Erziehung Wie gewöhnt man Kindern das Beißen/Zwicken ab?

Benutzer161456 

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Also: Körperliche Gewalt in der Erziehung (auch in schwacher Form: s. z. B. der berühmte "Klaps") ist ohne Frage falsch. Allerdings stehen Eltern - wenn Kinder z. B. wirklich völlig steil gehen, was ja durchaus mal vorkommen kann - unter einem enormen

In dem Falle geht es aber doch gar nicht um den unrühmlichen Klaps.

Es geht darum, dem Kind eindeutig zu demonstrieren, wie Beissen oder Hauen auf andere wirkt.
Das ist ein fundamentaler Unterschied.
 

Benutzer36171 

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Ich kann Affekthandlungen ja mehr als verstehen, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es sinnvoll ist, zurückzubeißen. Je nach Alter des Kindes lernt es daraus ja überhaupt nichts, man konditioniert es höchtens. Ich weiß nicht, ob es das wert ist. Es ist doch meistens sowieso nur eine Phase. :smile:

Ich glaube, ich würde deutlich machen, dass mir das weh tut, selbst wenn das Kind noch nicht die nötige Empathie entwickelt hat, außerdem notfalls die aktuelle Handlung abbrechen und mit etwas anderem ablenken. Man kann ja auch Alternativen anbieten, z. B. in irgendeinen Gegenstand beißen oder mit dem Fuß aufstampfen.
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Es geht darum, dem Kind eindeutig zu demonstrieren, wie Beissen oder Hauen auf andere wirkt.
Je nach Alter ist das Kind noch gar nicht in der Lage diesen Zusammenhang zu verstehen. Es versteht nicht, dass der Schmerz, den es selbst fühlt, derselbe ist, den die andere Person fühlt, wenn das Kind diese beißt.
 
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Benutzer161456 

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Bei uns hat es jedenfalls genutzt.
Event. war der Schreckmoment das Entscheidende.
 
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Benutzer118204 

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Und ich muss auch sagen, dass ich - selbst wenn es eine anerkannte Methode wäre - spontan schon überhaupt keine Vorstellung hätte, mit welcher Intensität ich bitte ein kleines Kind beißen müsste, um ihm zwar weh zu tun, aber dann doch wieder nicht zu sehr. Das ist doch völliger Irrsinn.
Auch wenn ich wohl irre bin, ich hab recht schnell am Gesichtsausdruck erkannt, dass Beißen ab jetzt kein lustiger Spaß mehr ist. Dannach folgte natürlich noch eine wortreiche Aufklärung was da gerade passiert ist.
Viele solcher Probleme sind eine Phase, die sich recht fix wieder auswachsen. Mein Sohn zerbröselt grad Butterkekse und stopft die Krümel in die Fugen. Wird er mit 8 hoffentlich nicht mehr tun.
Unsere Phase führte dazu, dass Kuscheln und ähnliches unangenehm wurde, weil immer mit einem Biss zu rechnen war. Einmaliges Zurückbeissen war da ein Versuch der bei uns zum Erfolg geführt hat, ohne bleibende Schäden.
Die Frage ist halt auch, wie lange man selbst ertragen will, was man dem Kind eigentlich selbst nicht zumutet.
Erziehung als solche ist eh ungeheuer schwer.
So sieht es aus, dazu kommen tausend Lösungen zum gleichen Problem, mit individuellen Erfolgsgeschichten.
aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es nützlich ist, zurückzubeißen.
Bei uns war es dass, wobei ich natürlich nicht sonderlich stolz darauf bin. Aber wie gesagt war der Biss Teil eines ganzen Vorgangs und nicht eine plumpe Retourkutsche um es dem Nachwuchs mal zu zeigen. Vielleicht war es falsch, vielleicht gab es auch bessere Methoden, aber im Nachhinein haben wir trotzdem einen Weg gefunden weiterhin ein gutes Verhältnis zu pflegen inkl. entspanntem kuscheln und der sicheren Geborgenheit bei den Eltern.

Je nach Alter ist das Kind aber noch gar nicht in der Lage diesen Zusammenhang zu verstehen. Es versteht nicht, dass der Schmerz, den es selbst fühlt, derselbe ist, den die andere Person fühlt, wenn das Kind diese beißt.
Über die Auffassungsgabe des Kindes sollte man sich ohnehin bei jeglicher Maßnahme im Klaren sein.
 

Benutzer163532  (36)

Verbringt hier viel Zeit
In dem Falle geht es aber doch gar nicht um den unrühmlichen Klaps.

Es geht darum, dem Kind eindeutig zu demonstrieren, wie Beissen oder Hauen auf andere wirkt.
Das ist ein fundamentaler Unterschied.
"Beißen ist falsch, aber Mama und Papa dürfen dich beißen."
Nee, sorry, das ist für mich total schräg und falsch. Ein 2-Jähriges Kind hat sich schon öfter versehentlich auf die Finger gebissen und weiß sehr wohl, dass es weh tut. Zumindest meine 2-Jährige versteht das vollkommen.
 
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Benutzer151786 

Sehr bekannt hier
Auch wenn ich wohl irre bin, ich hab recht schnell am Gesichtsausdruck erkannt, dass Beißen ab jetzt kein lustiger Spaß mehr ist. Dannach folgte natürlich noch eine wortreiche Aufklärung was da gerade passiert ist.
Ich habe nicht behauptet, dass du irre bist. Ich finde es irrsinnig und einfach komplett absurd, mir zu überlegen, wie stark ich bei meinem Kind zubeißen "darf", um den verfolgten Zweck zu erreichen. Wohlgemerkt nicht aus dem Affekt heraus, sondern "geplant" beim nächsten Beißen und so war es ja bei euch offenbar.

Einmaliges Zurückbeissen war da ein Versuch der bei uns zum Erfolg geführt hat, ohne bleibende Schäden.
Und was hättet ihr gemacht, wenn es beim ersten Mal nichts gebracht hätte? Öfters zurückgebissen? Stärker?

Ich will ja gar nicht in Abrede stellen, dass man trotz Beißen/Klaps/etc. ein gutes Verhältnis zueinander haben kann, ich finde es nur einfach vom Grundgedanken her falsch, mich in dem Moment auf die Stufe des Kindes zu stellen und es genauso zu machen, obwohl ich das Verhalten ja eigentlich unterbinden will.

Das Kind beißt ja schließlich nicht, weil es den Eltern weh tun will, sondern weil irgendein anderes Problem dahinter steckt. Macht für mich deshalb keinen Sinn, dem Kind zu demonstrieren, dass Beißen weh tut, das geht doch komplett an der Motivation des Kindes vorbei. Zumal es das, wie andere schon geschrieben haben, sowieso auch erst ab einem gewissen Alter versteht.
 

Benutzer122781 

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nun ja, dass zurück beißen o.ä. effektiv ist/sein kann, würd ich ja nicht in abrede stellen.
ist vermutlich eine der schnellsten und einfachsten "lösungen".
da der ts aber bereits schrieb, dass so etwas eigentlich gegen seine prinzipien verstößt, versteh ich gar nicht warum das hier immer noch so vehement verteidigt wird.

ich denke es könnte auch durchaus hilfreich sein, neben der aufklärung und zurechtweisung, dass man so etwas nicht macht, eine alternative anzubieten, wie zb ins kissen zu beißen (es kommt ja meist beim zubettbringen dazu).
und wie schon mehrfach erwähnt, ist dieses verhalten keineswegs ungewöhnlich und eben tatsächlich meist nur eine phase.
 
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Benutzer136609 

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Off-Topic:
Ich finde es eben eher anstrengend das behauptet wird alles was übers reden hinaus geht sei unmöglich, respektlos oder sonst was gegenüber vom Kind. Oder das man dann gleich dafür ist Kinder zu schlagen..
Ich arbeite eben viel mit Verhaltensauffälligen Kindern, seien es 3 jährige die ihre Eltern mit schlagen und beißen terrorisieren oder 4 Jährige die in der Kita andere Kinder verletzen (Krankenhausreif gebissen zum Beispiel).
Es ist nicht gleich bösartig Kindern grenzen aufzuzeigen. Das Kinder auch mal testen ist normal und gesund, aber man muss sie auch nicht alles durchgehen lassen. Und dabei reden hier (denke ich) keiner von schlagen, Konsequenzen die für das Kind aber unangenehm sind (Lauter werden, sofort wegschicken) finde ich aber völlig legitim.
 

Benutzer161456 

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"Beißen ist falsch, aber Mama und Papa dürfen dich beißen."
Nee, sorry, das ist für mich total schräg und falsch. Ein 2-Jähriges Kind hat sich schon öfter versehentlich auf die Finger gebissen und weiß sehr wohl, dass es weh tut. Zumindest meine 2-Jährige versteht das vollkommen.
Naja, es war ja nun mal ein einmaliges Ereignis und der Effekt event. Dadurch noch mal verstärkt, weil wir unsere Kinder nie körperlich gemassregelt haben.
Das widerspricht unserer Grundeinstellung.

Wir werden nie Erfahren, ob es anders besser gewesen wäre.
Aber ich kann dir versichern, keines der Kinder hat offen sichtbare Schäden davon getragen.
Keine Macken und Marotten oder Ticks erkennbar. Auch Selbstständig sind sie, haben Freunde und sind gut in der Schule.
Es war anscheinend nicht soo schlimm.
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"Beißen ist falsch, aber Mama und Papa dürfen dich beißen."
Übrigens:
In meinem Fall ging es ja nicht ums beissen.
Bei uns hatte der Junge, so mit ca. 2 Jahren, mich auf dem Arm sitzend mehrmals ins Gesicht gehauen.
 
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Benutzer118204 

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Ich finde es irrsinnig und einfach komplett absurd, mir zu überlegen, wie stark ich bei meinem Kind zubeißen "darf", um den verfolgten Zweck zu erreichen. Wohlgemerkt nicht aus dem Affekt heraus, sondern "geplant" beim nächsten Beißen und so war es ja bei euch offenbar.
Ich hab mich ehrlich gesagt jetzt auch nicht tagelang irgendwelchen sadistischen Beißfantasien hingegeben, sondern es war eher spontan und für mich vermutlich psychisch nachhaltiger.
Und was hättet ihr gemacht, wenn es beim ersten Mal nichts gebracht hätte? Öfters zurückgebissen? Stärker?
Weder noch. Erstens war das eine Mal schon schwer für mich, zweitens wäre dann klar, dass das Kind es nicht erkennt.
ich finde es nur einfach vom Grundgedanken her falsch, mich in dem Moment auf die Stufe des Kindes zu stellen und es genauso zu machen, obwohl ich das Verhalten ja eigentlich unterbinden will.
Ich wollte mich nicht auf die Stufe des Kindes stellen, sondern die Folgen seines Verhaltens demonstrieren.
Das Kind beißt ja schließlich nicht, weil es den Eltern weh tun will, sondern weil irgendein anderes Problem dahinter steckt. Macht für mich deshalb keinen Sinn, dem Kind zu demonstrieren, dass Beißen weh tut, das geht doch komplett an der Motivation des Kindes vorbei.
Das eine schließt doch das andere nicht aus. Man kann ja die Motivation ergründen und trotzdem das Bewusstsein schaffen, dass beißen keine adäquate Form der Kommunikation ist.
versteh ich gar nicht warum das hier immer noch so vehemment verteidigt wird.
Bevor hier noch jemand glaubt ich will zurückbeißen verbissen verteidigen, möchte ich klarstellen das sich es für mich keineswegs die beste Methode darstellt. Ich bin wie gesagt auch nicht sonderlich stolz darauf. Geholfen hat es im unserem Fall trotzdem und schlussendlich bin ich froh das uns zumindest ein Weg zum Ziel geführt hat.
 

Benutzer72433 

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für mich stehen bei sowas zwei punkte im vordergrund:

1) es kommt auf das kind an. es gibt kinder, die mit körperlichkeiten gut klar kommen, und andere, für die das schlimm wäre. es gibt kinder, die mit worten gut klarkommen, und andere, für die das schlimm wäre. das kann man beliebig so weiterführen, und keine lösung passt für jedes kind. ich hoffe einfach, dass wenigstens die hier anwesenden erziehungsberechtigten personen ihr kind gut genug kennen, um zu wissen, was für ihr kind schlimm wäre und womit es gut klarkäme.

2) kinder haben noch keine empathie in der form, wie erwachsene sie (bestenfalls) kennen.
"das tut ihr weh" hat gerne mal ein schulterzucken und weitermachen zur folge, während die frage "möchtest du, dass ich das mit dir mache?" eher mal zur erkenntnis führt, dass das irgendwie uncool ist und besser seingelassen werden sollte.


3), und das ist meine ganz persönliche meinung, die sich völlig subjektiv auf meine erfahrungen gründet: ich hätte als kind keine eltern respektieren können, die sich auf worten ausruhen und nicht bereit wären, auch körperlich mit mir zu sprechen.
ich hätte mich... unwert gefühlt. unwert für eine ehrliche aussprache, und auf sowas habe ich mit verachtung reagiert. ich hatte bezugspersonen, die so gehandelt haben, und es war mir zutiefst unangenehm mit denen zu tun zu haben: verlogenes pack, was mit worten tiefe wunden schlägt, anstatt mir nen blauen fleck zu verpassen der in ner woche weg wäre!


fazit: richtig und falsch gibts hier nicht. es gibt nur richtig und falsch für eine bestimmte eltern-kind-beziehung und die daran beteiligten personen. es liegt an den eltern, abzuschätzen, was richtig ist.
für mich wäre ein "zurückbeissen" genau die richtige version gewesen. ich hätte mich respektiert gefühlt und daraus gelernt.
für andere kinder würde das vielleicht vertrauen brechen in die bezugsperson, dann wäre es eine verdammt schlechte idee.

ich beneide niemanden, der vor so einer entscheidung steht, und fehler passieren auch in der erziehung... ich drücke nur jedem die daumen, die richtige entscheidung zu treffen, ohne irgendwelche vorurteile von wegen "körperlich ist furchtbar böse" (oder auch: "nicht körperlich ist furchtbar böse", das wäre für mich die herausforderung).
aber wenn ein fehler passiert ist: zeitnahe aufklären, vertrauen wieder aufbauen. egal, in welche richtung es schief lief. erklären, wiedergutmachen. auch eltern und kinder müssen sich erst kennenlernen und miteinander entwickeln.
 

Benutzer70315  (32)

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Wir hatten die Situation mit unserer Großen auch, als sie in dem Alter war. Und klar kann es triggern, wenn es scheinbar ohne Grund passiert und das Kind dann noch lacht (was aber durchaus auch heißen kann, dass es entschuldigend sein soll) - unsere Große hat spät mit dem Sprechen losgelegt und manchmal glaube ich, dass ihr wirklich was gegen den Strich ging und sie sich so ausgedrückt hat.

Wenn es uns zu viel wurde, sind wir aus der Situation gegangen- haben uns woanders hingesetzt oder (wenn der Andere noch da war) haben den Raum verlassen.
Wichtig ist: Ruhe bewahren. Es wurde bei uns besser, sobald sie sich besser ausdrücken konnte und verständiger war
 

Benutzer72433 

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Wenn es uns zu viel wurde, sind wir aus der Situation gegangen- haben uns woanders hingesetzt oder (wenn der Andere noch da war) haben den Raum verlassen.
Wichtig ist: Ruhe bewahren. Es wurde bei uns besser, sobald sie sich besser ausdrücken konnte und verständiger war
wenn das bei eurem kind so gut lief: gz, ihr habt die richtige möglichkeit gewählt.

ich als kind hätte das als "das kann ich euch nicht verzeihen" eingestuft. nicht ehrlich antworten, sich entziehen, nicht in die diskussion gehen... bin ich euch so wenig wert, dass ihr nichtmal mit mir diskutiert? bin ich euch so unwichtig, dass ich euch nichtmal aus der ruhe bringen kann?

ich hab halt sehr explizite erinnerungen an die sehr junge zeit (jaja, angeblich nicht möglich, aber hey, mittlerweile gibts ja sogar forschungen, die das widerlegen!) - "mich nicht respektiert fühlen" wie es ausweichen, aus dem weg gehen, immer ruhig reagieren mit sich brachte... no way.

damit will ich nicht sagen, dass du persönlich falsch gehandelt hast: wenn es passend für euch und euer kind war, gut! - ich will nur sagen: ruhe bewahren und deeskalieren, sich damit als die definitiv überlegene person zu positionieren, das ist nicht immer gut. eltern dürfen, sollen, müssen! auch schwächen haben. menschlich reagieren. bewegt sein.

nur, was genau gut ist und was schlecht, das kann man halt nicht allgemeingültig sagen.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Darüber hab ich mit meiner Mutter mal geredet und sie meinte, sie habe uns von klein auf halt beigebracht, dass man niemand anderem weh tut, weil man das ja selbst nicht möchte. Darum war das nie ein Problem bei meinem Bruder und mir.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
... als Akutmassnahne ein sehr ernstes Wort, und eine unangenehne Konsequenz mit vorheriger Ansage.
Bei Dingen wie "nimm das nicht in den Mund" funktioniert das noch wunderbar, da habe ich eine Konsequenz, die direkt mit der Tat zusammenhängt: "...sonst nehme ich es dir weg".
Aber hier weiß ich einfach nichts adäquates.... sonst was?

[...]fordern [...] auch oft Aufmerksamkeit ein, [...] wenn unsere Tochter eher nebenher läuft
Ist eher unwahrscheinlich. Aktuell sind Kita-Ferien und es hat uns Fulltime an der Backe.

Wie gut kann euer Kind denn schon sprechen?
Ziemlich gut. "Will noch nicht ins Bett, will spieeelen" geht schon wunderbar. Ich denke es könnte sich diesbezüglich äußern.

Hm. Weiß nicht. Kann sein. Ich glaube auf jeden Fall, dass es nicht böswillig ist, sondern dass es das selbst nicht einschätzen kann.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Grundsätzlich möchte ich noch klarstellen:
So verzweifelt wie es scheint, sind wir nicht. Es passiert nicht ständig, aber wir hatten bisher eben noch keine erhellende Idee, wie wir dem Kind klarmachen sollen, dass es das lassen soll.

Wir wissen doch noch gar nicht, was der Mann im Mond Mann im Mond schon alles (neues) probiert hat? Vielleicht hat er ja jetzt noch etwas Input bekommen, der funktionieren könnte?
Heute waren wir unterwegs und wir wurden weder gekratzt, gezwickt oder gebissen.

Aus euren Posts habe ich mal folgende Anregungen mitgenommen, die wir versuchen umzusetzen:
* Alternativen finden, wie ins Kissen o.ä. beißen.
* Rückfrage stellen "Möchtest du, dass ich das mit dir mache"?


Ein 2-Jähriges Kind hat sich schon öfter versehentlich auf die Finger gebissen und weiß sehr wohl, dass es weh tut. Zumindest meine 2-Jährige versteht das vollkommen.
Vielleicht kriege ich den Vergleich fürs Kind vermittelt. Da bin ich mir aber unsicher, ob das vom zeitlichen Abstand nicht doch zu groß ist. Der Biss auf den Finger ist dann ja doch nicht gerade fünf Minuten vor dem Biss des Kindes passiert.

Na sehr böse gucken und ernst und mit Augenkontakt ehrlich schimpfen.
Das klappt eben nicht. --> "Hähääää" *grinsen* *lachen* *das-ist-aber-witzig-wie-du-da-reagierst".
Ich bin wohl nicht glaubwürdig genug als Erwachsener :confused:.
 

Benutzer161456 

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Das klappt eben nicht. --> "Hähääää" *grinsen* *lachen* *das-ist-aber-witzig-wie-du-da-reagierst".
Ich bin wohl nicht glaubwürdig genug als Erwachsener :confused:.

Vielleicht so:
Eine kindklare Ansage machen, dass das nicht gewollt ist, und dass man beim nächsten Mal gehen wird. Ohne ihn.

Das muss dann beim nächsten Mal dann aber auch wirklich kommen.
Nichts ist schlimmer als hohle Ankündigungen oder leeres Schimpfen ohne Konsequenzen.

Also beim nächsten Mal:
ich mag das nicht, und ihn stehen lassen und gehen. ... Aber wirklich stehen lassen (natürlich in Wirklichkeit nicht unbeaufsichtigt) , aber so, dass er sich wirklich erschreckt und allein gelassen fühlt.
Wenn das Erschrecken eingesetzt hat natürlich wieder zurück kommen und ihn trösten und in den Arm nehmen.
Wichtig: er muss den Zusammenhang zwischen der Strafe und der Tat zweifelsfrei erkennen können.

Ich habe bei Fehlverhalten immer versucht eine Sanktion zu finden, die ihn wirklich berührt.
Also genau darauf geachtet, dass er mit seinem Fehlverhalten nicht an das von ihm gewünschte Ziel kommt.

Vom Prinzip in etwas so:
Also wenn er bockte oder ungezogen war, weil er zB. auf den Arm genommen werden wollte, dann eben nicht auf den Arm nehmen, wenn er nur Aufmerksamkeit wollte, dann keine schenken...
Dafür aber als Belohnung ihn beim nächsten Mal extra lieb auf den Arm nehnen, wenn er gut gelaunt danach fragt,... ihn mit freundlicher Aufmerksamkeit beschenken, wenn er selber freundlich und charmant ist.
Den Unterschied merkt ein Kind sehr genau und stellt sich drauf ein.

Auf der anderen Seite:
Man muss auch nicht aus Prinzip und jeden Machtkampf im Bockzeitalter gewinnen, aber halt doch die Wichtigen.
 
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Benutzer70315  (32)

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Was mir zum Thema noch einfällt: gibt es denn irgendwas, was euch signalisiert, dass euer Kind gleich womöglich wieder beißen/zwicken wird?
Oder anders gesagt: gibt es irgendein Warnsignal, bevor die Situation erst entsteht?

Ich bin kein großer Fan von Sanktionen, weil (ganz ehrlich) die meisten sind Müll und viel zu kompliziert, um von Kleinkindern verstanden zu werden.

Wenn es klappt, ist es doch besser, das Kind ab- bzw umzulenken bevor es wieder passiert.
Die Aufmerksamkeit der Kleinen ist schnell mal auf ein Spielzeug/eine Frage etc. gelenkt.

Und ja: hört sich jetzt alles so einfach an. Ich weiß aus Erfahrung mit meiner (jetzt) Dreijährigen, dass es das ganz und gar nicht ist. Aber in manchen Situationen hat das Ablenken schon prima geklappt :smile:
 

Benutzer72433 

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Also beim nächsten Mal:
ich mag das nicht, und ihn stehen lassen und gehen. ... Aber wirklich stehen lassen (natürlich in Wirklichkeit nicht unbeaufsichtigt) , aber so, dass er sich wirklich erschreckt und allein gelassen fühlt.
echt jetzt? die absolute urangst jedes kindes - das verlassen werden, allein sein, die eltern verlieren - nutzen, um ihm zwicken, kratzen oder beissen abzugewöhnen?

das würde ich auf garkeinen fall tun, mir dreht sich schon bei dem gedanken der magen um. einem kleinen kind in den kopf zu setzen, dass die eltern es verlassen, wenn es nicht lieb ist, empfinde ich als grausam. auch wenn der ernsthafte schreck nur eine sekunde dauert.
 
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