Wie oft "reden" ist in einer Beziehung gut und wann ist es zu wenig/viel?

Benutzer171204 

Verbringt hier viel Zeit
Mich dazu verabreden, das wäre aber nichts für mich (für ihn glaube ich auch nicht).
Für uns auch nicht und finde ich auch schwierig, weil man ja nicht immer Lust oder Energie für sowas hat. Ich kenne aber auch ein Paar, das sich für Gespräche verabredet. Wenn’s für beide passt…


Nur ... das konnte ich ihr irgendwie nie so direkt sagen.
Warum nicht?

Sowas wie Politik finde ich ehrlich gesagt nicht so tiefgründig, zumindest solange man da halbwegs auf einer Linie ist (anders könnte ich mir persönlich auch keine Beziehung vorstellen), klar redet man drüber, grade bei den Wahlen jetzt, aber das zählt für mich eher zu Alltäglichem. Wir erzählen uns ja auch, wenn wir was Interessantes in den Nachrichten gelesen haben.
um Gott und die Welt, Einstellungen, Ansichten, Werte , politische Einstellungen usw...solche Gespräche manchmal zu forcieren ist vl nicht verkehrt :smile:
Tiefgründige Gespräche gehen ja nicht immer nur um die eigene Beziehung, bei uns auch oft über Wertvorstellungen und Einstellungen zu bestimmten Themen, oder auch Erlebnisse aus der Kindheit oder Jugend, die aus irgendwelchen Gründen einschneidend waren etc. Sowas muss sich für mich ergeben. Das zu forcieren wäre für uns nichts. Es gibt dafür aber sogar Gesprächskarten zu kaufen, falls man sowas mag. :zwinker:
 

Benutzer186661  (35)

Ist noch neu hier
Das kommt glaube ich ganz auf den Charakter an. Ich bin z.B. jemand die gerne philosophiert, bin Scanner und immer auf der suche nach neuen Erlebnissen. Ich brauche tiefe Gespräche, oberflächliche langweilen mich auf dauer. Ich wäre aber einigen zu anstrengend und zu intensiv, das ist einfach ein Charakterding. Wenn es für euch passt, dann ist alles gut. Jeder hat andere Bedürfnisse. Es gibt da kein richtig oder falsch.
 

Benutzer184468 

Sorgt für Gesprächsstoff
...
Warum nicht?
...
Zum einen, weil ich es (noch*) nicht wollte, zum anderen, weil ich wusste, dass es ihr Wunsch war ... und ich mich dadurch irgendwie in die Enge getrieben fühlte.

Politik war nur ein Beispiel. Ich hätte auch schreiben können "aktuelles Tagesgeschehen". Ich finde auch nicht, dass der Hauptteil einer Beziehung aus tiefgründigen Gesprächen bestehen sollte. Wenn es wichtige und "ernst" Dinge zu besprechen gibt, o.k.. Überhand sollte es aber halt auch nicht nehmen.

Wie gesagt, auf die Mischung kommt es an.

Wichtig dabei ist auch zu erkennen, welche Themen die/der Partner/in mag und welche sie/ihn eher nerven. Das habe ich aber mit zunehmender Beziehung auch nicht mehr wirklich hinbekommen, weil sie z.B. immer und überall ihre Einkäufe hat stehen lassen ... was mich ziemlich genervt hat. Nur verursachte dieses Thema dann halt auch immer Streit. Ich glaube zwar eigentlich, dass es ihre allgemeine Unordentlichkeit und Bequemlichkeit war ... es könnte aber auch sein, dass sie einfach nach einer gewissen Zeit nochmal neu entdecken wollte, was sie irgendwann gekauft hat ... sofern ich halt in der Zwischenzeit nicht drauf getreten war :ups:


*ich habe sehr lange gedacht, dass sich meine Einstellung zum Heiraten und Kinderkriegen irgendwann ändern würde ... nur war dem eben nicht so ... bis heute (einschließlich)
 

Benutzer174652 

Verbringt hier viel Zeit
nun ...
ich würde sagen:
das kommt ganz drauf an, wer man ist ...

je mehr im innen und im außen man erlebt, je mehr bedürfnis und/oder interesse nach austausch darüber man hat - umso mehr auch tief- und weitgehende gespräche entstehen dann zwischen so jemandem und den menschen rund um ihn ...

für eine gelingende (liebes)beziehung ist es vermutlich ideal, wenn man sich da ähnlich ist ...

(beziehungsgespräche sind ein anderes thema - da bin ich ja bekanntermaßen ein fan der terminisierten moeller-zwiegespräche ...)
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Wir reden viel miteinander, unterhalten uns dabei aber meistend über alles mögliche alltägliche. Machen keinen belanglosen Smalltalk, aber auch keine Philosophiestunden.

Tiefgründige Gespräche kann man auch mit ihm führen, wenn es ein Thema ist über das er reden möchte.
Beim letzten wirklich ernsthaften tiefgründigen Gespräch ging es um unsere gemeinsame Zukunft... Job, Wohnung, Zeit, Geld etc. und alles auch in Hinblick auf gemeinsame Kinder. Das war lange ganz schwierig mit ihm darüber zu reden. Weil er immer meinte es wäre zu früh. Hab ich so akzeptiert. Ich wollte aber auch noch gar nicht in die Planung gehen. Wir sind aber nun schon eine ganze Weile ein Paar, glücklich und ich finde in einem Alter und einer Lebensphase wo man zumindest schonmal über Kinder reden kann, ohne dabei schon eine fixe Familienplanung zu machen.
Ist mir ein wichtiges Thema und ich denke dass die Planung in nicht allzuferner Zukunft konkreter wird. Sofern man da überhaupt "planen" kann.

Grundsätzlich mag ich solche Gespräche, wenn sie produktiv sind und finde es auch wichtig in einer Beziehung auch solche Gespräche führen zu können. Gerade bei so wichtigen Dingen die gemeinsame Zukunft betreffend, ist das unerlässlich. Es gibt dann ja auch irgendwann Entscheidungen, die man gemeinsam treffen muss und nur gemeinsam treffen kann. Nur wie, wenn man nie darüber gesprochen hat.

Gespräche über Sex, Vorlieben Wünsche, Phantasien, Gedanken Probleme sind mir persönlich auch wichtig und ich bin da auch ganz offen. Das Sexleben kann toll sein, aber kann sicher auch immer noch besser werden.
So ein Gespräch hatte ich mit meinem Freund kürzlich bei einer längeren Autofahrt, wo es um ganz bestimmte Dinge beim Sex geht, seine Wünsche und meine Wünsche. War nichts völlig neues, aber unserem Sexleben war es zuträglich, obwohl das auch vorher schon super war. Es hat sich auch nicht aus Unzufriedheit ergeben, sondern eher zufällig aus einem anderen Thema.

Ich hätte aber keine Lust jeden Tag stundenlang solche Gespräche zu führen und bin auch nicht der Meinung, dass alles ausdiskutiert werden muss.
Es gibt auch Dinge über die ich mit ihm einfach nicht reden will, entweder weil es etwas ist, was ihn vielleicht nichts angeht (Ja, das gibt es) oder weil ich weiß, dass es zu nichts führt. Er ist aber auch nicht der Typ der das möchte.

Miteinander reden zu können und zwar über fast alles, ist mir aber wichtig, denn ich bin der Meinung, dass eine gute Kommunikation der Schlüssel ist um auch mögliche Probleme zu lösen, zumindest meistens.

Genauso wichtig finde ich, dass man auch zusammen schweigen kann. Man kann nämlich auch zu viel reden. Ich glaube ich hätte lieber einen Partner der eher schweigsam ist, als einen der nicht aufhört zu labern und alles zerreden will.
 

Benutzer7314  (41)

Verbringt hier viel Zeit
AH gutes Thema. Ich habe aus früheren Beziehungen gelernt, dass eine offene Kommunikation -also für mich- SEHR wichtig ist. Ich mag dunkle Winkel, in denen sich der Staub sammelt in Beziehungen ebensowenig wie in meiner Wohnung :grin:, und durch einen früheren Partner konnte ich sogar eine Art Kultur entwickeln, geordnet und liebevoll auch genau da anzutupfen, wo es irgendwie gammelt (ich nenne solche Gespräche "Zahnarztgespräche")

Mit meiner Partnerin gibt es gottseidank von Haus aus eher weniger Notwendigkeit, viele Dinge auszufechten, weil wir eben in vielen Bereichen ähnlich ticken. Dort wo es aber notwendig ist, könnte sie schon manchmal etwas kooperationsfreudiger sein. Sie hat schon die Tendenz, offene Fragen mit Todschweigen zu lösen, oder so einfacher davonzukommen. Das führt dann aber auch zu Turbulenzen, so die Frage dann doch plötzlich akkut wird.

Mein learning mit ihr aber war -und das finde ich ganz wichtig- : Dinge wollen zum richtigen Zeitpunkt, vor allem atmosphärisch, besprochen werden. Nach der Arbeit, oder vor dem Urlaub oder so ist ganz schlecht. Daher: sich auch mal für sowas Zeit nehmen, nicht dauernd alles "durchtakten" (wie hasse ich dieses Wort), Zwischenräume lassen, Sonntag Abends zB
 
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