Wieso Frauenarzt/ärtzin werden???

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
naja, der mann ist ja in der fortpflanzung nicht ganz unbeteiligt. jetzt nicht nur durch den sex, sondern als elternteil. insofern glaub ich schon, dass man diesen job schon gut schmeißen kann, als mann, prinzipiell. was strikt medizinische entscheidungen angeht, ist das geschlecht des arztes relativ wurscht, was diagnostiziert wird, muss so und so behandelt werden. was jetzt gewisse spielräume in der therapie angeht, ist das glaub ich auch nicht halb so geschlechtsabhängig, wie du glaubst.
wenn man die schwangerschafts-versorgung anschaut, und wie verschieden sie von gynäkologen angelegt und aufgebaut werden, da gibt es, hab ich mir sagen lassen, so unglaublich furchtbare gyns.. beiden geschlechts. es ist ein gefühl, entweder man hat es oder man hat es nicht, entweder man ist ein strikter schulmediziner oder man lässt sich von hebammen und (still)beraterinnen auch ein bisschen reinreden.

weibliche gyns sind nicht viel "besser"/ganzheitlicher/offener, um das beispiel schwangerschaftsvorsorge weiterzuverwenden, als männer, eher das gegenteil: männer haben in gewissen dingen keine vorstellung davon, wie sich gewisse vorgänge anfühlen und gleichen das irgendwie aus, durch schärfen des eigenen einfühlungsvermögens, ka.
frauen haben die zwar möglichkeit, von sich auf andere zu schließen, das ist aber nicht immer ein vorteil.. es kann einerseits sein, dass durch ihre felsenfeste überzeugung, die gyn wäre als frau ohnehin bestens geeignet, um probleme von patientinnen zu verstehen, sie sich gar nicht großartig mühe gibt, sich in patienten reinzufühlen - andererseits könnte das von sich auf andere schließen auch einfach nicht funktionieren. es gibt so viele verschiedenen menschen mit verschiedenen arten, mit schmerzen, situationen, umständen umzugehen - die gyn, wenn sie jetzt aus dem bauch heraus erfühlt, wie es der patientin geht, kann auch klar danebenliegen. es geht da meistens nicht um erfahrungsaustausch oder in ähnlichen situationen gewesen sein, sondern eher eben um schmerztoleranz, resilienz, nötige/unnötige sorgen... da greift jeder mensch auf seine eigenen erfahrungen und seine eigene kindheit zurück, wenn er strategien gegen widrigkeiten braucht, da gibt es keine große übereinstimmung im verhalten von männern und frauen untereinander.

hab ich mir sagen lassen.
 

Benutzer75690 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
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dir ist schon klar, dass man zuerst ein "normales" Medizinstudium macht und sich dann spezialisiert/spezialisieren kann? Also nichts mit "nur niere und ableitende harnsysteme"..wobei das sicher auch nicht soo einfach ist.

ja, dies ist mir sehr wohl bewusst... dass diese ein ganz normales medizinstudium belegen müssen. aber es ist und bleibt fakt, dass es ein unterschied ist in welchem fach ich mich spezialisiere. und urologie (muss ja jetzt bei diesem beispiel bleiben) ist nur niere und die ableitenden harnsysteme. (und glaub mir, im vergleich zu den anderen organen ist des das leichteste was man lernen kann)
und es ist kein ich kann mich nach dem studium spezialisieren, sondern ein du musst dich spezialisieren. du musst eine fachrichtung wählen.

nach der spezialisierung haben die meisten ärzte jahre nach ihrem studium keine ahnung mehr von anderen themengebieten in der medizin. (es gibt sehr wenig ausnahmen) dies ist nicht verwerflich oder schlimm, weil sie sind ja auf ihrem speziellen fachgebiet fachleute. und ärzte wie gyn oder urologen habe ein (auch wenn du mir des nicht glaubst) einen sehr eingschränkten (oder im vergleich zu anderen fächern) fachbereich. bei ihrer facharztprüfung müssen die ärzte, welche z.b. Gyn machen, im umfang nicht so viel wissen, wie z.b. der internist.

hoffe du verstehst jetzt was ich mit meinen ausführungen gemeint habe. liebe grüße scrubs (einer der medizin nicht nur aus dem fernsehen kennt)
 
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