Wo kauft ihr euer Fleisch?

Benutzer113023 

Verbringt hier viel Zeit
Bei Bauern meines Vertrauens, Kauf halt da immer größere Mengen auf einmal
 

Benutzer172294  (23)

Benutzer gesperrt
Erstes gibt es bei uns nicht jeden Tag Fleisch und zweitens kaufen wir es ausnahmslos in der Metzgerei unseres Vertrauens.
 
1 Woche(n) später

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Ich bin Enkel zweier landwirtschaftlich geprägter Familien und mir wurde eine Verbindung zwischen guter Behandlung eines Tieres und seiner Schlachtung nahegebracht. Es ist kein Widerspruch, sondern Teil eines landwirtschaftlichen Prozesses. Es ist die Ernte, wenn auch im etwas anderes Sinne.

Diese Anhänger der Nahrungsreligion sollten sich dann aber bitte auch mit den Wassermangel in Chile befassen, den sie für das bisschen bessere Gewissen miterzeugen.Diese Biohörigkeit ist ein neuer Ablasshandel. Man steht auf der richtigen Seite und das Fleisch bekommt man auch nicht, weil das Tier totgelabert wurde. Ich bin nicht bereit für Label und Lebensgefühle zu zahlen. Da ist mir das Familienunternehmen, was den lokalen EDEKA beliefert weit ehrlicher.

Ich wenig Fleisch und mache meinen Einkauf nicht zur Haltungsfrage. "Das Recht auf Leben" wäre bei Nutztieren ziemlich eigenartig. Selbst, weenn man alle Ställe morgen auflösen würde, wären dort Tiere, die außerhalb der Stallung nicht lebensfähig wären. Gleiches gilt für die Jagd, wo es dann auch noch um mehr geht.
 
3 Monat(e) später

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich lagere das mal in einen passenden Thread aus.
Schon, wenn man weiß, dass es nur über einen bestimmten Zeitraum schwierig ist. Für jemanden, der IMMER arm ist (und auch bleiben wird), würde das zwangsläufig ausschließlich eine vegetarische Ernährung bedeuten. Finde ich schon fies, das unter "Pech gehabt" zu verbuchen. Und ich kann echt verstehen, wenn man sich dann gelegentlich ein Massentierhähnchen genehmigt.
Das war früher normal. Man hat sich Fleisch zu besonderen Gelegenheiten aufgehoben, ein Stück Speck hat für einen ganzen Topf Suppe gereicht und ein Huhn hat drei Mahlzeiten hergegeben.
Seit wann ist Fleischkonsum ein Menschenrecht? Fleisch ist ein Genussmittel. Sollte Bier auch billiger sein, weil es sich sonst jemand der arm ist nicht oft genug leisten kann?
Wie Inspektor Notauge ja schon erklärte, geht's ja manchmal aus ganz banalen praktischen Gründen nicht anders...
Es ist mir völlig unverständlich wie man nicht auf die naheliegende Alternative kommen kann: einfach ohne Fleisch kochen, wenn man kein gutes Fleisch kaufen kann.
Stattdessen dann Billigfleisch zu kaufen ist völlig unlogisch :ratlos: Fleisch ist doch nur ein Bonus, es gibt Abertausende Gerichte ohne.
allerdings: jemanden, der sich generell für tierwohl einsetzt, vielleicht auch in etwas weiterem rahmen, aber das nicht zu jeder zeit zu 100% konsequent durchzieht als "heuchler" und "total verlogen" zu bezeichnen, das finde ich relativ unterirdisch. dann bezeichne bitte auch dich selber genauso, wenn du so abgehst wenns um fleischkauf geht, aber selber mit dem auto fährst und... hey, mit dem flugzeug bist du auch schon geflogen, oder? wo ist deine absolute konsequenz, die du offenbar von anderen erwartest?
Das ist totaler Quatsch. Mit „absoluter Konsequenz“ hat das überhaupt nichts zu tun. Fleisch ist eines der wenigen Dinge, bei denen es wirklich simpel ist - man braucht es nicht zum Leben, es hat nicht mal wirklich Vorteile, und es ist extrem einfach darauf zu verzichten.

Wie kannst du Laufenten streicheln, Spinnen raussetzen und dich für jegliches Wildtier einsetzen, es aber billigend hinnehmen das für deinen Billigschinken Schweine zusammengepfercht gequält werden? Warum sind Wildtiere so schuetzenswert, Hühner aber nicht?

Im Gegensatz zu dir postuliere ich mir hier nicht als der größte Tierfreund auf Erden. Ich bin sogar vom Demeter-Prinzip überzeugt (d.h. keine Landwirtschaft ohne Tierhaltung). Du betonst doch so oft das du auf dem Land in der Wildtierstation aufgewachsen bist und keinem Tier was zu Leide tun kannst. Ich verstehe es einfach nicht. Warum kaufst du nicht seltener Fleisch, dafür aber aus artgerechter Tierhaltung?
Wir können es uns auch nicht leisten jeden Tag regionales Biofleisch zu kaufen, deswegen machen wir das halt nicht. Aber ich gehe dann stattdessen nicht zu Aldi und kaufe mir das Huhn für 2,50 Euro, sondern koche vegetarisch. Das ist SO SIMPEL :ratlos:
 

Benutzer102949 

Beiträge füllen Bücher
Das ist totaler Quatsch. Mit „absoluter Konsequenz“ hat das überhaupt nichts zu tun. Fleisch ist eines der wenigen Dinge, bei denen es wirklich simpel ist - man braucht es nicht zum Leben, es hat nicht mal wirklich Vorteile, und es ist extrem einfach darauf zu verzichten.

Seit wann braucht man denn fürs Überleben Flüge, eine Weltreise oder einen Burger vom McDonalds? Sind auch alles Dinge, die du selbst gemacht hast oder immer noch tust, aber das ist dann alles okay, solange das Fleisch "bio" ist? Das ist inkonsequent par exellance, aber genau das wirfst du schön anderen vor :zwinker:

Man kann schlicht und ergreifend von niemandem erwarten, dass er bezüglich Umwelt- und Tierschutz zu 100% konsequent ist. Wenn man sich Gedanken darüber macht, sich selbst hinterfragt und diverse Gewohnheiten/Lebensweisen ändert, dann finde ich das super. Aber es gibt einfach Situationen, da geht es schlicht und ergreifend nicht anders. Zu behaupten, dass jeder, der sich das auf Dauer nicht leisten kann, halt einfach vegetarisch leben soll, ist ganz schön böswillig. Mach du das doch mal und lebe ein paar Jahre von der Grundsicherung. Solche Kommentare kommen häufig von Leuten, die selbst noch nie für einen langen Zeitraum in der Situation gesteckt haben. Mich kotzt das ganz schön an, muss ich sagen.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Das war früher normal. Man hat sich Fleisch zu besonderen Gelegenheiten aufgehoben, ein Stück Speck hat für einen ganzen Topf Suppe gereicht und ein Huhn hat drei Mahlzeiten hergegeben.
Seit wann ist Fleischkonsum ein Menschenrecht? Fleisch ist ein Genussmittel. Sollte Bier auch billiger sein, weil es sich sonst jemand der arm ist nicht oft genug leisten kann?
Stimmt alles - aber das gilt für andere Sachen auch. Nennt sich soziale Teilhabe. Kein Mensch braucht Internet, kein Mensch braucht Kino - aber es ist halt bitter, wenn man sich nicht mal gelegentlich ein bißchen was von dem gönnen kann, was für Andere selbstverständlich ist. Und, wie gesagt: Es gibt Leute, für die reicht's selbst bei gelegentlichem Fleischkonsum nur für das Zeug vom Discounter.
Es ist mir völlig unverständlich wie man nicht auf die naheliegende Alternative kommen kann: einfach ohne Fleisch kochen, wenn man kein gutes Fleisch kaufen kann.
Wenn es einem nach was Fleischhaltigem zum Abendessen gelüstet, geht es wohl nicht anders. Wenn Du sagst: "Dann verzichte ich lieber", ist das Deine Entscheidung - die muß aber nicht jeder ebenso treffen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Seit wann braucht man denn fürs Überleben Flüge, eine Weltreise oder einen Burger vom McDonalds? Sind auch alles Dinge, die du selbst gemacht hast oder immer noch tust, aber das ist dann alles okay, solange das Fleisch "bio" ist?
Wer behauptet das denn? :ratlos:

Nein, wirklich, man kann anders. Man muss kein Billigfleisch kaufen. Ich hatte gute 5 Jahre weniger als den Bafög-Satz und ~150 Euro im Monat zur „freien Verfügung“ (also für alle Lebensmittel, Unisachen, Drogerieartikel usw.), deinen Vorwurf kannst du dir also stecken :censored:
 

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Es ist mir völlig unverständlich wie man nicht auf die naheliegende Alternative kommen kann: einfach ohne Fleisch kochen, wenn man kein gutes Fleisch kaufen kann.
Wobei man ja schon sagen muss, vegetarische Ernährung ist nun nicht unbedingt günstiger, als wenn man Fleisch verwendet.
Zumal ja, wenn man auf Tierwohl bedacht ist, der ganze Bereich der Molkereiprodukte und etwa Eier auch keine preisgünstigere Alternative zum Fleisch sind, da man da genauso auf die Haltung achten muss.

Ich verstehe deine Intention gut und bin auch der Meinung, dass Fleisch im Supermarkt zu billig ist und man sehr gut mit deutlich weniger Fleischkonsum auskommt.
Übrigens, zum Fleischbezug vom Metzger des Vertrauens: da wäre ich auch vorsichtig, solange es sich nicht um Direktvermarkter handelt.
Der "normale" Metzger kauft seine Schweinehälften vom Schlachthof und zumindest einen Teil seiner Wurstwaren im Großhandel.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Stimmt alles - aber das gilt für andere Sachen auch. Nennt sich soziale Teilhabe. Kein Mensch braucht Internet, kein Mensch braucht Kino - aber es ist halt bitter, wenn man sich nicht mal gelegentlich ein bißchen was von dem gönnen kann, was für andere selbstverständlich ist. Und, wie gesagt: Es gibt Leute, für die reicht's selbst bei gelegentlichem Fleischkonsum nur für das Zeug vom Discounter.
Man braucht kein Fleisch für soziale Teilhabe. Und meines Wissens wird für den Kinobesuch auch niemand gequält, vergewaltigt oder getötet.
 

Benutzer172878 

Benutzer gesperrt
Täglich Fleisch gibt es bei uns nicht. Wenn es Fleisch gibt, dann kaufen wir/ich Biofleisch. Wir kaufen auch Biomilch, Bioeier... wir achten da sehr drauf. Fleisch gibt es bei uns auch höchstens 2 Mal die Woche.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Kein Mensch braucht Internet
Das stimmt so nicht. Right to Internet access - Wikipedia Das Recht auf Zugang zum Internet hängt mit vielen anderen grundlegenden Menschenrechten zusammen. Die UN diskutiert das schon lange und es gibt in vielen Ländern schon entsprechende Gesetze, die eine kostengünstige Internetverbindung sicherstellen sollen.

Fleischkonsum ist damit nicht zu vergleichen.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Und, wie gesagt: Es gibt Leute, für die reicht's selbst bei gelegentlichem Fleischkonsum nur für das Zeug vom Discounter.
Ich denke nicht, dass das der Lebensrealität entspricht. Wenn du dich im Discounter mal umschaust und dir den Wageninhalt derjenigen anschaust, die augenscheinlich wenig Geld haben, dann ist billiges Fleisch in Massen aber immer mit dabei. Da stapeln sich dann dicke Päckchen Cervelatwurst, Salami, Fleischwurst, Hack, Chicken-Wings aus der Tiefkühlung, Hähnchen usw. - neben Weißbrot, Limonaden usw. Gemüse kann man in solchen Wagen oft vergeblich suchen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich fürs gleiche Geld den Wagen auch vegetarisch und ausgewogen hinkriegen würde - das ist häufig keine Frage des "Geld reicht nicht", sondern eine Frage dessen, was man gelernt hat, was man gewohnt ist oder was man eben möchte. Ein simples: "Mir doch egal, ich wills halt so" finde ich da ehrlicher, als so zu tun, als liege es ernsthaft am Geld.

Die Leute, die aufgrund von wenig Geld nur ab und zu mal Fleisch kaufen und dann auch nur vom Discounter, die dürften wirklich in der Minderheit sein. Für die meisten Menschen gehört Fleisch einfach zu jeder Mahlzeit mit dazu, morgens ein Wurstbrot, mittags ein Schnitzel, abends wieder ein Wurstbrot.

Menschen, die bewusst seltener Fleisch essen, dafür aber gute Qualität, sind dann häufig doch diejenigen, die ohnehin schon mehr Geld für (gutes) Essen ausgeben - da kommt dann eben der "Metzger des Vertrauens", der Biohof und der bekannte Jäger mit ins Spiel.

Letztendlich finde ich persönlich es erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die meisten Leute täglich große Mengen an Fleisch futtern. Ich bin selbst - trotz zahlreicher, teils auch längerer erfolgreicher Versuche - kein Vegetarier, versuche aber, wenig Fleisch zu essen. Wenn man sich darauf einlässt, gibt es viele Alternativen und viele gute Gerichte, die ohne gehen. Mein Ziel ist es, das Fleisch in der Kantine wegzulassen, für zu Hause keins oder nur selten welches zu kaufen - und ansonsten nur welches zu essen, wenn ich eingeladen bin und die Qualität stimmt (gute Restaurants z.B. oder das gute Eifelfleisch bei meinen Schwiegereltern). Klappt - auch zyklus- und stressbedingt - mal mehr, mal weniger gut und ist noch ausbaufähig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Man braucht kein Fleisch für soziale Teilhabe. Und meines Wissens wird für den Kinobesuch auch niemand gequält, vergewaltigt oder getötet.
Es gibt genug Beispiele, wo Tiere bei Dreharbeiten starben oder zu Schaden kamen.

Ich wäre immer sehr vorsichtig, mich moralisch weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn ich anderen Leuten eine Sache unter die Nase reibe, nur weil ich sie für mich als wichtig und den Istzustand als beklagenswert ansehe. Denn meist lauert eine Türe weiter mein eigenes moralisches Versagen.

Tiger aus "Life of Pi" fast ertrunken

Deshalb sollten Sie NICHT in den Kinofilm „Alpha” gehen

Hintergrundwissen zu Tieren in TV & Werbung
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer15156 

Meistens hier zu finden
Letztendlich finde ich persönlich es erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die meisten Leute täglich große Mengen an Fleisch futtern.
Dito, sehe ich auch so. Ebenso die Beobachtung der Supermarkteinkaufswägen.
Meistens ist es meiner Ansicht nach keine Sache des Geldbeutels sondern der persönlichen Einstellung.

Es gibt viele Menschen in unserem Land, die auf Tafeln angewiesen sind und denen wirklich sehr wenig Geld für Essen zur Verfügung steht, ohne Frage. Dass damit aber ein moderater Konsum an Fleisch einhergeht und man sich nur ab und an ein Massentierhaltungsprodukt aus dem Gefühl der sozialen Teilhabe heraus leistet, ist aber meiner Ansicht nach die Ausnahme.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das ist totaler Quatsch. Mit „absoluter Konsequenz“ hat das überhaupt nichts zu tun. Fleisch ist eines der wenigen Dinge, bei denen es wirklich simpel ist - man braucht es nicht zum Leben, es hat nicht mal wirklich Vorteile, und es ist extrem einfach darauf zu verzichten.

Wie kannst du Laufenten streicheln, Spinnen raussetzen und dich für jegliches Wildtier einsetzen, es aber billigend hinnehmen das für deinen Billigschinken Schweine zusammengepfercht gequält werden? Warum sind Wildtiere so schuetzenswert, Hühner aber nicht?
Nestle-Produkte sind eines der wenigen Dinge, bei denen es wirklich simpel ist - man braucht sie nicht zum Leben, es hat nichtmal wirkliche Vorteile und es ist extrem einfach darauf zu verzichten.
SUVs sind eines der wenigen Dinge, bei denen es wirklich simpel ist - man braucht sie nicht zum Leben, es hat nichtmal wirklich Vorteile und es ist extrem einfach, darauf zu verzichten.
....

Ehrlich, rowan, deine Empörung wäre für mich weit glaubwürdiger, wenn du nicht an anderen Stellen schon mehrfach betont hättest, dass es einfach nur an deiner eigenen Faulheit und Bequemlichkeit liegt, dass du nichts an deinem Verhalten änderst.
Und der einzige Unterschied zwischen Tiere dadurch quälen, dass sie hier zusammengepfercht leben müssen oder Tiere (und Menschen) in Afrika zu quälen, weil sie schlicht verdursten, ist, dass die einen hier sind und die anderen halt "weit weg".

Klar ist es kacke, dass es Massentierhaltung gibt und nicht jede Kuh und jedes Schwein und jedes Huhn ein glückliches Leben genießen konnte. Klar sollten alle Menschen ihren Fleischkonsum einschränken, schon allein, um Massentierhaltung unnötig und unrentabel zu machen. Klar ist es immer besser, im Zweifelsfall auch schonmal zu verzichten.
Aber auf "die bösen anderen" zu schimpfen, während man selber keinen Deut besser ist, ist schon ein wenig scheinheilig.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren