazi zu werden

das ist eher ein grund jemand zu werden der den politikern mal per mail anschreibt und klare fakten will um was zu ändern

simon1986 schrieb:
Ich bin gegen den Krieg, aber ich finde es ganz besonders tragisch wenn Menschen auf dem Schlachtfeld für einen schlechten Grund sterben müssen!


so ist es vielleicht besser gefasst als meine längere begründung für eine ehrung unserer soldaten

wenn sie schon für einen schlechten grund sterben mussten dann wenigstens damit das wir sie verstehen ihnen verzeihen und die toten ehren wie die lebenden
 

Benutzer5902 

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@unbekannte: deine beiträge sind nich schlecht, aber könntest du bitte mit satzzeichen arbeiten? ich find's sehr sehr schwer, deine beiträge flüssig zu lesen.
 

Benutzer18636  (37)

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tut mir leid das hab ich mir in jahren des nicht satzzeichen schreiben angewöhnt und das ich probleme hab es mir anzugewöhen merk ich im deutschunterricht wo 99% meiner 13% fehler zeichenfehler sind

aber ich bemühe mich bei längeren texten
 

Benutzer20202 

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solarfighter schrieb:
Wirklich? Noch vor der Landung der alliierten Truppen in der Normandie?
Ich würde mal sagen, nach Stalingrad war der Krieg doch eigentlich gelaufen. bestand 1944 noch eine realistische Hoffnung auf Sieg?
Vielleicht hätte Stalin dann ja das gesamte Deutschland annektiert und alle Deutschen nach Sibirien zwangsumgesiedelt.(Wäre ja nicht das erste Mal gewesen... :frown: )
Vielleicht habe ich in Geschichte nicht aufgepasst, aber wann hat Stalin oder Russland das gesamte Deutschland besetzt?
Und was wäre mit den westlichen, besetzten Gebieten passiert? (Frankreich, Niederlande ...) :ratlos:
Wären nicht länger besetzt gewesen.
Die Nachkriegsgeschichte ist so abgelaufen wie sie ist, weil die Deutschen bis zuletzt gekämpft hatten. Nicht zuletzt, mit dieser Kampfmoral, hatten sich die Deutschen einen gewissen Respekt bei den Alliierten (hierbei insbesondere Frankreich) erworben, der nicht in der Form vorhanden gewesen wäre, wenn die Deutschen nach den ersten Rückschlägen kapituliert hätten.
Dann hätte es vielleicht eine Art „Wiederauflage der Versailler Verträge“ gegeben, mit ähnlich katastrophalen Folgen. Oder Deutschland wäre eine Kolonie geworden...
Da halt ich jetzt für eine merkwürdige Theorie. Im 1. Weltkrieg hat Deutschland doch auch tapfer gekämpft, und das Resultat war gerade der Versailler Vertrag. Kannst Du mir irgend eine Quelle nennen nach der die Kampfmoral der Deutschen einen neuen Versailler Vertrag verhindert hat? Es war doch vielmehr der Systemwettbewerb mit den Russen und die Einsicht, dass der Versailler Vertrag Mitteleuropa nicht stabiler gemacht hat. Wenn ich mich recht erinnere hatten die Amis diese Kritik auch schon nach dem 1. Weltkrieg vorgebracht.
Und je länger der Krieg ging, desto mehr Feinde hat sich Deutschland gemacht. In Russland hat Deutschland mit seinem Vernichtungskrieg eher wenig Respekt erworben.
Nebenbei wären bei einer Kapitulation Anfang 1944 auch ein paar deutsche Großstädte weniger bombardiert worden und ein paar Juden weniger vergast.
 

Benutzer13909 

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waschbär2 schrieb:
So, jetzt stelle ich mal eine Frage für die U 30 in den Raum:

Ohne zu "googeln" :link:

Weiß jemand, wer Sophie Scholl war und wie die Organisation, der sie angehörte hieß ?

D

ja... hat mit ihrem bruder die weiße rose gegründet und ham auf der uni oder so(weiß nimm agenau wo-) flugzettel gegen nazis verteilt und sind dann gefangengenommen worden... und in weiterer folge auch mehr oda weniger ermordet... und im zusammenhang damit erinner ich mich noch an den einen typen- hab den namen leider vergessen- der einrücken sollte, und sich geweigert hat, und von pontius zu pilatus gegangen is, damit er da nicht hinmuss... schlussendilch wurde er glaub ich auch verhaftet und schlußendlich umgebracht...

hmm...und dass zitat kommt mir zwar bekannt vor, und ich würds auch mit der nsdap in zusammenhang bringen, weiß abba ned wo ichs einordnen soll... aber ich denk wir werdns demnächst in geschichte durchmachen, da wir jetz alles nochmal genauer machen...
 

Benutzer20202 

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unbekannte schrieb:
nein das tu ich nicht du hast meinen beitrag nicht richtig gelesen
ich schäme mich dafür das die menschen denken das sie sich die schuld durch überteuerte und meines erachtens makaveren denkmäler indern können
So stand das aber in dem von mir zitierten Beitrag nicht drin. Ich glaube Du hast deinen Beitrag nicht richtig gelesen.
das du behauptest jeder soldat ist ein verbrecher ist auch relativ
Habe ich auch nicht geschrieben. Ich habe ganz bewusst Verbrecher und Helfer geschrieben. Es ist ganz sicherlich falsch zu sagen, jeder Wehrmachtsangehörige wäre ein Verbrecher gewesen. Aber ein großer Teil der Verbrechen der Nazis wurde durch die Soldaten die den Krieg führten erst möglich gemacht.
die allierten akzeptieren keine friedensverhandlungen was den krieg wohl verlängert hat und auch die alliierten als böse darstellen lässt
Die Allierten forderten die bedinglose Kapitulation, das ist richtig, die gab es aber so auch. Und eine bedingungslose Kapitulation Anfang 1944 oder von mir aus auch im Juli 1944 hätte den Krieg nicht verlängert.
 

Benutzer20202 

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Eric|Draven schrieb:
Aber zuweit ausgeholt. Fakt ist, nach Stalingrad waren Rote Armee und Wehrmacht zwei Schwerverwundete Giganten die beide im Todeskampf miteinander rangen. Die Entscheidung war lange nicht gefallen.
Nur dass der eine der beiden Giganten fern von Nachschub war und der andere ein Risenreich im Hintergrund hatte. Ich sehe nicht, wie Deutschland den Krieg im Osten gewinnen hätte können.
übrigens war ja auch das Ziel einer Regierung Stauffenberg, einen Frieden auszuhandeln bei dem Deutschland größer als zuvor gewesen wäre. Vielelicht hätte es bei ernsthaften Verhandlungen sogar funktioniert...
Selbst wenn nicht, zumindest wäre es wohl zu keinem schlechteren Ergebnis gekommen.
 

Benutzer18636  (37)

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back to topic

es bringt nix zu sagen das hätte das bewirkt

es ist nicht mehr änderbar

und dazu kommt das jede kleinigkeit den krieg anders aussehen lassen können

wäre zb ein treffer der deutschen bomber an dieser sowjetischen ölraffinerie besser gesessen wären sämtliche sowjetischen fahrzeuge lahm gelegt worden da die alles aus der einen quelle holten

die frage ist nicht was wäre wenn sondern wie solten wir jetzt damit umgehen was passiert ist

und zu verlangen das wir uns schämen müssen weil wir deutsch sind und deutsche mal juden umgebracht haben find ich falsch
das komische ist ja das das auch keiner von uns verlangt außer wir selber

damit machen wir uns selber harmonie kaputt

versöhnung findet man nicht durch scham sondern akzeptanz
 

Benutzer6874  (35)

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Wieso redet manche eigentlich immer von einem möglichen Sieg?

1933 ist es schief gelaufen, nicht 1945!


Dieser Krieg war vom Anfang an ein Verbrechen. Es sind selber Deutsche, die das früh gemerkt haben und ausgewandert sind, geflüchtet vor den eigenen Landsleuten. Thomas Mann z.B., sicher kein Kommunist. Oder ermordet, wie der Pastor Bonhöffer z.B., oder "die weisse Rose".
 

Benutzer26195  (52)

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Trogdor schrieb:
Ich würde mal sagen, nach Stalingrad war der Krieg doch eigentlich gelaufen. bestand 1944 noch eine realistische Hoffnung auf Sieg?
Das Problem bei solchen Überlegungen ist immer: Hinterher ist man immer schlauer. Vielleicht hätte es ja für einen Friedensvertrag gereicht?

Trogdor schrieb:
Vielleicht habe ich in Geschichte nicht aufgepasst, aber wann hat Stalin oder Russland das gesamte Deutschland besetzt?
Meine Aussage bezog sich nicht auf Deutschland, sondern darauf, das Stalin ganze Völker zwangsumgesiedelt hatte.

Trogdor schrieb:
Wären nicht länger besetzt gewesen.
Bist Du dir da so sicher? Ende 1943 befanden sich die West-Alliierten erst noch in den Vorbereitungen, um in der Normandie zu landen. Es wäre für Stalin ein leichtes Unterfangen gewesen, diese Länder einfach zu besetzen und die deutschen Stellungen zu übernehmen. Der damaligen Roten Armee hätten die West-Alliierten nicht viel entgegenzusetzen gehabt. Das zumindest der „eiserne Vorhang“ dann anders verlaufen wäre, halte ich für äußerst wahrscheinlich.

Trogdor schrieb:
Da halt ich jetzt für eine merkwürdige Theorie. Im 1. Weltkrieg hat Deutschland doch auch tapfer gekämpft, und das Resultat war gerade der Versailler Vertrag. Kannst Du mir irgend eine Quelle nennen nach der die Kampfmoral der Deutschen einen neuen Versailler Vertrag verhindert hat? Es war doch vielmehr der Systemwettbewerb mit den Russen und die Einsicht, dass der Versailler Vertrag Mitteleuropa nicht stabiler gemacht hat. Wenn ich mich recht erinnere hatten die Amis diese Kritik auch schon nach dem 1. Weltkrieg vorgebracht.
Und je länger der Krieg ging, desto mehr Feinde hat sich Deutschland gemacht. In Russland hat Deutschland mit seinem Vernichtungskrieg eher wenig Respekt erworben.
Nebenbei wären bei einer Kapitulation Anfang 1944 auch ein paar deutsche Großstädte weniger bombardiert worden und ein paar Juden weniger vergast.
Es gibt hierbei vier Aspekte:
1.) Ein großes Problem beim ersten Weltkrieg war, dass dieser im Westen fast ausschließlich auf belgischem und französischen Boden stattgefunden hatte. Viele Franzosen glaubten daher alleine die Last des Krieges getragen zu haben und wurden gleichzeitig, bedingt durch den Waffenstillstand, daran gehindert den Krieg auch nach Deutschland zu tragen. Dies sind meiner Meinung nach, die Hauptursachen für den damaligen Hass der Franzosen und die Forderung nach hohen Reparationszahlungen in der Bevölkerung. Eine ähnliche Situation hätte es meiner Meinung nach auch gegeben, wenn Deutschland den Krieg wieder in Frankreich beendet hätte.
2.) Der Versailler Vertrag war meiner Meinung nach, nicht ernsthaft als ein Instrument gedacht gewesen, Mitteleuropa stabiler zu machen, sondern ein Teil der größten Kriegsbeute, die es je auf der Welt gegeben hatte. :angryfire Hauptursache für die katastrophale Ausgestaltung, war meiner Meinung nach, die Gier der Siegermächte (hauptsächlich England und Frankreich) und deren interne Rivalitäten. Durch die hohen Reparationszahlungen sollte es Deutschland unmöglich sein, eine florierende Wirtschaft aufzubauen und damit überhaupt als Konkurrent in Erscheinung zu treten. (Quasi so eine Art Kolonie, ohne Besetzung.) Die Größe der Reichswehr spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle.
3.) Eine wesentliche Eigenschaft bei Verhandlungen oder Bewertungen eines Anderen, ist neben der Zuneigung, vor allen Dingen der Respekt, den der Andere sich erworben hat. Letzendes kann eigentlich nur derjenige auf eine faire/wohlwollende Behandlung hoffen, der von den Anderen auch respektiert wird. Wenn die Deutschen, nach den ersten Rückschlägen bedingungslos kapituliert hätten, wären diese wohl kaum von den Siegermächten respektiert worden. Friedensverhandlungen wurden von England ja wohl abgelehnt.
4.) Ein weiterer Grund für die, letztlich recht gute Behandlung durch die Siegermächte, war auch das Mitleid mit den besiegten Deutschen, die eben auch sehr stark durch die Bombardements und den Krieg in Deutschland gelitten hatten.

Wenn man die Niederlage bei Stalingrad, als richtigen Zeitpunkt für eine Kapitulation hält, sollte man sich vor Augen halten, dass zu diesem Zeitpunkt ein großer Teil der Säuberungsaktionen und Kriegsverbrechen an den Russen bereits stattgefunden hatte.
 

Benutzer26195  (52)

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simon1986 schrieb:
Wieso redet manche eigentlich immer von einem möglichen Sieg?

1933 ist es schief gelaufen, nicht 1945!
Es ist eigentlich schon viel früher schiefgelaufen. Meiner Meinung nach, hätte es sowieso früher oder später in der Weimarer Republik geknallt. Vieleicht wären ja auch die Kommunisten an die Macht gekommen.... :mad:
Und immerhin ist Stalin, noch vor Hitler, der größte Schlächter der Menschheit gewesen. (Ich möchte hiermit nicht die Verbrechen der Nazis relativieren.)

simon1986 schrieb:
Dieser Krieg war vom Anfang an ein Verbrechen. Es sind selber Deutsche, die das früh gemerkt haben und ausgewandert sind, geflüchtet vor den eigenen Landsleuten. Thomas Mann z.B., sicher kein Kommunist. Oder ermordet, wie der Pastor Bonhöffer z.B., oder "die weisse Rose".
Hatten die nicht eher ein Problem mit den Nazis?
 

Benutzer26195  (52)

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Trogdor schrieb:
Die Allierten forderten die bedinglose Kapitulation, das ist richtig, die gab es aber so auch. Und eine bedingungslose Kapitulation Anfang 1944 oder von mir aus auch im Juli 1944 hätte den Krieg nicht verlängert.
Forderungen nach bedingungsloser Kapitulation schließen Friedensverhandlungen aus. (Sonst gäbe es ja etwas, über das man verhandeln könnte.)

Eric|Draven schrieb:
... Manche Historkier vertreten die These, Hitler habe nur noch solange kämpfen lassen um auch die letzetn Juden aus den ostgebieten vergasen zu lassen.
Leider wird die Geschichte von manchen Leuten missbraucht, die sich Historiker nennen....
Wenn das Hauptziel von Hilter wirklich die Ausrottung der Juden gewesen wäre, hätte er die Konzentrationslager (mit Giftgas) bombardieren lassen. Die Nazis hatten ja auf genug C-Waffen gesessen, die nie eingesetzt wurden....
Die großen Vernichtungslager mit den meisten Toten befanden sich nicht um Berlin, sondern in Polen.

Eric|Draven schrieb:
Definitiv nicht. Daß Kampfeskraft und Kampfmoral des deutschen Soldaten der anderer Nationen weit überlegen war, war schon lange vorher bekannt.
Und die Ardennenoffensive hat in den USA zum Beispiel nicht gerade für deutsche Beliebtheit gesorgt.

Im Gegenteil solllte man nie die Pläne eines Morgenthau vergessen.

Was eher wichtig war, war die strategische Lage eine starken Deutschlands für die USA, ebenso wie Hochtechnologie und Industriestärke des ehemealigen Dritten Reiches.
Naja, ich denke jede alliierte Nation ist davon ausgegangen, dass die eigenen Soldaten die besten sind.

Das Einzige, was uns vor dem Morgenthau-Plan gerettet hatte, war der sich schon im 2.Weltkrieg abzeichnende kalte Krieg. Dort haben dann beide Seiten ihren Teil von Deutschland als Beispiel für ihr überlegenes politisches System verwendet. Zweitens hätten die Deutschen (west - wie ost), im Falle eines Krieges, auch die Hauptlast eines Angriffes tragen müssen. Das geht mit Mistgabeln recht schlecht...
 

Benutzer22658  (46)

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Ich stimme eher unbekannte zu. Das Thema wird in der Schule wirklich ewig breit getreten, außer in Geschichte auch noch in Ethik/Reli, Sozialkunde und Deutsch. Es IST wichtig, aber irgendwann hat's wirklich jeder begriffen, der nicht total merkbefreit ist.

kerl schrieb:
warum?
weil es immer noch deppen gibt die das geschehene leugnen. bzw. weil es wieder deppen gibt die das geschehene leugnen.
Zum Leugnen gehört ja auch das Wissen, d.h. diejenigen die leugnen, kennen ja bereits die Fakten, verleugnen diese aber. Mehr Unterricht bringt da auch nix.

kerl schrieb:
warum?
weil irgendwann alle weggestorben sind die dir davon persönlich berichten könnten.
Schlechtes Argument. Erstens müsste man dann über die Zeiten, aus denen gar keiner mehr lebt, in der Schule am meisten lernen. Zweitens: Hast Du mal mit Leuten, die damals dabei waren, über die Nazizeit geredet? Ich hab da 2 Kernaussagen im Hinterkopf: "Beim Hitler war ja nicht alles schlecht." (wahlweise in Verbindung mit Argument "Autobahn" oder "Arbeitslosigkeit" vorgebracht) bzw. "Wir haben das gar nicht so mitbekommen." Krass ausgedrückt: das Wegsterben dieser Leute hinterlässt geschichtlich gesehen keine große Informationslücke.
 

Benutzer18636  (37)

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nochmal zu Eric|Draven und solarfighter

es gibt unzählige variablen im zweiten weltkrieg die alles ändern hätte können

sogar unwahrscheinliche das zb japan von korea aus bis nach königsberg zustößt oder das alle führer der großen nationen von agenten hingerichtet worden wären

aber das gehört dann wohl in einen anderen text ich glaube hier bafasst sich das thema mit pro kontra nazi zeit in der schule bzw im wissen eines normaldeutschen und wie viel davon
 

Benutzer26195  (52)

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Eric|Draven schrieb:
Dann kennst Du Dich in der Materie nicht aus. In "Mein Kampf" steht es schwarz auf weiß. Wenn es nach mir ginge dürfte niemand über das Dritte reich reden, der dieses buch nicht gelesen hat.
Na dann gönne mir mal ein Zitat, bei dem er sich es zur Aufgabe macht, alle Juden zu vernichten. (Am besten mit Seitenangabe.) Erkläre mir dann auch, warum sich die Nazis mit Ihrem Vernichtungswerk soviel Zeit gelassen hatten. Und warum es z.B. zum Zeitpunkt der Bombardierung von Dresden wohl noch Juden dort gegeben hatte, die zwar einen Judenstern tragen mussten, sich aber dort relativ frei bewegen konnten.

Eric|Draven schrieb:
Nicht auszudenken, wie erfolgreich ein krieg gewesen wäre, ohne die Vernichtung der Juden.
? Erkläre mir das bitte? :ratlos:

Eric|Draven schrieb:
Die these mit den C-Waffen ist Humbug, der der Wirkungsweise von C-Waffen nicht gerecht wird.
Im übrigen wurden die Waffen nicht übermäßig gebunkert, sie waren schlichtweg unintressant für die Kriegsführung des WW2.
Dies ist meiner Auffassung nach, nur deshalb uninteressant im 2 WK, weil Hitler selbst Gift-Gas Opfer im 1. WK gewesen war und der Einsatz dieser Waffe seiner persönliche Vorstellung eines ehrenhaften Kampfes widersprochen hat. Städte, feste Stellungen oder auch Konzentrationslager hätte man ohne weiteres damit angreifen können.

Eric|Draven schrieb:
Nein. Die Kampfeskraft des deutschen Soldaten war überall anerkannt. Die Leute standen unter den Eindrücken der Blitzkriege einer nahezu unbesiegbaren Wehrmacht.
Der deutsche Soldat des zweiten Weltkrieges war definitiv besser ausgerüstet, besser ausgebildet und vor allem erfahrener. Das wird von anderen nationen genauso anerkannt wie zum beispiel die Engländer noch heute bewunderswert einen Erwin Rommel betrachten.
Dann nenn mir doch mal ein Zitat, indem ein Engländer oder ein Amerikaner die deutschen Soldaten als besser beurteilt, als seine eigenen Soldaten.
Die Bewunderung für Rommel durfte ja Prinz Harry erfahren, als er in dessen Uniform bei einer Party auftauchte. :grin: Im Gegensatz zu den Deutschen, haben sich die Engländer nicht an irgendwelchen Hakenkreuzen gestoßen, sondern an der Person Rommels.

Eric|Draven schrieb:
Absoluter Quatsch, anders kann man das nicht sagen.
Die Sowjetarmee hatte über 15 MILLIONEN Mann verloren.
Ein großteil ihrer Panzer hätte ohne amrikanische lieferungen nie fahren können, ihre Truppen hätten nicht verlegt werden können.
....
Nur um einmal die wirklichen verhältnisse darzulegen:
In der größten Panzerschlacht des zweiten Weltkriegs setzten die Russen gut 900 Panzer ein, die ...
Die Russen hatten Quantität aber keine Qualität.
Ich glaube eher, dass Du dich mit dem Thema nicht so gut auskennst. :rolleyes2 Die Panzerlieferungen der Westalliierten an die rote Armee waren größtenteils Schrott. (Die haben erstmal ihren Müll verkauft.) Die Russen hatten, mit den Deutschen, die besten Panzerkonstrukteure im 2WK. Die russische Hauptmodell T34, war sogar so gut, dass die Deutschen diesen kopiert haben. Erbeutete Panzer dieses Typs wurden auch gerne von deiner Elite-Truppe, der Waffen-SS eingesetzt. (Obwohl von „Untermenschen“ konstruiert und gebaut. ) Der Hauptpanzer der USA, der Sherman-Tank, war eher als mäßig anzusehen, aber wohl recht billig herzustellen. Die Panzer der Engländer waren einfach nur schlecht.
Die hohen Verluste hatten hauptsächlich zwei Gründe, die in der menschenverachtenden Führung von Stalin zu suchen sind.
1.) Nur unzureichend ausgebildete Soldaten. (Gegenüber deutschen Panzerverbänden mit Veteranenerfahrung.)
2.) Häufiges „Auswechseln“ der Offiziere. Liquidierung von Offizieren, wenn diese nicht aggressiv genug agierten, oder Fehler gemacht hatten.

Eric|Draven schrieb:
Und auch diese Quantität hätte niemals ausgereicht noch so riesige zusätzliche gebiete wie Frankreich zu besetzen., geschweige denn zu halten. Nachschubwege vom Ural bis an den Atlantik, wer glaubt denn sowas?
Hoppla, die Fläche von Frankreich ist ja doch relativ klein zu den Gebieten, die im 2WK durch die rote Armee sogar erobert wurden. Das mit den Nachschubwegen ist völliger Quatsch. Wie waren denn die Nachschubwege der anderen Alliierten? Wo kam z.B. der Treibstoff für die Panzer her? :grin:


Eric|Draven schrieb:
Was Du bezüglich des frontverlaufes beschreibst ist einer der Ursprünge der Dolchstoßlegende und läßt sich nicht so ohne weiteres auf die Franzosen umlegen.
Der ist einfach nur Fakt gewesen. Der Frontverlauf zum Zeitpunkt des Waffenstillstandes. Die Dolchstoßlegende bezieht sich auf die Motivation für diesen Waffenstillstand.


Eric|Draven schrieb:
Nichts was Stalin an einem Frieden gestöhrt hätte. Tatsächlich wäre ein sehr guter Frieden mit Rußland wohl noch sehr lange aushandelbar gewesen, wenn Hitler ihn gewollt hätte.
Was ist für dich ein guter Frieden? Ein guter Frieden kann nur auf Basis eines gemeinsamen Vertrauens entstehen. Stalin hat nicht einmal seinen eigenen Leuten vertraut, wie soll er da jemanden trauen, der einen Überraschungsangriff auf sein Land durchgeführt hat. Genauso wenig wie Stalin anderen vertraut hat, konnte Stalin vertraut werden. Das haben ja genug am eigenem Leibe erfahren müssen...

Eric|Draven schrieb:
Aber wer ernsthaft den Gedanken an Kapitulation nach Stalingrad in eine Diskussion einbringt, der verkennt alle geschichtlichen Realitäten
Die Idee stammte nicht von mir...
Allerdings wird Stalingrad gerne als Wendepunkt des 2 WK gesehen.
 
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