Wochenendbeziehung, ihre Familie, emotionale Tiefe...

Benutzer187384  (22)

Ist noch neu hier
Hallo zusammen,

jetzt habe ich es auch ins Forum geschafft & hoffe, Antworten finden zu können! :smile:

Meine Freundin und ich sind seit ca. 14 Monaten zusammen (ich bin ihr erster Freund!) und leben etwa 35 Km voneinander entfernt, ich studiere und habe nebenbei eine begleitende 35h-Beschäftigung laufen, sie ist bis nächstes Frühjahr in einer Ausbildung beschäftigt und kommt dementsprechend unter der Woche täglich um etwa 18 Uhr heim. Ich mache meist gegen 16.30 Uhr Feierabend und studiere dann noch etwas, mache Sport usw.
Wir beide leben noch zuhause, da sie erst 18 ist und ich einen komplett anderen Weg meiner beruflichen Laufbahn aufgrund von Corona einschlagen musste.
Wie ihr vermutlich bereits erraten konntet, sehen wir uns trotzdem nur am WE.. beide von uns haben das Auto unserer Eltern (sie benutzt es jeden Tag, um zur Ausbildung zu fahren), ich hatte sowieso vor, mir demnächst ein eigenes zu kaufen.. Mobilität ist also nicht das Thema.

Nun habe habe ich von meiner Art her ein bestimmtes Nähebedürfnis zu meiner Freundin, welches mir nur am Wochenende schlichtweg nicht ausreicht - ich würde auch gerne unseren Alltag unter der Woche nach Feierabend zusammen verbringen (und wenn es nur ein paar Stunden sind)..

Sie ist von Anfang an, seit ich sie kenne, zuhause sehr involviert und muss enorm viel mithelfen und hat dementsprechend kaum Zeit für sich (betrifft teilweise auch das WE). Ich habe das Gefühl, dass sie sich damit Anerkennung und Lob "kauft". Allerdings hat man mit der Volljährigkeit doch irgendwann die Möglichkeit, frei zu entscheiden, was man wann tun möchte - auch wenn das evtl. zu Konflikten führen kann...

Ich habe das Thema schon öfters angesprochen, aber sie tut dann so, als wäre es schlichtweg unmöglich, sich unter der Woche zu treffen und es würde sich kaum lohnen. Noch dazu muss sie um spätestens um 22 Uhr im Bett sein (auch am WE), weil sie laut eigener Aussage sonst nicht genügend Schlaf bekommt. Früher war dies eine Regel seitens der Eltern, mittlerweile weiß ich nicht, ob es eine eigene Entscheidung ist.
Sie hat allerdings auch nicht die Möglichkeit, mal auszuschlafen, da die Familie am WE minutiös gemeinsam um 08 Uhr frühstückt - also ist auch hier alles von außen festgelegt - wo soll ich da noch reinpassen?!
Es ist, denke ich, selbstredend, dass mich das etwas nervt..?

Zusätzlich hat sie keine mobilen Daten auf ihrem Handy, sondern muss ins Schlafzimmer ihrer Mutter, um per LAN-Kabel mit mir schreiben zu können - dementsprechend fällt auch der Kontakt per Handy unter der Woche sehr spärlich aus und mir vergeht da langsam die Lust, teilweise 2h auf eine Antwort warten zu müssen..

Auf der einen Seite ist da also das strenge Regelwerk der Familie, von welchem sie sich nicht traut zu trennen und auf der anderen Seite ist da glaube ich ein sehr unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis bei beiden von uns, wovon ich nicht weiß, ob das auf lange Sicht funktionieren kann..
Der Prozess der Abnabelung von der Familie fehlt hier komplett und ich bezweifle, dass dieser in naher Zukunft stattfinden wird.

Und obwohl wir uns nur am WE sehen, fehlt der Beziehung außerdem die nötige Tiefe - ihr fällt es wahnsinnig schwer über Gefühle, Gedanken und Emotionen zu sprechen (sie wirkt im Alltag sehr kontrolliert und verschlossen; man kann sie kaum lesen). Das heißt, wenn wir uns dann die ein, zwei Mal sehen, spricht sie fast ausschließlich über den Alltag und was sie die Woche über gemacht sind. Das reicht mir allerdings nicht - ich brauche mehr Tiefe in den Gesprächen - dafür bin ich ja u.a. in einer Beziehung.

Die Sachen belasten mich (neben ein paar anderen Dingen) mehr als mir lieb ist, da ich unter der Woche Schwierigkeiten habe, mich einfach auf mein Leben zu konzentrieren und sie quasi "außen vor zu lassen".. Am Anfang der Beziehung hat das von meiner Seite noch funktioniert, doch nach über einem Jahr sollte das etwas anders aussehen m.M.n.

Wie hört sich das für Euch an? Habt Ihr Ideen, oder ähnliche Erfahrungen? Vielleicht auch, wie ich es ihr besser kommunizieren oder dabei helfen kann?
Ich weiß, dass es hier nicht DIE Lösung gibt, aber vielleicht stehe ich ja auch voll auf dem Schlauch und habe eine komische Sicht auf die Beziehung?

Vielen Dank im Voraus und ein schönes Wochenende!
 

Benutzer63776 

Beiträge füllen Bücher
Meine Freundin und ich sind seit ca. 14 Monaten zusammen (ich bin ihr erster Freund!
Wie und wo habt ihr euch kennengelernt? Ich lese hier nur von Sachen, die dich an deiner Freundin stören. Das geht von Abhängigkeiten innerhalb der Familie über mangelnde Eigenständigkeit bis hin zu fehlendem Tiefgang in den Gesprächen.

Was gefällt dir, was magst du, was ist positiv an deiner Freundin?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Abnabeln funktioniert nur mit ausreichend Kapital.

und zu den Gesprächen: worüber würdest du denn gerne reden?
Das Leben besteht eben zu 90% aus Alltag und ich finds normal, dass man den mit dem Partner teilt, auch wenns nicht immer spannend ist.
 

Benutzer175298 

Öfter im Forum
Pass auf jede Intervention kann Dir als Angriff gegen die Familie und das Umfeld ausgelegt werden. Ein Wochenendbeziehung ist ohnehin schon schwer - und beim Wechsel in den Alltag lernt man gegenseitig ganz neue (gute wie schlechte) Seiten kennen. Das Leben sollte sich nicht darauf konzentrieren auf das Wochenende hinzufiebern. Deshalb genieße Dein Leben auch unter der Woche und halte dabei die Augen offen.
 

Benutzer187100  (58)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich weiß, dass es hier nicht DIE Lösung gibt, aber vielleicht stehe ich ja auch voll auf dem Schlauch und habe eine komische Sicht auf die Beziehung?

Nein, komisch ist deine Sicht nicht. Du hast Bedürfnisse, die sie dir nicht erfüllen kann, sei es aus unterschiedlichen Prioritäten oder aus einem anderen Nähe-Distanz-Bedürfnis heraus. Eigentlich ganz normal, das kommt häufiger bei neuen Beziehungen vor.

Mir scheint, daß du schon sehr weit reichende Überlegungen angestellt hast, wie du dir dein Beziehungsleben vorstellst. Auch nicht verkehrt, nur daß das Zusammenwachsen mit einem anderen Menschen eben oft auch mit Reibereien, Austarieren, Absprachen und Kompromissen einhergeht. Wenn man Glück hat, fühlt man sich so wohl miteinander, daß dieses „Zusammenraufen“ kaum als Belastung wahrgenommen wird.

Du aber hast bereits jetzt schon damit begonnen, Seiten aufzuzählen, die dir an ihr weniger gefallen. Das ist häufig eines der ersten Anzeichen für einen Rückzug aus der Beziehung.

Überleg dir mal, wie unüberwindlich dir diese „Negativpunkte“ wirklich erscheinen. Und ob in deiner Planung irgendwo vielleicht auch ein Aktivposten „Geduld“ auftaucht.
 

Benutzer187383 

Ist noch neu hier
Also vorweg will ich sagen, dass ich nur das schreibe was ich denke und ich meine garnichts böse!

Mein aller erster Gedanke grad war "Wie hast du das so lange schon aushalten können?"

Ich finde Zeit ist das wertvollste und wichtigste im Leben und genauso in einer Beziehung!
Ich sage immer "Zeit hat man eh nie, aber die nimmt man sich!" Und wenn sie dich unter der Woche sehen wollen würde, dann könnte sie das einrichten auch wenns nur einen Tag unter der Woche ist..

Kein Internet im Jahr 2021 vorallem in dem Alter ist echt das erste Mal das ich sowas höre.. und wer hat heutzutage zu Hause kein WLAN?🤔
Für mich sind das irgendwie mehr Ausreden ihrerseits..

Also ich hab das Gefühl das du nicht für eine Fernbeziehung geschaffen bist.. wobei ich sagen muss 35km sind eigentlich eh nur ca. halbe Std plus/minus.. also wenn ich wen liebe und das Verlangen habe ihn zu sehen dann ist die Strecke/Fahrt dahin eigentlich garkein Thema.. schon garnicht wenn ihr beide mobil seid..

Und nach über einem Jahr Bzh sollte die Tiefe (so wie du sagst) eigentlich garkein Thema mehr sein...

Ich möchte dich gerne noch was fragen:
Warum bist du mit ihr zusammen gegangen? Also ich meine in was hast du dich verliebt? Kannst du das beantworten🤔

Ich hoffe du findest für dich den richtigen und glücklicheren Weg!♥️
 

Benutzer125146  (37)

Meistens hier zu finden
Auf der einen Seite ist da also das strenge Regelwerk der Familie, von welchem sie sich nicht traut zu trennen und auf der anderen Seite ist da glaube ich ein sehr unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis bei beiden von uns, wovon ich nicht weiß, ob das auf lange Sicht funktionieren kann..
Der Prozess der Abnabelung von der Familie fehlt hier komplett und ich bezweifle, dass dieser in naher Zukunft stattfinden wird.

Ich könnte mir halt auch vorstellen, dass sie diesen engen Familienverbund genauso will?!
Vielleicht will sie sich garnnicht abnabeln, vielleicht will sie so viel helfen, wie sie es tut, weil es für sie einfach dazu gehört.

Hast du sie das mal gefragt oder setzt du quasi voraus, dass sie weniger im häuslichem Umfeld machen soll?
 

Benutzer177659  (38)

Öfter im Forum
Zusätzlich hat sie keine mobilen Daten auf ihrem Handy
Sieht sie das auch als Problem an, will sie gern mobile Daten aber die Familie verbietet es, oder ist es ihr einfach nicht so wichtig?

Am Preis kanns nicht so wirklich liegen, kleine Tarife kriegt man ja für <12€/Monat.

Wie ist die Familie denn sonst so - stark religiös? Sehr kontrollierend? Mischen sich in ihre Sachen ein? Magst du die Familie? Mögen die dich?
 

Benutzer187161  (28)

Ist noch neu hier
Auch auf die Gefahr hin, dass du in deinem Standing bei der Familie etwas abrutschst, würde ich dir schon raten, da etwas mehr einzufordern.
Du kannst natürlich nicht erwarten, dass sie von heute auf morgen komplett aus der Routine rauskommt und ihre Eltern scheinen da ja auch eine recht viel Einfluss auf ihr Verhalten zu nehmen. Allerdings bringt es ja nix auf diese Weise eine "Beziehung zu führen". Es fehlt halt der Entwicklungsprozess der sehr wichtig ist.
Darüber musst ihr euch echt mal unterhalten, damit ihr zumindest mal einen Schritt nach vorne macht.
 

Benutzer187384  (22)

Ist noch neu hier
Sieht sie das auch als Problem an, will sie gern mobile Daten aber die Familie verbietet es, oder ist es ihr einfach nicht so wichtig?

Am Preis kanns nicht so wirklich liegen, kleine Tarife kriegt man ja für <12€/Monat.

Wie ist die Familie denn sonst so - stark religiös? Sehr kontrollierend? Mischen sich in ihre Sachen ein? Magst du die Familie? Mögen die dich?
Hi, danke für Deine Antwort!

Hmm, naja ich denke sowohl als auch; einerseits verbietet ihre Mutter strikt die Nutzung des Handys außerhalb des Eingangsbereiches (gilt auch für mich als Besucher - war beim ersten Mal echt baff, als sie mir das sagte), andererseits denke ich, funktioniert ihr Leben auch so ganz gut, da sie das Handy einfach nicht also so wichtig empfindet, nehme ich an.
Sie befindet sich glaube ich diesbezüglich einfach in einer "komfortablen" Lage - sie stört die Eltern nicht mit Rebellion, bekommt dennoch immer Nachrichten von mir, die sie dann beantwortet, wenn es eben gerade mal in ihren Alltag reinpasst und muss sich vertraglich keine Gedanken machen angesprochen habe ich das natürlich schon, aber sie tat so als wäre das ein riesen Aufwand..

Religiös nicht, etwas kontrollierend schon eher. Bei der Sache mit dem Schlafengehen denke ich allerdings mittlerweile, dass es ihre eigene Entscheidung ist und die Eltern lockerer sind als es scheint. Zur Familie und mir - sagen wir es so: wir kommen miteinander zurecht. Ich habe meine Interessen ihrer Tochter gegenüber und die kollidieren eben manchmal mit ihren Vorstellungen oder dem Wunsch, sie wohlbehütet bei sich behalten zu können. Mit ihrem Vater komme ich sehr gut zurecht. Es gibt einen Altersunterschied, aber nach diesen 14 Monaten Beziehung scheinen auch die Eltern eingesehen zu haben, dass das nichts Schlechtes sein muss..
 

Benutzer187384  (22)

Ist noch neu hier
Auch auf die Gefahr hin, dass du in deinem Standing bei der Familie etwas abrutschst, würde ich dir schon raten, da etwas mehr einzufordern.
Du kannst natürlich nicht erwarten, dass sie von heute auf morgen komplett aus der Routine rauskommt und ihre Eltern scheinen da ja auch eine recht viel Einfluss auf ihr Verhalten zu nehmen. Allerdings bringt es ja nix auf diese Weise eine "Beziehung zu führen". Es fehlt halt der Entwicklungsprozess der sehr wichtig ist.
Darüber musst ihr euch echt mal unterhalten, damit ihr zumindest mal einen Schritt nach vorne macht.
Guten Abend, danke für Deine Antwort!

Ich war in meiner Kindheit und Jugend ein Ja-Sager und arbeite noch immer daran. Aber dank meines Fortschrittes bin ich nun manchmal leider doch unbequem, ich habe schließlich eigene Interessen, die ich einfordere. Das so zu verpacken, dass ich sie nicht unnötig unter Druck setze oder gar verletze ist natürlich nicht immer ganz so einfach.
Es gab eine Zeit, ganz am Anfang der Beziehung, da hat mich das so gar nicht gestört - ich hatte mein Leben, sie hatte ihr Leben. Damals habe ich aber die Beziehung und unsere Zukunft vielleicht einfach noch nicht so ernst genommen (es war fast wie ein nice-to-have, soll nicht böse klingen). Mit der Zeit habe ich allerdings angefangen, eine Entwicklung zu erwarten und dann immer von Potenzial zu sprechen. Mit ihrer Volljährigkeit wuchs dann leider meine Ungeduld und auf ihrer Seite wahrscheinlich Druck.

Ich bin leider sehr oft der einzige von uns, der über diese Dinge spricht (Monolog-ähnlich) - das betrifft dann ja auch die angesprochene fehlende Tiefe. Und ich habe nicht das Gefühl, dass wir beide daran wachsen.. auch wenn es vielleicht um Peanuts geht.
 

Benutzer187161  (28)

Ist noch neu hier
Es gab eine Zeit, ganz am Anfang der Beziehung, da hat mich das so gar nicht gestört - ich hatte mein Leben, sie hatte ihr Leben. Damals habe ich aber die Beziehung und unsere Zukunft vielleicht einfach noch nicht so ernst genommen (es war fast wie ein nice-to-have, soll nicht böse klingen). Mit der Zeit habe ich allerdings angefangen, eine Entwicklung zu erwarten und dann immer von Potenzial zu sprechen. Mit ihrer Volljährigkeit wuchs dann leider meine Ungeduld und auf ihrer Seite wahrscheinlich Druck.
Ist doch auch normal und nicht schlimm wenn es am Anfang so locker gesehen wird.
Genauso ist es auch völlig normal, dass du da eine Weiterentwicklung erwartest. Es ist für eine Beziehung schwierig wenn die Partner in dieser Weiterentwicklung ein stark unterschiedliches Tempo haben, vor allem wenn einer dann auch etwas Druck macht.
In deinem Falle sehe ich aber gar keine andere Möglichkeit als ihr da ein bisschen Druck zu machen, eben weil ihr auf der Stelle tretet und das eurer Beziehung nur viel mehr schadet.
 

Benutzer187384  (22)

Ist noch neu hier
Ich könnte mir halt auch vorstellen, dass sie diesen engen Familienverbund genauso will?!
Vielleicht will sie sich garnnicht abnabeln, vielleicht will sie so viel helfen, wie sie es tut, weil es für sie einfach dazu gehört.

Hast du sie das mal gefragt oder setzt du quasi voraus, dass sie weniger im häuslichem Umfeld machen soll?
Dadurch, dass sie so aufgewachsen ist, denke ich, dass sie es schlichtweg nicht anders kennt. Und es ist ja nichts falsches dabei, wenn die Kinder mithelfen oder irgendwann auch unaufgefordert von sich aus etwas tun.
Abnabelung bedeutet in meinem Kontext ja auch nicht, auszuziehen, oder nichts mehr zu tun. Aber zumindest dem Freund zu zeigen, dass er nicht nur in irgendwelche Lücken des Alltags gequetscht wird, wenn sonst niemand etwas von ihr möchte. Ich habe vielleicht den Fehler begangen, sie zu hoch auf die Prioritätenliste zu setzen. Zu oft bin ich zu ihr gefahren mit dem Wissen, das Studium oder meine Freunde hinten angestellt zu haben. Das war ein wahnsinnig hohes und übertriebenes Commitment meinerseits, das nicht so erwidert wurde, wie ich es mir gewünscht hätte. Das jetzt zurückzuschrauben ist sehr schwierig, muss ich feststellen.

Sicher habe ich diese Erwartung an sie. Und sicher kann ich versuchen, sie zurückzuschrauben. Aber wir leben in Zeiten, in denen es sonst schon so viele Verbote und Restriktionen gibt, da braucht es m.M.n. nicht auch noch so viel Stress beim Zeitmanagement einer Beziehung unseres Alters.. Wir beide sind vernünftige junge Menschen und ich benötige einfach meine Freiheiten und manchmal auch etwas Kontrolle, muss ich zugeben.
Ich erwarte vermutlich, dass mein Stellenwert in ihrem Leben vergleichbar mit dem ihrer häuslichen Pflichten ist - sowohl persönlich, als auch via Handy. Aber auch ich bin nicht perfekt, und vielleicht sehe ich es einfach nicht..
 

Benutzer182523  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich glaube du gehst an dieser Stelle sehr von dem aus was du gerne möchtest. Sie ist 18, wohnt zuhause, hat ihre Pflichten und ist in gewisser Weise noch von ihren Eltern abhängig. Sowas ändert sich nicht nur weil man 18 ist.

Was sind denn ihre Vorstellungen von eurer Beziehung?
Du solltest aufpassen das du sie mit deinen Vorstellungen nicht einengst, denn genau danach klingt es.
 

Benutzer187384  (22)

Ist noch neu hier
Ich glaube du gehst an dieser Stelle sehr von dem aus was du gerne möchtest. Sie ist 18, wohnt zuhause, hat ihre Pflichten und ist in gewisser Weise noch von ihren Eltern abhängig. Sowas ändert sich nicht nur weil man 18 ist.

Was sind denn ihre Vorstellungen von eurer Beziehung?
Du solltest aufpassen das du sie mit deinen Vorstellungen nicht einengst, denn genau danach klingt es.
Das tue ich, ja... Mir geht es allerdings nicht komplett anders als ihr; ich wohne ebenfalls bei meinen Eltern (coronabedingt), fahre die Strecke zu ihr mit dem Wagen meines Vaters und habe manchmal hier zu tun. Dennoch versuche ich durchgehend, beides unter einen Hut zu bringen. Und wie Fragezeichen98 geschrieben hat: "Zeit hat man eh nie, aber die nimmt man sich!".
Mir fehlen leider hier aber leider etwas die Referenzen, da ich in meinem engen Freundeskreis der einzige in einer Beziehung und mit Erfahrung diesbezüglich bin, deshalb gehe ich einfach von dem aus, was ich für richtig empfinde und was sich gut anfühlt.
Vielleicht war es falsch, von der Volljährigkeit als Wendepunkt auszugehen - aber mit einer Entwicklung im Laufe der Beziehung darf ich ja rechnen.

Darauf hat sie mir leider noch keine wirkliche Antwort geben können. Ich kann - wie so oft - nur interpretieren. Und dabei können Fehleinschätzungen passieren. Es ist sicher keine leichte Frage, aber auch sie hat ihre Vorstellungen und Erwartungen an mich.
Darum habe ich nun einen Gang zurückgeschaltet und versuche, mich wieder auf mich selbst zu besinnen. Denn ihr hinterherzulaufen oder ihr zu sagen, was sie machen könnte, bringt wohl niemandem etwas.
Leider bildet sich dann aber eine Art Distanz zwischen uns, da mir die Lust vergeht, immer nachzufragen, ob es denn okay wäre, vorbeizukommen um dann um Punkt 22 Uhr wieder aus der Haustüre geschoben zu werden. Oder wenn ich zum x-ten Mal frage, ob wir nicht mal telefonieren möchten.
Am Anfang habe ich reichlich in so etwas investiert, aber etwas Gegenseitigkeit wäre mir lieb.
 

Benutzer187384  (22)

Ist noch neu hier
Also vorweg will ich sagen, dass ich nur das schreibe was ich denke und ich meine garnichts böse!

Mein aller erster Gedanke grad war "Wie hast du das so lange schon aushalten können?"

Ich finde Zeit ist das wertvollste und wichtigste im Leben und genauso in einer Beziehung!
Ich sage immer "Zeit hat man eh nie, aber die nimmt man sich!" Und wenn sie dich unter der Woche sehen wollen würde, dann könnte sie das einrichten auch wenns nur einen Tag unter der Woche ist..

Kein Internet im Jahr 2021 vorallem in dem Alter ist echt das erste Mal das ich sowas höre.. und wer hat heutzutage zu Hause kein WLAN?🤔
Für mich sind das irgendwie mehr Ausreden ihrerseits..

Also ich hab das Gefühl das du nicht für eine Fernbeziehung geschaffen bist.. wobei ich sagen muss 35km sind eigentlich eh nur ca. halbe Std plus/minus.. also wenn ich wen liebe und das Verlangen habe ihn zu sehen dann ist die Strecke/Fahrt dahin eigentlich garkein Thema.. schon garnicht wenn ihr beide mobil seid..

Und nach über einem Jahr Bzh sollte die Tiefe (so wie du sagst) eigentlich garkein Thema mehr sein...

Ich möchte dich gerne noch was fragen:
Warum bist du mit ihr zusammen gegangen? Also ich meine in was hast du dich verliebt? Kannst du das beantworten🤔

Ich hoffe du findest für dich den richtigen und glücklicheren Weg!♥️
Hey, vielen Dank für Deine Antwort!

Es ist nicht einfach, aber irgendwas hält mich noch bei ihr - ich weiß nicht, was..

Das ist eben genau das, was ich bei ihr vermisse; das Gefühl zu haben, dass sie sich von sich aus Zeit für mich nimmt - ohne dass ich vorher frage. Sie hat einmal gesagt, dass sie manchmal nicht weiß, wie ich darauf reagieren würde, wenn sie einfach fragt oder schreibt. Das hat mich ziemlich schockiert, weil ich dachte, ihr Sicherheit gegeben zu haben und das Gefühl, nichts falsch machen zu können..

Die Sache mit dem Internet geht von ihrer Mutter aus, die es quasi verbietet (oder bisher verboten hat?!). Auch ich muss das Handy im Flur ablegen, wenn ich bei ihr bin.. naja. Und ich muss auch nicht während der Arbeit ständig schreiben, was ich gerade mache. Aber insbesondere nach Feierabend mal zu telefonieren wäre schön. Aber auch da habe ich langsam aufgehört zu fragen..
"Wo ein Wille ist..."

Ich bin sicher nicht der Typ für Fernbeziehungen, aber wenn ich das Auto benötige, um zu ihr zu fahren, dann tu ich das. Ich erwarte nicht, dass sie einfach zu mir kommt - auch wenn es schön wäre. Und wie Du richtig sagst: was sind 35 km? Ich würde die Strecke auch nach Feierabend und Studium fahren - wenn ich nicht um Punkt zehn aus der Haustüre geschoben würde und das Gefühl hätte, sie wolle sich auch richtig gerne treffen (habe ich nämlich nicht).

Tja, sie hatte definitiv etwas Geheimnisvolles. Das ist noch heute so, sie legt nie alle Karten auf den Tisch. Mit ihr kann man auch ganz toll schweigen und einfach nur beisammen sein. In den richtigen Momenten pusht sie mich zu neuen Limits, hat im Prinzip ähnliche Zukunftsvorstellungen (wenn auch nicht ganz so konkret wie ich, aber ich bin da ein Ausnahmefall...) und kann manchmal einfach süß sein..!
Aber das Feuer fehlt mir etwas. Ich bin selbst schon eher unterkühlt (gerade am Anfang)..
 

Benutzer182523  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Dann hast du hier doch deine Antwort warum es nicht so läuft wie du dir das vorstellst. Du bist ihr erster Freund. Woher soll sie die beziehungserfahrung haben?
Mit dem was du voraussetzt (auch deine Kontrolle) erzeugst du einfach Druck und das treibt sie auf Dauer weg.
 
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