Wie steht ihr zu dem Thema Fremdgehen in einer Beziehung?

Benutzer108657 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey ihr Lieben,

mich würde mal interessieren was ihr so allgemein über das Thema Fremdgehen in einer Beziehung denkt und wie sich das auf die Beziehung auswirkt oder auswirken kann? :smile: Ist schonmal jemand von euch fremdgegangen und habt ihr es eurem Partner erzählt? Was war euer Grund warum ihr es getan habt? aus Neugier, fehlender Liebe oder fehlendem sex?

würde mich über antworten freuen :tongue: :herz:
 

Benutzer106617 

Meistens hier zu finden
Ich muss zugeben, dass ich schnell Eifersüchtig werden kann. Es tut mir einfach selbst ziemlich weh und ich möchte mögliche Konkurrenz so schnell wie möglich für mein "Opfer" disqualifizieren. Ich halte nichts vom Fremdgehen. Es zerstört die Vertrauensbasis, auf der man eine Beziehung aufbaut.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Es kommt darauf an, wie man Fremdgehen definiert, ich bin aber faktisch noch nie körperlich fremdgegangen. Ich erlbe aber so häufig, wie Menschen betrogen und hintergangen werden, dass ich mich mit dem Gedanken der Treue kaum anfreunden kann und u.a. deswegen eine offene Beziehung seit mehr als 1 1/2 Jahren führe. Alleine auf Sex baue ich keine Vertrauensbasis auf.

Das mit der Eifersucht kann man sich abgewöhnen, sobald man mal darüber reflektiert, warum man eifersüchtig ist. Meist weil man denkt, die Konkurrenz könnte besser sein und einen ersetzten. Reine Kopfsache.
 

Benutzer108578 

Sorgt für Gesprächsstoff
Fremdgehen würde gar nicht gehen. Da wäre bei mir Schluss.
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Ich bin mit meinem Partner sechs Jahre zusammen und wir hatten unsere liebe Not mit der Fremdgeherei. Er ist mir mehr als einmal fremdgegangen, es kam raus und hat mich damals fast wahnsinnig gemacht. Unnötigerweise habe ich mich dafür "revanchiert", weil ich dachte, es würde mir besser gehen, das war in jeder Hinsicht schlecht und ein Fehler. Unsere Beziehung hat das alles ganz gut überstanden, wir können einander wieder vertrauen und machen inzwischen sogar gerne Witze über diese Sache - vor allem über meinen himmelschreiend schlechten Geschmack den Rache-Lover betreffend.

Insgesamt bin ich heute sehr viel lockerer was das Thema betrifft als früher. Ich liebe meinen Partner und vermisse auch sexuell nichts. Aber ich bin nicht blind für andere Männer und es kam durchaus schon vor, dass ich ganz böse, unzüchtige Gedanken bekommen habe. Wenn die körperliche Anziehung dann auf Gegenseitigkeit beruht, kommen natürlich Situtationen zustande, wo es gefährlich werden kann. Passiert ist bisher nie etwas, was über das erlaubte "Appetitholen" hinaus ginge, aber ich kann nicht schwören, dass ich die nächsten 60 Jahre tapfer bleibe. Ich sehe es aber auch nicht mehr so eng. Solange in der Beziehung alles in Ordnung ist, bringt uns ein sexuelles Auswärtsspiel nicht wirklich in Gefahr, weil wir beide wissen, wo wir hingehören und was wir wollen.
 

Benutzer105866 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich wurde auch zweimal hintereinander betrogen.

Das gefühl alleine, dass sein (dementsprechend auch mein *zwinker scherz*) Penis in einem Mund einer andren war, reicht aus, dass ich weder verfrauen noch lust in/auf meinen Partner mehr habe.
Also absoluter trennungsgrund.
 

Benutzer97441  (27)

Öfters im Forum
Bei mir einer der - wenn nicht der - Trennungsgrund Nummer 1.

Warum sollte man Fremdgehen wenn man sich in einer Beziehung alles geben kann ? Gründe dafür wären ja wohl eher speziell, trotzdem ließe ich da keinen Freiraum. Es ist und bleibt ein Vertrauensbruch - nach dem Motto "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht."
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Bin mehrfach und in diversen Beziehungen fremdgegangen und wurde auch schon mehrfach betrogen (ich habe dann aber die Beziehung geöffnet und damit zumindest ihm einen Freifahrtschein gegeben, ich selber hatte da gerade kein Interesse) , sehe aber auch in sexueller Treue keinerlei Sinn, ausser in der Kinderwunschphase da macht es Sinn zumindest als Frau.

Einige meiner Partner wussten es, wenn sie gefragt haben, habe ich sowiso auch immer ehrlich geantwortet und sie auch.
Wer nicht fragen wollte (weil er die Antwort nicht hören wollte) hatte aber sicher auch so keine Illusionen, wollte halt nur die Bestätigung vermeiden.
Beziehungen sind aus diesem Grunde nie beendet worden und es hat auch keinem das Herz gebrochen oder sein Vertrauen in Beziehungen erschüttert.
Mit allen bin ich selbst nach 25 Jahren noch freundschaftlich verbunden und keiner trägt irgendwem irgendwas davon nach, man macht eher mal Witzchen drüber.


Ich sehe es aber auch nicht mehr so eng. Solange in der Beziehung alles in Ordnung ist, bringt uns ein sexuelles Auswärtsspiel nicht wirklich in Gefahr, weil wir beide wissen, wo wir hingehören und was wir wollen.

Genau.:jaa:
Ich erwarte keine sexuelle Treue und ich verspreche auch keine, eine richtig offene Beziehung hatte ich dennoch nie eine, weil ich sowas eh nicht in Schubladen pressen muss.
Sind ja auch immer Phasen im Leben die kommen und gehen und nicht immer lebt man sie auch wirklich aus, ich habe auch keinerlei Probleme damit jahre- oder jahrzehntelang sexuell treu zu sein, egal was mein Partner in der Zeit macht, wäre für mich nie ein Trennungsgrund.
Ich bin ohnehin überraschend beständig und loyal in allen anderen Beziehungsdingen und kenne meinen Heimathafen und meine Männer auch.:smile::herz:
 
G

Benutzer

Gast
Grundsätzlich habe ich für Fremdgehen kein Verständnis und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich das verzeihen könnte. Wie ich in einer solchen Situation dann wirklich reagieren würde, weiß ich nicht.
Dass sowas in einer intakten, funktionierenden Beziehung passiert, glaube ich nicht. Da ist dann schon lange etwas nicht in Ordnung und allein deshalb sollte man wohl seine Konsequenzen aus solch einem "Vorfall" ziehen.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin auch schon fremdgegangen. In meiner damaligen Beziehung. Es lief zum Schluss aber auch nicht mehr gut - Wir hatten Probleme im Bett, ich hatte eine extreme Unsicherheit in unserer Beziehung entwickelt, er konnte mit meinen Wünschen nicht umgehen und ich auch nicht mit seinen - ich denke, das hat meine Ausrutscher sehr begünstigt.
Wäre unsere Beziehung damals stabil gewesen, weiß ich nicht, ob es soweit gekommen wäre, weil wir damals große Anhänger von sexueller Treue waren.

Heuzutage sehe ich das aber auch lockerer.
Ich würde die Option "offene Beziehung" gerne mal ausprobieren.
Nur weiß ich nicht, ob ich das - jetzt zumindest - schon kann, weil ich doch zu einer gewissen Eifersucht neige, wenn ich mich wirklich in jemanden verliebt habe. Vielleicht muss man da auch eine gewisse Reife erlangen und mehr Selbstbewusstsein entwickeln.
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Grundsätzlich habe ich für Fremdgehen kein Verständnis und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich das verzeihen könnte. Wie ich in einer solchen Situation dann wirklich reagieren würde, weiß ich nicht.
Dass sowas in einer intakten, funktionierenden Beziehung passiert, glaube ich nicht. Da ist dann schon lange etwas nicht in Ordnung und allein deshalb sollte man wohl seine Konsequenzen aus solch einem "Vorfall" ziehen.

Ich schließe mich an.
Wäre vermutlich ein Trennungsgrund. Ich könnte sowas nicht verzeihen und würde ihm das immer wieder vorhalten!
Ne, ich denke ich würd die Beziehung dann lieber beenden weil das Vertrauen weg ist.
 
V

Benutzer

Gast
Sagen wir mal, ich würde Fremdgehen zumindest verzeihen wollen.
Nach über 6 gemeinsamen Jahren würde ich meine Beziehung nicht so leichtfertig beenden können oder wollen.
Ob ich es verzeihen könnte steht allerdings auf einem anderen Blatt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich kann mir jedenfalls nur schwer vorstellen, in einem solchen Fall jemals wieder Vertrauen zu ihm aufbauen zu können.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Sagen wir mal, ich würde Fremdgehen zumindest verzeihen wollen.
Nach über 6 gemeinsamen Jahren würde ich meine Beziehung nicht so leichtfertig beenden können oder wollen.
Ob ich es verzeihen könnte steht allerdings auf einem anderen Blatt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich kann mir jedenfalls nur schwer vorstellen, in einem solchen Fall jemals wieder Vertrauen zu ihm aufbauen zu können.

Kann ich so übernehmen.
Ich traus mir ehrlich gesagt einfach nicht zu, Fremdgehen zu verzeihen. Der Schatten wäre zu groß. Den würde ich wohl nie weg kriegen. :frown:

Ich selbst kann mir gar nicht vorstellen, fremdzugehen. Wenn ich in einer Beziehung bin, dann stecken all meine Emotionen da drin. Da bin ich für andere Männer schon nur bedingt "offen".
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin kein sonderlich eifersüchtiger Mensch (die Phase habe ich glücklicherweise recht früh abgehakt), Fremdgehen ist trotzdem kein Kavaliersdelikt für mich, sondern eins der größten No-Gos. Ob ich es verzeihen könnte weiß ich nicht - das käme vermutlich auch auf die Umstände an, darauf ob sie es von sich aus beichtet oder ich es so rausfinde, wie es dazu gekommen ist, in welchem Zustand die Beziehung zu dem Zeitpunkt war...

Ich denke aber auch dass ich massive Probleme hätte, dann wieder Vertrauen aufzubauen - sehr wahrscheinlich würde die Beziehung selbst wenn ich es verzeihen wollte dann daran scheitern. Der Vertrauensbruch, das Gefühl hintergangen worden zu sein, das wäre schlimmer für mich, als der schnöde Punkt dass sie Sex mit jemand anderem hatte. Der wäre zwar nicht schön, aber eher verkraftbar.

Auch aktiv kommt fremdgehen für mich nicht in Frage. Bisher hatte ich dazu weder ein Bedürfnis, noch glaube ich dass ich mir damit selbst einen Gefallen tun würde - mein Gewissen ist dazu etwas zu ausgeprägt. Das fände es gar nicht toll, einen Menschen den ich liebe zu verarschen und hintergehen. Und: eine funktionierende Beziehung würde ich sicher nicht für schnellen Spaß hinter ihrem Rücken riskieren, eine nicht-funktionierende wohl eher beenden, als mir Befriedigung und den sexuellen Kick woanders zu suchen und die Beziehung halt mal laufen zu lassen. Mal abgesehen davon, dass ich wenn ich meine Partnerin liebe schlicht kein Bedürfnis habe, mit anderen Sex zu haben. Zumindest war das bisher bei mir immer so.
 
S

Benutzer

Gast
Ich glaube, ich würde meine 10 jährige Beziehung auch nicht wegen Untreue beenden - jedenfalls nicht, wenn es sich ausschließlich um körperliche Untreue handelt.

Immerhin bin ich die erste Freundin meines Freundes und ich wäre leicht naiv, wenn ich glauben würde, dass er nicht das Bedürfnis nach einer anderen Frau im Bett hat. Wir haben darüber sogar schon gesprochen und ich habe ihm angeboten, sich anderweitig eine Frau ins Bett zu holen. Bedingung ist, dass dieses Recht für beide gilt: Also dass auch ich mit einem anderen Mann verkehren darf.

Für ihn kommt das nicht in Frage. Ok, dass heißt dann aber auch für mich, körperlich treu zu sein.

(Von Gefühlen für eine andere rede ich mal nicht, denn damit wäre die Beziehung sowieso beendet, wenn sich einer von uns in eine andere Person verlieben würde. Schwärmen ok, Verliebtsein nein!)
 
C

Benutzer

Gast
Auch ich bin in einer Beziehung schon fremdgegangen und gerade deshalb ist es für mich der Trennungsgrundnummer 1, weil ich weiß, wie man als Fremdgeher in solchen Situationen denkt. Ich hatte damals nicht mal ein schlechtes Gewissen.
 

Benutzer46933  (40)

live und direkt
ich steh da rein gar nicht zu, denn ab da is die beziehung für mich vorbei.
 
M

Benutzer

Gast
Ich bin treu - und das erwarte ich auch von meinem Partner. In unserem Fall bedeutet das, Sex mit anderen ist gestattet, solange der Partner vorher das okay gegeben hat.
Wenn er diese Regel bricht, wäre Schluss. Fremdficken stört mich nicht, mein Vertrauen misbrauchen allerdings schon.
 

Benutzer81102 

Meistens hier zu finden
Ich finde fremdgehen richtig richtig schlimm, da ich am eigenen Leib erfahren habe, dass es einem das Herz brechen kann.
Dabei ist noch nichtmal mehr der Aspekt, dass der Partner jemand anderes geküsst/mit ihm geschlafen hat das Schlimme, sondern der Vertrauensbruch, das "betrogen-worden-sein", das angelogen werden.

Mein Freund ist mir im ersten Jahr unserer mittlerweile fast 3jährigen Beziehung mehrmals fremdgegangen. Meist waren es "nur" rumknutschereien, aber Sex kam auch zweimal vor (wobei es direkt am Anfang war, hinterher dann "nur" noch mildere Formen des Fremdgehens).
Ich habe immer gesagt, wenn mich einer betrügt, dann mach ich Schluss. Aber so einfach war es dann doch nicht, zumal ich es erst erfahren habe, als sich ohnehin schon viele viele grundlegende Dinge an ihm und unserer Beziehung geändert hatten.
Bei uns lags auch eher weniger an einer "nicht mehr intakten" Beziehung (er ist mir schon nach 3 Monaten fremdgegangen), sondern eher an seinem Verhaltensschema und seiner Entwicklungsstufe, da er auch in vorherigen Beziehungen fremdgegangen ist und auch zu anfang unserer Beziehung gleich meinte, dass er sich eigentlich nicht wieder so schnell "binden" wollte.
Es ging aber auch mit vielem einher - wir hatten eine Fernbeziehung, er wollte seine Freiheit (ich wollte mehr Nähe), er hat mich meistens nur alle 2-3 Wochen mal sehen wollen und hatte nur Feierei, Bestätigung holen und "Austoben" im Kopf. Als ich dann zu ihm in seine Stadt gezogen bin (und dann 5 Monate später mit ihm zusammen) und unsere Beziehung langsam einen anderen Stellenwert bekam, hat ers gelassen und seitdem er mir dann auch alles gestanden hat, ist er ein ganz anderer Mensch geworden. So bescheuert das auch klingt. Will jeden Tag mit mir verbringen, redet von Hochzeit und Kindern, weint oft wegen seiner Taten, geht nicht mehr Feiern oder wenn, dann nur mit mir zusammen (hat aber eh nicht mehr so die Lust dazu), hat viele "Freundschaften" von damals aufgegeben...
Es war bei uns einfach eine Sache der Entwicklung. Zum Glück haben wir uns schlussendlich aufeinander zu bewegt, auch wenns ein harter Kampf war. Der Grund, warum ich mit ihm noch zusammen bin, ist der, dass ich in ihm schon immer den Mann gesehen habe, der er jetzt ist. Es war eine Frage der Zeit und auch ich habe damals viele Fehler gemacht. Außerdem hat er in diesem schweren Jahr nahezu alles für mich getan und wird niemals müde, mir zeigen zu wollen, dass er anders ist, dass er sich verändert hat und dass er es bereut.
Klar durchlebe ich noch viele Angst- und Panikmomente, das Vertrauen ist längst nicht wieder hergestellt und wir reden seit seinem Geständnis (ist jetzt fast ein Jahr her!) auch immer noch hin und wieder über das, was geschehen ist. Insbesondere er hat da viel aufzuarbeiten, da viele seiner Verhaltensweisen schon in seiner Kindheit begründet liegen. Aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen :zwinker:

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich auch immer gedacht habe, dass ich sowas nie verzeihen würde, aber unter gewissen Umständen war ich dann doch bereit dazu (wobei ich nicht weiß, ob ich ihm die Taten überhaupt jemals so richtig verzeihen kann), zumindest bin ich mit ihm nach einer kurzen Trennung dann doch zusammen geblieben und gebe uns eine Chance.
Eigentlich bin ich auch optimistisch, aber da das Vertrauen so hinüber ist und ich so tief im Herzen verletzt bin (immer noch, auch wenn ich ihn mittlerweile "verstehe"), kanns auch sein, dass man hier irgendwann einen "Trennungs"-Thread von mir findet. Das schließe ich nicht aus. Es brodelt immer noch gefährlich nahe in diese Richtung.
Genauso gut kanns auch sein, dass er mich wieder betrügt, das weiß man natürlich nie.

Ich selber würde wohl niemals fremdgehen. Das widerspricht meinen Prinzipien, meinen Werten und Vorstellungen einfach total. Ich glaube, ich könnte das nicht, selbst wenn ich "wollte".
 
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