Wohnung, ist es das richtige

Benutzer182516  (20)

Ist noch neu hier
Hallo zusammen,
einmal ihr die kurzen Fakten, bevor es zur meiner Frage kommt. Mein freund 23 und ich 20 sind nun seit 6 Monaten ein paar. Da wir ca 50 min voneinander weg wohnen, haben wir uns überlegt zusammen zu ziehen. Jetzt komm das Problem. Wir haben eine Wohnung gefunden und könnten morgen den Vertrag unterschreiben. Nun müsst ihr aber wissen, dass wir beide zwischendurch sagen wir wollen es und dann aufeinmal nicht mehr und wir sind wieder unsicher, aber so 100% nein sagen können wir nicht. Unser größtes Problem ist das er wegen seiner Arbeit ab Oktober 4 Monate lang wahrscheinlich nur am Wochenende da ist oder auch mal gar nicht. Nun habe ich Angst, dass wir uns in den 4 Monaten irgendwie auseinander leben und dann eine Wohnung zusammen haben und beide aber nicht mehr glücklich sind. Wir ziehen beide aus unseren jetzigen Dörfern weg und ziehen sozusagen in die Mitte von uns. Habt ihr einen Rat? Würdet ihr es riskieren, wenn euer Partner dann weg ist und nur am Wochenende da ist? Klar man hat die die Bestätigung ob es klappt, aber sollte man das wirklich riskieren?

Ich freue mich auf eure Antworten und Meinungen.
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Wenn du in deiner Wohnung bleibst ist dein Freund die 4 Monate doch auch nicht da bzw nur am WE. wo wäre da denn der Unterschied?
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ihr werdet nur herausfinden, wie es sich zusammen lebt, wenn ihr das Risiko eingeht.
Ihr wohnt jetzt 50 Minuten auseinander. Wie oft seht ihr euch aktuell? Auch mal unter der Woche oder auch nur am Wochenende?
Man kann dem Auseinanderleben ja auch aktiv entgegen wirken. Macht euch Pläne wie ihr die Zeit ausgleicht, die ihr nicht beieinander sein könnt (Skypen, mehr Schreiben, Rituale).
Klar muss man sich beim zusammenziehen aufeinander einstellen und man lernt ganz andere Reibungspunkte kennen, aber was wäre denn die Alternative. Nie zusammen ziehen? Weil man Angst hat, es könnte auseinander gehen?
 

Benutzer182516  (20)

Ist noch neu hier
Also eine eigene Wohnung habe ich selber noch nicht, wohne jetzt noch Zuhause. Der Unterschied wäre, dass wir beide nicht extra ausgezogen sind und dann eine gemeinsame Wohnung haben. Ich sag jetzt mal wenn man sich im schlimmsten Fall trennen sollte, ist es nicht so kompliziert, als wenn man zusammen wohnt. Weißt du wie ich es meine? Deswegen ist irgendwie eine schwierige Entscheidung.
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also mein Ex war beruflich jahrelang viel unterwegs und oft nur am WE da, das hat unser Zusammenwohnen nie negativ beeinflusst.

Warum solltet ihr euch trennen, nur weil er nicht jeden Tag zuhause ist?
Ich versteh den Zusammenhang nicht ganz.

Klar ist eine Trennung einfacher ohne gemeinsame Wohnung. Dann lasst es eben bleiben, wenns euch zu riskant ist.
 

Benutzer182516  (20)

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Wir sehen uns jetzt ca. 1 mal in der Woche und dann am Wochenende, da wir beide bis 16 Uhr oder auch mal länger arbeiten müssen.

Das stimmt natürlich und letztes Jahr als wir frisch zusammen waren, war er auch ca für 1 monat nur am Wochenende da und da hat man es auch geschafft irgendwie. Oh man, ich bin echt kein freut davon solche Entscheidungen zu treffen.
 

Benutzer182261  (21)

Benutzer gesperrt
Ich denke auch, dass die vier Monate kein Problem werden. Es kann immer sein, dass man beim Zusammenleben feststellt, dass es nicht passt. Aber irgendwann muss man das dann wohl auch herausfinden :smile:
 

Benutzer182516  (20)

Ist noch neu hier
Danke für eine ganzen lieben Antworten erstmal :smile:. Hätte echt nicht gedacht so schnell eine Antwort zu erhalten.

Glaube wir werden es machen und es riskieren. Das einzige ist das man mindestens 1 jahr dort wohnen muss, da es ein Neubau ist. Sollte man sich in der fall der Fälle trennen, kann der eine partner dort wohnen bleiben und zieht dann aus wenn das Jahr vorbei ist.
 

Benutzer174959 

Öfters im Forum
Macht euch doch nich so nen kopf schon direkt am Anfang...
Ich hab immer das Gefühl viele junge Menschen wollen nur das negative sehen und können nich glücklich werden auch mit Hindernissen in leben und Beziehung...

Ich will dir mal erzählen wie das bei uns war...

Ich bin kurz vor meinem 18. Bei meinem Freund in sein jugendzimmer eingezogen (lange Geschichte, scheiß Elternhaus)

Später dann hab ich eine ausbildung in einer stadt 1 std autofahrt entfernt angefangen, er is nich mitgezogen...

Nach einem 3/4 Jahr wieder zurück in meine Heimatstadt in meine nächste eigene Wohnung... er wohnte immer noch zuhause, 1 std mit dem bus entfernt...

Wir hatten also lange auch eine Beziehung nur am wochende... Erst nach 6 jahren konnte ich ihn dazu bewegen mal endlich mit mir zusammen zuziehen...
 

Benutzer179992 

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Ich finde die 4 Monate auch nicht schlimm. Im Gegenteil, gerade wenn ihr das dauernde Miteinander noch nicht gewohnt seid, kann der Abstand gut tun.

wir beide zwischendurch sagen wir wollen es und dann aufeinmal nicht mehr und wir sind wieder unsicher, aber so 100% nein sagen können wir nicht.
Das macht mir eher „Sorgen“.. Vielleicht sprecht ihr vorher nochmal darüber, ob ihr beide dasselbe wollt und fühlt.
Die Arbeit das größte Problem, aber seid ihr euch eurer Beziehung und Liebe sicher?
 

Benutzer172636 

Beiträge füllen Bücher
Hier sind zwei Dinge miteinander verhakt, die solltet ihr vorweg eventuell trennen.

1. Generelle Zweifel
Nach sechs Monaten Beziehung kann man zusammenziehen — man muss aber nicht unbedingt zusammenziehen. Woher kommen eure Zweifel, dass es vielleicht nicht gut wäre? Wegen einem anderen Rhythmus und anderen Ansprüchen im Haushalt? Weil ihr bisher keine gemeinsame „Leerlaufzeit“ miteinander erlebt habt? Weil ihr vielleicht doch damit beginnt, zu streiten, wenn ihr zu lange aufeinander sitzt? Dafür gibt es wirklich viele Gründe und ich würde euch raten, das nicht zu überstürzen.
Zum Auseinanderleben komme ich gleich noch. An und für sich: Wenn ihr beide noch nicht eure Traumwohnung gefunden habt, könntet ihr auch einfach weiter suchen, bis es passt... da geht auch nochmal etwas Zeit um. Wichtig wäre zu wissen, wie viel Zeit ihr tatsächlich miteinander verbringt, ob ihr einen gemeinsamen Alltag habt und wie dieser funktioniert und ob es klappt. Zuletzt: Man kann auch wieder auseinanderziehen — dann vielleicht näher beieinander, aber eben in getrennten Wohnungen. So hätte jeder sein eigenes Reich, man könnte sich aber jederzeit sehen. Da gäbe es also Lösungen.

2. Die Fremdwerdung
Bis Oktober wäre es noch eine Weile hin, was euch Zeit gibt, eure Bindung weiter auszubauen. Vier Monate nur treffen an den Wochenenden können funktionieren — vor allem, wenn es nur ein begrenzter Zeitraum ist. Vier Monate sind nicht lang, wenn man im Alltag eingespannt ist. Für mich klingt das ein bisschen nach einer Ausrede, die ihr beide gefunden haben, mit der beide gut leben können, um erstmal nicht zusammenzuziehen.
Wäre es sinnvoller, das Zusammenziehen auf eine Zeit nach diesen vier Monaten zu verschieben? Das würde euch etwas mehr Zeit verschaffen, um den Alltag miteinander besser kennenzulernen und um zu schauen, ob eure Beziehung generell mit mehr gemeinsam verbrachte Zeit funktioniert.
 

Benutzer182516  (20)

Ist noch neu hier
Also ich bin sicher das wir uns beide lieben, auch wenn ich ein Mensch bin der öfters Zweifelt oder Angst vor Veränderungen hat. Ich bin in jeder Hinsicht ängstlich, dass ich betrogen werde oder er mich irgendwann nicht mehr liebt weil ich ihm nerve. Das ist bei mir ein generelles Problem und vertrauen ist auch nicht meine Stärke, aber da versuche ich dran zu arbeiten. Wenn ich darüber nachdenke die Wohnung nicht zu nehmen, werde ich traurig. Aber ein guter Punkt mit den das wir vielleicht einfach ausreden suchen, um noch nicht zusammen zu ziehen. Kann man natürlich so denken und das bringt mich dann natürlich auch zum überlegen. Glaube egal wie wir uns entscheiden würden, irgendwann wird es vielleicht ein Tag geben wo man sagt, warum haben wir es gemacht/nicht gemacht.
 

Benutzer171033 

Öfters im Forum
Ich habe auch den Eindruck, dass hier mehrere Dinge miteinander vermischt werden:
a) Die erste eigene Wohnung, Erwachsenwerden, Abstand zum Elternhaus, zum bisherigen Bekannten- und Freundeskreis, ein neuer Lebensrhythmus mit unbestimmten Konstanten und Variablen.
b) Eure Beziehung, die Art und Tiefe eurer Bindung zueinander, Verbindlichkeit, Verantwortung im eigenen Handeln auch für den Anderen, weil es Konsequenzen birgt.

Die vorab unbedingt zu beantwortende Frage wäre für mich an deiner Stelle: Reicht es, dass ich mich auf diesen Menschen einlassen will. Fühlt sich das richtig an, "in uns" zu vertrauen, oder ist da ein Widerstand in mir, der sich frei kämpft?
Sollte letzteres der Fall sein, wäre das mein Kompass, der zum Ausschluss, zum Einschlagen eines anderen Weges führen würde.

Der könnte mit 20 Jahren (und damit perspektivisch dennoch einem Abschied aus dem Elternhaus, einer Abnabelung), dann z.B. heißen, jeder von euch zieht in dem oder nahe des von euch gewählten Ortes in eine separate kleine Wohnung, oder eine WG, und ihr könnt euch täglich sehen, jeder kann für sich aber Haushaltsführung, Nähe/Distanz, den Aufbau eines neuen Bekanntenkreises, den Alltag in Selbstständigkeit dennoch für sich erproben, und eure Beziehung und Bindung kann wachsen und reifen.
 

Benutzer182499 

Ist noch neu hier
Das ist eine schwere Frage die man so pauschal kaum beantworten kann.
Zusammenziehen birgt sicher auch immer etwas Risiko immerhin gibt man auch ein Stück Freiheit auf :smile:
Aber ich denke die Vorteile überwiegen das Negative
 

Benutzer182516  (20)

Ist noch neu hier
Mein Partner und ich werden uns wohl gegen die Wohnung entscheiden. Auch wenn diese Entscheidung mich traurig macht und die Wohnung eine gute Lage hat und uns beiden sehr gut gefällt. Ich merke das mein Partner eher noch Angst hat und das ihm jetzt noch zu früh ist. Ich glaube ich würde es riskieren, auch wenn das heißt das man weniger Geld sparen kann und/oder sich im schlimmsten Fall trennen oder streiten sollte. Wir waren nur so oft bei den Punkt wo wir meinten wir nehmen Sie und dann fing es wieder damit an, dass jemand seine Ängste äußert.
 

Benutzer163260 

Öfters im Forum
Ihr seid sehr jung, erst seit kurzem zusammen und du hast noch nicht alleine gewohnt. Ich kann deine Zweifel verstehen und würde dir auch eher abraten. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Ich glaube das ist eine gute Entscheidung. Generell ist es auch gut, wenn beide schon Mal alleine gelebt haben bevor man zusammenzieht.
Direkt aus “Hotel Mama” in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen kann für eine ungute Dynamik sorgen, was die Haushaltsführung usw. angeht.
 

Benutzer171033 

Öfters im Forum
Wir waren nur so oft bei den Punkt wo wir meinten wir nehmen Sie und dann fing es wieder damit an, dass jemand seine Ängste äußert.
Dann ist es wirklich eine gute Entscheidung, zu warten. Es läuft euch nicht weg. Ihr habt alle Zeit der Welt. Und wenn ihr nicht gerade in beste Lage im Ballungsraum ziehen wollt, finden sich auch immer wieder neue interessante Angebote.
Perfekt wird es ohnehin erst, wenn man sich zuhause fühlt, und gemeinsam sein Zuhause baut in der gemeinsamen Wohnung. Dazu gehört Sicherheit. Die empfindet ihr derzeit offenbar beide nicht.
An deiner Stelle würde ich dem dennoch nochmal auf den Grund gehen, woher diese Unsicherheiten stammen- ob sie tatsächlich in eurer Beziehung liegen, in der Frische eures Zusammenseins, in dem noch mit dem Elternhaus verwurzelt Seins, ...
Denn dass dich lt. Eingangspost vor allem die Zeit seiner im Oktober bevorstehenden Abwesenheit da stresst, und du trotz Verliebtheit bis hin zur Trennung Dinge gedanklich durchspielst, finde ich in einer so frischen Phase des Zusammenseins für mich bemerkenswert und verwunderlich.
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Direkt aus “Hotel Mama” in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen kann für eine ungute Dynamik sorgen, was die Haushaltsführung usw. angeht.
Ich würde diesen Punkt gerne aufgreifen.
Ich kann sehr gut verstehen, dass der Schritt von "Zuhause" auszuziehen und dann direkt zusammen ein sehr großer Schritt ist. Ich habe mich damals bewusst dagegen entschieden, direkt mit meinem Freund zusammen zu ziehen. Ich bin alleine ausgezogen, weil ich erstmal nur auf mich bezogen, sehen wollte, ob ich mit einem eigenen Haushalt und dem ganzen drumherum klar komme. Vielleicht erleichtert es euch die späteren Schritte, wenn einer von euch eine eigene Wohnung hat und der andere dann halt zu Besuch kommt. Dann kann man sich auch langsam rantasten wie das Zusammenleben so klappt.

Denn dass dich lt. Eingangspost vor allem die Zeit seiner im Oktober bevorstehenden Abwesenheit da stresst, und du trotz Verliebtheit bis hin zur Trennung Dinge gedanklich durchspielst, finde ich in einer so frischen Phase des Zusammenseins für mich bemerkenswert und verwunderlich.
Hier möchte ich Erdbeere1106 ausdrücklich zustimmen. Dass man manchmal ins Grübeln kommt, wie sich bestimmte Umstände auf die Beziehung auswirken, ist normal. Aber direkt an den worst-case zu denken, obwohl die Situation ja noch gar nicht da ist und man aktiv die Möglichkeit hat, daran zu arbeiten spricht von einigen Unsicherheiten, die vielleicht mal unabhängig davon angegangen werden sollten.

Es ist dann für euch aktuell sicher das beste, diese Wohnung nicht zu nehmen und das ganze noch ein bisschen zu verschieben oder andere Wege bis zum gemeinsamen Wohnen zu finden.
 

Benutzer174233  (33)

Öfters im Forum
Grundsätzlich bin ich auch eher der Meinung, dass man Dinge ausprobieren muss um zu wissen ob es funktioniert und dabei sollte man zwar die Konsequenzen eines Scheiterns bedenken, aber nicht in den Vordergrund stellen, sonst erreicht man niemals seine Ziele.

Allerdings seid ihr erst 6 Monate zusammen, seht euch hauptsächlich an den Wochenenden und dass euch selbst die Zweifel kommen, sollte man schon ernst nehmen.
Zusammenziehen ist immer ein großer und wichtiger Schritt, in jeder Beziehung, ob sie nun 6 Monate oder 6 Jahre Bestand hat. Aber nach einer längeren Zeit kennt man sich vielleicht doch ein klein wenig besser, hat vielleicht auch schon gemeinsam Urlaub gemacht, wo man dann temporär quasi zusammen "lebte".
Wenn ihr euch beide nicht so sicher seid, gibt es vielleicht andere Lösungen. Möglicherweise kann erst mal einer nur eine Wohnung mieten und der andere zieht nur teilweise mit ein behält sich aber seinen derzeitigen Wohnort (z.B. du in deinem Elternhaus) als Rückzugsmöglichkeit. Sodass ihr erst mal ein Gefühl für einen gemeinsamen Alltag bekommt.
 
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