Wie kann ich ihm helfen

Benutzer161306  (31)

Ist noch neu hier
Hallo liebes Forum,

ich wäre euch dankbar für ein paar Anregungen oder Tipps zu folgender Problematik:

Mein Freund und ich sind seit knapp vier Jahren zusammen. In dieser Zeit hatte er immer mal wieder hypichondrische Phasen. Von ihm und seiner Familie wurde es mir gegenüber nie als ernsthaftes Problem kommuniziert, bis vor ein paar Wochen als er einen besonders schlimmen "Anfall" hatte. Damals hat er mir offenbart wie schlimm es ihm mit der Angst schwer erkrankt zu sein geht. Ich habe damals nicht optimal reagiert, da ich überfordert und überrascht war, davon dass es so schlimm ist und er nie was gesagt hat. Wir haben dann darüber gesprochen und ich habe ihm das erklärt und alles war soweit gut. Vor einigen Tagen erzählte er mir, dass es wieder soweit ist. Ich habe ihm gesagt, dass ich vermute, dass er gestresst ist und das ist er auch, er hat gerade sehr viel Druck. Er behauptete dann ich sei genervt, hätte kein Verständnis und wolle sowieso nur Spaß und sein Problem sei mir lästig. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich nur nicht weiß wie ich reagieren soll und wie ich ihm helfen kann und was er erwartet. Seine Antwort war: "So jedenfalls nicht". Ich habe ihm dann gesagt, dass ich verzweifelt bin, weil ich nicht weiß wie ich ihm helfen kann. Seine Antwort: "Warum bist DU verzweifelt?". Ich bin wirklich am durchdrehen ich liebe ihn, aber im Moment kann ich es nur falsch machen und wenn ich ihm das sage bin ich die Verständnislose. Was soll ich tun? Es erstmal nicht mehr ansprechen? Therapie? Doch nochmal ansprechen ? Hilfe ! :frown:
 

Benutzer35148 

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Wenn es wirklich wieder nur so ein Anfall ist, lass ihn am besten ganz in Ruhe.
Denn wenn er Dir nich einmal selber sagen kann, was er hat, und er Dich nur (grundlos) beschimpft... was natürlich nicht wirklich nett ist, auch wenn es seinem Zustand anzukreiden ist ... dann kannst Du nur das Weite suchen.

Ansonsten, schick ihm zum Arzt. Dann wird er schon sehen dass er nicht krank ist.
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Ich würd ihm ans Herz legen, dass er über seine "Phasen" mit einem Profi spricht. Schubweise hypochondrische Phasen können ein Zeichen sein, dass er in seiner Persönlichkeit nicht gefestigt ist bzw. seine seelischen Probleme ins körperliche zu verschieben versucht (mehrheitlich Angst) - und gleichzeitig hat er Angst, wirklcih krank zu sein, was sich gegenseitig hochschaukeln kann.

Das Problem an den Hypochondern ist, dass sie irgendwann nicht mehr ernstgenommen werden, wenn sie dann wirklich was haben.

Es wäre wirklcih nicht schlecht, wenn er sich nach ner "Therapie" umschaut - damit er selbst lernt, mit diesen Situationen umzugehen und seinen negativen Emotionen in andere Bahnen zu lenken. Ein körperlicher Check gehört da genau so dazu, wie danach ein Training, wie er seine Situation meistert. Er lernt zu kategorisieren, was eher in die Kategorie "unbedeutendes Symptom" gehört und was nicht.

Nem Freund von mir ist leider genau das geschehen, dass er mit seiner Situationen nicht mehr klar kam, plötzlich zusätzlich panische Angst und schlussendclih zusammenbrach deshalb, weil er solche Angst hatte, dass er nun nen Herzinfarkt kriegt oder irgendwas in seinem Kopf nicht stimmt, weil er seine Hände und Füsse nicht mehr spürte (Hyperventilation in der Panik). Der Rettungswagen konnte nix feststellen, die Klinik auch nicht, schlussendlich hatte er einige gute Gespräche mit ner Therapeutin. Seither weiss er: "Stress und Überforderung = hoher Puls. Alles ok, mein Körper zeigt mir, dass was nicht ok ist. Hinlegen, ruhig bleiben, atmen. Dann ist alles wieder ok. Und danach nen Gang runterschalten". Mittlerweile ist er beschwerdefrei.
 
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