Wie tolerant seid ihr eigentlich?

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
So nun geb ich hier auch mal meinen Senf dazu.
Ich behaupte mal frech das ich ein sehr toleranter Mensch bin in allen Belangen. Meine Toleranz endet an genau zwei Stellen zum einen wenn andere Menschen durch das was ich tolerieren soll belästigt werden.

z.B.: Homosexuelle die mir beim Pullern auf mein bestes Stück starren oder einfach super extrem auftreten,

oder wo ich selber auf Intoleranz treffe, weil ich zum Beispiel rauche.

Da hört meine Tolleranz auf ansonsten soll jeder so glücklich werden wie er mag. Ich missgönne niemandem sein Recht auf das Glücklich sein ob jetz Homo, Behindert oder Ausländer.
 

Benutzer13108  (38)

Verbringt hier viel Zeit
Stonic schrieb:
So nun geb ich hier auch mal meinen Senf dazu.
Ich behaupte mal frech das ich ein sehr toleranter Mensch bin in allen Belangen. Meine Toleranz endet an genau zwei Stellen zum einen wenn andere Menschen durch das was ich tolerieren soll belästigt werden.

z.B.: Homosexuelle die mir beim Pullern auf mein bestes Stück starren oder einfach super extrem auftreten,

oder wo ich selber auf Intoleranz treffe, weil ich zum Beispiel rauche.

Da hört meine Tolleranz auf ansonsten soll jeder so glücklich werden wie er mag. Ich missgönne niemandem sein Recht auf das Glücklich sein ob jetz Homo, Behindert oder Ausländer.

Stonic ich danke dir! du schaffst es meine wirren gedanken in verständliche sätze zu packen :zwinker: daher sag isch ma DITO

PS: Hey du bist ja der typ der mit sunshine zusammen ist *wink wink*
deine freundin sieht ja aus wie nen mädel das ich von der schule kenn,
aber is sie nicht. Das weiß ich inzwischen ;-)
 

Benutzer9234 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin bestimmt nicht Frau Sozial in Person. Aber mehr oder weniger lass ich jeden so leben, wie er will. Gewisse Grenzen gibt es trotzdem und ich gebe ehrlich zu, dass mir sehr vieles sauer aufstösst. Das behalte ich aber meistens für mich, weil ich eh nix ausrichten kann - und eigentlich auch nicht will. Ich bin sehr tolerant gegenüber Homosexuellen und Behinderten, weniger tolerant bin ich bei Ausländern.

Das sind jetzt aber nur die "gesellschaftlichen" Aspekte, im Privatleben ist das häufig wieder was anderes.
 
S

Benutzer

Gast
Serenity schrieb:
Meine Toleranz hört da auf, wo jemand (oder etwas) zu Schaden kommt - oder selbiges propagiert wird.

So einfach ist das aber leider nicht immer!

Was ist z.B wenn irgendwelche Ökos 20l Autos in die Luft sprengen?
Oder was ist, wenn Tiere aus Versuchsanstalten gerettet werden und dafür ein Schloss aufgebrochen wird und meinetwegen noch irgendwelche anderen Gegenstände beschädigt werden?
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Wer Tiere aus einer Tierversuchsanstalt "rettet", sollte mal einen Realitätscheck machen.

Spätestens 3 Tage nach dem Einbruch haben die wieder "frische Ware" und mal ganz nüchtern betrachtet, haben dann nicht nur die (mal ne Hausnummer) 50 geretteten Tiere gelitten, sondern die 50 neuen Tiere müssen leiden, weil der Versuch u.U. völlig neu begonnen werden muss.

Bilanz:
-100 gequälte Tiere (statt 50)
-überfüllte Tierheime und Pflegestellen, weswegen an anderer Stelle vielleicht gesunde Tiere eingeschläfert werden müssen
-und der Tierschützer hat ne Anzeige am Hals.

Ich bin sicherlich kein Fan von Tierversuchen, aber SO kann man nichts erreichen. Mal davon ab, dass bestimmte Tierversuche leider nötig waren / sind, wenn man das verleugnet, dürfte man im Umkehrschluss auch keinerlei Medikamente zu sich nehmen, keine Couch mehr kaufen, sämtliche lackierten Möbel meiden, usw. und so fort. Was meinst du, wie das Plastik auf dem du gerade schreibst höchstwahrscheinlich auf Unverträglichkeiten getestet wurde?


Ich kann diese Leute verstehen, aber ihr Handeln nicht tolerieren oder gar akzeptieren, weil es zwar gut gemeint sein mag, aber im Endeffekt dumm ist. Aber falls da Diskussionsbedarf besteht, mach bitte einen neuen Thread auf, das führt hier zu weit.

Serenity, mit 9 eigentlich totgeweihten Rennmäusen in Pflege..
 
T

Benutzer

Gast
hm, Toleranz......

....philosophisch gesehen ist sie als "relativistisch" (es gibt keine absolute Wahrheit bzw. ethischen Werte) zu würdigen. Danach gefährden normative (allgemeine) Wahrheitsansprüche das friedliche Zusammenleben in einer Demokratie. Den Glauben an universelle normative Prinzipien müsse man daher aufgeben. Toleranz wird so zu Indifferenz (Gleichgültigkeit). Ob ein moralisches Urteil als richtig oder falsch anzusehen sei, muss bei dieser Sichtweise offen bleiben.
 

Benutzer18610 

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Manchmal erschreckt es mich noch, wie viele Reaktionäre sich hier rumtreiben... die eine erklärt hier ganz freimütig, dass sie Ausländer nicht toleriert, natürlich nur auf gesellschaftlicher Ebene und nicht auf privater (sic!), die zweite wird in bester bürgerlicher Manier gleich nervös, wenn jemand wirklich aktiv etwas gegen den ganzen Wahnsinn tut und ein dritter will die Toleranz gleich ganz abschaffen, weil sie den Untergang unserer westlichen Zivilisation bedeutet...

Leute, Leute... da muss ich mir erstmal einen Kaffee machen und mich darauf besinnen, dass ich ja eigentlich tolerant gegenüber Andersdenkenden sein will...

EDIT: Daumen hoch an Diotima - habe ein paar deiner Kommentare hier gelesen und du wirst mir wirklich immer sympathischer. :smile: Beeindruckend, in deinem Alter war ich noch hitzköpfiger. Ehrlich, ich zieh' meinen Hut.
 
T

Benutzer

Gast
dergutekoenig schrieb:
(...)und ein dritter will die Toleranz gleich ganz abschaffen, weil sie den Untergang unserer westlichen Zivilisation bedeutet...

natürlich führt Toleranz zu Gleichgültigkeit, wenn ich den Rechtsradikalismus tolerieren würde, wär es mir ab einem bestimmten Punkt gleichgültig ob die am 8. Mai aufmarschieren oder net und ggüber einem Paar das aus einem/einer farbigen und einem/einer weißen besteht, bin ich beim ersten Paar vllt tolerant, beim 8. aber ist es mir dann einfach scheissegal....
 

Benutzer9234 

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dergutekoenig schrieb:
Manchmal erschreckt es mich noch, wie viele Reaktionäre sich hier rumtreiben... die eine erklärt hier ganz freimütig, dass sie Ausländer nicht toleriert, natürlich nur auf gesellschaftlicher Ebene und nicht auf privater (sic!),

Ne ne, so war das nicht gemeint.
Mit privater Ebene hab ich viel mehr gemeint, dass ich in Beziehungen und Freundschaften toleranter bin, als manche anderen, und Dinge akzeptiere, die andere nicht würden.

Und ich hab nicht gesagt, ich sei absolut intolerant gegenüber Ausländern. Ich sage nur, ich sei da sicher nicht so offenmütig, objektiv und gerecht, wie man es vielleicht sein könnte. Heisst aber noch lange nicht, dass ich radikal bin oder nach dem Motto "Alle Ausländer sind scheisse und sollen raus" lebe. Da denk ich durchaus etwas differenzierter.
 

Benutzer11714 

Benutzer gesperrt
Ich halte mich selbst für wenig tolerant und ich stehe auch dazu. Ich sehe nicht ein wieso man jeden Mist der heutigen Gesellschaft tolerieren soll.
Und was soll denn bitte diese allseits vorhandene selektive Toleranz? "Ich bin tolerant, außer intoleranten gegenüber"... ach so...
Mir scheint daß sich die tolerante Mehrheit den gesellschaftlichen Vorgaben anpaßt und nur in den Themen tolerant ist, die einen in der Masse korrekt erscheinen lassen. Abseits des Einheitsgraus ist man aber erzkonservativ und höchst intollerant. Was nicht unbedingt negativ ist, aber dann sollte man nicht immer herumposaunen "Ich bin ja sooo tolerant. Und es wäre ja sooo toll wenn wir alle homosexuelle behinderte Ausländer wären."
Was hat das Thema Toleranz eigentlich mit Behinderten zu tun? Ich habe 2 behinderte Nachbarn und die werden von mir wie jeder andere Mensch auch verarscht. Das hat nix mit (In-)Toleranz zu tun, sondern mit Gleichberechtigung. Man kann Randgruppen natürlich auch unter dem Deckmantel der Toleranz mit Samthandschuhen anfassen und damit zum unantastbaren Unaussprechlichen degradieren.
 

Benutzer15993 

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Diotima schrieb:
Ja und genau das ist das Problem.
Es waren 5 Ausländer. Und wenn man dann darüber redet, sagt man gleich "Ausländer" und bringt somit wieder alle in Verruf.
Wären es Deutsche gewesen, würde man sagen "da waren 5 Idioten/Kerle/Typen bla"

Sobald also jmd etwas ngeatives macht, der behindert, nicht deutsch und nicht heterosexuell ist, liegt es daran, dass er eben "anders". Obwohl es doch im Prinzip nur am Charakter liegt und es gibt, wenn man es hochrechnet genausoviele Deutsche, Heteros etc. die Scheiße bauen.

Kann sein, dass du es anders macht aber der Großteil macht es doch so..

es waren 100%ig ausländer! ich werde auch weiterhin meine meinung vertreten. wenn es ausländer waren, dann waren es ausländern. ich wüsste nicht weshalb es da etwas zu beschönigen gibt!

ich weiss aber was du im bezug zur allgemeineheit meinst. die medien haben nicht selten die vorurteile gegenüber minderheiten verstärkt. ich denke man sollte jede gesetzteswidrigkeit aus dem selben gesichtspunkt betrachten. nicht umsonst heisst es ja: vor dem gesetz sind alle gleich!

gruss la vita ...
 
S

Benutzer

Gast
Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Bei bestimmten Themen bin ich sehr tolerant, bei anderen kann ich keine Toleranz zeigen, denn für mich sieht es so aus, als wäre in unserem Land Toleranz häufig ein Synonym für Gleichgültigkeit.
 
S

Benutzer

Gast
Gerade hab ich in einem alten Buch von Harald Schmidt einen zum Thema passenden Satz gefunden, den ich mal in den Raum stellen möchte:

"...Und dann befällt einen das sehr laue Gefühlgemisch aus Ekel, Verachtung und Mitleid, bekannt als Toleranz."
 

Benutzer5059  (37)

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Wie ist Toleranz eigentlich "richtig" definiert?
Ist man tolerant, wenn man ignoriert, wenn man hinnimmt oder wenn man akzeptiert?
Gibt es einen Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz? Muss es ja, dann es gibt zwei Begriffe. Aber wo genau liegt er?

Ich denke, ich werde mich 'mal bei Gelegenheit auf die Suche begeben...

Liebe Grüße vom grübelnden Fabeltier
 

Benutzer28726  (31)

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OK, ich gebe zu, ich bin wenig tolerant, das sagen auch alle die mich kennen. :rolleyes2
 
1 Jahr(e) später

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich halte mich selber fuer einen aeusserst toleranten Menschen. Mag daran liegen das ich lesbische Freundinnen und einen guten schwulen Freund habe. Mag daran liegen das meine Grosseltern beide behindert sind. Mag daran liegen, dass ich hier in den USA auch Auslaenderin bin. Mag daran liegen das mir mein Vater schon von klein auf beigebracht hat tolerant zu sein und ein hervorragendes Beispiel war, in dem er z.B. mit Pennern auf der Strasse geredet hat.
 
C

Benutzer

Gast
ich bin ein sehr toleranter mensch.

ich tollerier jede meinung, nehm mir jedoch das recht raus, ihm eine andere meinung zu zeigen.

auch tolerier ich jede ausrichtung, egal ob rechts extrem, links extrem, link rechts neutral.


aber was ich am schlimmsten finde, sind die vielen linken die sagen sie seien ach so tolerant jedoch parolen wie 'nazis raus' loslassen...

aber es gibt auch viele 'normale' leute die sagen sie seien tolerant lassen den rechtsextremen aber keine chance, das ist eine beschränkte toleranz, nix anderes.

naja aber wie sag ich doch so schön, toleranz hört da auf, wo seine eigene meinung aufhört...
 

Benutzer40821 

Meistens hier zu finden
Ich bin sehr tolerant, auch was Beziehungen etc betrifft, was mir manchmal zum Verhängnis wird. :geknickt:
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ich bin in vielen Dingen intolerant und stehe dazu. Ich halte z.B. nichts davon, wenn Leute sich sehr verrückt stylen oder kleiden. Meiner Meinung nach sollte man sich ein wenig an die Allgemeinheit anpassen, auch in Gedanke ans Arbeitsleben. Schwul oder lesbisch darf jeder gern sein, aber ich möchte keine Details wissen, welche besonders Schwule scheinbar gerne zur Schau stellen. Mit Ausländern will ich nichts am Hut haben. Solange sie arbeiten und die Sprache lernen, okay. Die akzeptiere ich dann, aber Kontakte mit ihnen pflege ich nicht. Auf Diskriminierung körperlich benachteiligter Menschen reagiere ich aber eher allergisch. Da können die Behinderten nichts für und ich finde es arm, wenn man die Leute auslacht und dabei vergisst, dass einem selbst sowas viel schneller passieren kann als man denkt.
 
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