Wie packe ich das Problem an?

Benutzer54534 

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Hallo,

ich mach es kurz und bündig: Ich bin Raucher und mittlerweile ziemlich unzufrieden damit. Gleichzeitig muss ich Menschen in meinem Umfeld belügen, damit mir meine Sucht nicht in die Quere kommt. Ich möchte so gerne mit diesem Laster aufhören, doch schaffe ich es nicht. Ich kann Freitags zu meiner Freundin fahren und rauche bis Sonntag nicht eine Zigarette, aber kaum beginnt der berufliche Alltag, überkommt mich wieder die Sucht, die Gewohnheit und alles verbleibt beim Alten. Jeder auf der Arbeit weiß, dass ich Raucher bin. Mit diesem Laster habe ich auch damals meine Ausbildung dort begonnen. Wenn man ein paar ruhige Minuten hat, kommt man ins Reden mit seinen Kollegen und schon wird daraus eine gesellige Raucherrunde und danach geht es wieder ab an die Arbeit. Ich merke allerdings förmlich wie unzufrieden ich mit dieser Situation bin und wenn mich mein Chef dann fragt:"Kannst du mir mal eine Kippe leihen?" dann ist es irgendwie selbstverständlich, dass ich ein Raucher bin. Und dabei passt dieses "Rauchen" überhaupt nicht mit meinem Restleben überein. Ich bin sportlich aktiv, ernähre mich halbwegs gesund und dann zerstöre ich alles mit meinem bitteren Laster! Das ist doch paradox, aber ich komme von dieser Sucht einfach nicht los. Und bitte erzählt mir nicht diese Pauschalantworten wie:"Wenn du es wirklich willst, dann schaffst du das auch" oder "Der Wille ist der richtige Weg." Ich WILL es, aber die Gewohnheiten machen alles zunichte. Ich bin darauf programmiert, dass, wenn man einen Kaffee trinkt, die Zigarette dazu gehört. Ich bin es gewohnt nach der Pause mit den Kollegen eine zu rauchen. Ich merke einfach nur, wie sehr mich dieses Quarzen belastet. :>
 
A

Benutzer

Gast
Wie ist es denn für dich, wenn du mal mit den Kollegen mitgehst und keine rauchst? Ich nehme an, dass du das schon getan haben wirst.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Wenn Du es fertigbringst, das WE über keine zu rauchen, sollte es im Grunde auch möglich sein, vom Rauchen loszukommen. Die Frage ist nur wie?
Es ist in erster Linie die Gewohnheit im Alltag, welche immer wieder nach der Kippe verlangt - wie verhält es sich denn, wenn Du mal ausserhalb der gewohnten Umgebung bist, also z.B. im Urlaub?
 

Benutzer18663  (81)

Benutzer gesperrt
Vor über dreißig Jahren habe ich auf folgende Weise tatsächlich auf Dauer aufgehört: Ich habe mir pro Tag nur noch eine Zigarette genehmigt. Der Grund war, dass ich beobachtet habe, dass Leute, die aufhörten und es nicht schafften, dann gleich wieder richtig anfingen, weil sie meinten, dass sie es nicht schafften. Dann habe ich etwa 18 Monate das so duchgehalten, und meine Sucht war schon ziemlich eingedämmt. Dann habe ich die Regel geändert insofern, dass ich mir selbst keine Zigaretten mehr gekauft habe, sondern nur noch für Freunde und Bekannte, die mir dann hin und wieder mal eine abgegeben habe. Jetzt bin ich seit Jahren frei und käme nicht mehr drauf, so was in meine Lungen zu pusten.
 

Benutzer117376 

Sorgt für Gesprächsstoff
Es stimmt nunmal, der Will ist entscheidend, aber wenn es dir durch die Gewohnheiten so schwer fällt, dann brauchst du vielleicht neue Gewohnheiten. Nehm dir doch ein Glas Wasser mit, wenn die Kollegen rauchen gehen und trinke das Wasser und rauch nicht. Kollegen haben bestimmt Verständnis, dass man aufhören will! Der Vorschlag klingt vielleicht komisch. Aber du musst halt Mittel zu finden um deine Gewohnheiten zu durchbrechen.
 

Benutzer97953 

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wie serafine schon schreibt müsstest du deine gewohnheiten, welche an das rauchen gebunden sind versuchen abzuschaften oder zu ändern.
wenn du zb. auf der arbeit die meisten zigaretten rauchst, grad in den pausen unter kollegen, dann würde ich deine dortigen gewohnheiten als erstes anpacken.
als erstes wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn du in der runde mal von deinem problem erzählst, damit alle bescheid wissen, dass du ernsthaft aufhören willst. klar kann es sein, dass es einige gibt, die dich hin und wieder verleiten wollen oder dich mit der sache necken, doch sicher wird es auch genug geben, die dich versuchen werden zu unterstützen.
wie wäre es, wenn du dir jeden tag nur eine bestimmte anzahl von zigaretten mit zur arbeit nimmst, mit der du dann auch nur auskommen musst. (eine arbeitskollegin von mir macht dies auch, da sie starker raucher ist und sonst eine nach der anderen anstecken würde..ihr bringt es einiges und wenn sie in die schachtel guckt und nur noch wenige drin hat, dann überlegt sie schon des öfteren, wann sie eine raucht) so hast du kontrolle darüber, wie viel du rauchst und merkst vielleicht auch besser, unter welchen situationen oder umständen du eher eine zigarette "brauchst" und wann es eher aus langeweile ist. wenn du dann erkennst, wann es aus langeweile oder eher wegen streß ist, kannst du konkreter und direkter an der jeweiligen stelle arbeiten und dort andere mittel statt dem rauchen finden oder daran wie du sie situation besser bewältigen könntest.
und wenn du merkst, dass du mit deinen ?? zigaretten pro tag für die arbeit halbwegs klar kommst, dann reduziere die anzahlt nochmal ein wenig und mach dies in gewissen abständen immer schritt für schritt bis du vielleicht nur noch ein oder zwei brauchst oder gar ganz ohne zurecht kommst.
auch könntest du auf arbeit oder im freundeskreis darum bitten, dass dir keiner mehr eine zigarette gibt, fals du mal keine haben solltest, so hast du keine ausweichmöglichkeiten, fals deine schachtel mal lehr ist (abgesehen vom kaufen im laden, doch da musst du dich dann einfach mal selbst gut zureden und lieber eine kaugummipackung oder änliches kaufen).
umgedret solltest du jedoch auch klar stellen, dass dich auch keiner mehr um eine zigarette bitten soll, so kannst du dir nämlich selbst nicht mit der ausrede kommen.."ach ich nehm lieber zwei, drei mehr mit, weil mich der und der ja eh nach einer fragt oder ich jemandem noch eine schulde".
probiere statt einer zigarette zu rauen etwas anderes zu finden, viele kauen ja einen kaugummi oder lutschen ein bonbon, doch ich finde es besser einen lolli zu lutschen..weshalb..wärend eines kaugummi´s oder bonbon´s kann man trotzdem leicht mal eine rauchen, bei einem lolli sieht es zwar etwas doof aus, doch man hat etwas spärigeres im mund und es ist noch etwas dran was aus dem mund ragt, da lässt sich schwär platz für eine zigarette finden. ok, du schreibst, dass du dich gesund ernährst, also bist du vielleicht nicht so für süßes, doch vielleicht hilft es dir ja wenigstens zum anfang als einstieg, bis auch dein kopf merkt, dass du auch was anderes statt der zigarette rauchen machen kannst.
oder anstatt mit den kollegen immer mit zu gehen und eine zu qualmen, mach etwas anderes zb. eine rätsel, leiß etwas, spiel karten mit einem oder mehreren kollegen oder du nimmst dir pro pause einen gesunden snack mit, der nicht so reinhaut, wie zb. einen apfel oder salat.
fals du für die zeit nach der arbeit noch etwas vor hast, könntst du auch dinge notieren, welche du nicht vergessen darfst; die einkaufsliste schreiben; dinge planen die du für bevorstehende geburtstage/andere anlässe noch besorgen oder machen müsstest; einen putzplan aufstellen oder oder oder..lass dir halt etwas einfallen, sei kreativ oder hol dir von anderen ideen und anreize.

was jedoch am wichtigsten ist, du musst dir auch mal selbst in den arsch treten und zu dir selbst sagen.."nein, diese zigarette wird jetzt nicht geraucht oder nein, diese schachtel wird jetzt nicht gekauft".
du könntest zb. das geld, was du sonst für eine schachtel ausgeben würdest immer in eine sparbüchse tun, wenn du zu ihr nein im geschäft gesagt hast und dich dann nach einem von dir festgelegten zeitraum selbst mit dem ersparten belohnen, indem du dir davon mal was schönes gönnst.
was mir auch grad noch einfällt..fals du nur schachtel kaufst, dann steig einfach mal auf büchsen- oder drehtabak um, so hast du auch noch arbeit um dir deine zigaretten zu machen. ich kenne genug, die sind einfach zu bequem dazu und hätten gar nicht mehr solche große lust weiterhin so viel wie sonst zu rauchen, wenn sie ihre qualmstängel selbst machen müssten und würden dann automatisch weniger paffen.
 

Benutzer54534 

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Vielen Dank für eure Antworten. Es ist echt nicht einfach aufzuhören für mich. Innerlich sage ich mir immer:"Nein, jetzt rauchst du keine Zigarette." Das klappt dann auch für ein paar Stunden, aber danach ist das Verlangen so groß, dass ich wieder schwach werde. Die meisten Kollegen versuchen mich zu verführen oder sagen dann:"Komm, wir gehen eine rauchen." Das ist völlige Normalität. Ich konnte für eine Zeit lang den Konsum echt reduzieren aber er ist wieder proportional angestiegen, schleichend und auf einmal stand ich wieder an dem Punkt wo ich schon gewesen bin. Wie gesagt, wenn ich mit meiner Freundin chille oder wir mal unterwegs sind, dann ist das überhaupt kein Problem für mich. Ich rauche vor allem aus Langerweile, nicht aus Stress. Wenn ich auf der Arbeit eine "Wartezeit" habe, weil das Material erst bestellt werden muss und ich dann ins Lager laufe, dann bleibt genügend Zeit für eine Fluppe. Wenn ich beim Sport bin, dann habe ich während der Zeit überhaupt kein Verlangen nach einer Zigarette, aber direkt danach (Gewohnheit) setzt das Verlangen wieder ein und mein Kopf sagt mir:"Du brauchst JETZT unbedingt eine Zigarette." Es ist wirklich paradox und auf der einen Seite sagt mir mein Kopf:"Hör auf, du bist ein Idiot!" und auf der anderen Seite versucht er mir zu vermitteln:"Ach komm, eine Zigarette schadet doch nicht." Ich bin mit dieser Situation einfach unzufrieden und ich weiß nicht wie ich es in den Griff bekommen soll. Heute gab es allerdings eine Situation auf der Arbeit, dass ein Kollege von mir einen Aschenbecher instandsetzen musste. Bei uns gibt es neuerdings überall Raucherkabinen, die den Rauch abziehen, damit die Mitmenschen nicht in Leidenschaft gezogen werden müssen. Und wenn das Reinigungspersonal den Becher leeren muss, dann müssen sie vorab eine Kappe abschrauben und der Müll fällt heraus. Das Mündungsrohr davon war derart vom Nikotin überzogen und das sonst so saubere VA-Rohr glänzte gelb-schwarz. Der Geruch war abartig. Ich habe ihn um die Aufgabe nicht beneidet. Im Gegenteil, ich war froh, dass ich da nicht meine Hände anlegen musste. In diesem Moment fühlte ich einfach nur Ekel und eine große Abneigung gegen die Glimmstängel. Es hielt allerdings nur temporär an, vlt. sollte ich meine Gedanken bewusst auf so ein Ereignis lenken, damit ich innerlich Ekel empfinde? Ich komme einfach nicht weiter...
 

Benutzer117322  (28)

Ist noch neu hier
du musst dir eine andere "gewohnheit" suchen.
wie wäre es, wenn du auf der arbeit jedes mal einen kaugummi oder etwas anderes zu dir nimmst, wenn du rauchen willst und dich in deiner freizeit ablenkst, z.B mit sport, wenn du wie gesagt sportlich aktiv bist.
 

Benutzer54534 

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Kaugummis sind nicht schlecht allerdings kann ich nicht so viele kauen wie ich rauchen würde. Da fehlt mir dann irgendwann die Lust ständig auf Gummi zu kauen, wenn die Anderen in meinem Umfeld sich eine Fluppe anzünden. Das wirklich komische ist, dass, wenn ich beim Feiern oder bei Freunden bin und Alkohol trinke, was normalerweise das Verlangen erhöht, ich lieber Alkohol trinke und überhaupt keine rauche. In meinem Freundeskreis raucht nur eine Freundin, der Rest - meine Freundin auch - sind Nichtraucher. Da fällt mir das überhaupt nicht schwer, nur auf der Arbeit habe ich große Probleme. :>
 
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