Wie kann man es als Mann verhindern, ohne Wissen oder Wollen zum Täter zu werden?

Benutzer91095 

Team-Alumni
sondern so dinge wie die frau einfach mal ungefragt in eine andere stellung zu drehen.

Also ich finde schon, dass es ein gehöriger Unterschied ist, ob man in eine andere Stellung wechselt, oder ob man die Art des Verkehres ändert, gerade wenn man darin noch keine Routine hat und nicht weiß, was der andere mag. AV will ich bitte erst nach meiner expliziten Aufforderung, ansonsten GAR NICHT.

Ansonsten hab ich aber auch mal etwas erlebt, wo ich nicht ganz unschuldig war. Stichwort: Heiß machen und dann fallenlassen. Meine Ankündigung war zwar sehr deutlich: "Heute gibt es KEINEN Sex", aber mein Verhalten und mein "Teasing" war einfach zu heftig für den Herren, sodass es fast zu einem ungewollten sexuellen Erlebnis von mir wurde (sagen wir mal so: Seine Hose war schon unten, ich schon an die Wand gedrückt und mein Rock hochgeschoben). Es war also durchaus kritisch, aber ich glaube, in einer Schockstarre war ich (noch) nicht, sondern konnte ihn noch abwehren und aus seiner stumpfen Geilheit wachrütteln. Er war eben wirklich der Überzeugung, ich würde es wollen, weil ich es eben so provoziert habe. Er wollte auf keinen Fall gegen meinen Willen in mich eindringen, hat einfach nicht verstanden, dass ein verbales "Nein" auch tatsächlich ein "Nein, ich will nicht" bedeutet.

Da schiebe ich mir letztendlich doch auch selbst die Schuld in die Schuhe. Ich hätte ihn ja nicht so provozieren müssen. Ein Spiel mit dem Feuer!
 

Benutzer86779  (36)

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Also ich finde schon, dass es ein gehöriger Unterschied ist, ob man in eine andere Stellung wechselt, oder ob man die Art des Verkehres ändert, gerade wenn man darin noch keine Routine hat und nicht weiß, was der andere mag. AV will ich bitte erst nach meiner expliziten Aufforderung, ansonsten GAR NICHT.Ansonsten hab ich aber auch mal etwas erlebt, wo ich nicht ganz unschuldig war. Stichwort: Heiß machen und dann fallenlassen. Meine Ankündigung war zwar sehr deutlich: "Heute gibt es KEINEN Sex", aber mein Verhalten und mein "Teasing" war einfach zu heftig für den Herren, sodass es fast zu einem ungewollten sexuellen Erlebnis von mir wurde (sagen wir mal so: Seine Hose war schon unten, ich schon an die Wand gedrückt und mein Rock hochgeschoben). Es war also durchaus kritisch, aber ich glaube, in einer Schockstarre war ich (noch) nicht, sondern konnte ihn noch abwehren und aus seiner stumpfen Geilheit wachrütteln. Er war eben wirklich der Überzeugung, ich würde es wollen, weil ich es eben so provoziert habe. Er wollte auf keinen Fall gegen meinen Willen in mich eindringen, hat einfach nicht verstanden, dass ein verbales "Nein" auch tatsächlich ein "Nein, ich will nicht" bedeutet.

Da schiebe ich mir letztendlich doch auch selbst die Schuld in die Schuhe. Ich hätte ihn ja nicht so provozieren müssen. Ein Spiel mit dem Feuer!

bei den ersten malen sicher, aber es gibt ja auch eingespielte paare die einfach mal so auf AV wechseln ohne zu fragen.
 

Benutzer117428 

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Das ganze Thema läuft doch wieder in die Richtung: Männer = Täter, Frauen = Opfer
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
bei den ersten malen sicher, aber es gibt ja auch eingespielte paare die einfach mal so auf AV wechseln ohne zu fragen.

Klar. Bei eingespielten Paaren. Ansonsten empfiehlt es sich, gerade bei solchen heiklen Sachen (Und ja, wir wissen alle, dass AV heikel ist), da zur Sicherheit erstmal vorher nachzufragen und auch bei einem Einverständnis erstmal vorsichtig zu sein und mit wachem Verstand zu sehen, ob es tatsächlich ok ist. Ist ja auch irgendwie naheliegend bei einer neuen Praktik.

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:51 -----------

Das ganze Thema läuft doch wieder in die Richtung: Männer = Täter, Frauen = Opfer

Wo steht das?
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Aber auch bei eingespielten Paaren will der eine oder andere Partner eben mal doch nicht.
Deshalb halte ich ein Safeword generell für nicht verkehrt, auch nicht in einer Vanilla Beziehung.
Man einigt sich auf ein Wort, bei dem sofort alle Aktivitäten abgebrochen werden, die gerade im Gang sind (wenn man sehr heißblütig ist kann man das auch auf Streitigkeiten anwenden, wirkt manchmal Wunder). So kann man sich wirklich sicher sein, dass beide verstehen an was für einer Situation man ist.
 

Benutzer505 

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Ich glaube eigentlich nicht, dass Männer Gefahr laufen "aus Versehen" ihre Freundin zu vergewaltigen (oder umgekehrt), sofern sie in irgendeiner Form miteinander reden.

Ein Mensch, der völlig unvorbelastet ist, fällt nicht mal eben in eine komplette Schockstarre, nur weil der Partner ohne vorherige Absprache die Stellung wechseln will oder versehentlich etwas fester zustößt, als gerade angenehm ist. Und ein solcher Mensch wird auch Zeichen geben und nicht weiter mitmachen, als wäre nichts.

Mal eben unangekündigt und unabgesprochen von GV zu AV zu wechseln, ist da allerdings ein anderes Kaliber - schließlich ist es nunmal nichts Neues, dass AV nicht jeder mag, dass da meist entsprechende Vorbereitung nötig ist und dass es schmerzhaft sein kann. Da wärs irgendwie schon mal angebracht sowas vorher anzusprechen um seinen Partner nicht völlig zu überrumpeln.


Schwierig wird's dann, wenn man einen Partner hat, der entsprechend traumatisiert ist. Die bringen dann nicht zwingend ein "hey, mach mal vorsichtiger, du tust mir weh" raus - sie haben oftmals gelernt, dass das sowieso keinen Sinn hat und im blödesten Falle alles schlimmer macht. Wenn der andere das aber vorher weiß, kann (und sollte) er entsprechend drauf achten, denn auch da gibt es Zeichen - und wenn man sich nicht sicher ist, kann man nachfragen. Das wird auch kaum die Art von Beziehung sein, wo es heißt "Nimm dir einfach was du willst und achte nicht auf meine Reaktionen, Safe-Words brauch ich auch beim härtesten BDSM nicht" - und wenn doch gehört da jemand DRINGEND in Therapie.

Deswegen finde ich es enorm wichtig, dass man über solche Erfahrungen mit dem Partner spricht - muss ja nicht in epischer Breite und allen Details sein, aber wenigstens ein "Mir ist da was passiert, es kann sein, dass das beim Sex Probleme macht, bitte sei etwas vorsichtiger."

Und dann ist auch der Partner ein bisschen in der Pflicht mehr auf Anzeichen zu achten und sie vor allem ERNST ZU NEHMEN. Ein Wegdrücken ist ein nein, ein Weinen ist ein nein, ein völlig passiv daliegen ist (im Zweifel) ein nein - und ein nein ist ein nein ist ein nein. Den meisten Betroffenen wird es schwer fallen dieses "nein" deutlicher zu machen oder wirklich mehrfach zu verteidigen, deswegen sollte der Partner auch beim Sex das Hirn anlassen und auf solche Zeichen achten. Auch wenn es anders sicherlich schöner wäre.
 

Benutzer77893 

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Auf wenn ich mir jetzt viele Feinde mache ist es doch so das Frauen nicht immer wissen was sie wollen bzw. es Männern unverständlich vermitteln.

Ein Kollege von mir hat es mal am besten auf den Punkt gebracht. Es nicht wichtig was Frau sagt, sondern was Frau tut. Die ganze Debatte ob ein Nein ein Nein ist oder vielleicht doch nicht, spielt keine Rolle. Weil Menschen generell viele sagen, aber vielleicht was anderes erreichen wollen.

Wenn sich eine Frau währt (mit Gewalt oder Verbal (wie lass mich los etc.)) oder wie Serenity schon gut zusammenfast, weint oder total passiv da liegt, sollte der Mann davon ausgehen, dass Frau nicht will und es sein lassen, egal was sie vorher gesagt hat. Und das sollte für beide Geschlechter sehr einleuchtend sein und gelten!

Ob das nun eine Vergewaltigung war oder nicht hängt davon ab ob Frau das anzeigt (und dafür sollte man sich immer Einsätzen, dass Frauen das auch zur Anzeige bringen) und ob die Beweislast ausreicht.
 

Benutzer86779  (36)

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Auf wenn ich mir jetzt viele Feinde mache ist es doch so das Frauen nicht immer wissen was sie wollen bzw. es Männern unverständlich vermitteln.

Ein Kollege von mir hat es mal am besten auf den Punkt gebracht. Es nicht wichtig was Frau sagt, sondern was Frau tut. Die ganze Debatte ob ein Nein ein Nein ist oder vielleicht doch nicht, spielt keine Rolle. Weil Menschen generell viele sagen, aber vielleicht was anderes erreichen wollen.

Wenn sich eine Frau währt (mit Gewalt oder Verbal (wie lass mich los etc.)) oder wie Serenity schon gut zusammenfast, weint oder total passiv da liegt, sollte der Mann davon ausgehen, dass Frau nicht will und es sein lassen, egal was sie vorher gesagt hat. Und das sollte für beide Geschlechter sehr einleuchtend sein und gelten!

Ob das nun eine Vergewaltigung war oder nicht hängt davon ab ob Frau das anzeigt (und dafür sollte man sich immer Einsätzen, dass Frauen das auch zur Anzeige bringen) und ob die Beweislast ausreicht.

Ich denke man kann das nicht so verallgemeinern.

es gibt frauen die stehen darauf spielerisch "nein" zu sagen, aber andere signale zu geben, damit der mann sie "überwältigt".

aber genausogut gibt es frauen, die nicht mal nein sagen können obwohl sie etwas nicht wollen. bei so einer frau kann man schon sexuell gewaltätig werden wenn man nach der maxime vorgeht "einfach weiter machen bis sie mich wegschubst".

da muss man die partnerin schon gut kennen. im zweifelsfall sollte man davon ausgehen, dass ein nein auch nein bedeutet. wenn sie doch andere vorlieben hat wird sie das schon ausdrücken.
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde als Mann einfach bei jedem Nein ablassen. Wenn die Frau es dann spielerisch meint, hat sie eben Pech, aber das wäre mir dann immer noch lieber als der gegenteilige Fall - sie meint es ernst und man interpretiert es falsch. Bei mir ist nein immer Nein und dieses "Ich überrede den Partner mal zu Sex, auch wenn er erst Nein gesagt hat ..." ist nicht mein Ding. Auch wenn das "Nein" sicher je nach Situation mal lauter und mal leiser ausfällt.
Sollte die Partnerin dann mal eingeschnappt sein, weil sie sie das "Nein" als Aufforderung meinte, kann man, auch wenn das unromantisch ist, ein Codewort vereinbaren, wie schon angesprochen - dann weiß man beim "Zieren", solange das Wort nicht fällt, dass man ruhig weitermachen darf.
 

Benutzer99399 

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Ob das nun eine Vergewaltigung war oder nicht hängt davon ab ob Frau das anzeigt (und dafür sollte man sich immer Einsätzen, dass Frauen das auch zur Anzeige bringen) und ob die Beweislast ausreicht.

Das ist doch Unfug.
Egal ob ich es anzeige oder nicht - wenn ich vergewaltigt wurde, wurde ich vergewaltigt.

Ich meine, wenn ich jemanden umbringe, bin ich doch auch ein Mörder / Totschläger, selbst wenn ich nicht gefasst werde.
Ob ein Vergehen geahndet wird, sagt doch nichts darüber aus, ob der Tatbestand erfüllt ist oder nicht.

Ansonsten schließe ich mich diskuswerfer85 an - man kann das nicht so verallgemeinern.
Ja es gibt Frauen, die sagen nicht, was sie wirklich denken und da zählen Taten und Körpersprache mehr, wenn man wissen will, woran man ist.
Aber das trifft nicht auf alle zu.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ein Kollege von mir hat es mal am besten auf den Punkt gebracht. Es nicht wichtig was Frau sagt, sondern was Frau tut. Die ganze Debatte ob ein Nein ein Nein ist oder vielleicht doch nicht, spielt keine Rolle. Weil Menschen generell viele sagen, aber vielleicht was anderes erreichen wollen.

Im Zweifelsfall sollte man es lassen. Ich persönlich denke, es ist eine Mär, dass Frauen "Nein" sagen und "Vielleicht" meinen bzw. "Nein" sagen und "Ja" meinen. Bei mir heißen die Worte tatsächlich das, was sie heißen sollen, und ich denke, ich bin da keine Ausnahme. Außerdem ist es eigentlich klar erkennbar, ob ein "Nein" ein ernstes Nein ist oder ob es ein spielerisches Zieren ist. Ich persönlich glaube schon, dass Männer, die das "falsch" interpretieren, sich da natürlich nicht als Täter sehen wollen, aber einfach mal wohlwollend interpretiert haben, weil sie halt auch Bock drauf hatten. Das läuft dann wohl auf einer unterbewussten Schiene ab und ist nicht absichtlich. Macht es natürlich jetzt vom Resultat her nicht unbedingt besser.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Außerdem ist es eigentlich klar erkennbar, ob ein "Nein" ein ernstes Nein ist oder ob es ein spielerisches Zieren ist.

Auch wenn es nicht erkennbar ist (und ich glaube durchaus, dass das passieren kann): Mit ein wenig gesundem Menschenverstand geht man im Zweifelsfall immer davon aus, dass es ernst gemeint war.

War es doch nicht ernst gemeint, ist ja kein Schaden entstanden - die Situation wird kurz geklärt und es kann weitergehen. War es aber ernst gemeint und man hat einfach trotzdem weitergemacht, ist definitiv ein Schaden entstanden, mitunter ein gewaltiger.

Wer sich auch nur mal 1 Minute diese Gedanken gemacht hat, dem sollte eigentlich klar sein, was zu tun ist.

Und wer generell nach der Maxime lebt, dass Frauen, die "nein" sagen, eigentlich "ja" meinen, bräuchte sowieso mal einen Grundkurs in zwischenmenschlichem Verhalten und Empathie.
 

Benutzer117428 

Benutzer gesperrt

Ja so explizit steht das natürlich nicht da, aber man muss nicht mal besonders zwischen den Zeilen lesen um diese Tendenz zu erkennen.


Einerseits sollen Männer erkennen wenn Frau nicht will ohne dass sie etwas sagt oder einen auch nur eine abwehrende Geste macht. Andererseits sollen wir erkennen wenn sie eigentlich doch will, obwohl sie erstmal so tut als würde sie es nicht wollen. Dazu kommt noch, dass manche Frauen auch noch dazu neigen gar nicht zu wissen was sie wollen - also wie sollen wir Männer es dann wissen.

Eine typisches Gespräch was mir so ähnlich schon passiert ist:

"Wieso hörst Du auf?"
"Du hast mich weggeschubst und "nein" gesagt?"
"Ich bin schüchtern. Natürlich sollst Du trotzdem weitermachen"
...

Und seit wann heißt "nein" bei Frauen eigentlich immer "nein"?

Sie: :mad:
Er: "Ist was?"
Sie: "Nein"
Er: "Bist Du sauer?"
Sie: "Nein"
Er: Ok, gut.
Sie: :mad::mad::mad:


Das Problem ist, dass man sich als Mann häufig nicht sicher sein kann was die Frau wirklich will (auch weil sie's selbst oft nicht weiß). Zumindest bei manchen der Schilderungen aus dem Ursprungsthread hat man den Eindruck, dass sich die Frauen zu dem Zeitpunkt nicht sicher waren was sie wollten und dann im Nachhinein erst denken "ach, aber eigentlich wollte ich das gar nicht". Um als Mann auf der sicheren Seite zu sein, muss man wohl ständig nachfragen "Bist Du dir sicher, dass du das auch willst? Tut dir das auch nicht weh? Ist das angenehm für dich?" aber dann gilt man (zurecht) als Weichei. Andererseits wenn Mann sich nimmt was er will (worauf eben doch viele Frauen stehen) dann läuft man Gefahr irgendwann doch mal ne Anzeige zu bekommen (vor allem dann wenn Frau aus irgendwelchen anderen Gründen enttäuscht vom Mann ist). Wie schnell das passieren kann zeigt der Fall Kachelmann.

Ich befürchte jetzt habe ich mich unbeliebt gemacht...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich befürchte jetzt habe ich mich unbeliebt gemacht...

Nö, hast du nicht. Was du schreibst, ist ja nicht verkehrt. Allerdings ist das den Frauen ja auch bewusst, sonst würden sie sich ja nicht selbst die Schuld in die Schuhe schieben oder zumindest von Mitschuld reden. Es ist also bei weitem nicht so, dass Frauen sagen: "Määp, der Mann trägt die Schuld. Der Mann muss riechen, was ich will. Der Mann muss besser wissen, was für mich gut ist, als ich es tu."

Grundsätzlich glaube ich übrigens, dass es bei vielen Paaren absolut kein Problem ist.

Problematisch wird es wohl bei den Paaren, wo SIE unsicher ist und ER egozentrisch/unempathisch. Aber solche Paare sind wohl auch auf anderer Ebene problematisch, nicht nur auf sexueller.
 

Benutzer77893 

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Ob ein Vergehen geahndet wird, sagt doch nichts darüber aus, ob der Tatbestand erfüllt ist oder nicht.

Das ist richtig, dafür ist ja der Gerichtsprozess da! Wieso sollte das Anzigen also unsinnig sein?!

Das ist doch Unfug.
Egal ob ich es anzeige oder nicht - wenn ich vergewaltigt wurde, wurde ich vergewaltigt.

Ist es eben nicht. Das soll eben davor schütze, das du dich einfach im nachhinein umentscheidest und dann glaubst du seist vergewaltigt worden und darauf hin Männer unrechtmäßig als Vergewaltiger ansiehst.
Und wenn Mann wirklich ein Vergewaltiger ist, soll es davor schützen das andere Frauen auch darunter leiden müssen.
Nur wenn es nicht nachweisbar ist und es gilt im Zweifel für den Angeklagten, aber dann gibt es auch andere Wege...

Moralisch gesehen hast du wohl recht, aber ich schrieb ja auch im Grunde sollten die Männer es immer sein lassen, egal was vorher gesagt wurde!

---------- Beitrag hinzugefügt um 20:13 -----------

Im Zweifelsfall sollte man es lassen.

Genau das habe ich ja auch geschrieben.

Außerdem ist es eigentlich klar erkennbar, ob ein "Nein" ein ernstes Nein ist oder ob es ein spielerisches Zieren ist.

Das mag ich zu bezweifeln.
 

Benutzer77893 

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Auch wenn es nicht erkennbar ist (und ich glaube durchaus, dass das passieren kann): Mit ein wenig gesundem Menschenverstand geht man im Zweifelsfall immer davon aus, dass es ernst gemeint war.

War es doch nicht ernst gemeint, ist ja kein Schaden entstanden - die Situation wird kurz geklärt und es kann weitergehen. War es aber ernst gemeint und man hat einfach trotzdem weitergemacht, ist definitiv ein Schaden entstanden, mitunter ein gewaltiger.

Wer sich auch nur mal 1 Minute diese Gedanken gemacht hat, dem sollte eigentlich klar sein, was zu tun ist.

Und wer generell nach der Maxime lebt, dass Frauen, die "nein" sagen, eigentlich "ja" meinen, bräuchte sowieso mal einen Grundkurs in zwischenmenschlichem Verhalten und Empathie.

Und das habe ich versucht zu sagen, es spielt eigentlich keine Rolle was Frau oder Mann vorher gesagt hat mit etwas Empathie sollte es jedem ganz schnell klar sein.

Außerdem verstehe ich eh nicht wie Mann Sex haben kann, wenn es klar erkennbar ist, dass Frau da kein Bock drauf hat? Allein wenn sie total passiv da liegt, würde mir die Lust ganz schnell vergehen, auch weine etc. finde ich nicht sehr abtörnend.
 
S

Benutzer

Gast
Außerdem ist es eigentlich klar erkennbar, ob ein "Nein" ein ernstes Nein ist oder ob es ein spielerisches Zieren ist.

Naja was denn nun? Ich denke ein Nein ist ein Nein und kann garkein spielerisches Zieren sein? Und was ist "eigentlich" klar erkennbar? Deine Formulierung folgt doch genau dem Prinzip, das eben Dinge im Leben nicht immer völlig eindeutig sind.


Ich persönlich glaube schon, dass Männer, die das "falsch" interpretieren, sich da natürlich nicht als Täter sehen wollen, aber einfach mal wohlwollend interpretiert haben, weil sie halt auch Bock drauf hatten.

Dem Täter muss aber auch die Tat bewusst sein um überhaupt irgendwas wohlwollend für seine Interessen zu interpretieren oder nicht? Wenn er sich nun der Tat bewusst war, in dem Augenblick dann vollzieht er das ja im vollen Bewusstsein. Ich kann mir halt echt nicht vorstellen das es grundsätzlich soviele Kerle gibt die sowas unter Vorsatz ausüben würden. Die Erfahrungen in Shinys Thread sind ja nun nicht gerade wenig und eine vielzahl der weiblichen User die dort Posten mussten damit schon Erfahrungen machen.

Das läuft dann wohl auf einer unterbewussten Schiene ab und ist nicht absichtlich. Macht es natürlich jetzt vom Resultat her nicht unbedingt besser.

Für das Opfer ändert es zwar nicht viel, ob bewusst oder unterbewusst. Ich glaube für den Täter spielt das aber eine entscheidende Rolle. Auch wenn ich jetzt brüchiges Eis begehe, aber kann man grundsätzlich sagen das jede Zuwiederhandlung den Straftatbestand einer Vergewaltigung entspricht?

Ein Mensch, der völlig unvorbelastet ist, fällt nicht mal eben in eine komplette Schockstarre, nur weil der Partner ohne vorherige Absprache die Stellung wechseln will oder versehentlich etwas fester zustößt, als gerade angenehm ist. Und ein solcher Mensch wird auch Zeichen geben und nicht weiter mitmachen, als wäre nichts.

Soweit ich das aber verstanden habe, waren Opfer in den beschriebenen Situationen davor noch nie in einer ähnlichen Situation. Wo wir wieder an dem Punkt wären ob die Zeichen eindeutig waren, die Interpretation richtig und ob dann vorsätzlich eine Straftat begangen wurde. Kann man also mit völliger Sicherheit sagen, das jeder Kerl der eine Frau mal wehgetan hat sich dessen absolut bewusst ist.

Jemand verhält sich jetzt Gegenteilig dessen was wir für normales Verhalten erachten. Aus dem Grund weil er eben völlig anders denkt. Er tut einer Frau weh. Die Frau voller Scham spricht ihn nie auf die Tat an, was für ihn das Signal sein sollte umzudenken. Der Kerl macht unbehelligt weiter, denn er denkt er "verhält" sich korrekt. "Naja wenn Frau nichts dagegen hat, dann kann es ja auch nicht so schlimm sein"

Ich spreche hier bewusste Extreme an, denn für uns alle ist es eindeutig, das man es merken sollte wenn etwas nicht stimmt. Und jedem wird klar sein, wie er zu Handeln hat. Ich kann aber ja nicht von mir auf alle anderen schließen.


Und dann ist auch der Partner ein bisschen in der Pflicht mehr auf Anzeichen zu achten und sie vor allem ERNST ZU NEHMEN. Ein Wegdrücken ist ein nein, ein Weinen ist ein nein, ein völlig passiv daliegen ist (im Zweifel) ein nein - und ein nein ist ein nein ist ein nein. Den meisten Betroffenen wird es schwer fallen dieses "nein" deutlicher zu machen oder wirklich mehrfach zu verteidigen, deswegen sollte der Partner auch beim Sex das Hirn anlassen und auf solche Zeichen achten. Auch wenn es anders sicherlich schöner wäre.

Ergänzend dazu sollte man aber auch erwähnen das jedes Opfer einer Vergewaltigung das anzeigen sollte. Auch wenn es erst Jahre später ist. Ansonsten stimme ich dir vollkommen zu. Mal davon abgesehen, das Weinen und wegdrücken für mich schon viel mit Vorsatz zu tun haben und das auch nicht begreifen kann wie man bei sowas nicht handeln kann - als Täter.

Off-Topic:

ohne alles gelesen zu haben: Wenn jemand im Muster denkt, welches der Titel suggeriert, denke ich umgehend an jemanden, der sein schlechtes Gewissen gereinigt haben moechte.

Was suggeriert der Titel denn und vorallem welches Muster? Ich kann von mir behaupten, dass ich kein schlechtes Gewissen habe oder jemals etwas getan habe was einem Menschen wehgetan hat und ich bin irgendwo ja der Threadersteller. Deinen Text könnte man unter Umständen schon sehr persönlich nehmen und so sehen, das du einem unterstellst ein Vergewaltiger gewesen zu sein. :schuettel:
 

Benutzer77893 

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Wieso kriegen das dann so viele Männer ohne Probleme hin?

Ich bin wirklich der Meinung, dass das hauptsächlich dann ins Gewicht fällt, wenn eine unsichere Frau mit einem Macho-Mann zusammen ist.

Ich sage nicht das es generell so ist, aber du hast geschrieben das es immer eindeutig klar ist und das mag ich zu bezweifeln!

---------- Beitrag hinzugefügt um 20:24 -----------

Dem Täter muss aber auch die Tat bewusst sein um überhaupt irgendwas wohlwollend für seine Interessen zu interpretieren oder nicht? Wenn er sich nun der Tat bewusst war, in dem Augenblick dann vollzieht er das ja im vollen Bewusstsein. Ich kann mir halt echt nicht vorstellen das es grundsätzlich soviele Kerle gibt die sowas unter Vorsatz ausüben würden. Die Erfahrungen in Shinys Thread sind ja nun nicht gerade wenig und eine vielzahl der weiblichen User die dort Posten mussten damit schon Erfahrungen machen.

Das geht aber generell ins Philophische. Kann man jemanden bestrafen, der sich der Tat nicht bewusst ist? Kann man einen Massenmörder ins Gefängnis werfen der sich keiner Schuld bewusst ist, weil er die er getötet hat nicht für Menschen ansieht. Oder überhaupt keine Empathie besitzt?
 

Benutzer505 

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Soweit ich das aber verstanden habe, waren Opfer in den beschriebenen Situationen davor noch nie in einer ähnlichen Situation.
Die sind aber auch nicht "einfach so" in eine Starre gefallen, sondern erst nachdem der andere die Grenzen trotz Ansage (!) übertreten hat. Man sollte schon unterscheiden zwischen Stellungswechsel und Kopf mit Gewalt nach unten drücken und festhalten.
 
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