Wie geht Ihr mit einer Trennung um?

Benutzer105247 

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Nach Eurer Erfahrung: Wann hört's auf wehzutun?

Bei mir hats nach ca. zwei Jahren aufgehört.
Ich muss allerdings dazu sagen das ich zusätzlich zu der Geschichte auch sehr unglücklich mit meinem Leben war.
 

Benutzer29377 

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Off-Topic:
Keine Ahnung, ob man unbedingt ausgerechnet auf mich hören sollte, aber hier muss ich doch mal meinen Senf dazugeben ...



In Fällen, in denen es auseinander - oder gar nicht erst zusammen (habe da so ein Talent, immer die verkehrtesten Situationen heraufzubeschwören) - ging, habe ich ab dem Moment, in dem klar war, dass die Sache durch ist nach einer gewissen Heul- und Hängphase meistens ganz bewusst versucht, Ablenkung zu schaffen.
Kann heißen, sich eine neue "Geschichte" einzuhandeln. Kann heißen, sich in irgendetwas wie alte - oder auch neue Hobbies, Sport, Arbeit, sinnfreie Sauftouren, haufenweise ONS oder was auch immer einem einfällt zu stürzen.
Kann heißen, gezielt extreme, gefähliche oder nervenkitzelnde Situationen zu suchen. Immer "hier" zu schreien, wenn sonst keiner will oder sich traut.
Kann auch heißen, sich einfach mal die Haare abzuschneiden, in die Stadt zu gehen, ein Tattoo stechen zu lassen und sich mit neuen Klamotten einzudecken.
Wie sinnvoll jeder dieses oder jenes davon finden mag, oder was für jeden so funktioniert oder nicht, muss wohl jeder für sich wissen (ich will nicht behaupten, dass das alles zu meiner Standardprozedur zählt ... hab nur mal Einfälle gesammelt).

Für wichtig halt ich es, sich zu überlegen, woran es letztlich gescheitert ist. Nicht, um jemandem Schuld zuzuweisen, sondern um einfach für die Zukunft etwas mehr für solche Situationen sensibilisiert zu sein.
Ist die erste Trauer mal vorbei, ist das meiner Meinung nach ein idealer Moment, Dinge an sich und seiner Gesamtsituation zu verändern, sofern man das für sinnvoll erachtet. Oder zumindest mal ein Résumé zu ziehen, was Du ja z. T. schon tust.
Was finde ich gut an mir und meinem Leben?
Was nicht?
Was von dem weniger Guten ist vielleicht mitverantwortlich dafür, dass die Beziehung auseinander ging?
Was geht mir selbst vielleicht schon länger auf's Ei und gehört eh mal angegriffen?

Ich denke, man kann aus dem "jetzt erst recht"-Trotz der früheren Trennungsphase und dem überwätligenden Gefühl der Freiheit, wenn man merkt, dass es einen von Tag zu Tag weniger belastet, so viel Schwung nehmen. Schwung, den man dazu nutzen kann, sich und sein Leben neu zu beurteilen und in gewünschter Weise umzukrempeln. Neue Beschäftigungen aufzutun, sich dorthinein zu vertiefen.
Lauter sowas.

Mir selbst z. B. haben im Laufe der letzten ca. 1,5 Jahre zwei sich möglicherweise (und letztlich eben doch nicht ganz) anbahnende Beziehungen ein paar Charakterzüge bzw. antrainierte Verhaltensweisen aufgezeigt, die in einer Beziehung nunmal einfach so nicht funktionieren. Jedenfalls mit vermutlich ca. 90% der Partnerinnen. Glücklicherweise waren das Punkte, die mich sowieso selbst an mir genervt haben. Und diese Art und Weise, darauf gestoßen zu werden, macht es zwar nicht zwangsläufig einfacher, etwas daran zu ändern. Aber es motiviert einen zumindest, wenn man sieht, wohin einen das Festhalten an solch eingefahrenen Mustern führt. Oder was es einen kosten kann.
Damit will ich nicht behaupten, dass man sich auf irgendeinen massenkompatiblen Geschmackskonsens hin verbiegen sollte. Auch nicht, dass einzig und alleine diese paar Punkte an mir daran "schuld" waren, dass nichts daraus wurde.
Aber: von was Du selbst einsiehst, dass es Dich unattraktiv, langweilig, schwierig oder was auch wirken lässt und was Dich selbst belastet - abschütteln. Ist nicht einfach, aber man sollte daran arbeiten.
Was Du für Dich okay und richtig findest - auch wenn es vielleicht nicht jedermann nachvollziehen kann - beibehalten und dazu stehen.
Was man denke ich auch lernen sollte, ist, eine persönliche Grenze des Zusammenpassens zu ziehen. Genauer zu wissen, was Du geben kannst und was Du erwartest. Grob gesagt.
Sprich: wenn Du Dich und Deine Situation so weit "hingekriegt" hast, dass Du selbst damit weitestgehend zufrieden bist und es funktioniert mit einer Frau trotzdem nicht, dann ist es wohl eben so.
Es kann noch so vieles noch so toll sein, wenn ein der eine oder andere (elementare) Punkt nicht passt, dann wird wohl nichts daraus. Ohne, dass jemand Schuld oder "es verbockt" hätte ... :zwinker:

Von daher steckt in all diesem dampfenden Haufen Mist, den Du vor Dir liegen siehst, trotz allem die eine oder andere astreine Chance.
In Deinem Fall würde ich wohl in erster Linie empfehlen, auszuziehen und fortan entweder eine Weile ganz alleine, oder in einer kleinen WG zu wohnen. Dabei lernst Du automatisch, Dich um Einkäufe, die Produktion einer Mahlzeit, das Sauberhalten der Räumlichkeiten, Wäschewaschen, Abspülen, pipapo zu kümmern.
Es sei denn, Du willst Dich permanent von Dosenravioli aus dreckigen Tellern auf dreckigem Esstisch ernähren, während Du aus Deinen dreckigen Fenstern und blöd aus der dreckigen Wäsche guckst. :zwinker:


Wann es aufhört, wehzutun, hängt wohl hauptsächlich davon ab, wie gut Du es schaffst, die vielen Tipps und Ratschläge in diesem Thread umzusetzen.
Dich (positiv) abzulenken, neue Erfahrungen zu machen, vielleicht sogar wieder jemanden kennenzulernen.
Halbwegs gängig dürfte wohl alles zwischen einigen Wochen und ein oder zwei Jahren sein ... :hmm:


Off-Topic:
Ui, sorry ... hab mich wohl etwas festmonologisiert.

Ich wünsche Dir natürlich in erster Linie, dass Du es schnell und sinnvoll verarbeiten und vielleicht sogar einige positive Energie mitnehmen mögest.
Versuche, daraus so viel wie möglich über Dich und Deine Bedürfnisse, Vorstellungen etc. zu lernen.
Das und das bereits erwähnte positive Gefühl gegen Ende der Verarbeitungsphase werden sicher helfen, in Zukunft ganz anders auf neue Situationen und Leute zuzugehen ... was sicher nicht von Nachteil sein sollte. :zwinker:
 

Benutzer115604  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
Oh je, Herzschmerz is immer son Thema :/
Tust mir leid! Hoffentlich vergehts bald wieder!

Ich krieg jede Trennung mit massenhaft Schoki rum :zwinker:
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Nach Eurer Erfahrung: Wann hört's auf wehzutun?
Wie sieht's aus? Hast Du Dir am Samstag 'ne Zeitung gekauft und Stellenanzeigen gelesen? Hast Du Stepstone schon komplett durchgesucht?
Hast Du Dein Fahrrad schon aus dem Keller geholt und fit gemacht, damit Du diese Woche noch Kalorien abstrampeln kannst?
Da Du ja sicherlich die Zeitung wegen der Stellenanzeigen gekauft hast, hast Du ja bestimmt auch die Wohnungsangebote durchforstet, oder?

Ok, klar sind die Fragen nicht komplett ernst gemeint. Aber ich setze noch einen drauf, gleichermassen asi wie klugscheißerisch: es liegt nur an Dir, wie lange der Schmerz dauert.

Ich schrieb es ja schon: versuche, die Situation als Chance zu sehen, Du findest Dich unattraktiv, also tu etwas dagegen. Zumindest gegen das Äußerliche am Anfang. Du bist unzufrieden mit Deinem Job und Deinem 7m²-Zimmer? Ändere 'was daran.
Gib Dir ein Ziel. Werde aktiv, aber zieh Dich nicht zurück und frage Dich, wie lange der Schmerz noch dauert. Denn dann dauert er ewig.

Sorry, klngt jetzt härter, als ich es meine. Ich verstehe Dich ja, aber wenn wir hier nicht versuchen, Dich aufzuwecken, befürchte ich, tut es keiner und Du versinkst irgendwann in einem Sumpf aus Schmerz und Selbstmitleid. Das willst Du nicht und ich denke, viele PL-User, die Dich ein wenig von Deinen bisherigen Beiträgen kennen, auch nicht. Ich jedenfalls würde mich freuen, irgendwann wieder den "alten" BigDigger hier in dem einen oder anderen Thread seinen Senf dazugeben zu sehen.

Mark11
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Nach Eurer Erfahrung: Wann hört's auf wehzutun?

Ich hatte erst einen Partner, und da tuts mir immer noch weh, nach über eineinhalb Jahren. Es tut anders weh, aber ob es besser ist? Ich heule immer noch wegen ihm - nicht mehr jeden Tag zehn Mal, aber alle zehn Tage ein Mal. Es schmerzt mich immer noch zufällig seinen Namen zu hören, auch wenn ein ganz anderer Mensch gemeint wird. Es tut noch viel mehr weh, über sein Leben zu erfahren oder seine Familie zu sehen. Fotos zu sehen, an gemeinsame Erlebnisse zu denken. Selbst beim Tippen hier hab ich Tränen in den Augen. Und ich bezweifle, dass sich das in absehbarer Zeit ändert, denn so sehr ich mich in andere Männer verlieben möchte - ich kann es nicht. Ich finde niemanden interessant. Ich bin wohl noch nicht so weit.

Ich weiß, vermutlich willst du das nicht hören. Aber ich kann dir zumindest sagen: Man lernt, damit zu leben. Man lernt, damit umzugehen, und man hat auch wieder schöne Tage im Leben. Ich hab das Gefühl, dass ein Teil von mir fehlt - aber irgendwie kommt man damit klar. Und irgendwann, in irgendeiner fernen Zukunft, werde ich und wirst auch du hoffentlich darüber hinweg sein. Bis dahin ists noch ein weiter, harter Weg. Und ja, man muss dafür auch selber etwas tun. Sei es in meinem Fall, mal mein Aussehen zu überdenken, meine Hobbys, mein Auftreten und meine Fitness - in deinem gibt's sicher auch einiges, was sich ändern lässt. Man muss sich neue Hobbys suchen, Veränderungen, ein neues Leben - ich hab zum Beispiel zeitweise meinen Studienort gewechselt. Ist drastisch, aber ich habs einfach gebraucht.
Du musst das nicht sofort machen. Aber vielleicht morgen, oder übermorgen? Schritt für Schritt zieht man sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf. Irgendwie muss man ja weiterleben.

Lass dich mal drücken. Es ist okay, wenn du bei Liebesdingen immer weinen musst. Fernsehen ist eine einfache Ablenkung - man muss nicht denken und nichts tun, lässt sich einfach berieseln und kann vielleicht seinen Kummer für eine Minute vergessen. Auf Dauer ist das aber Mist. Versuch, was anderes zu unternehmen (außer, sich jeden Abend zu besaufen :zwinker: ), triff dich mit Kumpeln. Du sagst, du hast mal Tennis gespielt? Wie siehts zB aus mit Badminton, würde das mit deinen Gelenken gehen? Such dir ein Fitnessstudio, wo du leichte Sachen machen kannst, die nicht auf deine Gelenke gehen. Einfach, um etwas zu tun. Ich weiß, dass das scheiße schwer ist. Und du das eigentlich nicht willst. Und wenn es überhaupt nicht geht, dann lass es. Aber überleg dir, ob du nicht irgendwo ein kleines bisschen Kraft hast, etwas zu beginnen. Denn irgendwo musst du anfangen.
Ich drück dir die Daumen. Du packst das - und wenn nicht heute, dann morgen.
 

Benutzer29377 

Meistens hier zu finden
Ok, klar sind die Fragen nicht komplett ernst gemeint. Aber ich setze noch einen drauf, gleichermassen asi wie klugscheißerisch: es liegt nur an Dir, wie lange der Schmerz dauert.
Genau. Vieles ist ein gutes Stück Kopfsache.
Zugegeben - ich brauche da auch nichts sagen. Ich kriege das auch nicht immer ansatzweise so gut hin, wie sich das der rationale Teil meines Denkens so zurechtlegt und bin definitiv ein besserer Arschtrittdonator als -akzeptor ...
Dran ist meiner Meinung nach aber trotzdem was. :zwinker:
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Bei meiner letzten (und hoffentlich allerletzten :zwinker: ) Trennung habe ich drei Tage lang geheult und mich in meinem Zimmer verkrochen, mir Pizza von meiner Mitbewohnerin kaufen lassen und alles und jeden verabscheut der mir irgendwas von wegen Kopf hoch erzählen wollte.
Ab Tag 4 hab ich mir wieder vor die Tür getraut und bin mit einem Kumpel Kaffee trinken gegangen, in der Sonne, am See, und habe festgestellt, das es sich schlicht nicht lohnt, für ein so wunderbares Leben sich wegen einer Person so wahnsinnig zu machen.

Dann habe ich noch ein paar Tage lang geschmollt, ein Anti-Valentinstag Dinner ausgerichtet und über glückliche Paare gelästert.
Und das war's.

Mit dem Mann, mit dem ich damals Kaffee trinken war, lebe ich seit zwei Jahren glücklich zusammen. Manchmal ist der Sinn hinter einer solchen Trennung erst hinterher sichtbar. Es ist deine Chance. Deine Chance, aufzuwachen, das zu ändern, was dich stört. Es tut jetzt sehr weh, aber vermutlich wirst du dich in deiner nächsten Beziehung freuen, von gewissen Dingen einfach frei zu sein.

Und wie immer mein Nummer Eins Trennungslied:

[ame]http://www.youtube.com/watch?v=JdVejuCQ4Aw[/ame]
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Uiii, da sind ja doch noch 'ne ganze Menge Antworten...

Hast du denn Freunde, die dich auffangen?

Hält sich in Grenzen. Das kommt ja zu meiner ganzen Malaise noch dazu: Ein wenig soziophob, schüchtern, eigenbrötlerisch - alles in harten Lektionen erlernt.
Mein bester (und einziger...) Freund wohnt auf der anderen Seite der Stadt und hat seit ein paar Monaten eigene Familie. Live will ich dem nicht auch noch auf die Eier gehen, der hat selber genug Sorgen, vor allem jobmäßig (da wird er streng auf einen Burn-out hingearbeitet).

Bei mir hats nach ca. zwei Jahren aufgehört.
Ich muss allerdings dazu sagen das ich zusätzlich zu der Geschichte auch sehr unglücklich mit meinem Leben war.

Na, das ist ja 'ne tolle Perspektive... :zwinker:

Kann heißen, sich in irgendetwas wie alte - oder auch neue Hobbies, Sport, Arbeit, sinnfreie Sauftouren, haufenweise ONS oder was auch immer einem einfällt zu stürzen.

Mein Problem ist, dass mir praktisch nichts einfällt und ich viel Zeit zum Denken habe... Zum Fotografieren ist das Wetter zu schlecht und die Motive zu unattraktiv; Alkohol trinke ich nicht (meine Leber bedankt sich gerade dafür, denn würde ich Alkohol trinken, wäre ich im Moment wohl dauerblau - noch nie konnte ich die Motivation dahinter besser verstehen). Und Ficken ist auch nicht drin, aus oben genannten Gründen plus fehlende Attraktivität und den Umstand, dass ich Sex und Liebe ziemlich schlecht trennen kann...

Kann auch heißen, sich einfach mal die Haare abzuschneiden, in die Stadt zu gehen, ein Tattoo stechen zu lassen und sich mit neuen Klamotten einzudecken.

Naja, zum Friseur muss ich eh noch, für die Bewerbungsfotos. Aber ich mag mich kaum impfen lassen, und meine Schränke sind eh voll. Außerdem bin ich keine Frau... :tongue:

Von daher steckt in all diesem dampfenden Haufen Mist, den Du vor Dir liegen siehst, trotz allem die eine oder andere astreine Chance.

Du brauchst meine "Ex" nicht unbedingt zitieren... :rolleyes:

Ich krieg jede Trennung mit massenhaft Schoki rum :zwinker:

Das versuche ich gerade zu vermeiden, immerhin sehe ich schon aus wie zwei Öltanks, und die Methode hat mir diese Birnenfigur eingebracht, als meine Mutter beinahe hops gegangen war...

Wie sieht's aus? Hast Du Dir am Samstag 'ne Zeitung gekauft und Stellenanzeigen gelesen? Hast Du Stepstone schon komplett durchgesucht?

Zählt auch arbeitsagentur.de ?
Treppenwitz der Geschichte: Mein Job wird gerade auf halbem Weg zu meiner Ex inseriert - und ich stecke noch bis 1.7. fest... Das nennt man Künstlerpech.

Hast Du Dein Fahrrad schon aus dem Keller geholt und fit gemacht, damit Du diese Woche noch Kalorien abstrampeln kannst?

Um 21 Uhr geh ich auch nicht mehr raus zum Fahrradfahren. Wochenende wäre vielleicht eine Perspektive, wenn ich nicht festfriere... Und Friseur und Fotos hinter mich kriege.

Da Du ja sicherlich die Zeitung wegen der Stellenanzeigen gekauft hast, hast Du ja bestimmt auch die Wohnungsangebote durchforstet, oder?

Zählen auch immobilienscout24, immowelt und Co.? Nee, nicht viel Passendes dabei. Zumal mein künftiger Wohnort eh vom Job abhängt (in HH bräuchte ich schon mindestens 1300 netto...).

Ok, klar sind die Fragen nicht komplett ernst gemeint.

Aber meine Antworten. Soweit es meine Kraft zulässt, stelle ich mich auf Veränderungen ein. Und versuche doch, Kompromisse zu finden.

Sorry, klngt jetzt härter, als ich es meine. Ich verstehe Dich ja, aber wenn wir hier nicht versuchen, Dich aufzuwecken, befürchte ich, tut es keiner und Du versinkst irgendwann in einem Sumpf aus Schmerz und Selbstmitleid.

Schon klar - ich mach's ja oftmals als Antwortender nicht anders.
Dafür bin ich wiederum zu rational. Nur leider nicht rational genug, um eine gescheiterte Beziehung schnell abhaken zu können. Bin nur mal gespannt, wie ich reagiere, wenn die Familie meiner "Ex" anruft, um sich für gerade zugeschickte Fotos ihrer Kinder aus meinem Fundus zu bedanken...

Versuch, was anderes zu unternehmen (außer, sich jeden Abend zu besaufen :zwinker: )

Wie gesagt, das bleibt mir zum Glück erspart...

Du sagst, du hast mal Tennis gespielt? Wie siehts zB aus mit Badminton, würde das mit deinen Gelenken gehen?

Ich hab damals mit dem Tennis aufgehört, weil ich Rückenprobleme hatte (im Moment auch wieder akut, ich frag mich nur, warum?). Und dann wäre da noch der Faktor Zeit bei frühestem Feierabend um 18:30 Uhr (kann sich auch um 'ne Stunde verschieben). Ich weiß noch von damals, wie schwer das war, um die Uhrzeit überhaupt jemanden zu finden, der da noch spielen will...

Ich drück dir die Daumen. Du packst das - und wenn nicht heute, dann morgen.

Danke!

(An alle!)
 

Benutzer105123 

Öfters im Forum
bei trennungen die mir weh tun läufts meistens so dass ich vor allem recht viel ausgehe auf konzerte partys, viel tischfußball und dart spiele. sehr viel flirte meine affären wieder aktiviere und auch mal neue suche. bin in solch einer zeit sehr viel auf achse und komm meist wenn überhaupt erst früh morgens wieder nach hause. wenns nicht klappt und das stimmungshoch nur teilweise anhält dann verfall ich wieder etwas in meine nerdige phase (die hatte ich als ich durch meine vorhergegangene lebensweise eine spätere beziehung verbaut hatte und ansonsten auch recht alles in meinem leben den bach runterlaufen begonnen hatte) spiele konsolen, pc spiele oder online games zum teil 24 stunden am tag das war dann so ca 3-4 monate so und anschließend hatte ich dann begonnen mein leben langsam mal wieder aufzubauen und alles in seine bahnen wieder zu lenken.
 

Benutzer98976 

Sehr bekannt hier
Nach der letzten Trennung hats gut ein halbes Jahr gedauert.
In der Zeit bin ich am Krückstock gegangen, mir gings gerade die ersten 3 Monate richtig mies. Doch ich wollte mich nicht unterkriegen lassen, resignieren wäre genau das Falsche gewesen. Ich hab plötzlich 3-4 Mal die Woche trainiert bis zum Umfallen - um bloß keine Energie zum Nachdenken zu haben, ein Semester in den Sand gesetzt, meine Wohnung komplett umgestaltet und - gestellt, meinen Freundeskreis deutlich ausgebaut, war ständig irgendwie unterwegs und hab, wenn ich es nicht war, ausgiebig die Kissen vollgeheult.
Plötzlich loslassen konnte ich, als er endlich seinen Kram hier abholte. Wegen dem hatten wir zuvor leider immer wieder Kontakt, das hats nicht einfacher für mich gemacht.

Letztlich bin ich für mich genau die Dinge angegangen, die mich gestört haben. Meine Wohnung war immernoch hauptsächlich durch Mami bestimmt (damals beim Einzug hat sie ausgesucht, was wohin kommt und ich hatte es noch nicht geändert), ich hatte zu wenig Freunde und hab zu viel daheim gesessen, dabei bin ich ein geselliger Typ, ich hatte nach 7 Jahren Laufen immernoch keinen Halbmarathon geschafft, ich war nicht sehr selbstsicher und leicht aus dem Konzept zu bringen, die Uni lief nicht zu meiner Zufriedenheit (mittlerweile bin ich wieder dran, trotz versemmeltem Semester).

Ich bin heute eine ganz neue unklar, irgendwie reifer und ruhiger.
Und mehr mit mir im Reinen. Es war also eine Chance für mich, diese Trennung. Auch wenn ich sowas nie wieder durchmachen möchte :zwinker:
Was ich sagen will: Manchmal tun Umbrüche besonders weh, aber gerade dann können sie besonders gut und wichtig für Dich sein. Insbesondere dann, wenn Du deswegen plötzlich alles in Frage stellst.

Du kannst Dich jetzt neu kennenlernen, neu selbst entdecken und finden. Eine noch stärkere und feinere Version des BigDiggers werden, der Du zuvor warst und den ich so gern gelesen habe :smile:
Es ist jetzt hart und tut höllisch weh, aber wenn Du in einem Jahr weiter bist und auf heute zurückblickst, wirst Du froh und stolz sein, den Arsch hochgekriegt und Dich weiterentwickelt zu haben. Deine Lebensqualität wird eine ganz andere sein. Also: Heul Dich aus, aber reiss auch was. Du hast hier eine einmalige Chance.
 

Benutzer29377 

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Off-Topic:
Na, das ist ja 'ne tolle Perspektive... :zwinker:
Irgendwann wird der Moment kommen, in dem Du Dich dabei ertappst, mit einem fetten Grinsen in Deiner Karre zu sitzen, das Fenster runterzulassen, die Gute-Laune-Mucke voll aufzureißen, draufzudrücken und Dich einfach nur zu freuen, dass Frühling ist. :zwinker:
Dann weißt Du, dass es wieder gut wird. :jaa:
 
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