Wie und wo findet man Freunde?

Benutzer65149 

Meistens hier zu finden
Oh, diesen Thread finde ich super! Ich habe nämlich in gewisser Hinsicht das gleiche Problem: Ich finde einfach keine 'Freunde' (Bekannte würde ich auch schon klasse finden!) im Studium. Zuhause habe ich zwei Freundeskreise. Die einen kenne ich schon seit der Grundschule bzw. Kindergarten und der andere ist die Clique von mir und meinem Freund. Am Wochenende bin ich meist mindestens einen Tag irgendwo unterwegs.
Aber während der Woche! Und überhaupt während des Studiums, kann ich keinen Kontakt vertiefen. Ich rede mit den Leuten, aber irgendwie wird es nie was. Das macht mich echt schon ziemlich traurig, wenn meine Mitbewohnerin fast jeden Tag mit ihren Uni-Leuten was macht und ich sitze dann Abend für Abend alleine vorm Schreibtisch, das ist ein wirklich blödes Gefühl :frown:

Bin auch für eine Selbsthilfegruppe!
 

Benutzer115816  (35)

Sorgt für Gesprächsstoff
die überschrift passt wie die faust aufs auge :smile:...

nach dem umzug in eine relativ große stadt vor 3 jahren finde ich einfach keine neuen freunde!bin keineswegs verklemmt oder schüchtern-jedoch wird es auch trotz zahlreicher "bekannter" oder arbeitskollegen nichts mit neuen freunden.

an wochenenden gehe ich vielleicht 1 mal im monat raus...(mit wem auch großartig)..ud richtig krachen lassen tu ichs nur wenn ich mal wieder zurück ins sauerland fahre zur heimat :smile:

alles eine sehr verzwickte lage :smile:...und von alleine wirds leider nicht besser :smile:
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Darf ich dir da einen Tipp geben? Wenn dich in der Situation wirklich jemand fragt: "Bist du etwa ganz allein hier?" antwortest du am besten: "Nein, jetzt nicht mehr." oder direkter "Nein, jetzt wo du hier bist?"
Den merk ich mir! :smile: Ich finde ja immer, dass ich dann einfach zu ängstlich bin und auch zu schüchtern, um dann auch noch schlagfertig zu sein.

Leute wie wir, die so spezielle Ansprüche daran haben, was interessant ist, und in ihrer Persönlichkeit viele Seite und wenig Kongruenz haben, finden einfach schwer was auf Anhieb passendes...

Um mal hierauf einzugehen. Ich übe bspw. seit 15 Jahren einen Sport aus, also seit ich 7 bin. Nicht immer hatte ich in meinem Verein auch Freunde, bin aber trotzdem hin, weil schlichtweg der Sport Spaß gemacht hat. In den letzten 2,3 Jahren vor Abi bzw. Studienbeginn hat sich ein Freundeskreis herauskristallisiert, man hat sich am Training und außerhalb getroffen. Dazu sagen muss ich noch, dass es dort 4 Disziplinen gibt, 2 davon trainieren wir ausführlich daheim im Verein.
So dann dachte sich die Criollo, geh ich halt zum Unisport, lernste dort Leute kennen. Nix wars, was daran lag, dass dort genau die 2 anderen Disziplinen trainiert werden, was dann halt keinen Spaß macht, und das Niveau allgemein nicht so gut ist, was man dort wiederum nicht hören möchte. Ende vom Lied ist, dass ich durch diesen Sport keine Leute kennengelernt habe, und dass ich diesen Sport, den ich schon so lange mache, seit 2,5 Jahren fast komplett auf Eis gelegt habe, weil ich nur noch selten daheim bin. Hmpf. Doppelt bescheiden.

Ich hab wohl einen Radar für Leute, die ebenfalls Kontakte knüpfen wollen. Es ist wirklich so. Wenn ich irgendwo neu bin, dann sehe ich den, der auch alleine da steht und geh auf ihn zu, und man sieht richtig, wie der sich freut, dass er nicht mehr alleine da steht und sich mit mir unterhalten kann.

Hm fällt mir gerade auf, dass ich das am Anfang meines Auslandssemesters auch gemacht habe. Es kannte sich ja eh noch keiner, einfach aufeinander zugehen, zu verlieren war nichts. Klar, einige Bekannte gewonnen, aber es gab auch Kollateralschaden :tongue:
Eine Bekannte, die mir dann nur noch am Arsch hing, und ich gar nicht mehr loswurde, und mich am Ende nur noch ausnutzte, und die ich erst nach einigen bösen Worten wieder losbekommen habe. :rolleyes:
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Couchsurfing stelle ich mir als richtig gute Sache vor, nur hilft es m.E. nicht bei dem ursprünglich in diesem Thread genannten Problem: im besten Falle hat man wieder eine Bekanntschaft mehr, die mind. hunderte Kilometer weg lebt. Eben nicht der Kumpel/die Kumpeline, mit dem/der man mal eben auf ein Bier, auf einen Kaffe oder um 14 Uhr in den Park gehen kann.

Und das ist so, weil ...?

Ich habe meine gute Freundin aus den USA dadurch kennengelernt. Wir haben während meiner Zeit drüben oft was zusammen gemacht. In der Zeit danach habe ich sie nun schon zweimal besucht und im Januar war sie bei mir in Deutschland.

Gegen die Entfernung kann man in dem Fall nix machen, aber es gibt ja auch noch Leute hier.

Eine andere Freundin, die mich anschrieb, als sie gerade frisch in meine Stadt gezogen war, ist nun so eine gute Freundin, dass ich sie mind. einmal die Woche treffe, meist eher öfter. Wir machen Sport, grillen, trinken Bier oder Kaffee.
 

Benutzer37188 

Meistens hier zu finden
Super, den Thread werde ich mir abonnieren und anschließend einrahmen! :grin: Da sind ja bisher schon großartige Tips gekommen und ich muss zugeben, dass ich dieses Problem hier bei den meisten Usern absolut nicht vermutet hätte. :ratlos:

Ich habe ein ähnliches Problem und ich vermute, wenn ich Ende des Jahres umziehe, wird sich das noch verschärfen. Lockere Kontakte knüpfen lerne ich gerade; das konnte ich bisher nämlich leider nur nach dem Zufallsprinzip. Manchmal war ich in unbekannten Runden total locker und konnte mit jedem quatschen und dann wieder fühlte ich mich, als hätte ich das Schild "Außenseiter" um den Hals und war froh, wenn ich wieder zu Hause war.

Momentan spüre ich förmlich, wie ich an Präsenz gewinne. Weiß der Deibel, woran das liegt, aber ich freue mich irrsinnig darüber! (Vielleicht die Aussicht, diese vermoderte Stadt zu verlassen? :tongue: ) Fremde Menschen machen mir keine Angst mehr und ich habe das Gefühl, dass ich im Vergleich zu früher viel eher positiv wahrgenommen werde. Wenn ich jetzt noch die großartigen Tips von Fuchs umsetze, dann wird vielleicht auch aus mir noch ein kommunikativer Netzwerker. :zwinker:
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Aber ich kenns auch so: für die richtigen Nerds bin ich zu sozial verträglich, für die sozial verträglichen bin ich zu nerdig...
Ja, und wenn man dann auf allen Hochzeiten tanzen möchte, fühlt man sich nirgendwo so richtig wohl. Ich möchte ja auch mal jemanden haben, mit dem alles geht. So jemanden, der einfach vielseitig ist. Aber solche Leute gibt es anscheinend nur super selten.

Wundert mich, dass dieser Satz erst jetzt fällt. Denn ich glaube, das empfinden die meisten hier so. Ich auf jeden Fall. Und bin damit bei dem "mimimimi" aus meinem letzten Beitrag (bzgl. Unverbindlichkeit, Konsum von Freundschaft): heutzutage ist es ja schon normal, wenn Leute von Liebe, heiraten und Beziehung reden, wenn sie sich 3mal bei FB geschrieben und geliked haben. Und genauso ist jemand "bester Freund", den man gerade mal 2 Wochen kennt. Das Problem dabei: genauso schnell ist diese "Freundschaft" auch wieder zu Ende. Weil viel zu wenige so etwas noch ernst nehmen und bereit sind, dafür zu investieren.
Ja, das glaube ich manchmal auch. Ich meine, dass super viele Leute eben auch finden, dass sie total viel supertolle Freunde haben - und wenn man dann mal nachhakt, dann ist da eigentlich recht wenig.

Ich bin da vielleicht auch einfach zu unbarmherzig. Bei mir rattern Leute super schnell durchs Raster. Blöde Sätze- und schon geht in meinem Kopf ein da-da-da-daaaaa (in musikalischer Abwärtsfolge :zwinker:). Schon denke ich mir - schade, das ist für eine Freundschaft einfach nicht drin.

Beispiel eben eine Bekannte, die alle so super super nett finden. Die ist so weltgewandt und witzig und nett und freundlich - alle haben sie lieb. Und dann erzählt sie in großer Runde, wie sie ihren Hund mit tierschutzwidrigem Zubehör erzieht. In dem Moment ist bei mir der Ofen aus - auf ewig. Ich bin da vielleicht zu böse, zu unverzeihlich - aber bestimmte Sachen kann ich nicht überhören, ich kann denjenigen dann nie mehr ab. Ich vergesse auch nichts. Zu doof für viele Leute :zwinker:

Damit sprichst Du etwas an, das ich ähnlich feststelle, in beide Richtungen: einerseits merke ich, dass ich anscheinend ein zu eindimensionales Bild nach aussen vermittle. Wenn mich Menschen dann näher kennenlernen, sind sie ganz überrascht, was ich sonst noch so mache/denke. Ganz extrem war das in meiner Kellnerzeit, als ich oft merkte, dass Leute enttäuscht waren, wenn sie mich näher kennenlernten, dass ich eben nicht nur der lockere, sprüche-klopfende Kellner war. Andererseits höre ich heute z.B., dass Leute völlig überrascht von meinem Musikgeschmack sind, nur weil ich mich nicht so schubladenmäßig kleide oder andersherum mir mein eher nerdiges Hobby nicht zutrauen. Andererseits stelle ich eben genau das von Dir, Hexe, fest, dass Andere eben sehr wohl ziemlich eindimensional und festgelegt/festgefahren sind und deren Horizont sehr nahe vor dem Hirn verläuft.
Das kann ich wohl ganz genau so unterschreiben. Egal wo ich hingehe, man ist eben ein bestimmter Typ. Gut, zum Glück fallen die meisten aus allen Wolken, wenn sie was von Jura hören. Hätten sie ja nieee gedacht. Drei Sätze weiter bin ich der Nerd. In neuen Gruppen werde ich es wieder, bleibe das auch. Man merkt aber auch zügig, dass die Leute super intolerant sind. Computerspiele? Wieso tut man das? Kann man das nicht lassen? Ist das nicht Zeitverschwendung? Und überhaupt, alle diese Killerspiele. Ich meine, ich habe auch nicht unendlich viele Interessen, aber wenn mir jemand was von seinen Interessen erzählt, dann frage ich nach, möchte wissen, was ihn begeistert. Erlebe ich umgekehrt bei anderen Leuten recht selten. :hmm:

Wenn man einmal in der Rolle ist, bleibt man da. Dann muss man schon explizit erwähnen, dass man auch ins Theater oder in die Oper geht. Eventuell erschließt man sich dann Leute, die auch ins Theater oder in die Oper wollen. Aber wehe, man hat auf eine Oper mal keinen Bock. Dann ist man auch zügig wieder aus dem "Die kann man mit in die Oper nehmen"-Raster rausgefallen.

Genauso was Abendaktivitäten angeht. Ich gehe auch gerne mal richtig weg, tanzen, feiern. Ehemalige Freundinnen von mir haben mich das ewig nicht gefragt, obwohl ich wusste, dass sie weggehen, weil sie dachten, das wäre nicht meins. Nur um dann dauernd zu versichern, wie überrascht sie von mir sind. Wir haben das dann oft gemacht. Bis eine Freundin nur 2 Karten hatte und die andere gefragt hat. Danach waren sie häufig wieder nur zu zweit weg- und ich habe mich nicht getraut, mich "selbst einzuladen".

Irgendwo ist das dann auch alles echt schwierig. Ich bin auch jemand, der für Leute viel tut. Ich helfe auf jedem Umzug, obwohl ich jemanden gar nicht so lange kenne. Ich bin eigentlich für jeden da. Aber ich habe umgekehrt nie das Gefühl, dass ich jemanden anrufen möchte, wenn ich Sorgen habe. Noch nichtmals, weil ich den Leuten unterstelle, dass sie sich nicht dafür interessieren. Sondern weil ich sie nicht damit nerven möchte.

So gesehen kann ich auch nicht sagen, dass ich einsam bin. Ich habe schon Leute um mich, ich habe auch einige wenige ausgewählte Freunde. Aber mir fehlt so ein bisschen ein verfügbarer Stamm von Leuten, die vielseitig sind. Und vor allen Dingen fehlen mir tiefgründige Gespräche, die über Smalltalk hinausgehen.(!)

Und eben auch häufig das Gefühl, dass ich dann die Leute anziehe, die mich total toll finden und bewundern- die mir aber keine Anreize geben. Da weiß ich aber auch nicht, was ich damit machen soll. Für eine Freundin bin ich eben die tolle, schlaue Hexe, die alles hat, was sich ein Mensch wünschen kann - entsprechend geht es stets nur um ihre Sorgen und ihre Probleme. Ihr Traum: Mit mir in den Urlaub. Wie wäre das lustig - nur für mich nicht. :zwinker:

Ich denke häufig, dass die wirklich vielseitigen und witzigen Leute schon irgendwo weggeschnappt wurden - und ich möchte mich immer nicht da aufdrängen, wo Leute schon ganz viele andere Leute haben.
 
S

Benutzer

Gast
Jaa, wenn die Situation so ist, dann hast Du völlig Recht. Aber nimm doch mal diesen Thread hier. Wieviel User haben sich in kürzester Zeit alleine hier "geoutet"? Und bei Allen dachten die jeweils Anderen: "Waaas? Die/Der auch? Hätte ich ja nie gedacht." Also ist es doch eine rein statistische Sache, dass es diese Art Menschen auch im RL in der Nähe geben muss und man ihnen das eben auch nicht direkt ansieht. Also müsste doch rein statistisch bei jedem x-ten "sich-ein-wenig-besser-kennen" sich ergeben, dass die/der Andere eben auch keinen großen eigenen Freundeskreis hat. Aber das scheint hier bei niemandem zu passieren.

An sich die richtige Feststellung doch der Vergleich hinkt für mich. Erstmal kannst du das Forum hier nicht als Maßstab ansetzen, denn hier tummeln sich verhältnismäßig viele Studenten, bei denen das potenzial schon mal sehr hoch ist unter diesem Phänomen zu leiden. Da eben Freunde über ganz Deutschland verstreut werden und regelmäßige Treffen kaum bis garnicht möglich sind. Das ist Punkt eins der mich an deiner Argumentation stört.

Punkt zwei ist die erschreckende Ähnlichkeit und Sympathie der User untereinander die darunter leiden. Sie verstehen sich unter sich sehr gut was einige Postings ja klar zeigen hier. Bedeutet also das alle irgendwo die "selbe" Sprache sprechen oder in gewisser Weise die gleichen Charakterzüge aufweisen, beziehungsweise in ihren Ansichten relativ ähnlich gestrickt sind. Es ist also nicht auf das Umfeld zu grunde zu legen, sondern an den einzelen Personen festzumachen. Wo ich dann zu deinem und meinem letzten Punkt komme.

Du sagst statistisch gesehen müsste sich also zwei Leidensgenossen treffen und eine tolle Freundschaft zustande kommen. Logisch irgendwie nachvollziehbar aber nicht praktikabel, denn du vergisst dabei das Problem das sie eben mit Menschen weit weniger gut in Kontakt kommen. Aussagen wie "Du auch? hätte ich ja nie gedacht" bestätigen mich. Denn sie sagen im Grunde nichts anderes aus, als das eine vielzahl der Leidensgenossen sich auf der theoretischen Annahmen fixieren das es nicht so ist. Faktisch gesehen stellt es aber eine ganz andere Sachlage da. Daher frage ich mich, warum Menschen die in einem Studium es gewöhnt sind Thesen und Argumente mit Fakten zu belegen bei der zwischenmenschlichen Ebene sich nur auf ihre eigene Wahrnehmung fixieren und lieber ins Blaue rein zu raten, ohne das mit Fakten wirklich belegen zu können.

Wenn eine Person alleine eher weniger macht und nicht aktiv ist, wie soll sie die andere einzelne Person kennen lernen und wahrnehmen? Wenn beide nun die gleichen Ansichten teilen, wie soll es da je zu einem Kontakt kommen? Da könnte ich wohl Lotto spielen und hätte höre Gewinnchancen.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Daher frage ich mich, warum Menschen die in einem Studium es gewöhnt sind Thesen und Argumente mit Fakten zu belegen bei der zwischenmenschlichen Ebene sich nur auf ihre eigene Wahrnehmung fixieren und lieber ins Blaue rein zu raten, ohne das mit Fakten wirklich belegen zu können.

:grin: Es ist sooo lustig, echt. Weil, rein mathematisch und logisch, hast du immer Recht, irgendwie.

Und ich wurde auch schon oft, mehr negativ als positiv, als übermäßig rational bezeichnet.
ABER :grin: ich käme niemals nicht auf die Idee zwischenmenschliche Sympathie an "Fakten zur Belegung der Sachlage" festzumachen.
Nie. Das ... das macht schon in meinem Kopf Geräusche bei dei Notbremse der U-Bahn :zwinker:

Wie gesagt, irgendwie hast du schon Recht, so auf dem Paier und so. Aber mein Leben funktioniert einfach anders.

Außerdem ist es eigentlich nicht so, dass alle die hier posten und sagen, es fehlt ihnen an passenden Sozialkontakten (so unterschiedlich diese Mängel auch sind, wie wir schon festgestellt haben) nur auf ihrer Couch hocken und warten, dass der neue beste Freund an der Tür klingelt.

Man geht unter Leute, man trifft ständig andere Kreise und stellt dauernd fest, es passt einfach nicht.

Ich kann Hexes Beobachtungen da nur bestätigen. Obwohl ich nicht so viele, oberflächlich erkennbare Widersprüche an Interessen oder ähnlichem habe... und eigentlich nun auch nicht ganz so schnell jemanden durch Raster fallen lasse... stelle ich an mir oft eine schnelle Gereiztheit und daraus resultierende Gleichgültigkeit fest, wenn ich nach 3 Sätzen mit jemanden schon denke *ooojeee*

Da kann es sein, dass der quasi alle meine Interessen teilt und viele meiner Ansichten, wenn er meinen Humor nicht versteht dann wars das.
Es gibt sozusagen eine bauchgefühlsmäßig gewichtete Abstufung an Prioritäten, wann jemand für engeren Kontakt untauglich ist.

Oberflächlich auskommen tu ich eigentlich mit quasi allen und habe durch diverse Dinge letzter Jahre auch große, lose "Bekanntenkreise" aber es ist von mir aus meist einfach kein Interesse da, das zu vertiefen *seufz*

Ich bin auch einfach zu ungeduldig... ich weiß, dass selbst gute Bekanntschaften bei mir Jahre brauchen bis ich sie wirklich als das ansehe. Und alles mit meinem seit fast 12 Jahren bestehenden Schulfreundeskreis zu vergleichen und so eine Vertrautheit zu suchen ist auch nicht sehr föderlich...

...der Thread wird wirklich zur "erzähl uns von deinem Problem" Selbsthiflegruppe :zwinker: Ich finds eigentlich ziemlich interessant, wieviele mit eigentlich unterschiedlichen Ausgangslagen das gleiche "Leidensprofil" zeigen...
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Womöglich sollte man diesen Effekt, dass es vielen - durchaus als sympathisch zu bewertenden - Menschen so geht, nicht vernachlässigen, wenn man selbst unterwegs ist?

Ich halte ja nicht viel davon loszugehen, um einfach neue Kontakte zu schließen (so klappt das ohnehin meist nicht), so dass ich mir schon andere Anreize für eine Unternehmung schaffe. Die stehen dann im Fokus, wenngleich ich die Tätigkeiten natürlich danach aussuche, ob sich als Nebeneffekt nicht auch eine neue Bekanntschaft/Freundschaft mit einen mir noch völlig unbekannten Menschen ergeben könnte.

Ich kann leider nicht behaupten, dass das allzu gut funktioniert. Vielleicht ist das ja noch immer zu passiv? Warum eigentlich durch Zufall an die Leute geraten, die ohnehin schon genug "social circle" haben? Vielleicht findet man ja einen viel "treueren" Freund, wenn man selbst und gezielt mal die Menschen auf der Party/Lesung/Sportveranstaltung/whatever anspricht, die ebenso isoliert wie man selbst zu sein scheinen! Diejenigen, die irgendwie immer am Rand sitzen und eher still nicken als laut zu lachen? Wirklich schwer sind die doch nicht zu erkennen? Wie man hier sieht, können verdammt interessante Personen dahinter stehen, ganz davon ab, dass man jemanden idealerweise den Abend noch ein wenig versüßen kann, der diesen Mut vielleicht gerade nicht finden kann, gute Gesellschaft aber zu würdigen weiß. :smile:
 

Benutzer113645 

Verbringt hier viel Zeit
Another Saturday Night and I ain’t got nobody… Klingt armselig, ist es auch. :grin:

Hallo liebe Leute,

ich bin gerade leicht gefrustet und hoffe auf ein paar nette Worte. :frown:

Irgendwann während der letzten Jahre bin ich offensichtlich durchs soziale Netz gefallen (für so unausstehlich halte ich mich eigentlich nicht) und hab heute einfach so gut wie keine Freunde mehr - zumindest nicht in greifbarer Nähe.

Nach der Schulzeit sind alle außer mir zum Studieren weggezogen (und dort geblieben) und mit meiner einzigen besten Freundin, die ich später kennengelernt habe, hab ich mich vor gut zwei Jahren zerstritten. Single bin ich auch schon seit *hüstel* Jahren... Seitdem hocke ich also, wenn ich nicht gerade in meinem Nebenjob arbeite, jedes Wochenende von Freitagmittag bis Montagmorgen in meiner Wohnung und ganz ehrlich, irgendwann drehe ich noch durch. :hmm:

Aber ich weiß ehrlich nicht, wie ich das ändern soll, denn:

Problem 1:

Ich komme eigentlich mit allen möglichen Menschen total gut klar, aber für mehr reicht es dann doch irgendwie nie. Auch auf der Arbeit sind alle nett zu mir und umgekehrt, aber das war's dann halt auch wieder. Man merkt ja irgendwie, ob es passt oder nicht.

Problem 2:

Ich bin eher der zurückhaltende Typ, also fallen Operationen "Alleine ausgehen" oder "Fremde Leute auf der Straße anquatschen" schon mal weg. Es kostet mich schon extreme Überwindung, mal alleine ins Kino zu gehen - nachmittags, wohlgemerkt. Abends würde ich mich das nie trauen. :ashamed:

Problem 3:

Ich hab zwar einige Interessen und Hobbys, aber - was bei meinem Problem die naheliegendste Lösung wäre - keine allzu vereinstauglichen. Ich bin zwar in einem Orchester, aber die sind entweder zu alt oder zu jung (oder blöd :grin:) und das sind eben wieder nur "die Orchesterleute", aber da ist niemand dabei, mit dem ich am Wochenende privat weggehen würde.

Problem 4:

Ich kann nie richtig einschätzen, wie mich mein Gegenüber wahrnimmt. Neulich beispielsweise hab ich bei einem Friseur eine total nette Friseurin in meinem Alter erwischt und wir haben fünf Stunden (ja, so lange dauert das bei mir :tongue:) durchgequatscht und am Ende, als ich sie echt fast schon fragen wollte, ob sie nicht Lust hat, sich so mal mit mir zu treffen, hat sie sich ganz knapp und förmlich verabschiedet und ich war echt leicht perplex, weil ich die beiderseitige Sympathie so offensichtlich fand. Ich war für sie also nur eine ganz angenehme Kundin, aber mehr auch nicht, und ich hab die Situation völlig falsch eingeschätzt.

Über meinen Nebenjob lerne ich zum Teil auch Leute kennen, mit denen die Chemie auf Anhieb stimmt. Und ich würde mich eigentlich gerne mal wieder mit denen unterhalten, aber ich kann ja nicht jeden nach seiner Nummer anbetteln. Gut, könnte ich schon, aber leider bin ich etwas sensibel und mich würde ein "Äh, nein?! :ratlos:" schon sehr treffen und in meiner Entwicklung Kilometer zurückwerfen. :zwinker:

Um mal von der Jammerei wegzukommen: Wie macht ihr das denn so - und damit meine ich jetzt vorzugsweise die Fraktion in meinem Alter ohne Kommilitonen und WG-Bewohner, sondern eben Leute, die tagsüber arbeiten und abends nach Hause kommen und da wartet niemand auf einen -, wie lernt ihr neue Leute kennen? Und wie schafft ihr den Sprung von "sich kennen" zu "mal gemeinsam ausgehen"? Ist es in meinem Alter (klingt zwar doof, aber früher war das irgendwie einfacher mit dem Freundschaften schließen) überhaupt noch möglich oder haben da alle schon "genug Freunde"?

Ach ja, alles nicht so einfach... Jetzt ist es doch so viel geworden, ich habe ein gewisses Mitteilungsbedürfnis, merkt man's? :tongue:

Mir geht es leider :geknickt: ganz genau so wie dir :frown: !!

Aber es ist für mich schön zu wissen dass ICH mit dem problem nicht alleine bin :geknickt: !

Ich habe von Geburt an eine leichte Behinderung. Beidseitig Hörgeräte und eine leichte Geh Behinderung in den Beinen !!

Bin leider ein Mensch der nicht gerne ausgeht, Feste,Disco,sonst. Veranstaltungen interessieren mich nicht so. Gehöre auch nicht zu denen die am Abend in eine Kneipe gehen was Drinken,da ich sehr früh ( 5:30) Aufstehen muss und um 6:30 schon zu Arbeiten anfangen muss.Habe auch keinen leichten Job(Körperlich sehr Anstrengend) so dass ich am Abend froh bin ins Bett zu kommen !

Bei mir ist es so,dass ich seit der Hauptschule gar keine Freunde und Kollegen mehr habe. In der Hauptschule hatte ich auch nicht viele Freunde und Kollegen ,eigendlich nur einen .Der aber mein bester Freund war. Wir unternahmen manchmal etwas,trafen uns bei ihm oder mir Zuhause usw..
So nun war die Hauptschule zu ende und jeder ging seinen eigenen Zukunftsweg ( Weitere Schule besuchen,Berufsausbildung ).Der Kontakt brach leider ab.Ich fing dann eine Lehre an. In den darauffolgenden Jahren (Lehre u. Berufsschule) lernte ich ein Paar Leute kennen die aber leider alles A....löcher waren. Mit denen wollte ich nichts zu tun haben.Mit anderen Schulkollegen von früher her hatte ich keinen Kontakt mehr .Als dann meine Lehre vorbei war und ich an diversen Arbeitsplätzen arbeitete ergab sich leider auch nichts mit Freundschaften oder dass man mal mit Arbeitskollegen etwas unternahm.
Jezt ist es halt so wenn man wo hingeht und ich spreche wem an,dann kommt entweder gar keine Antwort oder ich werde nur blöd angegafft bzw. dumm angeredet.
So dass mir der Gedanke kommt mit mir will eh keine(r) was zu tun haben. Gehe auch ins Fitnesscenter ,wo man Leute kennen lernen kann. Aber leider sind sie zu alt oder zu jung .In meinem Alter sind sehr,sehr wenige da. Wenn man mit denen ein Gespräch anfängt dann geht es vl. ein paar Sätze lang aber mehr auch nicht. Als wollen sie mit mir nicht Reden bzw wem Kennen lernen.
Mit Vereinen hab ichs nicht mehr so. War mal in einem Quad Verein dabei.( Mein Hobby ist das Quad Fahren ).Dort wurde nur über einen gelästert weil ich damals das kleinste Quad hatte.Mit dem Älteren Leuten dort von 40+ verstand ich mich nicht schlecht. Leider interessierte sich auch da nicht wirklich wer für mich. Telefon Nummer hergegeben dass mann sich mal für eine gemeinsame Fahrt bzw.Treffen verabredete,was kam als Antwort - NICHTs !! Funkstille !!
Habe mich auch in Diversen Online Partnersuchbörsen angemeldet wo manche Leute angeblich schon öfters Kontakte knüpften. Schrieb X Leute an - aber es kam leider keine Antwort.
Auf Facebook schrieb ich meinen damaligen besten Schulfreund an. Dass es schön wäre wenn wir uns mal wieder sehen würden . Antwort leider keine !!
Habe auch andere SchulkollegenInen dabei auf FB wenn man wem anschreibt wie üblich keine Antwort.

Ich frage mich Eigendlich schon selber ob ich für andere Leute überhaupt wer bin ,ob ich für diese existiere ???


Mit mir will eh keiner was tun ,bzw. will etwas von mir !! Fühle mich manchmal sehr Einsam und Traurig :-((( !

Bin schon soweit dass ich mit gar keinem Menschen mehr etwas zu tun haben möchte,dass ich lieber alleine bin !!
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich kann leider nicht behaupten, dass das allzu gut funktioniert. Vielleicht ist das ja noch immer zu passiv? Warum eigentlich durch Zufall an die Leute geraten, die ohnehin schon genug "social circle" haben? Vielleicht findet man ja einen viel "treueren" Freund, wenn man selbst und gezielt mal die Menschen auf der Party/Lesung/Sportveranstaltung/whatever anspricht, die ebenso isoliert wie man selbst zu sein scheinen! Diejenigen, die irgendwie immer am Rand sitzen und eher still nicken als laut zu lachen? Wirklich schwer sind die doch nicht zu erkennen? Wie man hier sieht, können verdammt interessante Personen dahinter stehen, ganz davon ab, dass man jemanden idealerweise den Abend noch ein wenig versüßen kann, der diesen Mut vielleicht gerade nicht finden kann, gute Gesellschaft aber zu würdigen weiß. :smile:

Ich muss auch sagen, dass meine guten Freunde auch Leute sind, die nicht 1000 Freunde haben.
Meine Erfahrung war bisher so, dass ich mit diesen Cliquenmenschen nicht so gut klargekommen bin wie mit anderen.
 
S

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Gast
:grin: Es ist sooo lustig, echt. Weil, rein mathematisch und logisch, hast du immer Recht, irgendwie.
Off-Topic:

Eine Mathegenie bin ich aber nicht :tongue: War sogar ziemlich blöd dafür :grin:


Und ich wurde auch schon oft, mehr negativ als positiv, als übermäßig rational bezeichnet.
ABER :grin: ich käme niemals nicht auf die Idee zwischenmenschliche Sympathie an "Fakten zur Belegung der Sachlage" festzumachen.
Nie. Das ... das macht schon in meinem Kopf Geräusche bei dei Notbremse der U-Bahn :zwinker:

So wie du gewisse Verhaltensweisen hast die mir nicht in den Kopf wollen, so wirke ich auf dich ebenso. Klar bin ich sehr rational, schon fast zu rational das mag sein. Aber warum könnte dir das rationalsein, wie ich es beschrieben habe nicht helfen? Weil du selber sagst, sowas geht nicht? Im Grunde zielte meine Argumentation auf dem Fallbeispiel von Mia und ihrer Frisörin. Das ist für mich im Grunde genau das Beispiel was für mich steht, dass man seine "Wahrnehmung" über ein einfaches und sehr rationales nein stellt. Was für mich wiederum zur Folge hat, das hier Chancen vergeben werden.

Ist es nicht so, dass sich zwischenmenschliche Dinge nur dann äußern wenn man nicht versuchen will diese rational oder logisch erklären zu wollen? Die Aussage "ich höre auf mein Bauchgefühl" ist da ja perfektes Beispiel. Ich sag ja nicht, dass man wie in einem Lehrbuch vorgehen soll und best mögliche Systematik walten lassen soll. Diese Ungewissheit aber, nur auf ein Gefühl was aus unterschiedlichen Faktoren besteht zu hören, und damit sämtliche logischen Gesichtspunkte außer acht zu lassen könnte ich auf Dauer nicht durchhalten. Mit nein konnte ich schon immer mehr anfangen als mit einem vielleicht. Ich würde mich ständig fragen, was gewesen wäre wenn.

Wie gesagt, irgendwie hast du schon Recht, so auf dem Paier und so. Aber mein Leben funktioniert einfach anders.

Hast du es ausprobiert und festgestellt das es nicht geht oder vermutest du, dass es dir missfallen würde? :grin: Oder ist der innere Schweinehund zu groß sich Fakten zu besorgen, da sie mit einer Ablehnung einher gehen könnten?

Außerdem ist es eigentlich nicht so, dass alle die hier posten und sagen, es fehlt ihnen an passenden Sozialkontakten (so unterschiedlich diese Mängel auch sind, wie wir schon festgestellt haben) nur auf ihrer Couch hocken und warten, dass der neue beste Freund an der Tür klingelt.

Das sagt ja auch keiner. Ich glaube auch fest daran das keiner freiwillig alleine sein will und daher etwas unternimmt. Da stellt sich aber die Frage wie etwas unternommen wird. Mit einer negativen Grundhaltung und wenig eigene Überzeugung das richtige zu tun, wird es keinesfalls zum Erfolg führen. Weiter ausführen könnte man natürlich ob die Person sich in so weit schon selbst reflektiert haben um ihr Verhalten verstanden zu haben und gezielt nach gleichem Verhalten suchen. Wenn ich jetzt Marks These aufgreife würde das ja logisch klingen. Ich mag seine These zwar nicht absolut bejahen aber wenn sie hilft, warum nicht? Das Leben ist lang genug um unterschiedliche Dinge auszuprobieren und für die meißten Dinge braucht es nicht mehr wie eigene Überwindungskraft.

Man geht unter Leute, man trifft ständig andere Kreise und stellt dauernd fest, es passt einfach nicht.

Wenn jemand besondere Anforderungen und Erwartungen stellt, dann kann er nicht erwarten das bei jedem dritten Treffen mindestens eine interessante Person für denjenigen dabei ist. Ich würde aber mal behaupten das hier auch viel Frust eine Rolle spielt. Je gefrusteter ein Mensch wird umso mehr reagiert er auf Kleinigkeiten. Eine allgemein ernüchterne Grundhaltung fördert das nicht unbedingt. Weißt du denn, dass eine Freundschaft ohne deine Ansprüche nicht funktionieren kann? Oder beruht es darauf, dass es schon immer so war und eigentlich auch immer so sein muss?

Wenn du aber ständig andere Kreise kennen lernst, wieso bist du dann einsam? Oder besser gesagt warum forderst du von deinem Leben super enge Freunde damit es an Lebensqualität zunimmt? Kann es nicht auch ohne diese Eigenschaft schön sein? Oder ist es das nicht sogar schon lange? Klar will man enge Freunde haben, viel mit Ihnen erleben und darin aufgehen. Sein Leben aber nach etwas auszurichten, was man aktuell nicht haben kann oder es einen momentan nicht möglich erscheint dies zu ändern, sollte man nicht tun.


Ich kann Hexes Beobachtungen da nur bestätigen. Obwohl ich nicht so viele, oberflächlich erkennbare Widersprüche an Interessen oder ähnlichem habe... und eigentlich nun auch nicht ganz so schnell jemanden durch Raster fallen lasse... stelle ich an mir oft eine schnelle Gereiztheit und daraus resultierende Gleichgültigkeit fest, wenn ich nach 3 Sätzen mit jemanden schon denke *ooojeee*

Wenn ich damals mich so verhalten habe, dann sagte meine Mutter immer zu mir Jammer nicht du hast es dir selber zuzuschreiben. Im Grunde sind das alles absolute Luxusprobleme, denn es geht hier garnicht um Freunde kennen zu lernen sondern darum den perfekten Freund kennen zu lernen. Jemand der soviel Erwartungen an eine Freundschaft stellt, rückt sich selber auch in ein sehr hohen Erwartungsdruck. Was ist wenn der 4 Satz der Satz wäre, der die Dämme brechen lassen würde?

So gut wie jeder der mich neu Kennen lernt kann mich nicht ausstehen, hält mich für ein völligen Idioten und stellt mich im Grunde genauso abseits wie du es mit Menschen machst die nicht deinem "ideal" entsprechen. Einige wenige beschäftigen sich aber dennoch mit mir und müssen ihre voreilige Meinung schnell wieder revidieren. Dein Vorgehen finde ich zu voreilig, dafür das du es als Problem ansiehst enge Freundschaften zu schließen. Aber vielleicht genau deswegen findest du niemanden, weil du es eben ausstrahlst und dein Gegenüber schnell dein desinteresse spührt und daher genau die gleiche Vermutung aufstellt und dich als möglichen Freund eliminiert. Daran schon mal gedacht? Wie man in den Wald ruft so kommt es auch wieder zurück. Ich will dich damit nicht verurteiln oder angreifen, sollte das so rüberkommen :zwinker:

Da kann es sein, dass der quasi alle meine Interessen teilt und viele meiner Ansichten, wenn er meinen Humor nicht versteht dann wars das.
Es gibt sozusagen eine bauchgefühlsmäßig gewichtete Abstufung an Prioritäten, wann jemand für engeren Kontakt untauglich ist.

Wie gesagt Luxusproblem. Ich mag auch nicht alles an meiner Freundin, liebe sie trotzdem. Warum also sollte ich perfektionismus von meinen Freunden verlangen? Bedeutet ja, dass ich genauso perfekt für sie sein muss. Wenn ich das aber nicht bin, was mach ich dann? Einsam sterben? Klar sollte man Prioritäten im Leben setzen, die Frage ist wie viele kann ich stellen bevor ich mir mein Leben selber schwer mache. Oder ich stelle soviel wie ich will, kann mich aber im umkehrschluss auch nicht darüber beschweren, wenn der Markt nicht das gibt was man verlangt.

Oberflächlich auskommen tu ich eigentlich mit quasi allen und habe durch diverse Dinge letzter Jahre auch große, lose "Bekanntenkreise" aber es ist von mir aus meist einfach kein Interesse da, das zu vertiefen *seufz*

Warum? Weil sie alle nicht die nötigen Kriterien mitbringen? Ohne dir auf die Füße treten zu wollen aber das ist nicht mehr nur "oberflächlich." Ich würde sagen das ist selbstzerstörrerisch. Denn du scheinst ja drunter zu leiden, dass du so hohe Anforderung an engere Freunde stellst.

Ich bin auch einfach zu ungeduldig... ich weiß, dass selbst gute Bekanntschaften bei mir Jahre brauchen bis ich sie wirklich als das ansehe. Und alles mit meinem seit fast 12 Jahren bestehenden Schulfreundeskreis zu vergleichen und so eine Vertrautheit zu suchen ist auch nicht sehr föderlich...

Na da kommen wir doch langsam mal näher, wo eigentlich wirklich der Schuh drückt. Auch hier zeigt sich wieder diese hohe Erwartungsdruck an deine möglichen Bekanntschaften. Die wissen wahrscheinlich nicht mal, dass sie von dir ständig auf dem Leistungsstand geprüft werden. Wenn du also schon weißt das mann 12 Jahre Bindung nicht mit anfänglichen Bekanntschaften vergleichen kann, warum tust du es dennoch? Ich glaube schon das viele hier keine Freunde suchen, die auch Ecken und Kanten haben müssen sondern eher seelenverwandte. Auch wenn ich an das Zeug nicht glaube aber so kommt es mir vor. Die starke Art der Bindung/ Vertrautheit kommt doch so verdammt selten vor, das wohl einige in Ihrem ganzen Leben nie die Erfahrung machen werden.
 

Benutzer12784  (39)

Sehr bekannt hier
Haben vielleicht manche zu große Ansprüche an ihre Freunde oder Bekanntschaften?

Ich mein am Ende hat jeder Mensch Stärken und Schwächen. Manchmal les ich hier raus das Schwächen nicht akzeptiert werden, und so vielleicht jemanden gar nicht die Chance gegeben wird sich als ganzes zu zeigen.
Aber vielleicht irre ich mich. Wenn der Leidensdruck nicht hochgenug ist, sucht man halt was besseres.
Ich kann ja als Single auch eher auf Jessica Alba warten (die Photogeshopte nicht die Echte) als mich auf jemanden in der Umgebung einzulassen.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
'N Abend,

hey, ein ganzer Tag ohne neues Outing... :smile:

Ich bin da vielleicht auch einfach zu unbarmherzig. Bei mir rattern Leute super schnell durchs Raster. Blöde Sätze- und schon geht in meinem Kopf ein da-da-da-daaaaa (in musikalischer Abwärtsfolge :zwinker:).
:grin: - Ist bei mir genauso, ganz klar. Ich habe einfach schon zu viele Menschen kennengelernt unter denen einfach zu viele Idioten waren. Klingt arrogant, ist arrogant. Verbaut mir vll auch Chancen, keine Frage. Aber ich habe keine Lust mehr, meine kostbare Freizeit mit Menschen zu verschwenden, die nicht mindestens auf Augenhöhe sind. Ja, auch das ist arrogant.
Das kann ich wohl ganz genau so unterschreiben. Egal wo ich hingehe, man ist eben ein bestimmter Typ. Gut, zum Glück fallen die meisten aus allen Wolken, wenn sie was von Jura hören. Hätten sie ja nieee gedacht. Drei Sätze weiter bin ich der Nerd. In neuen Gruppen werde ich es wieder, bleibe das auch
Stimmt. Ich bin, obwohl ich es eigentlich mittlerweile besser wissen müsste, immer wieder erstaunt, wie verschieden Menschen reagieren, wenn ich ihnen entweder erzähle, was ich studiert habe oder in welchem Job ich arbeite. Es ist doch nur der Job, was hat der mit mir als Mensch zu tun? Dazu passt das perfekt:
aber wenn mir jemand was von seinen Interessen erzählt, dann frage ich nach, möchte wissen, was ihn begeistert. Erlebe ich umgekehrt bei anderen Leuten recht selten.
Sie hören meinen Job, stecken mich in eine Schublade und gut ist. Keine weiteren Fragen, Euer Ehren. Das ist das, was ich zuvor schon als Oberflächlichkeit beschrieb. Mit solchen Menschen kann man mal 'n Bierchen trinken, aber mit solchen Menschen will ich mich nicht an einem schönen Sonntag nachmittag in die Sonne hauen und über die Welt labern. Weil deren Welt eben nur ganz klein ist.
Sondern weil ich sie nicht damit nerven möchte.
Ok, dann geht's mir auch in dem Punkt nicht alleine so. Ich habe schon zu viele zu aufdringliche Leute erlebt, als dass ich selbst so werden will. Und bevor ich es werde, zieh ich lieber zu früh die Bremse. Wahrscheinlich auch mein Fehler, an dem ich etwas ändern muss. Wie gesagt, Fuchs Beitrag am Anfang hat mir doch echt zu denken gegeben...

Erstmal kannst du das Forum hier nicht als Maßstab ansetzen, denn hier tummeln sich verhältnismäßig viele Studenten, bei denen das potenzial schon mal sehr hoch ist unter diesem Phänomen zu leiden. Da eben Freunde über ganz Deutschland verstreut werden
Dass das Forum hier nicht den deutschsprachigen Querschnitt repräsentiert, da gebe ich Dir natürlich Recht. Was das Verstreuen der Freunde angeht, bin "leider" ich schon direkt das Gegenbeispiel: ich habe zwar studiert, eine Freundin auch, aber die anderen 3 richtig guten Freunde/Freundin nicht.
Punkt zwei ist die erschreckende Ähnlichkeit und Sympathie der User untereinander die darunter leiden. Sie verstehen sich unter sich sehr gut was einige Postings ja klar zeigen hier. Bedeutet also das alle irgendwo die "selbe" Sprache sprechen oder in gewisser Weise die gleichen Charakterzüge aufweisen, beziehungsweise in ihren Ansichten relativ ähnlich gestrickt sind. Es ist also nicht auf das Umfeld zu grunde zu legen, sondern an den einzelen Personen festzumachen.
"Erschreckend" finde ich es gar nicht, im Gegenteil :grin:! Natürlich ist es an den einzelnen Personen festzumachen, "wir" sind ja schließlich Individuen und suchen genau auch solche. Und genauso, wie "wir" schön gleichmäßig über Deutschland verstreut sind (und nur einen kleinen Teil aller "unserer Art" repräsentieren, so ist es doch wirklich nur eine Sache der Wahrscheinlichkeit, dass es auch im Umfeld jedes einzelnen von uns solche Menschen gibt. Wie groß dabei der Anteils-Faktor "x" ist, weiß ich nicht, besonders groß scheint er nicht zu sein, zugegeben.
Du sagst statistisch gesehen müsste sich also zwei Leidensgenossen treffen und eine tolle Freundschaft zustande kommen. Logisch irgendwie nachvollziehbar aber nicht praktikabel, denn du vergisst dabei das Problem das sie eben mit Menschen weit weniger gut in Kontakt kommen.
Zugegeben, der Thread ist bzgl. der Grundproblematik mittlerweile etwas "zerfleddert". Ursprünglich ging es darum, dass die Selbshilfegruppen-Mitglieder :zwinker: nicht primär das Problem ansprachen, keine Freunde zu haben oder auch keinerlei Sozialkontakte zu haben, sondern es fehlt das Mittelding: Bekannte. Ebenso war das Primärproblem auch nicht, dass man sich nicht trauen würde, mit Menschen in Kotakt zu kommen. Vielmehr empfinden es mehrere User hier so, dass sie eben immer mal wieder Menschen kennenlernen, es aber einfach nicht funktioniert, dass daraus eine Bekanntschaft entsteht. Wie Mia es so schön sagte: den Schritt vom "sich-kennen" zum "sich-treffen" zu gehen.
Daher frage ich mich, warum Menschen die in einem Studium es gewöhnt sind Thesen und Argumente mit Fakten zu belegen bei der zwischenmenschlichen Ebene sich nur auf ihre eigene Wahrnehmung fixieren und lieber ins Blaue rein zu raten, ohne das mit Fakten wirklich belegen zu können.
Erstens: weil es um Menschen geht, die sind leider nur in einem Rollenspiel durch Zahlen und mit rudimentärer Logik zu beschreiben. Und wie soll man denn zu Fakten kommen? Ein Fakt wäre: ich lerne 20 Menschen kennen und beim 20. klappt es, dass eine Bekanntschaft/Freundschaft entsteht. Wenn man diese erste Erkenntnis mit einer statistisch haltbaren Grundgesamtheit wiederholen kann, dann hat man einen Fakt. Sagen wir mal, bei einem Signifikanzniveau von 5% müssten wir also erstmal 1050 Menschen kennenlernen, um einen auch nur einigermassen brauchbaren Beleg/Fakt zu bekommen, der zumindest flachen, wissenschaftlichen Massstäben genügt.
Wenn eine Person alleine eher weniger macht und nicht aktiv ist, wie soll sie die andere einzelne Person kennen lernen und wahrnehmen? Wenn beide nun die gleichen Ansichten teilen, wie soll es da je zu einem Kontakt kommen?
s.o., es geht hier nicht darum, dass "wir" gar nicht erst Menschen kennenlernen. Aber, wie gesagt, das ist in diesem Thread mittlerweile nicht mehr so ganz klar, um welches Problem genau es den Einzelnen geht.
Da könnte ich wohl Lotto spielen und hätte höre Gewinnchancen.
Bevor Du damit anfängst, gebe ich Dir lieber vorher meine Kontonummer... :grin:
Versteh' mich nicht falsch: ich find's verdammt gut, wenn hier auch mal jemand nicht in den allgemeinen Tenor einstimmt. Und wenn ich Dir widerspreche, dann heißt das nicht, dass ich mir nicht auch Deinen Beitrag gut durch den Kopf gehen lasse, denn dass mein "Weg" nicht das Optimum darstellt, ist ja klar. Daher, ehrlich gemeint: auch Dir Danke!

Mark11

Edit:
Haben vielleicht manche zu große Ansprüche an ihre Freunde oder Bekanntschaften?
Mag sehr gut sein. Aber, wie ich gerade sagte (nachdem Du Deinen Beitrag geschrieben hast): ich sehe es als Zeitverschwendung an, mit Menschen Zeit zu verbringen, die sich nur für wenige Dinge und v.A. auch nicht für ihre Mitmenschen ineressieren.
Ich mein am Ende hat jeder Mensch Stärken und Schwächen. Manchmal les ich hier raus das Schwächen nicht akzeptiert werden, und so vielleicht jemanden gar nicht die Chance gegeben wird sich als ganzes zu zeigen.
Davon habe ich bisher noch Nichts gelesen. Es geht nicht um Schwächen, sondern um inkompatible Ansichten, Lebensweisen, what ever...
 

Benutzer12784  (39)

Sehr bekannt hier
'
Edit:
Mag sehr gut sein. Aber, wie ich gerade sagte (nachdem Du Deinen Beitrag geschrieben hast): ich sehe es als Zeitverschwendung an, mit Menschen Zeit zu verbringen, die sich nur für wenige Dinge und v.A. auch nicht für ihre Mitmenschen ineressieren.
Davon habe ich bisher noch Nichts gelesen. Es geht nicht um Schwächen, sondern um inkompatible Ansichten, Lebensweisen, what ever...

Naja ich geh nicht von Anfang an mit all meinen Interessen hausieren, und am Ende lern ich meist Menschen kennen die ich genau für etwas brauche und es entwickelt sich dann daraus etwas.
Aber ich hab auch relativ stabile Freundschaftskreise die Teils schon über Jahre bestehen. Aber das ist auch arbeit und dahinter her sein. Und auch Toleranz und Geduld.
Inwiefern nicht für Mitmenschen interessieren. Für irgendwen? Ja ich weiß ja Menschen brauchen ganz dringend jemanden der ihnen zuhört, jeder, mich eingeschlossen. Und am Anfang reden manche vielleicht lieber über sich. Das muss aber nicht heißen, das kein Interesse am anderen vorhanden ist. Man will vielleicht auch nicht ganz neugierig wirken.

Inkompatible Ansichten, Lebensweisen. Hmmm Mein Freund muss kein Abbild meiner selbst sein. Solange ich mit der Person diskutieren kann. Vielleicht verwendet jemand ein Elektro Halsband oder ein Blashalsband um seinen Hund zu erziehen. Dann werd ich ihm das ausreden. Aber ich werd ihm nicht vorwerfen das ers nicht besser weiß. Und vielleicht lebt jemand anders lieber chaotisch oder allein, dann soll er doch. All das spielt jetzt doch nicht wirklich rein ob da eine Freundschaft sein soll.

Und der Übergang von sich kennen und sich treffen, ja einer muss dahinter hersein. Aber wenns irgendwann mal gut läuft ruft vielleicht auch der andere an. Wenn man aus falschem Stolz sich nicht meldet. Selbst schuld
 
D

Benutzer

Gast
Irgendwie hab ich auch das Gefühl, wir sind alles kleine Misanthropen. Ich war heut wieder 20km mit dem Hund im Wald, fand das total schön, aber Leute trifft man dabei natürlich nicht. :grin: Ich wollt auch keine sehen, denn wie Hexe auch geschrieben hat, bei mir fallen auch Leute total schnell durchs Raster.
Du hast einen Hund, bist aber zu blöd ihn zu erziehen m- ich mag dich nicht. Du trinkst zu viel Alkohol - ich mag dich nicht. Du isst zu viel Supermarkt Fleisch - ich mag dich nicht. Gibt tausende dieser Sachen. Da muss ich mich nicht wundern, dass man wenig Freunde findet. Bei den Leuten, die ich besser kenne, kann ich das allerdings eher verzeihen. Alles sehr merkwürdig und unlogisch.
An der Mischung von Nerd und Partymensch liegt es aber glaube ich nicht. Jedenfalls nicht speziell an dieser Mischung. Aber evt. an anderen merkwürdigen Mischungen, die nicht so häufig anzutreffen sind. Nerd und Partymensch ist eine davon. Eine andere ist evt. Philosoph, Sportfanatiker, unehrgeizig, kein Partymensch? Weiß nicht. Ich hab bei mir wirklich das Gefühl, das liegt vor allem daran, dass ich nicht auf Partys stehe, sonst könnte ich viel mehr mit meinen Kommilitonen machen, die gehen ja häufiger weg. Aber nachdem ich ein paar mal gesagt habe, dass ich da keine Lust drauf habe, scheidet man natürlich aus. Wie viele davon zu wirklich tiefgreifenden Gesprächen fähig sind (mich nervt dieser permanente Small Talk auch, darum mag ich auch keine Partys), weiß ich nicht.
Ach, ich mag komische Menschen. Und ich liebe diesen Thread. Endlich mal ein Thread, wo alle ehrlich eine große Schwäche von sich offenbaren. Finde ich toll. Dafür mag ich alle, die hier mitschreiben. :grin:
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Haha, wir sollten uns echt alle mal treffen. :smile: Find' den Thread auch toll.
 

Benutzer70315  (32)

Beiträge füllen Bücher
'N Abend,

hey, ein ganzer Tag ohne neues Outing... :smile:
Stimmt nicht. Here Iam :zwinker: da ist man ein paar Tage nur ganz kurz online und schon geht einem so ein Thread fast durch die Lappen. Es ist schon erstaunlich (traurig), dass es doch einigen so geht.

Was soll ich sagen? Es fing bei mir, wie bei so vielen hier, nach der Schulzeit an. Neue Stadt, das Studium anfangen. Schnell hatte man ein paar Leute beisammen, 3 Stück um genau zu sein. Und jetzt, zum Ende meines Studiums, sind es auch nur die, die geblieben sind. Als Freunde freilich würde ich sie nicht bezeichnen. Man macht einfach zu selten was zusammen. Eine stille Übereinkunft, dass man für diese Zeit des Studiums einander hat und braucht und danach? Siehe Schulzeit.

Meine Freundin und ich waren vor knapp 2 Wochen bei einer WG-Party. Wir sind dahin obwohl wir keine Lust hatten. Und es war super. Was sicherlich zum Teil auch am Alkohol-Pegel lag. Freundschaften sind daraus wahrlich nicht entstanden aber wenigstens ein Gefühl dafür, dass man irgendwie noch sozial "kompatibel" ist. Ganz beruhigend.

Ich habe da eine Theorie. Das klingt jetzt nicht außergewöhnlich und das Rad wird auch nicht neu erfunden aber meiner Meinung nach liegt das Problem darin, dass man immer dieser Illusion nachhängt, als Einzige freundelos zu sein. Die Werbung, Facebook, Cliquen im Park -> all das suggeriert einem doch, dass man irgendwo was verpasst hat.
Ich erwische mich, neidisch auf einen Kumpel zu sein, der Chef eines Jugendclubs in seinem Heimatdorf ist. Aber genau das waren Leute, mit denen ich in meiner eigenen Jugend nichts anfangen wollte, bewusst nicht. Seltsam.

Ich habe keine Lösung für das Problem. Aber ich denke irgendwas läuft falsch. Es kann doch nicht so schwer sein?! Würde sich jemand hier zum Beispiel als introvertiert, ohne Selbstvertrauen, langweilig und nichtssagend bezeichnen? Die meisten doch nicht.
Die Voraussetzungen sind also da. Äußere Umstände (z.B. der Job) mögen evtl hinderlich sein, aber das ist doch letztlich kein wirklicher Grund.
Es ist vermutlich auch ein Stück die eigene erfahrungsbedingte Skepsis, die ich an mir und anderen beobachte. Man ist nett zueinander, aber man sucht eben auch nicht immer so aktiv. Und wenn, dann hat man vllt gerade Pech und trifft Menschen, die gar nicht erwarten, überhaupt gesucht zu werden. Als potentielle Freundschaften.

Hmm würde mich jedenfalls freuen, wenn der Thread noch eine Weile erhalten bleibt.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:


Hast du es ausprobiert und festgestellt das es nicht geht oder vermutest du, dass es dir missfallen würde? :grin: Oder ist der innere Schweinehund zu groß sich Fakten zu besorgen, da sie mit einer Ablehnung einher gehen könnten?
Off-Topic:


Nur darauf kurz, der Rest folgt dann noch:

Ja, ich war viel rationaler und damit war ich defintiv unglücklicher und unetspannter als ich es jetzt bin wo ich einfach meinem Bauch glaube.
Also ja ich habs probiert und es liegt mir nicht - im Gegenteil ich versuche meine rationalen Punkte noch mehr einzudämmen.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Irgendwie hab ich auch das Gefühl, wir sind alles kleine Misanthropen. Ich war heut wieder 20km mit dem Hund im Wald, fand das total schön, aber Leute trifft man dabei natürlich nicht. :grin: Ich wollt auch keine sehen, denn wie Hexe auch geschrieben hat, bei mir fallen auch Leute total schnell durchs Raster.
Du hast einen Hund, bist aber zu blöd ihn zu erziehen m- ich mag dich nicht. Du trinkst zu viel Alkohol - ich mag dich nicht. Du isst zu viel Supermarkt Fleisch - ich mag dich nicht. Gibt tausende dieser Sachen. Da muss ich mich nicht wundern, dass man wenig Freunde findet. Bei den Leuten, die ich besser kenne, kann ich das allerdings eher verzeihen. Alles sehr merkwürdig und unlogisch.

Hmm, bei mir fallen die Leute schon auch schnell durchs Raster, wobei jetzt die Gründe die du genannt hast, für mich Kleinigkeiten wären bei denen ich denke, dass kann jeder so handhaben wie er möchte.
Ich störe mich eher an anderen Verhaltensweisen, die oftmals auf die Mitmenschen bezogen sind, vor allem egoistisches Verhalten. Merke ich sowas, ist eigentlich sofort der Ofen aus und ich habe keine Lust mehr auf die Person :zwinker:

Das mit dem Partymenschen ist so ne Sache: Einerseits hast du natürlich recht. Wenn du da absagst, dann fehlst du sozusagen bei den lustigen "Events" und gerätst in den Hintergrund, wirst nicht mehr gefragt.
Andererseits halte ich dies selbst auch von diesen Leuten schon wieder für falsch, denn wenn man jemanden mag, dann nicht weil er ein Partymensch ist :grin:

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:37 -----------

Hexe13 schrieb:
aber wenn mir jemand was von seinen Interessen erzählt, dann frage ich nach, möchte wissen, was ihn begeistert. Erlebe ich umgekehrt bei anderen Leuten recht selten.

Und genau so gehts mir auch immer: Für mich ist das aber ein absolutes No go wenn sich derjenige nicht auch für seine Mitmenschen interessiert.
 
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