Wie ist euer Zeitungsleseverhalten?

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Benutzer46665  (43)

Verbringt hier viel Zeit
Ich lese relativ selten Zeitung - gelegentlich mal Regionalzeitung, aber ansonsten selten.

Die "Bild" würde ich auch nicht unbedingt als nützlich betrachten. Um mal gleich den "du mußt alles ausprobiert haben"-Schreiern hier zuvorzukommen:
Ich habe das Blatt schon gelesen. Und mein Urteil steht: Es ist m.E. ein Scheißblatt ohne erkennbaren Informationswert. Jetzt könnte man mir vorhalten, daß sich die Zeitung ja vielleicht seitdem geändert haben könnte (es ist schließlich schon einige Monate her), und damit hätte ich kein Recht, sie zu verurteilen. Wie sind denn da die Intervalle? Muß ich jede Ausgabe lesen, damit ich ne Meinung zu der Zeitung im Allgemeinen haben kann?
Wenn ich jetzt noch erwähne, daß ich gern den "BildBlog" lese, dann biete ich wahrscheinlich noch mehr Angriffsfläche à la "du glaubst ja auch alles, was andere sagen". Dann frag ich schon mal im Vorfeld, warum man denn danne - der Argumentation folgend - überhaupt irgendeiner Informationsquelle glauben sollte, und wenn ja, wie diese Quelle dann beschaffen sein muß.

Kurz: Ich lese NICHT die Bild, aber ich habe TROTZDEM eine Meinung dazu. Und ich gehe noch einen Schritt weiter und finde: Um sich eine fundierte Meinung über die Bild schaffen zu können, REICHT das Lesen der Überschrift.
 

Benutzer56624  (33)

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BILD ist die auflagenstarkste Zeitung in Deutschland.
Sind also die meisten Deutschen so bescheuert?
 

Benutzer46665  (43)

Verbringt hier viel Zeit
BILD ist die auflagenstarkste Zeitung in Deutschland.
Sind also die meisten Deutschen so bescheuert?

Dazu müßte man wissen, was die jeweiligen BILD-Leser für sich daraus an Informationen ziehen und wie sie diese beurteilen.
Wenn sie sich das angucken und sagen "na gut, steht da halt, vielleicht auch mal woanders nachgucken, was andere schreiben", dann würd ich sagen "nein".
Wenn sie sich das angucken und sagen "genau so isses! Das ist nun auch meine Meinung! Stimmt alles haargenau!", dann würd ich sagen "ja". Denn die Meinungsmache dort beruht hauptsächlich auf Hetze, Verleumdung und Desinformation.

Es steht außer Frage, daß die BILD (wenn auch sinkenden) Erfolg hat, und daß sie einen nicht zu vernachlässigenden Einfluß auf die öffentliche Meinung hat. Aber natürlich lohnt es sich grundsätzlich, Informationsquellen aller Art in einem gewissen Rahmen zu hinterfragen.

ich zitiere da gerne meinen dad: "die meisten menschen sind doof".

*grins*... den Eindruck hab ich auch manchmal... Hierzu auch ein Kollege von mir: "Jeden Morgen steht ein Dummer auf".
 
V

Benutzer

Gast
ich lese abwechselnd FAZ und guardian und wenn ich mal richtig viel zeit habe eventuell auch beide. also pro tag mindestens eine tageszeitung plus so ziemlich jede woche die zeit und den economist. ein abo habe ich aktuell aber nicht.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich lese jeden morgen beim ausgedehnten Frühstück eine lokale Tageszeitung (haben meine Eltern abonniert) und ohne die Zeitung fehlt mir echt was (das merke ich schon an Feiertagen :smile:)

Ich habe mit ca. 14 Jahren angefangen, Zeitung lesen. Damit hat sich schonmal das komplette Lernen für Gemeinschaftskunde erledigt und die mündlichen Noten fallen dementsprechend auch besser aus.

Auch sonst finde ich es sehr wichtig zu wisse, was gerade in Politik und Wirtschaft los ist und würde es längere Zeit ohne Zeitung wohl kaum Aushalten.
Wenn ich alleine wohne, ist ein Zeitungsabo auf jeden Fall Pflicht.


Und zur Blöd-Zeitung sag ich jetzt mal lieber nix... Ist schon schlimm genug, dass sich so was Zeitung nennt :wuerg:.
 

Benutzer70527  (31)

Sehr bekannt hier
Wenn es eine Qualifikation für "Deutschland such den Vollidioten" gibt, die einen ohne Casting ins Finale bringt, dann ist es die Eigenschaft, das BILD-Käseblatt als "Zeitung" zu bezeichnen.

Eine solche sensationsgeile Redaktion, die ohne jegliches Hintergrund- oder Fachwissen reißerische Hetzkolumnen vom Stapel lässt, ist höchstens noch mit "Frontal 21" des ZDF zu vergleichen:
Rücksichtsloser und unsachlicher Sensationsjournalismus.
Da hat CCFly recht, wenn ich sie richtig verstanden habe (hab den Thread nur überflogen).

Und dass BILD die auflagenstärkste Zeitung Deutschlands ist, zeigt wohl, wie die allgemeine Verblödung schon fortgeschritten ist.

Die Auflagen der Welt und der FAZ sind im Übrigen auch nicht zu verachten. DAS sind Zeitungen, die ihren Namen auch verdienen und ich hoffe, Axel Springers gedruckter Abenteuerspielplatz wird von seinem hohen Ross des tiefen Niveaus gestoßen, sodass "richtige" Zeitungen ihren rechtmäßigen Platz an der Spitze einnehmen können.

So, man darf mich jetzt schlecht bewerten, weil ich eine andere Meinung habe, viel Spaß dabei.
 
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