Wie geht ihr mit zu wenig Sex in der Ehe um und was macht es mit euch?

C
Benutzer238738  (44) Ist noch neu hier
  • #1
Hallo Community.
Die Frage seht ihr ja im Titel.
Bei mir ists im Schnitt so 3-4 mal im Jahr und damit komme ich absolut nicht klar.
Wir sind seit 10 Jahren verheiratet, waren davor 5 Jahre zusammen und bis die Kinder kamen wars nie ein Problem.
Jetzt bin ich jeden Tag unzufrieden, sobald ich eine halbwegs attraktive Frau sehe, denke ich sofort an Sex, SB inzwischen jeden Tag und ich kann mich teilweise auf rein garnichts konzentrieren weil ich immer an Sex denke.

Dazu kommt natürlich zum einen, dass ich mich durch sie ungeliebt und dadurch unattraktiv finde, zum anderen dass ich beim Sex keine 3 Minuten mehr aushalte, teilweise komme ich schon nach 10 Sekunden was dann ja für uns beide unbefriedigend ist.

Ich denke auch nicht, dass ich eine andere Frau ablehnen würde wenn sie auf mich zukommt und hatte schon mehrfach den Gedanken fremdzugehen.

Reden hat bisher nix geholfen, ganz im Gegenteil, sie sagt das sei ganz allein mein Problem und normal nach 10 Jahren Ehe.

Ich kann sie auch nicht scharf machen, wenn sie nicht will wird sie da direkt wahnsinnig böse und abwehrend.

Danke für eure Kommentare!
Chris
 
krava
Benutzer59943  (45) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #2
Wie alt sind denn eure Kinder?
Nur damit man mal zeitlich einordnen kann, seit wann euer Sexleben so ist wie es ist.

Waren die Kinder Wunschkinder? Und zur Zeugung der Kinder hattet ihr mehr Sex?
Und als es dann geklappt hatte wurde es weniger oder erst nach der Geburt?

Wenn ihr 10 Sekunden Sex habt, dann ist deine Frau enttäuscht oder ist ihr das eher egal?
Eine zweite Runde gibt es nicht weil?

Und wenn ihr über das Thema redet wie sieht das Gespräch dann aus? Forderst du Sex oder fragst du auch nach den Wünschen deiner Partnerin?
Möchte sie überhaupt Sex oder könnte sie auch komplett ohne? Oder fordert sie die 4x im Jahr ein?
Wie verhütet ihr?
 
SnakePlisken
Benutzer34914  Meistens hier zu finden
  • #3
Sorry aber wenn schon von ihr der Spruch kommt "Das ist alleine dein Problem", sehe ich da keine heile und intakte Beziehung. Wenn man als Team agiert und sich liebt, sind die Probleme der Partnerin/des Partners auch meine Probleme und man sucht zusammen nach Lösungen, Unterstützungen oder Hilfe.

So eine Aussage ist respektlos und zeigt mir, da ist wesentlich mehr im Argen als
die Sexflaute, weil die Kommunikation auch im Eimer ist.

Wurde schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen oder sträuben sich hier eine oder beide Parteien davor?

Nur mal so wenn Du so aufgeladen bist, warum net erste Runde anderweitig verschießen z.B. mit O-Sex, danach die Frau verwöhnen und dann wieder zusammen bereit sein bei der 2. Runde oder gilt bei euch beiden ein Schuss und Schluss?
 
V
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #4
Hallo,
3-4 Mal im Jahr Sex in einer langen Beziehung mit Kindern ist nichts total Seltenes, aber als "normal", im Sinne von "das ist die Norm" würde ich es nicht bezeichnen. Es ist schon wenig. Und ich kann gut verstehen, dass das was mit dir, deiner Zufriedenheit und deinem Selbstwertgefühl macht.
Hättet ihr denn – realistisch betrachtet – Gelegenheit für mehr Sex? Habt ihr jemanden, der euch mit den Kindern entlastet?
Habt ihr noch gemeinsame Zweisamkeit? Gemeinsam essen gehen (ohne die Kinder!), Kino, Museum, so was in der Art?
Es ist nicht zu verallgemeinern, aber: Häufig brauchen Männer eher Sex, um sich begehrt zu fühlen. Und Frauen wollen sich erst begehrt fühlen, ehe Lust auf Sex entsteht. Daher frage ich dich: Fühlt sie sich begehrt? Unabhängig davon, dass du Sex willst, meine ich. Machst du ihr Komplimente, ohne dass eine körperliche Annäherung stattfindet? Sagst du ihr, dass dir der Abend mit ihr besonders gefallen hat? Kochst du für sie ihr Lieblingsessen? Massierst du sie ohne Aufforderung und ohne weitere körperliche Annäherung? Bemerkst du das neue Kleid an ihr und sagst ihr, dass du sie hübsch findest? Finden Dinge dieser Art (müssen nicht genau diese sein) noch statt zwischen euch?

Fehlt ihr der Sex denn gar nicht? ist sie tatsächlich zufrieden so, wie es ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #5
Reden hat bisher nix geholfen, ganz im Gegenteil, sie sagt das sei ganz allein mein Problem und normal nach 10 Jahren Ehe.
Beim Reden kommt es natürlich schon sehr darauf an, wie genau man sich unterhält.

Da gibt es von Vorwürfen bis Verständnis für ihre Seite eine ganze Bandbreite, und nur weniges davon ist zielführend zur Problemlösung.

Dein Problem ist es insofern, dass du die Person mit dem Leidensdruck bist. Deiner Frau scheint vordergründig Sex ja nicht zu fehlen. Zumindest nicht die Art von Sex mit dir, die ihr gerade zur Verfügung steht.

Normal ist es definitiv nicht, dass man nach 10 Jahren Ehe keinen Sex mehr hat, aber unnormal ist es auch nicht. Du wirst hier eine Menge Threads wie deinen finden, wo eine Person in einer festen Beziehung sehr viel weniger Sex hat, als sie möchte. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig.

Ich kann sie auch nicht scharf machen, wenn sie nicht will wird sie da direkt wahnsinnig böse und abwehrend.
Das funktioniert tatsächlich nicht wenn sie das nicht will, das kann sich schnell wie ein ungewollter Übergriff für sie anfühlen. Wie genau versuchst du denn, sie scharf zu machen? Und was mag sie selber?

teilweise komme ich schon nach 10 Sekunden was dann ja für uns beide unbefriedigend ist.
Das müsste nun ja nicht unbefriedigend sein, nicht für sie und auch nicht unbedingt für dich. Du hast Hände und Zunge und es gibt unglaublich viel Spielzeug mit dem du sie befriedigen könntest, so sie das wollte.

Ich denke aber ihr müsst viel früher ansetzen.
Klassische Lustkiller sind
- kleine Kinder, um die überwiegend sie sich kümmert
- wenn sie die emotionale Hauptbezugsperson für die Kids ist, das laugt einfach aus
- wenn er im Haushalt und bei den Kids "hilft", aber sich nicht gleichberechtigt verantwortlich fühlt und sich eigenständig kümmert
- fehlende Paarzeit mit schönen Unternehmungen, fehlende emotionale Nähe
- Streits
- Sex, der ihr nicht gefällt. Das ist tatsächlich ein häufiger Grund, von dem er mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts weiß und glaubt, der Sex sei für sie auch befriedigend.
- Sexuelle Inkompatibilität. Ist auch häufiger als man glaubt.

Schau mal ob und was auf dich zutrifft. Wenn du das weißt und die oben gestellten Fragen beantwortest können wir dir besser helfen.
 
Pizzabäckerin
Benutzer191613  (43) Öfter im Forum
  • #6
Wir hatten die Situation so ähnlich auch. Das ging etwa 3 Jahre so, den Sex konnte man fast an einer Hand abzählen.
ABER! Wir waren immer wieder im Gespräch darüber. Über die Gründe, über Lösungen, darüber dass das eine absehbare Zeit ist.
Wie schon andere zuvor gehe ich auch davon aus, dass der fehlende Sex nicht das PROBLEM ist. Es wird woanders liegen. Ansonsten würde sie nicht auf die Art und Weise reagieren.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #7
Ich kann deinen Frust verstehen.
Hast du ihr schon mal gesagt, wie es dir damit geht und was du so für Gedanken hast.
Vielleicht weiß sie nicht, wie akut es ist.
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #8
Ich kann sie auch nicht scharf machen, wenn sie nicht will wird sie da direkt wahnsinnig böse und abwehrend.
Das allein zu versuchen ist leider auch wirklich maximal abstoßend - und langfristig schädigend. Sehr.

Das merke ich an, weil, andere haben hier schon sehr viel gutes geschrieben, aber sowas solltest Du wirklich unterlassen, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Und falls Du echt der Meinung bist, sie wäre daran schuld:
Dazu kommt natürlich zum einen, dass ich mich durch sie ungeliebt und dadurch unattraktiv finde
- dann erwähne das zumindest nicht.

Zwischen euch läufts nicht gut, und ihr dann zusätzlich zu vermitteln dass sie für Dein Selbstwertgefühl verantwortlich sei, wie bei so nem kleinen Kind, wird sicher nichts besser machen.
 
SamVimes
Benutzer237829  (47) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #9
Aus persönlicher sicht, 23 Jahre zusammen und täglich Sex ist normal. Was "normal" ist, hat eine sehr große Bandbreite.

Deine Situation wäre für mich ein no-go. Ich würde das Gespräch suchen und wenn sich keine Lösung in der Partnerschaft ergibt, dann würde ich diese transparent öffnen. Nur weil ihr verheiratet oder zusammen seid, heisst das nicht dass sie unilateral deine Bedürfnisse einfach negieren kann. Sie hat ja auch ein Bedürfnis (wenig bis kein Sex) bei dem du nicht mal die Wahl hast, ob du es akzeptieren willst, da natürlich jegliche Nötigung absolut zu unterlassen ist und so oder so nichts positives nach sich ziehen kann.

Aber du hast ein Recht auf Sex (edit: siehe folgediskussion. Recht zu suchen, nicht zu nehmen), in der Hinsicht dass du dich befreien kannst aus dieser Lage. Ob du mit anderen dann mehr Erfolg hast, steht in den Sternen, aber lass dich da nicht zu etwas zwingen, was dich offensichtlich sehr unglücklich macht.
Kommuniziere offen, ehrlich, stell dar was dich dabei bewegt, auch emotional. Du kannst von ihr nichts verlangen, aber du kannst auf jeden Fall klar benennen, dass es für dich so nicht geht und dein Leben stark beeinträchtigt. Dafür musst du dich auch nicht rechtfertigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #10
Aber du hast ein Recht auf Sex
Nein.

Es gibt kein "Recht auf Sex". Niemals, unter keinen Umständen, schlicht nein.

Nicht als Single, nicht in einer Beziehung, niemals. Gibt. Es. Nicht.

Was es gibt ist die freie Wahl von Partner*in, welches bestenfalls kompatibel zu einem ist. Und das Recht auf Trennung. Und die Möglichkeit zu beidem, für jedes Geschlecht - letzteres sogar eine Errungenschaft neuerer Zeit.

Aber es gibt kein "Recht auf Sex"., und das ist nicht diskutabel.

Ich weiß, Du hast es mit den folgenden Worten besser eingeordnet als in dem kurzen Zitat - und ich verlasse mich jetzt einfach drauf dass Du es nicht in den falschen Hals bekommst was ich schreibe, auch aufgrund unseres persönlichen Austauschs - aber die Aussage kann ich so nicht unkommentiert stehen lassen, sorry.
 
C
Benutzer238738  (44) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #11
Hi nochmal.
Danke für eure Beteiligung, ich versuche mal so viel als möglich hier zu brantworten:

Wunschkinder sind 6&8, danach wurds aprupt weniger (bis garnich).
Klar ist sie enttäuscht wenn der Sex kürzer ist als länger.
Eine 2. Runde gabs noch nie, zumindest nicht Sex, wenn dann streicheln aber auch ehr sie sich, Fingern war nur 1x in den letzten 8 Jahren, Oral gibts seit den Kindern garnichtmehr bei ihr oder bei mir (mochte sue nich nie, sagt sie mir nach 7 Beziehung wo wir das regelmässig gemacht haben)
Im Gespräch fordere uch das natürlich, ihr Wunsch ist einfach nicht, sie brauch das nicht (öfter).
Ihr fehlt das nicht, sie ist zufrieden wie es ist, wir verhüten mit Kondom, da sie die Pille nichtmehr nehmen möchte.
Professionelle Hilfe lehnt sie komplett ab.
Gelegenheit für Sex gibts immer reichlich, Essen, Kino etc. Gibts auch hin und wieder.
Komplimente, Kochen, was zu neuen Klamotten sagen usw. gibts natürlich von meiner Seite.
So, hab ich was vergessen?
 
SamVimes
Benutzer237829  (47) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #12
Nein.

Es gibt kein "Recht auf Sex". Niemals, unter keinen Umständen, schlicht nein.
Es war vielleicht schlecht ausgedrückt. Er hat das Recht aufgrund des in der Beziehung nicht existierenden Sexes sich den woanders zu suchen. Nicht das Recht ihn sich zu nehmen. Ich dachte eigentlich das war verständlich.
Was ich ausdrücken wollte: er hat ein Recht sein Glück zu suchen, das haben wir alle. Sie kann nicht erwarten, sein elementares Bedürfnis zu negieren in dem sie sagt, das sei normal. Ich gehe davon aus, dass der Beginn der Beziehung anders aussah. Insofern hat er das Recht, zu sagen dass es so für ihn nicht geht.
 
Pizzabäckerin
Benutzer191613  (43) Öfter im Forum
  • #13
So, hab ich was vergessen?
So ziemlich das Wichtigste... 🙄

Was passt sonst nicht? Außerhalb von dem Thema Sex. Wie sieht euer Alltag aus? Wie ist die Rollenverteilung? Wer trägt den Mental Load?
Womit ist sie sonst unzufrieden?
 
SamVimes
Benutzer237829  (47) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #14
Hi nochmal.
Danke für eure Beteiligung, ich versuche mal so viel als möglich hier zu brantworten:

Wunschkinder sind 6&8, danach wurds aprupt weniger (bis garnich).
Klar ist sie enttäuscht wenn der Sex kürzer ist als länger.
Eine 2. Runde gabs noch nie, zumindest nicht Sex, wenn dann streicheln aber auch ehr sie sich, Fingern war nur 1x in den letzten 8 Jahren, Oral gibts seit den Kindern garnichtmehr bei ihr oder bei mir (mochte sue nich nie, sagt sie mir nach 7 Beziehung wo wir das regelmässig gemacht haben)
Im Gespräch fordere uch das natürlich, ihr Wunsch ist einfach nicht, sie brauch das nicht (öfter).
Ihr fehlt das nicht, sie ist zufrieden wie es ist, wir verhüten mit Kondom, da sie die Pille nichtmehr nehmen möchte.
Professionelle Hilfe lehnt sie komplett ab.
Gelegenheit für Sex gibts immer reichlich, Essen, Kino etc. Gibts auch hin und wieder.
Komplimente, Kochen, was zu neuen Klamotten sagen usw. gibts natürlich von meiner Seite.
So, hab ich was vergessen?
Das klingt für mich, als wärt ihr schon unter nicht transparenten Bedürfnissen gestartet. Gibt es einen Grund warum sie jahrelang Dinge macht, die sie eigentlich nicht möchte?
Da ist für mich ordentlich der Wurm drin, aber wenn sie auch Hilfe von außen ablehnt, sehe ich das schon Schwierigkeiten überhaupt daran zu arbeiten.
Wie steht sie denn dazu, dass du dir die Körperlichkeit woanders holst?
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #15
Er hat das Recht aufgrund des in der Beziehung nicht existierenden Sexes sich den woanders zu suchen.
Auch das nur mit ihrer Zustimmung diesbezüglich - aber er hat das Recht, diese Beziehung zu beenden.

Eine Beziehung einzugehen bedeutet nicht, dass man zu Sex verpflichtet ist, und ganz sicher nicht, dass man sich den anderweitig holen "darf" wenn er nicht stattfindet.

Wobei ich persönlich glaube, dass viele Menschen - häufiger Frauen - letztlich sehr erleichtert wären, wenn das Gegenüber dieses Thema auslagern statt weiterhin sexuell belästigend zu agieren.
 
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Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #28
Kommt trotzdem etwas anklagend rüber da uch jetzt wieder auf dem stand wie bisher bin: ist mein Problem, ist meine Schuld, du bist ein Mann, komm damit klar oder lasses (ihr O-Ton)
Ich hör da von deiner Seite verdammt viel Frust raus, und den finde ich auch verständlich. So wie du deine Frau beschreibst, lässt sie dich in dem Punkt komplett gegen die Wand fahren mit deinem Bedürfnis.
Eine liebevolle Beziehung sieht anders aus.

Jetzt ist es so, dass nur du hier schreibst. Wenn es darum geht, etwas an der Beziehung zu ändern, bist du der einzige in deiner Beziehung, dem wir etwas raten können. Frust zu schieben ist verständlich und menschlich, wird dich aber langfristig nicht weiterbringen. Änderungen kosten Kraft und sind schmerzhaft. Da wirst du aber nicht drum rum kommen, wenn es besser werden soll. Egal auf welchem Wege.
Wenn du dich erstmal nur auskotzen möchtest ist das auch ok, dann lass es uns wissen. Dann halten wir uns mit Ratschlägen zurück.

Wir kennen außerdem nur deine Seite der Geschichte. Wenn man in einem so lieblosen Miteinander gefangen ist, gibt es normalerweise Gründe und eine Vorgeschichte dazu. Was ich versucht habe zu erraten, ist die Vorgeschichte. Und der absolute Klassiker ist eben eine ungleichmäßige Verteilung der Hausarbeit, die bei ihr die Lust killt. Du hast du gesagt, das sei es nicht. Hattet ihr mal ein liebevolles Miteinander? Guten Sex? Denn wenn es nicht die Hausarbeit ist, dann sind es andere Gründe. Und wenn du die Beziehung behalten möchtest macht es Sinn, die rauszufinden und daran zu arbeiten.

Eine 2. Runde gabs noch nie, zumindest nicht Sex, wenn dann streicheln aber auch ehr sie sich, Fingern war nur 1x in den letzten 8 Jahren, Oral gibts seit den Kindern garnichtmehr bei ihr oder bei mir (mochte sue nich nie, sagt sie mir nach 7 Beziehung wo wir das regelmässig gemacht haben)
Ich darf mich zitieren:
- Sex, der ihr nicht gefällt. Das ist tatsächlich ein häufiger Grund, von dem er mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts weiß und glaubt, der Sex sei für sie auch befriedigend.
- Sexuelle Inkompatibilität. Ist auch häufiger als man glaubt.
Frauen entdecken sich, ihren Körper und ihre Lust häufig erst in den 40ern, das ist ja genau euer Alter. Kann durchaus sein dass sie lange was mitgemacht hat und jetzt erst entdeckt (oder sich jetzt erst traut zu sagen) was sie mag und was nicht.

Daran kann man arbeiten. Bspw: wie streichelt sie sich? Ist das was, was du übernehmen könntest? Mag sie oral aktiv oder passiv nicht? Mag sie fingern nicht? Oder könnte sie das mit ner anderen Technik durchaus mögen? Wie sieht der Sex denn aus? Ist das spielerisch neugierig oder gibt es da ein festes Programm, das immer durchgezogen wird?
Manche Paare entdecken sich sexuell nach vielen Jahren Beziehung ganz neu und können dann durchaus ein erfülltes Sexleben haben. Dafür muss aber die Basis der Beziehung passen, und da hör ich bei euch eher viel Frust raus.

Fühlst du dich denn wohl in eurer Beziehung, abseits vom Sex?
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #29
Mir fällt gerade auf, dass ich seitenlang an deiner eigentlichen Frage vorbei schreibe.
Wie geht ihr mit zu wenig Sex in der Ehe um und was macht es mit euch?
Ich war nie verheiratet, den Teil kann ich also nicht beantworten. In der langjährigen Beziehung die ich hatte war es auch nicht zu wenig Sex in dem Sinne, es war aber zunehmend Sex in einer Art, wie ich ihn nicht wollte und mochte. Dass es immer weniger wurde, ging von mir aus. Ich hab mich mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt und mit ihm über alles geredet, was mich am Sex und unserer Beziehung gestört hat. Wir haben sogar mehrere Paartherapien gehabt. Er hat sich sogar aufgeschrieben was ich mir wünsche, es aber im entscheidenden Moment alles wieder vergessen bzw. konnte es nicht umsetzen.
Es hat mich wahnsinnig frustriert, mir nahezu komplett die Lust am Sex genommen. Die Lust auf Sex mit ihm hatte ich da schon komplett verloren. Es hat ein paar meiner negativen Glaubenssätze eher verstärkt und mich in ein paar Aspekten sogar sexuell ängstlich werden lassen, weil auch immer wieder ungewollter Schmerz bei mir vorhanden war.
Daher hab ich die Beziehung beendet. Am Ende hat er mir ernsthaft vorgeworfen, ich hätte ihm ja nur sagen müssen was ich will, und dass er ohne diese Info halt nix machen kann.

Jetzt bin ich in einer Beziehung mit einem Mann der ganz anders ist, und mit dem der Sex auch völlig anders ist. Verspielt, offen, neugierig, mit ganz viel Lust an der Lust des Gegenübers. So gut wie nie zuvor. Wir sind menschlich und sexuell kompatibel, und mir war vorher gar nicht klar, wie verdammt gut das ist.

Was ich machen würde, wenn ich nicht zufrieden bin? Bücher zum Thema lesen, stundenlang Podcasts hören, alles aufsaugen was mir zu meinen Problemen an Wissen begegnet. In Therapie gehen, schauen wo meine blinden Flecken sind und wie ich sinnvoll für meine Bedürfnisse einstehen kann. Mit meinem Partner reden, und wenn das alles hoffnungslos erscheint, und ich den Glauben an eine gemeinsame Zukunft verloren habe, dann würde ich mich trennen.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #46
Manchmal frage ich mich, ob wir Sex nicht eine massiv zu hohe Bedeutung beimessen.
Ich glaube das ist individuell einfach sehr unterschiedlich. Ich meine mich zu erinnern, dass SamVimes SamVimes trotz jahrzehntelanger Beziehung angegeben hat, noch täglich Sex zu haben. Da scheint das einfach ein sehr wichtiger Bestandteil des Lebens zu sein.
Ich weiß aber auch von anderen Usern die angegeben haben, alle paar Wochen Sex zu haben und damit auch glücklich sind.

Mein bester Freund hat viele Jahre massiv unter ganz wenig Sex gelitten. Er hat es nicht forciert, war nicht aufdringlich, hat es hingenommen und an Trennung schlicht nicht gedacht, weil er eine sehr treue Seele ist. Aber er hat es als dauerhafte fiese Zahnschmerzen beschrieben. Jetzt, in seiner neuen Beziehung, ist er diesbezüglich sehr glücklich.

Die wichtigste Hauptsache, wie sie gern hochgespielt wird, ist Sex nicht. Aber halt für viele schon wichtig und beziehungsentscheidend. Für mich auch.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #65
Dass das jetzt mit so vielen Ratschlägen einhergeht hatte ich ja garnicht erwartet
Willkommen auf PL. Das ist hier typisch. :grin:
Ich hab mal die (leider nicht besonders gute) Suchfunktion bemüht mit den Schlagworten "wenig Sex":
Suchergebnisse für Anfrage: Wenig Sex

Da gibt es wirklich eine Menge Threads. Ich würde schätzen dass alle 1-2 Wochen ein neuer eröffnet wird. Ich habs nicht genau verfolgt, aber ich glaub meistens bleiben die jeweiligen TS nicht im Forum sondern gehen wieder, wenn sie ihr Thema ausreichend diskutiert haben. So wird für dich der Austausch mit anderen Betroffenen leider schwierig, aber kannst dich ja mal ein bisschen einlesen in die vorhandenen Threads.

Die Menschen, die hier im Forum aktiv sind, haben sexuell meist ne Reise hinter sich. Haben sich ihre Sexpositivität hart erkämpft, Beziehungen beendet und neu begonnen, geredet und ausprobiert um dann final ihr Glück und ihre Lust zu finden.
Dir wenigsten aktiven User hier sind dauerhaft mit ihrem Sexleben unzufrieden, das gibt die Struktur von PL eher nicht her.

Aber vielleicht finden sich doch noch ein paar Leidensgenossen, ich drück dir die Daumen.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #72
Off-Topic:

Das klingt extrem ungesund und auch nach Strafe. Das ist doch keine Lösung in einer glücklichen Beziehung.
Ich weiß was du meinst und ich sehe es ganz ähnlich, aber eigentlich finde ich es ganz schön dass hier gerade Menschen einfach so von ihrem unbefriedigenden Sexleben berichten können. Könnte ein safe space werden, ich würde das Sexleben anderer nicht bewerten wollen.

Offensichtlich ist es für den User eine Lösung. Wie glücklich oder unglücklich seine Beziehung ist, weiß man nicht. Vielleicht spielt Sex nicht so die Rolle und ansonsten sind sie schon glücklich? Rhetorische Frage: wann sind Beziehungen schon mal in absolut jeder Hinsicht glücklich?

Btw, wir haben gerade sehr viel weniger Sex, weil die aufregende Anfangszeit langsam nachlässt und ich einfach zu häufig gesundheitliche Einschränkungen habe, die Sex verhindern. Ich muss mal meinen Partner fragen, wie es ihm damit eigentlich geht. 🤔
 
R
Benutzer193222  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #73
Off-Topic:


Ich weiß was du meinst und ich sehe es ganz ähnlich, aber eigentlich finde ich es ganz schön dass hier gerade Menschen einfach so von ihrem unbefriedigenden Sexleben berichten können. Könnte ein safe space werden, ich würde das Sexleben anderer nicht bewerten wollen.

Offensichtlich ist es für den User eine Lösung. Wie glücklich oder unglücklich seine Beziehung ist, weiß man nicht. Vielleicht spielt Sex nicht so die Rolle und ansonsten sind sie schon glücklich? Rhetorische Frage: wann sind Beziehungen schon mal in absolut jeder Hinsicht glücklich?

Btw, wir haben gerade sehr viel weniger Sex, weil die aufregende Anfangszeit langsam nachlässt und ich einfach zu häufig gesundheitliche Einschränkungen habe, die Sex verhindern. Ich muss mal meinen Partner fragen, wie es ihm damit eigentlich geht. 🤔
Da gebe ich dir recht. Es war ja auch nicht als Bewertung gedacht, sondern als Einschätzung und Vermutung. Als Denkansatz. Stimmt aber, der letzte Satz ist unpassend formuliert. Ich hätte sagen sollen, dass es für mich persönlich keine Lösung wäre in einer glücklichen Beziehung. Für mich schwingt da zu viel Frust mit und von beiden Seiten wenig konstruktive Kommunikation. Wenn beide das als Kompromiss festlegen ok, aber danach klingt es nicht.
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #81
Off-Topic:

Aber auch wenn ich den Wunsch nach dem Austausch mit "Leidensgenoss*innen" durchaus verstehe, verstehe ich irgendwie auch nicht so richtig, was das dann bringen soll.
Das Prinzip von Selbsthilfegruppen? Hab kürzlich mehrere Psycholog:innen gehört, die betonen, wie hilfreich die seien. Tipps von Betroffenen sind halt manchmal viel mehr Wert als Tipps von Unbeteiligten. Zum einen kann man sich abschauen, was für ne innere Haltung die zum Problem haben und zum zweiten sind deren Tipps praxiserprobt.
Und man kann sich abschauen, welcher Umgang mit dem Problem nicht zielführend ist.


Letzten endes tut es auch einfach mal gut das überhaupt jemandem sagen zu können.
Und damit bist du hier definitiv richtig.
 
housedrache
Benutzer192233  (51) Verbringt hier viel Zeit
  • #92
Es ist eine sehr komplexe Situation: eine(r) möchte / braucht Sex, um zufrieden zu sein, der / die andere kann gut darauf verzichten. Gerade wenn die Beziehung (bis auf das nichtvorhandene Sexleben, was aber nur den einen Part stört) gut läuft, gar Kinder und gemeinsame (finanzielle) langzeitige Verpflichtungen existieren, dann ist es ganz schwierig, da einen Rat zu geben.

Klar, jede (r) hat das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, allerdings natürlich entsprechend eingeschränkt durch das Recht auf körperliche Unversehrtheit des "Gegenparts" , die meiner Meinung nach in dem Moment nicht mehr existiert, wenn jemand - gegen sein / ihr eigenes Bedürfnis - Sex mit jemandem hat, bzw. sexuelle Handlungen an ihm / ihr ausführt, um "den Beziehungsfrieden" zu wahren, bzw. damit der sexwollende Part endlich Ruhe gibt).

Mich "nervt" es ein bisschen, wie schnell hier immer zu einer Trennung geraten wird (gerne von Usern, die keine Kinder haben und die daraus enormen Verpflichtungen und Verantwortungen nicht wirklich nachvollziehen können). Auch eine offene Beziehung steckt voller Risiken, das ist ganz bestimmt nicht immer die Lösung.

Aus eigener Erfahrung mit einigen ziemlich langen sexuellen Durststrecken kann ich nur sagen, dass sich Geduld, Verständnis und ein langer Atem auszahlen können (aber nicht müssen). Manchmal kann auch eine Paarberatung hilfreich sein. Aber: die Zeit arbeitet auch für eine Beziehung mit: bei uns war es ein absoluter game changer, dass unsere drei Jungs (jetzt 22,20,20) heranwuchsen & wir Jahr für Jahr wieder deutlich mehr Freiräume hatten für uns als Paar. Zuerst mal ins Restaurant, dann Kino zu zweit, dann eine Übernachtung bis hin zu Wochenenden und ganzen Urlauben. Besonders bei mir als hauptsächlicher "care - Arbeitenden" hat das Heranwachsen der Kinder & die daraus weniger werdende "Sorge" und Eingebundenheit meinen Sex - Drive ganz neu befeuert. Aus deinen Postings lese ich heraus, dass ihr eigentlich gut harmoniert & bis auf den aktuell fehlenden Sex alles ganz gut läuft. Das ist schon ganz schön viel auf der Haben - Seite. Uns hat in sexarmen Zeiten eine Auszeit zu zweit öfter mal sehr gutgetan. Gibt es da vielleicht die Möglichkeit, dass ihr euch mal ein kinderfreies Wochenende organisieren könnt? Gerade wenn euer Sexleben mal gut war, könnt ihr bestimmt daran anknüpfen. Ich hoffe, dass ihr da einen Weg findet für euch und für euch als Familie.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #95
Ich sehe hier keine klare Tendenz für eine Trennung im Thread.
Druck ausüben hat noch keine Ehe gerettet, sondern meine und Ehe meines jetzigen Freundes endgültig beendet.

Er als Vater hat genau die Verpflichtung nicht in der Scheinehe zu bleiben wegen den Kindern, den es besser geht mit zwei getrennten und glücklichen Eltern als unglücklichen zusammenlebenden. Manche die ich kenne schieben die Kinder nur vor, während alles was sie in der Situation hält ist eigene Angst.

Sollte mir mein Partner mit Fremdgehen drohen, so ist das nicht mehr Beziehung in der ich weiter leben möchte.

Nur diejenigen die unglückliche Beziehungen beendet haben, wissen wie schlimm diese waren. Meist erst mit zeitlichem Abstand danach.
In meiner Welt sind weder Kinder noch Haus es wert mit jemanden zusammen zu sein, der mich weder respektiert, begehrt noch liebt. Viel zu vielen Ehen da draußen mangelt es an Respekt, Leidenschaft und Liebe.

Muss jeder für sich entscheiden wie er leben will und auch die Konsequenten tragen.
 
Bahati
Benutzer194450  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #96
Wie kam es jetzt zu dieser Wendung in meiner Ehe, die hoffentlich dauerhaft sein wird? Die Kinder sind längst außer Haus (deshalb macht man sich oft dennoch Sorgen...). Zahlreiche Urlaube zu zweit und dennoch ohne Sex, auch wenn ich mir im Urlaub trotz meiner grundsätzlich nicht mehr vorhandenen Erwartungen ein ganz kleines bisschen Hoffnung gemacht habe. Jetzt waren wir im Juni in Griechenland in Urlaub, abwechselnd Wandern und Strand. Wir waren in einer um diese Jahreszeit kaum touristischen Ecke (Halbinsel Pilion) und fanden einen Strand, den man nur durch Klettern erreichen konnte, dort waren wir immer völlig alleine und konnten im Schatten und hinter Felsen nackt sein, was wir eigentlich gerne sind. Über das gegenseitige eincremen und das unbeobachtete gemeinsame Nacktsein in wunderbarer Natur kam es zum ersten mal seit 1,5 Jahren zu gegenseitiger Zärtlichkeit durch intimes Streicheln. Meine Frau kam wie immer deutlich vor mir. Die folgenden Tage kamen wir erstmals seit langem wieder ins Gespräch über unsere Sexualität. Sie bekommt aufgrund einer Schlafstörung seit der Menopause seit einiger Zeit Gestagene (schlöft damit besser) und deswegen lokal für die Vagina eine Östrogen-Salbe (unser letzter Versuch mit penetrativem Sex vor vielen Jahren ist wegen Schmerzen beim vorsichtigen Versuch einzudringen schon auf den ersten cm gescheitert). Ich hab sie gefragt, ob sie es sich inzwischen manchmal wieder selbst macht, was sie auch jahrelang nicht gemacht hat. Und das bejahte sie zu meinem Erstaunen. Wir schlafen seit langem in getrennten Zimmern, nur so hab ich auch Zeit für mich, und aus anderen Gründen. Am nächsten Strandtag habe ich gefragt, ob wir es mal wieder mit penetrativem Sex versuchen wollen. Wir haben es sehr vorsichtig und etwas unbeholfen versucht. Es gab nur einmalig einen kurzen Schmerz, der nach Positonsänderung wieder weg war, dann hat es wieder funktioniert, für sie sogar rasch mit einem Höhepunkt, ich konnte allerdings nicht kommen (ich konnte mich beim ersten Mal nach vielen Jahren noch nicht so richtig fallen lassen. Dann fragte sie mich seit sehr langem zum ersten Mal, ohne dass ich das Gespräch anstieß, wie es denn mir sexuell geht und ob ich weiterhin zu Professionellen Sexarbeiterinnen ginge. Das hatte sie ja toleriert und seit Jahen gewusst, aber auch irgendwie verdrängt, ich habe es bejaht. Es war mir natürlich unangenehm detailliert darüber zu sprechen und ihre vielen Fragen dazu zu beantworten. Ich fühle mich ja prinzipiell auch nicht gut dabei, aber besser als ganz ohne Sex. Und es gibt wirklich nette Prostituierte u.o. Escorts, die einem ein gutes Gefühl als Mann und tollen Sex bereiten können. Meine Frau sagte dann, dass sie das jetzt nicht mehr möchte und nicht mehr tolerieren würde. Sonst würde sie sich trennen. Das hat mich mächtig unter Druck gesetzt, für mich war nach 2x Sex noch nicht so klar wie das weitergeht. Meine Gefühlswelt war sehr durcheinander und ich fand es auch ein bisschen unfair. Ich .meine: wie war ich denn in die Lage gekommen? Aber wie immer, gab ich dem Ganzen eine Chance, wir lernen neu, ich habe seither keine Dienste mehr in Anspruch genommen, habe keine Lust mehr darauf, kann mir wieder trauen die Lust auf sie (die nie weg war!!) zu leben, habe aber auch Angst, dass es doch nur ein "summer of love" sein wird und ich irgendwann wieder umso trauriger werden könnte. Im Moment bin ich aber glücklich damit und habe endlich wieder Schmetterlinge im Bauch. Sorry für den langen Text. Ist aber halt alles nicht so einfach, wie: trennt euch halt.
 
Bahati
Benutzer194450  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #103
Sie hat die Menopause eben so geschehen lassen, wie sie kam. Die aktuelle Hormontherapie hat ein ganz anderes Ziel. Die letzte Regel war vor ca. 11 Jahren, sie ist jetzt 61
 
Bahati
Benutzer194450  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #104
Fällt mir noch ein: Einige Zeit vor dem Urlaub in Griechenland hatte ich ihr mal gesagt, dass ich es halt so schön fände, wenn sie ihre Libido wieder entdecken würde und wenn es dazu nötig sei, sich mal wieder (wie früher, vor den Kindern) fremd zu verlieben. Solange ich dabei nicht hinten runter falle, sondern wir auch davon profitieren. Im Gespräch im Urlaub meinte sie dann, ob ich das nur gesagt hätte, um mich bzgl. meiner Treffen mit Sexarbeiterinnen besser zu fühlen. Aber das war dabei nicht meine Intention. Dennoch hat sie das getriggert.
 
K
Benutzer188453  (51) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #105
Und zu Overtouched und Mental Load, das sibd einfach 2 Dinge die ich nicht verstehen kann leider, dem ist so, das weiß ich, kann es aber einfach nicht nachvollziehen, so sehr ich mich auch anstrenge.
Mental Load usw. gab es schon immer und wird es immer geben, und zwar von beiden Seiten. Die Frage ist nur: Wie geht man gemeinsam damit um?

Was man nicht unterschätzen darf, ist das ständige Angefasstwerden durch die Kinder, egal wo und wann. Morgens im Bett, dann auf dem Klo, den ganzen Tag, egal wo man ist. Ständig ruft jemand nach Mama, obwohl Papa direkt danebensteht. Irgendwann ist einfach zu viel, und dann ist dein Gefummel in dem Moment vielleicht einfach fehl am Platz und du bekommst alles auf einmal zurück.

Damit musst du leben und umgehen können, aber nicht alleine, sondern gemeinsam als Paar.
Was schon mal echt schlecht ist, ist dir zu sagen: "Das ist dein Problem." Grundsätzlich stimmt das zwar, aber ihr solltet ein Team sein und nicht du ihr Handlanger oder umgekehrt.

Ich habe ein wenig das Gefühl, dass sie dich nicht mehr als ihren Partner sieht und euch auch nicht mehr als Liebespaar betrachtet, sondern eher als jemanden, der "notwendig" ist, um die Kinder zu versorgen. Das klingt echt hart, kommt aber öfter vor, als man denkt.

Und Sex irgendwo anders zu suchen, wäre eine schlechte Idee. Das wird dich nicht glücklich machen. Alles, was du deinen Kindern beizubringen versuchst, wie Ehrlichkeit, Respekt usw., wäre damit hinfällig, und das nur wegen Sex. Ganz abgesehen davon, selbst damit klarzukommen und sich anschließend noch im Spiegel ansehen zu können. Klar, Sex ist wichtig, sehr wichtig sogar, aber das wäre der falsche Weg.

Hattet ihr schon einmal ein oder zwei Tage komplett für euch allein, an denen ihr weg von zu Hause wart? Etwas, bei dem insbesondere deine Frau wirklich abschalten konnte? Oder war sie mal mit einer Freundin ein Wochenende unterwegs und konnte die Zeit genießen, einfach nur Frau sein?
Falls ja: Wie war sie danach? War sie wie ausgewechselt oder eigentlich immer noch dieselbe?
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (45) Sehr bekannt hier
  • #106
Off-Topic:

Mental Load usw. gab es schon immer und wird es immer geben, und zwar von beiden Seiten.
Was man nicht unterschätzen darf, ist das ständige Angefasstwerden durch die Kinder, egal wo und wann.
Der TS will ja keine Lösungsvorschläge, aber was ich mir dazu schon dachte: das kann man vielleicht gar nicht theoretisch begreifen. Das muss man erfahren. Lass die Frau doch mal ne Woche (mindestens!) mit Freundinnen in Urlaub fahren und dann kümmert er sich um restlos alles was anfällt. Ohne bei ihr irgendwas nachzufragen. Ich glaub dann kann man es ganz schnell nachvollziehen. :zwinker:
 
Florence Blackwell
Benutzer205991  (67) Öfter im Forum
  • #107
K Kohhirzel
Mir gefällt Dein Beitrag sehr 👍🏼 sehr gut
 
Florence Blackwell
Benutzer205991  (67) Öfter im Forum
  • #108
Duracellhäschen Duracellhäschen
Ich seh es anders, weil der TS kein Pascha ist der auf dem Sofa auf Bedienung wartet …
Er nimmt die Kinder auch alleine und sie ist weg, er regelt auch sehr viel und kümmert sich, er ist auch müd wenn die Kinder an ihm hängen
Was die zwei Begriffe anbelangt: die kennt er auch vom erleben
Der unterschied ist: wollte sie sich ankuscheln würde er sie nicht zurück weisen egal wie platt er ist

Wir Frauen dürfen den Männern nicht unterstellen,sie wüssten nicht, was care Arbeit ist
Ich find das nicht mehr zeitgemäß.

Haut von mir aus auf mich drauf
Ich zieh den Kopf ein🙈
 
S
Benutzer190912  (51) Verbringt hier viel Zeit
  • #109
Sie kann mir nicht sagen, warum es so ist aber ja, wir reden darüber.
Das sehe ich bei den immer wieder aufkommenden Themen wegen zu wenig Sex als gemeinsamen Nenner dass vor allem der Teil mit der geringeren Libido nicht darüber reden kann oder will. Es fehlt also an Kommunikation als basis für Verständnis und ggf. für Lösungsansätze.
Wie ist das denn bei Euch konkret, wie sieht dieses Reden aus? Auch wenn man anfangs nicht weiß was die Ursache ist kann ja eben das längerfristige Reden die Selbsterkenntinis fördern, der Partner kann ja Rückmeldungen geben, beide können ihre jeweilige Sicht äußern etc
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #110
Die aktuelle Hormontherapie hat ein ganz anderes Ziel
Off-Topic:
Welches? Geht es in beiden Fällen nicht um Lebensqualität und Gesundheit?
Nochmals, HET verhindert keine Menopause, keine Ahnung wie du darauf kommst.
 
Bahati
Benutzer194450  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #111
Off-Topic:
Welches? Geht es in beiden Fällen nicht um Lebensqualität und Gesundheit?
Nochmals, HET verhindert keine Menopause, keine Ahnung wie du darauf kommst.
Hab mich schlecht ausgedrückt, ich war müde, HET verhindert oder lindert Beschwerden. Primär durch höherdosiertes Östrogen, bei vorhandenem Uterus zusätzlich eher niedrigdosiert Gestagene zum Schutz der Uterusschleimhaut (Ca). Lange nach Abklingen der anderen Wechseljahresbeschwerden hat meine Frau persistierende Schlafstörungen (Behandlungsziel) entwickelt, die auf höherdosiertes Gestagen ansprechen (scheint über den GABA-Rezeptor im Gehirn zu wirken, wie Benzos oder Z-Substanzen, macht aber in dem Sinne nicht abhängig. Dazu sehr niedrigdosiert 1x/Woche vaginal eine Östrogensalbe, die primär lokal wirken soll, zum Aufbau/ Schutz der Vaginalschleimhaut, die bereits recht atroph war. Eine systemische Wirkung (Libido etc) ist da nicht zu erwarten, da die Dosis sehr gering ist. Einen Einfluss auf die Libido der Frau hätte da noch Testosteron, natürlich in viel niedrigerer Menge als beim Mann. So, vielleicht sollten wir diese Nebendiskussion nicht weiterführen, ich weiß nicht, wer sich sonst noch dafür interessiert
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #112
Hab mich schlecht ausgedrückt, ich war müde, HET verhindert oder lindert Beschwerden. Primär durch höherdosiertes Östrogen, bei vorhandenem Uterus zusätzlich eher niedrigdosiert Gestagene zum Schutz der Uterusschleimhaut (Ca). Lange nach Abklingen der anderen Wechseljahresbeschwerden hat meine Frau persistierende Schlafstörungen (Behandlungsziel) entwickelt, die auf höherdosiertes Gestagen ansprechen (scheint über den GABA-Rezeptor im Gehirn zu wirken, wie Benzos oder Z-Substanzen, macht aber in dem Sinne nicht abhängig. Dazu sehr niedrigdosiert 1x/Woche vaginal eine Östrogensalbe, die primär lokal wirken soll, zum Aufbau/ Schutz der Vaginalschleimhaut, die bereits recht atroph war. Eine systemische Wirkung (Libido etc) ist da nicht zu erwarten, da die Dosis sehr gering ist. Einen Einfluss auf die Libido der Frau hätte da noch Testosteron, natürlich in viel niedrigerer Menge als beim Mann. So, vielleicht sollten wir diese Nebendiskussion nicht weiterführen, ich weiß nicht, wer sich sonst noch dafür interessiert
Off-Topic:
Danke, aber mir musst du bHET nicht erklären, bin selbst beratend tätig. Man supplementiert Progesteron Jahre bevor man Öströgen einnimmt und zwar genau aus den Gründen aus den deine Frau JETZT die Ersatztherapie nimmt😉.
Progesteron ist genau für den Schlaf. Allein durch guten Schlaf und Entspannung (Progesteron ist wirklich happy pill) geht es dem Libido wesentlich besser und ein Teil von der Salbe - auch wenn wenig - landet doch im System. Will sagen Schlafstörung ist einer DER Hauptgründe für die Ersatztherapie auch während der Wechseljahre, wir müssen die Diskussion nicht weiterführen, aber es sollen schon richtige Informationen gepostet werden😊. Mit der Begründung / Beweggründen hätte deine Frau vor Jahren die Therapie nehmen können, denn sie hat nicht wie du schreibst ein anderes, sondern gleiches Ziel. Ich nehme aus genau gleichem Grund diese beide Präparate in den Wechseljahren. Übrigens sind Risiken einer solchen Therapie die man erst Jahre später startet erheblich! Man nennt nicht grundlos den goldenen Fenster der so circa max. 10 Jahre nach der letzten Periode beinhaltet. Viele Ärzte wollen aus dem Grund (würde jetzt zu weit führen) keine HET 5 Jahre von Beginn der Menopause mehr verschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bahati
Benutzer194450  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #113
Basst scho
 
Guido70
Benutzer238914  (55) Ist noch neu hier
  • #114
Wieviel ist zu wenig? In meiner Ehe hab ich nach Absprache einen Slip genommen und mich befriedigt. Der Gedanke daran, dass sie wusste, was ich mache, war ein zusätzlicher Kick 😉
 
Ananass
Benutzer182466  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #115
Ich kenne das Problem sehr gut.
Ich möchte auch viel mehr Sex als meine Partnerin. Deswegen helfe ich mir halt sehr oft und gerne selber.
 
R
Benutzer206538  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #116
Gibt schon so Phasen in denen einer von uns beiden weniger Lust hat. Wir haben beide auch sehr viel Spaß an Selbstbefriedigung.
Ich habe auch die Möglichkeit, mich zusätzlich mit meiner Bi-Freundin zu vergnügen.
 
Bahati
Benutzer194450  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #117
Mehr Selbstbefriedigung hat mir nicht über 26 Jahre sexlose Zeit geholfen. Kann sicher ausreichen, wenn die Asymmetrie nicht ganz so krass ist
 
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