Wie soll ich meiner Mutter beibringen, dass ich einen Freund hab?

Benutzer117915 

Verbringt hier viel Zeit
Meine Familie ist ziemlich konservativ... und ich muss dazu noch sagen, dass ich aus einer muslimischen Familie komme, was die Sache nicht gerade einfacher macht.
Ich durfte bisher nie einen Freund haben und hab mich das bisher auch nicht getraut, weil ich Angst vor der Reaktion meiner Mutter und der Familie hatte. Sie sagte immer wieder dass ich sowas nie machen dürfte, deshalb hab ich mich auch daran gehalten... bis ich meinen jetzigen Freund kennenlernte... und ich wollte einfach mit ihm zusammen sein und mir das nicht verbieten lassen...
Mein Freund will mir aufjedenfall zur Seite stehen und dabei sein, aber ich hab bisher abgelehnt, weil ich nicht wusste was ich davon halten soll. Vielleicht würde das die Situation ja noch schlimmer machen, wenn er dabei wäre.... naja, ich hatte so eine Situation noch nie :depri:

Hat jemand von euch vielleicht irgendwelche Tipps oder vielleicht sogar schonmal so eine ähnliche Situation gehabt?

Würde mich auf ein paar Antworten freuen!
 

Benutzer113230  (30)

Öfter im Forum
Also erstmal lässr du dir da ne Menge reinreden, hier in Deutschland darfst du mit 16 schlafen mit wem du möchtest, und Liebe ist hier nicht reguliert, somit können dir deine Eltern mit ihrer "Einstellung" die sie vllt mit ihrer "Religion" versuchen zu untermauern mal am Arsch vorbei gehen. Und mit 18 ist sowieso.

Vielleicht würde das die Situation ja noch schlimmer machen,
Die schlimmste Situation wäre wenn du alleine bist und dich ncith traust nen netten Mann kennen zu lernen oder ihn verlässt weil du es deinen Eltern rechtmachen willst.

Versteh diese Einstellung, die manche Eltern haben nicht.

Nimm ihn mit und stell ihnen ihn nett vor, vllt sehen se ja das es doch nicht so schlimm ist :smile:
Wenn er dann noch höflich ist usw dann sollte sich das theoretisch lösen lassen, und wies gelaufen ist kannst du ja dann kund tun :smile:
 

Benutzer112177 

Meistens hier zu finden
So einfach, wie du das sagst, blackbird, ist es keineswegs.

Was für Konsequenzen würde ein Freund haben?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die entscheidende Frage ist doch erst mal: Bist du irgendwie von deinen Eltern abhängig? Lebst du bei ihnen?

Wenn du nicht von ihnen abhängig bist, ist die Sache doch recht einfach... sag ihnen eben, dass du einen Freund hast - und wenn sie ein Problem damit haben, ist es ihr Problem.
Aber wenn du von ihnen abhängig bist und ihr Problem somit auch zu deinem Problem wird, sieht die Sache schon ganz anders aus.
 
L

Benutzer

Gast
Erstmal finde ich es nach wie vor erschreckend, dass Eltern in Deutschland es sich erlauben einer Volljährigen vorzuschreiben ob sie einen Freund haben darf oder nicht. Und ich glaube, genau diesen Punkt solltest du verinnerlichen: Du darfst es nicht nur, du hast das Recht dazu! Und niemand darf seine Maßstäbe, bedingt durch Religion oder Tradition, auf dein Leben anwenden.
Wenn du dir das bewusst gemacht hast, kannst du mit der richtigen Einstellung und Kompromisslosigkeit in so ein Gespräch gehen.

Sollte es tatsächlich hart auf hart kommen, hast du einen Plan B? Kannst du, wenigstens vorübergehend, woanders wohnen?
 

Benutzer12784  (40)

Sehr bekannt hier
Die entscheidende Frage ist doch erst mal: Bist du irgendwie von deinen Eltern abhängig? Lebst du bei ihnen?

Wenn du nicht von ihnen abhängig bist, ist die Sache doch recht einfach... sag ihnen eben, dass du einen Freund hast - und wenn sie ein Problem damit haben, ist es ihr Problem.
Aber wenn du von ihnen abhängig bist und ihr Problem somit auch zu deinem Problem wird, sieht die Sache schon ganz anders aus.
Meine Güte, jeder der studiert ist von seinen Eltern abhängig, muss man sich deswegen das Leben vorschreiben lassen?
Ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens ist es die Eltern in die Schranken zu weisen wenn sie mit Vorstellungen kommen die weit von jeder Realität sind und die übermäßige Einmischung ins Leben ihrer Volljährigen Tochter ist fern von den realen Möglichkeiten.
Normalerweise beginnt man mit 16 zu sagen, was man will und es sich zu nehmen wenn daheim gröberer Widerstand herrscht. Manche machen das eben erst später.
Bei Konservativen herrscht aber oft eine Politik des Ignorierens. Man weiß zwar, dass da was läuft aber man schaut einfach nicht hin, redet es nicht an und tut so als würde es nicht existieren.

Mit 18 Jahren würd ichs einfach sagen, oder den Freund mit heim nehmen wenn es etwas ernsteres ist. Konfrontation ist oftmals wichtig wenn man sich sein eigenes Leben aufbauen will.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Hier wird aber ganz schön aus dem Elfenbeinturm heraus argumentiert. Ich möchte mal wissen wer von den Leuten, die auf die rechtliche Situation anspielen, bereit wäre, völlig mit seinen Eltern zu brechen, ohne vorher andere Wege ausprobiert zu haben.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Bekannter hat mir gestern erzählt, wie er mit 18 Jahren seinen türkischen, muslimischen Eltern erzählt hat, dass er schwul ist. Erstmal haben alle geheult, dann haben sie ihm PC und Handy abgenommen und zu einem "privaten Psychologen" gebracht. Nach 5 Tagen hat er sein Handy geschnappt, ein paar Sachen gepackt und ist zu seinem Freund abgehauen. Dort haben sie Telefonterror veranstaltet, ihm gedroht, dass sie ihn umbringen und sein Handy geortet. Also ist er wieder bei anderen Freunden untergekommen. Irgendwann brauchte er Dokumente und ist nach Hause.

Inzwischen rufen sie alle 2 Wochen an und telefonieren mal kurz für 5 Minuten.

Migraten können nicht in ein anderes Land kommen und erwarten, dass die neue Kultur spurlos an ihren Kindern vorbeigeht und diese nach alten Traditionen leben. Du bist 18 Jahre alt. Du kannst ausziehen und ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben leben.

P.S.: Ich habe selber mal mit meinen Eltern für 2 Jahre gebrochen.
 
L

Benutzer

Gast
Ich durfte bisher nie einen Freund haben und hab mich das bisher auch nicht getraut, weil ich Angst vor der Reaktion meiner Mutter und der Familie hatte. Sie sagte immer wieder dass ich sowas nie machen dürfte, deshalb hab ich mich auch daran gehalten...
Wie sind denn deine Eltern sonst so? Hast du "normale" Freiheiten (ausgehen, Freunde einladen etc.) und kannst du normalerweise mit deinen Eltern reden über Dinge, die dich beschäftigen?

Evtl. sind deine Eltern gar nicht so dagegen, wie sie vorgeben.[DOUBLEPOST=1349003055,1349002964][/DOUBLEPOST]
Nein, mein Freund ist Deutscher.
Würde es eigentlich einen Unterschied machen, wenn er Moslem wäre?
 

Benutzer117915 

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Wie sind denn deine Eltern sonst so? Hast du "normale" Freiheiten (ausgehen, Freunde einladen etc.) und kannst du normalerweise mit deinen Eltern reden über Dinge, die dich beschäftigen?

Nein, nicht wirklich. Wenn ich schonmal über Nacht wegbleiben will, zum Beispiel bei meinem Freund, muss ich schon meine Mutter anlügen und sagen dass ich bei einer Freundin übernachte, davon hält sie zwar auch nicht viel und ist dagegen, aber da ist es nicht ganz so schlimm. Abends spät nach Hause zu kommen funktioniert gar nicht bei mir.

Würde es eigentlich einen Unterschied machen, wenn er Moslem wäre?

Ich glaub schon, dass es da einen Unterschied gäbe, meine Familie würde es zwar trotzdem verbieten, aber ich denke schon dass sie da einen Unterschied zwischen Moslem und einem Christen machen.
 
L

Benutzer

Gast
...davon hält sie zwar auch nicht viel und ist dagegen, aber da ist es nicht ganz so schlimm.

Das heisst, du setzt dich da eigentlich auch über ein "Verbot" hinweg? Sind dann die Strukturen bei euch nicht ganz so festgefahren? Für mich klingt das schon etwas danach, dass du dich etwas emanzipiert hast.
 

Benutzer113230  (30)

Öfter im Forum
Migraten können nicht in ein anderes Land kommen und erwarten, dass die neue Kultur spurlos an ihren Kindern vorbeigeht und diese nach alten Traditionen leben. Du bist 18 Jahre alt. Du kannst ausziehen und ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben leben.

Meine Rede, hier herrschen andere Gesetze und vorallem gesellschaftliche Normen.
Das Eltern es nicht gern sehn wenn ihre Tochter pflüge wird, ja gut, Angst das Sie vllt nen unsympatischen Kerl mitbringt, bzw der "neue" erstmal ca (gefühlt) 100 Standpauken durchwandern muss bis er gut genug ist, auch verständlich, aber zusagen "du darfst nicht", ist albern, unreif, und zeugt eher von Dummheit.

Und ich hab garnichts gegen Religionen, aber dieses totale "kontrollieren" ist nicht zeitgemäß.

Ich glaub schon, dass es da einen Unterschied gäbe, meine Familie würde es zwar trotzdem verbieten, aber ich denke schon dass sie da einen Unterschied zwischen Moslem und einem Christen machen.

Wenn ich das schon höre, wenn er quasie Moslem wäre, wäre es besser. Was ändert sich denn außer der Religion ? Garnichts.
Ansich glauben alle an eine "höhere" Macht. Ob Juden, Moslems, Christen, Budisten ect.

Warscheinlich bist du ein total nettes Mädchen und da tust du mir ehrlich Leid Eltern zuhaben die einen so unterbuttern wollen.

Vllt ist das mal der Punkt wo du dich wehren kannst und musst, du bist erwachsen, nichtmehr lange da wirst du ausziehen, studieren/arbeiten vllt mit deinem Freund, und das müssen deine Eltern akzeptieren, ob sie wollen oder nicht, sie haben garkeine Wahl.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Meine Güte, jeder der studiert ist von seinen Eltern abhängig, muss man sich deswegen das Leben vorschreiben lassen?
Das habe ich niemals behauptet.

Aber gerade wenn man noch von den Eltern abhängig ist, sollte man sich trotzdem genauer überlegen, wie man nun vorgeht.
Nicht dass man dann im hohen Bogen aus dem Elternhaus geworfen wird und keine Ahnung hat, wo man unterkommen kann und wie das Leben weitergehen soll. (falls die Eltern derart extreme Ansichten haben sollten...)

Nein, nicht wirklich. Wenn ich schonmal über Nacht wegbleiben will, zum Beispiel bei meinem Freund, muss ich schon meine Mutter anlügen und sagen dass ich bei einer Freundin übernachte, davon hält sie zwar auch nicht viel und ist dagegen, aber da ist es nicht ganz so schlimm. Abends spät nach Hause zu kommen funktioniert gar nicht bei mir.
Und warum lässt du dir das gefallen?
Du bist volljährig! - Da darfst du tun und lassen, was du willst, kannst so lange ausgehen, wie du willst, usw.
Deine Eltern haben nicht das Recht, dich derart einzuschränken.
 

Benutzer12784  (40)

Sehr bekannt hier
Das habe ich niemals behauptet.

Aber gerade wenn man noch von den Eltern abhängig ist, sollte man sich trotzdem genauer überlegen, wie man nun vorgeht.
Nicht dass man dann im hohen Bogen aus dem Elternhaus geworfen wird und keine Ahnung hat, wo man unterkommen kann und wie das Leben weitergehen soll. (falls die Eltern derart extreme Ansichten haben sollten...)


Naja in Deutschland kommt man immer irgendwo unter und bekommt Hilfe wenn man sie braucht. Für mich wirken solche Geschichten immer ein wenig wie die Fritzl Kellerkinder Geschichte.
Da kann man nur aufstehen und kämpfen wenn man nicht untergehen will.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich denke du weißt eh, dass deine Eltern dir mit 18 Jahren nicht verbieten können, einen Freund zu haben. Allerdings ist es wohl noch zu früh, um darüber nachzudenken, mit deinen Eltern zu brechen.

Warte erstmal ab, wie das Gespräch mit ihnen verläuft. Ob du deinen Freund mitnehmen solltest, musst du danach entscheiden, wie du die Reaktion deiner Eltern einschätzt. Wenn du glaubst, dass sie ganz unverständig reagieren werden, würde ich ihn nicht dabei haben, damit du sie nicht gleich ganz überforderst. Aber prinzipiell finde ich es schon ganz gut, wenn er dabei ist. Einerseits gibt es dir natürlich Sicherheit und "Rückendeckung", andererseits kann es vielleicht auch Ängste deiner Eltern zerstreuen, dass du dich total wild-freizügig durch die Gegend vögelst, wenn dein Freund einen guten Eindruck auf sie macht. Und die Tatsache, dass du ihn mit zu deinen Eltern nimmst, zeigt ihnen natürlich auch, dass es dir ernst ist mit ihm.
 

Benutzer118270 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Wenn ich das schon höre, wenn er quasie Moslem wäre, wäre es besser. Was ändert sich denn außer der Religion ? Garnichts.
Naja, ich glaub, du kannst es nicht so einfach sagen - zumindest nicht aus der Sicht eines konservativen Elternteils. Sie verbinden mit der Religion bestimmte Ansichten und diese werden dem Kind oder Heranwachsenden von klein auf vermittelt. Und wenn der junge Mann ein Moslem ist, - glauben zumindest die Eltern - dass der Herr diese Ansichten kennt und (zumindest zum Teil) respektiert. Könnte mir vorstellen, dass die Eltern glauben, dass der Freund dann mit Sex etc. "wartet" bis die beiden verheiratet sind. Oder andersherum wenn er sie entjungfert auch tatsächlich heiratet und somit die "Ehre der Familie bzw. des Mädels" bewahrt.
Bei Moslem oder Christ geht es den Eltern nur um den geringstmöglichen "Schaden"... wenn man es so bezeichnen kann...
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vllt ist das mal der Punkt wo du dich wehren kannst und musst, du bist erwachsen, nichtmehr lange da wirst du ausziehen, studieren/arbeiten vllt mit deinem Freund, und das müssen deine Eltern akzeptieren, ob sie wollen oder nicht, sie haben garkeine Wahl.
Würdest Du das bitte auch Arzu Özmen erzählen?
Ach nee, geht ja nicht - die ist ja von ihrem eigenen Bruder ermordet und auf einem Golfplatz bei Großensee abgelegt worden... wie konnte ich das nur vergessen? :kopfwand:
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Naja, ich glaub die Angst vor einem Ehrenmord ist jetzt auch wieder weit hergeholt. Ich glaube nicht, dass alle konservativen Muslime so sind wie ein paar sehr wenige schwarze Schafe, die natürlich die Schlagzeilen machen.
 
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