Wintergedicht

Benutzer39930  (33)

Verbringt hier viel Zeit
So, weils hier grad ziemlich wintert, hab ich mal versucht, meine Gefühle den Winter betreffend in Worte zu fassen.

Hast du je gehört von flüssigem Gold,
das über eisige Wiesen und Wälder tollt?
Das mit Klippen, Flüssen und Tannen spielt,
das überall Tränen des Sommers sieht?


Hast du je gehört von dunklem Samt,
der sein Netz um weiße Felder spannt?
Schöpft die Müdigkeit der ganzen Welt,
und reicht sie dir in einem Kelch.


Hast du sie je gezählt, die Tränen des Sommers,
die aus kalten und eisblauen Augen rollen?
Sie werden von dämmernder Stille gebrannt
und erwachen als schimmernder Diamant.


Hast du sie je gesehn, die Wüsten aus Schnee?
Sie alle bergen einen klaren See.
Er trinkt die Tränen, die zu ihm kommen,
zerflossen, zerschmolzen, die Tränen des Sommers.
 
M

Benutzer

Gast
Ich finds recht schön. Auch wenn die letze Zeile nicht den WOW-Effekt hervorruft, weil irgendwie das Metrum nicht passt oder sich "Sommers" nicht auf "kommen" reimt. Ansonsten sind da sehr gute Gedanken drin.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren