Wie steht ihr zu Polyamorie?

Wie stehts Du zu Polyamorie

  • interessant, aber nichts für mich

    Stimmen: 38 34,9%
  • interessant, ja, das könnte ich mir für mich vorstellen

    Stimmen: 14 12,8%
  • interessant, ich praktiziere so etwas (oder etwas ähnliches)

    Stimmen: 12 11,0%
  • uninteressant, alles andere als monogame Beziehungen interessieren mich nicht die Bohne

    Stimmen: 32 29,4%
  • moralisch nicht in Ordnung, irgendwie abartig

    Stimmen: 6 5,5%
  • sonstige Haltung (bitte im Thread erläutern)

    Stimmen: 7 6,4%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    109
C

Benutzer

Gast
wenn die person BEIDE WIRKLICH LIEBT, dann find ich das voll in ordnung... trotzdem passts einfach nicht in unsere moralische norm... und ist deshalb heutzutage so gut wie unmöglich - schätz ich.
Was interessiert dich unsere normalische Norm? Solange keine Dritten dabei geschädigt werden – das werden sie auch nicht – soll jeder tun was er will und sich schonmal gar nicht von irgend einer Sitte oder Moral beeinflussen lassen.

Wer Sitte und Moral ohne wenn und aber hinnimmt, wird sich dem Fortschritt verwehren und die Zukunft verpassen.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
ich finde es unmoralisch, da nicht von kurzzeitigen Affären sondern von dauernden Beziehungen die Rede ist bei der Gefühle mit im Spiel sind. Meiner Meinung kann sich jeder durch die Gegend Schlafen wie er/sie will aber bitte nur solange keine Gefühle im Spiel sind.

Seh ich auch so.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Eine Beziehung und eine längere, schöne, vertrauensvolle aber weitgehend "emotionsfreie" Affäre oder viele kurze nebenher kann ich mir ja vorstellen.
Habe ich auch schon gehabt.

Aber mehrere Männer gleichzeitig zu lieben, allen in vollem Umfang gerecht zu werden, wie in einer Beziehung und dann kennen und wissen die auch noch alle voneinander:eek: , nein das wäre mir zu stressig, nicht körperlich aber nervlich.:grin:
 

Benutzer42813 

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Es gibt ja im Polyamory durchaus das Konzept von Primär- und Sekundärbeziehung. D.h. einer ist Nummer eins, Partner, mit dem man zusammenlebt und eben auch die Beziehung teilt, wie man es von monoamoren Paaren kennt - und mit anderen Menschen teilt man etwas, das man Freundschaft, Liebe, Zweitbeziehung, Affäre, wie auch immer nennen kann - wo die Verpflichtungen eben nicht so groß sind wie in einer Partnerschaft, aber größer als in einer normalen Freundschaft...

Ein Partner und mehrere Geliebte sozusagen. Wenn die Geliebten in der gleichen Situation sind wie man selbst, dann passt das zeitlich und vom Organisationsaufwand auch.

Es ist schon eine schöne Vorstellung, finde ich, wenn alle mitspielen. Viel Liebe und eine Partnerschaft. Und nicht mehr dieser ständige Zwang, bei einer Freundschaft mit einem Mann immer trennen zu müssen "Es ist nur Freundschaft" oder "Es ist nur Sex", wie es ja in einer offenen Beziehung trotzdem noch ist...
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Dann ist es doch einfach ne offene Beziehung oder?
Hat der TS denn nicht gesagt, das es nicht nur um Fickbeziehungen geht(ne offene Beziehung ist ja jetzt nicht so was ungewöhnliches-z.B. Swingerszene) sondern um tatsächliche Liebe zwischen mehreren Menschen?
 

Benutzer31690 

Meistens hier zu finden
Nein, kann ich mir keinesfalls vorstellen.
Ich lebe in einer offenen Beziehung, Sex außerhalb ist für uns beide vollkommen ok und damit habe ich auch kein Problem.
Ein Problem gäbe es dann, wenn er sich anderweitig verliebt und mit ihr auch eine Beziehung führen will, dann bin ich nämlich weg (mal ganz abgesehen von den ganzen logistischen Problemen wie Familie besuchen, gemeinsame Urlaube, zusammen weggehen etc.)

@Piratin: ich hab bei solchen Threads immer das Gefühl, dass du sagst, Menschen die nicht monogam leben, kennen keine wirkliche Liebe, führen nur oberflächliche Beziehungen etc. und dass du sie abwertest und verurteilst. Wieso lässt du nicht jedem die freie Wahl und denkst dir, dass es nichts für dich wäre, dass andere aber damit durchaus glücklich werden können?
 

Benutzer29206  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Für mich wäre das vielleicht was. Ich sehe immer wieder, dass eine Person, die ich liebe, längst nicht alles abdeckt, was ich unter Liebe verstehe - und dass ich möglicherweise mehrere Menschen auf eine unterschiedliche Weise lieben könnte.
Dieses ganze Bei-einer-Affäre-keine-Gefühle-Gequatsche halte ich für eine ausgesprochene Schnapsidee. Niemand schläft ohne Gefühle für jemanden mit jemandem. Und diese Gefühle künstlich so stark von denen zu meiner Partnerin zu trennen - ich weiss nicht, ob das nötig ist.
In meinem Fall würde so ein Konzept meiner Beziehung sicher sehr gut tun, wenn wir es richtig anpacken. Das bedeutet einfach, dass keiner der Beteiligten (etwa aus Hackordnungsgründen) vorsätzlich schlecht behandelt werden darf. Eine Durchnummerierung finde ich auch sinnvoll, schon allein um sich viel Mühe und Ärger mit Otto Normalverbraucher zu ersparen. Da fällt einem die Kontrolle womöglich leichter, wieviel man wann preisgeben möchte.
 

Benutzer82573 

Verbringt hier viel Zeit
Glaubt Ihr, dass sowas auf Dauer funktionieren kann?
Kann schon sein, aber ich glaube nicht dass man auf Dauer glücklich sein kann.
Könntet Ihr Euch selbst sowas für Euch vorstellen?
Auf gar keinen Fall.
Findet Ihr das unmoralisch?
Nein, wenn alle Beteiligten einverstanden sind.
Wäre die Welt besser, wenn sich Polyamorie durchsetzen würde?
Eher chaotischer.
Im Prinzip könnte ich mir schon vorstellen, mehr als eine Frau gleichzeitig zu lieben.
Gleich lieben auch? Denn das ist etwas was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann. Oder heisst das keinen Partner 100% lieben, von diesen 100% kriegt jeder Partner nur einen Teil?
Für mich hört sich Polyamorie eben nicht nach Liebe an, jedenfalls nach keiner echten Liebe … denn wenn ich wahrhaftig Liebe und ein befriedigendes Sexleben habe, dann frage ich mich warum ich (bei all dem Glück) andere Partner brauche.

Ich fände es durchaus interessant zu erfahren wie man bei dieser Lebensart mit der Eifersucht umgeht, denn Liebe ohne Eifersucht wird es wohl nicht geben.
Jemand sagte was a la „ich liebe auch meine Kinder alle gleich“ … aber wenn man ein Kind bevorzugt behandelt, mehr Zeit mit ihm verbringt – dann werden sich die anderen Kinder ganz sicher irgendwann vernachlässigt fühlen und rebellieren.

Eigentlich bin ich kein egoistischer Mensch, aber wenn es um Liebe geht, bin ich einfach schrecklich. Ich erwarte, dass ich die Nummer Eins bin, alle Rechte an seiner ganzen Liebe besitze und die ganze Aufmerksamkeit kriege, die ein Mensch von seinem Partner kriegen „sollte“. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden. Wenn ich mit ihm zusammensein will, egal ob es um Sex oder nur reden geht, dann warte ich sicher nicht bis ich „dran“ bin.
Aber es ist wirklich durchaus faszinierend, dass es Menschen gibt, die behaupten sie könnten mit Polyamorie glücklich sein.
 

Benutzer29410 

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@Piratin: ich hab bei solchen Threads immer das Gefühl, dass du sagst, Menschen die nicht monogam leben, kennen keine wirkliche Liebe, führen nur oberflächliche Beziehungen etc. und dass du sie abwertest und verurteilst. Wieso lässt du nicht jedem die freie Wahl und denkst dir, dass es nichts für dich wäre, dass andere aber damit durchaus glücklich werden können?

Wieso bin ich schon wieder der Sündenbock hier, andere haben genau das gleiche ausgedrückt und sagen das auch!
Außerdem werden monogam lebende Leute ja ständig mit Schlagwörtern wie "Besitzdenken" und "sexuelle Langweile" und so weiter abgewertet und die Verfechter alternativer Beziehungsformen loben sich und ihre eigene Form über allen Klee, während sie auf naive und kleingeistige Normalos recht deutlich herabschauen, warum darf ich meine Vorstellungen nicht ebenso offensiv verteidigen wie die "offene-Beziehungs-Liebhaber" und "Polyamoristen"?

Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein, hat schon ein berühmter Pfarrer vom Bündnis 90 gesagt.

Mir ist es ja egal, was andere Leute über meine Beziehungsform sagen, aber das gleiche Recht, nämlich zu sagen was ich denke, das nehme ich mir auch heraus und lasse mich da bestimmt nicht mundtot machen.

Außerdem kommt mein Eindruck nicht von ungefähr, wenn ich mir im Forum den Seelenstriptease von so manchen Leuten, die mehrere "Beziehungen" haben, so durchlese. Da denkt man sich schon seinen Teil.

was ich in anderen Foren lese stößt mich ebenfalls ab, hier ein paar Schmankerl aus dem PU Forum, da finden sich ja besonders viele Anhänger dieser Beziehungsform:

deine einstellung gefällt mir

Von Anfang an VOLLKOMMEN SELBSTVERSTÄNDLICH und NORMAL nach der Regel handeln: "Ich habe viele Frauen und werde immer viele Frauen haben".

ich geh mal davon aus, dass du das nur "aufbringst" wenn nötig und ihr das nicht ins gesicht schmierst?! wie kommunizierst du dieses?

mal zwei situationen...damit ich mir ein bild von deinen "methoden" machen kann:

relativ junge beziehung...natürlich wie das so normal ist fiel nie ein "ich bin dir ab sofort treu weil wir zusammen sind". am vortag hattest du dich mit einer frau getroffen und sie gepoppt. am nächsten tag fragt mädel 1 "was hast du gestern gemacht?"

wie reagierst du?

wie oben junge beziehung. frau fragt "bist du mir treu?" (du hast/hattest es nicht vor im sinne wie sie es sich wohl vorstellt)

wie reagierst du?

du lernst eine frau kennen und sie fragt dich im verlauf ob du treu bist. wie wäre deine antwort?

ich versuche für mich gerade rauszufinden wie weit ich ehrlich sein will/kann in zukunft. david x hat mich inspiriert das im gegensatz zu bisher ehrlicher anzugehen. bin so der typ der mehrere frauen etwas ernsthafter an der hand hat. wenn ich eine kennenlerne treff ich mich mit der und wenn mir die besser gefällt als eine andere und ich nicht für alle zeit habe, tausch ich eine "schlechtere" aus.
wie würdest du sowas handeln bezüglich offenheit und ehrlichkeit? ich habe wenig lust, frauen parallel vorzuspielen, sie wären jeweils die einzigen für mich. das würde auch meinen wert mindern, denn die energie die ich für die absolute frau nr.1 aufbringen würde, muss ich so natürlich durch drei oder vier teilen, was mich dann in ihren augen "schlecher" dastehen lässt, als ich eigentlich bin, bezüglich beziehungsfähigkeit usw. ich hoffe du verstehst ungefähr?!

Grundsätzlich verträgt es kaum eine Frau, auf Dauer in Konkurrenz zu anderen Mädels zu stehen, egal wie begeistert sie zu Beginn von der Idee einer MLTR war ... wenn du einer dieser Frauen aber besondere, exklusive Privilegien zugestehst ("Hauptfrau"), wird die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auf Dauer funktioniert.

Ich hatte damit kaum je Probleme.

Was die "Hardcore-Ehrlichkeit" und den "sofortigen Laufpass" betrifft: Wenn genug Attraktion da ist, machen Frauen noch ganz andere Sachen mit :smile:

Jetzt zur richtigen Story. Ich war in der Stadt mit meiner besten Freundin (BF ab jetzt) und wir sind ein ein Café gegangen. Wen sehe ich dort? Lisa mit meiner Freundin (Primary ab jetzt in diesem Bericht). Ich dachte mir schon, dass Lisa scheiße gebaut hat, aber ich kann mich ja irren :smile: Also sind wir beide zu den zweien hin und ich habe beide begrüßt und bissel Smalltalk gehalten. Ganz normal halt. Nach zwei, drei Minuten steht Lisa auf und sagt, dass sie angeblich "schnell los muss" :zwinker:
Lisa hat wohl erzählt, dass ich was mit ihr hatte. Und ihr tut es unendlich Leid, aber ich habe sie verführt (habe Player-Image in meinen Freundeskreisen) und sie hat jetzt doch ein schlechtes Gewissen bekommen und musste es unbedingt meiner Primary erzählen. Schön und gut, mir egal.
Mein Fehler war, dass ich auf ihre Anspielungen eingegangen bin. Ich hätte dieses Gelabere direkt ignorieren sollen. Meine Freundin meinte dann, dass sie mir so nicht vertrauen kann und ich sei doch ein Arsch und bla bla bla. Habe meiner BF befohlen, dass sie doch jetzt geh'n soll, wir zwei haben hier was zu klären.
Ich hatte echt kein Bock auf dieses Drama. Vorallem ging es mir gestern körperlich sehr schlecht (Erkältung -.-'). Meine Freundin hat mir noch vorgeworfen, dass ich sie nicht liebe etc.
Mein Text dazu: "Okay, Mädchen. Pass auf. Du weißt, dass ich einfach aus diesem Café rausgehen kann, dann hol ich mein Handy raus, rufe einmal an und habe direkt was Anderes zum Bumsen. Also schieb mal keine Welle. Such dir einen Typen, den du zum Schoßhündchen ausbilden kannst, aber das geht mit mir nicht, Mäußchen. Ich gehe jetzt raus und warte genau 20 Sekunden. Wenn du mir folgst, fährst du mit zu mir. Wenn du mir nicht folgst, ist es aus."
Habe dann 'n Zehner auf'n Tisch geschmissen und somit für sie und mich bezahlt und bin rausgegangen. Ganz gelassen bin ich dann Richtung HBF gegangen. Nach 10 Sekunden ist sie mir direkt hinterher gelaufen. Dann sind wir beide zu mir gefahren ohne ein Wort zu reden. Bei mir habe ich sie richtig durchgebumst. Mit allem drum und dran, ohne Vorspiel. Danach meinte ich "Noch einmal sowas und du darfst 'n Abflug machen, Mädchen" und habe sie nochmal gefickt.
Sie war danach duschen und ich habe Obst für uns beide geschnitten und in mein Zimmer hingelegt. Als sie rauskam, habe ich ihr Obst angeboten und ihr gesagt, dass sie sich morgen (also heute) bei mir melden soll. Bin dann duschen gegangen.

Klar kann man jetzt sagen: ach, da hat sie sich wieder was rausgesucht, was ihr in den Kram passt, aber wer will kann gerne gucken, ist ein öffentliches Forum, die Beiträge sind alle so!

Aus anderen Foren:

Mein Freund und ich versuchen jetzt etwas neues aus und zwar Darf jeder andere Sexpartner haben. Ich weiß klingt komisch, aber wir versuchen haltm, unsere beziehung ein bisschen aufzufrischen und was neues zu erleben.

habt ihr da solche erfahrungen?
Am sonntag schläft er mit seiner Ex, da fühl ich mich irgendwie unwohl

Mein Mann und ich haben ebenfalls eine "offene Ehe" geführt. Die "Offenheit"" bezog sich für uns nicht auf Hobbies - es ist doch eher selbstverständlich, daß jeder seinen eigenen Hobbies nachgeht, auch wenn der andere sie nicht teilt! -, sondern auf den sexuellen Bereich. Diskrete Seitensprünge sollten uns erlaubt sein, solange der andere nichts mitbekommt und nicht leiden muß.

Nachdem mein Mann herausfand, daß ich monatelang eine Nebenbeziehung hatte und ich herausfand, daß er im Begriff war, eine ebensolche mit einer anderen Frau zu beginnen, haben wir in vielen langen und schmerzhaften Gesprächen herausgearbeitet, daß es für uns so nicht geht. Die Verletzungen waren zu groß für uns - auch und gerade für mich, obwohl ich ja von dieser "Offenheit" bereits ausgiebig profitiert hatte. Allein der Gedanke, daß er sich mit einer fremden Frau trifft, sich darauf freut, mit ihr zu schlafen, hat mich schier verrückt gemacht. Daß ich selber eine Menge außerehelichen Spaß hatte, tat da gar nichts zur Sache. Theoretischer Anspruch ist eine feine Sache - für uns hat sich aber herausgestellt, daß alle Freiheits- und Wachstums-Theorien emotional nicht lebbar sind. Ich habe daraufhin mit meinem Freund Schluß gemacht und er hat der anderen Frau mitgeteilt, daß er sie nicht mehr sehen möchte. Jetzt leben wir wieder monogam. Natürlich fehlt mir dadurch der Kick, das Aufregende der Außenbeziehung. Aber es ist schön, mich nur auf einen - meinen - Mann einzulassen. Und zu wissen, daß es ihm ebenso geht.
Ich will trotz alledem nochmal betonen, daß das Konzept der offenen Beziehung mir nach wie vor gefällt. Theoretisch. Vielleicht schaffen es andere besser, dieses Modell auch zu leben. Vielleicht konnten wir es aufgrund unserer emotionalen Grundstruktur, familiären Konstellation... etc. etc. einfach nicht. Fakt ist, diese Zeit war sowas von verstörend für mich. Ich habe selten so tiefe Angst gespürt wie in dem Moment, wo mein Mann mir von dieser anderen Frau erzählte. Angst, die sich sogar in körperlichen Symptomen (Herzrhythmusstörungen) niederschlug.

ich hatte mal ne offene beziehung .. das ging ganz gut bis zum zeitpunkt als mein "partner" mich wegen der sex-partnerin verließ und mit ihr zusammen war.. ich war noch som blöd und traff mich weiterhin mit ihm .. irgendwann merkte ich das ich so nicht weiterleben kann und will.. ich liebte ihn und er mich auch anfangs.. aber die offene beziehung hat alles kaput gemacht was wir hatten.. ich würde nie mehr im leben ne offene beziehung eingehen.. DENN es klappt nur so lange bis einer von euch beiden nen besseren partner gefunden hat.. denn verglichen wird ja automatisch wenn man den freischein zum ... mit anderen Männern bzw. frauen hat... ist meine Meinung. Ich bin ja nur auf die nase geflogen mit und heute bin ich mit nem lieben Mann zusammen und ich brauche keine anderen mehr.. er gibt mir alles was ich brauche.. und das ist das wichtigste in na Beziehung.. warum ne offene Beziehung? Gibt dein Partner dir nicht alles was du brauchst?
 

Benutzer75021 

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Ich hab auch schon ähnliche Beiträge in PU Foren gelesen, anscheinend ist das in der Szene besonders hip.
Mich schockiert so etwas immer wieder. Die respektlose Art mit Frauen umzugehen, wie die Kerle schon über sie schreiben, das ist echt wiederlich.
Nun gut, hier geht es ja nicht um PU sondern um Polyamorie.
ich hab bei solchen Threads immer das Gefühl, dass du sagst, Menschen die nicht monogam leben, kennen keine wirkliche Liebe, führen nur oberflächliche Beziehungen etc. und dass du sie abwertest und verurteilst. Wieso lässt du nicht jedem die freie Wahl und denkst dir, dass es nichts für dich wäre, dass andere aber damit durchaus glücklich werden können?
Ich finde nicht das wir abwertend geschrieben haben, sondern nur unsere Meinung geäußert und das ist in einem Forum doch hoffentlich erlaubt.
Wie oft werde ich für meine Einstellung als "prüde, langweilig etc" betitelt :smile:totlach: prüde, nur weil man seinen Partner nicht teilen will?).
Man kann keine 2 Personen (Partner, keine Kinder oder Eltern denn das ist eine andere Form von Liebe) gleichzeitig und mit dem gleichen Elan lieben-das geht nicht!
Und man kann auch nicht zwei oder mehreren Partnern gerecht werden, nicht wenn Liebe im Spiel ist-denn zu Liebe gehört auch Eifersucht! Und mindestens einer wird früher oder später der Leidtragende sein.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Gleich lieben auch? Denn das ist etwas was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann. Oder heisst das keinen Partner 100% lieben, von diesen 100% kriegt jeder Partner nur einen Teil?
Für mich hört sich Polyamorie eben nicht nach Liebe an, jedenfalls nach keiner echten Liebe … denn wenn ich wahrhaftig Liebe und ein befriedigendes Sexleben habe, dann frage ich mich warum ich (bei all dem Glück) andere Partner brauche.

Ich habe ja geschrieben "IM PRINZIP könnte ich mir vorstellen, mehr als 1 Frau zu lieben." Da ich das noch nicht erlebt habe, bin ich mir natürlich auch nicht so ganz sicher;-)
Nein, ich meine da schon "mehr als 1 zu 100%". Alles andere wäre m.E. tatsächlich keine "echte" Liebe. Warum ich zu diesem "IM PRINZIP" komme: Das ist relativ einfach. Ich glaube, dass die Vorstellung, dass man quasi ein "Reservoir" an Liebesfähigkeit besitzt, das man entweder auf 1 Person richten kann (100%) und wenn mans auf mehrere aufteilt kommt halt z.B. 50.50 oder 80:20 raus, grundlegend falsch ist.
Das erlebe ich ja auch z.B. mit meinen Kindern. Dadurch, dass ich mehr als 1 Kind habe, "teile" ich ja auch nicht die "Liebe" auf (höchstens die "Zeit" und das ist ein gewaltiger Unterschied). Jetzt wird wieder kommen: Liebe zu den eigenen Kindern und zum Partner ist nicht das selbe! Natürlich nicht! Liebe zum Partner beinhaltet auch sexuelle Anziehung! Vieles (und sogar der eigentliche "Kern" von Liebe - aus meiner Sicht) ist aber identisch: Ich bekomme Sehnsucht, wenn ich eines meiner Kinder nicht sehe, ich freue mich mit ihnen zusammen zu sein (und mir hüpft manchmal das Herz dabei), ich bin glücklich in Situationen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich ihnen emotional "nah" bin, ich bin unglücklich, wenn ich den Eindruck habe, dass sie sich zurückziehen oder es ihnen aus irgendeinem Grund schlecht geht, ich leide mit ihnen, ich freu mich mit ihnen, uvm. Das, was halt Liebe ausmacht. Und da teil ich auch nichts auf. Warum sollte das allein dadurch anders sein, dass halt noch "sexuelle Anziehung" dazu kommt? Das kann ich mir - zumindest rational - nicht wirklich erklären.


Jemand sagte was a la „ich liebe auch meine Kinder alle gleich“ … aber wenn man ein Kind bevorzugt behandelt, mehr Zeit mit ihm verbringt – dann werden sich die anderen Kinder ganz sicher irgendwann vernachlässigt fühlen und rebellieren.

...klar, natürlich kann man nicht allen seinen Kindern, immmer die gleiche Zeit widmen. Manchmal braucht das eine Kind mehr, das andere weniger etc pp. (z.B. wenn eines Probleme hat oder krank ist, oder einfach weil es z.B. "kleiner" ist und mehr Hilfe benötigt). Auch klar, dass es bisweilen zum Problem kommt, dass sich dann ein Kind ungerecht oder zurückgesetzt fühlt. Das ist dann halt die Kunst (und bei Kindern sollte das nach m.E. Auffassung noch viel schwieriger sein, als bei erwachsenen Menschen), dem Kind durch Signale (oder auch Gespräche, wenns zum Alter passt) klar werden zu lassen: Im Moment braucht die/der andere mehr von meiner Zeit, ABER ZEIT IST NICHT DAS WICHTIGSTE KRITERIUM FÜR LIEBE. Ich liebe dich trotzdem genauso und bin bei Dir!....ist manchmal schwer auszutarieren, aber ich denke das kann schon funktionieren.

Ich fände es durchaus interessant zu erfahren wie man bei dieser Lebensart mit der Eifersucht umgeht, denn Liebe ohne Eifersucht wird es wohl nicht geben.

Dazu gibts einen ganzen Absatz in dem Wikipedia-Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamory#Umgang_mit_Eifersucht

...find ich zum Teil zwar etwas seltsam, aber so wie ich das verstehe, wird das Thema "Eifersucht" zumindest nicht ausgeklammert oder weggeschoben etc.





Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein, hat schon ein berühmter Pfarrer vom Bündnis 90 gesagt.
...
was ich in anderen Foren lese stößt mich ebenfalls ab, hier ein paar Schmankerl aus dem PU Forum, da finden sich ja besonders viele Anhänger dieser Beziehungsform:


Ich hab auch schon ähnliche Beiträge in PU Foren gelesen, anscheinend ist das in der Szene besonders hip.
Mich schockiert so etwas immer wieder. Die respektlose Art mit Frauen umzugehen, wie die Kerle schon über sie schreiben, das ist echt wiederlich.
Nun gut, hier geht es ja nicht um PU sondern um Polyamorie.


...Sweety sagts ja selbst: Hier gehts um Polyamorie und nicht um diese lächerliche, frauenverachtende, Kinderkacke PU.

Wie schon mehrmals von mir betont: Ich führe weder ein polyamores Leben noch habe ich vor, zum Polyamoristen zu mutieren. Aber ich finde das Konzept schon ziemlich interessant und es lässt mich schon etwas über meine eigene Sichtweise auf Liebe etc. grübeln... .

Diese zum Teil sehr heftige und verbal deftige Ablehnung von Euch, Piratin / Sweety, kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Ich würde Euch echt mal bitten den Wikipedia-Artikel durchzulesen (auch wenn er lang ist). Da wird aber ganz schnell deutlich, dass das ganze - zumindest theoretisch - überhaupt nix mit PU zu tun hat.
Klar, mir ist auch schon der Gedanke durch den Kopf geschossen, ob sich hinter dem Konzept nicht ein ganz perfider "Trick" verbirgt so nach dem Motto: "Ich will einfach ganz viel unverbindlichen Sex haben, aber nicht als "Arschloch" dastehen und damit meine Sex-Chancen verringern, deswegen überlege ich mir mal eine hübsche, einfühlsam-klingende Theorie...:drool:...und dann springen sicher mehr auf mich an :drool: " Mag ja sein, dass das bisweilen so ist. Ich fände das aber nicht ganz fair, das einfach vorauszusetzen, sondern will das mal ernst nehmen...

Übrigens: Im Wikipedia-Artikel werden auch die zentralen Werte der Polyamorie benannt:
- Ehrlichkeit und Respekt
- Treue (natürlich in einem etwas anderen Wortsinn als üblich ;-)
- Kommunikation und Verhandlung
- Nicht besitzergreifendes Verhalten
- Commitment (Hingabe und Verbindlichkeit)

ob nun Trick oder nicht: Das hat für mich 0,0 mit PU zu tun.
 

Benutzer29410 

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Das mit den PUlern hab ich auch nur angebracht, weil sehr viele PUler diese Beziehungsform bevorzugen und sich damit beschäftigen.

Den Wikipediaartikel kenne ich schon von einer länger zurückliegenden Diskussion, und er hat mich ähnlich überzeugt wie die Maxime des Sozialismus/Kommunismus: schöne Slogans, aber in den meisten Fällen unmöglich mit der menschlichen Natur zu vereinen.

Abgesehen von dem Fakt, dass ich es sehr zweifelhaft finde, Liebe zu Kindern und zum Partner nur durch die Sexualität voneinander zu unterscheiden (ich habe da eine völlig andere Sichtweise), frage ich mich ganz praktisch, dass ihr ja sehr viel Zeit haben müsstet, um nicht nur ein Kind großzuziehen, eurem Beruf nachzugehen und euren Partner glücklich zu machen, sondern auch noch jeweils ein paar andere Leute gleichberechtigt zu lieben und ihnen die entsprechende Zeit zukommen zu lassen.

Die meisten voll berufstätigen Ehepaare mit kleinen Kindern, die ich kenne, fallen abends totmüde ins Bett und müssen sich Zeit füreinander freischaufeln.

Und das nächste: du redest immer nur von dir, und deiner Fähigkeit, noch etliche andere Frauen zu lieben, wenn dich eine mehr braucht, gibst du ihr das etc. Du bist aber kein Mormonenpascha mit seinen 20 Frauen, sondern es wird ja auch andersherum sein: deine Frau wird andere Männer haben, die sie genauso liebt wie dich, wenn einer davon sie grad mehr braucht wird sie mit ihm schlafen statt mit dir und wenn du ein schönes WE für euch beide geplant hast, könnte es sein dass sie sagt: "Ist süß von dir, Schatz, aber der Peter hat mich schon zum Skifahren nach St. Moritz eingeladen, da hab ich schon zugesagt, außerdem wollten wir mal wieder unser Sexleben auffrischen (Peter und ich),du, da brauchen wir die Zeit für uns."

Ich hätte da ein Problem, ich geb`s zu, ich bin eine Frau aus Fleisch und Blut und keine Heilige und keine 68-erKommune1-Tante.

Aprospos Kommune 1: die ist daran gescheitert, dass das alle-lieben-alle-System nicht funktioniert hat sondern an der menschlichen Natur gescheitert ist. Die glorreiche Idee ist nämlich in wilen Eifersuchtsszenen gestorben, und man bedenke dass das Leute waren, die natürlich von dieser Idee ursprünglich überzeugt waren.

Weitere Fragen: mit wem lebt man zusammen, wenn alles gleichberechtigt funktioniert? Was, wenn mehrere Frauen Kinder von verschiedenen Vätern haben? In einer 70er Jahre-Style-Wohnwagensiedlung? Die Frauen (und die Kinder!) zahlen ansonsten bei sowas natürlich drauf, da sie das Kind ja praktisch alleine großziehen müssten, wenn der Mann noch andere Frauen "liebt" und mit ihnen leben möchte und immer nur Rotationssystem vorbeischauen könnte.

Ist doch im Endeffekt alles Quark, sowohl emotional als auch praktisch.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Und das nächste: du redest immer nur von dir, und deiner Fähigkeit, noch etliche andere Frauen zu lieben, wenn dich eine mehr braucht, gibst du ihr das etc. Du bist aber kein Mormonenpascha mit seinen 20 Frauen, sondern es wird ja auch andersherum sein: deine Frau wird andere Männer haben, die sie genauso liebt wie dich, wenn einer davon sie grad mehr braucht wird sie mit ihm schlafen statt mit dir und wenn du ein schönes WE für euch beide geplant hast, könnte es sein dass sie sagt: "Ist süß von dir, Schatz, aber der Peter hat mich schon zum Skifahren nach St. Moritz eingeladen, da hab ich schon zugesagt, außerdem wollten wir mal wieder unser Sexleben auffrischen (Peter und ich),du, da brauchen wir die Zeit für uns."

Ich wage einfach mal zu behaupten, dass fast jeder damit ein Problem hat. Und ich glaube weiter, dass die, die das "promoten" mit ziemlicher Sicherheit die ersten wären, die laut rumkrähen und rumheulen, wenn ihr(e) Partner(in) sich dieselben Freiheiten rausnimmt, wie sie selbst es tun. Eben, Mormonenscheiss, wie du sagst, one-way street...
 

Benutzer75021 

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Ich wage einfach mal zu behaupten, dass fast jeder damit ein Problem hat. Und ich glaube weiter, dass die, die das "promoten" mit ziemlicher Sicherheit die ersten wären, die laut rumkrähen und rumheulen, wenn ihr(e) Partner(in) sich dieselben Freiheiten rausnimmt, wie sie selbst es tun. Eben, Mormonenscheiss, wie du sagst, one-way street...
:jaa:
Und das nächste: du redest immer nur von dir, und deiner Fähigkeit, noch etliche andere Frauen zu lieben, wenn dich eine mehr braucht, gibst du ihr das etc. Du bist aber kein Mormonenpascha mit seinen 20 Frauen, sondern es wird ja auch andersherum sein: deine Frau wird andere Männer haben, die sie genauso liebt wie dich, wenn einer davon sie grad mehr braucht wird sie mit ihm schlafen statt mit dir und wenn du ein schönes WE für euch beide geplant hast, könnte es sein dass sie sagt: "Ist süß von dir, Schatz, aber der Peter hat mich schon zum Skifahren nach St. Moritz eingeladen, da hab ich schon zugesagt, außerdem wollten wir mal wieder unser Sexleben auffrischen (Peter und ich),du, da brauchen wir die Zeit für uns."
So siehts nämlich aus.
Die Herren, die hier so begeistert von der Polyamorie sind, sollten sich darüber im klaren sein, das ihre "Freundinnen" auch noch andere Beziehungen neben ihnen haben und vielleicht hat dann ausgerechnet die Lieblingsfreundin einen anderen Mann bevorzugt (mehr liebt).
Dann ist das Geschrei der Männer aber wieder groß.
 
V

Benutzer

Gast
Den Wikipediaartikel kenne ich schon von einer länger zurückliegenden Diskussion, und er hat mich ähnlich überzeugt wie die Maxime des Sozialismus/Kommunismus: schöne Slogans, aber in den meisten Fällen unmöglich mit der menschlichen Natur zu vereinen.

yep, genau da liegt der hund begraben. klasse beitrag übrigens, liebe piratin, dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.


für mich wäre polyamorie ganz sicher nichts. ich kann mir absolut nicht vorstellen zwei männer gleichzeitig, geschweige denn auch nur annähernd gleichberechtigt zu lieben. und mein partner mit einer zweitfreundin? völlig undenkbar, ich wäre todunglücklich und heartbroken.

es mag ganz vielleicht einige wenige geben, die mit einem solchen lebensmodell tatsächlich glücklich werden können. allerdings klangen für mich die eifrigen versicherungen, dass alle beteiligten einverstanden und glücklich wären, noch nie wirklich überzeugend. meistens sind das doch faule kompromisse, denen mindestens eine partei nur zustimmt, um den geliebten partner nicht ganz zu verlieren. :ratlos:
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Abgesehen von dem Fakt, dass ich es sehr zweifelhaft finde, Liebe zu Kindern und zum Partner nur durch die Sexualität voneinander zu unterscheiden (ich habe da eine völlig andere Sichtweise)

könntest Du mir deine Sichtweise dazu mal erläutern. Mir fällt jetzt schon noch ein Unterschied ein: Die Liebe zu Kindern ist darauf angelegt, die Kinder dazu zu befähigen, sich langsam von einem selbst abzunabeln...also immer "autonomer" zu werden. Die Liebe zwischen Partnern eher nicht. Meinst Du sowas?


, frage ich mich ganz praktisch, dass ihr ja sehr viel Zeit haben müsstet, um nicht nur ein Kind großzuziehen, eurem Beruf nachzugehen und euren Partner glücklich zu machen, sondern auch noch jeweils ein paar andere Leute gleichberechtigt zu lieben und ihnen die entsprechende Zeit zukommen zu lassen.

Die meisten voll berufstätigen Ehepaare mit kleinen Kindern, die ich kenne, fallen abends totmüde ins Bett und müssen sich Zeit füreinander freischaufeln.

...ja so ist das natürlich! Ich hab auch irgendwo schon geschrieben, dass dieses "Alltags-Organisatorische" schon etwas ist, was ich mir nicht so ganz vorstellen kann. Wobei ich diesen "Zeitfaktor" (wieviel Zeit widme ich wem?...und ist "Zeit" immer ein Zeichen für "Liebe") tatsächlich nicht ganz so hoch hängen würde. Könnte m.E. evtl. schon funktionieren.

Und das nächste: du redest immer nur von dir, und deiner Fähigkeit, noch etliche andere Frauen zu lieben, wenn dich eine mehr braucht, gibst du ihr das etc. Du bist aber kein Mormonenpascha mit seinen 20 Frauen, sondern es wird ja auch andersherum sein: deine Frau wird andere Männer haben, die sie genauso liebt wie dich, wenn einer davon sie grad mehr braucht wird sie mit ihm schlafen statt mit dir und wenn du ein schönes WE für euch beide geplant hast, könnte es sein dass sie sagt: "Ist süß von dir, Schatz, aber der Peter hat mich schon zum Skifahren nach St. Moritz eingeladen, da hab ich schon zugesagt, außerdem wollten wir mal wieder unser Sexleben auffrischen (Peter und ich),du, da brauchen wir die Zeit für uns."

...auch klar. Da ich ja nicht "polyamor" lebe, kann ich mir das natürlich nicht so recht vorstellen....ich fände das wohl schon ziemlich beschissen. Aber die Frage, die ich mir stelle: Warum eigentlich? Man muss doch überall im Leben "Kompromisse" eingehen, bisweilen auf etwas verzichten, warum eigentlich nicht hier auch?....Klar, wenn das zu einem Dauerzustand wird, und das ganze nicht mehr "ausbalanciert" ist, wirds natürlich zum Problem. Das wäre dann halt ein Zeichen, dass irgendwas in der Beziehung nicht stimmt, genauso wie es in einer monogamen Beziehung ebenfalls Situationen gibt, die darauf hinweisen, dass was schief läuft.

Weitere Fragen: mit wem lebt man zusammen, wenn alles gleichberechtigt funktioniert? Was, wenn mehrere Frauen Kinder von verschiedenen Vätern haben? In einer 70er Jahre-Style-Wohnwagensiedlung? Die Frauen (und die Kinder!) zahlen ansonsten bei sowas natürlich drauf, da sie das Kind ja praktisch alleine großziehen müssten, wenn der Mann noch andere Frauen "liebt" und mit ihnen leben möchte und immer nur Rotationssystem vorbeischauen könnte.

...das scheint mir tatsächlich die entscheidende Frage zu sein. Wie läufts, wenn Kinder da sind? Hab da keine wirkliche Antwort drauf. Man könnte (dafür brauchts keine Wohnwagensiedlung ;-) z.B. gemeinsam (meherere Frauen, mehrere Männer, mehrere Kinder) in einem ausreichend großen Haus wohnen...wär wohl schon ein wenig kommunemäßig ;-). Warum die Frauen die Kinder allein großziehen müssen, erschließt sich mir aber nicht. Das ist ja wohl weniger ein Problem von Monogamie/Polyamorie, sondern eher ein Problem von "getrennt" oder "zusammenleben". Und das oben geschilderte Problem der Rotation gibts ja bei "seriell" Monogamen (Patchwork-Familien, getrennt-lebenden usw.) leider sowieso all zu häufig. [/QUOTE]
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
Aber die Frage, die ich mir stelle: Warum eigentlich? Man muss doch überall im Leben "Kompromisse" eingehen, bisweilen auf etwas verzichten, warum eigentlich nicht hier auch?
Vielleicht gerade deswegen. Wenn ich schon ständig im Leben Kompromisse machen muss, dann will ich auch en Bereich haben, der das ausgleicht. Eine Beziehung soll für mich auch so etwas wie ein "Nest" sein, da will ich vor allem Verständnis und Geborgenheit erfahren. Ähnlich mit Sexualität, ich will da jemanden, der auf meiner Wellenlänge schwimmt, von ganz kleinen Kompromissen/Entgegenkommen mal abgesehen.
 

Benutzer75021 

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Nochmal zum Unterschied, Liebe zu Kindern und Liebe zum Partner.
Die Liebe zu Kindern ist eine ganz andere, alleine das Gefühl der Liebe ist anders.
Man ist ja normalerweise auch nicht Eifersüchtig, wenn das Kind zeitweise den Vater mehr mag wie die Mutter (oder Oma, Opa-weil die alles erlauben). Zumindest kenne ich das nicht bei mir und meinen Kindern.
Man möchte Kinder umsorgen, sie zu sebstständigen Personen erziehen die irgendwann ein eigenes Leben führen können.
Das ist mit einem Partner ja ganz anders-mit dem möchte man sein Leben verbringen.
Vielleicht ist der Grund warum man den Partner nicht teilen möchte auch ganz simpel: man teilt jede Person emotional mit anderen, die Freunde, Familie, Kinder und dann ist es schön wenn man eine Person (nämlich den Partner) emotional und vor allem sexuell (das gehört für mich in der Liebe zusammen) nicht teilen muss!
In den meisten monogamen Beziehungen sind Sex und Gefühle untrennbar voneinander. Sex ist ja nicht nur befriedigung, Sex ist vor allem auch Austausch gegenseitigen Gefühlen, Liebe.
Und dieser Breich soll in der Beziehung nur mir und meinem Freund gehören.
 

Benutzer84947 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Mich schockiert so etwas immer wieder. Die respektlose Art mit Frauen umzugehen, wie die Kerle schon über sie schreiben, das ist echt wiederlich.
Bitte nicht alle über einen Kamm scheren, ich würde eine Frau NIEMALS respektlos behandeln.

Die Herren, die hier so begeistert von der Polyamorie sind, sollten sich darüber im klaren sein, das ihre "Freundinnen" auch noch andere Beziehungen neben ihnen haben und vielleicht hat dann ausgerechnet die Lieblingsfreundin einen anderen Mann bevorzugt (mehr liebt).
Dann ist das Geschrei der Männer aber wieder groß.
Ist vollkommen in Ordnung, das muss man eben zugestehen wenn man sich selber auch die Freiheit nimmt, macht das ganze etwas aufregender.
 

Benutzer75021 

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Off-Topic:

Bitte nicht alle über einen Kamm scheren, ich würde eine Frau NIEMALS respektlos behandeln.
Off-Topic:
Das habe ich auch nie behauptet, jedoch tummeln sich in diesen PU Foren eine Menge dieser Herren, die Frauen nicht als gleichberechtigten Partner ansehen. Das finde ich in der heutigen Zeit erschreckend.


Übrigens, hab was total interessantes entdeckt: http://studgendeutsch.blogspot.com/2007/11/ist-die-monogame-bindung-der-kern-aller.html
 
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