Wie soll ich meiner Freundin die Trennung klar machen und erklären?

Benutzer120019  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

da es so verdächtig still um dich geworden ist, interessiert jetzt mich doch irgendwie brennend, ob du deinen Entschluss auch wirklich umgesetzt hast und wie die Trennung verlief.


hey, dass es so ruhig um mich geworden ist, hängt hauptsächlich mit meinem Schulstress zusammen, den ich gerade habe, da ich 4 Vorabiklausuren schreibe und dafür kräftig am Lernen bin... Ja, ich habe mich letzte Woche von ihr getrennt. Ich habe sie, gleich am Anfang gefragt, ob ich mal kurz mit ihr reden kann. Das allein kam ihr laut ihrer Mimik schon ein wenig sonderbar vor, da ich so etwas sonst eigentlich nie sage (ist irgendwie ja auch so, als wenn man ins Büro des Chefs gebeten wird; kann nichts gutes sein). Dann habe ich es ihr alles erklärt, dass ich die Beziehung beenden möchte, da sie mich in letzter Zeit doch zu stark einengt und mir zu wenig Freiräume lässt, ich sie nicht mehr so vermisse wie früher und dass ich auch das Gefühl habe, dass Schule, Hobbys & Freunde dadurch zu kurz kommen. Dann hat sie erst einmal eine Minute regungslos die Wand angestarrt und dann natürlich fürchterlich angefangen zu weinen und hat sich auf mein Bett geschmissen, regelrecht vergraben. Das Ganze ging dann um die 5-10 Minuten so, bis meine Mutter dann auch hoch kam und sie ein wenig getröstet hat, dass die Welt dadurch nicht vorbei ist, weil ich mit der Situation dann doch ein wenig überfordert war.

Dann haben wir noch miteinander geredet, nachdem sie sich ein wenig beruhigt hat und sind so verblieben, dass wir erstmal Abstand voneinander halten und uns jetzt nicht sehen. Nur 2 Tage später hat sie in der Stadt einen guten Kumpel von mir getroffen, den sie auch kennt und meinte zu ihm, dass sie mich immer noch liebt und dass sie das Alles einfach so was von überhaupt nicht gedacht und erwartet hätte, dass ich auch nur daran denke (wie ich es auch schon berichtet habe, hätte sie von sich aus niemals Schluss gemacht). Jetzt meinte sie gestern über den Chat, dass es ihr immer noch total schlecht geht, worauf ich dann nur meinte, dass mir das auch Leid tut und das so auch nicht schön finde. Aber ich kann an der ganzen Situation ja nun mal leider nichts ändern. Ich kann jetzt ja nicht zu ihr hinfahren und sie eine Stunde lang in den Arm nehmen. Klar ist mein weiteres Verhalten nun auch eine moralische Frage ihr gegenüber, aber sie muss da jetzt erstmal einfach durch, auch wenn sich das schon wieder kalt und herzlos anhört, oder was denkst Du über das?
 

Benutzer92087 

Meistens hier zu finden
Ich glaube du hast dich großteils richtig verhalten. Nur das miteinander Chatten ist halt so eine Sache, dadurch wird sie vielleicht Hoffnung schöpfen, ebenso wie beim erstmals Abstand halten.
Ansonsten finde ich dein Benehmen bestimmt, erhlich und druchaus höflich. Gibt es nicht eine andere oder täusch ich mich da grad bei dir?
 

Benutzer120019  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich glaube du hast dich großteils richtig verhalten. Nur das miteinander Chatten ist halt so eine Sache, dadurch wird sie vielleicht Hoffnung schöpfen, ebenso wie beim erstmals Abstand halten.
Ansonsten finde ich dein Benehmen bestimmt, erhlich und druchaus höflich. Gibt es nicht eine andere oder täusch ich mich da grad bei dir?

naja, nur grob in Aussicht, aber ich bin auch nicht traurig, wenn ich bis zum Abi hin keine Freundin habe...
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Im anbetracht der Vorgeschichte empfinde ich es als eine unheimliche Demütigung für deine Freundin von den Menschen "getröstet" zu werden die sie eigentlich sowieso nie haben wollten.

Du solltest das chatten auch wirklich lassen, daraus wird sie nämlich ziemlich sicher Hoffnung schöpfen. Halte dich einfach ganz von ihr Fern.

Aber sonst hast du dich eigentlich recht gut verhalten.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Erstmal: Schön, dass du das durchgezogen und dich wirklich getrennt ist.

Rat meinerseits: Völliger Kontaktabbruch. Kein "erstmal Abstand halten", kein chatten, kein Telefonieren, kein Eis essen, nichts. Sonst machst du ihr unnötige Hoffnungen.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Kann mich dem allgemeinen Tenor nur anschließen:

Positiv finde ich, dass du nun die Trennung auch tatsächlich vollzogen hast - ich denke, da hast du dich schon einigermaßen richtig verhalten und so ganz perfekt trennen kann man sich halt eh nicht. Es gibt nunmal keine Möglichkeit sich zu trennen ohne dass es weh tut.

Ich finde es auch ganz normal, dass dich die Situation dann irgendwo überfordert.

Was du jetzt tun solltest: Achte darauf, dass dein Verhalten und deine Aussagen ihr gegenüber absolut eindeutig sind, so lange sie nicht drüber weg ist, wird sie leicht dazu neigen sich falsche Hoffnungen zu machen, also keine Einschränkungen wie "erstmal" usw.
Ich würde auch sagen, am besten wäre es den Kontakt komplett einzustellen - es bringt ihr ja auch nichts mit dir zu chatten oder sich mit dir zu treffen, das zögert doch nur ein Verarbeiten der Trennung unnötig lange raus. Klar braucht sie jetzt Unterstützung und Hilfe, aber eben nicht von dir..
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Gut,dass du die Trennung nun endlich sauber durchgezogen hast!Auch deine Erklärung finde ich gut, das ist plausibel und auch wenn es anfangs für sie schwer zu verstehen ist, so kann und wird sie im Endeffekt froh sein,dass du ehrlich und direkt warst. Das macht das Abschliessen viel einfacher,als wenn man einfach im Unklaren gelassen wird,wieso es nun so gekommen ist.

Was das Chatten angeht:Lass es! Mein Ex und ich haben bei der Trennung ähnliche Fehler gemacht (es war mein erster Freund). Er wollte mir die Trennung so leicht wie möglich machen, war daher übertrieben nett bzw wollte mich auch noch darüber hinwegtrösten etc. Hat den Kontakt gehalten,ist nicht auf Abstand gegangen. Ich als die Verlassene habe mich natürlich voll darauf eingelassen,da ich immer noch auf seine Rückkehr zu mir gehofft hatte. Im Endeffekt-das kann ich heute (mittlerweile über 2 Jahre später und 2 Beziehungen weiter:zwinker: ) so sagen-habe ich dadurch nur unnötig und vor allem länger gelitten. Ihm hat es die ganze Sache auch nicht vereinfacht,da er im Grunde ein gutmütiger Mensch ist,der ungern anderen wehtut. Solcherarts mit den Folgen seiner im Grunde ja ehrlichen und anständigen Entscheidung konfrontiert zu werden (er wollte mir eigentlich nicht wehtun,aber es waren eben keine Gefühle mehr da...Unsicherheit,erste Beziehung all sowas...) war auch für ihn nicht leicht.
So hart es klingen mag,sie muss OHNE dich da durch. Es wird noch länger wehtun,ihr wird es sicher noch länger mies gehen,aber all das geht vorbei! Und dabei KANNST du ihr nicht helfen, denn du bist der Grund für ihr Leid. Du machst es nicht besser,wenn du weiter Kontakt hälst,egal wie gut du es meinst.
Also geh lieber auf Abstand und ziehe das auch konsequent so durch. Anderenfalls tust du euch beiden keinen Gefallen!Denn sie wird weiter hoffen (da geh ich zumindest von aus) und du wirst weiterhin ein schlechtes Gewissen haben aufgrund deiner Entscheidung. Du hast die Trennung durchgezogen, nun zieh auch noch das durch. Und dadurch bist du jetzt nicht gefühlskalt oder sowas,du hilfst ihr im Grunde nur beim Verarbeiten!
 
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