Wie sieht es mit dem "Glauben" in der heutigen Zeit aus? Glaubt ihr?

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
@büschel:
Du bist leider völlig abgedriftet. Die Ethik kann keine metaphysische Fragestellung beantworten, sondern logischerweise nur eine ethische. Davon ob ein Gott einen Nutzen für die Moral hat oder eben nicht hat, kann man nicht auf die Existenz schließen.

Ich selber glaube nicht an Gott. Die Theodizee ist für mich unlösbar. Das und der Antropomorphismus machen die christlichen Vorstellungen "verdächtig". Die Naturwissenschaften haben auf meine Ansichten über den Glauben keinen Einfluß, da kann ich keinen Gegenbeweis gegen eine Existenz Gottes finden.

Ich hab auch kein wirkliches Bedürfnis einen Gott zu finden oder zu erkennen. Mit der Sinnlosigkeit und dem Absurden in der Welt kann ich eigentlich ganz gut leben.

Gruß

m
 

Benutzer16248 

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seit wann hat Glaube was mit Logik zu tun.

Glaube hat sicherlich nichts mit Logik zu tun und genau deshalb brauche ich auch keinen.

PeterC schrieb:
Ich glaube an keinerlei höheres Wesen. Wer einen solchen Glauben braucht, um mit sich und der Welt klarzukommen: bitteschön. Aber es sollte tunlichst unterlassen werden, andere zum Glauben missionieren zu wollen.

Amen!
 

Benutzer51063 

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Glauben kann viel mit Logik zu tun haben.
Allein schon zur Bewältigung der Bibel bedarf es viel an Logik.
Das manche Leute sie nur als "Lügenbuch" abstempeln beweist schon irgendwie das Bibel-Gegner nicht mehr oder weniger logisch denken als Gläubige. :zwinker:
Und zu Logik im Bezug auf Glauben, möchte ich nur kurz mal die "Analogia entis" in den Raum werfen :grin:


Ich glaube an keinerlei höheres Wesen. Wer einen solchen Glauben braucht, um mit sich und der Welt klarzukommen: bitteschön. Aber es sollte tunlichst unterlassen werden, andere zum Glauben missionieren zu wollen.
Aber vom Glauben weg zu missionieren ist okay oder? :tongue:
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Und zu Logik im Bezug auf Glauben, möchte ich nur kurz mal die "Analogia entis" in den Raum werfen :grin:

Die Verquickung von Philosophie mit Theologie hat für beide Seiten nichts gutes gebracht. Die Bibel ist kein philosophisches Werk und ich würde bezweifeln das die Inhalte der aristotelischen Logik entsprechen und daran messbar sind.

Es ist ein im nachhinein aufgekommener Gedanke mit einer rationalen Methode an die religiösen Fragestellungen heranzugehen und eher eine Gegenbewegung zur Argumentation mit der Bibel. Kants Kritiken haben in meinen Augen den entwickelten Systemen die letzte Glaubwürdigkeit genommen.

Damit will ich aber keineswegs missionieren, aber das argumentieren mit Logik fordert automatisch die rationale Kritik an den Auffassungen heraus.
 

Benutzer9215 

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Ich bin Agnostiker, hab ich letztens erkannt.
Desweiteren mag ich Marx' "Religion ist Opium für's Volk". :cool1:
 

Benutzer31690 

Meistens hier zu finden
Ich glaube daran demnächst Religionswissenschaften zu studieren :zwinker:
Mehr aber auch nicht.

Off-Topic:
Hey, das will ich auch studieren :smile:


Ja, ich glaube und bin auch eigentlich katholisch. Allerdings gibt's da einige Sachen, die ich mir nicht ganz vorstellen kann (z.B. er ist dreifaltig einer, das versteh ich nicht). Und ich finds auch logischer wie die Evangelischen das haben, dass das Abendmahl symbolisch zu sehen ist und nicht leibhaftig
 
B

Benutzer

Gast
@büschel:
Du bist leider völlig abgedriftet. Die Ethik kann keine metaphysische Fragestellung beantworten, sondern logischerweise nur eine ethische. Davon ob ein Gott einen Nutzen für die Moral hat oder eben nicht hat, kann man nicht auf die Existenz schließen.

"abgedriftet"? wie meinst du das denn?

schau:
eigentlich ist die sache ganz einfach mit dem höheren wesen:

in der modernen physik gibt es starre gesetze, den zufall und wahrscheinlichkeitsaussagen über den zufall; anders ist es einfach nicht zu machen..
um wahrscheinlichkeiten als empirische grössen ansehen zu können muss man annehmen sie würden sich in den messungen wiederspiegeln.. und das tun sie auch.. aber diese forderung nach beobachtbarkeit, die erfüllt ist, also das gesetzt das dessen beobachtbarkeit postuliert ist statistischer natur und somit zufällig.. aber ohne dieses gesetzt was von der natur jederzeit gebrochen werden kann anzunehmen ist die quantenmechanik keine prediktive theorie.. da sie aber eine ist..kann man sich freuen mit wahrscheinlichkeiten die natur in hinreichend korrekter weise zu beschreiben..

JEDER akteur.. ob nun der alltagsmensch oder der liebe gott oder sonstwer, bedarf um entscheiden zu können den zufall (den die entscheidung ist keine wenn sie bevor sie getroffen wird determiniert, sie ist physikalisch zufällig); im gegenzug ist der akteur von seinem wesen her nicht determiniert und sein "wille" keine ursache.. den das würde heissen der wille verursache die entscheidung und lege somit vor der entscheidung fest welche sie den würde.. d.h. widerspruch..
der "wille" ist keine ursache sondern eine interpretation des zufalls; der akteur genauso..

die einzige möglichkit einen "willen" zu definieren oder zu beschreiben ist mit wahrscheinlichkeitsverteilungen.. und diese (da konstruktionsgemäss nur auf den zufall anwendbar) können von der natur jederzeit gebrochen werden aber auch bei "belieben" erfüllt werden.. die wahrscheinlichlkeiten verknüpfen die "harten" gesetze der natur mit einer vermeintlichen (aber durchaus beobachtbarer, wenn man glück hat :zwinker:) struktur des zufalls..

die frage nach der existenz "gottes" ist eine spezielle version der allgemeineren frage nach der existenz von akteuren überhaupt.. die antwort wurde oben gegeben..

soviel also zu der existenz von 0815 akteuren (entscheidungstreffer) wie du und ich oder "höheren" akteuren.. wir teilen uns mit denen das gleiche problem der nicht existenz im kausal-wirksamen sinne aber der möglichkeit der existenz im sinne von beobachtbar, falls es zufall gibt..den muss es aber geben damit es entscheidungen geben kann von akteuren die folglicherweise nicht kausal in die natur einwirken :zwinker:

und zum thema ethik, das man wegen der unentscheidbarkeit der obigen frage klären muss:

jede ethik (als aktions- und intentions- und bewertungen bewertendem sytem von bewertungsfunktionen versehen mit dem imperativ das darin definierte "gute" zu tun) liesse sich nur als gut ansehen, wenn ich eine sie bewertende ethik als massgebliche referenz heranziehe.. diese kann ich aber auch nur mit einer anderen bewerten.. und so weiter..

es gibt also keine "metaethik" da das "meta" durch das obige problem nicht zu positiuonieren ist..

und genau dort, kann der intellekt nichts ohne "externen" input machen..

erst die referenzethik die bereits eine ethik ist kann man ethik bewerten und endlich mal die richtige "finden";
"finden" kann man eine also nur indem man eine vorgibt; das ist also überhaupt keine wissenschaft; weil es nichts zu entdecken gibt.. es ist politik, weil man eine als referenzethik (grundsatzliste) vorgeben muss...

die einzfge möglichkeit also irgendetwas als gut zu erkennen ist: die referenzethik zu betrachten und zu überlegen; wobei die referenzethik eine "willkürliche" vorgabe ist, die genauso anders hätte gewählt werden können mit eben anderen konsequenzen...

diese "erste" stellungnahme im stile "das definiert was gut und böse ist" ist also nicht aus einem hypothetisch-deduktiven systeme ohne äusseren iput zu ermitteln..

dieser äussere input ist die emotion; diese definiert was deine "ersten grundsätze" sind; erst dann kann denke fruchten und konsequenzen ermitteln und implikationen erkennen..

da wo die mystik ihren platz findet ist genau lokalisiert:
was bestimmt unsere emotion? wie ist die "natur" unserer emotion? und da kann man nur beschreiben.. aber "herleiten" "warum" die ersten grundsätze die "richtigen" sind kann man eben nicht ohne sie vorzugeben..

es gibt also kein objektives gut &böse..

aber eine hartnäckige, strukturierte emotionalität (gewissen genannt) die uns gut & böse verbindlich vorgibt.. also sehr subjektiv.. aber es als subjektiv abzustempeln und nicht als verbindlich ist aben deshalb nicht moralisch, da die verbindlichkeit/allgemeingültigkeit gerade das merkmal/das "soll" von moral ist..

und wenn man soweit ist, es so zu empfinden, das wie hiess es so schön: "die maxime deines handelns jederzeit allgemeingültiges gesetz sein könnte" dann bist du mit deinem gewissen im reinen :zwinker:
 

Benutzer28726  (31)

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Ich glaube an die Vernunft :zwinker:
Alles lässt sich irgendwie erklären, zumindest annähernd.
Doch ich glaube auch, dass es irgendwas höheres gibt, naja, kompliziert.:angryfire
 
B

Benutzer

Gast
Ich glaube an die Vernunft :zwinker:
Alles lässt sich irgendwie erklären, zumindest annähernd.
Doch ich glaube auch, dass es irgendwas höheres gibt, naja, kompliziert.:angryfire

dieser zwiespalt ist weiser als ne stellungnahme pro oder kontra gott :zwinker:

siehe meinen letzten beitrag :zwinker:
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
""abgedriftet"? wie meinst du das denn?"

Die Ethik ist ein schönes Thema, aber es hat einfach nichts mit der Fragestellung nach dem Glauben zu tun :zwinker:

"schau:
eigentlich ist die sache ganz einfach mit dem höheren wesen:"

Nein, so einfach ist sie leider nicht. Das wäre ZU einfach.

"in der modernen physik gibt es starre gesetze, den zufall und wahrscheinlichkeitsaussagen über den zufall; anders ist es einfach nicht zu machen.."

Wie sämtliche Beweisversuche gehst auch Du von einer ganzen Reihe von nicht überprüften Prämissen aus, die einfach nicht beweisbar sind. Dadurch kann man diese Art der Beweise letzlich nicht als gültig ansehen.

Weder die Empirie noch die Vernunft können die Frage nach dem Sein des Seienden beantworten.

Die Wissenschaften können den Glauben weder bestätigen noch widerlegen.
 

Benutzer41534 

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Ich glaube ernsthaft an Gott. Bin evangelisch-freikirchlich erzogen worden und glaube auch jetzt noch dran, wo ich nicht mehr zuhause wohne. :smile: Und bis jetzt bin ich immer gut damit klargekommen. Ich bin glücklich damit! Ach und feige bin ich auch nicht, weil ich glaube. :grin:

Übrigends lebe ich auch in der Realität, weil einige hier behaupten, das wäre eine Flucht aus der Realität. Stimmt nicht. :smile:
 

Benutzer30979 

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Ich finde Glauben sehr spannend und aktuell! Weniger das, was die Kirche so macht, aber Bibel ist was, worüber ich gerne nachdenke und auch Inspirationen hole!
 
4 Woche(n) später

Benutzer31418 

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Ja, ich bin gläubig und orientiere mich dabei am Christentum - auch wenn mein Glaube nicht ganz mit den traditionellen Ansichten übereinstimmt.
 
V

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Gast
Ich bin katholisch getauft, jedoch glaube ich nicht an alles, was dazu gehört, auch wenn ich Theologie studiere. Ich studiere es eher als Wissenschaft, nicht um meinen Glauben zu festigen o.Ä. .
 

Benutzer46548 

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bin rk und glaube an gott,allerdings geh ich nich in die kirche oder so!
 

Benutzer32843 

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Ich glaube eigentlich, aber ich weiss nicht so richtig an was und so... :ratlos:
 
S

Benutzer

Gast
ich bin zwar katholisch, aber nicht gläubig.
das einzige das ich ansatzweise glaube is das es jesus gegeben hat, der die menschen motiviert hat und ihnen etwas gab an das sie glauben konnten. an die ganzen wunder die er angeblich vollbracht hat glaube ich wiederum nicht - höchstens das er versucht hat den menschen zu helfen und sie zusammenzuführen.
 

Benutzer42056  (38)

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Böse Frage.... Wurde in Tü neulich von so Mormonen angesprochen die mich das fragten, mir ne Mormomen-Bibel in die Hand drückten nd mcih zu missionieren versuchten.... Okay, das war jetzt leicht OffTopic....

Bin evangelisch erzogen worden, auch immer schön in Kinderkirche gewesen, Jungschar etc... Konfirmiert, regelmässig in dioe Kirche gegangen..

Aber jetzt. Ja, ich glaube an Gott, jedoch find ichs schwierig sein Leben nach der Bibel und der Religion auszurichten. Ich weiss sicher dass Gott existiert und wir nach unserem Tod dem Schöpfer gegenüber stehen, aber deswegen den Glauben in allen Aspekten durchzuzuiehen krieg ich trotzdem nicht hin? Paradox? Auf jeden Fall ;-)
 

Benutzer48503 

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Ich glaube an mich und meine Freunde, das reicht mir völlig.
 
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